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Herzlich willkommen zum Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 ROD Treuhandgesellschaft des Schweizerischen Gemeindeverbandes AG COMUNITAS.

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Präsentation zum Thema: "Herzlich willkommen zum Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 ROD Treuhandgesellschaft des Schweizerischen Gemeindeverbandes AG COMUNITAS."—  Präsentation transkript:

1 Herzlich willkommen zum Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 ROD Treuhandgesellschaft des Schweizerischen Gemeindeverbandes AG COMUNITAS Vorsorgestiftung des Schweizerischen Gemeindeverbandes PostFinance

2 Gisela Basler Geschäftsführerin COMUNITAS Matthias Känel Verkaufsingenieur E-Services Die Schweizerische Post PostFinance Gerhard Schmied Direktor ROD Treuhand

3 Die Folien der Präsentationen können Sie von unserer Website herunterladen

4 Zins-Chaos im BVG suisse public 2013

5 Themen Obligatorium Überobligatorium Mindestzins Zins Altersguthaben Technischer Zins Umwandlungssatz Projektionszins

6 Obligatorium | Überobligatorium

7 –Das BVG definiert die obligatorischen Leistungen in der beruflichen Vorsorge –Gleichzeitig werden fixe Parameter festgelegt, welche für die obligatorischen Leistungen gültig sind (z.B. Mindestzins, Umwandlungssatz etc.) –Im überobligatorischen Bereich sind die Pensionskassen in der Gestaltung der Leistungen viel freier und flexibler –Überobligatorische Leistungen entstehen, wenn: – der maximal versicherte Lohn gemäss BVG überschritten wird – der Koordinationsabzug reduziert wird – die Beiträge für die Altersleistung erhöht werden

8 Mindestzins

9 –Sinn des Mindestzins: Der BVG-Mindestzins muss die Teuerung und die Lohnentwicklung ausgleichen, um die Kaufkraft der Sparguthaben zu erhalten –Der Mindestzins gemäss BVG wird jährlich durch den Bundesrat festgelegt –Diese Verzinsung muss nur auf dem obligatorischen Teil des Altersguthabens gewährt werden –Im 2013 beträgt der Mindestzins 1.5%

10 Zins auf Altersguthaben (BVG-Obligatorium) Altersguthaben aus Obligatorium Verzinsung zum Mindestzins von 1.5%

11 Gesamtes Guthaben wird gleich verzinst (gemäss Entscheid oberstes Organ) Zins auf Altersguthaben (umhüllende Pensionskasse) Altersguthaben aus Obligatorium Altersgut- haben aus Überobli- gatorium

12 Individuelle Festlegung der Verzinsung (gemäss Entscheid oberstes Organ) Zins auf Altersguthaben (Pensionskassen mit Splitting) Altersguthaben aus Obligatorium Altersgut- haben aus Überobli- gatorium Verzinsung zum Mindestzins von 1.5%

13 Umwandlungssatz (UWS)

14 Was bedeutet der Umwandlungssatz? –Der Umwandlungssatz wird benötigt, um ein angespartes Alterskapital in eine lebenslängliche Rente umzurechnen. Bsp.: Alterskapital 300'000 Umwandlungssatz6.8% Berechnung300'000 x 6.8% Rente20'400 –Der Umwandlungssatz gemäss BVG beträgt im 2013: – Für Männer im Alter 65: 6.85% – Für Frauen im Alter 64: 6.80% –Je später jemand in Pension geht, desto höher ist der Umwandlungssatz

15 Was bedeutet der Umwandlungssatz? –Geht eine Person z.B. mit einem Umwandlungssatz von 6.8% in Pension, bleibt die berechnete Rente auf dieser Höhe, auch wenn der Umwandlungssatz durch die Pensionskasse gesenkt werden sollte –Der Umwandlungssatz ist v.a. abhängig von der Lebenserwartung –Durch die steigende Lebenserwartung wird der Umwandlungssatz in Zukunft eher tiefer sein –Bezieht eine Person anstelle der Rente ein Kapital, hat der Umwandlungssatz keinen Einfluss

