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2 2 Abhängige nicht abhängen Abhängigkeitskrankheit Alkoholismus Michael Elmenthaler Suchtbeauftragter der Diözese Rottenburg-Stuttgart

3 3 Alkoholabhängigkeit Kommt in den besten Familien vor. Ist eine Krankheit mit vielfältigen Ursachen, die behandelt werden kann. Bleibt ein Leben lang bestehen. Bewirkt körperliche Schädigungen, Veränderungen der Persönlichkeit sowie Störung der sozialen Beziehungen. Bedeutet den Verlust der Freiheit aufzuhören. Copyright: Michael Elmenthaler

4 4 Statistische Daten zur Alkoholabhängigkeit Jährlich ca Alkoholtote (Damit ist Alkohol nach Nikotin und falscher Ernährung die drittgrößte vermeidbare Todesursache) Statistisch ca. 2,5 Mio Abhängige (2-5% der Bevölkerung) und ca. 9,3 Mio mit erhöhtem Alkoholkonsum (als medizinisch unbedenklich gilt eine tägliche Alkoholmenge von 40g (M) bzw. 20g (F). Eine Flasche Bier oder O.2 l Wein enthalten 20g Alkohol) Eine nicht verifizierbare Zahl an indirekten Opfern ( missgebildete Kinder, zerstörte Beziehungen, etc) 25-30% der Arbeitsunfälle sind alkoholbedingt Die Lebenserwartung ist um 15% reduziert Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt den Schaden durch Alkoholkonsum auf 5-6% des Bruttosozialprodukts 2-3 Mio Kinder leben in suchtbelasteten Familien % davon werden selber suchtkrank Quelle: DHS, Jahrbuch Sucht, 2001 Copyright: Michael Elmenthaler

5 5 Merkmale der Alkoholabhängigkeit Betroffene fühlen sich ohne Alkohol nicht mehr wohl. Alkohol wird gebraucht zur Entspannung, zum Stressabbau, zur Angst- und Konfliktbewältigung. Es besteht (ständig oder periodisch) ein großes Verlangen nach Alkohol. Alkoholkranke können ihren Konsum nicht willentlich steuern. Sie verlieren die Kontrolle. Es entwickelt sich allmählich eine höhere Toleranz, ( d.h. nach einiger Zeit muss immer mehr getrunken werden, um eine Wirkung zu erzielen). Mit fortschreitender Krankheit nimmt diese Toleranz wieder ab. Ausfallerscheinungen stellen sich sehr viel früher ein. Entzugserscheinungen können auftreten wie Zittern, Angst, innere Unruhe, Übelkeit, Schweißausbrüche, Ein- und Durchschlafstörungen. Copyright: Michael Elmenthaler

6 6 Formen des Alkoholismus Erleichterungstrinker (Alpha-Alkoholismus) Wollen mit dem Alkohol ihre Probleme lösen – von Fall zu Fall, behalten aber auch nach Jahren die Freiheit, aufzuhören. Gewohnheitstrinker (Beta-Alkoholismus) Trinken regelmäßig bis häufig. Obwohl körperliche Schäden entstehen können, bleibt die Freiheit zum Aufhören. Gamma-Alkoholismus Die Krankheit durchläuft 4 Phasen (nach Jellinek): - Voralkoholische Phase - Prodomalphase (Beginn des Kontrollverlustes) - Kritische Phase (ausgedehnte Rauschzustände) - Chronische Phase Spiegeltrinker (Delta-Alkoholismus) Sind körperlich abhängig und fühlen sich schlecht, wenn der Alkoholspiegel sinkt. Der Stoffwechsel passt sich dem Alkohol an. Über viele Jahre kann eine bestimmte Trinkmenge kontrolliert werden. Quartalstrinker Epsilon-Alkoholismus Haben regelmässig ihre Krisentage mit Gereiztheit, Unruhe und zwanghaftem Denken an Alkohol. Dann wird oft tagelang getrunken ohne Selbstkontrolle. Copyright: Michael Elmenthaler

