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12.1 Systeme der Kostenrechnung © Ewert/Wagenhofer 2005. Alle Rechte vorbehalten!

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Präsentation zum Thema: "12.1 Systeme der Kostenrechnung © Ewert/Wagenhofer 2005. Alle Rechte vorbehalten!"—  Präsentation transkript:

1 12.1 Systeme der Kostenrechnung © Ewert/Wagenhofer Alle Rechte vorbehalten!

2 12.2 Ziele n Darstellung der Prämissen der Grenzplankostenrechnung n Aufzeigen der Vorgehensweise bei der Kostenplanung und Kostenverrechnung n Kurze Erläuterung möglicher Arten von Erlösrechnungen und Ergebnisrechnungen n Darstellung der Vorgehensweise der Prozeßkostenrechnung n Darstellung von Grundzügen der Relativen Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung

3 12.3 Einführung (1) Wie können im Rahmen der KLR gute Informationen für Rechnungen zur Entscheidungsvorbereitung, Kontrolle und Koordination erhalten werden? n Bisher stand der Anwendungsaspekt von Kosten und Leistungsrechnungen im Vordergrund n Nun steht die Ermittlung der Kostenrechnungsdaten, also die reine Kostenrechnung im Mittelpunkt n Gegenüberstellung der Systeme Grenzplankostenrechnung, Prozeßkostenrechnung und Relative Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung Grundsätzliche Frage

4 12.4 Einführung (2) Mögliche Probleme in der Kostenrechnung: n Aus praktischer Sicht Meßfehler Zuordnungsfehler n Aus theoretischer Sicht Durchschnittskosten bei Synergien Genauigkeit der Ermittlung Anreizprobleme

5 12.5 Empirische Ergebnisse Problem: Die Untersuchungen sind nur begrenzt vergleichbar, da die Fragestellungen der Untersuchungen unterschiedlich waren.

6 12.6 GPKR - Überblick (1) n GPKR basiert auf dem verbrauchsorientierten Kostenbegriff n GPKR besteht aus zwei Bereichen Kostenplanung Kostenkontrolle n GPKR dient zur Fundierung von Entscheidungen Entscheidungsrelevanz der Kosten besitzt eine zentrale Rolle n Im Rahmen der GPKR werden lineare Kostenverläufe unterstellt b=Bezugsgröße k=variable Kosten je Bezugsgrößeneinheit K F =fixe Kosten K=Gesamtkosten (eines Bezugsobjektes)

7 12.7 GPKR - Überblick (2) n Ermittlung des Stückkostensatzes k ist eine Kernaufgabe dieses Kostenrechnungssystems n Der Kostensatz k hat zentrale Bedeutung für Entscheidungsrechnung (stellt die Grenzkosten dar) und Kontrollrechnung (zur Ermittlung der Sollkosten) n Bei linearem Kostenverlauf stellen die variablen Kosten auch die bezugsgrößenspezifischen Grenzkosten dar Bezeichnung Grenzplankostenrechnung GK(b) K(b)K(b) KFKF b K b GK

8 12.8 GPKR - Überblick (3) Prämissen der GPKR n Die Kosten werden deterministisch geplant n In der Kostenplanung wird mit festen Verrechnungspreisen bzw gegebenen Wertkomponenten gearbeitet n Die Beschäftigung des Unternehmens ist variabel und stellt die maßgebliche Kosteneinflußgröße dar n Die Plankosten lassen sich eindeutig in proportionale und fixe Bestandteile trennen n Für alle Entscheidungsvariablen werden nur Teilkosten als beschäftigungsproportionale Kosten angesetzt Die Prämissen dienen der Reduktion der Komplexität, damit die Kostenrechnung bewältigbar wird, ohne zu einem völlig falschen Bild der Realität zu führen.

9 12.9 GPKR - Ablauf der Kostenplanung (1) n Planung der Kosten erfolgt getrennt für Einzel- und Gemeinkosten bezogen auf die Produkte Beschäftigung spielt zentrale Rolle in der GPKR Bestimmung von Planpreisen Planung der Einzelkosten Planung der Gemeinkosten (Kostenstellenkosten) Kostenträgerstückrechnung

10 12.10 GPKR - Ablauf der Kostenplanung (2) n Einzelkosten werden nach dem Verursachungs- oder Einwirkungsprinzip zugerechnet n Gemeinkosten werden für einzelne Kostenstellen geplant n Variable Gemeinkosten ( = Kostenstellenkosten) werden den Produkten mit Hilfe der Kostenstellenrechnung zugeteilt n Im Rahmen der Kostenstellenrechnung können zusätzlich auch fixe Produktkosten weiter verrechnet werden (z.B. für die Preisermittlung bei öffentlichen Aufträgen) Dieses Vorgehen entspricht der traditionellen Vollkostenrechnung