16 Umwandlungssatz (BVG-Obligatorium) Altersguthaben aus Obligatorium Gesetzlicher UWS von 6.85% | 6.80%

17 Gesamtes Guthaben wird mit gleichem UWS in eine Rente umgerechnet (gemäss Entscheid oberstes Organ) Umwandlungssatz (umhüllende Pensionskasse) Altersguthaben aus Obligatorium Altersgut- haben aus Überobli- gatorium

18 Individuelle Festlegung des UWS (gemäss Entscheid oberstes Organ) Umwandlungssatz (Pensionskassen mit Splitting) Altersguthaben aus Obligatorium Altersgut- haben aus Überobli- gatorium Gesetzlicher UWS von 6.85% | 6.80%

19 Technischer Zins

20 Technischer Zins | 1 –Der technische Zins ist eine rechnerische Grösse, welche dem Zinsertrag entspricht, der während der Laufzeit einer Rente eingerechnet ist –Die Höhe des Zinssatzes hängt von der erwarteten Entwicklung der Finanzmärkte ab –Die Höhe des technischen Zinssatzes ist so festzulegen, dass langfristig mindestens diese Rendite erwirtschaftet werden kann –Der technische Zins hat nichts mit der Verzinsung der Guthaben der aktiv Versicherten zu tun

21 Technischer Zins | 2

22 Technischer Zins | 3

23 Projektionszins

24 Person, Jahrgang 1982 (31-jährig), versicherter Lohn: 83'200 AlterKapital | RenteOhne Zins Mindestzins 1.5% Technischer Zins 3.5% 60Rente (UWS 5.6%) 24'75131'73045'292 64Rente (UWS 6.24%) 31'31841'34961'852

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26 Die Verwaltung der Zukunft Was erwarten Bürgerinnen und Bürger? Matthias Känel SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013, Kongresszentrum BERNEXPO AG

27 Agenda - E-Government Strategie - E-Government - Stand E-Rechnung und E-Payment … …in den Kantonen der Deutschschweiz …in den Gemeinden und Städten - PostFinance Wie können wir Sie unterstützen… - Fragen und Antworten

28 Im Detail E-Government Strategie

29 E-Government Strategie Ziel für Verwaltungen Seite 29 SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013

30 E-Government Strategie Was erwarten Bürgerinnen und Bürger? Seite 30 SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013 Der Online-Kontakt mit der Behörde ist erstmals bedeutender als der telefonische

31 E-Government Strategie Was erwarten Bürgerinnen und Bürger? Seite 31 SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013 Online Aktivitäten für private Zwecke in den letzten zwölf bzw. drei Monaten

32 Im Detail E-Government - Stand E-Rechnung und E-Payment … …in den Kantonen der Deutschschweiz …in den Gemeinden und Städten

33 …in den Kantonen Deutschschweiz, Stand E-Rechnung und E- Payment Seite 33 Die Schweizerische Eidgenossenschaft Steuerverwaltung des Kantons Bern Kanton Zürich Bundesamt für Justiz Ausgleichskasse Kanton Bern Kanton Genf Stadt Neuenburg und Gemeinden Kanton Aargau Kanton Neuenburg Strassenverkehrs- und Schiffartsamt BE Steuerverwaltung des Kantons Baselland Kanton Basel-Land Kanton Solothurn in Aufschaltung E-Payment E-Rechnungs- steller E-Rechnungs- empfänger SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013 * * * *

34 …in den Kantonen der Deutschschweiz, Stand E-Rechnung und E-Payment Seite 34 SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013

35 …in den Gemeinden und Städten Seite 35 SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013

36 …in den Gemeinden und Städten Seite 36 SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013 E-Rechnung in Sutz-Lattrigen

37 Im Detail PostFinance Wie können wir Sie unterstützen…

38 In Sachen E-Rechnung und E-Payment sind wir der kompetente Ansprechpartner. PostFinance ist offizieller E- Rechnung und E- Payment Service Provider der Bundesverwaltung

39 E-Rechnung mit PostFinance Seite 39 SUISSE PUBLIC 19. Juni Empfang und Validierung 2. PDF Generierung (nach Bedarf) 3. Digitale Signatur 4. Aufbereitung für Web 5. Bereitstellung für Abholung 6. Rechnungsarchiv Rechnungssteller XML Rechnungsempfäng er Konverter Plattform ERP Archiv ERP Lösung Archiv XML Dialog RUF Abacus Hi Soft

