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H e B I SH e B I S 1 Herzlich willkommen zum Workshop RAK-Musik 2003 13. Mai 2004 Universität Frankfurt Referentin: Rita Albrecht, HeBIS-Verbundzentrale.

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1 H e B I SH e B I S 1 Herzlich willkommen zum Workshop RAK-Musik Mai 2004 Universität Frankfurt Referentin: Rita Albrecht, HeBIS-Verbundzentrale

2 H e B I SH e B I S 2 Agenda  Organisatorische Hinweise  Historie der RAK-Musik 2003  Die wichtigsten Neuregelungen und Änderungen in den RAK-Musik 2003  HeBIS-Verbundanwendung und Beispiele  Frage- und Diskussionsrunde  Mittagspause  Diskussion der Alternativregelungen im Regelwerk  Festlegungen für den HeBIS-Verbund  Unterstützung der Katalogisierung durch die Deutsche Nationalbibliografie, Reihe M in der HeBIS-Datenbank  Feedbackrunde

3 H e B I SH e B I S 3 Organisatorisches  Mittagessen  Kaffeepausen  Toiletten  Unterlagen / Handouts

4 H e B I SH e B I S 4 Historie der RAK-Musik 2003 (I)  Erstes Sonderregelwerk im Rahmen der RAK überhaupt  Vorabdrucke 1981 und 1983  Autorisierte Ausgabe 1986  Schwächen: wesentliche Lücken und damit weiterer Regelungsbedarf (Ergänzungen, Präzisierungen)  Überarbeitete Ausgabe 1997 mit gravierenden Änderungen, insbesondere bei der Haupteintragung (nicht mehr mit dem EST)  Belange öffentlicher Büchereien und Bibliotheken mit starkem Gewicht berücksichtigt  Schwäche: viele Alternativ- und Fakultativregelungen, die insbesondere in Verbünden schwierig zu handhaben waren  RAK-Musik 1997 findet bei den großen Musikbibliotheken/ Musiksammlungen (Deutsches Musikarchiv, Staatsbibliothek zu Berlin, Bayerische Staatsbibliothek) keine Akzeptanz und wird nicht angewandt

5 H e B I SH e B I S 5 Historie der RAK-Musik 2003 (II)  Katalogisierungspraxis für Musikalien läuft in Deutschland zusehends auseinander  DMA / DDB als Datendienstleister kommt zusehends unter Druck, da die Daten nicht kundengerecht geliefert werden  Konferenz für Regelwerksfragen sah bereits 1999 die Notwendigkeit zu einer grundlegenden Neubearbeitung und für Sofortmaßnahmen  "Göttinger Harmonisierungsgespräch" im April 2000 mit neutralem Moderator benannte die zentralen strittigen Fragen und zeigte Lösungsansätze auf  Standardisierungsausschuss erteilt am offiziellen Auftrag zur Umsetzung der Lösungsansätze des Göttinger Gespräches  Sacharbeit über etliche Monate in einem Expertenteam (Leitung: Arbeitsstelle für Standardisierung) und unter Rückkopplung an die Expertengruppe Formalerschließung

6 H e B I SH e B I S 6 Historie der RAK-Musik 2003 (III)  Wegen Beschluss über den Umstieg auf internationale Regelwerke und Formate vom : keine AACR2 zuwider laufenden Regelungen in der Revision; Orientierung an AACR2 in strittigen Fällen erwünscht  Angleichung an RAK-NBM soweit nötig und möglich  Es sollen die Interessen von Bibliotheken/Musiksammlungen jeder Größe und jedes Spezialisierungsgrades sowie der Verbünde Berücksichtigung finden  : Entscheidungsreife Vorlage im Standardisierungs- ausschuss zum öffentlichen Stellungnahmeverfahren freigegeben  – : Öffentliches Stellungnahmeverfahren  Oktober 2003: Standardisierungsausschuss beschließt im Umlaufverfahren endgültig die neuen "Regeln für die alphabetische Katalogisierung von Ausgaben musikalischer Werke"  Februar 2004: Veröffentlichung und Inkraftsetzung

7 H e B I SH e B I S 7 RAK-Musik 2003 Die wichtigsten Neuerungen und Änderungen in der revidierten Regelwerksausgabe

8 H e B I SH e B I S 8 Neue Titelfassung Regeln für die alphabetische Katalogisierung von Ausgaben musikalischer Werke  Regeln gelten umfassend für Musikdrucke, Tonträger, Bildtonträger, Mikroformen, Medienkombinationen und neu Elektronische Ressourcen, soweit sie musikalische Werke enthalten / wiedergeben

