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1 Europäische Mindeststandards und Empfehlungen als Orientierungspunkte für die Gesetzgebung und Praxis – dargestellt am Beispiel der Empfehlungen für.

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Präsentation zum Thema: "1 Europäische Mindeststandards und Empfehlungen als Orientierungspunkte für die Gesetzgebung und Praxis – dargestellt am Beispiel der Empfehlungen für."—  Präsentation transkript:

1 1 Europäische Mindeststandards und Empfehlungen als Orientierungspunkte für die Gesetzgebung und Praxis – dargestellt am Beispiel der Empfehlungen für inhaftierte Jugendliche und Jugendliche in ambulanten Maßnahmen (Die Greifswald Rules) Frieder Dünkel Universität Greifswald 2008

2 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 2 Gliederung 1.Einleitung: Die Bedeutung internationaler Regelungen und Empfehlungen nach dem Urteil des BVerfG vom Der Arbeitsauftrag: Empfehlungen für inhaftierte Jugendliche und Jugendliche in ambulanten Maßnahmen 3.Warum neue Regelungen? 4.Strukturierung und Aufbau der Greifswald Rules 5.Basic Principles 6.Empfehlungen für ambulante Maßnahmen 7.Empfehlungen für den Jugendstrafvollzug und andere Formen des Freiheitsentzugs gegenüber Jugendlichen und jungen Erwachsenen 8.Ausblick

3 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 3 1.Einleitung: Die Bedeutung internationaler Regelungen und Empfehlungen nach dem Urteil des BVerfG vom Die Entwicklung internationaler Menschenrechtsstandards:Die Entwicklung internationaler Menschenrechtsstandards: Vereinte NationenVereinte Nationen EuroparatEuroparat Mindeststandards (Standard Minimum Rules), Regelungen (Rules), Richtlinien (Guidelines) und Empfehlungen (Recommendations)Mindeststandards (Standard Minimum Rules), Regelungen (Rules), Richtlinien (Guidelines) und Empfehlungen (Recommendations) Soft law und hard lawSoft law und hard law

4 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 4 BVerfG vom , NJW 2006, S ff., 2097 : Auf eine den grundrechtlichen Anforderungen nicht genü- gende Berücksichtigung vorhandener Erkenntnisse oder auf eine den grundrechtlichen Anforderungen nicht entsprechende Gewichtung der Belange der Inhaftierten kann es hindeuten, wenn völkerrechtliche Vorgaben oder internationale Standards mit Menschenrechtsbezug, wie sie in den im Rahmen der Ver- einten Nationen oder von Organen des Europarates beschlos- senen einschlägigen Richtlinien oder Empfehlungen enthalten sind …, nicht beachtet beziehungsweise unterschritten werden (vgl. auch Schweizerisches Bundesgericht, Urteil vom 12. Februar 1992, BGE 118 Ia 64, 70)Auf eine den grundrechtlichen Anforderungen nicht genü- gende Berücksichtigung vorhandener Erkenntnisse oder auf eine den grundrechtlichen Anforderungen nicht entsprechende Gewichtung der Belange der Inhaftierten kann es hindeuten, wenn völkerrechtliche Vorgaben oder internationale Standards mit Menschenrechtsbezug, wie sie in den im Rahmen der Ver- einten Nationen oder von Organen des Europarates beschlos- senen einschlägigen Richtlinien oder Empfehlungen enthalten sind …, nicht beachtet beziehungsweise unterschritten werden (vgl. auch Schweizerisches Bundesgericht, Urteil vom 12. Februar 1992, BGE 118 Ia 64, 70)

5 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 5 2. Der Arbeitsauftrag: Empfehlungen für inhaftierte Jugendliche und Jugendliche in ambulanten Maßnahmen Die Arbeitsgruppe: Andrea Baechtold, Universität Bern Frieder Dünkel, Universität Greifswald Dirk van Zyl Smit, Universität NottinghamDie Arbeitsgruppe: Andrea Baechtold, Universität Bern Frieder Dünkel, Universität Greifswald Dirk van Zyl Smit, Universität Nottingham Entstehungsort und Name: Die Greifswald RulesEntstehungsort und Name: Die Greifswald Rules

6 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 6 3.Warum neue Regelungen? Das vorhandene Regelwerk des Europarats und der Vereinten NationenDas vorhandene Regelwerk des Europarats und der Vereinten Nationen Europäische Strafvollzugsgrundsätze 2006Europäische Strafvollzugsgrundsätze 2006 Europäische Grundsätze für gemeindebezogene Sanktionen und Maßnahmen 1992Europäische Grundsätze für gemeindebezogene Sanktionen und Maßnahmen 1992 Geltungsbereich: nur Erwachsene!Geltungsbereich: nur Erwachsene! Es fehlt: Äquivalent zu den Regeln der Vereinten Nationen zum Schutz von Jugendlichen unter Freiheitsentzug.Es fehlt: Äquivalent zu den Regeln der Vereinten Nationen zum Schutz von Jugendlichen unter Freiheitsentzug.