40 Mit der E-Rechnung können Privatpersonen Rechnungen einfach und schnell begleichen.

41 Seite 41 SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013 Acquirer / CHF Clearing Credit Card Int. Network inkl. 3D-Secure Shopper/ Bürger Issuer E-Payment Prozesse Sichere Online-Zahlungsabwicklung von PostFinance GK-Konto: 30-xxxx-3 Verwaltung

42 Seite 42 SUISSE PUBLIC 19. Juni 2013 PostFinance Ihr Partner im E-Government Sind Sie bereit Ihre Bürgerinn und Ihren Bürger in seiner Effizienz zu unterstützen? Die PostFinance hilft Ihnen dabei!

43 Die Schweizerische Post PostFinance Beratung und Verkauf Geschäftskunden Matthias Känel Verkaufsingenieur E-Services Mingerstrasse 12, 3030 Bern Tel Vielen Dank Für Ihre Aufmerksamkeit

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45 Gerhard Schmied Folie 45 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Internes Kontrollsystem in kleinen und mittleren Gemeinden Vortrag von Gerhard Schmied Direktor ROD Treuhandgesellschaft des Schweizerischen Gemeindeverbandes AG

46 Gerhard Schmied Folie 46 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Ein Versuch, aufzuzeigen … was man unter IKS versteht was IKS für kleine und mittlere Gemeinden (KMG) bedeutet warum ein IKS in KMG notwendig ist welchen rechtlichen Hintergrund IKS in KMG hat dass IKS viel mit Risikomanagement zu tun hat wie sich die IKS-Situation in den KMG interkantonal präsentiert wie IKS in KMG eingeführt und gepflegt werden kann dass jedes IKS auch Grenzen hat IKS in KMG

47 Gerhard Schmied Folie 47 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 IKS in KMG Ü b e r s i c h t Ausgangslage Was ist unter einem IKS zu verstehen Ziele und Nutzen eines IKS Bestandteile des IKS nach PS 890 Rechtliche Situation Ablauf zur Einführung eines IKS Risikomanagement Kontrollaktivitäten Weitere Eckpfeiler im IKS Praxishilfen Voraussetzungen zur IKS-Existenzbestätigung nach Art. 728 a OR Grenzen der internen Kontrolle

48 Gerhard Schmied Folie 48 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser ! IKS in KMG Kein IKS gibt es nicht !

49 Gerhard Schmied Folie 49 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Ausgangslage für ein IKS in KMG (I) Art. 728 a und Art. 728 b Obligationenrecht (ab ) IKS in KMG Die Revisionsstelle prüft, ob … 3. ein internes Kontrollsystem existiert. (Art. 728 a) Die Revisionsstelle erstattet dem Verwaltungsrat einen umfassenden Bericht mit Feststellungen über die Rechnungslegung, das interne Kontrollsystem sowie die Durchführung und das Ergebnis der Revision. (Art. 728 b) Gilt für die Durchführung von sog. Ordentlichen Revisionen.

50 Gerhard Schmied Folie 50 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Ausgangslage für ein IKS in KMG (II) IKS in KMG Druck aus der Privatwirtschaft (Bedeutungsanstieg) OR 728 a und 728 b gelten zwar nicht für den öffentlichen Bereich, inhaltlich werden diese Vorschriften von den Kantonen für ihre eigene Gesetzgebung aber mehr und mehr übernommen. Verankerung im Finanzhaushaltsgesetz des Bundes HRM 2 - Fachempfehlung Nr. 20 Musterfinanzhaushaltsgesetz für Kantone und Gemeinden (Art. 68 und Art. 69) Ein schweizweit gültiger IKS-Standard fehlt hingegen!

