Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Willkommen ! Thomas Auinger Sprachphilosophie Aspekte von Wittgenstein bis Brandom LV-Nr.: 180298 Infos unter:

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Willkommen ! Thomas Auinger Sprachphilosophie Aspekte von Wittgenstein bis Brandom LV-Nr.: 180298 Infos unter:"—  Präsentation transkript:

1 Willkommen ! Thomas Auinger Sprachphilosophie Aspekte von Wittgenstein bis Brandom LV-Nr.: Infos unter:

2 Ludwig Wittgenstein Biographisches geboren in Wien Ab Herbst Besuch der Realschule in Linz. Davor erhielt er Privatunterricht in seinem Elternhaus Ab Herbst Beginn des Ingenieurstudiums an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg verlässt Berlin und geht nach England. Ab Herbst: Research Student an der Universität in Manchester Frege empfiehlt Wittgenstein, bei Russell zu studieren. Ab Herbst in Cambridge Februar: Immatrikulation im Trinity College, Cambridge. Freundschaft mit Russell, Moore und Keynes. September: Vierwöchige Reise nach Island mit David Pinsent. Dezember: Besucht Frege in Jena Herbst: Reise nach Norwegen mit Pinsent. Bis Sommer 1914 in Skjolden Oktober: Treffen mit Russell. Wittgenstein diktiert ihm ein Summary, woraus später die Costello-Version der Notes of Logic entsteht : Moore besucht Wittgenstein in Norwegen. Er macht Aufzeichnungen: Notes Dictated to G.E. Moore in Norway. Ab Juli in Wien und Hochreith. Er wird in Wien vom Kriegsausbruch überrascht.

3 Ludwig Wittgenstein Biographisches dient mit kurzen Unterbrechungen als Soldat im 1. Weltkrieg; wird am bei Trient gefangen genommen Gefangenschaft auf Monte Cassino. Übersendung des Traktat-Manuskripts an Russell : Ankunft in Wien; Wittgenstein entschließt sich Volksschullehrer zu werden. Er verschenkt sein Millionen-Vermögen an seine Geschwister : Einschreibung in der Lehrerbildungsanstalt in der Kundmanngasse September: Lehrerstelle als Volksschullehrer in Trattenbach bis Sommer August: Treffen mit Russell in Innsbruck. Bruch der Freundschaft. Herbst: Kurze Zeit als Hauptschullehrer in Hassbach bei Neunkirchen. Anschließend Volksschullehrer in Puchberg am Schneeberg bis Sommer Volksschullehrer in Otterthal April: Aufgabe des Lehrerberufs. Herbst: Wittgenstein baut zusammen mit seinem Freund Engelmann für seine Schwester das Stonboroughsche Haus (Kundmanngasse 19) Früjahr: Kontakte mit dem Wiener Kreis (Schlick, Waismann, Carnap, Feigl) Herbst: Fertigstellung des Hauses Neujahr: Rückkehr nach Cambridge. Juni: Der Traktat wird als Dissertation anerkannt. Wittgenstein hält seinen einzigen öffentlichen Vortrag: A Lecture on Ethics. Publikation: Some Remarks on Logical Form; die einzige philosophische Veröffentlichung Wittgensteins neben dem Traktat.

4 Ludwig Wittgenstein Biographisches 1930 Besuche in Österreich. Seminar über Probleme der Sprache, Logik und Mathematik. Fellow im Trinity College. Forschungs- und Lehrauftrag bis 1935; später Verlängerung bis Weitere Seminare über Sprache, Logik und Mathematik Wittgenstein diktiert Das Blaue Buch (1933/34) Wittgenstein diktiert Das Braune Buch (1934/35) Seminar über philosophische Psychologie Reise nach Norwegen, wo er neun Monate bleibt Frühjahr: Rückkehr nach Cambridge Wittgenstein erhält den Lehrstuhl Moores. Seminar über Grundlagen der Mathematik Seminar über philosophische Untersuchungen Herbst: Vorlesungen über die Philosophie der Psychologie. 14. November: Vortrag im Moral Science Club über »What philosophy is« Früjahr: Letzte Vorlesung in Cambridge. Wittgenstein nimmt Sonderurlaub. Oktober: Er legt die Professur nieder. Dezember: Es beginnt ein eineinhalbjähriger Aufenthalt in Irland.

5 Ludwig Wittgenstein Biographisches 1949 Frühjahr: Trotz Unterbrechung durch Krankheit Abschluss des zweiten Teils der Philosophischen Untersuchungen. April: Besuch seiner Schwester Hermine in Wien, die an Krebs leidet. Juli/August: Besuch bei Malcolm in Ithaca/USA. Diskussionen und Gespräche über Gewissheit. Schwere Krankheit. Oktober: Rückkehr nach England. Diagnostizierung von Prostatakrebs. Deshalb keine Rückkehr nach Irland, er bleibt bei Freunden in Cambridge und Oxford. Herbst: Fahrt nach Norwegen. Keine philosophische Arbeit mehr bis Februar in Wien. Ab 8. Februar bei Dr. Bevan in Cambridge. Noch einmal einige Wochen philosophischer Arbeit über Gewissheit. 29. April: Wittgenstein stirbt in Cambridge. 1. Mai: Beerdigung auf dem St. Giles Cemetery in Cambridge. Werke: Ludwig Wittgenstein, Werkausgabe, Frankfurt a. M. 1984, Suhrkamp Verlag, Bd Links: Tracing Wittgenstein. Digital Explorations: The Austrian Ludwig Wittgenstein Society (ALWS):