9 H e B I SH e B I S 9 Allgemeine Materialbenennung  Die allgemeine Materialbenennung wird für die Katalogisierung von Ausgaben musikalischer Werke neu eingeführt.  Die AMB steht unmittelbar hinter dem Hauptsachtitel.  Die AMB wird ohne einleitendes Deskriptionszeichen in eckigen Klammern angegeben.  Folgende Benennungen werden als AMB verwendet:  Musikdruck  Tonträger  Bildtonträger  Medienkombination  Mikroform  Elektronische Ressource §§ M 131a / 114,a,1

10 H e B I SH e B I S 10 Allgemeine Materialbenennung  ACHTUNG !!!  Bei Sekundärausgaben wird nicht die allgemeine Materialbenennung der Primärausgabe, sondern diejenige der Sekundärausgabe verwendet!  Die Katalogisierung von Sekundärausgaben von Werken der Musik erfolgt ebenfalls nach den RAK-Musik!  Diese Praxis weicht von den Regeln der RAK-NBM ab! §§ M 131a / 3a,5,Anm.

11 H e B I SH e B I S 11 Allgemeine Materialbenennung  ACHTUNG !!!  Sind für eine Vorlage zwei Materialbenennungen zutreffend  Wird gemäß RAK-NBM diejenige angegeben, die die Speicherform bezeichnet Beispiel: AMB [Elektronische Ressource] für eine Video-CD  Diese Regel wurde nicht auf die RAK-Musik 2003 übertragen!  Die Zuordnung ist somit unklar und sollte im Verbund festgelegt werden! §§ NBM 131a, Anm. / M 131a

12 H e B I SH e B I S 12 HeBIS-Praxis  Die allgemeine Materialbenennung wird in doppelter eckiger Klammer unmittelbar hinter dem Hauptsachtitel angegeben. Mögliche Zusätze zum HST, Paralleltitel etc. folgen immer erst dahinter!  Die doppelte eckige Klammer ist notwendig, damit die AMB in das richtige Subfeld innerhalb der HeBIS-Kategorie 4000 gesteuert und damit später im (Verbund)OPAC richtig dargestellt werden kann.

13 H e B I SH e B I S 13 Beispiele  4000 Symphonie in d-Moll [[Musikdruck]] : für großes Orchester ; op. 44 / Robert Volkmann  4000 "Du, o schönes Weltgebäude" [[Musikdruck]] : chorale cantata ; (TVWV 1:394) ; for oboes/oboe d'amore I & II, flute I & II, violin I & II, viola, violoncello, bass, SATB soloists, chorus & b.c. = (O world, alluring edifice) / Georg Philipp Telemann. Ed. by Ann Kersting- Meuleman  4000 Pariser Quartette Nr. 1-6 für Flöte, Violine, Viola da Gamba/Violoncello und Basso continuo [[Tonträger]] = Quatuors parisiens n° 1-6 pour flûte, violon, viole de gambe/violoncelle et basse continue / Georg Philipp Telemann  4000 Klaviersonaten op. 49/1, 2 [[Musikdruck]] = Piano sonatas op. 49/1, 2 = Sonates pour piano op. 49/1, 2 / Ludwig van Beethoven. Nach den Quellen hrsg. von Peter Hauschild. Fingersätze und Hinweise zur Interpretation von Leonard Hokanson

14 H e B I SH e B I S 14 Physische Beschreibung  Ersetzt bei Nichtbuchmaterialien den bei Druckwerken üblichen "Kollationsvermerk"  Besteht aus folgenden Angaben:  Umfang der Vorlage  Spezifische Materialbenennung  Ergänzende Angaben zum Medium wie Technisches System, Spieldauer, Dateiumfang etc.  Sonstige physische und technische Angaben (z.B. Angaben zur Farbigkeit, zum Ton, zum Aufnahme- und Wiedergabeverfahren usw.)  Format, soweit es nicht nur einen einzigen Standard gibt, bzw. Maßangaben  Begleitmaterialien und deren physische Form  Im Detail neu an RAK-NBM angepasst §§ M

15 H e B I SH e B I S 15 HeBIS-Praxis  Die erforderlichen Angaben werden auf folgende Kategorien verteilt:  4060: Anzahl der physischen Einheiten und spezifische Materialbenennung (Eventuell weitere Angaben)  4061: Physische und technische Angaben  4062: Format, Maßangaben  4063: Begleitmaterial

16 H e B I SH e B I S 16 Beispiele  CD  4061 stereo, DDD  cm  4063 Beih. **********************************************************************************  DVD-Video (NTSC, Ländercode 1, 135 Min.)  4061 farb., mit Ton, Dolby digital 5.1 Surround, DRSS  4063 Beih. (12 S. : Ill.) **********************************************************************************  CDs in Box  4061 ADD, digitally remastered  cm  4063 Beih. 7 CDs in Box : ADD, digitally remastered ; 12 cm : Beih. 1 CD : stereo, DDD ; 12 cm : Beih. 1 DVD-Video (NTSC, Ländercode 1, 135 Min.) : farb., mit Ton, Dolby digital 5.1 Surround, DRSS : Beih. (12 S.: Ill.)

