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Medienrezeption Einfluss von Geschlecht, Persönlichkeit & Sensation Seeking Johanna Rabel Sophie Fürstenberg Kathrin Bauernhofer.

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Präsentation zum Thema: "Medienrezeption Einfluss von Geschlecht, Persönlichkeit & Sensation Seeking Johanna Rabel Sophie Fürstenberg Kathrin Bauernhofer."—  Präsentation transkript:

1 Medienrezeption Einfluss von Geschlecht, Persönlichkeit & Sensation Seeking Johanna Rabel Sophie Fürstenberg Kathrin Bauernhofer

2 Inhalt Geschlechterstereotype Geschlechtsspezifische Präferenzen Film-Genres Erklärungsansätze Persönlichkeit als Ursache für geschlechtsspezifische Filmpräferenzen Praxisbespiele

3 Filmpräferenzen

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6 Fragestellungen 1)Gibt es geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres? Wenn ja, wie sehen diese aus? 2)Wenn es geschlechterspezifische Präferenzen gibt, warum existieren sie & wie können sie erklärt werden? 3)Spielt bei der Filmpräferenz nur das Geschlecht oder auch die Persönlichkeit von Menschen eine Rolle? Inwiefern interagieren Geschlecht & Persönlichkeit dabei? Kann Persönlichkeit Geschlechtsunterschiede erklären?

7 1) Geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres

8 Filmgenres Schnulzen (Melodramatic Tearjerkers) Gewaltfilme –Horrorfilme –Actionfilme Pornographie 1) Geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres

9 Schnulzen (Melodramatic Tearjerkers) 1) Geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres Chick flick = melodramatische Filme, die besonders gut bei Frauen ankommen Handlung wird meist aus der Perspektive einer Frau geschildert Frauenthemen wie Liebeskummer, Beziehungsprobleme, familiäre Probleme oder Tod einer geliebten Person (Zusammenfassung Banerjee et al., 2008)

10 Schnulzen (Melodramatic Tearjerkers) 1) Geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres Frauen … konsumieren häufiger Filme mit dramatischem Inhalt mögen traurige Filme lieber, obwohl sie negativer darauf reagieren empfinden mehr Traurigkeit & weniger Fröhlichkeit bei diesem Filmgenre … als Männer. (Zusammenfassung Oliver, 2000) Sad-Film Paradoxon (Referat )

11 Gewalt- / Actionfilme 1) Geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres Männer … weisen höhere Präferenzen für gewalthaltige Medieninhalte auf diese unterschiedlichen Präferenzen sind bereits bei Kindern im Alter zwischen 3 & 5 Jahren festzustellen zeigen weniger negative Reaktionen & auch weniger Empathie mit den Opfern … als Frauen. (Zusammenfassung Kunczik, 2006)

12 Gewalt- / Horrorfilme 1) Geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres Männer … haben tendenziell größeres Vergnügen an Slasher Movies fürchten sich weniger geben an, während des Films weniger Distress zu empfinden & nehmen bei sich weniger physiologische Erregung wahr positive Korrelation zwischen Distress-Level & Filmgenuss bewerten Horrorfilme noch positiver, wenn darin sexualisierte Gewalt vorkommt … als Frauen. (Zusammenfassung Oliver, 2000)

13 Pornographie 1) Geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres Männer … berichten 3x so häufig X-rated Movies zu konsumieren geben höhere sexuelle Erregung an, vor allem bei pornographischem Material (Gewalt, Zwang & explizite Darstellungen) … als Frauen. (Zusammmenfassung Oliver, 2000)

14 Pornographie 1) Geschlechterspezifische Präferenzen bezüglich Filmgenres Frauen … zeigen größere Missbilligung von sexuell explizitem Material … als Männer. (Zusammenfassung Oliver, 2000) Filme, die speziell auf das weibliche Publikum zugeschnitten sind, beinhalten: weniger explizites sowie anstößiges Material mehr intime Darstellungen (Gespräche über Gefühle)

