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4. Die vollendete Religion. Der Gang von Wissenschaft u. Philosophie Begriff Bestimmtheit des Begriffs, Objektivität Begriff als Gegenstand  Begriff.

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Präsentation zum Thema: "4. Die vollendete Religion. Der Gang von Wissenschaft u. Philosophie Begriff Bestimmtheit des Begriffs, Objektivität Begriff als Gegenstand  Begriff."—  Präsentation transkript:

1 4. Die vollendete Religion

2 Der Gang von Wissenschaft u. Philosophie Begriff Bestimmtheit des Begriffs, Objektivität Begriff als Gegenstand  Begriff der Religion  Bestimmte Religionen  Vollendete Religion

3 Die vollendete Religion „Der Geist ist … Gegenstand in der Religion, und ihr Gegenstand, das sich wissende Wesen, ist der Geist.“ „Die vollendete Religion ist Idee und hat das, was sie ist, das Bewusstsein des Wesens, selbst zu ihrem Gegenstand; sie ist darin objektiviert.“ „Die Religion ist der Geist als Bewusstsein seines Wesens.“

4 Der Grund der vollendeten Religion Die Religion gründet nicht im menschlichen Bewusstsein – so z.B. nach Fr. Schleiermacher; Die Religion gründet in Gottes Selbstoffenbarung; Gott gibt „dem Menschen zu wissen…, was er ist“. Deshalb ist die vollendete Religion die geoffenbarte Religion. Sie ist deshalb aber auch eine positive Religion.

5 (1) Die „Positivität“ der vollendeten Religion Obwohl es bei der Religion nichts anzuschauen gibt – sie ist wesentlich eine geistige Realität – ist sie durch Gegenständlichkeit und Sinnenhaftigkeit geprägt, weil alles Geistige sinnlich vermittelt wird, zunächst äußere Geistigkeit ist. Hegel „beruhigt“: Die Positivität nimmt der Religion nicht den Charakter der Vernünftigkeit.

6 (2) Beglaubigung des Positiven durch den Geist 1.Wunder (angreifbar: vgl. die gleichrangigen Wunder des Mose und Zauberer des Pharao) Vgl. Jesu „Wunderkritik“ 2.Zeugnisse 3.Beglaubigung durch das Geistige: das Geistige wird nicht äußerlich beglaubigt. Zeugnis des Geistes: in Höchstform durch die Philosophie: Begriffsentwicklung als Beweis

7 Bildung, Wunder, Theologie Bildungsabhängigkeiten: Wunder etc. hilfreich für bestimmten Bildungsstand. Ort der Religion im Denken, aber auch im Gefühl, Herz – zumal es sich dabei nicht um tierhaftes Fühlen handelt, sondern um das eines denkenden Menschen. Höchste Form des religiösen Denkens = Theologie. Sie erklärt die Hl. Schrift etc.

8 Theologie und Denken Theologie ist Erklären, kein Wiederholen von Bibelsprüchen, kein „Hersagen der Bibel“. Beispiele: Neue Erklärungen zu Weltbildern, zur Gutheit der menschlichen Natur… Problem endlichen Denkens und Schließens: Beweise verlangen Notwendigkeitsnachweise (vgl. notwendige, nicht „willkürliche“ Schöpfung). Denkerisches Auffassen des Glaubens, kein „zufälliges“, beliebiges Denken. Durch dieses „zufällige“ Denken seien die dogmatischen Inhalte des Christentums abhanden gekommen.

9 Beispiele: schlechte und wahre Unendlichkeit Das Endliche im Gegensatz zu Gott verendlicht Gott. Das Endliche muss in Gott gesetzt sein: Unterschied, Bewusstsein. Anwendung auf den Religionsbegriff: endlicher Religionsbegriff, seine weitere Bestimmung: durch das Natürliche, Unmittelbare (Naturreligionen); durch das Moment der Trennung, Unterscheidung: Religionen der Innerlichkeit: indische Religionen, Judentum, Griechen… Zweckreligion: der sich anzielende Geist. Christentum: Gott als Subjekt, Freiheit, nicht nur als Substanz. Problem der widersprüchlichen Gottesprädikate und seine Lösung: die sich selbst bestimmende absolute Subjektivität.