7 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 7 Anwendungsbereich Jugendliche (definiert als unter 18-Jährige) undJugendliche (definiert als unter 18-Jährige) und Heranwachsende (definiert als 18- bis unter 21- Jährige), soweit sie Jugendlichen gleichgestellt werden (s. u. Basic Principle Nr. 17). Heranwachsende (definiert als 18- bis unter 21- Jährige), soweit sie Jugendlichen gleichgestellt werden (s. u. Basic Principle Nr. 17). Juvenile und young adult offender = Person, die eine Straftat begangen hat oder Verhalten zeigt, das als anti-social-behaviour zunächst nur zivilrechtlich behandelt wird. Ferner auch Jugendliche, die lediglich aufgrund einer Erziehungsgefährdung sanktioniert werden.Juvenile und young adult offender = Person, die eine Straftat begangen hat oder Verhalten zeigt, das als anti-social-behaviour zunächst nur zivilrechtlich behandelt wird. Ferner auch Jugendliche, die lediglich aufgrund einer Erziehungsgefährdung sanktioniert werden.

8 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 8 Anwendungsbereich (2) These Rules may also apply to the benefit of other persons held in the same institutions or settings as juvenile offenders (Rule 22)These Rules may also apply to the benefit of other persons held in the same institutions or settings as juvenile offenders (Rule 22) Die Empfehlungen gelten z. B. für alle im Jugendstrafvollzug Untergebrachten, ggf. auch über 21-Jährige! Die Empfehlungen gelten z. B. für alle im Jugendstrafvollzug Untergebrachten, ggf. auch über 21-Jährige! Ferner für nicht straffällige Jugendliche, die z. B. in Einrichtungen der Jugendhilfe wegen einer Gefährdung des Kindeswohls untergebracht sind, sofern in diese Einrichtung auch Straffällige eingewiesen werden.Ferner für nicht straffällige Jugendliche, die z. B. in Einrichtungen der Jugendhilfe wegen einer Gefährdung des Kindeswohls untergebracht sind, sofern in diese Einrichtung auch Straffällige eingewiesen werden.

9 4.Strukturierung und Aufbau der Greifswald Rules I.Grundprinzipien und Anwendungsbereich (Nr. 1-22) II.Regelungen für Ambulante Sanktionen (Nr ) III.Regelungen für freiheitsentziehende Sanktionen (Nr ; Allgemeiner Teil: Nr ) IV.Rechtsbeistand und –hilfe (Nr ) V.Beschwerden, Rechtsmittel, Inspektionen und Monitoring (Nr ) VI.Personal (Nr ) VII.Evaluation, Begleitforschung und Zusammenarbeit mit Medien und der Öffentlichkeit (Nr ) VIII.Aktualisierung der Regeln (Nr. 142)

10 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 10 5.Basic Principles 1.Jugendliche Straftäter in ambulanten oder frei- heitsentziehenden Sanktionen oder Maßnahmen sind unter Achtung ihrer Menschenrechte zu behandeln. 2.Die Sanktionen oder Maßnahmen, die gegenüber Jugendlichen auferlegt werden können, ebenso wie die Art und Weise ihrer Implementation sind gesetzlich festzulegen und auf den Grundsätzen der sozialen Wiedereingliederung und Erziehung sowie der Vorbeugung von Rückfälligkeit gegründet sein.

11 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 11 Basic Principles (2) 3.Sanktionen oder Maßnahmen sind durch ein Gericht anzuordnen bzw. zu verhängen; falls sie von einer anderen gesetzlich anerkannten Institution auferlegt werden, muss eine unmittelbare gerichtliche Überprüfung der Entscheidung gewährleistet sein. Sanktionen und Maßnahmen müssen zeitlich bestimmt sein und dürfen nur für die geringst mögliche Dauer und für den gesetzlich vorgesehenen Zweck angeordnet werden.

12 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 12 Basic Principles (3) 4.Das Mindestalter für die Auferlegung von Sanktionen oder Maßnahmen als Folge der Begehung einer Straftat darf nicht zu niedrig angesetzt und muss gesetzlich festgelegt werden. 5.Die Auferlegung und der Vollzug von Sanktionen oder Maßnahmen hat nach dem Prinzip des besten Interesses des jugendlichen Straftäters zu erfolgen und ist nach dem Prinzip der Tatschwere zu begrenzen (Prinzip der Tatproportionalität); ferner sind das Alter, körperliche und geistige Wohlbefinden, der Entwicklungsstand, Fähigkeiten und persönliche Umstände zu berücksichtigen (Prinzip der Individualisierung), wie sie – soweit notwendig – in psychologischen, psychiatrischen Gutachten oder Berichten zur sozialen bzw. familiären Situation ermittelt wurden.