15 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

16 Erklärungsansätze Klassische Ansätze Evolutionstheoretische Ansatz Lerntheoretische Ansatz ( = Gender-Role Approach) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

17 Lerntheoretischer Ansatz = Gender-Role Approach basierend auf der sozialen Lerntheorie Beobachtung von gleichgeschlechtlichen Modellen Belohnung und Bestrafung Erklärungsansätze

18 Schnulzen Gender-Role Approach Orientierung an gleichgeschlechtlichen Modellen Zuseher identifizieren sich stärker mit charakterlich ähnlichen Hauptdarstellern vom selben Geschlecht bereits in jungen Jahren widmen Kinder, besonders Buben, gleichgeschlechtlichen Modellen mehr Aufmerksamkeit (Zusammenfassung Oliver, 2000) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

19 Schnulzen Gender-Role Approach Interessieren sich nur meine Freundinnen für tearjerkers? 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

20 Schnulzen Gender-Role Approach 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen Guy flicks Männlicher Hauptdarsteller überwindet Hürden bekämpft tapfer seine Gegner demonstriert Dominanz (Zusammenfassung Banerjee et al., 2008)

21 Gewaltfilme Gender-Role Approach Unterschiedliche gesellschaftliche Erwartungen bezüglich emotionaler Reaktion von Frauen werden emotionalere Reaktionen erwartet und empathischen Verhalten von den Eltern unterstützt. mehr Distress bei Horrorfilmen mehr Traurigkeit bei Schnulzen von Männern wird Unterdrückung von Emotionen erwartet und aggressives Verhalten von den Eltern unterstützt. mehr Vergnügen bei gewalthaltigen Filmen (Zusammenfassung Oliver, 2000) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

22 Horrorfilme Gender-Role Approach Gelegenheit für … … Männer, Ruhe und Tapferkeit im Angesicht von Gefahr zu zeigen. … Frauen, Furcht zu zeigen und nach männlichem Schutz zu suchen. (Zusammenfassung Oliver, 2000) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

23 Pornographie Gender-Role Approach 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen Sexuelle Doppelmoral kulturelle Normen implizieren, dass Frauen weniger Genuss an pornographischen Material haben sollen für Frauen gelten oft strengere Sexualnormen Männer reagieren am aggressivsten gegenüber Frauen, wenn diese Enthusiasmus für Pornographie zeigen am wenigsten aggressiv, wenn diese Pornographie ablehnen (Zusammenfassung Oliver, 2000)

24 Pornographie Evolutionspsychologischer Erklärungsansatz Elterliches Investment Frauen: mehr physisches und zeitliches Investment in Nachkommen Suche nach einem verlässlichen, einfühlsamen Partner, der Ressourcen bereitstellt Vorliebe für Filme, die Liebe und Gefühle zeigen Männer: geringeres Investment-Level Maximierung der Anzahl der Nachkommen Interesse an Filmen, die eine Bandbreite von sexuell interessanten Partnern bereitstellen, auch wenn diese nur in der Phantasie existieren (Zusammenfassung Oliver, 2000) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

25 1)Eigene Meinung, Erfahrungen und Kritikpunkte zu Geschlechtsunterschieden und Erklärungsmodellen einbringen. 2)Inwiefern lässt sich der evolutionstheoretische Erklärungsansatz für geschlechtsspezifische Filmpräferenzen auch auf andere Genres (außer Pornographie) anwenden? Welches Problem tritt dabei auf? Gruppenarbeit und Diskussion

26 Erklärungsansätze Klassische Ansätze Evolutionstheoretische Ansätze Lerntheoretische Ansätze ( = Gender-Role Approach) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

27 Erklärungsansätze Warum sind diese Ansätze ungeeignet? Alles läuft auf Evolution und/oder Sozialisation hinaus! ABER: Methodik nicht erklärbar: keine Experimente möglich! nur Post-Hoc-Erklärungen möglich! nur Korrelationen, keine Kausalzusammenhänge!