51 Gerhard Schmied Folie 51 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Was ist unter einem IKS zu verstehen? Definition in der Literatur ist nicht einheitlich. Einigen wir uns auf Folgende: Das IKS umfasst alle jene Vorgänge, Methoden und Massnahmen, die dazu dienen, einen ordnungsgemässen Ablauf des betrieblichen Geschehens sicherzustellen, das betriebliche Vermögen zu schützen und die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten. Im Bereich der finanziellen Berichterstattung umfasst das IKS diejenigen Vorgänge und Massnahmen, welche eine ordnungsgemässe Buchführung und Rechnungslegung sicherstellen. IKS in KMG

52 Gerhard Schmied Folie 52 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Ziele und Nutzen eines IKS Führungsinstrument Förderung der Durchgängigkeit der Organisation bei Routinen Erhöhung der Sicherheit Steigerung von Effektivität und Effizienz Förderung der Transparenz Optimierungswerkzeug Aufdecken von Schwachstellen, von Missbräuchen und Fehlern Informationsquelle IKS in KMG

53 Gerhard Schmied Folie 53 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Bestandteile des IKS nach dem Prüfungsstandard 890 Kontrollumfeld Risikobeurteilungsprozess des Unternehmens Rechnungslegungsrelevante Informationssysteme damit verbundene Geschäftsprozesse Kommunikation Kontrollaktivitäten Überwachung der Kontrollen IKS in KMG

54 Gerhard Schmied Folie 54 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Rechtliche Situation (I) Die Situation in den Kantonen ist sehr unterschiedlich geregelt. (von keine Vorschriften bis Anlehnung an Privatwirtschaft) IKS in KMG Musterfinanzhaushaltsgesetz nach HRM 2 Artikel 68 Risikominimierung Der Regierungsrat trifft die notwendigen Massnahmen, um das Vermögen zu schützen, die zweckmässige Verwendung der Mittel sicherzustellen, Fehler und Unregelmässigkeiten bei der Buchführung zu verhindern oder aufzudecken sowie die Ordnungsmässigkeit der Rechnungslegung und die verlässliche Berichterstattung zu gewährleisten. Er berücksichtigt dabei die Risikolage und das Kosten-/Nutzenverhältnis.

55 Gerhard Schmied Folie 55 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Rechtliche Situation (II) IKS in KMG Musterfinanzhaushaltsgesetz nach HRM 2 Artikel 69 Internes Kontrollsystem Das interne Kontrollsystem umfasst regulatorische, organisatorische und technische Massnahmen. Der Regierungsrat erlässt nach Rücksprache mit der Finanzkontrolle die entsprechenden Weisungen. Die Leitung der Verwaltungseinheiten sind verantwortlich für die Einführung, den Einsatz und die Überwachung des Kontrollsystems in ihrem Zuständigkeitsbereich.

56 Gerhard Schmied Folie 56 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Rechtliche Situation (III) Auswahl von kantonalen Regelungen IKS in KMG Kanton Bern Art. 59 Gemeindeverordnung vom Das Amt für Gemeinden und Raumordnung führt in einem Handbuch die Grundsätze des Finanzhaushaltes aus. Das Handbuch erläutert insbesondere … f) das interne Kontrollsystem einschliesslich die Kreditkontrolle

57 Gerhard Schmied Folie 57 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Rechtliche Situation (IV) Auswahl von kantonalen Regelungen IKS in KMG Kanton Bern Art. 2 Direktionsverordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden vom Die Gemeinde hat das interne Kontrollsystem der Grösse ihres Finanzhaushaltes entsprechend auszugestalten. Der Gemeinderat bestimmt a) die Unterschriftsberechtigungen, b) die Zuständigkeiten zum Beschluss über Verpflichtungskredite und für die Verwendung bewilligter Kredite, c) die Zuständigkeit zum Beschluss von Nachkrediten, d) die Berechtigung der Zahlungsanweisung, e) die Visumsregelung, f) die Zuständigkeit zum Erlass von Verfügungen, g) das Berichtswesen.

