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Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA

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Präsentation zum Thema: "Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA"—  Präsentation transkript:

1 Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA

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3 Renate Valtin Logografische Strategie Alphabetische Strategie Orthografische Strategie

4 Lese-Rechtschreib-Haus Die Übungen in diesem Bereich üben das bewusste Wahrnehmen/Hören von Lauten und die Zuordnung zu Bildern.

5 Phonologische Bewusstheit Die phonologische Bewusstheit ist ein Aspekt der metalinguistischen Fähigkeit, welcher auf der Kompetenz zur Sprachreflexio n aufbaut. Kinder müssen lernen, vom Bedeutungsaspekt (Inhalt) der Sprache abzusehen und sich den formalen, den lautlichen Merkmalen zuwenden. Skovronek und Marx (1989) unterscheiden zwei Ebenen der phonologischen Bewusstheit: Die phonologische Bewusstheit im weiteren und die phonologischen Bewusstheit im engeren Sinne.

6 Phonologische Bewusstheit Einsicht in die Lautstruktur Basiskompetenz für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb Wirksamkeit dieser Trainingsprogramme für spätere Lese- und Rechtschreibleistungen vielleicht (??) überschätzt notwendige, nicht aber die einzige Bedingung für gelingenden Schriftspracherwerb Phonologische Bewusstheit nicht nur als Voraussetzung, sondern auch als Folge des sprachlichen Anfangsunterrichts

7 Phonologie im weiteren Sinn Die phonologische Bewusstheit im weiteren Sinne bezieht sich auf größere Einheiten der Sprache (Silben, Reime) und umfasst die phonetisch wahrnehmbaren Eigenschaften der Sprache..

8 Wörter in Silben segmentieren (Silbieren: Ha-se) Silben klatschen reimen das Heraushören von phonetischen oder phonologischen Merkmalen eines Wortes das Analysieren von betonten Vokalen (klingt Hase und Hose gleich?) Diese Aufgaben mit einem eher geringeren Schwierigkeitsgrad haben sprechrhythmischen Bezug und werden häufig schon von Kindern im Kindergartenalter bewältigt

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17 Phonologie im engeren Sinn Phonologische Bewusstheit im engeren Sinne richtet die Wahrnehmung auf die einzelnen Laute (Phoneme) eines Wortes. Dabei geht es darum, sowohl auf einzelne Laute im Wort zu achten als auch auf die Lautfolge ( Analyse einer Lautstruktur). Die phonologischen Bewusstheit im engeren Sinne fällt den Kindern schwerer, sie fordert nämlich von ihnen, kleinste Sprachsegmente zu erkennen und damit umzugehen. Bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten sind Schriftkenntnisse, d. h. Einsicht in die Beziehung zwischen Lauten und Buchstaben, eine große Unterstützung für die Kinder. Die phonologische Bewusstheit im engeren Sinne umfasst

18 Das anspruchsvolle Manipulieren einer Lautstruktur wie zum Beispiel das Ersetzen oder Weglassen von Lauten (aus Hund wird und) das Zerlegen eines Wortes (= phonematische Durchgliederung ) (H-o-s-e) Diese Anforderungen verlangen grundlegendere Einblicke in den Zusammenhang von Laut- und Schriftsprache. Somit erfordern diese Aufgabenstellungen vermehrt sprachanalytische Fähigkeiten, die nur durch Schreiberfahrungen möglich werden.

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29 Material

30 Zusatzmaterial CD Rom Lausch – Werkstatt C:\Users\Public\Desktop\Lausch-Werkstatt.lnk– C:\Users\Public\Desktop\Lausch-Werkstatt.lnk

31 Zusatzmaterial Mappe

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36 Zusatzmaterialien

37 Zusatzmaterialien

38 ILEA T

39 Protokollbögen zur Diagnostik

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41 Gruppenarbeiten ILEA T: Theobald als Schatzsucher mit Material und Diagnosebogen vorstellen. Materialien zur Förderung der phonologischen Bewusstheit im weiteren Sinn Buchstabenangebote zu einem Buchstaben vorstellen Lernvoraussetzungen feststellen Schulbuch vorstellen

42 Lese-Rechtschreib-Haus Das Kind kann bereits Laute aus einem Wort heraushören. Es kann auch bereits die Laute unterscheiden. In dieser Etage geht es darum, dass es den Lauten Zeichen zuordnet, also die BUCHSTABEN.