11 12.11 Bestimmung von Planpreisen Planwertansatz = künftig zu zahlende Beschaffungspreise n Festlegung der Zeitspanne, für die die Planpreise gelten sollen n Relevanter Planpreis ist der durchschnittliche Preis der Planungsperiode n Eventuell sinnvoll, eine Trennung von Mengen- und Wertrechnung vorzunehmen, um Preisanpassungen zu ermöglichen Führt zu einer Primärkostenrechnung n Bei manchen Faktoren, die nicht regelmäßig beschafft werden, wie etwa Fremdreparaturen, bestimmte Dienstleistungen usw, können keine Preise angegeben werden, für sie ist ein voraussichtlicher Planbetrag anzugeben Verbrauchsorientierter Kostenbegriff Planwertansatz Kosten = sachzielbezogener Planverbrauch Planwertansatz

12 12.12 Planung der Einzelkosten n Bestandteile der Einzelkosten Materialeinzelkosten Lohneinzelkosten Sondereinzelkosten n Die Planung der Einzelkosten erfolgt meist pro Kostenträger n Die Lohneinzelkosten werden allerdings meist über die Kostenstellen verrechnet Sinnvoll, wenn diese Kosten im Rahmen der Kontrolle der Kostenstellenkosten mit einbezogen werden sollen

13 12.13 Planung der Materialeinzelkosten (1) Ermittlung der MEK +Netto-Planeinzelmengen (Nettoverbrauch) Einzelmaterialmengen, die bei planmäßiger Produktgestaltung, planmäßigen Materialeigenschaften und planmäßigem Fertigungsablauf effektiv in einer Kostenträgereinheit enthalten sind +Aufschlag für Planabfallmengen, Ausschüsse und ähnliches ____________________________________________________________________________________________________________________________________________ =Brutto-Planeinzelmenge (Bruttoverbrauch) xPlanpreis ____________________________________________________________________________________________________________________________________________ =faktorspezifische MEK Wiederholung für alle Faktorarten und Summation ____________________________________________________________________________________________________________________________________________ =produktspezifische MEK

14 12.14 Planung der Materialeinzelkosten (2) n Verwendung von (bereinigten) Vergangenheitswerten n Schätzungen von Meistern, Kostenplanern oder Vorarbeitern n Durchführung von technischen Studien und Berechnungen n Durchführung von Probeläufen oder Fertigung von Prototypen n Verwendung von externen Richtzahlen, z.B. von ähnlichen Produkten Möglichkeiten zur Ermittlung von Netto- und Bruttoverbräuchen

15 12.15 Planung der Lohneinzelkosten n Lohneinzelkosten vornehmlich Löhne der Mitarbeiter, die unmittelbar produktbezogene Tätigkeiten ausführen => Fertigungslöhne n Planung ist abhängig vom vorliegenden Lohnsystem Akkordlohnsystem Dem Mitarbeiter werden Vorgabezeiten für die Produktbearbeitung gegeben Der Mitarbeiter erhält pro Vorgabezeiteinheit einen festen Lohn Lohneinzelkosten = Vorgabezeit x Lohn pro Vorgabenzeiteinheit Zeitlohnsystem Ebenfalls Ermittlung von Planarbeitszeiten und deren Bewertung mit dem geplanten Lohnsatz Vorgehen verstößt gegen das Verursachungsprinzip => ermittelte Kosten sind an sich nicht entscheidungsrelevant Vorgehen in der Praxis weit verbreitet, kann als spezifische Vereinfachung angesehen werden

16 12.16 Planung der Sondereinzelkosten n Beispiele für Sondereinzelkosten der Fertigung und des Vertriebs Stücklizenzen Einmalwerkzeuge, wie Gießformen Produktspezifisches Verpackungsmaterial Besondere Vertriebsprämien n Meist werden jedoch auch Kosten mit einbezogen, die Einzelkosten bezogen auf eine bestimmte Produktmenge sind K x => Aus Vereinfachungsgründen Verwendung des Durchschnittsprinzips

17 12.17 Ablauf der Gemeinkostenplanung Bestimmung von Planpreisen Planung der Einzelkosten Planung der Gemeinkosten (Kostenstellenkosten) Kostenträgerstückrechnung Einteilung in Kostenstellen Planung der Bezugsgrößen in den einzelnen Kostenstellen Aufstellung der Kostenpläne und Bestimmung der Kalkulationssätze