13 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 13 Basic Principles (4) 6.Um den Vollzug von Sanktionen oder Maßnahmen an die spezifischen Umstände des Einzelfalls anzupassen, ist den mit dem Vollzug befassten Institutionen ein ausreichender Ermessensspielraum einzuräumen, ohne dass hierdurch allerdings weitreichende Unterschiede der Behandlung von Straftätern entstehen dürfen. 7.Sanktionen oder Maßnahmen dürfen Jugendliche, die ihnen ausgesetzt sind, nicht erniedrigen oder herabwürdigen.

14 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 14 Basic Principles (5) 8.Sanktionen oder Maßnahmen dürfen nicht in einer Weise vollzogen werden, die den mit ihrer Auferlegung zwangsläufig verbundenen Charakter der Sanktion verstärkt oder ein unangemessenes Risiko im Hinblick auf körperliche oder geistige Schäden setzt. 9.Sanktionen oder Maßnahmen sind ohne unangemessene Verzögerung zu vollstrecken und nur in dem geringst möglichen Ausmaß und für die unabdingbar notwendige Zeitdauer (Prinzip der minimalen Intervention, Verhältnismäßigkeitsgrundsatz).

15 Basic Principles (6) 10. Freiheitsentzug gegenüber Jugendlichen ist nur als letztes Mittel und für die geringst mögliche Dauer aufzuerlegen und zu vollziehen. Besondere Anstrengungen sind zu unternehmen, um Untersuchungshaft zu vermeiden. 11.Sanktionen oder Maßnahmen sind ohne jegliche Diskriminierung aufzuerlegen und zu vollziehen, insbesondere hinsichtlich des Geschlechts, der Ras- se, Hautfarbe, Sprache, Religion, sexuellen Orien- tierung, politischer oder anderen Meinung, nationa- ler oder sozialen Herkunft, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Eigentums, der Geburt oder eines anderen sozialen Statusmerkmals (Prinzip der Nicht-Diskriminierung).

16 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 16 Basic Principles (7) 12.Mediation oder andere wiedergutmachende Maß- nahmen sind in allen Verfahrensstadien gegen- über Jugendlichen zu fördern. 13.Jedes gegenüber Jugendlichen anwendbare Rechtssystem hat deren effektive Beteiligung im Verfahren, im Rahmen dessen eine Sanktion auferlegt wird, ebenso wie beim Vollzug von Sanktionen oder Maßnahmen zu gewährleisten. Jugendliche dürfen bzgl. ihrer Rechtspositionen und Schutzrechte nicht schlechter gestellt warden als Erwachsene im Rahmen des allgemeinen Strafprozessrechts.

17 Basic Principles (8) 14.Jedes gegenüber Jugendlichen anwendbare Rechts- system muss die Rechte und Verantwortlichkeiten der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten angemessen berücksichtigen und sie so weit wie möglich am Ver- fahren und beim Vollzug der Sanktionen oder Maß- nahmen beteiligen, außer, dass dies nicht im wohl- verstandenen Interesse des Jugendlichen liegt. Wenn der Straftäter das Erwachsenenalter erreicht hat, ist die Beteiligung der Eltern bzw. Erziehungs- berechtigten nicht obligatorisch. Personen des erweiterten Familienkreises und des sozialen Um- felds des Jugendlichen können ebenfalls am Ver- fahren beteiligt werden, sofern dies geeignet erscheint.

18 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 18 Basic Principles (9)Basic Principles (9) 15. Jedes gegenüber Jugendlichen anwendbare Rechtssystem hat einen interdisziplinären Ansatz unter Vernetzung verschiedener Agenturen zu verfolgen und ist in die weitergehenden sozialen bzw. gemeindlichen Initiativen für Jugendliche zu integrieren, um eine ganzheitliche und auf Kontinuität angelegte Fürsorge gegenüber diesen Jugendlichen zu gewährleisten (Prinzipien der Gemeindeorientierung und der durchgehenden Betreuung).

19 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 19 Basic Principles (10) 16.Das Recht auf den Schutz der Privatsphäre ist in vollem Umfang während des gesamten Verfahrens zu gewährleisten. Die Identität von Jugendlichen und vertrauliche Informationen über sie und ihre Familien dürfen keinem anderen mitgeteilt werden, der nicht gesetzlich dazu autorisiert ist. 17.Heranwachsende Straftäter können, wenn dies geeignet erscheint, Jugendlichen gleichgestellt und entsprechend behandelt werden.

