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Das Universalienproblem, Quantenmechanik und andere ontologische Herausforderungen Daniel von Wachter

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Präsentation zum Thema: "Das Universalienproblem, Quantenmechanik und andere ontologische Herausforderungen Daniel von Wachter"—  Präsentation transkript:

1 Das Universalienproblem, Quantenmechanik und andere ontologische Herausforderungen Daniel von Wachter

2 15. Juni 2004: Substanzontologie & Feldontologie Daniel von Wachter

3 Organisatorisches Powerpointfolien im Internet (die jüngste Datei wird jeweils erneuert) Powerpointfolien im Internet (die jüngste Datei wird jeweils erneuert) Zum nächsten Mal lesen: Zum nächsten Mal lesen: Swinburne, R. The Irreducibility of Causation.Swinburne, R. The Irreducibility of Causation. Ferner: D.v.Wachter: The Tendency Theory of CausationFerner: D.v.Wachter: The Tendency Theory of Causation Referate (evtl. statt erstem Aufsatz): Referate (evtl. statt erstem Aufsatz): Esfeld, Michael. Einführung in die Naturphilosophie: WBG, Kap. 5. (6.7.04)Esfeld, Michael. Einführung in die Naturphilosophie: WBG, Kap. 5. (6.7.04) Maudlin, Tim. Distilling Metaphysics from Quantum Physics ( )Maudlin, Tim. Distilling Metaphysics from Quantum Physics ( ) Schrödingers Katze: Lockwood, Michael Mind, Brain and the Quantum. Kap. 12. ( )Schrödingers Katze: Lockwood, Michael Mind, Brain and the Quantum. Kap. 12. ( ) Noch Fragen?... Noch Fragen?...

4 Heute Grundriß Substanzontologie (Bsp. Ingarden) und ontologisches Viereck Grundriß Substanzontologie (Bsp. Ingarden) und ontologisches Viereck Feldontologie Feldontologie

5 Die Ontologie Roman Ingardens ( ) Polnischer Schüler von Edmund Husserl Polnischer Schüler von Edmund Husserl Gegen Husserls Wende zum Idealismus Gegen Husserls Wende zum Idealismus Der Streit um die Existenz der Welt Der Streit um die Existenz der Welt Band 1: ExistentialontologieBand 1: Existentialontologie Band 2/1: Formalontologie: Form und WesenBand 2/1: Formalontologie: Form und Wesen Band 2/2: Formalontologie: Welt und BewußtseinBand 2/2: Formalontologie: Welt und Bewußtsein Band 3: Über die kausale Struktur der WeltBand 3: Über die kausale Struktur der Welt Die Form de seinsautonomen individuellen Gegenstandes Die Form de seinsautonomen individuellen Gegenstandes

6 Ontologisches Quadrat Vier Kategorien Vier Kategorien Aristoteles: Kategorien Aristoteles: Kategorien Was sagt Armstrong dazu? Was sagt Armstrong dazu? Ingarden Ingarden not being in a subject being in a subject said of a subject manwhite not said of a subject this man this white

7 Ingarden (cont) Eigenschaften sind individuell (Momente) Eigenschaften sind individuell (Momente) Eigenschaften sind Exemplare von Eigenschaftsuniversalien (ideale Qualitäten) Eigenschaften sind Exemplare von Eigenschaftsuniversalien (ideale Qualitäten) Eigenschaften werden getragen Eigenschaften werden getragen Eigenschaftsträger sind Exemplare von Substanzuniversalien Eigenschaftsträger sind Exemplare von Substanzuniversalien Der Eigenschaftsträger heißt konstitutive Natur und ist die Art des Gegenstandes Der Eigenschaftsträger heißt konstitutive Natur und ist die Art des Gegenstandes Die Eigenschaften eines Dinges sind voneinander und von der konst. Nat. abhängig (seinsunselbständig) Die Eigenschaften eines Dinges sind voneinander und von der konst. Nat. abhängig (seinsunselbständig) Ein Ding existiert solange seine kon. Nat. existiert Ein Ding existiert solange seine kon. Nat. existiert

