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Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 1 Definitionen zur Epidemiologie abgeleitet aus epi demos (gr.) = auf der Bevölkerung Epidemiologie ist die Methode der.

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1 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 1 Definitionen zur Epidemiologie abgeleitet aus epi demos (gr.) = auf der Bevölkerung Epidemiologie ist die Methode der Sozialmedizin. Sie befaßt sich mit der Beschreibung und Analyse der Verteilung von Krankheiten und deren Ursachen und Folgen in der Bevölkerung (Waller 1997) Epidemiologie ist die Wissenschaft, deren Gegenstand die Verteilung und Ausbreitungsweisen von Krankheiten in menschlichen Bevölkerungen ist (Frentzel-Beyme 1985)

2 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 2 Definitionen zur Epidemiologie Ziele/Aufgaben: Beschreibung/Untersuchung der Verteilung der Häufigkeit von Krankheiten..., Identifikation ätiologischer Faktoren..., Bereitstellung von Daten für Planung... (Int. Gesellsch. f. Epidemiologie) Nach einer verbreiteten Definition ist Epidemiologie die quantitative Erforschung der Verteilung und der Determinanten (Risikofaktoren) von Krankheiten (oder allgemeiner gefaßt von Gesundheitszuständen) in der Bevölkerung und die Anwendung der Erkenntnisse auf die Kontrolle (Prävention und Behandlung) von Krankheiten. (Schwartz et al 2000)

3 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 3 Datenquellen der Epidemiologie Primärdaten Sekundärdaten Todesursachen Krankheitsarten – Statistik Erhebung meldepflichtiger Krankheiten Krankheitsregister Mikrozensus, Surveys u.a. Behinderungen

4 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 4 Datenquellen der Epidemiologie eigens für Untersuchungszwecke (selbst) erhobene Daten z.B. Gesundheitssurvey der Deutschen Herz-Kreislauf- Präventionsstudie (DHP), Bundesgesundheitssurvey 1998 Primärdaten

5 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 5 anderweitig erhobene, nicht für (diese) Untersuchungs- fragestellung erhobene Daten sekundäre Nutzung von zu anderen Fragen bzw. Erhebungszwecken erhobenen Daten Großteil der vorhandenen gesundheitsbezogenen Daten sind Sekundärdaten (z.B. Daten der für Verwaltungs- zwecke der Krankenkassen erhobenen Leistungen wie Arbeitsunfähigkeit) Datenquellen der Epidemiologie Sekundärdaten

6 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 6 amtliche Statistik auf Grundlage der Leichenschau- scheine Eingang in Statistik nur Haupttodesursache Reliabilität (Verlässlichkeit) abhängig von Sorgfalt und Kenntnis der zugrunde liegenden Todesursache Aufschlüsselung in Deutschland nur nach Alter und Geschlecht möglich, soziale Merkmale (z.B. Beruf) nicht erhoben Datenquellen der Epidemiologie Todesursachen

7 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 7 Leistungsdaten der Sozialversicherung, insbesondere Arbeitsunfähigkeit; Krankenhausdiagnosestatistik, Rentenzugänge aufgrund von Erwerbs- oder Berufs- unfähigkeit: als epidemiologische Morbiditätsmaße nur bedingt geeignet Datenquellen der Epidemiologie Krankheitsarten - Statistiken

8 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 8 früher Bundesseuchengesetz, jetzt Infektionsschutz- gesetz verschiedene Meldepflichten (Erkrankung, Verdacht) Gesundheitsämter eingeschränkt Daten verfügbar Problem der Meldedisziplin Datenquellen der Epidemiologie Erhebung meldepflichtiger Krankheiten

9 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 9 Erfassung aller an einer bestimmten Krankheit erkrankten bzw. gestorbenen Personen regional für wenige Krankheiten verfügbar in Deutschland Beispiele: Krebsregister Hamburg, Saarland; Herzinfarktregister Heidelberg Aufbau bevölkerungsbezogenen Krebsregisters für alle (alten) Bundesländer Datenquellen der Epidemiologie Krankheitsregister

10 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 10 Ermittlungen über Gesundheitszustand im Rahmen von repräsentativen Haushaltsstichproben Mikrozensus: als Zusatzbefragung, seit 1985 eingeschränktes Fragenprogramm 1998: Bundesgesundheitssurvey Datenquellen der Epidemiologie Mikrozensus, Surveys u.a.