20 Basic Principles (11) 18.Jegliches Personal, das mit jugendlichen Straf- tätern arbeitet, erbringt eine wichtige öffentliche Dienstleistung. Ihre Auswahl, spezielle Ausbildung und die Arbeitsbedingungen müssen das Personal in die Lage versetzen, den angemessenen Standard der Betreuung zu gewährleisten, um den spezifi- schen Bedürfnissen von Jugendlichen zu entspre- chen und ihnen positive Rollenmodelle zu ver- mitteln.

21 Basic Principles (12) 19.Eine ausreichende sachliche und personelle Ausstattung ist zu gewährleisten, um sicher zu stellen, Interventionen in das Leben Jugendlicher bedeutungsvoll sind. Mittelknappheit kann in keinem Fall eine Rechtfertigung für Verletzungen der Menschenrechte von Jugendlichen sein. 20.Der Vollzug jeglicher Sanktion oder Maßnahme ist durch regelmäßige Inspektionen von staatlichen Stellen zu kontrollieren und durch unabhängige Stellen zu überwachen.

22 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 22 6.Empfehlungen für ambulante Maßnahmen Grundsätze:Grundsätze: Es ist eine große Vielfalt von ambulanten/gemeinde- bezogenen Sanktionen vorzusehen, die jeweils den unterschiedlichen Entwicklungsstand von Jugend- lichen berücksichtigen (Rule 23.1).Es ist eine große Vielfalt von ambulanten/gemeinde- bezogenen Sanktionen vorzusehen, die jeweils den unterschiedlichen Entwicklungsstand von Jugend- lichen berücksichtigen (Rule 23.1). Erzieherisch wirkenden ebenso wie bzgl. des vom Jugendlichen verursachten Schadens wiedergutmachungsorientierten Sanktionen oder Maßnahmen ist Vorrang einzuräumen (Rule 23.2).Erzieherisch wirkenden ebenso wie bzgl. des vom Jugendlichen verursachten Schadens wiedergutmachungsorientierten Sanktionen oder Maßnahmen ist Vorrang einzuräumen (Rule 23.2).

23 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 23 Rechtsstaatliche Begrenzungen Art der AusgestaltungArt der Ausgestaltung z. B. keine erniedrigenden oder sinnlosen Arbeitenz. B. keine erniedrigenden oder sinnlosen Arbeiten Dauer:Dauer: keine zeitlich unbestimmten Maßnahmen (vgl. Grundsatzregelung Nr. 3)!keine zeitlich unbestimmten Maßnahmen (vgl. Grundsatzregelung Nr. 3)! Verstöße gegen Auflagen oder Weisungen sollen nicht automatisch zum Widerruf führen und keinen eigenständigen Straftatbestand darstellen.Verstöße gegen Auflagen oder Weisungen sollen nicht automatisch zum Widerruf führen und keinen eigenständigen Straftatbestand darstellen. Bei Widerruf: Berücksichtigung erbrachter Leistungen bzw. der absolvierten BewährungszeitBei Widerruf: Berücksichtigung erbrachter Leistungen bzw. der absolvierten Bewährungszeit Qualitätssicherung durch Monitoring und EvaluationQualitätssicherung durch Monitoring und Evaluation

24 7.Empfehlungen für den Jugendstrafvollzug und andere Formen des Freiheitsentzugs gegen- über Jugendlichen und jungen Erwachsenen Allgemeiner Teil – Grundsätze:Allgemeiner Teil – Grundsätze: Freiheitsentzug darf nur für den Zweck vollzogen werden, für den er angeordnet bzw. verhängt wurde, und nur in der Weise, dass die mit der Freiheitsent- ziehung zwangsläufig verbundenen Einschränkungen nicht verstärkt werden (Rule 49.1).Freiheitsentzug darf nur für den Zweck vollzogen werden, für den er angeordnet bzw. verhängt wurde, und nur in der Weise, dass die mit der Freiheitsent- ziehung zwangsläufig verbundenen Einschränkungen nicht verstärkt werden (Rule 49.1). Art der Freiheitsentziehung:Art der Freiheitsentziehung: Untersuchungshaft, vorl. Heimunterbringung u. ä.Untersuchungshaft, vorl. Heimunterbringung u. ä. HeimerziehungHeimerziehung JugendpsychiatrieJugendpsychiatrie JugendstrafvollzugJugendstrafvollzug

