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Bibliotheken als Salz in der Suppe:

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Präsentation zum Thema: "Bibliotheken als Salz in der Suppe:"—  Präsentation transkript:

1 Bibliotheken als Salz in der Suppe:
Sammeln, Erschließen und Benutzen  im digitalen Zeitalter Dr. Thomas Stäcker (HAB Wolfenbüttel); Köln/HKI

2 Thomas Hobbes, Leviathan
„The Invention of Printing, though ingenious, compared with the invention of Letters, is no great matter.” Thomas Hobbes, Leviathan Wie schon Hobbes wusste.

3 Bibliothekarische Grundaufgaben
Sammeln Benutzen Erschließen

4 Sammeln________________________________________
Der Textes am Ende des trägerbasierten Zeitalters (ca Jahre) – Was sammeln und archivieren wir? höhle von lascaux bis zu DVD

5 Erwerbung von Digitalisaten Kauf (Verlagsprodukte)
Sammeln________________________________________ Erwerbung von Digitalisaten Kauf (Verlagsprodukte) Herstellung (Retrodigitalisierung, born digital) Kopieren (OA Internet) Kopieren

6 Sammeln________________________________________
Digitalisierung Digitalisierung als Reproduktion von Quellen und deren Konversion in eine maschinenlesbare Form (Metadaten / Datenbanken) Imagedigitalisierung Strukturdaten Volltext Volltext mit Markup Digitalisierung als Übergang zu elektronischen Publikationsformen (born digitals) Unter Digitalisierung kann man verschiedenes verstehen. Digital verfügbare Metadaten werden mitunter auch unter Digitalisierung verstanden, z.B. die Digitalisierung der Findbücher in deutschen Archiven (DFG Programm); unter Strukturdaten kann man digitale Inhaltsverzeichnisse verstehen; die Begrifflichkeit ist aber fließend, auch das Auszeichnen mit XML Tags (z.B. TEI) wird als strukturelles Encoding bezeichnet. Theoretische Bemühungen um die Natur des text-tagging gab es schon früh, wichtig z.B. Jerome McGann: Radiant textuality. Literature after the World Wide Web, 2001.

7 Imagedigitalisierung: VD 16 (50. 000 Dig. ), VD 17 (70. 000 Dig
Imagedigitalisierung: VD 16 ( Dig.), VD 17 ( Dig.) , VD 18 ( Dig.)

8 Volltextdigitalisierung / Imagedigitalisierung > ca. 1850
Google

9 eBooks Sammeln__________________________________________________
(meist Lizenzierung, nicht Kauf Problem der Archivierung) Der Markt ist im Fluss. Bei der Bellestrik nehmen die Käufe zu. In der Wissenschaft ändert sich das Lektüreverhalten. In den MINT Fächern ist die Monographie praktisch verschwunden. Der Begriff eBooks wird meist in simulierender Absicht benutzt. Ein analoges Buch soll im digitalen Medium nachgebildet werden. Für den Druck optimierte Format wie PDF leisten dem Vorschub. Tatsächlich ist die Abgrenzung zu Dateien bzw. verschiedenen Dateiformaten schwierig. Besser ist die Vorstellung, dass es sich um ein Buch im elekronischen Medium handelt, wobei aber die im Anschluss an McLuhan zu stellende Frage ist, inwieweit die traditionelle Vorstellung von dem Buch nach dem Medienwechsel noch Bestand haben kann.

10 Sammeln__________________________________________________
Web-Ressourcen? ( Problem der Archivierung) Der Markt ist im Fluss. Bei der Bellestrik nehmen die Käufe zu. In der Wissenschaft ändert sich das Lektüreverhalten. In den MINT Fächern ist die Monographie praktisch verschwunden. Der Begriff eBooks wird meist in simulierender Absicht benutzt. Ein analoges Buch soll im digitalen Medium nachgebildet werden. Für den Druck optimierte Format wie PDF leisten dem Vorschub. Tatsächlich ist die Abgrenzung zu Dateien bzw. verschiedenen Dateiformaten schwierig. Besser ist die Vorstellung, dass es sich um ein Buch im elekronischen Medium handelt, wobei aber die im Anschluss an McLuhan zu stellende Frage ist, inwieweit die traditionelle Vorstellung von dem Buch nach dem Medienwechsel noch Bestand haben kann.

11 Sammeln__________________________________________________
Forschungsdaten Der Markt ist im Fluss. Bei der Bellestrik nehmen die Käufe zu. In der Wissenschaft ändert sich das Lektüreverhalten. In den MINT Fächern ist die Monographie praktisch verschwunden. Der Begriff eBooks wird meist in simulierender Absicht benutzt. Ein analoges Buch soll im digitalen Medium nachgebildet werden. Für den Druck optimierte Format wie PDF leisten dem Vorschub. Tatsächlich ist die Abgrenzung zu Dateien bzw. verschiedenen Dateiformaten schwierig. Besser ist die Vorstellung, dass es sich um ein Buch im elekronischen Medium handelt, wobei aber die im Anschluss an McLuhan zu stellende Frage ist, inwieweit die traditionelle Vorstellung von dem Buch nach dem Medienwechsel noch Bestand haben kann.