18 12.18 Einteilung in Kostenstellen n Kostenstellenrechnung ist das Kernstück dieses Kostenrechnungssystems n Kostenstellenrechnung dient der Planung und der Kontrolle n Verrechnung der variablen Gemeinkosten auf die Produkte n Aus den Zwecken resultieren Kriterien der Kostenstellenbildung In einer Kostenstelle sollten nur Unternehmensbestandteile zusammengefaßt werden, deren Kostenverursachung keine wesentlichen Unterschiede aufweisen Ermöglicht genaue Kostenplanung Kostenstellen sollten möglichst selbständigen Verantwortungsbereichen entsprechen Ermöglicht Zuweisung von Verantwortung für Abweichungen bei Kontrollen n Bei der Bildung von Kostenstellen sind stets Wirtschaftlichkeitsüberlegungen miteinzubeziehen

19 12.19 Planung der Bezugsgrößen n Höhe der Kosten wird meist durch eine Vielzahl von Kostenbestimmungsfaktoren determiniert n Aus Vereinfachungsgründen werden diese nicht alle erfaßt n Bezugsgrößen fungieren als Maßgröße der Kostenverursachung n Bezugsgrößen können grundsätzlich zwei Funktionen besitzen Kostenverursachungsmaßstab für die Kostenstellen Eigenschaft, mit dem Kostenträger in einer dem Verursachungsprinzip genügender Beziehung zu stehen Daraus resultieren Bezugsgrößen mit einfacher (meist erster) oder doppelter Funktion Bei der Bezugsgrößenwahl für jede Kostenstelle sind zwei Festlegungen zu treffen Qualitative Bezugsgrößenplanung Quantitative Bezugsgrößenplanung

20 12.20 Qualitative Bezugsgrößenwahl Einflußfaktoren bei der Bezugsgrößenwahl Direkte Bezugsgrößen Indirekte Bezugsgrößen Homogene Kosten- verursachung Heterogene Kosten- verursachung Verfahrensbedingte Heterogenität Produktbedingte Heterogenität Eine Bezugsgröße Mehrere Bezugsgrößen differenziert nach Verfahrensbedingungen Mehrere Bezugsgrößen differenziert nach Produkten

21 12.21 Heterogene Kostenverursachung Gesetz der Austauschbarkeit der Maßgrößen n Bei heterogener Kostenverursachung ist selbst dann nur eine Bezugsgröße notwendig, wenn die Bezugsgrößen in einem festen Verhältnis zueinander stehenGesetz der Austauschbarkeit der Maßgrößen n Selbst bei heterogener Kostenverursachung sind bei der Kostenplanung im Rahmen der GPKR implizit Vorabfestlegungen bestimmter Kosteneinflußgrößen notwendig Beispiel

22 12.22 Direkte und indirekte Bezugsgrößen n Direkte Bezugsgrößen =Ableitung aus der Leistung der betrachteten Kostenstelle n Indirekte Bezugsgröße =Ableitung aus der Leistung einer anderen Kostenstelle n Indirekte Bezugsgrößen werden häufig bei der Kalkulation verwendet, denn bei fertigungsfernen Kostenstellen sind die direkten Bezugsgrößen meist solche mit einfacher Funktion Beispiele n Durch indirekte Bezugsgrößen werden Grenzkosten zu einer schillernden Größe n Indirekte Bezugsgrößen sind nur als Notlösung anzusehen n Soweit wie möglich sind direkte Bezugsgrößen zu verwenden

23 12.23 Quantitative Bezugsgrößenplanung n Festlegung der Planbeschäftigung und Festlegung der Planmengen der ermittelten Bezugsgrößen n Planbeschäftigung bedeutsam für Kostensätze bei Verwendung indirekter Bezugsgrößen n Zwei Möglichkeiten bei der Ermittlung der Planbeschäftigung Kapazitätsplanung => Planung wird orientiert an der Kapazität der jeweiligen Stelle, z.B. an der kostenoptimalen, der maximalen oder der normalen Kapazität Engpaßplanung => Planung wird orientiert an der Stelle, die letztlich den Engpaß im Unternehmen darstellt Vorteil der Engpaßplanung Abstimmung der stellenspezifischen Planbeschäftigung Nachteil der Engpaßplanung Der tatsächlich wirksame Engpaß ist häufig erst nach Verwendung der Kostenrechnung und darauf aufbauender Lösung des Problems der optimalen Produktions- und Absatzprogrammplanung bekannt

24 12.24 Aufstellung der Kostenpläne - Primärkostenrechnung (1) n Für Haupt- und Hilfskostenstellen müssen primäre Kosten- stellenkosten geschätzt werden n Methoden zur Planung der primären Stellenkosten n Statistische Methoden der Kostenplanung Verwendung bereinigter Istkosten, zB bei der Mathematischen Kostenauflösung bzw dem Hoch-Tiefpunkt-Verfahren Statistische Verfahren, zB Regressionsanalyse K(b) KFKF b K K1K1 b1b1 K2K2 b2b2 Stärke und Schwäche des Ansatzes: Es werden nur zwei Datenpaare verwendet Besser ist Verwendung einer Datenreihe und Durchführung einer linearen Regression