17 H e B I SH e B I S 17 Fußnoten  Neu aus RAK-NBM übernommen: Angabe der Systemvoraussetzungen bei elektronische Ressourcen auf Datenträgern und im Fernzugriff.  Neu aus RAK-NBM übernommen: Angaben zu den Nutzungsbedingungen bei elektronischen Ressourcen (z.B. "Lizenzpflichtig").

18 H e B I SH e B I S 18 Medienkombinationen  In der Revision nun komplett an NBM angepasst.  Als Medienkombination wird ein Werk bezeichnet, in dem zwei oder mehr Medien verschiedener Materialarten unter einem Gesamttitel vereinigt sind.  Eine Medienkombination wird stets als mehrteiliges Werk behandelt.  Medienkombinationen erhalten die AMB [Medienkombination].  Bei Medienkombinationen wird auf die Angabe der spezifischen Materialbenennung verzichtet.  Die spezifische Materialbenennung wird – ggf. in Kombination mit einer Zählung – zur Bezeichnung der Teile benutzt.  Ist die spezifische Materialbenennung bereits Bestandteil der Benennung der Teile, so wird auf die Aufführung in der Beschreibung des Teils verzichtet, außer, wenn eine Angabe über die Anzahl der physischen Einheiten gemacht werden soll. §§ M 3b / 13a / 150 Anm. / 166,2 / 168,1

19 H e B I SH e B I S 19 HeBIS-Praxis  Kombinationen unterschiedlicher Materialarten werden im HeBIS- Verbund nach rein formalen Kriterien gemäß der grundsätzlichen Bestimmungen des § M 3b,1 als Medienkombination behandelt und katalogisiert.  Der übergeordnete Satz (c-Satz) erhält in Kategorie 0500, Position 1 die Kodierung Z (= multimedial).  Der übergeordnete Satz (c-Satz) erhält die AMB [[Medienkombination]].  Die einzelnen Teile erhalten keine AMB.  Wenn die Anzahl der physischen Einheiten des Teils einer Medienkombination "1" ist, ist es dem Katalogisierer frei gestellt, Anzahl und spezifische Materialbenennung (z.B. 1 CD) in der Beschreibung des Teils wiederzugeben. Mehr als 1 Einheit: Pflichtangabe!

20 H e B I SH e B I S 20 Beispiele 2 Tonkassetten

21 H e B I SH e B I S 21 Beispiele  c-Satz 0500 Zcu XX 1140 m 1500 /1ger schmeckt wie Himbeereis [[Medienkombination]] / [Musik:] Ludger Edelkötter. [Text:] Jutta Richter 4030 Drensteinfurt : Impulse-Musikverl. {[u.a.]

22 H e B I SH e B I S 22 Beispiele  f-Satz Mfu $ c /1ger #liedheft#! !Edelkötter, Ludger: schmeckt wie Himbeereis / [Musik:] Ludger Edelkötter. [Text:] Jutta Richter. - Drensteinfurt : Impulse-Musikverl. {[u.a.] 4004 *Liedheft* S Ill.

23 H e B I SH e B I S 23 Beispiele  f-Satz Gfu $ P /1ger 2301 IMP #tonkassette 11#! !Edelkötter, Ludger: schmeckt wie Himbeereis / [Musik:] Ludger Edelkötter. [Text:] Jutta Richter. - Drensteinfurt : Impulse- Musikverl. {[u.a.] 4004 *Tonkassette 1* Tonkassette  fakultativ 4061 stereo

24 H e B I SH e B I S 24

25 H e B I SH e B I S 25 Haupteintragung  Die Haupteintragung für eine Ausgabe eines musikalischen Werkes erhält  ein Komponist  ein Interpret  ein Urheber  ein Sachtitel  mit bzw. unter dem Hauptsachtitel.  Im Grundsatz ist dies keine Änderung gegenüber den RAK-Musik 1997 (Neu eingeführt: Interpret  dazu gleich mehr)! § M 701

26 H e B I SH e B I S 26 Haupteintragung  ALTERNATIVBESTIMMUNG NEU GEMÄSS RAK-MUSIK 2003:  Ausgaben, für die ein Einheitssachtitel zu bestimmen ist, erhalten jedoch die Haupteintragung mit diesem Einheitssachtitel.  ALTERNATIVBESTIMMUNG ALT GEMÄSS RAK-MUSIK 1997:  Die Haupteintragung mit dem Einheitssachtitel war ebenfalls vorgesehen, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen:  in Katalogen, die ausschließlich Werke der Musik verzeichnen  zur Wahrung der Katalogkonsistenz § M 701