10 Einteilung Gliederung nach den Formen des Erkennens und Denkens: 1. Gedanken: ewige Idee 2. Vorstellung: Trennung, Widerspruch 3. Denken: Versöhnung Gliederung nach den Momenten des Begriffs:  1. Allgemeinheit: immanente Trinität  2. Besonderheit: Schöpfung, Sünde, Inkarnation, Kreuz, Erlösung  3. Einzelheit: Geist, Gemeinde

11 Das Erste Element Gott in seiner ewigen Idee, ohne Welt. = abstrakte Idee des Denkens, nicht des Begreifens Ewige Idee = Trinität Deutung: Trinität als Geist, Prozess, Bewegung, Leben = Unterscheiden, Bestimmen. Gott als Liebe „nach der Weise der Empfindung ausgedrückt“

12 Liebe als Ereignis von Differenz und Einheit Liebe: Unterscheidung und Einheit = Trinität Trinitarische Lösung des Problems der unterschiedlichen, widersprüchlichen Gottesprädikat durch den Hinweis auf Gottes Selbstbestimmung durch Widersprüche hindurch.

13 Notwendigkeit der Welt Übergang der Idee zur Realität, des Begriffs zur Objektivität. „Gottlose“ Welt als das Andere Gottes. Innergöttliche Unterschiede sind nur „ideell“. Überwindung der Abstraktheit und Endlichkeit Gottes durch die Schöpfung Mysterion?

14 Verständliche Trinität?

15 Konzil von Nizäa 325 „Wir glauben … an den einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, als Einziggeborener gezeugt vom Vater, d.h. aus der Wesenheit des Vaters, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen ( gennhqei,j ouv poihqei,j ), wesenseins mit dem Vater o`moou,sioj tw/| patri,, durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf Erden ist, der um uns Menschen und um unseres Heiles willen herabgestiegen ist und Fleisch angenommen hat und Mensch geworden ist…“

16 Konzil vom Konstantinopel 381 Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater (und dem Sohn) hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen.

17 Andrei Rublew, ca. 1410, Moskau Et ipse Abraham tres vidit, unum adoravit. Augustinus zu Gen 18, 1-3: Abraham saß gerade in der Mittagshitze am Eingang seines Zeltes. 2 Als er aufblickte, sah er wenige Schritte vor sich drei Männer stehen. Sofort sprang er auf, warf sich vor ihnen nieder 3 und sagte: »Mein Herr, wenn ich Gnade vor dir gefunden habe, dann geh nicht hier vorüber. Ich stehe dir zu Diensten!

18 Gnadenstuhl (M. Luther) seit dem 13. Jh.

19 Tricephalus Verbot des „Monstrums“ durch Papst Urban VIII.

20 Trinitätstheologischer Personbegriff 1,2,3 = 1? Personbegriff: keine abstrakte Eins Persönlichkeit: Aufgabe der Isolierung, Versenktsein in das Andere Philosophischer Begriff: triadische Subjektivität. Theol. Kritik: Modalismus

21 Die Trinität in der Religionsgeschichte Hinduismus: Trimurti (drei Formen) 1.Brahma (Schöpfer) 2.Vishnu (Bewahrer) 3.Shiva (Zerstörer)

22 Pythagoreer, Platon Zahlen als Prinzip des Seins. Die Eins ist der Ursprung aller Zahlen und steht als metaphysische Eins jenseits der Zahlen. Die metaphysische Eins als Ursprung aller Zahlen gilt als Synthese von Gerade und Ungerade, sie ist daher ein Bild der Trinität. Die „Herstellung“ der Weltseele aus unteilbaren und teilbaren Elementen; sie ist demnach ein Drittes aus Zweien.

