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Voestalpine AG Europabetriebsrat 1 voestalpine AG – Europabetriebsrat Organisation und Machtfragen des EBR 18. November 2009, Stegersbach Referent: Martin.

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1 voestalpine AG Europabetriebsrat 1 voestalpine AG – Europabetriebsrat Organisation und Machtfragen des EBR 18. November 2009, Stegersbach Referent: Martin Seidl, Assistent des KBR/EBR voestalpine AG

2 voestalpine AG Europabetriebsrat 2 voestalpine AG voestalpine Stahl GmbH voestalpine Profilform GmbH voestalpine Automotive GmbH - voestalpine Grobblech GmbH - voestalpine Giesserei Linz GmbH - voestalpine Anarbeitung GmbH - voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH* - voestalpine Stahl Service Center GmbH - voestalpine Eurostahl GmbH - Logistik Service GmbH - vatron gmbh (66,5%)* - voestalpine Krems GmbH - voestalpine Krems Finaltechnik GmbH - Nedcon Groep N.V. - Sadef N.V. - Metsec plc - Roll Forming Corporation - voestalpine Präzisionsprofil GmbH - voestalpine Profilform s.r.o - ZAO voestalpine Arkada Profil - Société Profilafroid - Société Automatique de Profilage (SAP) - Meincol Distribuidora de Aços S.A. (75 %) voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG - voestalpine Schienen GmbH - TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG - VAE GmbH - voestalpine Railpro B.V. (70%) - voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH - voestalpine Tubulars GmbH & Co KG (50%) - voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG - voestalpine Austria Draht GmbH - voestalpine Polynorm N.V. - voestalpine Europlatinen GmbH - voestalpine Rotec GmbH - voestalpine Vollmer GmbH & Co KG - voestalpine Gutbrod GmbH - voestalpine Hügel GmbH & Co KG - voestalpine Dancke GmbH & Co KG * Einschließlich Minderheitenanteile anderer Konzerngesellschaften. Die in diesem Diagramm angeführten Gesellschaften sind wesentliche Beteiligungen des voestalpine-Konzerns; Unternehmensgruppen sind durch die jeweilige Leitgesellschaft dargestellt. Konzernstruktur (Stand: Juni 2009) BÖHLER-UDDEHOLM AG Division StahlDivision EdelstahlDivision BahnsystemeDivision ProfilformDivision Automotive - BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG - Buderus Edelstahl GmbH - Villares Metals S.A. - BÖHLER-UDDEHOLM Deutschland GmbH - Uddeholm Tooling AB - ASSAB Pacific Pte. Ltd - Eschmann Stahl GmbH & Co KG - BÖHLER Bleche GmbH & Co KG - Böhler-Uddeholm Italia S.p.A. - Böhler Schweisstechnik Deutschland GmbH - Buderus Edelstahl Band GmbH - BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH & Co KG - BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG - Buderus Edelstahl Schmiedetechnik GmbH

3 voestalpine AG Europabetriebsrat 3 Kennzahlen der Divisionen im Überblick StahlEdelstahlBahnsysteme ProfilformAutomotive Umsatz (m) 4.328,53.530,62.351,01.147,1889,0 % des Konzern- umsatzes EBIT (m) 522,3 55,0 324,7 132,4 28,0 EBIT-Marge (%) 12,1 1,6 13,8 11,5 3,2 Mitarbeiter Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA) Geschäftsjahr 2008/09 vom 1. April 2008 bis 31. März 2009

4 voestalpine AG Europabetriebsrat 4 Eigentümerstruktur (Stand: Juni 2009) Größte Einzelaktionäre Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG: > 15 % voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung: > 10 % Oberbank AG > 5 %

5 voestalpine AG Europabetriebsrat 5 Europabetriebsrat der voestalpine Grundlage ArbVG und Betriebsvereinbarung Europabetriebsrat Zusammensetzung jedes Land mit Gesellschaft mit mehr als 100 AN hat 1 Delegierten ab 200 AN: 2 Delegierte für je 25 % der Gesamtbeschäftigten + 2 weitere Delegierte mehr als 50% der Gesamtbeschäftigten + 2 weitere Delegierte mehr als 75% der Gesamtbeschäftigten + 2 weitere Delegierte Arbeitsweise 2 x jährliches Treffen jeweils 2-tägig