7 7 Das Krankheitsbild Alkoholismus verstehen Betroffene sind oft die Letzten, die ihre Krankheit wahr nehmen können. Die Diagnose über die Erkrankung stellt der/die Betroffene selbst. (Helfen können Fragen: Weshalb trinkst du? Merkst du, dass du immer mehr vertragen kannst? Hast du manchmal Gedächtnislücken? Drohen und kontrollieren hilft in der Regel wenig. Alkoholkranke können oft nicht aufhören wollen. Mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen werten sich Alkoholkranke selber ab.(bis hin zu passivem Selbstmitleid, das Veränderung verhindert) Alkohol wirkt wie eine Krücke. Die Aussicht, diese Lebenshilfe zu verlieren, setzt große Energien frei. (Erklärungssysteme, Ausreden und Unwahrheit, zeitweisen Verzicht, Heimlichkeit, Flucht) Copyright: Michael Elmenthaler

8 8 Den Alkoholismus fördernde Faktoren Gewöhnung des Körpers an den Suchtstoff durch längeren Missbrauch Teufelskreis von Problemen-Trinken- Ernüchterung-größere Probleme Leichte Verfügbarkeit Reiz des Verbotenen Persönliche Veranlagung (z.B.: Selbstunsicherheit, Beeinflussbarkeit, Angst, Kontaktstörungen, Komplexe) Mangel an körpereigenen Botenstoffen (Endorphinen) Solche Stoffe entstehen im Abbauprozess des Alkohols Genetische Disposition (die mit dem ersten Schluck verbundene Erinnerung löst den nächsten aus – eine Art Belohnungs System des Gehirns) Problematische Lebens- und Arbeits- Situationen (z.B.: Risikoberufe wie Piloten, Ärzte, Pfarrer, Schichtarbeiter, Vertreter) (Elterliche) Vorbilder Trinkrituale (in Verein, Familie, Kirchengemeinde, bei öffentlichen Anlässen, unter Gleichaltrigen) Copyright: Michael Elmenthaler

9 9 Körperliche Folgen des Alkoholismus Veränderung des Gesichtes: Rötung, gedunsene Haut, wässrige Augen, welke Haut Veränderungen an der Zunge: Beläge und Verkleinerung der Geschmacksknospen Schleimhautentzündung des Magens und des Darmes Ernährungsschäden durch Mangelernährung Stoffwechselstörungen Leberschäden Bauchspeicheldrüsener- krankung Herzmuskelschäden Frühzeitige Gefäßverkalkung durch Erhöhung der Blutfette Knochenmarkschäden Missbildung bei Kindern in der Schwangerschaft Funktionsstörung und Untergang von Gehirnzellen Störung des vegetativen Nervensystems Nach: L. Schmidt, Alkoholismus – ein Problem für uns alle?, Berlin, S. 7f Copyright: Michael Elmenthaler

10 10 Soziale Folgen des Alkoholismus Alle sozialen Beziehungen werden gestört (Partnerschaft, Familie, Beruf, Nachbarschaft, Strassenverkehr, gesellschaftliches Verhalten ) Bereitschaft zu Straftaten nimmt zu (bei ca. 30% der Fälle von Raub- und Sexualmord, schwerer Körperverletzung, Vergewaltigung und ca. 40% der Fälle von Totschlag ist Alkohol im Spiel) Takt, Schamgefühl und Wahrnehmung anderer werden vermindert Partner/innen von Alkoholkranken werden ebenfalls krank Copyright: Michael Elmenthaler