27 H e B I SH e B I S 27 HeBIS-Praxis  wird am Nachmittag diskutiert und festgelegt

28 H e B I SH e B I S 28 Interpretengebundene Musik  Als "interpretengebunden" gilt Musik des Pop, Rock, Jazz, der Volksmusik etc.  Hauptsächlich betroffene Materialarten: Tonträger und Bildtonträger  Grundregel: Die Haupteintragung wird unter dem Namen des einzigen, ersten oder besonders hervorgehobenen Interpreten gemacht.  Weitere Interpreten sowie der Sachtitel erhalten eine Nebeneintragung.  Bei Coverversionen erhält der ursprüngliche Interpret zusätzlich eine Nebeneintragung, wenn er im Sachtitel oder im Zusatz zum Sachtitel genannt ist. § M 697,1

29 H e B I SH e B I S 29 Beispiele Feels like home [[Tonträger]] / Norah Jones CD... HE unter Interpretin

30 H e B I SH e B I S 30 Beispiele ! !Beatles 4000 Let it be... naked [[Tonträger]] / The Beatles CDs... HE unter Interpreten (Körperschaft)

31 H e B I SH e B I S 31 Beispiele Midler, Bette 3030 Clooney, Rosemary 4000 Bette Midler sings the Rosemary Clooney songbook [[Tonträger]] CD... Zusätzliche NE unter der früheren Interpretin

32 H e B I SH e B I S 32 Beispiele Bridgewater, Dee Dee 3001 Weill, Kurt 4000 Dee Dee Bridgewater sings Kurt Weill live at North Sea Jazz [[Bildtonträger]] DVD-Video... Komponist erhält eine zusätzliche NE

33 H e B I SH e B I S 33 Interpretenangabe  Bei interpretengebundener Musik:  Aufführung der Interpreten (Personen oder Körperschaften), die eine Haupt- oder Nebeneintragung erhalten, in der Verfasserangabe  Bei klassischer Musik (Beteiligung an einer bestimmten Aufführung, Ausführung oder Interpretation):  Aufführung der Interpreten, die eine Nebeneintragung erhalten, in einer Fußnote  Die Fußnote wird eingeleitet durch "Interpr.:" oder "Interpr. u.a..:"  Die Aufführung der Interpreten erfolgt vorlagegemäß inklusive der in der Vorlage genannten Funktion oder Rollenbezeichnung.  Mehrere Interpreten werden durch Punkt, Spatium (. ) getrennt. §§ M 136,1 / 162,8

34 H e B I SH e B I S 34 Nebeneintragungen Interpreten  Verbindlich:  Nebeneintragungen von bis zu 3 Personen als Interpreten  Nebeneintragungen von bis zu 3 Körperschaften als Interpreten  Fakultativ:  Nebeneintragungen von weiteren Personen als Interpreten  Nebeneintragungen von weiteren Körperschaften als Interpreten §§ M 603,4 / 647

35 H e B I SH e B I S 35 HeBIS-Praxis  Nebeneintragungen für Interpreten in Kategorie  303X für Personen  314X für Körperschaften (GKD-Verknüpfung)  Aufführung von Interpreten in einer Fußnote in Kategorie  4201 (unaufgegliederte Fußnoten)  oder  4223 (Spezifische Fußnote für Interpreten)  wird am Nachmittag noch diskutiert

36 H e B I SH e B I S 36 Beispiele [Klar] 3031 [Dir.] 3140 ! !Academy of Saint Martin-in-the-Fields 3211 Konzerte, Klar Orch / Ausw Klarinettenkonzerte [[Tonträger]] = Clarinet concertos = Concerts pour clarinette / Johann & Carl Stamitz Interpr.: Sabine Meyer [Klar]. Academy of St. Martin in the Fields. Iona Brown [Dir.]

37 H e B I SH e B I S 37 Beispiele [Violetta] 3031 [Alfredo] 3032 [Père Germont] 3033 [Dir.] 3140 ! !Royal Opera House Covent Garden / Orchestra 3141 ! !Royal Opera House Covent Garden / Chorus 4000 [[Bildtonträger]] / Verdi Interpr. u.a.: Angela Gheorghiu [Violetta]. Frank Lopardo [Alfredo]. Leo Nucci [Père Germont]. Orchestra & Chorus of The Royal Opera House, Covent Garden. Georg Solti [Dir.]