6 voestalpine AG Europabetriebsrat 6 Mitarbeiterzahlen im EU-Raum (inkl. Lehrlinge) Österreich: Belgien: 704 Deutschland: Niederlande: Frankreich: 621 Großbritannien: 741 Griechenland: 14 Dänemark: 19 Italien: 302 Spanien: 386 Portugal: 35 Schweden: Finnland: 31 Bulgarien: 95 Slowakei: 37 Lettland: 38 Litauen: 71 Polen: 358 Rumänien: 317 Ungarn: 267 Tschechische Republik: 375 EU gesamt:

7 voestalpine AG Europabetriebsrat 7 Europabetriebsrat der voestalpine AG Delegierte September 2009 (aktuell 19 Mitglieder) 10 Vertreter aus Österreich jeweils 2 Vertreter aus Belgien, Niederlande, Deutschland, jeweils 1 Vertreter aus Großbritannien, Ungarn, Spanien Integration des Europabetriebsrats der Division Edelstahl für Oktober 2009 in Umsetzung (3 weitere Mitglieder, davon zwei aus Schweden) Mittelfristig: Integration von Frankreich und Italien notwendig

8 voestalpine AG Europabetriebsrat 8 Europabetriebsrat der voestalpine AG Aufgaben: Informationsgremium Vorstand der AG berichtet Lokale Geschäftsführer berichten und stellen Betriebe vor Information zwischen den Ländervertretern Arbeitsgruppen zu bestimmten Themenbereichen Themenbearbeitung: Wie sieht z.B. die Krisenbewältigung im Betrieb X im Land Y aus? Stärkung der Sprachkompetenz (Sprachkurse)

9 voestalpine AG Europabetriebsrat 9 Europabetriebsrat / Divisionstreffen Divisionstreffen: 1x jährlich zweitägiges Treffen aller BRVs aus Europa Teilnehmer: BRVs aus europäischen Gesellschaften, auch wenn sie nicht in EBR delegiert sind BRVs aus Österreich aus den internationalen Divisionen Bahnsysteme, Profilform, Automotive Inhalte Informationsaustausch zwischen den BRVs Gespräch mit Generaldirektor Treffen an den Standorten der jeweiligen Division / Gespräch mit Divisionsvorstand

10 voestalpine AG Europabetriebsrat 10 Präsidium des Europabetriebsrats Zusammensetzung: EBR-Vorsitzender und ein Vertreter jeder Division (zur Zeit sechs Personen) Aufgabe: tauscht Informationen über aktuelle Entwicklungen in den Divisionen aus bereitet EBR-Sitzungen vor und legt inhaltliche Schwerpunkte der EBR- Arbeit fest Hält Kontakt zwischen den EBR-Sitzungen

11 voestalpine AG Europabetriebsrat 11 EBR Sitzung: Beispiel eines Programmablaufes EBR-Sitzung Hamm, Oktober 2009 ZeitThemaZeit Thema 09:00Begrüßung09:00- Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen Bericht des Vorsitzenden Konsequenzen für den EBR und Divisionsberichte (inkl. Vorstellung neuer Mitglieder) - neues Berichtswesen / Internationalisierung MAB Mitarbeiterzufriedenheitserhebung :30Pause10:30 Vorstellung Böhler Schweißtechnik Deutschland durch lokale Geschäftsführer 11:00Fortsetzung Divisionsberichte 12:00 Mittagessen 12:30Mittagessen 13:30Werksbesichtigung Schweißtechnik Hamm 14:00 Vorstellung Division Edelstahl und Europäischer Betriebsrat voestalpine 16:00Tagungsende/Heimreise 15:15 Pause 15:30 Themenbearbeitung Umstrukturierungen / "Lessons learned" aus der Krise 18:00Beginn Abendprogramm mit Abendessen (Santa Monika)

12 voestalpine AG Europabetriebsrat 12 Ausreichende Ressourcen sind eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für den Erfolg eines EBR Die Ressourcen müssen auch entsprechend genutzt und verteidigt werden! Ressourcen sind: Finanzielle Mittel personelle Ressourcen (Assistenz, Administration, Übersetzung, …) Mittel für Weiterbildung Zugang zu Informationen (Gleichgewicht des Gebens und Nehmens) Nutzung von Technologie Ressourcen des EBR

13 voestalpine AG Europabetriebsrat 13 Unternehmen hat zum damaligen Zeitpunkt weitere Entwicklung (Wachstum, Internationalisierung, Expansion,..) unterschätzt Klares, gut aufgebautes Konzept seitens des BR brachte ihn in die Offensive Gewerkschaftspolitische Überzeugung, persönliches Engagement und Interesse der betreibenden Proponenten des BR Zunächst freiwillige Vereinbarung: Unternehmen war stolz darauf, dann gesetzliche Grundlagen: Günstigkeitsprinzip Unsicherheit des Managements hinsichtlich Kündigung/Abänderung Gewerkschaftliche Unterstützung und Vernetzung vor allem in der Gründungsphase brachte Expertise und Sicherheit Gründe für eine gute Betriebsvereinbarung

14 voestalpine AG Europabetriebsrat 14 Verhinderung/Abfederung von für die Belegschaft negativen Maßnahmen Schaffung eines Wir-Gefühls in manchen Fällen: Informationsvorsprung gegenüber der Arbeitgeberseite Lernen von anderen (nach Maßgabe von Übertragungsmöglichkeiten) EBR muss von Managementseite mitgedacht werden (im Sinne von Gegenmacht) Erfolge des EBR

15 voestalpine AG Europabetriebsrat 15 Unterschiedliche gesetzliche Basis unterschiedliche Systeme der Arbeitnehmervertretung Struktur innerbetrieblicher Arbeitnehmervertretung Mitbestimmungsqualität, Gewerkschaftsstruktur Sozialsysteme betriebliche Sozialpolitik ist abhängig vom nationalem Umfeld der Sozialpolitik Aktivität: In jeder EBR-Sitzung werden jeweils für ein Land die gewerkschaftlichen und sozialpolitischen Systeme von den nationalen Vertretern ausführlich erläutert. Dies ermöglicht erst die inhaltliche Diskussion miteinander, dies fördert das Verständnis füreinander. Problemfeld – nationale Unterschiede

16 voestalpine AG Europabetriebsrat 16 Kultur nationale Kultur als Kommunikationsbasis Kultur der Kommunikation Kultur der Lebensform Aktivität: notwendig: Zeit für persönlichen Kontakt möglich: in Planung der Sitzungen berücksichtigen Herausforderung: ständig gegenseitige Toleranz und Respekt leben Problemfeld – nationale Unterschiede

17 voestalpine AG Europabetriebsrat 17 Sprache einheitliche Sprache als zentrales Element der Kommunikation fehlt aufgrund unterschiedlicher (Aus-)Bildungswege Aktivität: Sitzung: Simultanübersetzung; Unterlagen: Übersetzung ungelöst: spontane Direktkommunikation außerhalb der Sitzungen schwer bzw. gar nicht möglich Problemfelder – nationale Unterschiede

18 voestalpine AG Europabetriebsrat 18 Herausforderungen der EBR-Arbeit -1 Sprach- und Verständnisbarrieren trotz Simultanübersetzung während der Sitzung Unterschiedliche Hintergründe in den Ländern (z.B. gesetzlich, kulturell, betriebsrätlich, etc.) erschweren das Verständnis füreinander Voraussetzung für Funktionieren sind ein sowohl Bereitschaft als auch Interesse bzw. Geduld, sich aufeinander einzulassen Gefahr des Ethnozentrismus (Dominanz des Headquarterlands) Charakter des Informationsgremiums, keine verbindlichen Beschlüsse oder Festlegungen möglich/erwünscht Das Hemd ist mir näher als der Rock –Phänomen Informationensaustausch ohne Schüren von Begehrlichkeiten und Neiddiskussion (Die haben was, was wir nicht haben….!)

19 voestalpine AG Europabetriebsrat 19 Herausforderungen der EBR-Arbeit -2 Zusätzliche Komplexitätsstufen (vertreten sind zwölf Gesellschaften aus fünf Divisionen aus acht Nationen) Hoher Aufwand in der Vorbereitung der Sitzung und der ständige Kommunikation zwischendurch Unterschiedliche Brisanz von Themen nach Ländern/Divisionen/Gesellschaften: wo liegen gemeinsame Interessen Integration von vormals mittelständischen Familienunternehmen (z.T. mit bewegter Vergangenheit, häufige Eigentümerwechsel) oder Unternehmen mit eigenen Markennamen Oft keine Betriebsräte in osteuropäischen Gesellschaften

20 voestalpine AG Europabetriebsrat 20 Chancen in der EBR-Arbeit Teilweiser Informationsvorsprung durch Austausch im Betriebsrat (auf Unternehmensseite gibt es keineswegs immer vollständige Transparenz) Lernen von anderen (unter der Einschränkung: was ist übertragbar?) Ein über den Tellerrand Schauen eröffnet neue Perspektiven Aufbau von internationalem Gegendruck seitens der Arbeitnehmerseite Die Internationalisierung des Unternehmens erfordert die Internationalisierung der Arbeitnehmervertretung!


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