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FOLIE Qualifikationsverbund Nord-West Ein Projekt der Initiative ANKOM (Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge) Prof. Dr. Anke Hanft.

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1 FOLIE Qualifikationsverbund Nord-West Ein Projekt der Initiative ANKOM (Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge) Prof. Dr. Anke Hanft Dr. Wolfgang Müskens CvO Universität Oldenburg

2 FOLIE 2 1. Sitzung des Fachbeirats Das Projekt

3 FOLIE 3 BMBF Förderinitiative ANKOM Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge 11 Regionale Modellprojekte (deutschlandweit) sowie wissenschaftliche Begleitung (HIS und VDI/VDE) Regionales Modellprojekt Qualifikationsverbund Nord-West unter Beteiligung der Uni OL Laufzeit der Modellprojekte: 9/2005 bis 12/2007 Ziele: 1. Prüfung der Übertragbarkeit formal im beruflichen Weiterbildungssystem erworbener Kompetenzen bei der Erprobung von Verfahren zur Anrechnung dieser Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge 2. Betrachtung auch informell erworbener Kompetenzen im Hinblick auf ihre Zertifizierbarkeit und Anrechenbarkeit

4 FOLIE 4 Weser-Ems/Bremen Qualifikationsverbund Nord-West IHK Ostfriesland und Papenburg IHK OL HK Bremen Uni Bremen Uni OL AN- kammer Bremen

5 FOLIE 5 Anrechnung beruflicher Kompetenzen Ziele: Flexiblere Übergänge zwischen außerhochschulischer Bildung und Hochschule ermöglichen Redundanzen an der Schnittstelle von beruflicher und Hochschulbildung vermeiden Anreize für lebenslanges Lernen schaffen Bildungswege flexibilisieren Bereits vorhandene Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen gerechter als bisher berücksichtigen Den Weg zum Hochschulabschluss verkürzen

6 FOLIE 6 Geplante Möglichkeiten der pauschalen Anrechnung Uni Bremen im Qualifikationsverbund Nord-West Meister (IHK) B.Sc. Systems Engineering M.Sc. Systems Engineering Technische/r Betriebswirt/in (IHK) Oldenburgische IHK IHK Ostfriesland und Papenburg HK Bremen ITB

7 FOLIE 7 Geplante Möglichkeiten der pauschalen Anrechnung CvO Uni Oldenburg im Qualifikationsverbund Nord-West Geprüfte/r Versicherungsfachwirt/in BA Business Administration in kleineren und mittleren Unternehmen Geprüfte/r Industriefachwirt/in Betriebswirt IHK Oldenburgische IHK IHK Ostfriesland und Papenburg HK Bremen Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen

8 FOLIE 8 Modellprojekt zur Anrechnung in Oldenburg Projektziel Modellhafte Entwicklung eines Anrechnungssystems für den Studiengang Business Administration Berücksichtigung europäischer Rahmenvorgaben Anrechnungssystem soll in Zukunft auf andere Studiengänge übertragbar sein

9 FOLIE 9 1. Sitzung des Fachbeirats Der Studiengang Bachelor of Business Administration

10 FOLIE 10 an der CvO Uni Oldenburg Studiengang Business Administration (BA) für kleinere und mittlere Unternehmen AKADEMISCHER ABSCHLUSS Bachelor of Arts (BA) STUDIENFORM- UND DAUER Berufsbegleitendes Teilzeitstudium, angelegt auf vier Jahre (8 Semester) STUDIENORGANISATION Betrieblicher Arbeitsplatz und Universität bilden ein »duales System« Modularer Aufbau des Studiengangs, was eine flexible Studiengestaltung ermöglicht - sowohl für die Teilnehmenden wie auch z.B. im Hinblick auf die Anpassung des Studiengangs an neue Entwicklungen

11 FOLIE 11 »Business Administration in kleinen und mittleren Unternehmen« (B.A.) WAS IST NEU AM STUDIENGANG? Berufsbegleitender internetgestützter Studiengang mit dem Fokus kleine und mittlere Unternehmen Weitgehend orts- und zeitunabhängige Studienorganisation: Kombiniertes Online-Präsenz-Studium Praxisorientiertes Projektstudium Vollständig modularisiertes Studium: 12 Pflicht- und 8 Wahlpflicht-Module Gebührenpflichtig: Studienbeiträge pro Modul 750,-

12 FOLIE 12 MODULE DES STUDIENGANGS: PFLICHTMODULE MarketingMakroökonomik ProduktionMikroökonomik ManagementBetriebswirtschaftliche Steuerlehre Pflichtmodule: BilanzierungArbeitsrecht Kosten- und LeitungsrechnungWirtschaftsprivatrecht Finanzierung Empirisch-statistische Analyse »Business Administration in kleinen und mittleren Unternehmen« (B.A.)