23 Philo von Alexandrien (ca. 15 v. Chr n. Chr.) 1.Gott ist ὁ ὠν,  ὀ  einai (unerkennbar) 2.Offenbarung Gottes 3 / 6 logoi, dynameis Die drei Logoi sind platonische Ideen, stoische Wirkkräfte, biblische Engel

24 Gnosis, Kabbala Valentinianische Systeme Vater, das Unbestimmte, Unfassbare Logos, sophia, zoe logos und zoe zeugen den Urmenschen Adam Kadmon = ursprünglicher Mensch der irdische Mensch ist Abbild des ursprünglichen. Er verlor „drei“ Eigenschaften, die ihn an die Seite Gottes hoben: Weisheit, Macht und Herrlichkeit. Vgl. Gen 1,27 der Mensch aus Gott, „von oben“ Gen 2,7 Mensch aus Erde, „von unten“

25 Jakob Böhme ( ) Mystische Gottesgeburt im Menschen „Also nahe ist dir Gott / dass die Geburt der Heiligen Dreifaltigkeit auch in deinem Herzen geschieht; es werden alle 3 Personen in deinem Herzen geboren / Gott Vater / Sohn / Geist“

26 Immanuel Kants „trinitarisches“ Denken Die Kategorien nicht nur als Gegensatzpaare, sondern als Dreiergruppen: Qn: Einheit, Vielheit, Allheit Ql: Realität, Negation, Limitation Relation: Inhärenz (Substanz:Akzidens), Kausalität (Ursache: Wirkung), Gemeinschaft (Wechselwirkung) Modalität (Mögl.:Unmögl; Dasein:Nichtsein; Notw: Zufälligkeit)

27 Hegels Schlussfolgerung Die Trinität ist die verborgene oder auch offenkundige Signatur des religiösen Vorstellens und philosophischen Denkens. Deshalb ist das trinitarische Christentum die vollendete und absolute Religion; deshalb muss die Philosophie das Absolute als triadisch sich vollziehende Subjektivität denken.

28 Das zweite Element Idee in der Form des Bewusstseins, des Vorstellens, im Modus der Endlichkeit, der Bestimmtheit Zwei Seiten der Gedankenentwicklung: 1) das Subjekt: für dieses Subjekt muss die Idee konkretes Selbstbewusstsein sein können. 2) von der Idee aus: das Spiel der Liebe mit sich selbst muss ernst werden durch Trennung und Entzweiung.

29 Der Sohn – Modell von Andersheit Sohn = der Andere als solcher, ewiges Zurückgekehrtsein = Idealität Ernsthafter Unterschied = Übergang von der Idealität zur Realität: „Anderssein als Seiendes“. Das Andere als das Freie, wahrhaft Andere „ohne Gott“ = die Welt. Abfall, Trennung Aber: die Welt ist nur einen Augenblick. Ihre Bestimmung ist zurückzukehren, einzutreten in das „Verhältnis des Geistes, der Liebe“ = das dritte Element = Versöhnung.

30 Erschaffung der Welt Sohn = „Fortbestimmung zu weiterem Unterschied“. Jakob Böhme ( ) : Luzifer: der in sich hinein imaginierende, auf sich fixierende Sohn: Fortgang zum Sein, Abfall = Werden der Welt. Der Sohn tritt an die Stelle des „abgefallenen“ Sohnes. Die Welt ist Unterschied und darum auch in sich unterschieden in eine natürliche Welt und eine Welt des Geistes. In diesen beiden Welten zeigen sich weitere Unterschiede: Unterschiede und Entzweiung auch im Subjekt→Sünde.

31 Guter Mensch, böser Mensch Der Mensch ist von Natur aus gut: – (J.J. Rousseau, I. Kant: das unverwüstlich Gute als Motor…) – Das Schlechte des Guten: Unmittelbarkeit, Innerlichkeit, Mensch nur dem Begriff nach. Wenn der Mensch Geist und darin Gottes Ebenbild ist, kann er nicht in dieser widersprüchlichen, „geistlosen“ Situation bleiben. Der Mensch ist von Natur aus böse: – (I. Kant: das radikal Böse) – Natürlichkeit des Willens als Selbstsucht ; Überwindung dieser Einseitigkeit. Das Natürliche als das Böse; Das Böse als das Gute = Trennung von der dem Geist unangemessenen Unmittelbarkeit. – Gutsein der Tiere ist nicht das Gutsein des Geistes. – Schuld als Imputabilität, Zurechenbarkeit als Auszeichnung des Menschen

32 Genesis 3 Paradies als Tiergarten, Stand der Unschuld. Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen – Gott gleich werden. Essen von der Frucht des Baumes (malum = Böse, mālum = Apfel) = Übertreten des Gebotes. Erkennen als Quelle des Bösen, da Erkennen Urteilen, Unterscheiden bedeutet. Weil in der auf Erkenntnis zielenden Unterscheidung das Böse enthalten ist, ist sie selbst etwas Böses. Der „erste Mensch“ = der Mensch an sich, der Bewusstsein ist. Die Allgemeinheit des Vorgangs wird durch den Gedanken der Erbsünde ausdrückt.