8 Ingardens Ontologie Ingardens Welt sieht in etwa wie folgt aus: Die Welt besteht aus Eigenschaften tragenden Eigenschaftsträgern. Eigenschaftsträger sowie Eigenschaften sind individuell. Ei­genschaftsträger sind nicht bar jeglicher Qualität, sondern sie gehören zu einer Art; sie sind konstitutive Naturen (Substanzen). Ein Eigenschaftsträger und die von ihm getra­genen Eigenschaften sind aufeinander seinsunselbständig – das bindet sie aneinander. Nicht jede Portion von Materie ist ein Eigenschaften tragender Eigenschaftsträger; nur, wo eine Substanz ist, ist ein Eigenschaftsträger. Ingardens Welt sieht in etwa wie folgt aus: Die Welt besteht aus Eigenschaften tragenden Eigenschaftsträgern. Eigenschaftsträger sowie Eigenschaften sind individuell. Ei­genschaftsträger sind nicht bar jeglicher Qualität, sondern sie gehören zu einer Art; sie sind konstitutive Naturen (Substanzen). Ein Eigenschaftsträger und die von ihm getra­genen Eigenschaften sind aufeinander seinsunselbständig – das bindet sie aneinander. Nicht jede Portion von Materie ist ein Eigenschaften tragender Eigenschaftsträger; nur, wo eine Substanz ist, ist ein Eigenschaftsträger. Außer den individuellen Gegenständen, den Eigenschaften tragenden Eigenschaftsträgern, gibt es außerzeitliche Universalien. Diese könnten auch existieren, wenn es gar keine individuellen Gegenstände gäbe. Die individuellen Entitäten sind Exemplifikationen der Universalien. Zwei individuelle Entitäten sind genau dann gleicher Art, wenn sie Exemplifikationen desselben Universale sind. Es gibt Eigenschaftsuniversalien und Sub­stanz­universalien. Eine Eigenschaft (ein Moment) ist eine Exemplifikation eines Eigen­schaftsuniversale; eine Substanz (eine konstitutive Natur) ist eine Exemplifikation eines Substanz­universale. Was für Substanzen gegenüber was für Eigenschaften wie seins­unselbständig sind, hängt von Zusammenhangsbeziehungen zwischen Universalien ab. Ebenso hängt es von Zusammenhangsbeziehungen zwischen Universalien ab, was für Eigenschaften gegenüber was für Eigenschaften wie seinsunselbständig sind, sowie was für Substanzen was für Eigenschaften nicht tragen können, und was für Eigenschaften nicht zugleich von derselben Substanz getragen werden können. Außer den individuellen Gegenständen, den Eigenschaften tragenden Eigenschaftsträgern, gibt es außerzeitliche Universalien. Diese könnten auch existieren, wenn es gar keine individuellen Gegenstände gäbe. Die individuellen Entitäten sind Exemplifikationen der Universalien. Zwei individuelle Entitäten sind genau dann gleicher Art, wenn sie Exemplifikationen desselben Universale sind. Es gibt Eigenschaftsuniversalien und Sub­stanz­universalien. Eine Eigenschaft (ein Moment) ist eine Exemplifikation eines Eigen­schaftsuniversale; eine Substanz (eine konstitutive Natur) ist eine Exemplifikation eines Substanz­universale. Was für Substanzen gegenüber was für Eigenschaften wie seins­unselbständig sind, hängt von Zusammenhangsbeziehungen zwischen Universalien ab. Ebenso hängt es von Zusammenhangsbeziehungen zwischen Universalien ab, was für Eigenschaften gegenüber was für Eigenschaften wie seinsunselbständig sind, sowie was für Substanzen was für Eigenschaften nicht tragen können, und was für Eigenschaften nicht zugleich von derselben Substanz getragen werden können.

9 Zitat Ingarden Der individuelle Gegenstand ist ein Seinszusammenhang hierarchisch geordneter und sich auf verschiedene Weise bedingender Momente, und zwar der konstitutiven Natur, der durch effektive Qualitäten ausgestatteten Eigenschaften oder Fähigkeiten, der erworbenen Eigenschaften, der in ihnen sich abspielenden Vorgänge und Verhaltensweisen, der von außen her bedingten Eigenschaften und endlich der relativen Merkmale. (Streit 2/1, 454) Der individuelle Gegenstand ist ein Seinszusammenhang hierarchisch geordneter und sich auf verschiedene Weise bedingender Momente, und zwar der konstitutiven Natur, der durch effektive Qualitäten ausgestatteten Eigenschaften oder Fähigkeiten, der erworbenen Eigenschaften, der in ihnen sich abspielenden Vorgänge und Verhaltensweisen, der von außen her bedingten Eigenschaften und endlich der relativen Merkmale. (Streit 2/1, 454)

10 Weiterführendes zu Ingarden D.v.Wachter: Dinge und Eigenschaften, Kap. 2.D.v.Wachter: Dinge und Eigenschaften, Kap. 2. Ingarden in Stanford Encyclopedia of Philosophy: s/ingarden/Ingarden in Stanford Encyclopedia of Philosophy: s/ingarden/