38 H e B I SH e B I S 38 Interpretenporträts  Keine besonderen Regelungen für die Aufführung in der bibliographischen Beschreibung sowie die Entscheidung über Haupt- und Nebeneintragung unter dem/den Interpreten bei Interpretenporträts  Ist der Name des Interpreten grammatisch mit dem Sachtitel verbunden, wird er als Bestandteil des Sachtitels angegeben.  Bei Interpretenporträts ist die Sachaussage des Titels ohne den Namen des Interpreten in vielen Fällen nicht aussagekräftig genug. In diesen Fällen wird der Name des Interpreten als Bestandteil des Sachtitels angegeben.  Im Zweifelsfall wird angenommen, dass der Interpretenname zur Sachaussage gehört. § M 128,2

39 H e B I SH e B I S 39 Beispiele [Mezzosopr] 3031 [Dir.] 3140 ! !Mahler Chamber Orchestra 4000 Magdalena Kožená – french arias [[Tonträger]] Interpr.: Magdalena Kožená [Mezzosopr.]. Mahler Chamber Orchestra. Marc Minkowski [Dir.] Interpretin = Bestandteil der Sachaussage des HST

40 H e B I SH e B I S 40

41 H e B I SH e B I S 41 Einheitssachtitel  Ein Einheitssachtitel wird bestimmt, um alle Ausgaben eines Werkes mit unterschiedlichen Sachtiteln identifizieren und an einer Stelle im Katalog nachweisen zu können.  Zu Einheitssachtiteln werden bestimmt:  Individuelle Benennungen für die Werke oder  Musikalische Form- und Gattungsbegriffe mit zusätzlichen musikspezifischen formalen Angaben § M 504

42 H e B I SH e B I S 42 Individuelle Benennungen als EST  Für die Bestimmung der individuellen Benennung von Verfasserwerken als Einheitssachtitel werden folgende Nachschlagewerke in der angegebenen Reihenfolge herangezogen: 1.Das für den Komponisten maßgebliche Werkverzeichnis gemäß Anlage M 9 2.The New Grove Dictionary of Music and Musicians (2.ed) 3.Die Musik in Geschichte und Gegenwart (2., neubearb. Aufl.) 4.Andere geeignete Nachschlagewerke  Ist eine individuelle Benennung in diesen Nachschlagewerken nicht nachweisbar, wird der Titel der ersten Ausgabe verwendet.  Weitere Detailfragen in § 505, 2-7 § M 505

43 H e B I SH e B I S 43 Anlage M 9  Neue Werkverzeichnisse wurden aufgenommen für:  Adlgasser, Anton Cajetan  Carulli, Ferdinando  Danzi, Franz  Fasch, Johann Friedrich  Giuliani, Mauro  Gruber, Franz Xaver  Hensel, Fanny  Koželuch, Leopold  Weggefallen ist das Werkverzeichnis für:  Bruch, Max  Locatelli, Pietro Antonio  Molter, Johann Melchior  Mysliveček, Josef  Quantz, Johann Joachim  Saint-Saëns, Camille  Stravinsky, Igor  Vaňhal, Jan Křtitel

44 H e B I SH e B I S 44 Beispiele  Vorlage 1:  W.A. MOZART  Figaros Hochzeit  Vorlage 2:  Mozart  Die Hochzeit des Figaro  Vorlage 3:  Wolfgang Amadeus Mozart  The marriage of Figaro  Einheitssachtitel: Le nozze di Figaro

45 H e B I SH e B I S 45 Formalsachtitel als EST  Formalsachtitel werden gebildet  für Einzelwerke eines Komponisten, wenn deren Benennung aus musikalischen Form- oder Gattungsbegriffen sowie weiteren formalen musikspezifischen Angaben besteht oder wenn sie im maßgeblichen Werkverzeichnis als Werkgruppe unter einem Form- oder Gattungsbegriff aufgeführt sind, auch wenn individuelle Benennungen vorliegen  für die Gesamt- und Teilausgaben der Werke eines Komponisten § M 507,1

46 H e B I SH e B I S 46 Formalsachtitel als EST  Die Formalsachtitel werden gebildet  aus musikalischen Form- oder Gattungsbegriffen (meist im Plural) gemäß Anlage M 10  sowie folgenden zusätzlichen Angaben  Besetzung gem. Anlage M 4aund/oder  Zählung eines Werkverzeichnisses oder  Opus-Angabe oder  Zählung einer Werkgruppe oder  Sonstige Zählungoder  Tonart oder  Entstehungsjahr bzw. Jahr der Erstveröffentlichung.  Trennung der Bestandteile jeweils durch Komma, Spatium §§ M 507,2 / 508 / 509