12 Bibliothekarische Grundaufgaben
Sammeln Benutzen Erschließen

13 der Buchbereitstellung
Magazin Klassisches Modell der Buchbereitstellung Buchbestellung Lesesaal Buchlieferung Daneben das Modell der Freihand- und Präsenzbibliothek. Hier kann die Recherche im Katalog entfallen. Die Funktion „Magazin“ ist dem Nutzer hier direkt zugänglich. Recherche im Katalog Ortsleihe Fernleihe

14 Benutzung__________________________________________________
Konsequenzen der Digitalisierung Die Bibliothek als Ort in Raum und Zeit wird für die Nutzung des Buches nicht mehr benötigt. Elektronische Bücher brauchen: kein Magazin mit Stellfläche keinen Lesesaal keinen Freihandbereich keine Ausleihtheke keine Fernleihe keinen Buchbinder keine materielle Bestandserhaltung keine Kopierstelle Die klassischen Funktionen der Bibliothek müssen überdacht werden

15 Konsequenzen der Digitalisierung
Die Trennung von Katalog und Buch ist aufgehoben. Beide liegen in einem integralen Raum vor. Nicht nur der Katalog, auch das Buch selbst ist durchsuchbar Der Katalog ist nicht mehr der einzige Zugangsweg zum Buch Die Bücher sind elektronisch prozessierbar; sie lassen sich verlustfrei kopieren, verändern, mit beliebigen anderen Texten und Büchern aggregieren, aufteilen, in mashups nutzen, Es gibt weitere massive Konsequenzen vor allem für die Archivierung und Erwerbung, die hier aber außer Betracht bleiben. – Durchsuchbarkeit des Buches: es wird davon ausgegangen, dass im Laufe einer Generation das gesamte kulturelle Erbe in eine digitale Form überführt wird. - Zur Prozessierbarkeit von Texten vgl. Dino Buzetti: Digital Editions and Text Processing. In: Text editing, print and the digital world. Hrsg. M.Deegan. 2009,S

16 „How Not to Read a Million Books?” „How to Read a Million Books?”
Benutzung________________________________________________ „How Not to Read a Million Books?” „How to Read a Million Books?” Mit der technischen Bereitstellung abertausender Dokumente im Volltext betritt aber auch wieder ein altes Problem die Bühne der Wissenschaft, das mit dem Bibelwort „Des vielen Büchermachens ist kein Ende“ die Geschichte der abendländischen Kultur begleitete. Gregory Crane formulierte es plakativ: „How to read a Million books“? Die eigentliche und für den Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin bedrängende Frage ist aber:“How not to read a million books”? Denn mit der Digitalisierung und Volltexterfassung von Büchern entsteht für die Wissenschaft ein Dilemma. Durch die neuen digitalen Zugriffsmöglichkeiten auf alle diese Texte, kann man sie nicht mehr ohne weiteres ignorieren. Wie also kann man noch ein wissenschaftliches Thema bearbeiten, wenn man weiß, dass es noch tausende und abertausende Titel gibt, die theoretisch etwas zu diesem Thema haben und die man früher nicht kennen konnte? Kann man um diese Titel wissen und sie trotzdem ignorieren? Insofern ist die richtige methodische Frage, wie man an es anstellt, diese Titel nicht zu lesen. CLEMENT, Tanya; STEGER, Sara; UNSWORTH, John; USZKALO, Kirsten: How Not to Read a Million Books, 2008, unter

17 … mit neuen digitalen Lesetechniken hyperreading (Sosnoski)
Benutzung________________________________________________ … mit neuen digitalen Lesetechniken hyperreading (Sosnoski) maschine reading (Hayles) distant reading (Moretti) MORETTI, Franco: Conjectures on World Literature. In: New Left Review 1, Jan–Feb 2000, unter SOSNOSKI, James J.: Hyper-Readers and Their Reading Engines. In: Passions, Politics, and 21st Century Technologies 1999, S. 161–177; HAYLES, N. Katherine: How We Read: Close, Hyper, Machine. In: ADE Bulletin 150, 2010, unter

18 Forschungsdatenanalyse/Bibliometrie Text Mining Stilometrie
Benutzung________________________________________________ Sprachstatistik und digitale Textwissenschaft als quasi neue bibliothekarische Grundwissenschaften erforderen neue Kompetenzen in der Informationsvermittlung: Retrievaltechniken Forschungsdatenanalyse/Bibliometrie Text Mining Stilometrie Clusteranalyse Sentiment Analysis Topic Modelling Natural Language Processing: Stylometrie: Burrows, John: 'Delta' : a Measure of Stylistic Difference and a Guide to Likely Authorship. In: Literary and Linguistics Computing 17 (2002) 3, S. 267ff. Bie der Stilometrie sind eine ganze Reihe von neuen Einsichten zu erwarten. Auch wenn gerade die jüngeren mit stilometrischen Verfahren erfolgten Enthüllungen von Plagiatoren a la Guttenberg viel Aufmerksamkeit auf sich zogen, sind doch die wissenschaftlichen Anwendungen weit interessanter. Z.B. erschien in einer der jüngeren Ausgaben von LLC ein interessanter Artikel zu der Frage Who wrote Bacon? (Literary and Linguist Computing 27, 2012, S. 409–425.) Clusteranalyse versus Klassifikation, automatische Gruppierung von Dokumenten durch Merkmalsextraktion. – Sentimant Analysis, zielt darauf, die emotionale Tendenz eines Textes zu entdecken (z.B. im Sinne einer oratio suasoria), zornig, traugig, glücklich, verbindlich, beruhigend, aufwiegelend bzw, alle positiven oder negativen Empfindungen, Gefühle oder Affekte. Auch Untersuchung von subjektiven oder objektiven Aussagen. – Topic Modelling dient dazu Themen in Dokumenten zu entdecken.

