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11 Frauen auf dem Arbeitsmarkt Von der eigenständigen Existenzsicherung zur selbstbestimmten Erwerbsbiographie Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie.

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1 11 Frauen auf dem Arbeitsmarkt Von der eigenständigen Existenzsicherung zur selbstbestimmten Erwerbsbiographie Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach

2 2 Was ist ein existenzsicherndes Einkommen? Unterhalb kurzfristiger Existenzsicherung Unterhalb langfristiger Existenzsicherung Quelle: Eigene Darstellung angelehnt an Pimminger (2012) Abb.: Anteile der Beschäftigten im Alter von 25 bis 60 Jahren mit Bruttomonats-entgelten unterhalb existenzsichernder Grenzwerte nach Geschlecht (2010)  Chancen der Partizipation am Arbeitsmarkt für Frauen und traditionelle Rolle des alleinigen „Familienernährers“ müssen sich verändern. Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach2

3 3 Erwerbstätigenquote und Time Gap I ErwerbstätigenquoteErwerbstätigenquote in Vollzeitäquivalent 72%56% Quelle: Eurostat und Zunahme der Erwerbsbeteiligung von Frauen ≠ Steigerung des Arbeitszeitvolumens Quelle: Bundesagentur für Arbeit (2012), Bearbeitung: WSI GenderDatenPortal (2012) Der Umfang der Erwerbstätigkeit zeigt: Vollzeitarbeit – bei Frauen und Männern – nimmt ab; nur (kleine) Teilzeitarbeit steigt! Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach3

4 4 Traditionelle Studien- und Berufswahl Die beliebtesten Ausbildungsberufe & Studienfächer (nach Geschlecht) Berufswahl hat Auswirkungen auf Entgelt, Arbeitsbedingungen und Karrierechancen! Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach Top 5 der in 2013 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge junger Frauen Top 5 der in 2013 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge junger Männer Kauffrau im EinzelhandelKraftfahrzeugmechatroniker VerkäuferinKaufmann im Einzelhandel Medizinische FachangestellteIndustriemechaniker BürokauffrauElektroniker IndustriekauffrauAnlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik = 33,2% aller neuen Ausbildungsverträge junger Frauen = 21,6 % aller neuen Ausbildungsverträge junger Männer Top 5 der Studienfächer zum Wintersemester 2013/2014 Betriebswirtschaftslehre Germanistik/DeutschMaschinenbau/-wesen RechtswissenschaftInformatik Medizin (Allgemein-Medizin)Elektrotechnik/Elektronik Erziehungswissenschaft (Pädagogik)Wirtschaftswissenschaften Quelle: Statistisches Bundesamt 2014, Fachserie Bildung und Kultur 11 4

5 5 Frauen und Minijobs Einmal Minijob, immer Minijob… weil sie keine Brückenfunktion haben, sondern eine schnell einsetzende & hohe Klebewirkung (biographische Sackgasse)  Minijob = Mini-Rente = Altersarmut 7,3 Mio. Minijobber/innen: Anteil von Frauen insgesamt:65 % davon verheiratet:84 % In vielen Branchen, in denen vor allem Frauen arbeiten, sind Minijobs vom Ausnahmefall zur alltäglichen Form der Beschäftigung geworden. Die meisten Minijobber/innen arbeiten: im Grundstücks- und Wohnungsverwaltung/Unternehmensdienstleitun gen im (Einzel)Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Hotel- und Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, in Verkehr und Lagerei, in wissenschaftlichen und technischen/sonstigen Dienstleistungen, im Baugewerbe bzw. in der Gebäudereinigung, im (Weiter)Bildungsbereich und im Bereich Textile Dienste Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach5

6 6 Quellen: IAQ Report 01/2013 und Gutachten zum Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2011, S. 92) Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach6

7 Kaum Bewegung bei Altersrenten – bei Frauen sehr niedriges Niveau Durchschnittliche Zahlbeträge im Rentenzugang 2000 vs Frauen (West)Frauen (Ost) € 505 € 682 € 786 € Männer (West) Männer (Ost) € 913 € 943 € 915 € Quelle: Deutsche Rentenversicherung 2014

8 Gender Pension Gap bleibt ein Problem Bei den Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der betrieblichen und privaten Altersvorsorge gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach

9 Arbeiten bis zur Regelaltersgrenze? Für viele nicht vorstellbar – gerade in „Frauenberufen“ „Meinen Sie, dass Sie unter den derzeitigen Anforderungen Ihre jetzige Tätigkeit bis zum gesetzlichen Rentenalter ohne Einschränkungen ausüben können?“ (Quelle: DGB Index 2012) Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach

10 Arbeitsbelastung Pflegeberufe - z.B. Zeitdruck

11 Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach 11 Pflegeberufe – Arbeitsfähigkeit bis zur Rente

12 12 Was ist zu tun? Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach12 Arbeitszeitsouveränität für Beschäftigte betrieblich und gesetzlich gestalten durch einen Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeit durch einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit durch die Ausdehnung dieser Rechtsansprüche auch für Beschäftigte in Kleinbetrieben mit weniger als 15 Beschäftigten, denn dort arbeiten viele Frauen vollzeitnahe Teilzeit für Frauen und Männer – betrieblich – ermöglichen durch  neue bzw. flexible Arbeitszeitmodelle im Sinne der Arbeitszeitsouveränität für Beschäftigte betrieblich entwickeln und diese  in Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Dienstvereinbarungen mit betrieblichen Parteien regeln.  betriebliche Instrumente wie Arbeitszeitkonten nutzen und  in der konkreten Personalpolitik / Personalplanung Teilzeitbeschäftigte nicht aus den Augen verlieren! Der Blick nach vorn: eine (gesellschaftliche) Debatte über Umfang und Gestaltung von Arbeitszeiten, v.a. über die Verkürzung der Arbeitszeiten, voranbringen.

13 13 Was ist zu tun? Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach13 Geschlechterdifferenzen am Arbeitsmarkt gesetzlich und betrieblich überwinden … Flächendeckende Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohns – einschl. Kontrollen und Dokumentation, insbes. auch bei Minijobs Reform der „Minijobs“ – Umwandlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung  der DGB hat dazu ein Modell vorgelegt Eindämmung des Niedriglohnbereichs und von prekären Beschäftigungsverhältnissen * Qualifiziert wieder in den Arbeitsmarkt: Vermittlung in gute Arbeit, Eigenständigkeit auch als Leitbild in der Arbeitsvermittlung Soziale Infrastruktur ausbauen und an die Bedürfnisse insbes. von Frauen anpassen

14 14 Was ist zu tun? Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach14 Gleichstellung und Entgeltgleichheit auch in der Wirtschaft verbindlich umsetzen heißt konkret u.a.: Unabhängig von ihrer Arbeitszeit müssen alle Beschäftigten entsprechend ihrer Tätigkeit bei der Entlohnung (Eingruppierung, Gleichwertigkeit der Arbeit) und den übrigen Arbeitsbedingungen gleich behandelt werden  hier auch betriebliche Akteure (Betriebs- und Personalräte) in der Verantwortung Frauenquote in den Aufsichtsräten Rente, von der frau im Alter in Würde leben kann ….es rettet uns kein höheres Wesen! Sich gemeinsam in der Öffentlichkeit den Platz nehmen – offensiv und selbstbewußt für die Gleichstellung der Frau eintreten!

15 15 Februar 2015, DGB Bundesvorstand, Annelie Buntenbach 15 Frauen am Arbeitsmarkt … endlich gleichgestellt! Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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