6 Ludwig Wittgenstein Zum Tractatus logico-philosophicus 1921 erschien die Arbeit in einem schlampigen Druck im Heft 14 des letzten Bandes von »Ostwalds Annalen der Naturphilosophie«. Kurze Zeit danach, 1922, veröffentlichte dann schließlich der Londoner Verlag Routledge & Kegan Paul Ltd. das Werk in einem sorgfältigen Druck zweisprachig unter dem von Moore vorgeschlagenen Titel Tractatus logico-philosophicus, einer Übersetzung des deutschen Titels Logisch-philosophische Abhandlung, den Wittgenstein seinem ursprünglich geplanten Titel »Der Satz» vorgezogen hatte. Zitat aus dem Vorwort: „Man könnte den ganzen Sinn des Buches etwa in die Worte fassen: Was sich überhaupt sagen läßt, läßt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muß man schweigen. Das Buch will also dem Denken eine Grenze ziehen, oder vielmehr – nicht dem Denken, sondern dem Ausdruck der Gedanken: Denn um dem Denken eine Grenze zu ziehen, müßten wir beide Seiten dieser Grenze denken können (wir müßten also denken können, was sich nicht denken läßt). […] scheint mir die Wahrheit der hier mitgeteilten Gedanken unantastbar und definitiv. Ich bin also der Meinung, die Probleme im Wesentlichen endgültig gelöst zu haben. Und wenn ich mich hierin nicht irre, so besteht nun der Wert dieser Arbeit zweitens darin, daß sie zeigt, wie wenig damit getan ist, daß die Probleme gelöst sind.“

7 Ludwig Wittgenstein Zum Tractatus logico-philosophicus I.Die Welt ist alles, was der Fall ist. I.IDie Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge. I.IIDie Welt ist durch die Tatsachen bestimmt und dadurch, daß es alle Tatsachen sind. I.I2Denn, die Gesamtheit der Tatsachen bestimmt, was der Fall ist und auch, was alles nicht der Fall ist. I.I3Die Tatsachen im logischen Raum sind die Welt. I.2Die Welt zerfällt in Tatsachen. I.2IEines kann der Fall sein oder nicht der Fall sein und alles übrige gleich bleiben.

8 Ludwig Wittgenstein Zum Tractatus logico-philosophicus 2 Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten. 3 Das logische Bild der Tatsachen ist der Gedanke. 4 Der Gedanke ist der sinnvolle Satz. 5 Der Satz ist eine Wahrheitsfunktion der Elementarsätze. (Der Elementarsatz ist eine Wahrheitsfunktion seiner selbst.) 6 Die allgemeine Form der Wahrheitsfunktion ist: Dies ist die allgemeine Form des Satzes. 7 Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen. (Anmerkung: Dieser lapidare Satz bildet den Schluß der Abhandlung; ihm folgen keine Erläuterungen mehr. Er wird verständlich, wenn man den unmittelbar vorausgehenden Satz hinzunimmt:) 6.54 Meine Sätze erläutern dadurch, daß sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie - auf ihnen - über sie hinausgestiegen ist. (Er muß sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinausgestiegen ist.) Er muß diese Sätze überwinden, dann sieht er die Welt richtig.

9 Ludwig Wittgenstein Zu den Philosophischen Untersuchungen §1: Augustinus-Zitat. Ein bestimmtes Bild vom Wesen der menschlichen Sprache. Wörter als Bezeichnungen bzw. Benennungen für Gegenstände. „Jedes Wort hat eine Bedeutung. Diese Bedeutung ist dem Wort zugeordnet. Sie ist der Gegenstand, für welchen das Wort steht.“ Aus dieser primitiven Sprache lässt sich jedoch nicht die Vielfalt und die Komplexität differenzierter natürlicher Sprachen ableiten. Wittgenstein spricht davon, dass Augustinus dabei wohl nur an eine bestimmte Wortart, an Substantiva, denkt. Das wäre, so Wittgensteins Beispiel aus dem §3, ungefähr so, als wollte man das Wort »Spielen« nur durch die Regelhaftigkeit bei Brettspielen erläutern. Das sind aber bei weitem nicht alle Spiele. Man schränkt das Verständnis dessen, was Sprache ist, durch ein derartiges Benennungsmodell schon erheblich ein. Im §4 legt Wittgenstein diese (Augustinische) Vorstellung der Sprache auf eine Schrift um. Diese hätte dann nur die Funktion, durch die unterschiedlichen Buchstaben die jeweiligen Laute zu bezeichnen und würden von allen anderen Funktionen der Buchstaben gänzlich abstrahieren. Auch daraus wird ersichtlich, wie beschränkt eine derartige Vorstellung wäre.