11 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 11 alle 2 Jahre Bundesstatistik über Zahl, persönliche Merkmale Behinderter, Art und Ursache ihrer Behinderung (Schwerbehindertengesetz § 51 Abs. 1) hierzu Behindertenregister der Versorgungsämter aufgebaut (> 30% MdE) seit 1987 nur noch erfasst: > 50% MdE (=Schwerbehindertenausweis) Datenquellen der Epidemiologie Behinderungen

12 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 12 Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Deskriptive Epidemiologie Analytische Epidemiologie (Methoden zur) Darstellung der Verteilung von Krankheiten, Krankheit/Gesundheit u.a. (Methoden zur) Analyse der Ursachen der (Verteilung) von Krankheiten, Krankheit/Gesundheit u.a.

13 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 13 Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Mortalität Sterblichkeit; Häufigkeit der Sterbefälle bezogen auf eine Bevölkerung (z.B. pro , pro ) standardisierte Mortalität hinsichtlich Alter, Geschlecht etc. standardisierte, d.h. mathematisch vergleichbar gemachte Mortalität Morbidität Erkrankungsgeschehen, -häufigkeit (s.o.)

14 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 14 Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Letalität Sterbequote an bestimmter Krankheit Säuglingssterblichkeit Sterblichkeit von der Geburt bis zum vollendeten ersten Lebensjahr, bezogen auf alle Lebendgeborenen des gleichen Zeitraums

15 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 15 Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Postneonatale Sterblichkeit Teilausschnitt der Säuglingssterblichkeit ( Lebenstag) Perinatale Sterblichkeit Teilausschnitt der Säuglingssterblichkeit (bis erste Lebenswoche)

16 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 16 Die Prävalenz ist ein Maß für die zu einer bestimmten Zeit in einer definierten Population vorhandenen Krankheitsfälle. Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Prävalenz (Schwartz et al 2000)

17 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 17 Einflussfaktoren: Zahl der Neuerkrankungen Krankheitsdauer in Zeit- Falldefinition (diagn. Möglichkeiten ) verlauf Migration (Zu- und Abwanderung)und deren Veränderung (Krankheitsverursachungsgründe u.ä.) Varianten: Punktprävalenz Periodenprävalenz Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Prävalenz

18 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 18 Anzahl der Fälle in def. Population zu best. Zeitpunkt Punktprävalenz = Anzahl der Personen in dieser Population Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Punktprävalenz

19 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 19 Anzahl der Fälle in def. Population zu best. Zeitraum Periodenprävalenz = Anzahl der Personen in dieser Population Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Periodenprävalenz

20 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 20 Die Inzidenz mißt die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes neu auftretenden Krankheitsfälle in einer definierten Gruppe von Personen, die zu Beginn des Beobachtungszeitraumes frei von der zu untersuchenden Krankheit waren. Die initial krankheitsfreie Gruppe wird auch Population unter Risiko genannt. Bei der Inzidenz ist die kumulative Inzidenz (Inzidenzrisiko, incidence risk) von der Inzidenzrate (Inzidenzdichte, incidence rate) zu unterscheiden. Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Inzidenz (Schwartz et al 2000)

21 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 21 = Neuerkrankungsrate während eines Zeitraumes mit Bezug zur Bevölkerung unter Risiko Anzahl Neuerkrankter im Zeitraum Personenzeit unter Risiko Die Inzidenzrate repräsentiert die Stärke der Morbidität in der untersuchten Bevölkerung. Konzept der Personenzeit (=Jahre der Nachverfolgungszeit unter Risiko) statt durchschnittliche Bevölkerung wäre methodisch korrekter, ist aber schwieriger zu errechnen. Darum benutzt man in der amtlichen Statistik die durchschnittliche Bevölkerung. Inzidenzrate = Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Inzidenz