47 H e B I SH e B I S 47 Anlage M 10  Die Liste der verbindlichen Form- und Gattungsbegriffe zur Bildung des Formalsachtitels wurde stark überarbeitet; auch der versierte Musikkatalogisierer muss nachschauen und kann sich nicht auf die bisherige Praxis verlassen!  Geändert z.B.:  Bolerosstatt früher Bolero  Quadrillenstatt früher Quadrille  Saltarellistatt früher Saltarellos  Fauxbordonweggefallen  Pesnineu  Pezzineu 

48 H e B I SH e B I S 48 Anlage M 4a  Anlage M 4a listet die Abkürzungen von Instrumenten, Instrumentengruppen und Vokalstimmen für die Bildung von Formalsachtiteln und besteht jetzt neu aus zwei Teilen:  M 4a.1Instrumente  M 4a.2Vokalstimmen  Für die Besetzungsangabe im Einheitssachtitel/Formalsachtitel werden die jeweiligen Abkürzungen der Instrumente / Instrumentengruppen / Vokalstimmen in der Reihenfolge der Partitur verwendet.

49 H e B I SH e B I S 49 Anlage M 4a  Instrumentenliste neu alphabetisch geordnet  In die Instrumentenliste wurden neue aufgenommen auch Instrumentengruppen wie Bassinstrumente, Tasteninstrumente, Ensemble oder Streichorchester  Neue Instrumente: Synthesizer, Zither  Neue Abkürzungen für Xylophon und Vibraphon  Weggefallen: eigene Abkürzung für die Oboe d'amore  Liste mit Vokalstimmen neu aufgenommen, enthält sowohl  Solostimmen wie Bariton, Countertenor, Sopran, Sprechstimme usw. als auch  Vokalgruppen wie Frauenchor, Kinderchor, Chor usw.

50 H e B I SH e B I S 50 Beispiele  Vorlage 1:  Joseph Haydn  Sinfonie Nr. 45 in fis-moll (Abschiedssinfonie)  Einheitssachtitel: Sinfonien, H 1,45  Vorlage 2:  Benjamin Britten  Symphony for cello and orchestra  Op. 68  Einheitssachtitel: Sinfonien, Vc Orch, op. 68

51 H e B I SH e B I S 51 Formalsachtitel bei Sammlungen  Eine Gesamtausgabe aller Werke eines Komponisten erhält als Einheitssachtitel: Werke  Eine Teilausgabe der Werke eines Komponisten erhält – soweit kein gemeinsamer Form- oder Gattungsbegriff vorliegt – als Einheitssachtitel: Werke, Besetzungsangabe gem. Anlage M 4a  Neu: Eine Teilausgabe der Werke eines Komponisten erhält – soweit keine gemeinsamer Form- und Gattungsbegriff vorliegt und keine Besetzungsangabe gemäß Anlage M 4a gemacht werden kann – als Einheitssachtitel: Werke, VokalmusikTasteninstrumente ChormusikZupfinstrumente BlasinstrumenteKammermusik StreichinstrumenteInstrumentalmusik § M 509

52 H e B I SH e B I S 52 Formalsachtitel bei Sammlungen  Eine Teilausgabe der Werke eines Komponisten gleicher Form oder Gattung erhält den Einheitssachtitel: Form-/Gattungsbegriff, Besetzungsangabe  Liegt nur ein Teil der Werke gleicher Form oder Gattung vor, erhalten diese den Einheitssachtitel: Form-/Gattungsbegriff + Besetzungsangabe / Ausw.  Eine Teilausgabe der Werke eines Komponisten, für die weder eine einheitliche Form oder Gattung noch eine einheitliche Besetzung bestimmt werden kann, erhält den Einheitssachtitel: Werke / Ausw.  Eine Teilausgabe der Werke eines Komponisten ohne einheitliche Form, Gattung und Besetzung, die zusätzlich in einer Bearbeitung von fremder Hand vorliegt, erhält den Einheitssachtitel: Werke / Ausw. Arr. § M 509

53 H e B I SH e B I S 53 Beispiele  Vorlage 1:  Franz Schubert  Neue Ausgabe sämtlicher Werke  Einheitssachtitel: Werke  Vorlage 2:  Frédéric Chopin  Die Werke für Klavier  Einheitssachtitel: Werke, Kl  Vorlage 3:  Mozart  Complete Wind Music  Einheitssachtitel: Werke, Blasinstr.

54 H e B I SH e B I S 54 Einheitssachtitel bei Zyklen  Vollständige Ausgaben von Zyklen: Bildung des Einheitssachtitels wie bei Einzelwerken.  Bei einigen ehemals als Zyklen behandelten Kompositionen von Telemann und Vivaldi, die heute nicht mehr als solche in den maßgeblichen Werkverzeichnissen verzeichnet sind, werden gemäß Anlage M 11 (neu) weiterhin die ehemaligen Zyklen-Titel zur Bildung des Einheitssachtitels herangezogen.  Für Teile von Zyklen wird der Einheitssachtitel entweder  mit dem Titel des Zyklus sowie einer Ordnungshilfe mit der Benennung des Teils oder  mit dem Titel des Zyklus und einer Untergliederung der Opus- oder Werkzählung gebildet.  Zwei oder mehr Teile eines Zyklus erhalten den Einheitssachtitel des Zyklus mit dem Zusatz "/ Ausw." § M 513

55 H e B I SH e B I S 55 Beispiele  Vorlage 1:  Friedrich Smetana  Mein Vaterland  Einheitssachtitel: Má vlast  Vorlage 2:  Friedrich Smetana  Die Moldau  Symphonische Dichtung aus "Mein Vaterland"  Einheitssachtitel: Má vlast

56 H e B I SH e B I S 56 Beispiele  Vorlage 3:  Beethoven  Streichquartett Opus 18 Nr. 5  Einheitssachtitel: Quartette, Vl 1 2 Va Vc, op. 18,5  Vorlage 4:  Fünf Lieder  aus dem Liederzyklus "Die schöne Müllerin"  von Franz Schubert  Einheitssachtitel: Die schöne Müllerin / Ausw.

57 H e B I SH e B I S 57 Kein Einheitssachtitel  Ein Einheitssachtitel wird nicht bestimmt  für Werke zu Übungs- und Unterrichtszwecken  neu: für unabhängig veröffentlichte Kadenzen  neu: für Volksmusik und Werke der Sing- und Spielmusik  für Ausgaben interpretengebundener Musik  neu: für Liederbücher mit Noten, Songbooks, Sammlungen von populären Stücken oder Liedern und dgl.  neu: für Ausgaben der Musik zu einem Film  für Werke der außereuropäischen Musik  neu: für anonyme Werke  wenn dieser nicht aus der Vorlage, Werkverzeichnissen und gängigen Nachschlagewerken ermittelt werden kann. § 515

58 H e B I SH e B I S 58

59 H e B I SH e B I S 59 Unselbstständige Werke  Bei unselbstständig erschienenen Werken in Sammlungen und Sammelwerken besteht die generelle Wahl zwischen Nebeneintragungen und UW-Einheitsaufnahmen.  Bei  Sammlungen mit übergeordnetem Titel und Einheitssachtitel "Werke / Ausw.":  Sammlungen ohne übergeordneten Sachtitel  Begrenzten Sammelwerken ohne übergeordneten Titel  Begrenzten Sammelwerken mit übergeordnetem Titel  werden für bis zu 3 Werke obligatorisch Nebeneintragungen oder UW-Einheitsaufnahmen mit Sachtitel und EST gemacht  werden diese Werke (NE oder UW-EST) in einer Fußnote aufgeführt  Beispiel für UW-Katalogisierung in Anlage M 12 §§ M 621 / 623 / 624 / 708 / 162,8

60 H e B I SH e B I S 60 Anlage M 12  Aufnahme für das selbständige Werk:  Hoffmann, Ernst T. A.: Geistliche Kanzonen [Tonträger] : a cappella = Sacred canzoni / E. T. A. Hoffmann. - München : Koch International, CD : DDD ; 12 cm + Beih. - (Musica sacra)  Einheitssacht.: Kanzonen A Enth. außerdem: Messe d-Moll...  Aufnahme für das unselbständige Werk:  Hoffmann, Ernst T. A.: Messe d-Moll [Tonträger] / E. T. A. Hoffmann  Einheitssacht.: Messen, A 18  In: Geistliche Kanzonen / E. T. A. Hoffmann. - München, CD, Nr. 2 : DDD ; 12 cm + Beih.

61 H e B I SH e B I S 61 HeBIS-Praxis  Wenn Einheitsaufnahmen für die unselbstständigen Werke erstellt werden, werden folgende Kategorien verwendet:  4241 Verknüpfung des unselbstständigen Werkes zum selbstständigen via PPN  4070 /z Angaben zur Fundstelle im selbstständigen Werk (nur für monographisches Material)  Für Tonträger z.B /zCD 2, Nr.5 (3:51 Min.) /zNr /zKompaktkass. 3, Seite 2, Nr /zSchallplatte, Seite 1, Nr.7 (12:13 Min.)

62 H e B I SH e B I S 62 Beispiele Titel der ersten drei Werke: Johann Joachim Quantz: Concerto Es-Dur für Horn, Oboe, Streicher und Basso continuo. Jan Dismas Zelenka: Caprice F-Dur für zwei Hörner, zwei Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo ZWV 184. Johann David Heinichen: Concerto F-Dur für zwei Hörner, zwei Flöten, zwei Violinen, zwei Violen und Basso continuo.

