Periodisierungskonzepte

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 Präsentation transkript:

Periodisierungskonzepte Mag. Natalino M. Neuwirth, BA

Heutige Inhalte Periodisierungskonzepte im Westen Periodisierungskonzept in Russland

Ernst Jandl: von Zeiten

Was versteht man unter Periodisierung?

Periodisierung: Definition Für das Einteilen der Geschichte in Epochen haben Wissenschaftler einen besonderen Namen erfunden: die Periodisierung. Eine Epoche wiederum ist ein längerer historischer Zeitraum von mehreren hundert Jahren, zum Teil aber auch von vielen tausend Jahren.

Periodisierungskonzepte I Eigentlich spricht man im Westen allgemein von einer sogenannten Trias (= Dreiteilung): Antike Mittelalter Neuzeit

Periodisierungskonzept II Manche Historiker/innen sprechen aber auch von einer Vierteilung: Antike Mittelalter Neuzeit Neuere Zeit (ab 1789)

Periodisierungskonzept III Es bleibt die Frage offen, was wir mit der Ur- und Frühgeschichte machen, weswegen ich folgendes Modell vorschlage, das auch des Öfteren angewendet wird: Ur- und Frühgeschichte Antike Mittelalter Neuzeit

Die Ur- und Frühgeschichte Die Vor- oder auch Urgeschichte bezeichnet die früheste Epoche der Menschheitsgeschichte. Ihr Beginn liegt etwa 2,5 Millionen Jahre zurück und erstreckt sich somit vom Auftreten der ersten Werkzeuge bis zu den ersten Schrifterzeugnissen. Man differenziert diese Epoche außerdem in drei Perioden, von der ältesten zur neuesten in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit.

Diese Periodisierung bezieht sich allerdings nur auf den Westen und den Nahen Osten, da in anderen Gebieten weder die Metallverarbeitung, noch die Schrift entwickelt wurde. Mit der Entwicklung der Schrift und somit auch der ersten Städtischen Hochkulturen, findet der Übergang von der Vor- in die Frühgeschichte, welche ungefähr im 4. Jahrtausend vor Christus endet, statt.

Die Antike Die Antike, auch Altertum genannt, löste die Frühgeschichte ca. 3500 vor Christus ab und endete selbst im 6. Jahrhundert nach Christus. Zu Beginn der Antike entstanden auch die ersten Hochkulturen. Den Anfang dabei machten die Ägypter, die mit ihren Hieroglyphen eine einheitliche Schrift und damit auch Sprache hatten. Sie verfügten außerdem über enorme Fähigkeiten in Sachen Baukunst und erschufen die auf der ganzen Welt bekannten Pyramiden.

Die Griechen hatten ihre Hochzeit um 1500 - 500 vor Christus, in dieser Zeit sammelten viele wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse und können auch heute noch bekannte Philosophen wie Sokrates zu ihren Einwohnern zählen. Den Abschluss machte das Römische Reich, die ab 500 vor Christus den kompletten Mittelmeerraum beherrschten. Eines hatten die ganzen Hochkulturen aber gemein und zwar verehrten sie alle Naturgötter und waren somit alle Polytheistische Völker, genau das sollte den Römern noch zum Verhängnis werden. Mit dem Zerfall des Römischen Reiches und die große Völkerwanderung in Europa war das Ende des Altertums eingeläutet.

Das Mittelalter Das Mittelalter ist die Epoche zwischen der Antike und der Neuzeit. Diese Epoche reicht vom 6. bis zum 15. Jahrhundert. Das römische Großreich wurde durch ein christlich, feudalistisches Großreich in fast ganz Europa abgelöst. In dieser Zeit war das christliche Weltbild vorherrschend. Karl der Große, Begründer des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, war einer der bedeutendsten Persönlichkeiten dieser Zeit. Er wurde am 24. 12. 800 in Aachen zum Kaiser gekrönt.

Das Mittelalter wird noch in 3 Perioden unterteilt, das Frühmittelalter, das Hochmittelalter und das Spätmittelalter. Während des Frühmittelalters wurde Europa in weiten Teilen christianisiert. Das Hochmittelalter prägt bis heute unsere Vorstellung von dieser Epoche, da das Rittertum in Europa erblühte. Im weiteren Verlauf des Mittelalters entstanden viele große Städte in Europa, was allerdings auch reichlich Nährboden für die kommende Pest bot.

Wo wohnten eigentlich Ritter? Ritter wohnten auf Burgen, die sich wesentlich unterscheiden können: Höhenburg: Sie wurde oft auf einem hohen Berg erbaut, um schwerer erstürmt werden zu können. Fliehburg: In diese Burg flohen Bauern und ihre Familien zum Schutz. Wohnburg: Hier wohnte man sehr prestigehaft. Sie war aber nicht sehr geschützt. Niederungsburg: Ist ähnlich der Wasserburg, hat aber dickere Mauern und einen Burggraben. Wasserburg: Die Wasserburg ist umgeben von einem Burggraben. Felsburg: Sie stand immer auf einem Felsen und man konnte die Feinde leichter sehen.

Freiwilliger Arbeitsauftrag bis 23. September: Suchen Sie je ein Bild zu den sechs verschiedenen Burgen und verdienen Sie sich 2 Prozentpunkte dazu.

Die Neuzeit – Aufbruch in Europa Die Neuzeit ist die auf das Mittelalter folgende Epoche und beginnt im 15.Jahrhundert. Ereignisse wie die Entdeckung Amerikas (1492) und die Erfindung des Buchdrucks läuteten eine neue Zeit ein. Die Reformation von Luther änderte die Gesellschaft grundlegend und führte zum 30-jährigen Krieg (1618-1648), bei dem zwei Drittel der Bevölkerung ihr Leben ließen. Einen neuen Abschnitt leitete die Französische Revolution (1789) ein, die den Absolutismus und die Feudalgesellschaft beendete.

Diese Periode dauerte bis zum Ersten Weltkrieg an und war von der zunehmenden Industrialisierung und Erfindungsgeist der Menschen bestimmt. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Bildung von Republiken in ganz Europa begann ein neuer Zeitabschnitt, der in Deutschland aber vor allem von den Nationalsozialisten bestimmt wurde. Noch nie hielt der Frieden in Europa so lange an, wie nach dem Zweiten Weltkrieg.

Periodisierungskonzept in Russland Die Trias Antike – Mittelalter – Neuzeit gilt im osteuropäischen Raum – wie bereits gehört – nicht. In Russland beispielsweise spricht man nicht von Epochen sondern von Perioden. So heißt eine Periode z.B. Kiewer Periode. Diese umfasst das 9. bis 13. Jh oder die Petersburger Periode, die den Herrschaftszeitraum Peters den Großen bezeichnet.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!