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Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Knorpel- und Knochengewebe Knorpel Allgemein Knorpelgewebe gehört zu den Stützgeweben Vorkommen:

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Präsentation zum Thema: "Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Knorpel- und Knochengewebe Knorpel Allgemein Knorpelgewebe gehört zu den Stützgeweben Vorkommen:"—  Präsentation transkript:

1 Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Knorpel- und Knochengewebe Knorpel Allgemein Knorpelgewebe gehört zu den Stützgeweben Vorkommen: u.a. im Skelett und den Luftwegen Fähigkeiten: Druckelastisch (durch Druck und Zug verformbar) Ermöglicht Gleitbewegungen (in Gelenken) Schneidbar (im Gegensatz zu Knochen besteht es fast nur aus organischen Materialien) Moduliert Formen aus (z.B. Nasenknorpel) Es hat formgebende Aufgaben, da aus ihm Knochengewebe entsteht Entstehung (Chondrogenese): Knorpel geht aus dem Mesenchym hervor. Die Mesenchymzellen wandeln sich zu Vorknorpelzellen um, die sich zu größeren Zellhaufen zusammenlagern. Diese, nun Chondroblasten genannten Zellen, bilden in ihren Golgi-Apparaten und im endoplasmatischen Retikulum Knorpelgrundsubstanz. Knorpelgrundsubstanz besteht aus: 60-70% Wasser 30-35% Glykosaminoglykanen (Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure) die mit Kollagenfasern zu großen Proteoglykanen verbunden sind Ca. 4% Mineralien

2 Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Chondroitinsulfat ist für die Basophilie der Grundsubstanz und das Aufquellen der Kollagenfasern verantwortlich Glykosaminoglykane verleihen dem Knorpel seine Festigkeit Proteoglykane sind für die elastischen Eigenschaften verantwortlich Chondroblasten teilen sich während des Knorpelwachstums. Sie geben Grundsubstanz nach allen Seiten ab und rücken so zwangsläufig auseinander. Wenn sich Chondroblasten nicht mehr teilen werden sie Chondrozyten genannt Chondrozyten werden hormonell beinflußt: Knorpelbildung wird u.a. gefördert durch: STH (Somatotropin, ein Wachstumshormon), Thyroxin und Testosteron Hemmend wirken u.a. Kortison, Hydrokortison und Östradiol Knorpel- und Knochengewebe Knorpel Aufbau, Beeinflussung und Nomenklatur

3 Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Ein Chondrozyt liegt in einer glattwandigen Knorpelhöhle (Lakune) Die schmale Knorpelkapsel ist von einem Knorpelhof umgeben. Zumeist werden mehrere Knorpelhöhlen von einem Knorpelhof umhüllt. Bis zu 8 Chondrozyten bilden mit ihrer Knorpelkapsel und dem Knorpelhof zusammen ein Chondron (=Knorpelterritorium). Die Chondrone bilden die funktionellen Bauelemente des Knorpels. Knorpel- und Knochengewebe Knorpel Aufbau, Beeinflussung und Nomenklatur Der Raum zwischen den einzelnen Chondronen wird als Interterritorium bezeichnet. Hier liegen die Grundsubstanz (Matrix) und elastische oder kollagene Fasern. Nur der fetale Knorpel wird über Blutgefäße versorg. Der ausdifferenzierte Knorpel ist gefäß- und nervenfrei. Die einzelnen Chondrozyten haben keinen Kontakt mehr untereinander, daher erfolgt der Stoffwechsel mittels Diffusion vom gefäßhaltigen Perichondrium (Knorpelhaut), bzw. von der Gelenkflüssigkeit (Synovia)