25 12.25 Aufstellung der Kostenpläne - Primärkostenrechnung (2) n Nachteile der statistischen Methoden Mangel an Daten für Istgrößen und Istbezugsgrößen Mangelnde Variabilität vorhandener Daten (Streupunktballung) Bereinigung der Istdaten schwierig n Analytische Methoden der Kostenplanung Planmäßige Kostenauflösung Für jede Gemeinkostenart wird untersucht, welche Kosten bei der Planbeschäftigung und welche Kosten zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft anfallen sollen Differenz wird durch die Planbezugsgröße geteilt Vorgehen wird für jede Kostenart wiederholt Durch Summation erhält man dann die Kosten der Betriebsbereitschaft (bzw die Fixkosten) und die variablen Kosten der Kostenstelle Einstufige analytische Kostenplanung

26 12.26 Sekundärkostenrechnung (1) n Beispiel: Verrechnung der Kosten der Vorkostenstellen auf die Endkostenstellen => gewählte Methode sollte abhängig sein von der vorliegenden Produktionsstruktur

27 12.27 Sekundärkostenrechnung (2) Gegenseitige Leistungsverflechtung n Kostenstellenausgleichsverfahren n Gleichungsverfahren b i Planbezugsgröße der Hilfskostenstelle i, i = 1, ,I c i Proportionaler Planverrechnungssatz der Hilfsstelle i PK i gesamte proportionale primäre Plankosten der Hilfsstelle i v ij Proportionaler Planverbrauch an innerbetrieblichen Leistungen der Stelle j je Bezugsgrößeneinheit der Stelle i, j = 1, ,J Lösung des Gleichungs- systems ergibt die einzelnen Grenzkosten- sätze c i der jeweiligen Hilfskostenstellen

28 12.28 Kalkulationssätze der Hauptkostenstellen n Für jede Kostenstelle werden nun Kalkulationssätze gebildet n Bei homogener Kostenverursachung folgt SK i sekundäre proportionale Kosten der Stelle i b p i Planbezugsgröße der Stelle i n Bei heterogener Kostenverursachung Verwendung der jeweiligen bezugsgrößenspezifischen primären und sekundären Plankosten

29 12.29 Kostenträgerstückrechnung n Zusammenführung der Einzelkosten- und der Gemeinkostenrechnung n Vorgehensweise bei der Kalkulation ähnlich der elektiven Zuschlagskalkulation Unterschied besteht darin, daß nur in Ausnahmefällen die Einzelkosten bzw die Herstellkosten als Zuschlagsbasis verwendet werden, es kommt zur Verwendung der gewählten Bezugsgrößen n Grenzselbstkosten stellen grundsätzlich die relevanten Kostengrößen dar n Zur Ermittlung der Grenzselbstkosten sind die bereits gezeigten Rechenschritte notwendig dabei werden zur Vereinfachung viele Annahmen getroffen, vor allem Proportionalitätsannahmen durch Anwendung des Durchschnittsprinzips kommt es zu weiteren Fehlern die ermittelten Grenzkosten sollten deswegen als Approximation verstanden werden Beispiel

30 12.30 Erlösrechnung Pendant zur Kostenrechnung n Bestandteile der Leistungsrechnung Erlösrechnung Bestandsrechnung Innerbetriebliche Leistungsverrechnung n Planung der Erlöse grundsätzlich analog zur Planung der Kosten Trennung in Erlösarten-, Erlösstellen-, und Erlösträgerrechnung Prämissen analog zu den Prämissen der GPKR Deterministische Planung der Erlöse Fest vorgegebene Absatzkonditionen Absatzmenge ist variabel und ist maßgebliche Erlöseinflußgröße Planerlöse lassen sich eindeutig in proportionale und fixe Bestandteile trennen Relevante Größen sind nur Teilerlöse als absatzmengenproportionale Erlöse

31 12.31 Erlösartenrechnung n Preis für ein Produkt setzt sich aus verschiedenen Erlösarten zusammen Basiserlös +Zuschläge (zB für Sonder- und Zusatzleistungen, kleine Mengen usw) _______________________________________________________________________________________________________________________________________ =Bruttoerlös –Erlösminderungen, die bei Rechnungsstellung sofort in Abzug gebracht werden können (zB Mengen- und Funktionsrabatte) –Erlösminderungen, (zB Gutschriften, Kundenskonti, Preisnachlässe aufgrund von Mängelrügen, Boni usw) ___________________________________________________________________________________________________________________________________________ =Nettoerlös

