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Friedrich Fröbel (1826) Seminar: Arbeitsprojekt Fröbelpädagogik WS 09/10 Dozent: Ulf Sauerbrey Referenten: Franziska Haucke, Marco Schlothauer.

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1 Friedrich Fröbel (1826) Seminar: Arbeitsprojekt Fröbelpädagogik WS 09/10 Dozent: Ulf Sauerbrey Referenten: Franziska Haucke, Marco Schlothauer

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3 1. Fröbels Werk im Kontext 2. Die Entwicklungsstufen 3. Resümee

4 Historische Verortung Friedrich Wilhelm August Fröbel ( ) Zeitalter der Aufklärung (17. und 18. Jahrhundert) Kant(1783)- „Habe Mut, dich deinen eigenen Verstandes zu bedienen!“ Preußen ( ) bürgerlich-demokratische Revolution in Deutschland (1848) Repressionen fröbelscher Gedanken durch den Staat Preußen

5 DimensionOberbegriffBeispiele Dimension 1FachrichtungenAllgemeine ERZW, Schulpädagogik… Dimension 2FächerVorschulpädagogik, Spielpädagogik… Dimension 3Bildungs- Erziehungsfelder Sozialerziehung, Medienerziehung, Umwelterziehung, Friedenserziehung… Dimension 4ERZW-KonzeptePrinzipienwissenschaftliche Pädagogik, Geisteswissenschaftliche Pädagogik… Dimension 5Pädagogische Lehren Montessori-Pädagogik, Marxistische Pädagogik, Psychoanalytische Pädagogik… Dimension 6Pädagogische Grundvorgänge Erziehung, Bildung, Sozialisation… Dimension 7Benachbarte Disziplinen Psychologie, Soziologie, Anthropologie… Verortung in der Erziehungswissenschaft Die Struktur der Erziehungswissenschaft (Lenzen 2007)

6 Fröbels metaphysische Annahmen ein ewiges Gesetz ruht, wirkt, herrscht in allem im Äußeren (Natur) und Inneren (Geist) ruht, wirkt, herrscht dieses Gesetz Gott als Einheit liegt diesem Gesetz zu Grunde „In allem ruht, wirkt, herrscht Göttliches, Gott. […] Alle Dinge sind nur dadurch, daß Göttliches in ihnen wirkt. Das in jedem Dinge wirkende Göttliche ist das Wesen jedes Dingens.“ (Fröbel, 1826)

7 Fröbels Annahmen über die Erziehung Aufgabe des Menschen- „Selbstbestimmtheit“ Verhältnis Äußeres Inneres (z.B. äußerlich gute Kind) Erziehung soll behütend/schützend sein „Urzustand der Natürlichkeit“ (positives Menschenbild)

8 Fröbels Annahmen über die Erziehung die Form der Erziehung ist nicht Musterhaft die Form der Erziehung ist nachgehend Erziehung ist unwillkürlich und unterliegt einem ewig waltenden Gesetz (Zögling Gesetz Erzieher) Gesetz verbindet, vermittelt und stellt gleiche Ebene her

9 Fröbels Annahmen über die Erziehung Ziel und Zweck der Erziehung: Pflege des ursprünglich göttlichen Wesens im Menschen Ausbildung des Menschengeschlechts (Gattung Mensch) ist in der Ontogenese des Individuums präsent - Grundlage des Verstehens Mensch - Einheit, Einzelheit, Mannigfaltigkeit Schlussfolgerung: ganzheitliche Erziehung („aller Glieder und Kräfte“)

10 Erziehung: „Das Anregen, die Behandlung des Menschen als eines sich bewußt werdenden, denkenden, vernehmenden Wesens zur reinen unverletzten Darstellung des inneren Gesetzes, des Göttlichen mit Bewußtsein und Selbstbestimmung, und die Vorführung von Weg und Mittel dazu ist Erziehung des Menschen.“ (Fröbel, 1826)

11 William Blake

12 2.1 Der Mensch in der Periode seiner frühesten Kindheit "Das kleinste Samenkorn trägt... das große Ganze in sich und es entwickelt es im Zusammenhange mit dem großen Lebensganzen. So trage auch ich als Mensch die ganze Vergangenheit, die Fülle der Gegenwart und den Reichtum der Zukunft in mir." (Fröbel 1851)

