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Arzt-Patienten-Seminar CED 2015 Marienkrankenhaus Kassel, 5. September 2015 Dr. med. Thomas Krause Gastroenterologie Opernstraße Kassel Schwerpunktpraxis.

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1 Arzt-Patienten-Seminar CED 2015 Marienkrankenhaus Kassel, 5. September 2015 Dr. med. Thomas Krause Gastroenterologie Opernstraße Kassel Schwerpunktpraxis CED (bng)

2 Lebensqualität in klinischen Studien (zu CED) Dr. med. Thomas Krause APS 5. September 2015

3 Inhalt  1. Definition gesundheitsbezogener Lebensqualität bei CED und deren Messung in Studien  Beispiel IBDQ  2. Vorstellung aktueller Studien zur Wirksamkeit von Biologika: Welchen Stellenwert nimmt der „Messparameter Lebensqualität“ in ihnen ein?  3. Entspricht dies auch der Realität außerhalb von Studien?  4. Zusammenfassung

4 0. Was ist eine klinische Studie? B ¹  Eine klinische Studie ist in der Evidenzbasierten Medizin und Klinischen Forschung eine Form der ErhebungEvidenzbasierten MedizinErhebung  Sie wird mit Patienten oder gesunden Probanden durchgeführt und ist eine Voraussetzung für die behördliche ArzneimittelzulassungArzneimittelzulassung  Ziel ist es Medikamente, bestimmte Behandlungsformen, medizinische Interventionen [1] oder Medizinprodukte auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit zu überprüfen.Medikamente medizinische Interventionen [1]Medizinprodukte  Klinische Studien werden durchgeführt, um wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten und die medizinische Behandlung zu verbessern

5 1. Definition gesundheitsbezogener Lebensqualität (gLQ) bei CED ZiDietz et al (Diss., Univ. Saarland)  Die Entwicklung der LQ-Forschung in der Medizin lässt sich in mehrere Phasen unterteilen.  Die erste Phase in den siebziger Jahren beinhaltete die konzeptionelle Auseinandersetzung mit dem Begriff des Gesundheitsstatus.  Die zweite Phase beschäftigte sich in den achtziger Jahren mit dessen Messbarkeit.  In diese Phase fällt auch die zunehmende Akzeptanz des Begriffes „Lebensqualität“.

6 1. Definition gesundheitsbezogener Lebensqualität (gLQ) bei CED ZiDietz, K (Dissertation, Univ. Saarland)  In den neunziger Jahren wurde das Konzept der gLQ entwickelt und erste krankheitsspezifische gLQ-Instrumente entworfen.  Aufgrund des per Definition subjektiven Charakters von gLQ werden zur Diagnostik überwiegend Selbstbeurteilungsverfahren in Form von Fragebögen verwendet.  Diese Gesundheitsprofile erfassen mittels verschiedener Items, die in einzelnen Skalen zusammengefasst werden, die verschiedenen Dimensionen der gLQ

7 1. Messung gesundheitsbezogener Lebensqualität (gLQ) bei CED  IBDQ = „CED-Fragebogen“ (32 Items umfassender, krankheitsspezifischer Fragebogen, s.u.): Signifikante Korrelationen mit Aktivitätsindizes der Colitis ulcerosa und des M. Crohn (publ. 1989)  Validierung der Deutschen Version des IBDQ-D (Kompetenznetz „CED)“in 2006  Zurzeit werden international mindestens 10 Scores zur Messung von gLQ bei CED eingesetzt (s.u.)  Der IBDQ ist weiterhin der am meisten benutzte und validierteste Score Janke et al. …Psychother Psych Med 2006; 56: 1-8 Alrubaiy et al…..Journal of Crohn‘s & colitis 9.3 (Mar 2015):

8 1. Messung gesundheitsbezogener Lebensqualität (gLQ) bei CED  Short Inflammatory Bowel Disease Questionnaire (SIBDQ): 10 Items des IBDQ für klinische Routineversorgung (gute Korrelation zu Aktivitätsindices der CU)  Rating Form of IBD Patients’ Concerns (RFIPC): In 25 Items werden auf einer visuellen analogen Skala krankheitsspezifische Sorgen erfasst (publ. 1991) Janke et al. …Psychother Psych Med 2006; 56: 1-8 Alrubaiy et al…..Journal of Crohn‘s & colitis 9.3 (Mar 2015):

9 1. Messung gesundheitsbezogener Lebensqualität (gLQ) bei CED  EQ-5D = Gesundheitsfragebogen: beschreibt den Gesundheitszustand anhand von fünf Dimensionen: 1.Beweglichkeit, Mobilität, 2. die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen, 3. Alltägliche Tätigkeiten (z.B. Arbeit, Studium, Hausarbeit, Familie, Freizeit), 4. Schmerzen, körperliche Beschwerden, 5. Angst, Niedergeschlagenheit GesundheitsfragebogenBeweglichkeitMobilitätdie Fähigkeit, für sich selbst zu sorgenAlltägliche TätigkeitenSchmerzenAngst Szende, A., Janssen, B., & Cabases, J. (Hrsg.) (2014). Self-Reported Population Health: An International Perspective based on EQ-5D. ‘Dordrecht, Heidelberg, New York, London: Springer Verlag.

10 Vorstellung des IBDQ-D

11 Vorstellung des IBDQ-D (Item 1-3)

12 Vorstellung des IBDQ-D (Item 4-6)

13 Vorstellung des IBDQ-D (Item 7-9)

14 Vorstellung des IBDQ-D (Item 10-12)

15 Vorstellung des IBDQ-D (Item 13-15)

16 Vorstellung des IBDQ-D (Item 16-18)

17 Vorstellung des IBDQ-D (Item 19-21)

18 Vorstellung des IBDQ-D (Item 22-24)

19 Vorstellung des IBDQ-D (Item 25-27)

20 Vorstellung des IBDQ-D (Item 28-30)

21 Vorstellung des IBDQ-D (Item 31-32)

22 Vorstellung des IBDQ-D (Durchführung)  Der IBDQ-D wird der Versuchsperson bzw. dem Patienten mit dem Hinweis vorgelegt, dass die Testanweisung auf der ersten Seite des Testes steht.  Mit Verständnisschwierigkeiten ist in der Regel nicht zu rechnen.  Die Testdurchführung dauert circa 10 Minuten.  Bei Anwesenheit von Angehörigen ist darauf zu achten, dass während der Testdurchführung keine das Ausfüllen beeinflussenden Gespräche mit der Versuchsperson geführt werden.

23 Vorstellung des IBDQ-D (Auswertung)  Bei Abgabe des Testbogens ist darauf zu achten, dass alle Fragen ausgefüllt wurden.  Die Skalenwerte der Versuchsperson erhält man, in dem man für jedes Item, je nach Antwort 1 (nie), 2 (selten), 3 (manchmal), 4 (ziemlich oft), 5 (meistens), 6 (fast immer) und 7 (immer) Punkte vergibt.  Die Werte der Subskalen der Originalversion ergeben sich durch Addition der Items der jeweiligen Skala auf dem IBDQ-D – Auswertungsblatt

24 Vorstellung des IBDQ-D (Auswertung)  Darm  =  Systemisch  ( ) :5 =  Emotional  =  Sozial  =  Gesamt  Darm + Systemisch + Emotion + Sozial =

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26 2. Vorstellung aktueller Studien zur Wirksamkeit von Biologika: Welchen Stellenwert nimmt der „Messparameter Lebensqualität“ in ihnen ein? Das US-amerikanische "Center for Drug Evaluation and Research“ der "Food and Drug Administration (FDA)" sowie das "National Cancer Institute (NCI)“ forderten bereits 1991 den Nachweis der Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei der Neuzulassung von Medikamenten O'Shaughnessy JA, Wittes RE, Burke G, Friedman MA, Johnson JR, Niederhuber JE, Rothenberg ML, Woodcock J, Chabner BA, Temple R (1991) Commentary concerning demonstration of safety and efficacy of investigational anticancer agents in clinical trials. J Clin Oncol 9:

27 2. Vorstellung aktueller Studien zur Wirksamkeit von Biologika: Welchen Stellenwert nimmt der „Messparameter Lebensqualität“ in ihnen ein?  1. Vedolimumab (Entyvio®) bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa 2013  2. Infliximab (Remicade®) bei Colitis ulcerosa 2004  3. Adalimumab (Humira®) bei Morbus Crohn 2006  4. Golimumab (Simponi®) bei Colitis ulcerosa 2012

28 Hintergrund Vedolizumab (VDZ) ist ein α4β7 - Integrinantagonist für die Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. In der GEMINI 2 – Studie führte VDZ zu statistisch signifikanten Verbesserungen bei den klinischen Endpunkten versus Placebo (PBO). Hier wird der Effekt von VDZ auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu Woche 52 und seine Beziehung zu klinischem Ansprechen und Remission analysiert. P300 (ECCO): „Wirkung von Vedolizumab auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) bei Patienten mit Morbus Crohn“

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38 3. Entspricht dies auch der Realität außerhalb von Studien? Wo kommt „Lebensqualität“ in der aktuellen Leitlinie Morbus Crohn der DGVS von 2014 vor?

39 Preiß JC et al. Aktualisierte S3- Leitlinie –… Z Gastroenterol 2014; 52: 1431–1484

40 3. Entspricht dies auch der Realität außerhalb von Studien?  Die Verbesserung der „gesundheitsbezogenen Lebensqualität“ sollte in der Praxis oberste Prämisse jeglichen therapeutischen Handelns seins  Studienendpunkte wie „klinisches Ansprechen“ und „Remission“ beeinflussen die Lebensqualität zwar positiv, können jedoch das individuelle Therapiebedürfnis des Patienten nur teilweise widerspiegeln  Der IBDQ ist eine hilfreiche Ergänzung und Erweiterung zur Therapiekontrolle

41 3. Entspricht dies auch der Realität außerhalb von Studien?  Jeder CED-Arzt sollte dessen Inhalt kennen und im Therapieverlauf berücksichtigen  Wenn zwei zugelassene Präparate eine vergleichbare Wirkung (Ansprechen, Remission etc.) hätten, könnte die günstigere Beeinflussung des IBDQ ein zu überdenkendes Argument bei der Auswahl darstellen  Mit „Lebensqualität“ wird in Studien selbstverständlicher und unverkrampfter umgegangen als in unseren Praxen

42 5. Zusammenfassung und Diskussion  Die Messung der Lebensqualität in klinischen Studien ist Standard geworden  Sie ist in der Regel mit den gängigsten klinischen Endpunkten verknüpft  Der IBDQ-D ist ein geeignetes, aber ähnlich wie der CDAI in der Praxis wenig geeignetes Messinstrument

43 5. Zusammenfassung und Diskussion  Die Inhalte des IBDQ-D sollte jedoch jeder CED-Arzt kennen  Die Versorgung von CED-Patienten ist immer eine „ganzheitliche“; diese wiederum ist im Gesundheitssystem aber offenbar nicht gewollt

44 44 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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