32 12.32 Erlösstellenrechnung n Planung vor allem der Erlösschmälerungen in Erlösstellen Es existieren verschiedene Gliederungskriterien, zB Produktgruppen, Kundengruppen, Absatzwege oder -methoden, Marktsegmente Wahl des Gliederungskriteriums, bei dem eine Planung der Gemeinerlöse am besten möglich ist n Bei der qualitativen Bezugsgrößenplanung werden meist Absatzmengen gewählt n Die quantitative Bezugsgrößenwahl basiert meist auf erlösstellenspezifischen Absatzhöchstmengen Absatzhöchstmengen resultieren aus der Marktforschung, aus Erfahrungswerten oder Vermutungen n Häufig Verwendung des Durchschnittsprinzips Verstoß gegen das Verursachungsprinzip n Durchführung der Erlösstellenrechnung vor allem zur Aufteilung der Gemeinerlöse und zur Erlöskontrolle

33 12.33 Erlösträgerrechnung n Ermittelte Gemeinerlöse finden Verwendung in der Kalkulation => Ermittlung des (durchschnittlichen) Erlöses pro Produkt n Erlösträger sind Endprodukte und innerbetriebliche Leistungen n Es treten Probleme aufgrund von Erlösinterdependenzen zwischen den Produkten bzw Leistungen auf

34 12.34 Ergebnisrechnung (1) n Ergebnisrechnung führt GPKR und GPER auf Basis von Produkten zusammen Im Gegensatz zur Kostenträgerstückrechnung wird hier das Ergebnis einer Periode ermittelt, deswegen auch die Bezeichnung Kostenträgerzeitrechnung n Differenz zwischen Stückerlösen und Stückkosten ergibt den (Stück-)Deckungsbeitrag n Besondere Form der Kostenträgerzeitrechnung ist die kurzfristige Erfolgsrechnung (KER) ausgehend von der Finanzbuchhaltung unterjährige, meist monatliche Ergebnisrechnung

35 12.35 Ergebnisrechnung (2) Kostenträgerzeitrechnung GesamtkostenverfahrenUmsatzkostenverfahren (abgesetzte Menge x Absatzpreis) –Umsatzkosten (abgesetzte Menge x Kosten) ___________________________________________________________________________ Ergebnis (Erlös, Bestandsveränderungen, aktivierte Eigenleistungen) –Gesamtkosten ________________________________________________________________ Ergebnis ErlöseLeistungen n Bei Unterschied zwischen produzierter und abgesetzter Menge

36 12.36 Ergebnisrechnung (3) n Einstufige Deckungsbeitragsrechnung Fixkosten werden en bloc verrechnet n Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung Aufgliederung des Fixkostenblocks nach Zurechenbarkeit Gliederungskriterien Produktgruppen, Kostenstellen, Bereiche, Sparten usw Bezugsobjekte werden hierarchisch gegliedert Zuordnung von Fixkosten erfolgt an der jeweils untersten Stelle, der sie überschneidungsfrei zugeordnet werden können Ergebnis Deckungsbeiträge unterschiedlicher Bezugsobjekte liefern Hinweise über die Vorteilhaftigkeit des jeweiligen Bezugsobjektes

37 12.37 Beispiel zur mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung Möglichkeiten der Erweiterung Gliederung der Fixkosten nach ihrer zeitlichen Abbaubarkeit Gliederung der Fixkosten nach ihrer Auszahlungswirksamkeit

38 12.38 Prozeßkostenrechnung - Grundlagen n Prozeßkostenrechnung = Activity-based Costing (ABC) = Activity-based Management = Transaction-based Costing Elemente der Wertkettenanalyse Unterteilung in Aktivitäten (Prozesse) mit operativen und strategischen Kostentreibern (zB Komplexität, Variantenvielfalt) Berücksichtigung von Verknüpfungen innerhalb der Wertkette: Hauptprozesse Indirekte Leistungsbereiche: F&E, Konstruktion, Logistik, Planung, Steuerung, Fertigungsüberwachung, Qualitätssicherung, Instandhaltung, Verwaltung, Vertrieb, Service... Gemeinkosten sind nicht immer unliebsame Nebenerscheinungen, sondern sie ermöglichen auch werterhöhende Aktivitäten.

