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Unterversorgung in der antihypertensiven und lipidsenkenden Therapie in den hausärztlichen Praxen: Ergebnisse der DETECT-Studie Sigmund Silber 1, Steffen.

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Präsentation zum Thema: "Unterversorgung in der antihypertensiven und lipidsenkenden Therapie in den hausärztlichen Praxen: Ergebnisse der DETECT-Studie Sigmund Silber 1, Steffen."—  Präsentation transkript:

1 Unterversorgung in der antihypertensiven und lipidsenkenden Therapie in den hausärztlichen Praxen: Ergebnisse der DETECT-Studie Sigmund Silber 1, Steffen Böhler 2, Heide Glaesmer 3, Jens Klotsche 3, Franz Freisinger 4, David Pittrow 2, Wolfgang Böcking 2, Wilhelm Kirch 2, Günther Ruf 5, Günter Stalla 6, Hendrik Lehnert 7, Winfried Maerz 4, Hans-Ulrich Wittchen 3 1 Kardiologische Gemeinschaftspraxis und Praxisklinik, München; 2 Institut für Klinische Pharmakologie, Technische Universität Dresden; 3 Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Technische Universität Dresden; 4 Institut für Chemische und Medizinische Labordiagnostik, Medizinische Universität Graz, Österreich; 5 Pfizer GmbH, Deutschland; 6 Abteilung für Endokrinologie, Max-Planck Institut für Psychiatrie, München; 7 Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten, Universität Magdeburg Hintergrund Die durch kardiovaskuläre Erkrankungen verursachte Mortalität kann zu einem großen Teil auf die Kombination häufig auftretender, modifizierbarer und zum Teil wechselseitig in Beziehung stehender Risikofaktoren wie Hypertonie (HTN), Hyperlipidämie (HLI), Rauchen, Adipositas und Bewegungsarmut zurückgeführt werden. Eine Häufung kardiovaskulärer Risikofaktoren wurde in Bevölkerungsstudien wiederholt beobachtet. Personen mit erhöhten Cholesterinwerten haben eine erhöhte HTN-Prävalenz und vice versa. Eine kürzlich durchgeführte Analyse in einer Pflegeheim-Stichprobe zeigte ein häufig gemeinsames Auftreten von HTN, HLI und Diabetes mellitus (DM) bei den Patienten. Dies lässt vermuten, dass Disease Management Programme einen kombinierten statt eines individuellen Ansatzes verfolgen sollten um kardiovaskuläre Risikofaktoren zu reduzieren. Ergebnisse Ziele Abbildung 1: Design und Stichprobe der DETECT-Studie Die epidemiologische DETECT-Studie (Diabetes-Cardiovascular Risk Evaluation: Targets and Essential Data for Commitment of Treatment) wurde durchgeführt um die Gründe für die unzureichende Versorgung von Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko in einer repräsentativen primärärztlichen Stichprobe zu identifizieren, sowie Ausmaß und Konsequenzen abzuschätzen. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Häufigkeit des Auftretens von HTN und HLI, einzeln und in Kombination, sowie Ausmaß und Qualität der medikamentösen Behandlung. Methoden Design: DETECT ist eine große, mehrstufige Querschnittsuntersuchung an un- selektierten Konsekutivpatienten (59% Frauen and 41% Männer; über 18 Jahre, Durchschnittsalter: 53,9 Jahre) in 3188 primärärztlichen Praxen deutschlandweit. Die Studie enthält eine prospektive 12-Monats Komponente einer Teilstichprobe mit 7518 zufällig ausgewählten Patienten. In dieser Teilstichprobe wurde zusätzlich ein standardisiertes Laborprogramm mit Fokus auf kardiovaskulären Risikofaktoren durchgeführt. Die Selbstbeurteilungen der Patienten und die Fremdbeurteilungen durch den behandelnden Arzt wurden ebenfalls erhoben. Die hier dargestellten Daten stammen ausschließlich aus der Labor-Teilstichprobe und sind bislang noch nicht hinsichtlich Non- response und Designeffekten adjustiert. Weitere Details finden Sie unter: Blutdruckmessung, KHK Risikokategorien, HTN und HLI Definition: Die Blutdruckmessungen wurden nach den Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga durch-geführt. HTN wurde entsprechend den Leitlinien des Joint National Committee on Pre-vention, Detection, Evaluation, and Treatment of High Blood Pressure (JNC 7) definiert. Voraussetzung für eine Zuordnung sind dementsprechend Blutdruckwerte 140/90 mmHg ( 130/80 bei Patienten mit DM) oder die Einnahme blutdrucksenkender Medikation. KHK Risikokategorien und daraus folgende