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Vor- und Frühgeschichte

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Präsentation zum Thema: "Vor- und Frühgeschichte"—  Präsentation transkript:

1 Vor- und Frühgeschichte
Geschichte der Physik Vor- und Frühgeschichte Übersicht: Vorgeschichte: vor den schriftlichen Quellen, Information nur aus Archäologie Frühgeschichte: schriftliche Quellen beginnen, Hauptinformation aber aus Archäologie

2 Bilzingsleben Homo erectus Vor ca. 400 000 Jahren
Thüringen Deutschland Sinnlose Striche? Verzierung? Zahlen! Mondkalender? Bilzingsleben in Thüringen nördl. Weimar (762 Einwohner) Altsteinzeit, Vormenschen! Basislager für eine größere Gruppe. Darin kreisrunder pflasterartiger Platz mit einem Durchmesser von etwa 9 m. Steinwerkzeuge, aber auch „nutzlose“ Gerätschaften. Älteste Hinweise für Denken in Mengen und Zahlen, Symmetrie: Eingeritzte Striche auf Knochen. Parallelen. Vom Ausgräber Dietrich Mania rekonstruiert: Striche. Mondkalender?

3 Höhle von Lascaux Blanchard-Knochen ca. 18.000 v. Chr.
Blanchard, Frankreich: Rentier-Knochen, ca Jahre. Ca. 70 Markierungen in verschiedener Form. Mond? Lascaux, Frankreich: 29 Markierungen, teils rund, teils mondförmig. 5 in einer kleinen Schlinge. Mondkalender?

4 Der Ishango-Knochen Ca. 20 000 Jahre Uganda-Congo Sinnlose Striche?
Verzierung? Mathematische Tabelle? Kalender? Ishango (Grenze zwischen Zaire und Uganda, entdeckt 1950). Altsteinzeitliches Artefakt (Homo sapiens, vor Jahren) mit Hinweis auf Denken in Mengen und Zahlen. Mehr Information unter

5 Höhle von Lascaux ca. 17.000 v. Chr.
Stierbild mit Punkten. Sternkarte darüber gelegt: Punkte entsprechen den Pleijaden, Gürtelsterne des Orion 5

6 Sternbild des Großen Bären
Sternbild des Großen Bären. Die Konstellation ist in allen Kulturen bekannt. Auch präcolumbianische Indianerkulturen assoziieren sie (angeblich) mit einem Bären. Das hat zur Vermutung geführt, diese Zuschreibung sei bereits vor mehr als Jahren entstanden.

7 Sonnenobservatorium Goseck
v. Chr. Sachsen-Anhalt. Rekonstruiert 2005. Kreisgrabenanlage: Seit ca v. Chr. von Ungarn aus nach Westen verbreitet, für ca. 500 Jahre. Ca. 120 Fundstellen. 71 m Durchmesser, Ausrichtung Wintersonnenwende Sonnenauf- und Untergang.

8 Newgrange 3150 v. Chr. Newgrange, Rep. Ireland
Erbaut ca v. Chr. Durchmesser 70 m. Zum Sonnenaufgang um die Wintersonnewende fällt Sonnenlicht in den 22 m langen Gang.

9 Enheduanna (ca. 2350-2315, mittlere Chronologie oder 2285-2250 v. Chr
Enheduanna (ca , mittlere Chronologie oder v. Chr., kurze Chronologie), Tochter König Sargons I., Priesterin des Himmels und des Mondes in Ur. Erste namentlich bekannte Autorin (drei längere und mindestens 42 kurze Tempelhymnen). Die Mondgottheit Nanna wurde mit der Zahl 30 (Mondperiode), aber auch dem Planeten Venus (Ninsianna = Ishtar) in Verbindung gebracht. Ca. 500 Jahre vor Hammurabi ( m. Chron.) Enheduanna Um 2300

10 Die Sichel des neuen Mondes am westlichen Abendhimmel, Zeichen des Monatsbeginns. Nicht zum Datum, das in unserem Kalender steht, sondern 1-2 Tage (abhängig von geographischer Breite) später. Beispiel: Neumond , Neulicht in Graz Sa Abgebildet auf einem Siegel des Hashamer, Oberpriester des Sin (=Mondgott Nanna) in Ur, ca v. Chr, dargestellt bei seiner Amtseinführung (geleitet von einer Schutzgöttin, Lamma) durch König Ur-Nammu Mondumlauf siderisch 27,32 d, synodisch 29,53 d.