22 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 22 benannte Zahl (Bruch): Häufigkeit eines Zustandes/Gesamtzahl derjenigen, bei denen dieser möglich ist Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Rate (auch: Ziffer)

23 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 23 verschiedene Wege, den verzerrenden Effekt unterschiedlicher Altersstrukturen auf Sterbeziffern und Krankheitsraten zu umgehen Standardisierung = das Verfahren, mit dem solche Einflussfaktoren ausgeschaltet werden können, die nicht Gegenstand der Untersuchung/Auswertung sind zwei Methoden der Standardisierung unterschieden 1. Direkte Standardisierung 2. Indirekte Standardisierung Kontrolle der Altersstrukturen Altersstandardisierung Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

24 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 24 Altersstandardisierung Direkte Standardisierung Das Ziel der direkten Standardisierung besteht darin, eine Gewichtung der beiden zu vergleichenden Ergebnisse so herzustellen, dass die unerwünschte Einflussgröße in beiden Resultaten die gleiche Struktur erhält und dadurch ausgeschaltet wird. Frage: Wie hoch wäre die Rate, wenn in der betrachteten Population die Bevölkerungsstruktur der Referenzbevölkerung wäre? Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

25 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 25 Direkte Standardisierung Quelle: Brennecke/Schelp, 1993, S. 22 Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Bsp.: Frage: Unterscheidet sich die Krebsmortalität in der Bundesrepublik von der in Israel?

26 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 26 -ist zu vermuten, da die Lebensgewohnheiten in Israel aufgrund der größeren Heterogenität der Bevölkerung anders sind -Heterogenität lässt sich auf Zuwanderer aus verschiedenen Ländern zurückführen, die einen großen Bevölkerungsanteil stellen -unterschiedliche Lebensgewohnheiten => Unterschiede des Auftretens von Krebserkrankungen -die Zuverlässigkeit, mit der die Krebstodesfälle erfasst werden sind gleich -Einwohnerzahl in D. wesentlich größer als in Israel -Anteil der Kinder und Jugendlichen sowie der Älteren an der Gesamtbevölkerung unterscheidet sich deutlich (Tabelle 2.1) Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Altersstandardisierung

27 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 27 -aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde die Bevölkerung in diesem Beispiel lediglich in 3 Altersgruppen unterteilt -aufgrund der geringeren Einwohnerzahl in Israel = Anzahl der Krebstodesfälle auch wesentlich geringer als in D. -Möglichkeit: Beschränkung auf den Vergleich der altersbezogenen Raten, -um festzustellen, dass bis auf die Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen die Krebssterblichkeit in Israel offenbar geringer, als in Deutschland ist -häufig ist Vergleich einzelner Altersgruppen miteinander verwirrend u. ergibt kein einheitliches Bild -Betrachtung der Gesamtsituation ist hilfreicher Direkte Standardisierung Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

28 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 28 Altersstandardisierung Indirekte Standardisierung Das Ziel der indirekten Standardisierung ist das gleiche wie bei der direkten Standardisierung: Es soll eine Gewichtung der beiden zu vergleichenden Ergebnisse so hergestellt werden, dass andere Einflussgrößen gleich und dadurch im Ergebnis ausgeschaltet werden. Frage: Welches Ergebnis wäre zu erwarten, wenn für das Gebiet des zu vergleichenden Ergebnisses die Fälle einer auszuwählenden Standardbevölkerung gelten würde? Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

29 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 29 Es wird erwartet, dass das Ergebnis unter Zugrundelegung der Fälle der Standardbevölkerung berechnet werden und mit dem tatsächlichen Ergebnis gewichtet wird. -Methode kann nur angewendet werden, wenn für die zu vergleichende Zahl keine gruppenspezifischen Ergebnisse, z.B. altersklassenspezifische Todesraten vorliegen - benötigt man, wenn gebräuchliches Vergleichsmaß für Todesursachenstatistiken ermittelt werden soll z.B. Standardmortalitätsrate Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie Altersstandardisierung Indirekte Standardisierung