58 Gerhard Schmied Folie 58 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Rechtliche Situation (V) Auswahl von kantonalen Regelungen IKS in KMG Kanton Aargau § 26 Dekret über den Finanzhaushalt der Gemeinden und Gemeindeverbände vom Der Gemeinderat trägt die Verantwortung für das gesamte Rechnungswesen seiner Gemeinde. Er ist namentlich zuständig für a) die Anlage von Geldern, b) die Vermietung und Verpachtung von Gemeindeeigentum, c) die Regelung der internen Kontrolle und Unterschriftenberechtigungen, d) die Organisation der Finanzverwaltung, die Durchführung von Übergaben an Nachfolgerinnen und Nachfolger mit Meldung an das zuständige Departement, e) …

59 Gerhard Schmied Folie 59 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Rechtliche Situation (VI) Auswahl von kantonalen Regelungen IKS in KMG Kanton St. Gallen Gemeindegesetz vom Art. 123 Internes Kontrollsystem Der Rat sorgt für ein der Grösse des Finanzhaushalts angepasstes internes Kontrollsystem. Es dient insbesondere a) der zweckmässigen Verwendung der Mittel b) der Verhinderung von Fehlern und Unregelmässigkeiten bei der Haushaltführung.

60 Gerhard Schmied Folie 60 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Rechtliche Situation (VII) Auswahl von kantonalen Regelungen IKS in KMG Kanton St. Gallen Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden 3. Internes Kontrollsystem; Art. 32 Grundsätze Der Rat trifft Massnahmen: a) zum Schutz des Vermögens, b) zur Sicherstellung der zweckmässigen Verwendung der Mittel, c) zur Verhinderung und Aufdeckung von Fehlern und Unregelmässigkeiten bei der Rechnungsführung, d) zur Gewährleistung der Ordnungsmäs- sigkeit der Rechnungslegung und der verlässlichen Berichterstattung. Das interne Kontrollsystem umfasst regulatorische, organisatorische und technische Massnahmen. Der Rat berücksichtigt bei der Festlegung der Massnahmen die Verhältnisse in der Gemeinde, die Risikolage und das Kosten-/Nutzenverhältnis.

61 Gerhard Schmied Folie 61 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Rechtliche Situation (VIII) Auswahl von kantonalen Regelungen IKS in KMG Kanton St. Gallen Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden 3. Internes Kontrollsystem; Art. 33 Mindestvorschriften Der Rat legt insbesondere fest: a) den Aufgabenbereich der Verwaltungsstellen, die Gelder verwalten, b) die Unterschrifts- berechtigten, c) die Berechtigung der Zahlungsanweisung, d) die Visumsregelung, e) die Zuständigkeit für die Verwendung bewilligter Kredite. Im Post- und Bankverkehr bedarf es der Kollektivunterschrift zu zweien, im elektronischen Zahlungsverkehr bedarf es einer sachgemässen Form der Kollektivzeichnung. Der Rat legt die Mindestvorschriften nach Art. 33 bis spätestens fest.

62 Gerhard Schmied Folie 62 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 IKS in KMG Gemäss einer Studie der Hochschule Luzern Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz haben 17 der 20 Deutschschweizer Kantone das IKS rechtlich verankert.

63 Gerhard Schmied Folie 63 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Empfohlener Ablauf zur Einführung des IKS auf vorhandene (empfohlene) Arbeitshilfen abstellen Ziele und Vorgehensweise definieren Bestehende Instrumente zusammenführen Prozesse erfassen (Wesentliche, Finanzrelevante) der Grösse des Finanzhaushalts angepasst bedürfnisgerecht auf die Risikostruktur ausgerichtet Schlüsselkontrollen definieren Risikomanagement durchführen Steuerung und Audit definieren System implementieren IKS in KMG

64 Gerhard Schmied Folie 64 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Risikomanagement Risikomanagement und IKS sind untrennbar mitein- ander verbunden Die Erkenntnisse aus der Risikoanalyse fliessen in das IKS ein Die Risikobeurteilung gibt den Input zur Bestimmung der Prozesse IKS in KMG

65 Gerhard Schmied Folie 65 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 System zur Risikobeurteilung Situationsanalyse (SWOT-Analyse) Risiko-Identifikation (Inventar) Risiko-Analyse (Beurteilung, Bewertung) Darstellung der Risiken in einer Risikomatrix (Wirkung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe aufzeigen) Risiko-Steuerung (Massnahmen) Risiko-Controlling (Anwendung überprüfen, Verbesserungen prüfen/empfehlen) IKS in KMG