13 FOLIE 13 MODULE DES STUDIENGANGS: WAHLPFLICHTMODULE Unternehmensgründung, -führung, -übernahme Gesellschaftsrecht Supply Chain Management Introduction to International and EU Law Strategisches und internationales Marketing Informations - und Wissensmanagement Wirtschaftsenglisch Unternehmensgründung, -führung, - übernahme Wahlpflichtmodule: Organisation Projektmanagement Führung und Kommunikation Controlling

14 FOLIE Sitzung des Fachbeirats Die politischen Rahmenbedingungen der Anrechnung

15 FOLIE 15 Politische Grundlagen der Anrechnung Europa Bologna-Prozess (u.a. ECTS) Kopenhagen-Prozess Kredit-Punkte-System für die berufliche Bildung (ECVET) Europäischer Qualifikationsrahmen (EQF) Deutschland Beschluss der KMK vom Gemeinsame Empfehlung von BMBF, KMK und HRK vom Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse, Förderung von 11 Modellprojekten ( ) durch das BMBF

16 FOLIE 16 Beschluss der KMK vom Außerhalb des Hochschulwesens erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten können im Rahmen einer –ggf. auch pauschalisierten – Einstufung auf ein Hochschulstudium angerechnet werden, wenn [...] sie nach Inhalt und Niveau dem Teil des Studiums gleichwertig sind, der ersetzt werden soll [...] Erklärungen auf nationaler Ebene Empfehlung von BMBF, KMK und HRK vom [...]sollen im Rahmen der beruflichen Fortbildung für durch Prüfung nachgewiesene Qualifikationen ECTS-Leistungspunkte vergeben werden, die bei Aufnahme eines Studiums von der jeweiligen Hochschule angerechnet werden können.

17 FOLIE 17 Rahmenbedingungen I EQF (Europäischer Qualifikationsrahmen) Stand: Entwurf von 2005 EHEA-Framework Stand: Veröffentlicht 2/2005 Kopenhagen Bologna NQR (Nationaler Qualifikationsrahmen) Stand: ??? Europa Deutschland Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschul- abschlüsse Stand: Verabschiedet 4/2005 Fachübergreifende Qualifikationsrahmen

18 FOLIE 18 Alle Qualifikationen lassen sich in einer einzigen 8-stufigen Struktur von Hierarchieebenen darstellen. Alle (Teil-)Qualifikationen lassen sich als Lernergebnisse beschreiben und feststellen Der EQF beginnt in der Sekundarstufe I und endet mit den höchsten berufsbezogenen Qualifikationen Die im EQF beschriebenen Qualifikationen können ganz oder teilweise durch informelles Lernen erworben worden sein Berufliche Bildung und Hochschulbildung werden im EQF nicht gesondert betrachtet Rahmenbedingungen I Europäischer Qualifikationsrahmen (EQF)

19 FOLIE 19 Rahmenbedingungen aufgrund europäischer Entwicklungen II Bisher: Input-Perspektive Abschluss zertifiziert bestimmte Lernleistungen (z.B. Besuch von bestimmten Kursen, Seminaren) Abschluss beschreibt Art und Weise des Lernens (Seminar, Vorlesung) Ort und Zeit des Lernens vorgegeben In Zukunft: Output-Perspektive Abschluss zertifiziert Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen (Lernergebnisse) Abschluss unabhängig von Lernform (z.B. formell oder informell) Abschluss unabhängig von Ort, Zeit und Kontext des Lernens Vom Input zum Output

20 FOLIE 20 Rahmenbedingungen II Bisher: Input-Perspektive In Zukunft: Output-Perspektive Konsequenzen: Eine Qualifikation gibt keine Auskunft mehr darüber, was jemand (z.B. in einem Kurs) gemacht hat, sondern darüber, was er weiß und kann. Eine Qualifikation garantiert und zertifiziert, dass die Absolventen über ein bestimmtes Set an Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen verfügen. Eine Qualifikation kann auch Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen zertifizieren, die an einer anderen Bildungseinrichtung (oder durch informelles Lernen) erworben wurden. Vom Input zum Output