33 Schlangen lügen nicht…. Gen 3, 4-5: Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse. Gen Gott : „Siehe, Adam ist geworden wie unser einer.“

34 Konversion Weil der Mensch durch die „Sünde“ Gut und Böse zu unterscheiden vermag und insofern sich in seinem Geistsein erfasst, wird er paradoxerweise durch die „Sünde“ wiederum Gott ähnlich, denn Gott kann Gut und Böse unterscheiden, er ist Geist – so auch „jetzt“ der Mensch. Folgen der Sünde als etwas Positives: Arbeit, in der der Mensch sich zu dem macht, was er ist.

35 Unsterblichkeit, Baum des Lebens Tod, Unsterblichkeit und das Böse: nur durch Erkennen gibt es einen Gewinn der Unsterblichkeit, nur denkend ist die Seele eine freie, reine Seele.

36 Entzweiungen als Anweg zur Versöhnung Vertikale und horizontale Entzweiungen: Gegenüber Gott: Bedürfnis nach Versöhnung, Schmerz. Judentum: Allgemeinheit der Ethik – Kampf mit der Natürlichkeit des Lebens → unglückl. Bewusstsein Gegenüber der Welt: der Mensch wird in der Welt nicht definitiv befriedigt. Wegen dieses Unglücks: Suche nach Harmonie und Befriedigung im Inneren: röm. Welt (Stoizismus, Skeptizismus). Demütigungen durch diese Grundeinstellungen.  Zerrissenheit als Ausgangpunkt für die christliche Versöhnung

37 Fragen Andersheit in Gott? Intensivierung der Andersheit durch Schöpfung und Sünde? Unde malum? Der „Sinn“ des Bösen? Existentiale Interpretation von Genesis 3

38 Christologie als Versöhnung Der Mensch kann die Versöhnung nicht von sich aus bewirken; sie geht ihm voraus. Sie liegt in der Trinität begründet, im menschgewordenen Sohn. In ihm kommt dem Menschen die Substantialität der Einheit der göttlichen und menschlichen Natur zum Bewusstsein, zur sinnlichen Anschauung und Gewissheit.  anthropologische Rechtfertigung der Inkarnation im Bezug auf den konkreten, sinnlich verfassten Menschen.

39 Probleme der Christologie Problematik (1): Die Einheit mit Gott – die Versöhnung - wird nur in einem einzelnen Menschen offenbar, der „drüben“ steht und von dem alle anderen ausgeschlossen sind.  Weitere Vermittlungsstufen sind notwendig.

40 Probleme der Christologie Problematik (2): die „ungeheure Zusammensetzung“ von Gott und Mensch in Christus, die „der Vorstellung, dem Verstand schlechthin widerspricht“. Hegel antwortet mit seinem Grundgedanken: Trinität – Anderssein in der ewigen Idee – begründet das Anderssein Gottes in „Endlichkeit, Schwäche, Gebrechlichkeit“.

41 Probleme der Christologie Problematik (3): Die Erkenntnis des Gottmenschen durch das Subjekt Zwei Betrachtungsweisen: 1. äußerlich, alltäglich = Jesus als ein Mensch; 2. „die Betrachtung mit dem Geiste“: da der Geist Versöhnung sucht, versteht er Jesus als Versöhnung und Gottmensch.

42 1. Äußerliche Betrachtung Jesu als einen weiteren Sokrates oder Mohammed ähnlich, als Lehrer, Märtyrer Verkündung des Reiches Gottes = neue Religion (1) Trennung von bisherigen Verhältnissen (2) Eingehen in dieses Reich.