28 3) Welche Erklärungsansätze bezüglich unterschiedlichen Filmpräferenzen könnte es noch geben? Gruppenarbeit und Diskussion

29 Erklärungsansätze Klassische Ansätze Evolutionstheoretische Ansätze Lerntheoretische Ansätze ( = Gender-Role Approach) Neuere Ansätze Motivation Identifikation Stimmung (Mood Management) Belohnung & Vergnügen (Uses & Gratification) Persönlichkeit 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

30 Motivation Was motiviert Menschen fernzusehen? Stichprobe: Studenten, 526 Frauen, 612 Männer (USA) Methode: Korrelationsstudie Ergebnisse: Frauen nutzen das Fernsehen vor allem als Zeitvertreib und tun dies gern in Gesellschaft Männern dient das Fernsehen als Informationsquelle oder als Stimulation (Weaver, 2002) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

31 Identifikation = mit Personen, die bestimmte Gefühle, Probleme und Interessen teilen, identifizieren Gender-Role Approach (Vorderer, Klimmt & Ritterfeld 1991) z.B. Held sein, gleich, in welchem Sinne Actionhero SozialarbeiterIn LehrerIn, der/die Konflikte löst Familienoberhaupt 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

32 Stimmung wird beeinflusst durch Unterhaltung: Daily Soap, Gerichtsshow, Krimi, Comedy, … Ist man in schlechter Stimmung … gefallen Frauen Fernsehsendungen mit positivem und Männern Fernsehsendungen mit negativem Inhalt (Biswas, 1994) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

33 Stimmung Ist man gestresst … schauen Frauen mehr Gameshows und schalten häufiger zwischen verschiedenen Programmen hin und her schauen Männer häufiger Action-Filme (Collins, Schmitt & Jacobritz, 1996) Ist man frustriert … bevorzugen Frauen Komödien ohne feindliche Inhalte Männer greifen auf Komödien mit provokantem und feindlichem Charakter zurück (Medoff 1979, 1982) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

34 Aber hängt die Stimmung bzw. die Wahl des Fernsehprogramm dann nicht eher mit der Persönlichkeit zusammen als mit dem Geschlecht? 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

35 Fakten Stichprobe: 187 Studenten, 94 Frauen, 93 Männer (USA) Methode: Korrelationsstudie McDaniel, Lim und Mahan (2006) fanden, dass … Ergebnisse: 40% der Einschaltquoten in Amerika beim Football, Baseball, Hockey und Auto-Racing auf Frauen zurück gehen CAME (Curiosity About Morbid Events) positiv mit der HK des Konsums von Horrorfilmen korreliert dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen der einzige Grund, warum sich Männer und Frauen in ihrem Fernsehverhalten unterscheiden, einzig und allein in der Persönlichkeit liegen kann 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

36 Persönlichkeit Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Motiv fernzusehen und Persönlichkeits-Traits (Rubin 1981, 1983) Motive Stimmung Soziale Kompensation ZH mit Big Five? Sind Frauen neurotischer? positiver ZH zwischen … Stimmung & Selbstachtung sowie soziale Unterstützung soz. Kompensation & Selbstachtung sowie soziale Unterstützung soziale Unterstützung & Schüchternheit sowie Einsamkeit (Finn & Gorr 1988) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

37 Persönlichkeit Stichprobe: Studenten, 526 Frauen, 612 Männer (USA) Methode: Korrelationsstudie James B. Weaver fand (2002)… Ergebnisse: einen negativen ZH zwischen … Entspannung & Zeitvertreib (r= -.10) positive Zusammenhänge zwischen … Neurotizismus & Zeitvertreib (r=.24) Neurotizismus & in Gesellschaft fernsehen (r=.35) Neurotizismus & Entspannung (r=.20) 2) Erklärungsansätze für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