19 Bibliometrie Nicht Textwissenschaft, aber als Forschungsdaten hat es eine ähnliche Funktion. Peaks in 1620 und 1631 bei Düsterdieck, Messkataloge, nicht bekannt.

20 ThemeRiver Visualisierung
„Die ThemeRiver Visualisierungstechnik visualisiert thematische Veränderungen in großen Dokumentkollektionen über einen Zeitraum. Die veränderte Breite visualisiert thematische Veränderungen“. Quelle:

21 Visualisieren / Clustering

22 Literatur „rechnen“ Voyant tools

23 Unterstützung bei der Bewertung methodischer Risiken
Beispiel Laura Mandell: Digitizing the Archive. In: Journal for early modern cultural studies 13 (2013), S

24 Bibliothekarische Grundaufgaben
Sammeln Benutzen Erschließen

25 Katalogisierung (formale Erschließung) von RAK zu RDA (FRBR)
Inhaltserschließung (Sacherschließung) Von RSWK zu ???

26 Metadaten der Sammlung Metadaten der Dokumente Unselbständige Werke
Erschließung________________________________________________ Metadaten der Sammlung Metadaten der Dokumente Unselbständige Werke Provenienzen Sacherschließung Sondermaterialien/Alte Drucke Meta-/Strukturdaten der Volltexte (neu) Titeldaten zentral – Spezialisizierung dezentral

27 semantic web / LOD

28 Strukturdaten von OCR Texten
Inhaltsverzeichnis Einträge Autoren Titel Seitenzahlen Überschriften Fußnoten Bedruckter Bereich (cropping) Running Title Paginierung Kusode,Bogensig-natur ©Günther Mühlberger (http://impactocr.wordpress.com/2011/10/25/impact-final-conference-the-functional-extension-parser-a-document-understanding-platform-with-gunter-muhlberger/) 28

29 Erschließung________________________________________________
Standards für Datenmodellierung und semantic web (RDF, OWL, SKOS…) Standards für Dokumentstrukturen (METS, EAD, LIDO, EDM) Standards für Texte (TEI, ALTO[OCR]) Standards für (bibliographische) Metadaten (MARC,MODS,TEI-HEADER [Hss.], DC) Standards für persistente Verlinkungen (PURL, URN, DOI, Handle, ARK etc.) Standards für Schnittstellen und Webservices (z.B. OAI, SOAP, REST) Nutzung von Standards

30 VuFind Discovery (Beta)
Erschließung________________________________________________ VuFind Discovery (Beta)

31 eXist

32 Konsequenzen der Digitalisierung
Die Bibliothek bleibt für die Nutzung des „Buches“ eine wichtige Institution. Elektronische Bücher brauchen: kein Magazin mit Stellfläche, aber zuverlässigen Speicher, keinen Lesesaal, aber Visualisierungsmöglichkeiten, keinen Freihandbereich, lizenzierte Werke aber einen geschützten Zugang, keine Ausleihtheke, aber ein Downloadcenter, keine Fernleihe, aber einen internationalen Nachweis, keinen Buchbinder, aber Möglichkeiten der Aggregation von Titeln keine materielle Bestandserhaltung, aber digitale Langzeitarchivierung keine Kopierstelle, aber eine Digitalisierungsstelle und ein repository Die klassischen Funktionen der Bibliothek müssen überdacht werden

33 Konsequenzen der Digitalisierung
Die Bibliothek sorgt darüber hinaus: für transparente Nachweise von Metadaten und Volltexten, für spezialisierte, forschungsnahe Erschließung von digitalen Quellen und Dokumenten, für einen für jedermann freien Zugang zu allen schriftlichen und bildlichen digitalen Medien, für Informationsvermittlung in grundlegenden informationswissenschaftlichen digitalen Techniken für OA Publikationsmöglichkeiten für wissenschaftliche Literatur, für zuverlässige Nachweise (Zitation per PI), Die klassischen Funktionen der Bibliothek müssen überdacht werden

34 <div xml:lang=„de“ type=„section“> <p>
Vielen Dank für Ihre <emph>Aufmerksamkeit</emph> </p> </div> Dr. Thomas Stäcker (HAB Wolfenbüttel); Köln/HKI


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