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© Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Bedingungsfaktoren erfolgreichen Lernens Vorlesung Lernen und Lehren als Interaktionsprozess Prof. Dr.

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Präsentation zum Thema: "© Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Bedingungsfaktoren erfolgreichen Lernens Vorlesung Lernen und Lehren als Interaktionsprozess Prof. Dr."—  Präsentation transkript:

1 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Bedingungsfaktoren erfolgreichen Lernens Vorlesung Lernen und Lehren als Interaktionsprozess Prof. Dr. H. Körndle WS 2009/10 1

2 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Leitfragen für die Vorlesung Wovon hängt es ab, ob man beim Lernen Erfolg hat? Wie kann man diese Lernerfolgsfaktoren verändern? 2

3 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Einflussfaktoren auf den Lernerfolg 3 Lernerfolg Faktoren in der Person Kontextfaktoren FamilieMedienKindergartenPeersSchuleKlassenklima MotivationVorwissen Informations- verarbeitung Faktoren der Lernumgebung Feedback Informations- auswahl Informations- präsentation Lernerfolge überprüfbar Interaktionsmöglichkeiten

4 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Kontextfaktoren 4

5 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden rep_all_ b_mms.pdf

6 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Einflussfaktor Vorschule Das Perry Preschool Project (Beginn 1962) Stichprobe: 123 afro-amerikanische Kinder mit schlechten Bildungsvoraussetzungen (geringes Familieneinkommen, niedriger IQ hohes Risiko, zu Schulversagern zu werden) Treatment: hochwertiges Vorschulprogramm vs. keine Intervention Ergebnisse: zunächst nur kleine Effekte später Unterschiede bei der High-School Abschlussquote, höheres Einkommen, weniger Arbeitslosigkeit und weniger Verbrechen in Vorschulgruppe 6

7 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Educational Effects

8 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Economic Effects

9 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Einflussfaktor Vorschule …und seine Kosten! Heckman: Ich würde sagen: Es funktioniert auch mit null Euro! Denn mir geht es um das, was wir Ökonomen Allokation nennen: Wir müssen das Geld so ausgeben, dass es die besten ökonomischen Ergebnisse bringt. Also würde ich deutlich weniger Geld in Qualifizierungsprogramme für Arbeitslose stecken, denn das ist häufig eine Verschwendung öffentlicher Mittel. Alles, was man dadurch spart, müsste in Programme gehen, mit denen benachteiligten Kindern möglichst früh geholfen wird. Quelle: Radiotranskript über das PPP Heckman's Websitehttp://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/667/437412/text/http://www.dradio.de/download/99571/ Heckman's Website 9

10 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Interne Faktoren 10

11 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Vorwissen entscheidende Einflussgröße bei der Untersuchung von Lernprozessen klärt bis zu 50 % der Varianz auf weitere wichtige Variable: Arbeitsgedächtnis (Baddeley, 1986) – Klingberg, T., Forssberg, H., & Westerberg, H. (2002). Training of working memory in children with ADHD. Journal of Clinical and Experimental Neuropsychology,24(6), 781–791. – Jaeggi, S. M., Buschkuehl, M., Jonides, J., & Perrig, W. J. (2008). Improving fluid intelligence with training on working memory. Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA, 105(19), 6829–6833. – Buschkuehl, M., Jaeggi, S. M., Hutchinson, S., Perrig-Chiello, P., Däpp, C., Müller,M., Breil, F., Hoppeler, H., & Perrig, W. J. (2008). Impact of working memory performance in old-old adults. Psychology and Aging, 23(4), 743–753.

12 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Aufgabe aus Brain Twister, Uni Bern, 2008

13 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Aufgaben aus: Brain Twister, Uni Bern, 2008

14 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Intelligenz als Prädiktor für schulischen Erfolg: r = 0, 5, für analytisches Problemlösen: r = 0, 6, für alltagsnahes Problemlösen: kein Zusammenhang, wenn mit klassischen Test erfasst. BIS misst u. a. Verarbeitungskapazität: Korrelationen mit Problemlöseleistung Vorhersage von Steuerung eines dynamischen Systems durch Vorwissen (14 %) und Intelligenz (8 %), gemeinsame Varianz 15 % (Süß, 1996) Intelligenz als Voraussetzung für Wissenserwerb Konsequenz…

15 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Modell des guten Informationsverarbeiters Pressley et. al Erfolgreich Lernende … – verfügen über das erforderliche Vorwissen – sind reflexiv – planen ihr Lernverhalten – nutzen effektive Lernstrategien – wissen um die Einsatzbedingungen (wie, wann, warum) – sind zu ihrem Einsatz motiviert – überwachen ihren Lernfortschritt – vertrauen ihren Lernfähigkeiten – stellen sich immer wieder neuen Anforderungen 15

16 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Motivation Begriffsbestimmung Psychologisches Konstrukt zur Erklärung von Verhaltens- unterschieden hinsichtlich: – Richtung des Verhaltens – Intensität des Verhaltens – Ausdauer des Verhaltens Interaktion von Personen- und Umweltvariablen 16

17 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Motivationsmodelle 17 Handlungstheoretische Modelle Risiko-Wahl-Modell (Atkinson) Selbstbewertungs- Modell (Heckhausen) Sozial-kognitive Modelle Self-Efficacy (Bandura) Selbstkonzept (Marsh, Meyer) Attributions- theoretischer Ansatz (Weiner) Modelle intrinsischer Motivation Interesse (Krapp et al.) Flow, tätigkeits- zentrierte Ansätze (Csikzentmihaly) Selbstbestimmungst. (Deci & Ryan) Zielorientierungs- ansätze Integrative Erwartungs-Wert-Ansätze Wigfield & Eccles Narciss Erweitertes kognitiv. Motivationsmodell (Heckhausen) Pintrich