38 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

39 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Allgemeine Studienergebnisse Schnulzen (Melodramatic Tearjerkers) wenige klassische Studien mit Big Five ZH aber mit anderen (Dispositions-)eigenschaften Empathie, Identifikation mit weiblicher Geschlechterrolle (Gender-Role Approach – nicht nur Frauen!) & Einsamkeit (Zusammenfassung Oliver, Kim & Sanders 2006) 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

40 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Allgemeine Studienergebnisse Schnulzen (Melodramatic Tearjerkers) Personen, die gerne traurig sind Warum? Gefühl, angemessen empathisch zu sein = Gratification need for affect = generell mehr & intensivere Gefühle zu wollen Emotionen & Mood Motivation, diese Gefühle zu suchen Kritik: spielt auch in anderen Genres eine Rolle (z.B. Horror) (Zusammenfassung Oliver, Kim & Sanders, 2006) 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

41 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Interaktion Persönlichkeit & Geschlecht Schnulzen (Melodramatic Tearjerkers) Frauen + empathische Personen = sind Frauen empathischer? Stichprobe: 12 Männer (MW= 24.4, SD= 3.0) und 14 Frauen (MW= 24.8, SD= 3.7) höhere Werte in Fragebögen ( Gender Role?) fMRI: Reaktionen auf Gesichtsausdrücke & eigene Emotionen bewerten eigene Emotionen: Frauen stärkere Aktivierung der RH, Männer LH fremde Emotionen: nur bei Frauen Aktivierung (inferiorer frontaler Cortex, r.) Spiegelneurone? (Schulte-Rüther et al., 2008) 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

42 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Interaktion Persönlichkeit & Geschlecht Schnulzen (Melodramatic Tearjerkers) need for affect = haben Frauen höhere Werte? Internetbefragung: Online-Panel d. deutschen Informations- und Meinungsportals Sozioland Stichprobe: 143 Frauen und 108 Männer (MW= 28.9, SD= 10.9) Korrelationsstudie mit Hilfe eines need for affect Fragebogens 3 Filmbeschreibungen mit sechs neutralen, positiven oder negativen Adjektiven Ratingskala: wie gerne man Film sehen möchte Subskala Annäherung: geringe ZH mit Wunsch, traurigen Film zu sehen nur bei Frauen keine G-Unterschiede bei neutralen oder positiven Filmen (Appel, 2008) 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

43 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Zusammenfassung & Kritik: Schnulzen (Melodramatic Tearjerkers) Kritik:stets nur Korrelationen, keine Kausalanalysen möglich! Nicht geklärt, ob Frauen empathischer sind & mehr need for affect besitzen Falls doch: nicht geklärt, warum das so ist Weitere mögliche Forschung: neuronale Unterschiede in P-Eigenschaften bei Männern & Frauen suchen Gruppenvergleich empathische Männer & Frauen noch Unterschiede? 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

44 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Allgemeine Studienergebnisse Gewaltfilme / Actionfilme ZH mit: Aggressivität, Feindseligkeit & Gleichgültigkeit / Abgestumpftheit Maskulinität, Psychotizismus, Machiavellismus & Sensation Seeking durch Filmwahl eigene Persönlichkeit preisgeben Kritik: eher Folge als Ursache Opfer verdienen Gewalt = Gratification, wenn Strafe / Gewalt erteilt Kritik: keine Begründung, weshalb Opfer Gewalt verdienen sollen (Zusammenfassung Oliver, Kim & Sanders, 2006) 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

45 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Interaktion Persönlichkeit & Geschlecht Gewaltfilme / Actionfilme Männer + Aggressivität, Psychotizismus & Sensation Seeking = besitzen Männer diese Eigenschaften eher? ZH zwischen diesen Konstrukten, geht alleine aus Definitionen hervor Psychotizismus: höhere Aggressivität, fehlende Empathie, geringeres Sozialverhalten, Suche nach neuen Reizen Sensation Seeking:Thrill & Adventure Seeking (TAS) Experience Seeking (ES) Disinhibition (Dis) Boredom Susceptibility (BS) (Aluja-Fabregat & Torrubia-Beltri, 1998) 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