11 11 Alkoholkranken begegnen Mit Betroffenen reden und nicht über sie. Da es für alkoholkranke kein kontrolliertes Trinken gibt, ist es mörderisch, ihnen Alkohol anzubieten. Alkoholkranke Menschen sind wertvolle Menschen im Ausnahmezustand. Eine Krankheit entzieht sich moralischer Bewertung. Co-Alkoholismus ist nicht Hilfe, sondern Hilflosigkeit, die bearbeitet werden kann. (Einen Menschen, der alkoholkrank ist zu decken, zu entschuldigen, für ihn/sie in die Presche springen verlängert die Krankheit) Ein konstruktiver Leidensdruck nährt die Betroffenheit und kann Voraussetzung für die Bereitschaft zur Behandlung sein. Alkoholkranke müssen die Verantwortung für sich selber und die Folgen ihres Verhaltens spüren, da sie – als Teil der Krankheit – sich selber oft nicht für krank halten. Auch gut gemeinte Ratschläge wirken als Schläge Dem eigenen Schutz dient es, klare Grenzen zu setzen, deutlich zu sagen, welches Verhalten akzeptiert wird und welches nicht sowie die klare Aussage über Konsequenzen, wenn sich nichts ändert. Copyright: Michael Elmenthaler

12 12 Alkoholkrank? Du bist kein Schuft, kein moralischer Versager, sondern krank. Wenn Du Dir das eingestehst, hast Du den ersten und wichtigsten Schritt.geschafft. Nur du allein schaffst es – aber du schaffst es nicht allein. Ohne fremde (ärztliche, therapeutische, freundschaftliche) Hilfe und die Unterstützung einer guten Selbsthilfegruppe bleibt Deine Krankheit stärker. Du bist nicht für Deine Krankheit verantwortlich, wohl aber für die Behandlung und den Genesungsprozess. Dich aus der Abhängigkeit zu befreien, bedeutet, dass Du Dein Leben, insbesondere das, was ihm Sinn gibt, neu entdeckst und eine positive Lebensperspektive entfaltest. Traue der Kraft, die in Dir steckt. Du kannst Dich aus der Umklammerung befreien und Dich wieder dem Leben zu wenden. Die Freiheit erwartet Dich. Copyright: Michael Elmenthaler

13 13 Alkoholkrankheit in der Kirchengemeinde Eine Gemeinde kann: Suchtkranke nicht heilen, wohl aber Wege zur Hilfe ebnen. nicht schweigen, handeln, denn viele wissen es, aber keiner will es wissen. mit Beschäftigten, die alkoholkrank sind, klare Vereinbarungen treffen. Was geschieht, wenn.... Menschen während und nach einer Behandlung stützen. Die prophetische Kraft trockener Alkoholiker integrieren, damit sie zum Segen werden kann für andere. Suchtkranke Menschen die Folgen ihres Verhaltens spüren lassen – keine Tabuisierung. Copyright: Michael Elmenthaler

14 14 Alkohol in der Kirchengemeinde Eine Gemeinde kann das Ausbrechen der Abhängigkeitskrankheit fördern oder erschweren. Möglichkeiten zur Vorbeugung: - Informieren und die Krankheit zum Thema machen - Für und mit Jugendlichen drogenfreie Räume schaffen - Alkoholfreie Getränke kreativ und preisgünstig fördern - keine alkoholischen Geschenke machen - Selbsthilfegruppen fördern (auch für Angehörige) - Alkohol im Gemeindehaus nicht ständig verfügbar halten - Bei Sitzungen keinen Alkohol anbieten - Abhängigkeit und Freiheit bei Gottesdiensten thematisieren Copyright: Michael Elmenthaler

15 15 Ansprechpartner für Kranke und Mitbetroffene Suchtberatungsstellen der Caritas oder anderer Träger Selbsthilfegruppen und Vereine (Anonyme Alkoholiker, Kreuzbund, Blaukreuz, u.a.) Arzt oder Psychotherapeut Zur Information: Zahlreiche Adressen im Internet (Suchbegriffe: Sucht, Abhängigkeit, Alkoholismus) Für kirchliche Mitarbeiter/innen und dienstlich Betroffene: Der Suchtbeauftragte des Bischöflichen Ordinariats Rottenburg-Stuttgart ( / ); Copyright: Michael Elmenthaler

16 16 anfangen aufzuhören Copyright: Michael Elmenthaler


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