25 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 25 Freiheitsentzug für Jugendliche muss die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung (auf Bewährung) vorsehen (Rule 49.2).Freiheitsentzug für Jugendliche muss die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung (auf Bewährung) vorsehen (Rule 49.2). Für Jugendliche, denen die Freiheit entzogen ist, ist eine Vielzahl sinnvoller Aktivitäten und Programme auf der Basis eines individuellen Erziehungs- bzw. Behandlungsplans bereit zu stellen, der auf die Progression hin zu möglichst wenig einschränkenden Vollzugsregimen, die Vorbereitung auf die Entlassung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft ausgerichtet ist. Diese Aktivitäten und Programme sollen die physische und geistige Gesundheit, Selbstachtung und das Gefühl von Verantwortung des Jugendlichen fördern und Einstellungen sowie Fähigkeiten entwickeln, die den Rückfall vermeiden helfen (Rule 50.1).Für Jugendliche, denen die Freiheit entzogen ist, ist eine Vielzahl sinnvoller Aktivitäten und Programme auf der Basis eines individuellen Erziehungs- bzw. Behandlungsplans bereit zu stellen, der auf die Progression hin zu möglichst wenig einschränkenden Vollzugsregimen, die Vorbereitung auf die Entlassung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft ausgerichtet ist. Diese Aktivitäten und Programme sollen die physische und geistige Gesundheit, Selbstachtung und das Gefühl von Verantwortung des Jugendlichen fördern und Einstellungen sowie Fähigkeiten entwickeln, die den Rückfall vermeiden helfen (Rule 50.1).

26 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 26 Jugendliche sind zu ermutigen, an solchen Aktivitäten und Programmen teilzunehmen (Rule 50.2). Jugendliche sind zu ermutigen, an solchen Aktivitäten und Programmen teilzunehmen (Rule 50.2). Um die Kontinuität der Betreuung zu gewährleisten sind die Jugendlichen von Anbeginn der Inhaftierung durchgehend während des gesamten Vollzugsverlaufs von den Einrich- tungen zu unterstützen, die nach der Entlassung für sie zuständig sein werden (Rule 51). Um die Kontinuität der Betreuung zu gewährleisten sind die Jugendlichen von Anbeginn der Inhaftierung durchgehend während des gesamten Vollzugsverlaufs von den Einrich- tungen zu unterstützen, die nach der Entlassung für sie zuständig sein werden (Rule 51). Da inhaftierte Jugendliche in hohem Maß verletzbar sind, müssen die für den Vollzug Verantwortlichen ihre physische und geistige Integrität schützen und ihr Wohlbefinden fördern. (Rule 52.1).Da inhaftierte Jugendliche in hohem Maß verletzbar sind, müssen die für den Vollzug Verantwortlichen ihre physische und geistige Integrität schützen und ihr Wohlbefinden fördern. (Rule 52.1). Besondere Aufmerksamkeit ist den Bedürfnissen von Ju- gendlichen zu schenken, die physischen, psychischen oder sexuellen Missbrauch erlebt haben (Rule 52.2).Besondere Aufmerksamkeit ist den Bedürfnissen von Ju- gendlichen zu schenken, die physischen, psychischen oder sexuellen Missbrauch erlebt haben (Rule 52.2).

27 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 27 Empfehlungen für inhaftierte Jugendliche Einzelfragen:Einzelfragen: Institutional structure:Institutional structure: WohngruppenvollzugWohngruppenvollzug Unterbringung:Unterbringung: Einzelunterbringung während der RuhezeitEinzelunterbringung während der Ruhezeit Jugendliche Straftäter sind in der Regel bei Nacht in Einzelhafträumen unterzubringen, es sei denn, die gemeinschaftliche Unterbringung mit anderen Gefangenen wird für vorzugswürdig gehalten (Rule 63.2).Jugendliche Straftäter sind in der Regel bei Nacht in Einzelhafträumen unterzubringen, es sei denn, die gemeinschaftliche Unterbringung mit anderen Gefangenen wird für vorzugswürdig gehalten (Rule 63.2).