13 Mensch der geboren wird soll als ein Unterpfand der Liebe, der Natur, der Gnade Gottes, als eine Gottgabe betrachtet werden Einsaugen ist die Tätigkeit des Säuglings Säuglingspflege bedeutend, da hier die Grundlagen für das gesamte Leben geebnet werden Von Anfang an soll der Mensch mit der Religion aufwachsen, sie muss gepflegt, gestärkt und genährt und später auch bewusst gemacht werden Erstes Spiel des Säugling= mit den Gliedern Sinnen – und Gliedertätigkeit des Säuglings = 1. Keim, die erste Körpertätigkeit, die Knospe, der erste Bildungstrieb Mit der Entwicklung der Sinnen -, Körper-, und Gliedertätigkeit beginnt das Kind Innerliches selbsttätig äußerlich zu darzustellen hier hört die Säuglingsstufe der Menschenentwicklung auf und es beginnt die Stufe des Kindes 2.1 Der Mensch in der Periode seiner frühesten Kindheit:

14 2.2 Die Entwicklung vom Kind zum Knaben „ Der Mensch erkenne durch den Geist den Körper und durch den Körper den Geist, schaue eines durch das andere und stelle eines durch das andere dar." (Fröbel 1821)

15 Für Fröbel beginnt hier die Erziehung des Menschen und die erhöhte Geistespflege Darstellungsmittel des Kindes ist dabei die Sprache Sichtbarmachen des Innerlichen die Eltern sollen sich darum als Pfleger Gottes, dem Kind und der Menschheit verantwortlich fühlen das Kind soll freitätig werden und sich frei bewegen können mit eigenen Händen greifen, festhalten, auf eigenen Füßen stehen, gehen, mit eigenen Augen finden und anschauen das Kind soll alle Glieder gleichmäßig, gleichkräftig gebrauchen dies soll der junge Mensch früh lernen Spielen, Bauen, Gestalten = ersten zarten Jungblüten = der Zeitpunkt wo der Mensch befruchtet werden muss für die Arbeitsamkeit, Fleiß und die Werktätigkeit Spiel wird daher nicht nur als Spielerei betrachtet sondern besitzt hohen Ernst und tiefe Bedeutung, man soll es pflegen und nähren, behüten und schützen 2.2 Die Entwicklung vom Kind zum Knaben:

16 2.3 Das Knabenalter "Der Mensch ist aber nicht allein auf der Welt, die ganze Außenwelt ist Gegenstand seines Erkennens und Mittel zu seiner Entwicklung und Ausbildung." (Aus einem Brief Fröbels an die regierende Fürstin in Schwarzburg - Rudolstadt 1809)

17 hier wird äußerliches verinnerlicht Stufe des Lernens und die Zeit des vorwaltenden Unterrichts gesamte Entwicklung und Ausbildung geschieht als Unterricht und nach bestimmten klaren und festen Gesetzen Mensch als Knabe = ein Schüler Ziel: Entwicklung und Ausbildung des Menschen zur Erreichung seiner Bestimmung, zur Erfüllung seines Berufes Kind versucht darzustellen was Erwachsener tut, schafft und arbeitet Spiele im Knabenalter wirken unmittelbar fürs Leben, wecken und nähren viele bürgerliche und sittliche Tugenden 2.3 Das Knabenalter:

18 Eltern sollen sich als Pfleger Gottes, dem Kind und der Menschheit verantwortlich fühlen sollen das Kind bzw. den Menschen als ein stetig, fortgehend Werdendes sich Entwickelndes, ewig Lebendiges betrachten Eltern, Erzieher = Bewahrer, Behüter und Pfleger einer Gottesgabe Mutter ist die erste Bezugsperson für das Kind Handlung der Mutter ist zu Beginn die Anleitung und die Erregung des Kindes sich alles zur Kenntnis zu machen Muttersinn und – liebe führt dem Kind nach und nach die Außenwelt vor Augen Ziel = erlangen der Volltätigkeit aller Sinne und Glieder Kind besitzt Anlagen f. bestimmte Dinge und diese müssen entwickelt werden Mutter und Kind soll eins sein 2.4Aufgaben der Eltern und Bedeutung der Mutter:

19 Erziehung: „Erziehung nimmt und beachtet jedes Wesen als eine Knospe an dem großen Lebensbaume…“ (Fröbel, 1826)

20 PiagetFröbel 1.sensomotorische Stufe: Differenzierung Ich /Welt 2. prä-operatorische Stufe: Handlungsalternativen zur Interaktion (direkt-handelnd - umzusetzen) 3.konkret-operatorische Stufe: Kind löst sich von unmittelbarer Anschauung (Abstraktion) 4. formal-operatorische Stufe: logische/mathematische Formalisierung 1.Stufe des Säuglings 2.Stufe des Kindes 3.Stufe des Knaben/Mädchen Entwicklungsstufen bei Piaget und Fröbel:

21 PiagetFröbel Verhältnis: Subjekt-Welt Mensch: Konstrukt Vernunft: aposteriori Verhältnis : Leben-Gesetz Mensch: Ontologie Vernunft: apriori Entwicklungsstufen bei Piaget und Fröbel: Piaget und Fröbel: -Genese des Erkennens setzt Handeln voraus. (z.B. der Säugling saugt und so erkennt er ) - Symbol/Zeichen als spezifisches Medium der Wirklichkeitsauffassung - Wort Symbol/Zeichen Sache

22 Entwicklungsstufen bei Piaget und Fröbel: Aufforderung Fröbels an die Erwachsenen: "die Handlung, das Tun des Kindes, immer an das Wort [zu] binden [...][,es]erweckt die Urteilskraft [...];denn Wort und Zeichen sind sich,da eigentlich keines von beiden in Beziehung auf den darzustellenden Gegenstand erschöpfend und genügend ist, immer gegenseitig erklärend und ergänzend. Das Zeichen steht eigentlich zwischen Wort und Sache in der Mitte, hat Eigenschaften mit Wort und Sache gemein, und ist darin für Kind und Knaben und für den Menschen als Bildungs- und Entwickelungsmittel so sehr wichtig„ (Fröbel, 1826)

23 Der Freie Wille: Kant: „Eines der größten Probleme der Erziehung ist, wie man die Unterwerfung unter den gesetzlichen Zwang mit der Fähigkeit, sich seiner Freiheit zu bedienen, vereinigen könne. Denn Zwang ist nötig! Wie kultiviere ich Freiheit bei dem Zwange?“ Fröbel: „Wille ist die mit Bewußtsein immer von einem bestimmten Punkte aus, in einer bestimmten Richtung zu einem bestimmten bewußten Ziele und Zwecke gehende, mit dem Gesamtwesen des Menschen in Übereinstimmung stehende Geistestätigkeit desselben. Hiermit ist alles gesagt, alles bestimmt, was Eltern und Erzieher, Lehrer und Schule in diesen Jahren dem Menschen, dem Knaben, in dieser Beziehung sein und geben sollen[…].“ (Fröbel, 1826)

24 Homo Ludens: Schiller: „Nun spricht aber die Vernunft: das Schöne soll nicht bloßes Leben und nicht bloße Gestalt, sondern lebende Gestalt, d. i. Schönheit sein, indem sie ja dem Menschen das doppelte Gesetz der absoluten Formalität und der absoluten Realität diktiert. Mithin tut sie auch den Ausspruch: der Mensch soll mit der Schönheit nur spielen, und er soll nur mit der Schönheit spielen. Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

25 Fröbels Gedanken zur Erziehung liegt eine spezielle Metaphysik zugrunde. Das Verhältnis von Zögling und Erzieher ist bei Fröbel geprägt durch eine nachgehende Erziehung. Mit anderen Worten: bei Fröbel sind die Relevanz- strukturen des Kindes der Ausgangspunkt der Erziehung. Fröbels Ideal der Erziehung ist eine Erziehung zur Selbstbestimmtheit. Hier befindet sich eine Relation zu Kants Begriff der Mündigkeit.

26 -Fröbel, Friedrich: Die Menschenerziehung (1826), in: Hoffmann, Erika(Hrsg.): Ausgewählte Schriften/Friedrich Fröbel. Stuttgart, 4. Auflage, Heiland, Helmut: Friedrich Wilhelm August Fröbel. Baltmannsweiler, Kant, Immanuel: Über Pädagogik. Vogt, Theodor (Hrsg.), Langensalza, Lenzen, Dieter: Orientierung Erziehungswissenschaft. Was sie kann, was sie will. Reinbek bei Hamburg, 4. Auflage, Garz, Detlef: Sozialpsychologische Entwicklungstheorien: von Mead, Piaget und Kohlberg bis zur Gegenwart. Wiesbaden, 4. Auflage, Schiller, Friedrich: Über die ästhetische Erziehung des Menschen: in einer Reihe von Briefen. Matuschek, Stefan (Hrsg.), Frankfurt am Main, 2009.


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