43 Christus als Prophet Jesus spricht aus der Einheit mit dem göttlichen Willen; ohne Vermittlung hat er Gottes Geist in sich. Er ist kein Übermensch, sondern „Menschensohn“. Die „göttliche Gegenwart“ ist „mit diesem Menschen identisch“. Märtyrer der Wahrheit

44 2. Geistige Betrachtung Tod Jesu als Übergang in das Religiöse: Eintritt in sein Verhältnis zu Gott, „ein Verhältnis zum gegenwärtigen Gott“. Reich Gottes ist Gegenwart Gottes. Keine Reduktion auf Moral. Gott ist Liebe; Bedeutung des Gefühls.

45 „Gott selbst ist tot“ Johannes Rist (1641) O große Not! Gott selbst liegt tot. Am Kreuz ist er gestorben; hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb‘ erworben.

46 Negativität in Gott Versöhnung: Gott ist im Gebrechlichen, im Tod. Der Gebrechliche, der Tod ist Moment Gottes. Problem: das „Abstreifen des Menschlichen“

47 Das dritte Element: Geist und Gemeinde 1. Das Entstehen der Gemeinde Bedingungen: 1) der Einzelne 2) geistige Auffassung = subjektive Aneignung der Wahrheit des „Gottmenschen“  „Gott als Gemeinde existierend.“ – Christologische Wahrheit = „Identität des Göttlichen und Menschlichen“ – Das Subjekt bringt diese gottmenschliche Identität in sich hervor = Erfülltsein vom Geist.

48 2. Das Bestehen der Gemeinde Vorhandene Wahrheit in Form der Lehre Taufe: unbewusstes Eintreten in die vorhandene Wahrheit – Wahrheit tritt als äußere Lehre an das Kind heran mit Autorität – Subjektive Annahme – Überwindung des Bösen durch den Geist: Reue, Buße

49 Hegels Eucharistiethese Eucharistie: „Aneignung der Gegenwärtigkeit Gottes“ Kath.: Hostie „Gott als Ding“ (Transsubstantiation) Luth.: „Konsekrierung im Glauben des Subjekts“ Calv.: „der gegenwärtige Gott nur in der Vorstellung, in der Erinnerung“

50 3. Die Realisierung des Geistigen in der Gemeinde Die Realisierung des Geistigen der Gemeinde zur allgemeinen Wirklichkeit. Das Geistige bestimmt zunächst nur die Innerlichkeit des Menschen; das Innere soll aber auch das Äußere, Weltliche bestimmen. Das Geistige ist die Versöhnung: ist das Wissen um den „unendlichen Wert“ des einzelnen Menschen durch Gottes Gnade. In dieser Unendlichkeit ist der Mensch mit dem unendlichen Gott geeint, versöhnt.

51 Geschichtliche Realisierung der Versöhnung / des Geistes 1. Mönchtum: das Geistige / die Versöhnung nur im Gegenüber zur Welt 2. Mittelalterliche Herrschaft des Versöhnten über die unversöhnte Weltlichkeit – Problem: das Weltliche bestimmt das Geistige (Korrumpierung der Kirche) Knechtschaft 3. Reformatorische Durchdringung des Weltlichen durch das Geistige, das Prinzip der Freiheit und Sittlichkeit

52 Einseitigkeiten des dritten Stadiums und ihre Überwindung Einseitige, abstrakte Aufklärung in ihrem Unverständnis für den Grund jeder Versöhnung: die Dreieinigkeit Verstandesdenken in abstrakten Identitäten Unerkennbarkeit Gottes (Verlust des Inhaltes) Im Gegenzug: frommes Gefühlsleben, Eitelkeit der Subjektivität (Verlust des Inhalts) Hegels Phil als Lösung: konkretes Denken. Flucht der Religion in diesen Begriff als Endform des dritten Stadiums

53 Abschließende Anmerkungen zur Religionsphilosophie Erkenntnis des religiösen Inhalts nach der Weise der Notwendigkeit, nach der Vernunft. Rechtfertigung des Inhalts durch den Geist. Die Philosophie leistet diese Rechtfertigung, ist daher Theologie. Hegels Relphil zeigt im Blick auf die Religion, „dass Vernunft darin ist“.


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