28 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 28 Einzelfragen FördermaßnahmenFördermaßnahmen Alle Vollzugsprogramme bzw. –aktivitäten sind darauf auszurichten, dass sie die Entwicklung der Jugendlichen fördern, die aktiv dazu zu ermutigen sind, daran teilzunehmen (Rule 76.1).Alle Vollzugsprogramme bzw. –aktivitäten sind darauf auszurichten, dass sie die Entwicklung der Jugendlichen fördern, die aktiv dazu zu ermutigen sind, daran teilzunehmen (Rule 76.1). Diese Programme sind an den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen unter Berücksichtigung ihres Alters, Ge- schlechts, sozialen und kulturellen Hintergrunds, Entwick- lungsstands und Art des begangenen Delikts auszurichten und müssen den nachgewiesenen professionellen Standards auf der Basis empirischer Befunde und bester Praxismodelle in den jeweiligen Arbeitsfeldern entsprechen (Rule 76.2).Diese Programme sind an den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen unter Berücksichtigung ihres Alters, Ge- schlechts, sozialen und kulturellen Hintergrunds, Entwick- lungsstands und Art des begangenen Delikts auszurichten und müssen den nachgewiesenen professionellen Standards auf der Basis empirischer Befunde und bester Praxismodelle in den jeweiligen Arbeitsfeldern entsprechen (Rule 76.2).

29 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 29 Regime activities (Vollzugsplanung und –gestaltung)Regime activities (Vollzugsplanung und –gestaltung) Programme bzw. Aktivitäten (Regime activities) haben zum Ziel die Erziehung, persönliche und soziale Entwicklung, berufliche Ausbildung, Wiedereingliederung und Vorbereitung auf die Entlassung. Diese können beinhalten:Programme bzw. Aktivitäten (Regime activities) haben zum Ziel die Erziehung, persönliche und soziale Entwicklung, berufliche Ausbildung, Wiedereingliederung und Vorbereitung auf die Entlassung. Diese können beinhalten: a)schulische Ausbildung; b)berufliche Ausbildung; c)Arbeits- und Beschäftigungstherapie; d)Staatsbürgerkunde (citizenship training); e)Training sozialer Fertigkeiten und Kompetenzen; f)Aggressions-Management; g)Drogentherapie;

30 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 30 Regime activities (Vollzugsplanung und –gestaltung)Regime activities (Vollzugsplanung und –gestaltung) h)Einzel- und Gruppentherapie; i)Leibeserziehung und Sport; j)tertiäre Hochschulausbildung oder Weiterbildung; k)Schuldenregulierung; l)Wiedergutmachungsprogramme und Täter-Opfer- Ausgleich; m)kreative Freizeitprogramme und Hobbies; n)Aktivitäten außerhalb der Einrichtung in der Gemeinde, Ausgänge und andere Formen des Verlassens der Anstalt; und o)Vorbereitung auf die Entlassung und Nachbetreuung (Rule 77).

31 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 31 Regime activities (Vollzugsplanung und –gestaltung)Regime activities (Vollzugsplanung und –gestaltung) Schulischer und beruflicher Ausbildung und, soweit angemessen, Behandlungsprogrammen ist Vorrang gegenüber Arbeit einzuräumen (Rule 78.1).Schulischer und beruflicher Ausbildung und, soweit angemessen, Behandlungsprogrammen ist Vorrang gegenüber Arbeit einzuräumen (Rule 78.1). Soweit wie möglich sind Möglichkeiten dafür zu vorzusehen, dass Jugendliche normale örtliche Schulen und Trainingszentren nutzen können (Rule 78.2).Soweit wie möglich sind Möglichkeiten dafür zu vorzusehen, dass Jugendliche normale örtliche Schulen und Trainingszentren nutzen können (Rule 78.2). Jugendlichen ist zu ermöglichen, ihre Schul- oder Berufsausbildung während der Haftzeit abzuschlie- ßen und diejenigen, die noch im schulpflichtigen Alter sind, können dazu auch verpflichtet werden (Rule 78.4).Jugendlichen ist zu ermöglichen, ihre Schul- oder Berufsausbildung während der Haftzeit abzuschlie- ßen und diejenigen, die noch im schulpflichtigen Alter sind, können dazu auch verpflichtet werden (Rule 78.4).

32 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 32 Öffnung des Vollzugs, Außenkontakte Besuche (ein Mehrfaches i. V. zu Erwachsenen)Besuche (ein Mehrfaches i. V. zu Erwachsenen) Vollzugslockerungen: sind regelmäßiger Bestandteil des ErziehungsvollzugsVollzugslockerungen: sind regelmäßiger Bestandteil des Erziehungsvollzugs Im Hinblick auf die Entlassungsvorbereitung sind zusätzliche Lockerungen vorzusehen.Im Hinblick auf die Entlassungsvorbereitung sind zusätzliche Lockerungen vorzusehen. Falls Lockerungen bzw. Hafturlaub nicht möglich sind, müssen zusätzliche Langzeitbesuche vorgesehen werden.Falls Lockerungen bzw. Hafturlaub nicht möglich sind, müssen zusätzliche Langzeitbesuche vorgesehen werden.