39 12.39 Prozeßkostenrechnung Vorgehen Ermittlung Prozesse Zuordnung Kosten Ermittlung Kostentreiber Ermittlung Prozeßkostensätze Zusammenfassung zu Hauptprozessen

40 12.40 Prozeßkostenrechnung - Vorgehen: Prozesse und Kosten n Ermittlung der Prozesse Basis: gegebene Kostenstellen Analyse auf dort ablaufende Prozesse Repetitive Prozesse schematisiert zB Buchungen Auftragsbearbeitung Nicht repetitive Prozesse innovativ/dispositiv zB Werbung, Führung Forschung n Zuordnung der Kosten auf die Prozesse Direkte Ermittlung durch analytische Kostenplanung sehr kostspielig Indirekte Ermittlung durch andere Maßgrößen zB Schlüsselung nach Mannjahren, Personalkosten

41 12.41 Beispiel Zuordnung Kosten - Prozesse n Kostenstelle Buchhaltung: Prozesse: Kontierung, Verbuchung, Kontenabstimmung, Leitung der Abteilung Gesamtkosten: n Verteilung nach Personenjahren Prozeß MannjahreKosten Personalkosten Kosten Kontierung Verbuchung Abstimmung Leitung Gesamtkosten

42 12.42 Prozeßkostenrechnung - Vorgehen: Ermittlung der Kostentreiber Prozesse Leistungsmengenneutral (lmn) Kosten unabh. von Leistungsvolumen Keine Kostentreiber Leistungsmengeninduziert (lmi) Kosten abh. von Leistungsvolumen Suche eines Kostentreibers je Prozeß Kostentreiber idR mengenorientiert, selten wertorientiert Outputmenge untergeordnete Bedeutung Kostentreiber von strategischer Bedeutung : Produktkomplexität zB Wareneingang, Qualitätskontrolle, Lager... Produktvarianten GMK in verschiedensten Bereichen Prozeßhierarchie: Kosten für Produktvariante

43 12.43 Prozeßkostenrechnung - Vorgehen: Ermittlung der Prozeßkostensätze Prozeßkosten mit oder ohne lmn-Prozeßkosten Kostenstellenübergreifende Erfassung der lmn Kosten in Sammelposition lmn-Kosten in Periodenrechnung vor ErgebnisVollkosten: Prozentualer Zuschlag der lmn-Kosten auf Produktprozeßkosten lmn-Kosten einer Kostenstelle auf deren lmi-Kosten zuschlagen Hypothese: lmn-Prozesse und Auftragsvolumen hängen zusammen Probleme, wenn lmn-Kosten bei einem Prozeß überwiegen, zB F&E Prozeßkosten enthalten idR FixkostenProzeßkostensatz abhängig von Prozeßmenge Ist/Normalbeschäftigung: nicht sinnvoll für strateg. Entscheidungen Engpaßplanung: Orientierung an Prozeß mit geringster Kapazität Kapazitätsplanung: Orientierung an maximaler Beschäftigung des Prozesses: strategisch sinnvoll

44 12.44 Beispiel: Ermittlung Prozeßkostensätze

45 12.45 Prozeßkostenrechnung - Vorgehen: Bildung von Hauptprozessen n Hauptprozeß: kostenstellenübergreifender Prozeß Zusammenfassung der Prozesse mit demselben Kostentreiber Zusammenfassung von Prozessen mit festem Verhältnis der Kostentreiber Bildung von etwa 7 bis 10 Hauptprozessen größere Übersichtlichkeit des Betriebsgeschehens Informationsreduktion

46 12.46 Beispiel: Zusammenfassung zu Hauptprozessen n Fortsetzung Beispiel: Kostentreiber: Anzahl der Bestellungen = Anzahl der Lieferungen 20% der Lieferungen werden stichprobenartig auf Qualität geprüft Kostensatz des Hauptprozesses Beschaffung: 3,52 + 5,7·0,2 + 4,2 = 8,86

47 12.47 Prozeßkosten versus Zuschlagskalkulation (1) Allokationseffekt - Beispiel Produktion gleich vieler Gold- und Silberreifen Lagerkosten und Kosten logistischer Transaktionen außer Zinskosten gleich hoch Materialkosten Goldreifen: 100 Materialkosten Silberreifen: 10 Zuschlagssatz: 20% Hälfte der Gemeinkosten wertunabhängig

48 12.48 Prozeßkosten versus Zuschlagskalkulation (2) Degressionseffekt Kosten einer Produkteinheit vor Auftragskosten: 36 Prozeßkosten für Auftrag: 200 durchschnittliche Auftragsgröße: 100 Durchschnittliche Stückkosten = /100 = 38 Annahme: Marktpreis erlaubt Kosten von 40 Mindestauftragsgröße = 200/(40-36) = 50 Komplexitätseffekt Drucker A Drucker B Stunden34 GMK Komplexität: verrechnet nach Stunden: Kostentreiber: Anzahl Teile, Prozeßkostensatz = 70 Teile515 verrechnet nach Teilen

49 12.49 Prozeßkostenrechnung und GPKR n Große Ähnlichkeit zwischen Bezugsgrößen nicht fertigungsnaher Stellen und Kostentreibern der Prozeßkostenrechnung n Unterschied bei Bezugsgrößen mit einfacher Funktion: Prozeßkostenrechnung mengenmäßige Kalkulationsschlüssel GPKR indirekte Bezugsgrößen mit oft wertmäßigen Zuschlagsverfahren DM Deckungsbezugsgrößen führen letztlich auch zu Mengenschlüssel n Mischsystem: Resource Consumption Accounting (RCA)