43 Klassische Methodenkonzepte Synthetische Methode Analytische Methode Analytisch-synthetische Methode

44 Synthetische Methode Synthese = Zusammensetzung Geht von einzelnen Buchstaben oder Lauten aus Laute werden zusammengefügt, bis das ganze Wort erlesen ist (M A M A) Buchstabiermethode : am Beginn des Lesenlernens steht das Auswendiglernen des Alphabets mit den Buchstabennamen. Dann folgen systematische Zusammenleseübungen und Buchstabenadditionen Lautiermethode : ist eine Technik des Lautverschmelzens und beruht auf der Ableitung der Laute aus der gesprochenen Sprache

45 Vor- und Nachteile Das Sinnverständnis beim Lesen wird nicht oder erst sehr spät berücksichtigt wird. Daher führt der erste Lehrgangsabschnitt durch Inhaltsleere zu erheblichem methodischem Aufwand, um Schülerinnen und Schüler zum Lesen zu motivieren. Weiters wird bei der Synthese nicht auf die unterstützende Worterwartung im Leseprozess eingegangen, was die Kinder in erster Linie reaktiv arbeiten lässt (vgl. Schenk, 2012, S. 83f). Erst wenn ausreichend Buchstaben eingeführt sind, werden Silben und Wörter erarbeitet. Laut-Buchstabe-Beziehung gut, Lesetexte unbefriedigend

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49 Analytische Methode (Ganzheitsmethode) Beim ganzheitlichen Verfahren werden Wörter auswendig gelernt, gespeichert und durch Wiedererkennen benannt. Im Vergleich zur synthetischen Methode lesen Schülerinnen und Schüler bei den ganzheitlichen Verfahren durch das Erlernen der ganzen Wörter von Beginn an sinnerfassend. Auf Grund der hohen kognitiven Leistung, die bei der Speicherung der Wörter und Sätze vollbracht werden muss, besteht hingegen bei diesem Verfahren die Gefahr der Gedächtnisüberforderung

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52 Ratschläge für die Eltern

53 Analytisch – synthetische Methode „Analytisch-synthetische Verfahren gehen von ganzen sprachlichen Einheiten (Wörtern oder Sätzen) aus, analysieren die Laute und Buchstaben und verbinden diese schließlich in der Synthese wieder.“ (Topsch, 2005, S. 60)

54 Analytisch – synthetische Methode Ausgangspunkt sind sinnvolle Spracheinheiten Wörter werden visuell und auditiv durchgliedert (Analyse) Beim Legen und Schreiben werden die analysierten Einheiten wieder zusammengesetzt (Synthese). Buchstabenarbeit nimmt einen breiten Raum ein Erfahrungsansatz der Schrift kommt zu kurz

55 Methoden des Schriftspracherwerbs aus aktueller Sicht Lesen durch Schreiben Silbiermethode Spracherfahrungsansatz

56 Lesen durch Schreiben (vgl. Reichen, 2013, S ) Jürgen Reichen entwickelt diese Methode, durch die Schülerinnen und Schüler ausgehend vom eigenen Schreiben das Lesen erlernen. Von Beginn an wird mit dem kompletten Laut- und Buchstabenbestand gearbeitet. Mit dieser Buchstabentabelle schreiben die Kinder täglich Wörter, wodurch das Schreiben immer schneller wird, bis abschließend ohne Buchstabentabelle geschrieben werden kann. Wichtig ist, dass mit Hilfe der Tabelle Wörter geschrieben werden, diese aber zu Beginn nicht gelesen werden können. Daher darf mit Kindern, die noch nicht lesen können, auch nicht gelesen werden. Das Lesen stellt sich nach einer gewissen Zeit von alleine durch das Selber-Schreiben ein

57 Lesen durch Schreiben Schülerinnen und Schüler schreiben mit Hilfe der Buchstabentabelle, die nach dem Anlautprinzip angeordnet ist, beliebige Begriffe lautgetreu auf. Die Arbeiten werden von der Lehrerin oder dem Lehrer nicht auf Fehler korrigiert und sie werden behutsam zur konventionellen Schreibweise geführt (vgl. Schenk, 2012, S. 130) KRITIK an der Methode

58 Methodenintegrierende Fibeln (vgl. Eckert, 2013, S.84f; Schründer-Lenzen, 2009, S. 106f ) Laut Michael Renner, stellv. Leiter für Abteilung Schulbuch, Bundesministerium für Bildung und Frauen, sind die Werke Funkelsteine 1, Lilos Lesewelt 1, Frohes Lernen 1, Karibu 1 und ABC der Tiere 1 in ungeordneter Reihenfolge die fünf meist verwendeten Schulbücher im Anfangsunterricht 2013/14. Fibellehrgänge erachten in der ersten Phase für die Schaffung eines gemeinsamen Fundaments eine gezielte Hilfestellung als erforderlich. Manche Fibeln lassen dann offene Phasen des Unterrichts folgen. Solche halboffenen Fibellehrgänge sind nach den jeweiligen Autorinnen und Autoren z.B. die Tobi Fibel, Frohes Lernen und Lilos Lesewelt, welche die Öffnung des Unterrichts auf unterschiedliche Weise, z.B. durch eingeplante Freiarbeitsphasen und offene Lernphasen oder projektunterstütztem Unterricht umsetzen

59 Silbiermethode Im Vergleich zu methodenintegrierenden Fibelwerken steht hier die Silbe als deren kleinste Einheit im Vordergrund

