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Jeder Mensch besitzt eine unverlierbare Würde, die sich nicht am Nutzen misst. Er ist eine einmalige unverwechselbare und nicht austauschbare Person. So.

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Präsentation zum Thema: "Jeder Mensch besitzt eine unverlierbare Würde, die sich nicht am Nutzen misst. Er ist eine einmalige unverwechselbare und nicht austauschbare Person. So."—  Präsentation transkript:

1 Jeder Mensch besitzt eine unverlierbare Würde, die sich nicht am Nutzen misst. Er ist eine einmalige unverwechselbare und nicht austauschbare Person. So ist er auf seine eigene Weise zur Nachfolge Jesu berufen und darf, kann, muss sich einsetzen für Versöhnung und solidarisches Handeln.

2 Demenz und gutes Leben Stuttgart Rohr

3 Faktoren des demografischen Wandels Anstieg der Lebenserwartung ( bis zu 120 / 125 Jahre) Abnahme der Geburtenhäufigkeit Zunahme des Generationenabstandes ( Spätgeburten) Erhöhung des Durchschnittalters der Bevölkerung Der langfristige Trend von der Pyradmide zur Tonne

4 Faktoren des sozialen Wandels Singlehaushalte steigen, Individualisierung der Lebensstile Wandel im Berufsleben, Flexibilität, Mobilität, Stetigkeitsverlust Zunehmende materielle Differenziertheit Wandel der Geschlechterrollen Virtualisierung der Kultur

5 Entwicklungsprognose bezüglich Alzheimer/ Demenzdiagnose Zur Zeit leben in der BRD 1,4 Millionen Menschen mit der Diagnose Demenz / Alzheimer Nach neusten Kenntnisstand wird sich diese Zahl bis 2030 weltweit verdoppeln

6 Auswirkungen dieses Wandels mit Blick auf Demenz Zunehmendes Wissen über Demenz Steigende Angst vor Erkrankung Rückgang der häuslichen Betreuung Pflegeproblem Intensiver Kostenfaktor Steigender Bedarf an seelsorgerischen Begleitung der Betroffenen, aber auch der Pflegenden ( Mitarbeiter und Angehörige)

7 Angstfaktor Demenz / Alzheimer Gunther Sachs hat sich das Leben genommen, da er befürchtete an Alzheimer erkrankt zu sein. Lieber tot als dement. Die Diagnose ist sterben auf Raten. Die Forschung muss unbedingt ein Mittel dagegen entwickeln. Alzheimer ist ansteckend, oder vererblich…..

8 War das immer so? König Lear: “ Spottet mich bitte nicht! Ich bin ein ganz törichter, einfältiger, alter Mann, achtzig und mehr, nein keine Stunde mehr, und auch nicht weniger! Offen gesagt ich fürchte, ich bin nicht ganz bei Trost. Ich glaub, ich sollt euch kennen und den Mann da, doch ich bezweifle es, denn ich weiß gar nicht, wo ich hier bin und kann mich bei aller Mühe nicht erinnern an die Kleider; und ich weiß auch gar nicht wo ich in der Nacht war. Lacht mich nicht aus. Imanuel Kant: Mit dem Alter nimmt Urteilskraft und Genie ab. Hab den Mut dich des Verstandes zu bedienen.

9 Wenn sie heute leben würden? Ihnen würde heute die Diagnose Demenz oder Alzheimer gestellt werden. Sie wären krank Sie bekämen Medikamente Sie würden therapiert Sie wären eine Belastung für die Sozialversicherungen und der Gesellschaft

10 Was ist geschehen? 1910 wurde eine neue Krankheit namens Alzheimer benannt Ein Imperium entsteht Forscher und Pharmaindustrie versprechen den Sieg gegen diese Krankheit Immer neue Medikamente werden auf den Markt gebracht Es werden Unsummen verbraucht

11 Neue Siege? Alzheimer bei Mäusen geheilt Eine schrumpfende Nase kann auf Alzheimererkrankung deuten Farbstoff in Wildpflanze stoppt Alzheimer Alzheimerfliegen mit Lithium geheilt Raucher, Kurzbeinige, Fettleibige sind besonders gefährdet…….

12 Auswirkungen Wirtschaftsfaktor Forschung, Pharmaindustrie Büchermarkt Fort und Weiterbildungssektor Alzheimer kommt aus der Tabuzone Angst der Menschen vor dieser Krankheit wächst und wird teilweise geschürt

13 Demenz wird ein Teil unseres Alltagsleben werden Es werden immer mehr Demenz/ Alzheimer ist individuell Ansätze für Inklusion werden verfolgt- Demenzfreundliche Kommune, Allianzen für Menschen mit Demenz werden geschlossen Teilhabe, Begegnung, soziale Kontakte werden ermöglicht Entpathologisierung und eine neue Sprache sind im Werden

14 Was brauchen Menschen zum Wohlbefinden? Das Gefühl etwas Wert zu sein Das Gefühl gebraucht zu werden, etwas tun zu können Das Gefühl mit anderen in den Kontakt zu treten Das Gefühl von Hoffnung zu haben, Urvertrauen haben zu dürfen

15 Was brauchen Menschen zum Leben? Liebe Identität Sinn Trost Bindung Einbeziehung Beschäftigung

16 Förderung der Lebensqualität So viel Normalität, wie irgend möglich Niederschwellige Angebote, Tagesbetreuung Validation Basale Stimmulation Angebote für pflegende Angehörige Neue Erfassungsmethoden der Wohlbefinden und Lebensqualität ( Hilde, ALeWo )

17 Was können wir von ihnen lernen? Entschleunigung des Alltags Langsamkeit Emotionalität leben Genau wahrnehmen im hier und jetzt Es ist nichts so wie es scheint Versöhnlich leben

18 Leitbilder für Menschen mit Demenz Nehmt mich in meiner mir eigenen Würde wahr und geht respektvoll mit mir und meiner Wirklichkeit um Sucht mich auf, seht mich an, sprecht mit mir und hört mir zu. Nehmt mich in eure Mitte, begegnet mir unvoreingenommen Lasst mir Freiheit in meinem Handeln, ich kann noch Vieles. Begleitet mich in meinem Sein – es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

19 Schenkt mir euren Glauben, nicht eure Angst. Auch ich befinde mich in der Nachfolge Jesu, auch durch mich hört ihr Seine Stimme Respektiert meinen Willen und nehmt mein „Ja“ und mein „Nein“ ernst. Ich bin wie Ihr ein von Gott geliebter und gewollter Mensch. Bitte nehmt mich in Seiner Liebe an.

20 Demenz und gutes Leben Wenn wir uns einlassen auf die Herausforderung, die diese Krankheit an uns alle stellt, ist ein gutes Leben möglich. Schärfen wir die Sinne positive Veränderungen wahrzunehmen. Nehmen wir uns Zeit, lassen wir uns auf das Gegenüber ein ohne zu interpretieren, zu urteilen, zu bewerten. Geben wir unseren Seelen die Chance sich zu begegnen, wenn es auch manchmal unmöglich erscheint.

21 Jeder Mensch besitzt eine unverlierbare Würde, die sich nicht am Nutzen misst. Er ist eine einmalige unverwechselbare und nicht austauschbare Person. So ist er auf seine eigene Weise zur Nachfolge Jesu berufen und darf, kann, muss sich einsetzen für Versöhnung und solidarisches Handeln.


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