LDL-C Ziele wurden entsprechend den National Cholesterol Education Program (NCEP) ATP III Leitlinien festgelegt. Das 10-Jahres Risiko wurde entsprechend dem Framingham Risikowert berechnet. HLI wurde definiert als LDL-C Wert benötigt für die Risikokategorie 1-3. Lipide und Lipoproteine: Cholesterin und Triglyzeride wurden über enzymatische Methoden und Reagenzien von Roche Diagnostics Mannheim gemessen. Die Lipid-Messungen wurden mit Hilfe sekundärer Standards für automatisierte Analysegeräte (Roche Diagnostics) kalibriert. LDL-Cholesterin wurde über eine quantitative Agarose-Gel Elektrophorese erhoben (Helena, Deutschland). Tabelle 1 fasst die demographischen Merkmale der Stichprobe zusammen. Bei 7376 der 7519 Patienten der Stufe 3 wurde eine vollständige Lipid- und Lipoproteinanalyse durchgeführt. Die Häufigkeiten von HTN, HLI und der Kombination beider Erkrankungen wie definiert durch die NCEP ATP III und JNC 7 Leitlinien einer primärärztlich versorgten Stichprobe waren 82,4%, 49,4% und 45,4%. 55,1% der Patienten mit HTN und nur 19,5% der Patienten mit HLI wurden mit blutdruck- und lipidsenkenden Medikamenten behandelt. Die Behandlungsraten der Patienten mit beiden Erkrankungen waren nur wenig besser. In dieser Gruppe wurden 66,3% mit blutdrucksenkender Medikation behandelt und 20,4% mit lipidsenkender Medikation. Nur 17,1% wurden mit beidem behandelt. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein wesentlicher Anteil von Patienten in der primärärztlichen Versorgung sowohl an HTN als auch an HLI leiden und in Folge dessen ein deutlich erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse aufweisen. Die blutdruck- und lipidsenkende Therapie scheint in dieser Patientengruppe jedoch nicht optimal zu sein. Deshalb sind konzertierte Bemühungen zur Qualitätsverbesserung der Versorgung in diesem Bereich dringend erforderlich. Zusammenfassung Abblidung 3: lipid- und blutdrucksenkende Wirkstoffklassen bei Patienten mit beiden Erkrankungen (%) Die am häufigsten angewandten blutdrucksenkenden Medikamente bei Patienten mit beiden Erkrankungen waren Betablocker (43,9%), gefolgt von ACE-Hemmern (38,5%), Diuretika (32,1%), Kalziumkanal-Blockern (22,8%) und AT1-Rezeptor- Blockern (18,9%). Die am häufigsten eingesetzten lipidsenkenden Präparate waren Statine (22,0%), gefolgt von Fibraten (3,2%), Ezetimibe (1,1%), Nikotinsäurederivaten (0,5%) und Anionenaus-tauscherharzen (0,1%) (siehe Abbildung 3). Entsprechend den NCEP ATP III Leitlinien sind 49,4% der Patienten der Labor- Teil-stichprobe als hyperlipidämisch identifiziert worden. 19,5% dieser Gruppe wurden mit lipidsenkender Medikation behandelt. Nach den JNC 7 Leitlinien wurden 82,4% der Labor-Teilstichprobe als hypertensiv klassifiziert. Nur 55,1% dieser Patienten erhielt mindestens eine blutdrucksenkende Medikation. 55,2% der Patienten mit HTN wurden zusätlich als HLI-Patienten klassifiziert, während umgekehrt 92,1% der HLI-Patienten als hypertensiv klassifiziert wurden. 45,4% aller Patienten in der Teilstichprobe wurden beiden Diagnosen zugeordnet, HTN und HLI. 66,3% dieser Patienten wurden mit min-destens einem blutdrucksenkendem Präparat behandelt, 20,4% mit einem lipidsen-kenden Medikament. 17,1% erhielten Wirkstoffe beider Klassen (siehe Abbildung 2). Gesamt N=7519 Geschlecht: männlich [%]3081 (41%) weiblich [%]4438 (59%) Durchschnittsalter [Jahre]57,7 Jahre Durchschnittlicher BMI [kg/m 2 ]27,2 kg/m² Übergewicht (BMI 25-29,99) / Adipositas (BMI 30) [%] 39,2% / 25,5% Durchschnittlicher HbA1C [%]5,6% Gegenwärtig Raucher [%]21% Durchschnittl. systolischer Blutdruck [mmHg] 132,7 mmHg Durchschnittl. diastolischer Blutdruck [mmHg] 80,2 mmHg Durchschnittl. Gesamtcholesterin 1 [mg/dl] 223,3 mg/dl Durchschnittl. HDL-cholesterin 1 [mg/dl]54,4 mg/dl Durchschnittl. LDL-cholesterin [mg/dl]127,5 mg/dl Durchschnittl. Triglyzeride [mg/dl]154,4 mg/dl Tabelle 1: Demographische Merkmale 1 valide Beobachtungen des Gesamtcholesterins und HDL-Cholesterins N= ,4% 82,4% 45,4% Abbildung 2: Häufigkeit und medikamentöse Behandlung von Hyperlipidämie und Hypertonie und beider Erkrankungen gemeinsam (% der Gruppe) Hfgkt. in %


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