60 ABC der Tiere Didaktisch unterstützt werden die verschiedenen Silbentypen mit sogenannten „Häuschen“, in denen die einzelnen Silben mit ihren Bestandteilen in verschiedenen Zimmern und einer Garage „wohnen“. Der unterschiedliche Aufbau der Silben wird durch die „Innenarchitektur“ des Häuschens veranschaulicht

61 Karibu PILOTEN

62 Karibu

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69 Spracherfahrungsansatz (Brügelmann, Brinkmann, Dehn,..) Schriftspracherwerb wird als natürlicher Lernprozess angesehen. Kinder lernen Lesen und Schreiben durch den Gebrauch in sinnvollen Anwendungssituationen. Kinder brauchen schriftsprachlich anregende Situationen, die zum Lesen und Schreiben verlocken und ihnen reichhaltige Lese- und Schreiberfahrungen zu ermöglichen. Dem "Freien Schreiben" von Texten von Anfang an wird eine zentrale Bedeutung zugewiesen

70 4-Säulen-Modell nach Brügelmann

71 4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes

72 Ideen-Kiste

73 Helga Grimm

74 ABC mit allen Sinnen (Vester, Gardener) Lernen unter Einbeziehung der emotionalen Bereiche : Positiv besetzter Lernstoff wird länger im Gedächtnis behalten. Geschichten, Figurenspiele, Rollenspiele.. Veranschaulichtes, bildhaftes Lernen: Bilder haften besser im Gedächtnis als Laute und Wörter Bildkarten, Gebasteltes, eigene Bücher erstellen,… Spielerische, multisensorische Erarbeitung: Lerntypen werden beachtet Einbeziehung von Musik, Buchstaben fühlen, Buchstaben tasten Lernen durch Einbeziehung von Aktionen : „In Aktion sein“ baut Aggressionen ab. Bewegungsspiele, Aktionstheater, Bauen, Backen, Drucken, Malen Lernen mit Erfolgserlebnissen Motivation Lernbrücken, Assoziationen finden. Texte mit gehäuftem Auftreten eines Buchstabens lesen – Relevanz spüren

75 Lernen mit allen Sinnen Zwischen Sinneserfahrungen, Sinneswahrnehmungen und Lernen wird oft ein Gleichheitszeichen gesetzt. Beispiel: barfuß die Buchstabenform am Boden abgehen Kinder sollen über die Haut, das Gleichgewichtssystem sowie Muskel- und Gelenksrezeptoren Informationen über den neu erlernten Buchstaben aufnehmen. Kochen verschiedener Gerichte soll über den Geschmack die Erkenntnisse über das Land steigern Gegen eine „unmittelbare Sachbegegnung“ ist nichts einzuwenden, aber es muss unterschieden werden zwischen der Voraussetzung für das Lernen (Sinne) einerseits und dem kognitiven Prozess andererseits

76 Folgerungen Kinder begreifen nicht allein aufgrund des Handlungsvollzugs. Übungen dürfen nicht auf der Handlungsebene bleiben. Den praktischen Tätigkeiten schließen sich kognitive Erkenntnisse an. Lernerfolg stellt sich dann ein, wenn Kinder die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Die Effizienz des Lernens ist von kognitiven Aktivitäten abhängig, nicht von den handlungspraktischen

77 Unsinn vom Lernen mit allen Sinnen Kneten, backen, essen… Auseinandersetzung mit der Buchstabenform Kinder lernen dabei aber nichts über die Funktion des Buchstaben im Wortkontext. Zusätzliche Angebote: Buchstaben in Wörtern entdecken

78 Unsinn vom Lernen mit allen Sinnen Abgehen von Buchstaben zweifelhafte Anschauungshilfe Raumlage geht verloren

79 Bemalen der Buchstaben dient nicht der Entfaltung eines Buchstabenkonzepts besser: Wanderbuchstaben, Wortauf- und abbau

80 Wanderbuchstaben

81 Wortauf- und abbau

82 Buchstabentage mit sachangemessenen Lernangeboten

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84 Buchstabenplan

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86 Buchstabenplan

87 Buchstabentablett

88 Malen und Horchen

89 Klebeetiketten

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93 Buchstabenplan

94 Taktil-kinästhetische Station

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96 Buchstabenplan

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99 Buchstabenplan

100 Visuelle Station

101 Visuelle Station Liebt der Löwe Löwenzahn? Das kann ich dir nicht sagen. Willst du wissen, was er liebt, musst du den Löwen fragen.

102 Buchstabenplan

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105 Buchstabenplan

106 Sensomotorische Station

107 Buchstabenplan

108 Graphomotorische Station

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117 Festigung der Buchstabe – Laut – Beziehung!! Speicherschwierigkeiten: Schulung des Lautbewusstseins durch phonologisches Training Verknüpfungsangebote über die Sinne Regelmäßige Wiederholung

118 Mundbilder, Lautgebärden

119 Buchstabenmappen

120 Buchstabenblitz


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