18 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Risiko-Wahl-Modell Atkinson (1957, 1964) Subjektive Aufgabenschwierigkeit extrem hoch mittel hoch extrem niedrig extrem leicht extrem schwierig mittel schwierig Wahrscheinlichkeit des Erfolges Anreiz des Erfolges resultierende Motivation 18

19 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Faktoren der Lernumgebung 19

20 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Einflussfaktoren auf das Lernergebnis kognitive Faktoren – Informationsauswahl – Informationspräsentation – Interaktionsmöglichkeiten – kognitive Anforderungen motivationale Faktoren – Rückmeldungen – Fragen und Aufgaben – Lernerfolge überprüfbar 20

21 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Rückmeldungen: Definition 21 Feedback, allgemein Informationen, die einem System nach durchlaufenem Prozess oder Prozessschritt rückgemeldet werden und dadurch zukünftige Prozesse regulieren. Feedback, lernpsychologisch Informationen, die den Lernenden bei oder nach der Bearbeitung von Aufgaben bzgl. ihrer Lösung von einer externen Informationsquelle mit dem Ziel angeboten werden, eine korrekte Lösung dieser Aufgabe in der aktuellen oder auch in zukünftigen Lernsituationen zu ermöglichen.

22 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Systemtheorie Beispiel für Feedbackprozesse in der Mechanik: Der Fliehkraftregler 22 Quelle: R%C3%BCckkopplung

23 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Feedback-Regelkreis allgemeines Schema eines Regelkreises (Narciss, 2006) 23 REGELSTRECKE zu regulierender Prozess oder Zustand Regler Bildung der Stellgröße Vergleich Soll-Ist-Wert Sollwert-Einsteller Führungsgröße w REGELEINRICHTUNG Stellgröße Störgrößen z Feedback Rückführgröße r Sollwert der Regelgröße Mess-Fühler Regelgröße Stellglied

24 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Feedback-Regelkreis allgemeines Schema eines Regelkreises (Narciss, 2006) 24

25 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Feedback-Regelkreis Beispiel ProzessschrittLehr-Lern-Beispiel 25 1Bildung einer relevanten RegelgrößeAnzahl gewusster Vokabeln 2Festlegung eines Sollwerts der Regelgrößebis morgen die Vokabeln zum Thema X lernen 3Sollwerteinsteller: interne Rezeption des Sollwerts und Bildung einer Führungsgröße Zielstellung: Ich möchte bis morgen die Vokabeln zum Thema X können 4Vergleich von Führungsgröße und Ist-WertIch weiß erst 30% der Vokabeln 5Regler: Bildung einer Stellgröße (Konsequenzen aus dem Ist-Soll-Vergleich) Intention: noch 70% der Vokabeln lernen 6Stellglied: Einleitung der KonsequenzenLernen der Vokabeln 7Regelstrecke: Veränderung der RegelgrößeAnzahl gewusster Vokabeln steigt 8Messfühler: Messung der veränderten RegelgrößeDurchzählen der gewussten Vokabeln 9Rückführgröße: Meldung der aktualisierten Regelgröße an den Regler internes Feedback 10neuer Ist-Soll-VergleichFeststellung, dass das Ziel erreicht ist

26 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Lehren und Lernen als Interaktionsprozess Modellierung durch Allgemeine Systemtheorie Ein System ist etwa wie folgt definiert: Ein System ist begrenzt und abgrenzbar (System/Umwelt-Differenz). Es besteht aus einer Systemgrenze, Systemelementen, dem Zusammenwirken dieser Elemente sowie aus Energie oder Signalen. Wird etwas über die Systemgrenzen hinweg transportiert ist dieses System ein offenes, sonst ein geschlossenes System. Alles außerhalb der Systemgrenze Liegende ist nicht Teil des Systems, sondern dessen Umwelt. Ein System ist eine Menge von Elementen, die in einem abgegrenzten oder abgrenzbaren Bereich so zusammenwirken, dass dabei ein vollständiges, sinnvolles, zweck- und zielgerichtetes Zusammenwirken in einem funktionellen Sinne erzielbar wird. Quelle: Wikipedia: Systemtheorie

27 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Systemtheorie 27 Thema: alle Arten von Systemen, ihre Strukturen und Funktionsweisen und ihre Interaktion mit der Umwelt Feedback ist dabei ein zentraler Prozess Begründer: Ludwig von Bertalanffy Norbert Wiener Niklas Luhmann Systemlehre Kybernetik soziologische Systemtheorie © BCSSS

28 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Anregungen zum Weiterdenken Wann Sind Sie schon einmal an einer Lernaufgabe gescheitert? Welche Bedingung für Lernerfolg hat Ihnen gefehlt? Was sind ihre persönlichen Motivationsstrategien? Wie erfolgreich sind diese Strategien? Wählen Sie einen Kontextfaktor für erfolgreiches Lernen aus und beschreiben Sie – wie er den Lernerfolg beeinflusst – wie man ihn gestalten müsste, damit er optimalen Lernerfolg fördert 28

29 © Psychologie des Lehrens und Lernens – TU Dresden Literaturhinweise Krapp, A. & Weidenmann, B. (2006) Pädagogische Psychologie. Weinheim: Beltz., Kap. 6, Zumbach, J. & Mandl, H. (Hrsg.). Pädagogische Psychologie in Theorie und Praxis: Ein fallbasiertes Lehrbuch. Göttingen: Hogrefe. (Fallbeispiele zu Motivation) 29


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