11 Himmelsscheibe von Nebra
1600 v. Chr. Nebra in Sachsen-Anhalt, nur 48 km östlich von Bilzingsleben. Angefertigt in der ursprünglichen Form (ohne Randbögen und Sonnenbarke) ca v. Chr., 200 Jahre in Verwendung mit Veränderungen. Ursprünglich Mondsichel, Vollmond oder Sonne, 32 Sterne. Später Randbögen und „Sonnenbarke“. Deutungsversuch: Schaltregel https://www.planetarium-hamburg.de/index.php?id=108 . Steht eine Mondsichel mit der Dicke der abgebildeten Sichel im Frühlingsmonat neben den Plejaden, dann muss geschaltet werden. Vergehen seit dem Neulicht des Monats vor dem Frühlingsmonat 32 Tage, bis der Mond im Frühling bei den Plejaden steht, dann muss geschaltet werden. Aber umstritten: Randbögen geben Winkel zwischen Sonnenständen am kürzesten und längsten Tag des Jahres an.

12 Fixsternhimmel: Sterne relativ zueinander unbeweglich
Fixsternhimmel: Sterne relativ zueinander unbeweglich. Werden zu Sternbildern zusammengefasst (mindestens seit dem 3. Jt. v. Chr.). Sterne im Umkreis des Pols sind ganzjährig sichtbar, die anderen nur über verschieden lange Zeitspannen. Jahresperiodizität! Heliakal (heliakisch): knapp vor Sonnenaufgang. Akronychisch: knapp vor Sonnenuntergang. Anfangs sog. Horizontastronomie: Heliakische und akronychische Auf- und Untergänge von Himmelskörpern werden registriert. z. B. Jahresbeginn in Ägypten = heliakischer Aufgang des Sirius (ca. 19./20. Juni) = Sommerbeginn = Beginn der Nilüberschwemmung im Delta

13 Umlauf der Zirkumpolarsterne

14 Inanna-nun Inanna-ud Inanna-sig
Inanna (Ninsianna, Ishtar), in babylonischen Texten (7. Jh.) mit dem Planeten Venus identifiziert. Rollsiegel, akkadisch (ca. 2200), Oriental Institute, University of Chicago: Inanna mit Ihrem Sternsymbol (achtstrahlig), ein Bein auf einem Löwen. Sternsymbole auch mit anderen Göttern. Aber Namen aus sumerischen Texten (ab 3200): Inanna-nun Fürstliche Inanna Inanna-ud Morgen-Inanna Inanna-sig Abend-Inanna. Inanna-nun Inanna-ud Inanna-sig 14

15 Venustafel Akkadische Keilschrift, Niniveh 7. Jh. v. Chr.
Daten über Venus-Auf- und Untergang zur Zeit des Königs Ammisaduqa (ca v. Chr.) Tafel BM K 160 (Tafel 63 aus Enuma Anu Enlil) Textbeispiel: Im Monat Sivan (Mai/Juni), am 25. Tag, verschwand Ninsianna (Venus) im Osten. Sie blieb für 2 Monate und 6 Tage (?? recte 29 Tage) vom Himmel verschwunden. Im Monat Ulul (August/September), am 24. Tag, erschien Ninsianna im Westen – das Herz des Landes ist glücklich. Im Monat Nisan (März/April), am 27. Tag, verschwand Ninsianna im Westen. Sie blieb sieben Tage vom Himmel verschwunden. Im Monat Ayar (April/Mai), am 3. Tag, erschien Nisianna im Osten – Feindschaft geschah im Land, die Ernte im Land ist erfolgreich. Ältestes Schriftdokument zur Planetenbeobachtung. Aus der Bibliothek des Königs Assurbanipal ( ) 25000 Tontafeln mit Abschriften zur gesamten mesopotamischen Literatur. Textbeispiel aus Astronomische Tagebüchern: Zu dieser Zeit war Jupiter im Skorpion, Venus war im Löwen, am Ende des Monats in der Jungfrau. Saturn war in den Fischen, Merkur und Mars, die untergegangen waren, waren nicht sichtbar. In diesem Monat war der Gegenwert für einen Shekel Silber 1 Kur Gerste, 3 Kur Senf. ( , Schlacht bei Gaugamela, Alexander besiegt Dareios III.) Weitere Beispiele Allgemein zur mesopotamischen Astronomie:

16 Zeitmessung Sonnenuhr
Steinsäulen (Gnomon) bei Nabta, Nubien, westlich von Abu Simbel. Ca v. Chr. Sonnenobservatorium, auf Sommersonnenwende ausgerichtet (Beginn der Trockenzeit). Obelisk in Karnak

17 Schattenlauf bei einer Sonnenuhr
Schattenlauf bei einer Sonnenuhr. Die Bahn der Schattenspitze im Lauf des Jahres folgt einem Anlemma.