33 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 33 Freizeitangebote Nach Rule 80.1 sollen sich Jugendliche möglichst viele Stunden außerhalb ihres Schlafraums auf- halten dürfen, i. d. R. (preferably) mindestens 8 Stunden pro Tag (auch in U-Haft!).Nach Rule 80.1 sollen sich Jugendliche möglichst viele Stunden außerhalb ihres Schlafraums auf- halten dürfen, i. d. R. (preferably) mindestens 8 Stunden pro Tag (auch in U-Haft!). Sinnvolle Freizeitangebote (meaningful activi- ties) sind auch an Wochenenden und Feiertagen vorzuhalten (Rule 80.2).Sinnvolle Freizeitangebote (meaningful activi- ties) sind auch an Wochenenden und Feiertagen vorzuhalten (Rule 80.2).

34 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 34 Entlassungsvorbereitung Möglichst frühzeitige Kontaktnahme der Bewährungs-/JugendhilfeMöglichst frühzeitige Kontaktnahme der Bewährungs-/Jugendhilfe Intensivmaßnahmen der ÜberleitungIntensivmaßnahmen der Überleitung Zusätzliche LockerungenZusätzliche Lockerungen Orientierung an einer bedingten Entlassung, um die Nachsorge durch die Bewährungshilfe zu gewährleistenOrientierung an einer bedingten Entlassung, um die Nachsorge durch die Bewährungshilfe zu gewährleisten Fortsetzung der Ausbildung nach der EntlassungFortsetzung der Ausbildung nach der Entlassung

35 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 35 Entlassungsvorbereitung Alle Jugendlichen, denen die Freiheit entzogen ist, sind dabei zu unterstützen, den Übergang in das Leben in Freiheit erfolgreich zu bewältigen (Rule 100.1).Alle Jugendlichen, denen die Freiheit entzogen ist, sind dabei zu unterstützen, den Übergang in das Leben in Freiheit erfolgreich zu bewältigen (Rule 100.1). Alle Jugendlichen, deren Schuld rechtskräftig festgestellt wurde, sind auf die Entlassung durch spezielle Programme vorzubereiten (Rule 100.2).Alle Jugendlichen, deren Schuld rechtskräftig festgestellt wurde, sind auf die Entlassung durch spezielle Programme vorzubereiten (Rule 100.2). Diese Programme und Aktivitäten sind in den individuellen Vollzugsplan i. S. v. Rule 79.1 aufzunehmen und sind rechtzeitig vor der Entlassung umzusetzen (Rule 100.3).Diese Programme und Aktivitäten sind in den individuellen Vollzugsplan i. S. v. Rule 79.1 aufzunehmen und sind rechtzeitig vor der Entlassung umzusetzen (Rule 100.3). Es sind Schritte zu unternehmen, um einen abgestuften Übergang des Jugendlichen in das Leben in Freiheit zu gewährleisten (Rule 101.1).Es sind Schritte zu unternehmen, um einen abgestuften Übergang des Jugendlichen in das Leben in Freiheit zu gewährleisten (Rule 101.1).

36 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 36 Entlassungsvorbereitung Derartige Stufen sollten zusätzliche Ausgänge bzw. Beurlaubungen sowie die vorzeitige Entlassung auf Bewährung in Verbindung mit einer effektiven sozialen Unterstützung vorsehen (Rule 101.2).Derartige Stufen sollten zusätzliche Ausgänge bzw. Beurlaubungen sowie die vorzeitige Entlassung auf Bewährung in Verbindung mit einer effektiven sozialen Unterstützung vorsehen (Rule 101.2). Von Anbeginn der Inhaftierung an müssen die Leitung bzw. Verantwortlichen der Institution mit den sozialen Diensten und Einrichtungen, die entlassene Jugendliche beaufsichtigen und betreuen, eng zusammenarbeiten, um zu gewährleisten, dass die Jugendlichen sich in die Gesellschaft wiedereingliedern können.Von Anbeginn der Inhaftierung an müssen die Leitung bzw. Verantwortlichen der Institution mit den sozialen Diensten und Einrichtungen, die entlassene Jugendliche beaufsichtigen und betreuen, eng zusammenarbeiten, um zu gewährleisten, dass die Jugendlichen sich in die Gesellschaft wiedereingliedern können.

37 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 37 Entlassungsvorbereitung Vertreter dieser sozialen Dienste und Einrichtungen der Nachsorge ist Zutritt zu den Institutionen zu gewähren, um diese bei der Entlassungsvorberei- tung zu unterstützen (Rule 102.2).Vertreter dieser sozialen Dienste und Einrichtungen der Nachsorge ist Zutritt zu den Institutionen zu gewähren, um diese bei der Entlassungsvorberei- tung zu unterstützen (Rule 102.2). Diese sozialen Dienste und Einrichtungen sind dazu verpflichtet, geeignete Maßnahmen der Entlas- sungsvorbereitung rechtzeitig vor dem vorgesehenen Entlassungstermin bereit zu stellen (Rule 102.3).Diese sozialen Dienste und Einrichtungen sind dazu verpflichtet, geeignete Maßnahmen der Entlas- sungsvorbereitung rechtzeitig vor dem vorgesehenen Entlassungstermin bereit zu stellen (Rule 102.3).