66 Gerhard Schmied Folie 66 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Kontrollaktivitäten (Massnahmen definieren) Was kann schieflaufen (Risiken) und welche Massnahmen (Kontrollaktivitäten) müssen ergriffen werden, damit dies nicht passiert? Massnahmen festlegen, wo Eintrittswahrscheinlichkeit gegeben ist wo (wesentlicher) Schaden entstehen kann Es kann auch ein nicht monetärer Schaden entstehen, bspw. Imageschaden Vertrauensverlust Glaubwürdigkeitsverlust IKS in KMG

67 Gerhard Schmied Folie 67 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Weitere Eckpfeiler im IKS Die oberste Verantwortung trägt die Exekutive (IKS-Leitung) Der/die IKS-Beauftragte ist der/die operativ Verantwortliche (Management, Ansprechperson, Koordinationsstelle, Controlling) Das IKS muss den Mitarbeitenden bekannt sein und muss gelebt werden (Kultur spielt eine wichtige Rolle) Standardisierte Arbeitsinstrumente zur Verfügung stellen (Weisungen, Checklisten, Formulare) Internes Audit sicherstellen Jährliches Reporting mit Massnahmenplan und Übersicht über die fristgerechte Massnahmenumsetzung IKS in KMG

68 Gerhard Schmied Folie 68 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Praxishilfen (I) Bis heute gibt es keinen allgemein gültigen IKS-Standard. Beispiele für Praxishilfen neueren Datums: IKS-Praxishilfe - Leitfaden zur Umsetzung des IKS in KMG (Konferenz der kant. Aufsichtsstellen über die Gemeindefinanzen) IKS-Mustersammlung Gemeinden (Institut für Public Management GmbH, Aarau) IKS – eine Wegleitung für die Exekutive und Verwaltungsführung (Gemeindeamt des Kantons Zürich) IKS-Leitfaden mit IT-Tool (Amt für Gemeinden St. Gallen / VSGP) IKS-Leitfaden - IKS für Gemeinden (Projekt Zentralschweiz) wissenschaftliche Begleitung von 19 Gemeinden aus 8 Kantonen (Projektstart Herbst 2012) IKS in KMG

69 Gerhard Schmied Folie 69 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Praxishilfen (II) Praxishilfe für bernische Gemeinden: Handbuch Gemeindefinanzen; Ausgabe 2001 (Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern) Praxishilfe für solothurnische Gemeinden: Handbuch des Rechnungswesens der solothurnischen Gemeinden; Band 2; Rechnungsmodell und Finanzhaushalt; Ausgabe 2006 (Amt für Gemeinden des Kantons Solothurn) IKS in KMG

70 Gerhard Schmied Folie 70 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Voraussetzungen zur IKS-Existenzbestätigung nach Artikel 728 a OR (PS 890) IKS ist vorhanden und prüfbar (dokumentiert) IKS ist den Geschäftsrisiken und der Geschäftstätigkeit angepasst IKS ist den Mitarbeitenden bekannt IKS wird angewendet Kontrollbewusstsein ist im Unternehmen vorhanden IKS in KMG

71 Gerhard Schmied Folie 71 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Grenzen der internen Kontrolle Fehleinschätzung (menschliches Versagen) Funktionsstörungen (Falschinterpretation, mangelnde Aufmerksamkeit, überforderte Funktionsträger, Nicht- bzw. Fehlinformation) Umgehung der Kontrollen (Nichteinsehen des Sinns, Erreichung persönlicher Vorteile) Deliktisches Verhalten (Schädigung der Unternehmung) IKS in KMG

72 Gerhard Schmied Folie 72 Suisse Public Bern – Meeting für Finanzverantwortliche vom 19. Juni 2013 Schluss Die Bedeutung des internen Kontrollsystem (IKS) und die Haltung dazu in der Wirtschaft, und zwar sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor, haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Das IKS von gestern entspricht nicht mehr dem IKS von heute. Und die Entwicklung ist nicht abgeschlossen. Seien wir offen für Neues. Bei aller Kontrolle, vergessen wir aber nicht den gesunden Menschenverstand. IKS in KMG


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