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Deutsche Entlehnungen im russischen etymologischen Wörterbuch von Max Vasmer Diplomarbeit von Rita ZWANZGER Begutachter: O. Univ.-Prof. Mag. Dr. Branko.

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1 Deutsche Entlehnungen im russischen etymologischen Wörterbuch von Max Vasmer Diplomarbeit von Rita ZWANZGER Begutachter: O. Univ.-Prof. Mag. Dr. Branko Tošović INSTITUT FÜR SLAWISTIK / KARL-FRANZENS-UNIVERSITÄT GRAZ, AM

2 Motivation & Ziel der Arbeit  In der russischen Sprachgeschichte kommt es immer wieder zu Sprachkontakten unterschiedlicher Intensität und dem damit verbundenen Austausch.  Fragen - Wie gelangten deutsche Entlehnungen ins Russische? - Wie viele sind es? - Wann wurden sie entlehnt? 2

3 -Um welche Wörter handelt es sich? -Um welche Sachgebiete handelt es sich? -Um welche Wortarten?  Ziel Durch quantitative Analyse Überblick zu erhalten, welche Bedeutung die deutsche für die russische Sprache hatte bzw. hat. 3

4 Korpus Max Vasmers „Russisches etymologisches Wörterbuch“ wurde zwischen 1953 & 1958 veröffentlicht. Es erschien in drei Bänden in deutscher Sprache und umfasst insgesamt Beiträge. Für die vorliegende Diplomarbeit wurden Beiträge (14,97%) in denen von Vasmer Deutsch als direkte Quelle, indirekte Quelle und/oder Vermittlersprache angeführt wird, exzerpiert. 4

5 Entlehnungswege  Die Einteilung erfolgte in 6 Kategorien.  Rangordnung - Kategorie B (55%)  durch Deutsch vermittelt z. B. russ. бинóм, Binom, über frz. binôme bzw. nhd. Binom von lat. bi- und griech. νόμος, Gesetz 5

6 - Kategorie A (31%)  direkt entlehnt z. B. russ. такс, Dachshund, aus nhd. Dachs - Kategorie C (10%)  Deutsch als Quelle z. B. russ. вальс, Walzer, aus frz. valse von nhd. Walzer 6

7 Zeitliche Zuordnung  Nur etwa die Hälfte des exzerpierten Wortmaterial lässt sich zeitlich zuordnen.  Unterteilt wurden die Entlehnungen auf Grund des großen Einflusses Peters des Großen in drei Kategorien: - Vorpetrinische Zeit (10 %) z. B. костёл, katholische Kirche (schon […] a. 1438) 7

8 - Petrinische Zeit (25%) z. B. рекетме́йстер, Beamter zur Entgegennahme von Gesuchen ([…], seit Peter d. Gr., […]) - Nachpetrinische Zeit (10%) z. B. вы́глядеть, aussehen (seit den 1860er Jahren […]) 8

9 Morphologisch-grammatische Analyse  Der Großteil der Beiträge entstammt den offenen Wortklassen (Substantive, Verben etc.).  In den meisten Fällen bleibt die Wortklasse erhalten.  Rangordnung - Substantive (89%) z. B. russ. шляфни́ца - nhd. Schlafmütze 9

10 - Verben (6,5%) z. B. russ. шоки́ровать - nhd. schockieren - Adjektive (3%) z. B. russ. национáльный - nhd. national 10

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12 Semantische Analyse  Nur knapp zwei Prozent des exzerpierten Wortmaterials wurden von Vasmer selbst einem Bedeutungsfeld zugeordnet: z. B. russ. ху́бли, Beschneideholz, buchdruck.; russ. ста́пель, Stapel, seew.  Die Einteilung erfolgte in 17 Kategorien. 12

13  Rangordnung - Naturwissenschaft (19%)  z. B. russ. форе́ль, Forelle, aus nhd. Forelle - Politik & Recht (12%)  z. B. russ. гéрцог, Herzog, aus nhd. Herzog - Technik (11,5%)  z. B. russ. абзáц, Absatz (im Druck), aus nhd. Absatz etc. 13

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15 Resümee  Das Ergebnis dieser Arbeit bestätigt großteils die vorangegangenen Theorien.  Entlehnt wurden erwartungsgemäß überwiegend Substantive sowie Wörter aus anderen offenen Wortklassen.  Das Deutsche leistete vor allem als Vermittlersprache, einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des russischen Wortschatzes. 15

16  So gelangten viele neue Wörter, verstärkt aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Politik, Recht und Administration, in die russische Sprache.  Einen wichtigen Anteil leistete Peter der Große durch sein enormes Interesse an administrativen Reformen, Handwerk, Militär sowie der Schiffahrt der Deutschen und Niederländer. 16

17  Ein Großteil der Entlehnungen entstammen aus der Zeit Peters.  Deutsch konnte das Russische sehr bereichern, einen Status wie etwa das Altkirchenslawische erlangte es jedoch nicht. 17

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