38 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 38 Fördern und Fordern Insgesamt wird die Orientierung an klassischen Merkmalen eines Förder- bzw. Erziehungsvoll- zugs deutlich, die dem Standard der Gesetzesrege- lungen zum Jugendstrafvollzug in Deutschland entspricht. Erneut wird das Prinzip der Ermutigung bzw. Motivation in den Vordergrund gestellt (vgl. oben Rule 76.1).Insgesamt wird die Orientierung an klassischen Merkmalen eines Förder- bzw. Erziehungsvoll- zugs deutlich, die dem Standard der Gesetzesrege- lungen zum Jugendstrafvollzug in Deutschland entspricht. Erneut wird das Prinzip der Ermutigung bzw. Motivation in den Vordergrund gestellt (vgl. oben Rule 76.1).

39 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 39 Sicherheit und Ordnung, Disziplinarmaßnahmen und unmittelbarem Zwang Disziplinarmaßnahmen:Disziplinarmaßnahmen: Vorrang konfliktschlichtender Verfahren (restorative justice)Vorrang konfliktschlichtender Verfahren (restorative justice) Vorrang erzieherischer MaßnahmenVorrang erzieherischer Maßnahmen Disziplinarmaßnahmen als ultima ratioDisziplinarmaßnahmen als ultima ratio Wichtig: die EPR fordern einen Katalog von Disziplinartatbeständen!Wichtig: die EPR fordern einen Katalog von Disziplinartatbeständen! Allgemeine Formulierungen wie schuldhafter Pflichtverstoß reichen nicht aus!Allgemeine Formulierungen wie schuldhafter Pflichtverstoß reichen nicht aus!

40 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 40 Disziplinar- und Sicherheitsmaßnahmen Revolutionärer Vorschlag: Abschaffung isolierender Maßnahmen wie des disziplinarischen Arrests in einer gesonderten Arrestzelle (Rule 95.3).Revolutionärer Vorschlag: Abschaffung isolierender Maßnahmen wie des disziplinarischen Arrests in einer gesonderten Arrestzelle (Rule 95.3). Absonderung aus disziplinarischen Gründen auf der eigenen Zelle für max. 3 Tage.Absonderung aus disziplinarischen Gründen auf der eigenen Zelle für max. 3 Tage. Unterbringung in einer Beruhigungszelle für max. 24 Std.!Unterbringung in einer Beruhigungszelle für max. 24 Std.!

41 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 41 Unmittelbarer Zwang Schusswaffengebrauch ist auszuschließen!Schusswaffengebrauch ist auszuschließen!

42 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 42 8.Ausblick Die ERJOSSM haben die Grundgedanken des BMJ-Entwurfs 2004 aufgegriffen und im positiven Sinn weiterentwickelt.Die ERJOSSM haben die Grundgedanken des BMJ-Entwurfs 2004 aufgegriffen und im positiven Sinn weiterentwickelt. Die JStVollz-Gesetze der Länder haben teilweise Nachholbedarf.Die JStVollz-Gesetze der Länder haben teilweise Nachholbedarf. Spielräume und Bindung des Gesetzgebers angesichts europäischer Vorgaben (s. Einleitung)Spielräume und Bindung des Gesetzgebers angesichts europäischer Vorgaben (s. Einleitung) Die Farce der FöderalismusreformDie Farce der Föderalismusreform

43 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 43 Ausblick Die Chancen eines europäischen Grundkonsenses:Die Chancen eines europäischen Grundkonsenses: Europäische Vorgaben als Chance, einen effektiven Erziehungsvollzug zu entwickelnEuropäische Vorgaben als Chance, einen effektiven Erziehungsvollzug zu entwickeln Der Jugendvollzug ist auf der Basis von Erfahrungswissen (evidence based) und von Menschenrechtsgarantien zu gestalten!Der Jugendvollzug ist auf der Basis von Erfahrungswissen (evidence based) und von Menschenrechtsgarantien zu gestalten!

44 Universität Greifswald – Lehrstuhl für KriminologieFrieder Dünkel 44 Prof. Dr. Frieder Dünkel Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Lehrstuhl für Kriminologie Domstr. 20, D Greifswald/Germany Tel.: 0049-(0) Danke!


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