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Praktische Erfahrungen zur medizinischen Versorgung erwachsener Menschen mit Behinderung 29.Mai 2015 /Fachtagung "Gesundheitsversorgung von Menschen mit.

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1 Praktische Erfahrungen zur medizinischen Versorgung erwachsener Menschen mit Behinderung 29.Mai 2015 /Fachtagung "Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung" - Dr. Almut Schultz

2 Fragebogen 1.Wie schätzen Sie die ambulante medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung in MV ein? Was ist gut und hat sich bewährt? Welche Probleme gibt es? 2.Krankenhausaufenthalte von Menschen mit Behinderung – gute Erfahrungen – Probleme und Konflikte ! Wie erfolgt die Begleitung des behinderten Menschen im Krankenhaus? 3.Beschreiben Sie konkrete Beispiele für positive und negative Erfahrungen in der medizinischen Versorgung! 29.Mai 2015 /Fachtagung "Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung" - Dr. Almut Schultz

3 1. Wie schätzen Sie die ambulante medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung in MV ein? Was ist gut und hat sich bewährt? Welche Probleme gibt es?  Starke Abhängigkeit vom jeweils behandelnden Arzt  Teilweise fehlendes Verständnis bei Sprechstundenmitarbeitern  Gleiche Wartezeiten wie bei Menschen ohne Behinderung  Diagnoseverfahren oft schwierig, da die Untersuchungen z. T. auf Mitwirkung des Patienten bzw. auf das Verstehen der Abläufe angelegt sind  Überweisungen zu speziellen Fachärzten für eingehendere Untersuchungen werden nicht in jedem Fall ausgestellt  Ohne Begleitung gestalten sich Untersuchungen problematisch Trotzdem wird den Ärzten oft Verständnis und Einfühlungsvermögen bescheinigt! 29.Mai 2015 /Fachtagung "Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung" - Dr. Almut Schultz

4 2. Krankenhausaufenthalt von Menschen mit Behinderungen  Gute Erfahrungen: im Wesentlichen abhängig vom Personal, es werden gute und umfassende Diagnostik und medizinische Versorgung genannt;  Probleme und Konflikte: Pflegepersonal oft nicht ausreichend geschult und zeitlich zu stark eingebunden, um auf die speziellen Bedürfnisse eines Menschen mit Behinderung, insbesondere mit einer geistigen Behinderung eingehen zu können (Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, Toilettengang/Windelwechsel, Betten mit Gitter u. a. )  Wie erfolgt die Begleitung?: im Wesentlichen durch einen Angehörigen, Notwendigkeit der Mitaufnahme einer Begleitperson wird zunehmend erkannt, ist aber noch nicht in jedem Fall selbstverständlich 29.Mai 2015 /Fachtagung "Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung" - Dr. Almut Schultz

5 3. Beschreiben Sie konkrete Beispiele für positive und negative Erfahrungen in der medizinischen Versorgung!  Positive Erfahrungen: bei Behandlungen unter Narkose wurde den Narkoseärzten (genannt wurden Augen- und Zahnbehandlungen) ein großes Einfühlungsvermögen bescheinigt, die Erfahrungen der Angehörigen werden berücksichtigt!  Negative Erfahrungen: lange Wartezeiten, Bereitschaftsärzte (an den Wochenenden) scheinen mit Menschen mit Behinderung, insbesondere geistiger Behinderung überfordert zu sein, in Einzelfällen erfolgen solche Aussagen wie „solche Leute behandeln wir nicht“ u. ä. 29.Mai 2015 /Fachtagung "Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung" - Dr. Almut Schultz

6 Lorenz, 29 Jahre Diagnose: Trisomie 9p, starke kognitive Beeinträchtigungen lebt im Elternhaus, arbeitet in einer WfbM  Hausärztliche Versorgung wird als schwierig eingeschätzt, keine Mitwirkung des Hausarztes zur Feststellung des Testosteronwertes, obwohl durch Endokrinologin Notwendigkeit bestätigt wird;  Nach einem Sturz – das Gehen war nicht mehr möglich - erfolgte erst nach dreimaligem Aufsuchen der Notaufnahme im Stift Bethlehem LWL die stationäre Aufnahme, der darauf folgende 14-tägige Aufenthalt wird als positiv eingeschätzt  Bei einer starken Entzündung der Nasenaußenseite (Furunkel?) wurde in der chirurgischen Ambulanz in LWL die Behandlung abgelehnt, durch eine Antibiotikum-Behandlung in den HELIOS-Kliniken SN trat Linderung ein;  Die orthopädische Versorgung in LWL wird für Lorenz als gut eingeschätzt, schnelle Terminvergabe, keine Wartezeiten! 29.Mai 2015 /Fachtagung "Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung" - Dr. Almut Schultz

7 Stefanie, 35 Jahre, Diagnose: frühkindlicher Hirnschaden, schwerstmehrfach behindert, lebt bei ihrer Mutter, wird tagsüber in der Fördergruppe einer WfbM betreut  positive Erfahrung mit dem Stift Bethlehem LWL bei Verletzung am Knie und bei Gallensteinen – keine Wartezeit in der Notaufnahme und anschließende gute Versorgung bei Mitaufnahme der Mutter,  negative Erfahrung mit der HNO-Abteilung der HELIOS-Kliniken in SN (Abszess im Hals) – eine Mitaufnahme der Mutter wurde abgelehnt, dementsprechend schlecht war die Versorgung der Patientin hinsichtlich ihrer Behinderung (Windelwechsel in der Nacht, Gliedmaßen nicht zugedeckt u. a. )  Zusätzlich wird angemerkt: die Versorgung mit Inkontinenzmaterial wird zu knapp berechnet (5Pampers/Tag); die Versorgung von Hilfsmitteln für die häusliche Pflege erfolgt nach Aktenlage und nicht danach, was gerade benötigt wird bzw. repariert werden muss (statt neuen Bezug wir den Wannenlift-Lieferung eines neuen Liftes!!) 29.Mai 2015 /Fachtagung "Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung" - Dr. Almut Schultz


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