50 12.50 Prozeßkostenrechnung - Beurteilung n Vollkostenrechnung hohe Akzeptanz in der Praxis Kritik seitens der Theorie an der Schlüsselung der Gemeinkosten Personalkosten auf Teilprozesse in der Kostenstelle sonstige Stellengemeinkosten auf Teilprozesse lmn-Kosten auf Teilprozesse Prozeßkosten auf Prozeßmengen Prozeßkosten auf Produkte Langfristige Kosten als Basis langfristiger Entscheidungen Prozeßkosten approximieren die durch strategische Entscheidungen beeinflußbaren Kosten

51 12.51 Relative Einzelkosten und Deckungsbeitragsrechnung (1) n Besondere Betonung der Entscheidungsrelevanz bzw des Verursachungsprinzips Im Gegensatz zu anderen Kostenrechnungssystemen (auch der GPKR) sollen nur entscheidungsrelevante Kosten berücksichtigt werden (Verstoß im Rahmen der GPKR zB bei der Proportionalisierung von Zeitlöhnen) n Die REDR soll ein für alle Entscheidungstypen anwendbares Rechensystem sein Durchbrechung der Trennung der Rechnungssysteme in Abhängigkeit der Fristigkeit des Problems Die REDR ist kein vorgefertigtes System, das einfach schematisch angewendet werden kann, sondern in erster Linie eine bestimmte Denkweise. Für die praktische Anwendung lassen sich eigentlich nur gewisse Grundsätze aufstellen. Paul Riebel

52 12.52 Relative Einzelkosten und Deckungsbeitragsrechnung (2) n Abkehr von dem verbrauchsorientierten Kostenbegriff durch strenge Auslegung des Prinzips der Entscheidungsrelevanz n Entwicklung von Grundsätzen, wie negative und positive monetäre Konsequenzen einzelnen Entscheidungen zugeordnet werden können n Die bekannten Periodisierungsregeln von Ein- und Auszahlungen zur Ermittlung von Kosten und Leistungen sind der REDR fremd Kosten sind nicht mehr bewertete, sachzielbezogene Güterverbräuche Statt dessen grundsätzlich Betrachtung der mit einer Entscheidung verbundenen Zahlungen Demnach ist die REDR im Grunde genommen gar kein Kostenrechnungsverfahren, jedenfalls keine Kostenrechnung im herkömmlichen Sinn Paul Riebel

53 12.53 Bezugsobjekte n Entscheidungen sind die eigentlichen Erfolgsquellen n Zwischen Entscheidungen und Bezugsobjekten besteht eine enge Beziehung: Entscheidungen führen zur Entstehung oder Vernichtung bestimmter Bezugsobjekte Beispiele für Bezugsobjekte sind: Produkteinheiten, Produktgruppen, Fertigungsbereiche, Fertigungslose,Werbemaßnahmen, Kundengruppen, Bestellmengen, Perioden n Unternehmerische Maßnahmen, über die zu entscheiden ist, können als Kombination von Bezugsobjekten verstanden werden n Zwischen den Bezugsobjekten bestehen hierarchische Beziehungen, die sich in Bezugsobjekthierarchien abbilden lassen

54 12.54 Beispiele für Bezugsobjekthierarchien

55 12.55 Identitätsprinzip n Alle Kosten und Erlöse können einem Objekt als relative Einzelkosten (Auszahlungen) bzw relative Einzelerlöse (Einzahlungen) zugerechnet werden n Gemeinkosten eines Bezugsobjektes werden nicht geschlüsselt und verrechnet Beispiel: keine Schlüsselungen von Rüstkosten auf das einzelne Produkt. Rüstkosten sind Einzelkosten in Bezug auf das Fertigungslos Abkehr von einem verbrauchsorientierten Kostenbegriff hin zu einem pagatorischen Kostenbegriff Identitätsprinzip Danach lassen sich zwei Größen nur dann einander oder einem anderen Objekt eindeutig zurechnen, wenn sie auf denselben dispositiven Ursprung zurückgehen wie das Objekt selbst. Paul Riebel

56 12.56 Grundrechnung n Nach Festlegung einer Bezugsobjekthierarchie sind alle Kosten den Objekten zuzurechnen, und zwar so, daß sie gerade noch als relative Einzelkosten eines Bezugsobjektes angesehen werden können n Grundrechnung konzeptionell Datenspeicher und Grundlage jeglicher Rechnung n Grundrechnung zweckneutral Erfaßt die Potentiale bzw Kapazitäten und deren Beanspruchung durch die einzelnen Entscheidungen n Kosten werden zusätzlich gegliedert nach den Kostenkategorien Leistungskosten Bereitschaftskosten

