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Gibt es ein notwendiges Bedürfnis des Menschen nach Glaube? Ulrike Kienast, Sten Jackolis, Juliane Röhr, Steffen Klausener, Florian Seidler.

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1 Gibt es ein notwendiges Bedürfnis des Menschen nach Glaube? Ulrike Kienast, Sten Jackolis, Juliane Röhr, Steffen Klausener, Florian Seidler

2 Warum glaubt der Mensch? Gibt es nicht-religiöse Menschen, die dennoch glauben? Gibt es nicht-religiöse Menschen, die dennoch glauben? Oder kann der Mensch gut ohne den Glauben auskommen? Oder kann der Mensch gut ohne den Glauben auskommen? Gibt es bestimmte Situationen, in denen man besonders dazu neigt, zu glauben? (Lebenskrisen, wissenschaftl. Erkenntnislücken) Gibt es bestimmte Situationen, in denen man besonders dazu neigt, zu glauben? (Lebenskrisen, wissenschaftl. Erkenntnislücken) Sind dem Menschen diese Vorstellungen immer bewusst? Sind dem Menschen diese Vorstellungen immer bewusst?

3 Der Glaube Arbeitsdefinition: der Glaube als eine Überzeugung von einer höheren, sinnstiftenden Ordnung (Transzendenz)

4 Arbeitsthesen I Thesen verdeutlicht mithilfe eines kurzen Films Thesen verdeutlicht mithilfe eines kurzen Films

5 Arbeitsthesen II Die Religionen entstanden aus unerklärbaren Phänomenen wie Naturgewalten und Übel auf der Welt. Die Religionen entstanden aus unerklärbaren Phänomenen wie Naturgewalten und Übel auf der Welt. Der Gedanke an das Heil spendet dem Menschen Kraft, das (diesseitige) Übel zu ertragen. Der Gedanke an das Heil spendet dem Menschen Kraft, das (diesseitige) Übel zu ertragen. Religion wurde missbraucht für schlechte Dinge wie Kriege/Rechtfertigung hierarchischer Systeme. Religion wurde missbraucht für schlechte Dinge wie Kriege/Rechtfertigung hierarchischer Systeme. Religion bietet dem Menschen eine Orientierungsfunktion, z.B. durch praktische Handlungsanweisungen in den Heiligen Schriften. Religion bietet dem Menschen eine Orientierungsfunktion, z.B. durch praktische Handlungsanweisungen in den Heiligen Schriften.

6 Arbeitsthesen III Durch wissenschaftliche Erkenntnisse gab es eine Umstrukturierung von Religion (teilweise Abnahme des Glaubens, teilweise Abnahme dogmatischer Praktizierung von Religion, Zunahme nicht- konfessionell gebundener Religiosität wie esoterischen Praktiken/Verwestlichung östlicher Religionen...). Durch wissenschaftliche Erkenntnisse gab es eine Umstrukturierung von Religion (teilweise Abnahme des Glaubens, teilweise Abnahme dogmatischer Praktizierung von Religion, Zunahme nicht- konfessionell gebundener Religiosität wie esoterischen Praktiken/Verwestlichung östlicher Religionen...). Viele Menschen haben heutzutage dennoch implizite Glaubensvorstellungen. Diese sind insbesondere nachweisbar bei wissenschaftlichen Erkenntnislücken und in Lebenskrisen oder bei traditionellen Riten (Ehe, Konfirmation). Viele Menschen haben heutzutage dennoch implizite Glaubensvorstellungen. Diese sind insbesondere nachweisbar bei wissenschaftlichen Erkenntnislücken und in Lebenskrisen oder bei traditionellen Riten (Ehe, Konfirmation).

7 Theorie Situation/AuslöserBedürfnis nach Befriedigung im Glauben durch Konsequenz/Wirkung Sinnfragen Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wozu das Ganze? Sinn Orientierung Schöpfungslehre Heilsvorstellungen „verbindliche“ Antworten, Begründungen, Orientierung (-ssicherheit), Wahrnehmung des Alltags, Ego-Deflation Selbstwahrnehmung Krisen Verlusterfahrungen (negative Emotionen, Ohnmacht) Rückhalt Lebenserleichterung HeilsvorstellungenTrost, Verminderung von Ängsten, Abgabe von Verantwortung

8 Theorie Situation/AuslöserBedürfnis nach Befriedigung im Glauben durch Konsequenz/Wirkung (alltägliche) Belastungen (Rück-)Halt, Sicherheit Lebenserleichterung Orientierung Ethische Leitsätze Psychologisch: Positiveres Grundgefühl, Gefühle der Stabilität und Sicherheit, Handlungsleitend: Handlungsprinzipien Religiöse Erfahrungen -- Bewusstseinsänderung Bedeutungstiefe im Alltag Harmonie, Einheit/ Verbundenheit Sinn (Lebensphilosophie) Spirituelle Praktiken Gefühlserfahrungen (tiefe Freude, Liebe, Einheit, Frieden) Ruhe/Gelassenheit

9 Fragebogen

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16 anschließend Angaben zur Person (Alter, Geschlecht, Wohnort/Geburtsort, Familienstand, Beruf/Tätigkeit, Konfessionsangehörigkeit) anschließend Angaben zur Person (Alter, Geschlecht, Wohnort/Geburtsort, Familienstand, Beruf/Tätigkeit, Konfessionsangehörigkeit) + Bist du gläubig? + Bist du gläubig? + religiöse Einflüsse in Erziehung und Umfeld? + religiöse Einflüsse in Erziehung und Umfeld? außerdem: immer möglichst implizit erfragen, um unbewusste Glaubensvorstellungen herauszufinden! außerdem: immer möglichst implizit erfragen, um unbewusste Glaubensvorstellungen herauszufinden!

