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03.06.2015 Copyright Michaela Huber Burnout und Mitempfindensmüdigkeit verhindern! Michaela Huber www.michaela-huber.com.

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1 Copyright Michaela Huber Burnout und Mitempfindensmüdigkeit verhindern! Michaela Huber

2 Copyright Michaela Huber Was ist Burnout? Ein Zustand berufsbezogener (auch familiär bedingter) chronischer Erschöpfung. Erschöpfung Erstmalig verwendete der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger 1974 diesen Begriff. PsychoanalytikerHerbert Freudenberger ICD-Diagnose: Zustand der totalen Erschöpfung (Z 73.0)

3 Copyright Michaela Huber Weitere wichtige Begriffe Stellvertretende Traumatisierung (vicarious traumatization): Durch Übertragung, aber auch durch die Menge und Dauer an Arbeit mit traumatisierten Menschen entstehende Probleme Mitempfindens-Müdigkeit (compassion fatigue): Abstumpfung der Gefühlswelt als Selbstschutz Sekundäre Traumatisierung: Frühere eigene Belastungen werden aktiviert durch den Umgang mit Traumatisierten.

4 Copyright Michaela Huber Gründe für Burnout Ständige Frustration;Frustration Nichterreichen eines oder mehrerer (Lebens)-Ziele; zu hohe persönliche Erwartungen an die eigene Leistung(sfähigkeit); chronisches Überlastetwerden Häufung von Belastungen in mehreren Lebensfeldern

5 Copyright Michaela Huber Testen Sie selbst (1): Stellen Sie sich häufig Fragen wie: "Was hat das alles für einen Sinn"? oder "Soll das schon alles im Leben gewesen sein"? Denken Sie häufig, doch nichts bewirken zu können? Fällt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren? Haben Sie keine kreativen Ideen und Veränderungsvorschläge mehr? Haben Sie den Eindruck, alles wird Ihnen zu viel? Trauen Sie sich nichts mehr zu? Haben Sie keine Hoffnung mehr, dass sich etwas ändern lässt? Fühlen Sie sich depressiv und resigniert? Sind Sie häufig gereizt und angespannt?

6 Copyright Michaela Huber Testen Sie selbst (2) Haben Sie nur noch wenig Freude an dem, was Sie machen? Fühlen Sie sich innerlich leer und ausgelaugt? Sind Sie schnell müde und kaum noch belastbar? Wachen Sie morgens zerschlagen auf? Haben Sie Heisshunger auf Süßes? Haben Sie öfter Magen- oder Rückenbeschwerden? Leiden Sie unter Schlafstörungen? Hat Ihr sexuelles Verlangen nachgelassen?

7 Copyright Michaela Huber Testen Sie selbst (3) Fühlen Sie sich innerlich zunehmend angespannt? Haben Sie fast täglich Kopfschmerzen? Ziehen Sie sich mehr und mehr von Ihrem Freundeskreis zurück? Vernachlässigen Sie Ihr Hobby? Vernachlässigen Sie Ihr äußeres Erscheinungsbild? Können Sie sich zu nichts Neuem aufraffen? Greifen Sie häufiger zu Alkohol, um sich zu entspannen? Nehmen Sie Aufputschmittel? (Copyright: PAL-Verlag 2003)

8 Copyright Michaela Huber Wer ausbrennt, muss einmal gebrannt haben! 1. Phase: Überengagement: Der Beruf wird wichtigster Lebensinhalt, Urlaub? Nicht nötig! Begeisterung, Überstunden, „Akkordbrecher“ (auf Kosten von KollegInnen sich profilieren…) aber auch heldenhafte Aufopferung! 2. Phase: Nichtbeachten eigener Bedürfnisse: Missachten von Erschöpfungssignalen; Konzentrationsschwächen (Fehler häufen sich); Verdrängen von Misserfolgen; Vernachlässigung von Partnerschaft u. Familie, „no sports!“ Aber viel TV, Alkohol - und Schmerzmittelkonsum nimmt zu.

9 Copyright Michaela Huber Und wenn der Akku leer ist… Phase 3: Chronische Müdigkeit: Reduziertes Engagement (Dienst nach Vorschrift), Ärger auf die Patienten und die Chefs („Die wollen uns nur ausbeuten“); vermehrte Schmerzen und Schmerzmittelkonsum so gut wie täglich, Vermeidung von Sozialkontakten und Rückzug, Versagensgefühle und Depression, häufige Infekte und andere Erkrankungen; Leben wird sinnlos…

10 Copyright Michaela Huber Wie kommt‘s? Der Organismus des engagierten Menschen macht eine chronische Sressreaktion durch. Diese Stressreaktion ähnelt der Traumaphysiologie, nur in abgeschwächter Form. Tatsächlich kann ein chronisch ausgebrannter Mensch Symptome einer PTBS entwickeln.

11 Copyright Michaela Huber

12 Copyright Michaela Huber Kernproblem bei Sekundärtrauma Der Umgang mit traumatisierten und anderen schwer belasteten Menschen kann sich – zusätzlich zu den normalen Burnout-Risiken - auf die Persönlichkeit der HelferIn auswirken, und zwar auf Ihre Identität Ihre Weltanschauung Ihre seelischen Bedürfnisse Ihr Umgang mit Gedächtnisinhalten.