63 H e B I SH e B I S 63 Beispiele – Variante mit NEs Johann 3011 Jan 3012 Johann 3030 [Dir.] 3140 ! !Cappella Sagittariana 3260 Concerto Es-Dur für Horn, Oboe, Streicher und Basso continuo 3261 Konzerte, Hr Ob Orch QV 5, Anh Caprice F-Dur für zwei Hörner, zwei Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo ZWV Capriccios, Orch ZWV Concerto F-Dur für zwei Hörner, zwei Flöten, zwei Violinen, zwei Violen und Basso continuo 3265 Konzerte, Hr 1 2 Orch F-Dur Fortsetzung auf Folie 64

64 H e B I SH e B I S 64 Beispiele – Variante mit NEs Fortsetzung von Folie Hornkonzerte am Sächsischen Hof [[Tonträger]] = Horn concertos at the Dresden court / Quantz Enth. u.a.: Concerto Es-Dur für Horn, Oboe, Streicher und Basso continuo / Johann Joachim Quantz [Einheitssacht.: Konzerte, Hr Ob Orch QV 5, Anh. 14]. Caprice F-Dur für zwei Hörner, zwei Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo ZWV 184 / Jan Dismas Zelenka [Einheitssacht.: Capriccios, Orch ZWV 184]. Concerto F-Dur für zwei Hörner, zwei Flöten, zwei Violinen, zwei Violen und Basso continuo / Johann David Heinichen [Einheitssacht.: Konzerte, Hr 1 2 Orch F-Dur] 4223 Interpr.:...

65 H e B I SH e B I S 65 Beispiele – Variante UW  Aufnahme für das Gesamtwerk: [Dir.] 3140 ! !Cappella Sagittariana 4000 Hornkonzerte am Sächsischen Hof [[Tonträger]] = Horn concertos at the Dresden court / Quantz CD Enth. u.a.: Concerto Es-Dur für Horn, Oboe, Streicher und Basso continuo / Johann Joachim Quantz. Caprice F-Dur für zwei Hörner, zwei Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo ZWV 184 / Jan Dismas Zelenka. Concerto F-Dur für zwei Hörner, zwei Flöten, zwei Violinen, zwei Violen und Basso continuo / Johann David Heinichen 4223 Interpr.:...

66 H e B I SH e B I S 66 Beispiele – Variante UW  Aufnahme für das erste unselbstständige Werk: 0500 Gou Johann 3030 [Hr] 3211 Konzerte, Hr Ob Orch QV 5, Anh Concerto Es-Dur für Horn, Oboe, Streicher und Basso continuo [[Tonträger]] / Johann Joachim Quantz 4070 /zNr. 1-3 (19:34 Min.) 4241 In:! ! Hornkonzerte am Sächsischen Hof 4223 Interpr. u.a.: Peter Damm, Horn  Entsprechende Einheitsaufnahmen für das zweite und dritte unselbstständige Werk...

67 H e B I SH e B I S 67 Alternativregeln  Im Regelwerkstext finden sich immer noch einige Alternativregelungen, die teilweise aus früheren Versionen übernommen wurden.  Alternativregelungen zielen oft auf die Bedürfnisse und Anforderungen öffentlicher Bibliotheken.  Alternativregelungen können u.U. aber auch als Einsparpotential für die Musikalienkatalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken herangezogen werden.  Überprüfung, Diskussion und Entscheidungen am Nachmittag!

68 H e B I SH e B I S und zum guten Schluss  "Die Bestimmungen für die Festlegung der Haupteintragungen und die Regeln für deren Ansetzung sind für alle Anwender der RAK-Musik verbindlich. Bibliotheksverbünde oder einzelne Bibliotheken, die keinem Verbund angehören, können aber für ihren Arbeitsbereich festlegen, dass in bestimmten Fällen mehr, weniger oder gar keine Nebeneintragungen gemacht werden. So können Spezialbibliotheken im Sinne einer tieferen Erschließung z.B. mehr Nebeneintragungen für unselbständige Werke und weitere beteiligte Personen machen. Auch im Bereich der bibliographischen Beschreibung besteht die Möglichkeit der erweiterten oder verkürzten Katalogisierung." Aus dem Vorwort

69 H e B I SH e B I S 69 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


Herunterladen ppt "H e B I SH e B I S 1 Herzlich willkommen zum Workshop RAK-Musik 2003 13. Mai 2004 Universität Frankfurt Referentin: Rita Albrecht, HeBIS-Verbundzentrale."

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