30 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 30 Weitere ausgewählte Indikatoren für die Bevölkerungsgesundheit Mittlere Lebenserwartung: Zentraler Indikator für den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Entwicklungsstand einer Gesellschaft Mittlere Gesundheitserwartungen: berücksichtigt nur gelebte Jahre in guter Gesundheit Beeinträchtigungsgewichtete Lebenserwartung: gewichtet die gelebten Lebensjahre hinsichtlich gesundheitlicher Einschränkungen Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

31 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 31 lässt sich aus Kohortenuntersuchungen berechnen, welche die Krankheitsinzidenzen von Exponierten und Nichtexponierten zeigen dazu wird eine Vierfeldertafel mit den absoluten Werten der jeweiligen Gruppe erstellt Relatives Risiko (RR) Krankheit Exposition JaNein Jaaba + b Neincdc + d Summea + bb + da + b + c + d = N Neuauftretende Fälle (Inzidenz) Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

32 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 32 das Risiko der Exponierten ist R (EX) = a / a+b dies ist die kumulative Inzidenz in der Gruppe der Exponierten das Risiko der Nichtexponierten ist R (NEX) = c / c+d werden beide Werte durcheinander geteilt, erhält man eine Maßzahl, die anzeigt, um wie viel höher die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei Exposition gegenüber der Nichtexposition ist Das Relative Risiko ist: RR = R(EX) / R(NEX) = (a / a+b) / (c /c+d) Relatives Risiko (RR) Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

33 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 33 Beispiel: Relatives Risiko (RR) Quelle: Brennecke/Schelp, 1993, S. 27 Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

34 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 34 Odds = Chancen ; Odds Ratio = relative Chancen zeigt Zusammenhänge zwischen Exposition und Krankheit bei Fall-Kontrollstudien ist dem RR sehr ähnlich beinhaltet allerdings keine Inzidenzen, sondern Prävalenzunterschiede zwischen Exponierten und Nichtexponierten ODDS-Ratio = gibt den Faktor an, um den die Möglichkeit zu erkranken steigt, wenn man exponiert ist (Chancenverhältnis von exponiert Kranken zu exponiert Gesunden zwischen Gesunden und Kranken) = gilt als Schätz- bzw. Näherungsgröße für das noch unbekannte relative Risiko = ist das Risikomaß für retrospektive Fallkontrollstudien; lässt sich aber auch im Rahmen prospektiver Fallkontrollstudien berechnen ODDS- Ratio Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

35 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 35 Wiederholung: Maße für Krankheitshäufigkeiten ODDS- Ratio Exposition Krankheit JaNein Jaab Neincd Das ODDS-Ratio ist: OR = a*d / c*b

36 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 36 Maß für die Stärke eines Unterschiedes zwischen Gruppen setzt Odds der beiden Gruppen ins Verhältnis Und zwar: Verhältnis von Erkrankten zu Nichterkrankten unter Exposition Verhältnis von Erkrankten zu Nichterkrankten ohne Exposition a/ba*d c/db*c Wiederholung: Maße für Krankheitshäufigkeiten ODDS- Ratio O.R. = ==

37 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 37 Beispiel: FrauenMännerAlle Kein Übergewicht 60%30%45% Übergewicht40%70%55% N ODDS - Ratio Übergewicht in Abhängigkeit vom Geschlecht Quelle: Internet-Lexikon der Methoden der empirischen Sozialforschung Internet: Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie

38 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 38 Die Chancen, dass eine Frau kein Übergewicht hat, betragen 60:40 oder 1,5 (Umgekehrt kann man auch sagen, dass die Chancen, Übergewicht aufzuweisen, 40:60 oder 0.66 betragen). Die Chancen von Männern kein Übergewicht aufzuweisen, betragen dagegen nur 30:70 oder Grundsätzlich zeigt sich, dass: – ein Wert der ODDS von genau 1 ein Verhältnis von 50:50 ausdrückt, –Werte > 1 drücken aus, dass die Kategorie im Zähler, –Werte < 1, dass diejenigen im Nenner den größeren Anteil aufweist. Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie ODDS – Ratio nach: Ludwig- Mayerhofer

39 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 39 Die Odds Ratio ist nun ein Maß für die Stärke des Unterschieds zwischen zwei Gruppen, hier Frauen und Männern. Die Odds Ratio setzt einfach die Odds der beiden Gruppen zueinander ins Verhältnis –im Beispiel beträgt die Odds Ratio 1,5:0.43 =3.5. –d.h., die Chancen von Frauen, nicht übergewichtig zu sein, sind 3,5 mal so groß wie die von Männern Odds Ration kann daher als Zusammenhangsmaß aufgefasst werden - O.R. = 1 bedeutet, dass es keinen Unterschied in den Odds gibt - O.R. > 1 dann sind die Odds der ersten Gruppe größer -O.R. < 1 dann sind sie kleiner als die der zweiten Gruppe Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie ODDS – Ratio nach: Ludwig- Mayerhofer

40 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 40 Odds Ratio spielt auch in anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen eine wichtige Rolle, vor allem im Zusammenhang mit der logischen Regression Odds und Odds Ratios immer lassen sich immer nur in zwei Ausprägungen ausdrücken in größeren als 2x2 Tabellen können dementsprechend mehrere Odds und Odds Ratios berechnet werden Methoden und Maßzahlen der Epidemiologie ODDS – Ratio nach: Ludwig- Mayerhofer

41 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 41 Ergebnisse der Epidemiologie Säuglingssterblichkeit Lebenserwartung Mortalität und Morbidität Indikatoren (Auswahl Waller):

42 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 42 traditionell wichtiger und gebräuchlicher Gesundheitsindikator in Deutschland (stark) rückgängig; auf heute relativ niedrigem Niveau weiter regionale Differenzen sozialmedizinische Faktoren Ergebnisse der Epidemiologie Säuglingssterblichkeit

43 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 43 Niedriges Einkommen der Eltern Geringer Bildungsgrad der Eltern Zugehörigkeit zu ethnischen Minoritäten Familienstand Alter der Mutter (insbesondere junges Alter) Familiengröße (insbesondere Geburt als drittes oder weiteres Kind) Ergebnisse der Epidemiologie Sozial(medizinisch)e Faktoren der Säuglingssterblichkeit

44 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 44 Zunahme der Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren primär Effekt des Rückgangs der Säuglings- sterblichkeit, d.h. Zunahme der Lebens erwartung für Ältere zunächst relativ kleiner Differenzen nach Geschlecht (1995: M 73,3, F 79,8) Jahre und sozialer Lage/Schicht im EU-Vergleich mittlerer, im G7-Vergleich unterer Rangplatz Deutschlands Ergebnisse der Epidemiologie Lebenserwartung

45 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 45 Wandel des Krankheitsspektrums von akuten zu chronischen Krankheiten Rückgang der Sterblichkeit 1848/54 – 1971 Infektionskrankheiten: - 74% Anteil Nicht infektiöse Krankheiten: - 26% Anteil Ergebnisse der Epidemiologie Mortalität und Morbidität

46 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 46

47 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 47 Thomas McKeown (1982): bedeutendste Einflüsse der letzten 3 Jahrhunderte: Ernährung, Umwelt, Verhalten (zunächst reproduktive Praktiken, Bevölkerungswachstum) Bedeutung individuenbezogener medizinischer Maßnahmen gegenüber Umwelt/Verhalten drittrangig Ergebnisse der Epidemiologie Mortalität und Morbidität

48 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 48

49 Prof. Dr. Elkeles Epidemiologie 49


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