13 Copyright Michaela Huber Wenn das innere Gleichgewicht entsprechend gestört ist Scheinen Gefühle überwältigend: Weinkrämpfe, Wutausbrüche, Ungeduld, Frustration, Ängste, Lustlosigkeit… Zieht man sich emotional zurück: fühlt sich betäubt, hart, distanziert, von sich entfremdet. Es entsteht eine Distanz zum Inneren und zu anderen wichtigen Menschen. Gefühle von Sinnlosigkeit und Unglücklichsein stellen sich ein: Es hat alles keinen Zweck…

14 Copyright Michaela Huber Sekundäre Traumafolgen sind Ein Anschlag auf unseren Optimismus, unseren Humor, unsere Hoffnung, unseren Idealismus, unseren Schwung – auf alles, was uns geholfen hat, die schwere Aufgabe anzupacken. Eine Quelle von Zynismus, Abstumpfung, Selbstvernachlässigung, Overinvolvement, Verzweiflung und Aufgeben. DAS DÜRFEN WIR NICHT ZULASSEN!!

15 Copyright Michaela Huber Was tun, wenn „es so weit“ ist? Erkennen: Was hat sich negativ verändert? Anerkennen: Es hat sich etwas verändert, das hat eine Bedeutung! Verändern: Kann ich mir einen Punkt vornehmen, den ich „einen Zentimeter weit“ verändern möchte?

16 Copyright Michaela Huber Was ist am schwierigsten? Welche Veränderung wäre besonders wichtig? Was braucht es dazu? Hilfe außen? Hilfe innen? Was könnte im besten Fall dabei herauskommen, wenn ich es schaffe, das zu verändern?

17 Copyright Michaela Huber Ressourcen verankern…

18 Copyright Michaela Huber Das Ressourcen-Team (1) Welche Aufgabe/Situation möchten Sie demnächst gut schaffen? Welche Eigenschaft brauchen Sie dazu? Hatten sie die schon einmal ansatzweise? Wann? Können Sie sich ein Bild der Person machen, die Sie damals waren, und sie irgendwo um sich herum hinstellen? Jemand, den Sie einmal kannten, der das konnte? (Außerhalb der Familie) Eine fiktive Person (Roman…) oder eine des öffentlichen Lebens? Ein Tier? Sie selbst, wenn Sie ein weiser Mensch sind?

19 Copyright Michaela Huber Das Ressourcen-Team (2) Jede dieser Gestalten kann Ihnen einen ermutigenden Satz mit auf den Weg geben. Per Screen-Technik: Können Sie sehen, wie Sie – umgeben von Ihrem Ressourcen-Team – in die Situation hineingehen, sie gut durchlaufen, wieder herausgehen? Ein schönes „Abschluss-Foto“ machen: Sie umgeben von Ihrem Ressourcen-Team an einem schönen Ort. Wohin tun Sie dieses Foto? (Brieftasche, Schreibtisch, Wand?)

20 Copyright Michaela Huber Das Persönliche ist politisch! Bekommt Ihr persönliches Wohlergehen eine Zeit lang Priorität? Wie kann das aussehen? Können Sie sich jemanden an Ihre Seite holen (TherapeutIn, SupervisorIn)? Darf der Körper sich erholen? (Wellness, Sport, Spiel, Sex, Tai Chi, Qi Gong…) Gibt es etwas Besonderes, das Sie sich in nächster Zeit gönnen könnten? (Reise, Kleidung, Einrichtung, Hobby, Konzert, Lernen…)

21 Copyright Michaela Huber Sichere Orte finden, sich trösten…

22 Copyright Michaela Huber Was in Ihrem Innern braucht Trost? Inneres Kind/Kinder liebevoll fördern Innere Rettungsaktion: Etwas Verletztes von sich gezielt innerlich in Sicherheit bringen. Innerer Garten etc. (Huber, 2005) Reinigungs- und Klärungsübungen „Hühnersuppe für die Seele!“

23 Copyright Michaela Huber Gefahren rechtzeitig erkennen…

24 Copyright Michaela Huber Woran könnten Sie merken, dass Sie wieder aufpassen müssen? Äußere Anzeichen? Bestimmte saisonale Stress-Häufung? Menge an PatientInnen? Vor dem Urlaub? Innere Anzeichen? Anspannung, Schlafstörungen, depressiver Einbruch – wo liegt Ihre „Achilles-Ferse“? Welcher zugewandte Mensch darf Sie warnen, weil er/sie die Zeichen erkennt?

25 Copyright Michaela HuberLachen!

26 Copyright Michaela Huber Risiken eingehen

27 Copyright Michaela Huber Beziehungs-Risiken eingehen? Wer sind die Menschen, die Sie im Leben am meisten gefördert und unterstützt haben? Welche Eigenschaften haben die? Haben Sie diese Menschen auch verinnerlicht? Wer in Ihrer Umgebung ist „richtig nett“? Wann haben Sie es ihr/ihm zuletzt gesagt?

28 Copyright Michaela Huber Mülleimer und Schatzkästchen Können Sie sich einen Mülleimer irgendwo ausreichend weit entfernt von Ihrem Zuhause vorstellen, wo Sie auf dem Heimweg alles deponieren, was Sie nicht mit nach Hause nehmen wollen? Haben Sie ein Schatzkästchen (wie ein Briefkasten oder privater) bei/in IhrerWohnung, wo Sie alles deponieren können, was Sie an Schätzen gelernt haben und behalten wollen?

29 Copyright Michaela Huber Dann gilt:


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