10 Ludwig Wittgenstein Zu den Philosophischen Untersuchungen §23: unzählige Arten der Sätze! [Variabilität der Sprachspiele; entstehen und vergehen…] „Das Wort »Sprachspiel« soll hier hervorheben, daß das Sprechen der Sprache ein Teil ist einer Tätigkeit, oder einer Lebensform. [Aufzählung diverser Ausprägungen von Sprachspielen: Befehlen, Beschreiben, Vermuten, Hypothesen aufstellen, Geschichten erfinden, Theater spielen, Rätsel raten, einen Witz machen, Übersetzen, Bitten, Danken, Fluchen, Grüßen, Beten] Es ist interessant, die Mannigfaltigkeit der Werkzeuge der Sprache und ihrer Verwendungsweise, die Mannigfaltigkeit der Wort- und Satzarten, mit dem zu vergleichen, was Logiker über den Bau der Sprache gesagt haben. (Und auch der Verfasser der Logisch-Philosophischen Abhandlung.)“ §25: „[…] Befehlen, fragen, erzählen, plauschen gehören zu unserer Naturgeschichte so wie gehen, essen, trinken, spielen.“ §27: „[…] Als ob mit dem Akt des Benennens schon das, was wir weiter tun, gegeben wäre. Als ob es nur Eines gäbe, was heißt: »von Dingen reden«. Während wir doch das Verschiedenartigste mit unseren Sätzen tun. […]“ Das Benennen ist nur eine mögliche Sprachspiel-Ausprägung. §28: „[…] die hinweisende Definition kann in jedem Fall so und anders gedeutet werden.“ Vgl. das Zeigen der Sinnlichen Gewissheit.

11 Ludwig Wittgenstein Zu den Philosophischen Untersuchungen Aus dem bloß „hinweisenden Lehren der Wörter“ (§6) lässt sich die normative Funktion schon jener primitiven Sprache nicht erklären, in welcher das Ausrufen des Wortes »Platte!« so viel heißt wie »Bring mir die Platte!«. §30: „[…] Die hinweisende Definition erklärt den Gebrauch - die Bedeutung - des Wortes, wenn es schon klar ist, welche Rolle das Wort in der Sprache überhaupt spielen soll.“ §31: „[…] Nach der Benennung fragt nur der sinnvoll, der schon etwas mit ihr anzufangen weiß.“ §32: Augustinus beschreibt den Spracherwerb nur in einer Weise, in der man eine fremde Sprache lernt; d.h. paradoxerweise: der Spracherwerb wird unter der Voraussetzung einer schon erworbenen Sprache erklärt!!! §39: Wittgenstein erläutert die Charakteristik des Sinnes, der nicht nach einem starren Rigiditätsmodell dargelegt werden kann, bei welchem der einfache Name einem einfachen Gegenstand entspricht. Beispiel: das Schwert »Nothung«: „Ist aber »Nothung« der Name eines Gegenstandes, so gibt es diesen Gegenstand nicht mehr, wenn Nothung zerschlagen ist; und da dem Namen dann kein Gegenstand entspräche, so hätte er keine Bedeutung.“ §43: „[…] Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache.“

12 Ludwig Wittgenstein Zu den Philosophischen Untersuchungen §66: Vielfältigkeit des Begriffs »Spiele«. „[…] Und das Ergebnis dieser Betrachtung lautet nun: Wir sehen ein kompliziertes Netz von Ähnlichkeiten, die einander übergreifen und kreuzen. Ähnlichkeiten im Großen und Kleinen.“ Ablehnung des Wesensbegriffes: Damit kann man hier nicht von einem Wesensbegriff sprechen, sondern von dem von Wittgenstein geprägten Begriff der »Familienähnlichkeiten« (§67). Im §67 führt Wittgenstein dazu das Beispiel der »Zahl« an (wobei hier ein Bezug zu Rortys Exemplifizierung des Anti-Essentialismus gegeben ist. Im §68 bemerkt Wittgenstein, dass man freilich den Begriff der Zahl genau definieren könnte. „[…] Denn ich kann so dem Begriff »Zahl« feste Grenzen geben, d.h. das Wort »Zahl« zur Bezeichnung eines fest begrenzten Begriffs gebrauchen, aber ich kann es auch so gebrauchen, dass der Umfang des Begriffs nicht durch eine Grenze abgeschlossen ist.“ Führt das nicht zu völliger Beliebigkeit? „»Aber dann ist ja die Anwendung des Wortes nicht geregelt; das »Spiel«, welches wir mit ihm spielen, ist nicht geregelt.« Es ist nicht überall von Regeln begrenzt; aber es gibt ja auch keine Regel dafür z.B., wie hoch man im Tennis den Ball werfen darf, oder wie stark, aber Tennis ist doch ein Spiel und es hat auch Regeln.“

13 Danke für ihre Aufmerksamkeit ! Auf Wiedersehen am Weitere Informationen unter:


Herunterladen ppt "Willkommen ! Thomas Auinger Sprachphilosophie Aspekte von Wittgenstein bis Brandom LV-Nr.: 180298 Infos unter:"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen