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Speech perception in early infancy: Perceptual constancy for spectrally dissimilar vowel categories 21. November 2007 Referentinnen: Laura Folk und Carola.

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Präsentation zum Thema: "Speech perception in early infancy: Perceptual constancy for spectrally dissimilar vowel categories 21. November 2007 Referentinnen: Laura Folk und Carola."—  Präsentation transkript:

1 Speech perception in early infancy: Perceptual constancy for spectrally dissimilar vowel categories 21. November 2007 Referentinnen: Laura Folk und Carola Mook Seminar: Perzeption für Fortgeschrittene Dozent: M.A. Uwe Reichel

2 Einleitung/Geschichte Vorstellung von Kuhl & Miller 1975 Experiment 1 Methode Aufbau Analyse Experiment 2 Methode Aufbau Analyse Enddiskussion

3 Klassisches Problem sowohl in der auditiven als auch in der visuellen Wahrnehmung: Identifikation der relevanten Stimulus-Information, die der Beständigkeit der Wahrnehmung zugrunde liegt Annahme: die Wahrnehmung von phonetischen Einheiten in der Sprache beinhaltet das Erkennen von akustischen Informationen, die konstant bleiben (z.B. über Veränderungen des Kontexts oder verschiedene Sprecher hinweg) (Shankweiler, Strange und Verbrugge 1977)

4 Problem in beiden Bereichen (auditiv und visuell): genaue Spezifikation der kategorialen Cues, die man benutzt um Stimuli bestimmten Kategorien zuzuordnen Es erschien zwar Literatur zur Sprachwahrnehmung (z.B. Liberman et al.: Kontextabhängigkeit für akustische Cues) Kriteriale akustische Information, die vom auditiven System genutzt wird um phonetische Einheiten zu klassifizieren bleibt größtenteils unspezifiziert

5 Untersuchungen der Sprachwahrnehmung von Kindern wurden nicht in bezug auf Sprachlaut-Beständigkeiten durchgeführt Bis dahin vorhandene Daten sind nur von Untersuchungen die die Fähigkeit von Kindern prüft, einzelne Sprachlaute, die je nur eine phonetische Kategorie vertreten voneinander zu unterscheiden Ergebnis: 4 Monate alte Babys besitzen hinreichend Scharfsinn unter vielen wenn auch nicht allen Lauten menschlicher Sprache zu diskriminieren Aber: immer noch wenig Information über die kindliche Wahrnehmung bei gleichartigen phonetischen Einheiten in unterschiedlichen Kontexten oder bei verschiedenen Sprechern etc.

6 Untersuchung von 14 bis 18 Wochen alten Babys 2 Stimuli Konditionen bei beiden /pi/, /ka/, /pu/ wovon nur 2 verstärkt wurden a) /pi/ und /pu/ verstärkt, phonetisch ähnlich; b) /pi/ und /ka/ verstärkt, phonetisch unähnlich Zuhilfenahme der head-turn-response Hypothese: neigen die Kinder dazu die Ähnlichkeiten der Silben mit gleichem Initiallaut zu hören, dann sollte die Tendenz die Verknüpfung zu lernen sich unterscheiden Ergebnis: der Anteil an Kopfbewegungen bei ähnlichen Lauten war signifikant höher als bei den unterschiedlichen Lauten

7 Die Daten zeigen, dass Kinder Silben mit gleichen Anlaut bereitwilliger zusammen schließen als Silben mit verschiedenem Anlaut Daten zeigen aber auch dass die Aufgabe nicht sehr exakt erledigt wurde 2 Faktoren: viele Kinder bis 5,5Monate führen Reaktionen nicht so einfach freiwillig aus; bei älteren, die diese Reaktionen leicht ausführen scheint es so als ob sie konditionier bar sind für leicht erkennbare Unterschiede Aufgabe beinhaltete eine 2-Antwort-Unterscheidung (d.h. Kopfbewegung entweder nach links oder rechts abhängig davon welcher Lautsprecher den Stimulus liefert) für Kinder ungeheuer schwierig

8 Nahmen den einleitenden Schritt in Richtung von Tests bezüglich der Beständigkeit der Wahrnehmung von Vokal Kategorien bei Kindern Fragestellung: können 4-16 Wochen alte Babys eine Veränderung im Ziellaut (target dimension) erkennen während ein anderer Laut (irrelevant dimension) beliebig veränderbar als Ablenkung dient Anwenden des high-amplitude-sucking Paradigma Veränderung im Ziellaut geschah am shift point Irrelevanter Laut wurde während pre- und post-shift beliebig verändert

9 Fall 1: Ziel=phonemische Veränderung im Vokal irrelevant=Tonhöhenverlauf des Vokals Fall 2: Ziel=Tonhöhenverlauf des Vokals irrelevant=Vokalfärbung Je zwei /a/ und /i/ wurden synthetisiert, sodass sie a) identische monotone Tonkontur b) identische steigend fallende Kontur hatten Diskriminierungs-Ziele der Vokalfärbung und des Tonhöhenverlaufs wurden sowohl mit als auch ohne Ablenkung (irrelevant dimension) getestet

10 Ergebnis: Kinder nehmen eine Vokalveränderung wahr, ungeachtet der Ablenkung durch willkürliche Tonhöhenveränderung Nehmen eine Tonhöhenveränderung wahr wenn alle anderen Variablen konstant bleiben Können keine Tonhöhenveränderung wahrnehmen wenn die Vokalfärbung willkürlich variiert Untersuchung zeigt, dass Kinder einen gewissen Grad an Ablenkung tolerieren und trotzdem differenzieren können, zeigt jedoch nicht, dass sie phonetische Ähnlichkeiten unter Vokal-Token erkennen

11 Vorhaben: Ausweiten der Ergebnisse auf eine Situation in welcher die Kinder mit Variationen in beiden Dimensionen fertig werden mussten Experimente vereinen den Gebrauch der head-turn Technik mit dem klassischen transfer-of-learning Kinder wurden trainiert 2 einzelne Token voneinander zu unterscheiden (je einen von zwei Vokalkategorien) Systematisch sollen dann neue Exemplare der Vokalkategorien eingeführt werden 2 Experimente fanden statt

12 Versuchspersonen: 4 Kinder, 5½ - 6½ Monate alt, normal entwickelt Stimuli: synthetisierte Token (je 2) von /a/ und /i/ mit steigend-fallender Kontur bzw. steigender Kontur Simulierten 3 Sprecher: männlich, weiblich und Kinderstimme Zuhilfenahme von Daten von Peterson & Barney sowie Rabiner und Fant Alle Stimuli hatten eine Dauer von 500ms Erwachsene Hörer stellten die Intensität ein bis die /i/ Token gleich laut wie die /a/ Token wahrgenommen wurden ( 3dB Abnahme) Im Versuch wurden den Kindern die Stimuli mit 68dB dargeboten

13 malefemalechild F33010 (111.5)3310 (130.7)3730 (165.4) /i/F22290 (77.4)2790 (98.9)3200 (123.0) F1270 (52.6)310 (79.5)370 (71.6) F32440 (83.2)2810 (99.9)3170 (121.0) /a/F21090 (48.4)1220 (53.9)1370 (55.5) F1730 (45.2)850 (53.4)1030 (52.9) Center frequencies (and bandwidths) Peterson&Barney MaleFemaleChild rise-fall rise Pitch contours

14 Experimentaufbau: I – Kind P – Parent A – Assistent E – Tester C – Kamera L - Lautsprecher VR – visual reinforcer M – Monitor Equipment u.a. logic device Tisch A A P P I I c VR E E M L Equipment

15 Kind wird gehalten mit Blickrichtung zum Assistenten Assistent spielt mit stummen Gegenständen Visual reinforcer ist direkt vor dem Lautsprecher platziert (beides auf Augenhöhe des Kindes) Tester sitzt im abgetrennten Konrtollraum Parent und Assistent tragen Kopfhörer (Musik), können darüber aber auch mit Experimentator kommunizieren Logik-Apparat: beinhaltet einen Wahrscheinlichkeitsgenerator, zeichnet die Urteile des Assistenten und Tester automatisch auf, bewertet den Test, aktiviert und timed den visual reinforcer, speichert die Latenzzeit der Antwort des Kindes und druckt alle Daten

16 2 verschiedene Testläufe: change Test (Unterbrechung der einen Stimulus Kategorie durch die Vergleichsstimuli) control Test (durchgehend gleiche Stimuli) pre observation post interval change trial /a/ /i/ /a/ control trial /a/ Zeit in sek

17 Der Experimentator leitet ein Beobachtungsintervall ein wenn das Baby bereit ist d.h. nicht weint, sich auf die Spielzeuge vom Assistenten konzentriert ect. Assistent und Experimentator haben sog. vote-buttons mit denen sie angeben können ob eine Kopfdrehung geschieht Entscheiden beide, dass eine Reaktion während eines change Tests stattfindet, wird automatisch der visual reinforcer für 3 sek aktiviert (logic device) Entscheidet nur einer von beiden oder keiner, dass eine Reaktion stattfindet so wird eine Fehler vermerkt und der visual reinforcer nicht aktiviert control Test wird als richtig gewertet wenn keiner von beiden den vote button drückt; Fehler vermerkt wenn dieser gedrückt wird

18 Der Experimentator weiß nicht wann ein change bzw. control Test kommt, hört aber was abgespielt wird Der Assistent weiß ebenfalls nicht wann welcher Test kommt, zusätzlich hört er diesen auch nicht Elternteil hört auch nicht welcher Test gerade abgespielt wird Vorbeugen von Beeinflussung des Kindes und von Antworten, die auf Vorurteilen basieren

19 Conditioning: Ausschließlich Darbietung von change Testläufen /a/-/i/-/a/ Wechsel zwischen background und comparison war verknüpft mit Aktivierung des visual reinforcer Nach 3 aufeinanderfolgenden Kopfbewegungen in Richtung des VR (während der entsprechenden Wechselintervalle) Übergang zum… Initial training: Darbietung von change und control Testläufen Das Kind bleibt auf dieser Experiment-Stufe solange stehen bis das erwünschte Leistungskriterium, 9 von 10 aufeinanderfolgende Testläufe korrekt, erreicht ist (dies gilt auch für alle folgenden Experiment-Stufen)

20 Pitch variation: Tonhöhenverlauf beider Vokalkategorien wird willkürlich verändert Veränderung soll das Kind dazu bringen die akustischen Unterschiede zu ignorieren und an Stelle davon die Ähnlichkeiten jeder Kategorie zu erkennen (also die Vokalfärbung) Talker variation: Zufälliger Wechsel zwischen männlichem und weiblichen Sprecher Talker+pitch variation Männlicher und weiblicher Sprecher, zusätzlich willkürlicher Tonhöhenverlauf Entire ensemble Hinzufügen der Kinderstimme (Token und Tonhöhenverlauf Variationen)

21 backgroundcomparison conditioning/a/ (Male, fall)/i/ (Male, fall) initial training/a/ (Male, fall)/i/ (Male, fall) pitch variation/a/ (Male, fall)/i/ (Male, fall) /a/ (Male, rise)/i/ (Male, rise) talker variation/a/ (Male, fall)/i/ (Male, fall) /a/ (Female, fall)/i/ (Female, fall) talker + pitch variation/a/ (Male, fall)/i/ (Male, fall) /a/ (Male, rise)/i/ (Male, rise) /a/ (Female, fall)/i/ (Female, fall) /a/ (Female, rise)/i/ (Female, rise) backgroundcomparison entire ensemble/a/ (Male, fall)/i/ (Male, fall) /a/ (Male, rise)/i/ (Male, rise) /a/ (Female, fall)/i/ (Female, fall) /a/ (Female, rise)/i/ (Female, rise) /a/ (Child, fall)/i/ (Child, fall) /a/ (Child, rise)/i/ (Child, rise)

22 Alle Kinder haben in den ersten 13 Testläufen am ersten Tag 3 aufeinanderfolgende Kopfdrehungen gezeigt 2 erreichten schon am ersten Tag das initial training 3 bis 4 Tage dauerte das Experiment insgesamt Anzahl der Testläufe lag zwischen 76 und Testläufe mussten mit 9 von 10 korrekt abgeschlossen werden Im lag die Antwortzeit einer korrekten Kopfbewegung bei 2.1sek bis 2.6sek Die Beurteilung von Experimentator und Assistent war zu 98.3% übereinstimmend

23 ConditionS1S1 S2S2 S3S3 S4S4 X conditioning12(1)13(1)5(1)9(1)9.75 initial training23(2)14(1)32(2)13(1)20.5 pitch training11(2) 10(2)15(1)11.75 talker variation10(3)10(2) 14(2)11.0 talker+pitch10(4)29(3)10(3)18(2)16.75 entire ensemble10(4)29(4)22(4)19(3)20.0 total trials to complete total days to complete

24 Die effizienteste sorting rule für jene Stimuli setzt voraus ein Kriteriumsmerkmal zu erkennen, welches die Zugehörigkeit zu einer der Vokalkategorien /a/ oder /i/ vorhersagt Die Daten dienen als Unterstützung der Vermutung, dass Kinder ein Kriterium-Merkmal erkennen das als sorting rule dient aufgrund ihres Verhaltens Ergebnisse zeigen zu einem gewissen Grad, dass die Kinder einen schnellen transfer-of-learning aufweisen Was zeigt sich im Verhalten?

25 Bei Beginn einer neuen Kondition (besonders wenn das aller erste mal eine willkürliche Veränderung einstritt) drehen Kinder den Kopf in Richtung des VR Bereits zu Beginn der background Darbietung /a/ Nach ca sek wieder Konzentration auf den Assistenten und die Spielsachen Testlauf beginnt Beobachtungen lassen vermuten, dass das Kind in dieser kurzen Zeit versuchen die Stimuli der background Darbietung beständig zu gruppieren Da die meisten Kinder keinen Fehler machen wenn die Testphase beginnt, muss dies relativ einfach für sie sein

26 Die Tendenz gleich zu Beginn einer neuen Kondition den Kopf zu drehen, nimmt allmählich ab obwohl die Zahl der neuen Stimuli zunimmt das ist wiederum Anzeichen dafür, dass die Kinder eine Strategie selektiven Hörens entwickeln um die Merkmale zu erkennen und einzuordnen Die Erklärungen, dass Kinder die Neigung haben ein Merkmal zu entdecken, das die 2 Kategorien voneinander trennt, sind die bevorzugten In Wirklichkeit zeigen Kinder dass sie ein natural sorter sind und multidimensionale auditive Stimuli in eine Dimension übertragen in der diese in einfach erkennbare, gleich bleibende Gruppen eingeteilt werden können

27 Diese Neigung reflektiert generelle kognitive Strategien, die es bevorzugen in beständige Gruppen einzuteilen (nicht nur im auditiven Bereich) Welche genaue Bedeutung diese Neigung für die Sprachwahrnehmung hat wurde allerdings nicht untersucht

28 Danke für die Aufmerksamkeit! Es folgt Experiment 2


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