21 FOLIE 21 Rahmenbedingungen II Akademische Kompetenzen (Beispiele) Informell erworbene Handlungskompetenzen (Beispiele) Problemlösen durch wissenschaftliches Vorgehen Kritisches Hinterfragen von Theorien und Methoden Aus Beobachtungen induktiv eine Theorie ableiten In einer Gruppe ein Projekt bearbeiten Vom Input zum Output Mit Belastungen und Stress zurechtkommen Eine langfristige Karriereplanung verfolgen Eine Führungsposition ausüben Authentische Werte vertreten

22 FOLIE 22 Rahmenbedingungen aufgrund europäischer Entwicklungen III Bisher: Fächer Vordiplom bestehend aus ca. 7-9 umfassenden Fächern Eine Prüfung (plus Zusatzleistungen) pro Fach Fächer von HS zu HS unterschiedlich Jetzt: Module Bachelor-Studiengänge bestehend aus ca Modulen Jedes Modul wird gesondert geprüft (bzw. andere LEKs) Kombination der Module häufig von HS zu HS unterschiedlich Modularisierung der Hochschulbildung

23 FOLIE 23 Rahmenbedingungen III Bisher: Umfassende Fächer Jetzt: Module Konsequenzen: Studierende können Module von anderen Hochschulen oder aus der beruflichen Bildung anrechnen lassen Studiengänge können Module unterschiedlicher Hochschulen bzw. Bildungsanbieter umfassen Berufserfahrene Studienanfänger können sich häufig eine Reihe von Einstiegsmodulen anrechnen lassen Hochschulen suchen Kooperationspartner, um gemeinsam Studienangebote zu organisieren Modularisierung im Hochschulbereich

24 FOLIE Sitzung des Fachbeirats Das Oldenburger Modell der Anrechnung

25 FOLIE 25 Das Oldenburger Modell der Anrechnung 2. Modulorientierung Überprüfung der Anrechenbarkeit von Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen auf der Ebene der Module. 3. Pauschal und individuell Kombination pauschaler und individueller Anrechnungsmöglichkeiten 1. EQF als Referenzrahmen Beurteilung der Gleichwertigkeit außerhochschulischer und hochschulischer Lernergebnisse auf der Basis des EQF

26 FOLIE 26 Möglichkeiten der Anrechnung individuell Anrechnung pauschal vs. individuell pauschal u.a. informell erworbene Kompetenzen Fortbildungs- qualifikationen Äquivalenzprüfung Kompetenzerfassung voraussichtlich ab 9/2006seit 3/2006 möglich

27 FOLIE 27 Beispiel: Herr Mohlberg Betriebswirt (IHK), Industriefachwirt, 32 Jahre Abitur kaufmännische Ausbildung 12 Jahre Berufserfahrung Führungstätigkeit in mittelständischem Unternehmen möchte Bachelor of Business Administration (BA) an der Uni Oldenburg studieren wünscht eine Anrechnung einschlägiger Vorkenntnisse und Kompetenzen Das kenne ich doch alles schon aus dem Betriebswirt. Muss ich das jetzt noch mal belegen? Können Sie mir das nicht anrechnen?

28 FOLIE 28 Pauschale Anrechnung Berufs- ausbildung berufliche Praxis Fortbildung z.B. Fachwirt u.a. IHK Anrechnung auf die Studiengänge Studium BA (Uni OL) Systems Engineering (Uni Bremen) ECTS- Punkte von IHK-Fortbildungen auf Studiengänge Prüfung Fachwirt IHK Fortbildung Betriebswirt IHK Prüfung IHK ECTS- Punkte

29 FOLIE 29 Aufbau der beruflichen Fortbildung (IHK) in Deutschland

30 FOLIE 30 Pauschale Anrechnung Jeder Inhaber einer bestimmten Qualifikation (z.B. Fortbildung/Weiterbildung) erhält ohne weitere Prüfung Module angerechnet Hochschule (und Fortbildungseinrichtungen) überprüfen einmalig, ob Äquivalenz zwischen Fortbildung und Studienmodulen besteht Anrechnung wird durch die Hochschule vorab garantiert Grundprinzipien

31 FOLIE 31 Pauschale Vergabe von ECTS-Punkten für Nicht- Studienleistungen Fortbildung: z.B. Fachwirt Studienmodul (z.B. Produktion) Äquivalenzprüfung Experten stellen fest, inwieweit die Inhaltsbereiche des Studienmoduls in der Fortbildung abgedeckt sind, und ob der/die Antragsteller/in hinsichtlich des Modulthemas über das gleiche EQF- Niveau verfügt wie die Absolventen des Studienmoduls Inhaltsbereiche Leistungsprozess PPS-Systeme Pull-Systeme Beschaffung... EQF-Niveau Kenntnisse Fertigkeiten Selbständigkeit und Verantwortung Kommunikations- kompetenz...