46 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Interaktion Persönlichkeit & Geschlecht Gewaltfilme / Actionfilme Sensation Seeking: Männer haben tatsächlich höhere Werte Biologische Fundierung: ZH SS mit Testosteron ZH SS mit Serotonin (inhibitorische Kontrolle) und ZH SS mit Noradreanalin (optimales Aktivierungsniveau) Testosteron: antagonistischen Effekt auf MAO (SS + MAO ) (Aluja-Fabregat & Torrubia-Beltri, 1998) um auf optimales Erregungsniveau zu kommen Reize von außen zuführen Frage: müssen diese Reize Gewaltreize sein? 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

47 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Interaktion Persönlichkeit & Geschlecht Nicht nur Gewaltreize, sondern arousing media im Allgemeinen Gewalt- / Horrorfilme Korrelationsstudie unter Verwendung v. Fragebögen (?) Sensation Seeking v.a. in Thrill and Adventure Seeking (TAS) Motive:Spaß daran, dass Opfer leiden zu sehen (Empathie ) Nervenkitzel, weil man sich mit dem Opfer identifiziert (Empathie ) Frage:liegt hier ein Geschlechtsunterschied vor? Uses & Gratification Unterschied zwischen Männern & Frauen? (Johnston, 1995; Zusammenfassung bei Oliver, Kim & Sanders, 2006) Wichtig: Sensation Seeking kann also auch bei Frauen hoch ausgeprägt sein 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

48 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Interaktion Persönlichkeit & Geschlecht Pornographie Korrelationsstudie unter Verwendung v. Fragebögen (?) ZH zwischen Sensation Seeking (v.a. Dis) & HK X-rated Filme zu schauen bei Männern & Frauen! Männer: Dominanz, Maskulinität, Machiavellismus & Psychotizismus (SS) = inhaltliche Präferenz für Gewalt, Vergewaltigung, Kinder & Unersättlichkeit Aber: kein ZH mit Erotikfilmen (bei P aber schon) (Bogaert, 2001; Zusammenfassung bei Oliver, Kim & Sanders, 2006) 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

49 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Interaktion Persönlichkeit & Geschlecht Pornographie Fragebogenstudie mit 201 niederländischen Frauen, 15 – 65 Jahre (MW: 31.0) Motive in Fragebogen, daraus Faktorenanalyse HK, Filme zu schauen: Ratingskala Ergebnisse: nur wenige Frauen hohe Sensation Seeking Motive (1 von 10) HK, Filme zu schauen generell gering (60 % kaum, 8 % wöchentlich SS ) (Vanwesenbeeck, 2001) SS bei Männern extreme, gewalthaltige Präferenzen SS bei Frauen nur dann regelmäßiger Konsum 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

50 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Zusammenfassung & Kritik Biologische Fundierung von SS, was ist allerdings mit anderen Konstrukten ? SS bei Männern höher ausgeprägt ZH auch mit anderen P-Eigenschaften (Psychotizismus, Aggressivität, Machiavellismus, Maskulinität) diskriminante Validität ? um optimales Erregungsniveau zu erreichen, Reize von außen zuführen Medien: Gewalt / Actionfilme, Horrorfilme, sexualisierte Gewalt 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen

51 Persönlichkeit und Filmpräferenzen Zusammenfassung & Kritik Biologische Fundierung nur für Sensation Seeking Diskrimminante Validität SS und Psychotizismus nicht geklärt nur korrelative Werte, die bei Männern stärker sind keine direkten Vergleiche zwischen hohen & niedrigen SS UND dem Geschlecht !!! 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen MännerFrauen