17 Fragebogen – ausgewählte Ergebnisse 106 Probanden, 65 weibl./39 männl./2 ? 106 Probanden, 65 weibl./39 männl./2 ? Altersdurchschnitt: 23 (?) Altersdurchschnitt: 23 (?) Statistiken: Statistiken:

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20 hauptsächlich nannten die Befragten die Momente Tod (12) Liebe (11) Krankheit (7) Trennung (3) → somit 33 von 56

21 Auswertung der Thesen Ursprung der Rel. = unerklärbare Phänomene Ursprung der Rel. = unerklärbare Phänomene → nicht nachprüfbar! Heilsgedanke spendet Kraft und Halt Heilsgedanke spendet Kraft und Halt → für religiöse Menschen vermutlich schon; auch funktionale Theorien der Rel. stimmen dem zu Orientierungsfunktion der Religion Orientierungsfunktion der Religion → konnte nicht nachgewiesen werden, aber die meisten Befragten weisen der Religion eine Funktionalität zu

22 Umstrukturierung der Religion durch wissenschaftliche Erkenntnisse → teilweise Umstrukturierung der Religion durch wissenschaftliche Erkenntnisse → teilweiseHauptthese: Menschen haben implizite Glaubensvorstellungen Menschen haben implizite Glaubensvorstellungen insbesondere bei Erkenntnislücken und Lebenskrisen insbesondere bei Erkenntnislücken und Lebenskrisen → JA!!! nachgewiesen am FB: Lebenskrisen wie Tod und Krankheit / wissenschaftl. Erkenntnislücken wie Liebe, Leben nach dem Tod, Seelenexistenz… nachgewiesen am FB: Lebenskrisen wie Tod und Krankheit / wissenschaftl. Erkenntnislücken wie Liebe, Leben nach dem Tod, Seelenexistenz…

23 Fazit Es existieren Bedürfnisse, die durch den Glauben befriedigt werden KÖNNEN. Es existieren Bedürfnisse, die durch den Glauben befriedigt werden KÖNNEN. Der Glaube ist jedoch KEIN NOTWENDIGES Bedürfnis des Menschen, da auch andere Wege möglich sind. Der Glaube ist jedoch KEIN NOTWENDIGES Bedürfnis des Menschen, da auch andere Wege möglich sind. funktionale Ebene (nicht-religiöse Menschen) vs. Erfahrungsebene (religiöse Menschen) funktionale Ebene (nicht-religiöse Menschen) vs. Erfahrungsebene (religiöse Menschen)

24 Quellen Broad, C.D. (1953): Subjektive Gotteserfahrung und objektive Realität. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S Broad, C.D. (1953): Subjektive Gotteserfahrung und objektive Realität. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S Bucher, A.A. (2007): Psychologie der Spiritualität. Beltz Verlag – Basel/Weinheim. Bucher, A.A. (2007): Psychologie der Spiritualität. Beltz Verlag – Basel/Weinheim. Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. Holm, N.G. (1990): Einführung in die Religionspsychologie. Reihnardt – München. Holm, N.G. (1990): Einführung in die Religionspsychologie. Reihnardt – München. Hume, D. (1981): Die vermeidbaren Ursachen des menschlichen Unglücks. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S Hume, D. (1981): Die vermeidbaren Ursachen des menschlichen Unglücks. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S James, W. (1975): Der Wille zum Glauben. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S James, W. (1975): Der Wille zum Glauben. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S Joas, H. (Hrsg.) (2003): Was sind religiöse Überzeugungen? Wallstein Verlag – Göttingen. Joas, H. (Hrsg.) (2003): Was sind religiöse Überzeugungen? Wallstein Verlag – Göttingen. Kant, I. (1961): Gott als Postulat des moralischen Denkens. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S Kant, I. (1961): Gott als Postulat des moralischen Denkens. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S Marx, K. (1843):Religion als Opium des Volkes. In: Marx/Engels-Werke, Bd. 1, 378ff. Online (Zugriff: ): Marx, K. (1843):Religion als Opium des Volkes. In: Marx/Engels-Werke, Bd. 1, 378ff. Online (Zugriff: ): Murken, S. (2002): Religiosität und Gesundheit. diesseits, Zeitschrift des Humanistischen Verbandes, 59/2002. Online(Zugriff: ): Murken, S. (2002): Religiosität und Gesundheit. diesseits, Zeitschrift des Humanistischen Verbandes, 59/2002. Online(Zugriff: ): Nietzsche, F. (1882): Die Gläubigen und ihr Bedürfnis nach Glauben. In: Die fröhliche Wissenschaft. Online (Zugriff: ): Nietzsche, F. (1882): Die Gläubigen und ihr Bedürfnis nach Glauben. In: Die fröhliche Wissenschaft. Online (Zugriff: ): Otto, R. (1963): Das Ergriffensein durch das Heilige. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S Otto, R. (1963): Das Ergriffensein durch das Heilige. In: Hoerster, N. (1985): Glaube und Vernunft. Texte zur Religionsphilosophie. Reclam – Stuttgart. S Schnabel, U. (2005): Warum Menschen glauben. In: Die Zeit, , Nr. 20 Schnabel, U. (2005): Warum Menschen glauben. In: Die Zeit, , Nr. 20


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