32 FOLIE 32 Pauschale Anrechnung: Geplantes Anrechnungsverfahren BA Business Administration

33 FOLIE 33 Konsequenzen der Äquivalenzprüfung Modulbezogene Äquivalenzprüfung Teilnahmemöglichkeit an Upgrading Vollständige Äquivalenz Pauschale Anrechnung des Moduls Partielle Äquivalenz Geringe/keine Äquivalenz Pauschale Anrechnung des Moduls keine Anrechnung

34 FOLIE 34 Pauschale Anrechnung einer Fortbildung/Qualifikation Universität: Modulbeschreibung mit EQF-Einstufung Lernergebnisse der Module (Kenntnisse, Fertigkeiten, Kompetenzen) Einstufung des Modul-Niveaus anhand des EQF IHK: Anrechnungsantrag - modulbezogen Vergleichbare Lerninhalte innerhalb der Fortbildung Einstufung des Kompetenzniveaus der Absolvent/innen anhand des EQF Prüfungsaufgaben und Bearbeitungen Bewertungsstandards / Kriterien für Notenvergabe / Notenverteilung Universität: Äquivalenzvergleich Experten entscheiden modulweise über teilweise/vollständige Anrechnung IHK: Anerkennungsantrag - modulübergreifend Qualitätssicherung Ausbildung der Dozent/innen Lernformen Workload Universität: Auditierung Prüfungsausschuss entscheidet über Anerkennung und Intervall der Reauditierung Stufe 0 (einmalig) Stufe 1 Stufe 2

35 FOLIE 35 Pauschale Anrechnung einer Fortbildung/Qualifikation Modul Anrechnungsantrag Fachdozent Vollst. Anrechnung Teilw. Anrechnung Anerkennungsantrag Prüfungsausschuss Anrechnung

36 FOLIE 36 Beispiel: Herr Mohlberg Betriebswirt (IHK), Industriefachwirt, 32 Jahre Abitur kaufmännische Ausbildung 12 Jahre Berufserfahrung Führungstätigkeit in mittelständischem Unternehmen möchte Bachelor of Business Administration (BA) an der Uni Oldenburg studieren wünscht eine Anrechnung einschlägiger Vorkenntnisse und Kompetenzen Man lernt doch nicht nur in Fortbildungen. Und was ist mit meiner langjährigen Berufserfahrung? Wird das nicht angerechnet?

37 FOLIE 37 Möglichkeiten der Anrechnung individuell Anrechnung pauschal vs. individuell pauschal u.a. informell erworbene Kompetenzen Fortbildungs- qualifikationen Äquivalenzprüfung Kompetenzerfassung voraussichtlich ab 9/2006seit 3/2006 möglich

38 FOLIE 38 Individuelle Anrechnung Anrechnung erfolgt auf der Basis der Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen eines Antragsstellers/ einer Antragsstellerin unabhängig davon, auf welche Art und Weise diese erworben wurden. Für jedes anzurechnende Modul muss der Antragssteller gesondert durchlaufen. Im Rahmen des Verfahrens wird geprüft, ob der/die Antragsstellende tatsächlich über die erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen verfügt. Grundprinzipien

39 FOLIE 39 Individuelle Anrechnung von Kompetenzen Student/in reicht authentische Belege über eigene Tätigkeiten und Lernerfahrungen ein (Portfolio) Studienbewerber/in bearbeitet die komplexe Aufgabe schriftlich anhand der Studienmaterialien in freier Zeiteinteilung ohne Aufsicht Fachdozent bewertet komplexe Aufgabe anhand von kompetenzorientierten Bewertungsstandards ggf. Zulassung zu einer oder mehreren Anrechnungsprüfungen (eine Prüfung pro Modul) bei Erfolg: Vergabe von Kreditpunkten für die geprüften Module und Anrechnung bis hin zu 40 Kreditpunkten Student/in erhält Studienmaterialien und eine komplexe Aufgabe zu dem anzurechnenden Modul Ablauf

40 FOLIE 40 Individuelle Erfassung der EQF-Kompetenzbereiche EQF: Selbständigkeit und Verantwortung EQF: Kommunikations- und soziale Kompetenz EQF: Fachliche und Berufliche Kompetenz EQF: Fertigkeiten EQF: Kenntnisse Komplexe Aufgabe Portfolio

41 FOLIE 41 Portfolio EQF: Selbständigkeit und Verantwortung Führung von Mitarbeitern Managementaufgaben im Team Verantwortung für Ressourcen Design administrativer Abläufe EQF: Kommunikative Kompetenz Kommunizieren von Ideen, Problemen, Lösungen Techniken (z.B. Präsentation) Arbeitszeugnisse Tätigkeitsdarstellungen amtliche Dokumente... Präsentationen /Vorträge Berichte Briefwechsel... EQF: Fachliche u. berufliche Kompetenz Lösung komplexer Probleme Treffen von Entscheidungen Soziale u. ethische Fragen Eigene Darstellung von drei Beispielen aus der Berufspraxis

42 FOLIE 42 Komplexe Aufgabe EQF: Kenntnisse Fachwissen praktische und theoretische Kenntnisse kritisches Verständnis EQF: Fertigkeiten fachspezifische Fertigkeiten Methoden, Werkzeuge Transfer Bezugnahme auf Theorien, Modelle Kritischer Umgang mit Theorien und Methoden Bezugnahme auf Erfahrungswissen Anwendung von fachlichen Methoden auf die komplexe Aufgabe Anwendung von Theorien und Modellen auf die komplexe Aufgabe

43 FOLIE 43 Komplexe Aufgabe fachliche Angemessenheit der Darstellung der Problemlösung Verständlichkeit EQF: Fachliche u. berufliche Kompetenz Lösung komplexer Probleme Treffen von Entscheidungen Soziale u. ethische Fragen Entwicklung von Lösungsvorschlägen Entscheidung für eine der Lösungsalternativen Berücksichtigung sozialer u. ethischer Fragen EQF: Kommunikative Kompetenz Kommunizieren von Ideen, Problemen, Lösungen Berücksichtigung Betroffener bei der Problemlösung EQF: Soziale Kompetenz Verinnerlichte Weltsicht, in der sich Bezugnahme auf andere widerspiegelt

44 FOLIE 44 Beispiel: Herr Mohlberg erhält bis zu 10 Module (80KP) aufgrund außerhochschulischer Vorleistungen angerechnet davon bis zu 5 Module aufgrund individueller Anrechnung angerechnet 10 Module! Super! Das ist ja beinahe das halbe Studium!

45 FOLIE 45 Kontakt Arbeitsbereich Weiterbildung und Bildungsmanagement Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Oldenburg Prof. Dr. Anke Hanft Dr. Wolfgang Müskens

46 FOLIE 46 Anhang Interviewstudie

47 FOLIE 47 Interviewstudie Teilstrukturierte Interviews mit (bislang) 4 Dozenten des Studiengangs Business Administration Weitere Interviews mit Lehrkräften der Industrie- und Handelskammern geplant Ergebnisse der Interviews bilden Grundlage für eine Diskussion über mögliche pauschale Anrechnung beruflicher Fortbildungsqualifikationen Interviewdauer jeweils ca. 1 ½ Stunden Audioaufzeichnung Auswertung orientiert am Grounded Theory-Ansatz zur pauschalen Anrechnung

48 FOLIE 48 Interviewstudie Einordnung der BA-Module auf ein EQF-Niveau Hinweise auf Niveau-Indikatoren Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, die im Modul erworben werden Mindestanforderungen für eine Anrechnung Einschätzung beruflicher Fortbildungsqualifikationen (Industriefachwirt, Betriebswirt) im Vergleich zum BA-Modul anhand von Rahmenstoffplänen Gegenstand, Ziele

49 FOLIE 49 Interviewstudie Zuordnung der Module zu (einem) EQF-Niveau ist weitgehend problemlos möglich Die Dozenten ordnen die Module z.T. unterschiedlichen Niveaus zu Individuelle Anrechnung informell erworbener Kompetenzen wird meist als möglich angesehen Als mögliche Instrumente zur Erfassung informell erworbener Kompetenzen werden das individuelle Anrechnungssystem (Portfolio, komplexe Aufgabe) oder Beurteilungsgespräche genannt. Vorläufige Ergebnisse

50 FOLIE 50 Interviewstudie Die pauschale Anrechnung von IHK-Fortbildungsqualifikationen wird von den Dozenten überwiegend kritisch gesehen. In einigen Fächern sind die Wissensinhalte der Module nicht ausreichend durch die Fortbildungen abgedeckt. Entscheidend für die Skepsis der Dozenten ist jedoch ein anderer Grund: Vorläufige Ergebnisse: Pauschale Anrechnung Dozent 2: Ich würde [es] ´mal so sehen: Verglichen mit [dem] BBA […] würde das [Fachwirt-Programm] in vielen Bereichen stofflich-inhaltlich nicht unerheblich über das hinausgehen, was die [BBA-Studierenden] machen. In anderen Bereichen fehlt hier etwas, wovon ich sagen würde: Das ist ganz wesentlich für jede Form von akademischem Studium.

51 FOLIE 51 Interviewstudie Nach Ansicht der befragten Dozenten vermittelt das Studium (neben Fachwissen) eine spezifische Kompetenz, die nur schwer außerhalb von Universitäten erworben werden kann. Man kann diese Kompetenz als fachliche Reflexivität beschreiben Vorläufige Ergebnisse: die fehlende Kompetenz Dozent 1: Und wenn ich sagen sollte, was ist eigentlich das Wichtigste, dann würde ich fast sagen, genau dieses bisschen Reflexion, mehr an Reflexion, was nicht in Handbüchern steht. Das ist für mich am wichtigsten bei diesen Inhalten... Dozent 2: Aber was da wirklich fehlt ist so dieses, Sich-mal-neben-dran-stellen und das dann auch einmal zu reflektieren: Was heißt überhaupt Führungsstil? Oder: Ist Personalführung überhaupt das wesentliche Problem, oder ist das nicht so eine Fiktion der Managementliteratur?

52 FOLIE 52 Interviewstudie Ein wesentliches Element der im Studium vermittelten Reflexivität ist die Fähigkeit (und Bereitschaft) Modelle und Methoden kritisch in Frage zu stellen. Souveränität im Umgang mit Wissen bedeutet in der Sicht der Dozenten auch, die Grenzen des Wissens zu erkennen. Vorläufige Ergebnisse: Reflexivität Dozent 1: Die Grenzen von bestimmten Modellen. Wie geht man pragmatisch mit den entsprechenden Methoden um. Auch: was weiß man nicht? Also das ist finde ich sozusagen der Schwerpunkt [des Studiums]: die Fähigkeit der Studierenden, souverän mit diesem Wissen umzugehen [Wenn ich zu Praktikern sage]: Definieren Sie mir mal Visionen! […] dann sind [sie den] universitären [Absolventen] vielleicht sogar überlegen, auf der Ebene, aber die Frage beantworten, ob es sinnvoll ist, Visionen zu definieren oder so, da dann wirds dünner.

53 FOLIE 53 Interviewstudie Berufliche Fortbildungen vermitteln aus der Sicht der Dozenten keine Reflexivität. Stattdessen vermitteln fachliche Fortbildungen nach Meinung der Dozenten Rezept- und Ratgeberwissen, Überblickswissen, normative Anleitungen, Beraterkonzepte und (scheinbar) unmittelbar anwendbare, instrumentelle Fertigkeiten. Vorläufige Ergebnisse: Berufliche Fortbildungen Dozent 3: Es geht [mir] nicht nur um einen Überblick. Stattdessen geht es mir um die kritische Reflexion. Hier [beim Fachwirt] geht es sehr, sehr stark um Überblicksgeschichten, teilweise um Kenntnisse. Dozent 2: Die stellen sich dahin und sagen: So wird das gemacht. So wird Personal ausgewählt. So wird Personalführung gemacht. Und Personalführung ist [dort] Personalstile und Management-by- Techniken. Da werden die heruntergerattert, gelernt und in den Kopf gezogen.

54 FOLIE 54 Anhang Zugang, Zulassung, Anrechnung

55 FOLIE 55 Begriffliche Unterscheidung RPL Zugang Gesetzlich geregelte Mindestanforderungen zur Aufnahme in einen Studiengang (z.B. Abitur, Meisterprüfung, Z-Prüfung) Zugang, Zulassung, Anrechnung Zulassung Auswahl der Studienbewerber/innen durch die Hochschule oder andere Einrichtungen (ZVS) Anrechnung Entfallen bestimmter Studienabschnitte aufgrund von Vorkenntnissen bzw. bereits vorhandener Kompetenzen


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