52 4)Mit welchem Design könnte man überprüfen, ob sich Männer und Frauen sowie Personen mit hoher und niedriger Ausprägung in SS in ihrer Filmpräferenz unterscheiden? Welche Probleme könnten sich dabei bei der Stichprobenauswahl ergeben? Gruppenarbeit und Diskussion

53 Persönlichkeit und Filmpräferenzen 3) Persönlichkeit als Ursache für geschlechterspezifische Filmpräferenzen Sensation Seeking (SS) hochniedrig Geschlecht Männer Frauen

54 Literatur Aluja-Fabregat, A., & Torrubia-Beltri, R. (1998). Viewing of mass media violence, perception of violence, personality and academic achievement. Personality and Individual Differences, 25, Appel, M. (2008). Manche mögens heiß. Ergebnisse der deutschsprachigen Version eines Instruments zur Erfassung des Emotionsmotives (need for emotion/need for affect). Diagnostica, 54, Banerjee, S. C., Greene, K., Krcmar, M., Bagdasarov, Z., & Ruginyte, D. (2008).The role of gender and sensation seeking in film choice. Exploring mood and arousal. Journal of Media Psychology, 20, Bogaert, A. F. (1996). Volunteer bias in human sexuality research: Evidence for both sexuality and personality differences in males. Archives of Sexual Behavior, 25, Bryant, J., & Vorderer, P. (2006). Psychology of entertainment. Mahwah, New Jersey: Lawrence Erlbaum Associates. Johnston, D. D. (1995). Adolescents motivation for viewing graphic horror. Human Communication Research, 21, Knobloch-Wersterwick, S. (2006). Mood Management Theory, Evidence, and Advancements. In J. Bryant & P. Vorderer (Eds.), Psychology of entertainment ( ). Mahwah, New Jersey: Lawrence Erlbaum Associates. Kunczik, M., Zipfel, A., (2006). Medien und Gewalt: Einflussfaktoren im Wirkungsprozess. In tv diskurs, 35, Leonard, K. E., & Taylor, S. P. (1983). Exposure to pornography, permissive and nonpermissive cues, and male aggression toward females. Motivation and Emotion, 7, McDaniel, S. R., Lim, C., & Mahan, J. E. (2006). The role of gender and personality traits in response to ads using violent images to promote comsumption of sport entertainment, Journal of Buisness Research, 60, Oliver, M. B. (2000). The respondent gender gap. In D. Zillmann & P. Vorderer (Eds.), Media entertainment: The psychology of its appeal ( ). Mahwah, N.J.: Erlbaum.

55 Literatur Oliver, M. B., Kim, J., & Sanders, M. S. (2006). Personality. In J. Bryant & P. Vorderer (Eds.), Psychology of entertainment ( ). Mahwah, New Jersey: Lawrence Erlbaum Associates. Schulthe-Rüther, M., Markowitsch, H. J., Shah, N. J., Fink, G. R., & Piefke, M. (2008). Gender differences in brain networks supporting empathy, Neuroimage, 42, Sigurdsson, J. F., Gudjonsson, G. H., Bragason, A. V., Kristjansdottir, E., & Sigfusdottir, I. D. (2006). The role of violent cognition in the relationship between personality and the involvement in violent films and computer games. Personality and Induvidual Differences, 41, Vanwesenbeeck, I. (2001). Psychosexual correlates of viewing sexually explicit sex on television among women in the Netherlands. Journal of Sex Research, 38, Vorderer, P., Klimmt, C., & Ritterfeld, U. (2004). Enjoyment: At the heart of media entertainment. Communication Theory, 4, Weaver, J. B. (2003). Individual differences in television viewing motives. Personality and Individual Differences, 35, Zillmann, D., & Vorderer, P. (2000). Media entertainment: The psychology of its appeal. Mahwah, N.J.: Erlbaum.

56 Danke für eure Aufmerksamkeit.


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