18 Zeitmessung Schattenuhr
Oben: Schattenuhr: Bruchstück, ca. 300 v. Chr., und Rekonstruktion Unten: Schattenuhr, ägyptisch, ca n. Chr.! Weiter Details:www.uni-graz.at/exp2www/Physikgeschichte/zeitmessung_aegypten.pdf

19 Ägyptische Wasseruhr Karnak, ca. 1360 v. Chr.
Konstruktion des ältesten namentlich bekannten Physikers: Amenemhet (ca v. Chr.) Amenemhet – Amun ist an der Spitze Konisch, damit die Sinkgeschwindigkeit der Oberfläche konstant bleibt. Physikalische Analyse auf Clocks.pdf Verschiedene Skalen für die Monate, da Tageslänge unterschiedlich (ein Tag von Morgen bis Abend = 12 Stunden, temporale Stunden im Gegensatz zu heutigen äquinoktialen Stunden).

20 Gewichtsmessung Waagebalken aus Ägypten ca v. Chr. (vordynastische Zeit) Anubis wiegt das Herz (´ab) des Königs gegen die Feder der Maat (Gerechtigkeit), Thot protokolliert, Amemet der Verschlinger wartet, ca v. Chr. (??) Gewichstsstücke 2050 v. Chr. (erste Zwischenzeit) und ca (zweite Zwischenzeit). Deben altägyptisches Gewichtsmaß, das ab dem Alten Reich auftritt. Ursprünglich ein Armreif aus Metall. Im Laufe der Geschichte verändert sich der konkrete Wert erheblich. Im Alten Reich sind Gewichtssteine bekannt, die 13,6 gr. wiegen. Das gleiche wiegen die Gewichte von Sesostris I. aus Lischt, aus dem Mittleren Reich. Unter Sesostris III. und Amenemhet III. (ebenfalls Mittleres Reich) kennt man aber auch Deben-Gewichte, die schwerer sind und sich speziell auf die Metalle Gold und Kupfer beziehen. Daher werden sie Kupfer-Deben und Gold-Deben genannt, wobei diejenigen aus Kupfer doppelt so schwer waren wie die aus Gold, ca. 23,7 gr. Im Papyrus Boulaq (13.Dynastie) wird zwischen einem großen und einem kleinen Deben unterschieden. Im Neuen Reich kommt ein einheitliches Deben-Gewicht auf, das 91 gr. wiegt und in 10 qedet unterteilt wird.

21 (Prä)historische Längenmaße
Megalithic yard = 830 mm Megalith-Bauten (c – 1200 v. Chr.) Alexander Thom 'Megalithic Sites in Britain' 1955 Megalithreihe in Brogar (Orkney) Stonehenge Alexander Thom: über 300 Megalithbauten vermessen, daraus Megalithic yard = 830 mm. Schon früher in bandkeramischen (ca v. Chr.) Hausgrundrissen nachweisbar (W. Rasch 1999)

22 (Prä)historische Längenmaße
Nippur-Elle (ca v. Chr.) Nippur Sumerische Stadt südl. Baghdad heute im Archäol. Museum Istanbul Kupfer 110,35 cm 45,5 kg 1 Elle = 518 mm, geteilt in 30 Finger (Zoll). Gesamtlänge 4x16 Zoll 1 Zoll = 1.73 cm 12 Zoll = 1 Spanne cm 4 Spannen = 1 MY

23 (Prä)historische Maßsysteme
Gudea von Lagash (ca v. Chr.) Lagash Sumerische Stadt nördl. Basra, Irak Statue im Louvre, Paris Mesopotamischer Fuß, ca. 265 mm, auf dem Plan des Palastes von Girsu 2 Fuß = 1 Elle

24 (Prä)historische Längenmaße
Ägyptische Elle 523 mm, 4 Handbreit zu 7 (!) Zoll (mit 1/16 Feinteilung). Neues Reich, 18. Dynastie (ca v. Chr.)


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