57 12.57 Sonderrechnungen n Konkrete Entscheidungsvorbereitung Zur Beurteilung einer Maßnahme werden die durch sie ausgelösten Einzelkosten den durch sie ausgelösten Einzelerlösen gegenübergestellt Differenz ist der Deckungsbeitrag n Entscheidungsrechnungen analog zu denjenigen bei der GPKR Für periodische Deckungsbeitragsrechnung führt das Identitätsprinzip dazu, daß auch hier nur relative Einzelkosten verrechnet werden Erst in einer Totalrechnung werden sämtliche Kosten erfaßt n Deckungsbudgets zur kurzfristigen Wirtschaftlichkeitsüberprüfung Zur Ermittlung von Deckungsbudgets müßten eigentlich die anteilig zu tragenden Gemeinkosten ermittelt werden Schlüsselung von Gemeinkosten soll aber gerade durch Anwendung des Identitätsprinzips vermieden werden

58 12.58 Diskussion (1) n Im Vergleich zur GPKR werden im Rahmen der REDR weniger Annahmen getroffen zunächst weniger Angriffspunkte Probleme 1.Restriktive Definition der relativen Einzelkosten und Einzelerlöse Bezugsobjekten können teilweise nur geringe oder sogar keine Einzelkosten zugewiesen werden Entscheidungsketten sind von den zu treffenden Entscheidungen abhängig Folge: Grundrechnung wird unmöglich 2.Generelle Zuordnung von Einzelkosten führt zur gleichen Interdependenzproblematik wie bei der GPKR Diese Kosten liegen erst nach der Losgrößenoptimierung fest 3.Entscheidungskalkül bei Sicherheit Bei Entscheidungsrechnungen bei Unsicherheit sind Gemeinkosten auch potentiell entscheidungsrelevant Dies müßte bei entsprechenden Sonderrechnungen berücksichtigt werden

59 12.59 Diskussion (2) 4.Eignung der REDR als Entscheidungsrechnung für alle Entscheidungen fraglich Grundsätzlich Problem des optimalen Komplexionsgrades von Entscheidungsrechnungen Zeitliche Verbundeffekte nicht berücksichtigt Sie sollten aber zumindest bei Entscheidungen mit langfristigem Charakter berücksichtigt werden Wenn ein einheitliches Rechensystem installiert werden soll, dann doch gerade um auch langfristige Aspekte zu berücksichtigen Es müßten ex ante Grundrechnungen aller entscheidungsrelevanter Perioden aufgestellt werden, damit zeitliche Interdependenzen berücksichtigt würden (allerdings würde dann auch wieder das Interdependenzproblem auftreten, denn welche Mengen werden heute und in Zukunft gefertigt?) Wirtschaftlichkeit von Totalmodelle fraglich

60 12.60 Beispiel zur heterogenen Kostenverursachung Hier werden werden zur anteiligen Zurechnung auf die Produkte zwei Annahmen benötigt: n(Optimale) Losgröße ist bekannt n(Optimale) Fertigungsreihenfolge ist bekannt Zurück

61 12.61 Direkte Bezugsgrößen mit einfacher Funktion Die aufgeführten Bezugsgrößen eignen sich nur für die Planung und Kontrolle innerhalb der Kostenstelle, nicht zur Produktkalkulation Dazu können z.B. Zuschlagsätze berechnet werden, analog zum Vorgehen bei der traditionellen Zuschlagskalkulation Ansonsten Verrechnung Zurück

62 12.62 Beispiel zur Kostenträgerstückrechnung(1) n Produkt durchläuft nacheinander drei Fertigungsstellen F1, F2, F3 n MEK =30SEK Fertigung (Vertrieb) = 10 (5) n F1: heterogene Kostenverursachung => Bezugsgrößen: Fertigungsstunden, Rüststunden Kalkulationssätze:2 GE je Fertigungsstunde 1 je Rüststunde Produktdaten:4 Fertigungsstunden 0,3 Rüststunden n F2: homogene Kostenverursachung => Bezugsgröße: Fertigungsstunden Kalkulationssatz:2 GE je Fertigungsstunde Produktdaten:2 Fertigungsstunden n F3: homogene Kostenverursachung => Bezugsgröße: Fertigungsstunden Kalkulationssatz:6 GE je Fertigungsstunde Produktdaten:2,5 Fertigungsstunden

63 12.63 Beispiel zur Kostenträgerstückrechnung(2) n Variable MGK werden auf Basis der variablen MEK zugerechnet, Zuschlagssatz (10%) n Variable Verwaltungs- und Vertriebskosten werden auf Basis der Grenzherstellkosten verrechnet, Zuschlagsatz 20% (10%) Zurück


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