11 22. Juni Feldontologie

12 Heute Heute Wiederholung SubstanzontologieWiederholung Substanzontologie FeldontologieFeldontologie KausalitätKausalität Wiederholung Substanzontologie Wiederholung Substanzontologie Wiederholung Substanzontologie Wiederholung Substanzontologie

13 Einwände gegen den Universalienrealismus Nichtexakte Ähnlichkeit zwischen Eigenschaften Nichtexakte Ähnlichkeit zwischen Eigenschaften Was sind die Substrate? Was sind die Substrate? Gibt es eine richtige Weise, die Welt in Substrate einzuteilen?Gibt es eine richtige Weise, die Welt in Substrate einzuteilen? Substanzen? Substanzen? Raum-Zeit-Stellen als Substrate? Raum-Zeit-Stellen als Substrate?

14 Einwände gegen die Substanzontologie Welches ist die Infima species? Ist das nicht willkürlich (pragmatisch)? Welches ist die Infima species? Ist das nicht willkürlich (pragmatisch)? Besteht die Welt aus Dingen, die objektive Bedingungen diachroner Identität haben? Besteht die Welt aus Dingen, die objektive Bedingungen diachroner Identität haben? M.a.W. besteht die Welt aus Dingen, für die gilt: Ob B zu t2 dasselbe Ding wie A zu t1 ist, ist immer etwas zu EntdeckendesM.a.W. besteht die Welt aus Dingen, für die gilt: Ob B zu t2 dasselbe Ding wie A zu t1 ist, ist immer etwas zu Entdeckendes Bsp. Bosonen (Bose-Einstein Statistik)Bsp. Bosonen (Bose-Einstein Statistik)

15 Ist die Einteilung in Momente willkürlich Argumente dagegen: muenchen.de/~dvw/lv/04ss/tropeboundaries.doc Argumente dagegen: muenchen.de/~dvw/lv/04ss/tropeboundaries.dochttp://www.lrz- muenchen.de/~dvw/lv/04ss/tropeboundaries.dochttp://www.lrz- muenchen.de/~dvw/lv/04ss/tropeboundaries.doc

16 Feldontologie Taking our clue from space-time itself, we now propose that all the basic tropes are partless and edgeless in the ways that space is, and that they change only in space-time's innocent way. All basic tropes are space-filling fields, each one of them distributes some quantity, in perhaps varying intensities, across all of space-time. (Campbell 1990, p. 146) Taking our clue from space-time itself, we now propose that all the basic tropes are partless and edgeless in the ways that space is, and that they change only in space-time's innocent way. All basic tropes are space-filling fields, each one of them distributes some quantity, in perhaps varying intensities, across all of space-time. (Campbell 1990, p. 146) Tropes do not have do not have definite boundaries, are carved out of something. Tropes do not have do not have definite boundaries, are carved out of something.

17 Feldontologie (cont) A field is extended over all of space. There may be more than one field. That means that they are in the same space, I say then that the fields are superimposed. The physical world consists of a certain number of superimposed fields, each of which is extended over total space. Everywhere in space there are the same fields present. A field is extended over all of space. There may be more than one field. That means that they are in the same space, I say then that the fields are superimposed. The physical world consists of a certain number of superimposed fields, each of which is extended over total space. Everywhere in space there are the same fields present. A field can have different intensities in different regions. That means that there are variations of a field, and a field may be in different regions in different variations. Different regions of a field are more or less similar in intensity, in the maximal case they have exactly the same intensity. A field may be presend in different regions in varying strengths. A field can have different intensities in different regions. That means that there are variations of a field, and a field may be in different regions in different variations. Different regions of a field are more or less similar in intensity, in the maximal case they have exactly the same intensity. A field may be presend in different regions in varying strengths.

18 Feldontologie (cont) the assumption that fields have different intensities in different regions allows us to conceive of a particle as "a zone in which several fields all sharply increase their intensity" (as Keith Campbell says). Things are not substances but certain configurations of field strengths in a certain region. the assumption that fields have different intensities in different regions allows us to conceive of a particle as "a zone in which several fields all sharply increase their intensity" (as Keith Campbell says). Things are not substances but certain configurations of field strengths in a certain region. Any subdivision of a field may be conceptualised as one trope. Not only that: we may conceptualise a certain combination of certain intensities of certain fields as one trope. Any subdivision of a field may be conceptualised as one trope. Not only that: we may conceptualise a certain combination of certain intensities of certain fields as one trope. the material world consists of a certain number of superimposed fields that are extended over all of space and that have different intensities in different regions. That is all there is in the material world. the material world consists of a certain number of superimposed fields that are extended over all of space and that have different intensities in different regions. That is all there is in the material world.


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