4 Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Hyaliner Knorpel Ist das am häufigsten vorkommende Knorpelgewebe Nur wenig elastisch Niedrige Zug- und hohe Druckfestigkeit Es finden sich frühzeitig Kalkeinlagerungen Durch Gefäßarmut und hohe mechanische Belastungen sind degenerative Prozesse begünstigt Alle hyalinen Knorpel sind bis auf den Gelekknorpel von Perichondrium umzogen. Knorpel- und Knochengewebe Knorpeltypen Elastischer Knorpel Unterscheidet sich vom hyalinen Knorpel darin, dass er außer Grundsubstanz und Kollagenfasern dichte elastische Fasernetze aus Elastin besitzt. Diese Fasernetze umfassen die Chondrone und strahlen ins Perichondrium ein. Hohe Biegfestigkeit und Dehnbarkeit, jedoch wenig Druckfestigkeit Von Perichondrium umgeben Degenerative Veränderungen wesentlich seltener, als beim hyalinen Faserknorpel Wird auch als Bindegewebsknorpel bezeichnet Besteht fast ausschließlich aus geflechtartig verbundenen Kollagenfasern vom Typ I. Grundsubstanz kommt nur spärlich vor Hohe Zugfestigkeit Kein Perichondrium Aufgrund der unterschiedlichen Matrix unterscheidet man drei Formen:

5 Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Hyaliner Knorpel Nasenknorpel Kehlkopf Luftwege Rippenansatz In den Epiphysenfugen der Röhrenknochen Als Gelenkflächenüberzug Im knorpeligen embryonalen Skelett Knorpel- und Knochengewebe Knorpeltypen - Vorkommen Elastischer Knorpel Im äußeren Gehörgang In der Ohrtrompete Im Kehhlkopf In der Ohrmuschel Faserknorpel Bandscheiben (Disci intervertebrales) Schambeinfuge (Symphysis pubica) Disci articulares (z.B. Kiefergelenk) Menisci (z.B. Kniegelenk) Manchmal an Stellen, wo Sehnen im Knochen befestigt sind. Knorpelgewebe (Faserknorpel, hyaliner Knorpel, elastischer Knorpel)

6 Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Die Entwicklung des Knochengwebes erfolgt auf zwei verschiedenen Wegen: Direkt = desmale Ossifikation aus Mesenchymzellen Indirekt = chondrale Ossifikation über Bildung von hyalinem Knorpel Der Knochen besteht aus: Grundsubstanz (Matrix) die Zusammensetzung hängt vom Alter ab. Durchschnittlich: 20-30% aus Wasser (nimmt mit dem Alter ab) 25% organischen Substanzen (Osteoid) besteht vor allem aus Kollagen und Glykosaminoglykanen 45-60% aus Mineralien (anorganischen Substanzen) (50% Phosphat und 35% Kalzium) Verschiedenen Zellen – Osteoblasten, Osteozyten und Osteoklasten Knochengewebe bildet einen Speicherort für Mineralien so sind 99% des Kalziums und 75% des Phosphats unseres Körpers in den Knochen gespeichert. Knorpel- und Knochengewebe Knochengewebe - Grundstruktur

7 Anatomie & Physiologie Dozent: Christian Kaldewey – Kurs 2006 Im Gegensatz zum Knorpel ist der Knochen weder schneid- noch biegbar. Er weist aber eine sehr hohe Druck- und Zugfestigkeit auf. Zugfestigkeit durch die Kollagenfasern Druckfestigkeit durch anorganische Kalksalze (Kalzium), die in Kristallform vorliegen und parallel zu den Kollagenfasern verlaufen. Bei Reibung kann die Knochenhaut (Periost) geschädigt und abgebaut werden. Um dies zu vermeiden ist der Knochen im Bereich der Gelenke mit hyalinem Knorpel überzogen. Die Speicherfunktion des Knochens wird über Hormone gesteuert. Bei einem erniedrigten Blut-Kalzium-Spiegel wird Kalzium aus dem Knochen freigesetzt. Hormone zur Steuerung sind: Parythyrin (Parathormon) – stimuliert die Osteoklasten zum Knochenabbau und somit zur Freisetzung von Kalzium Kalzitonin – hemmt die Osteoklasten und erhöht somit die Kalziumeinlagerung in den Knochen Knorpel- und Knochengewebe Knochengewebe - Grundstruktur


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