Titelfolie Graz, 21. November 2007

Slides:



Advertisements
Ähnliche Präsentationen
Identifizierung und Ausbildung von Führungskräften
Advertisements

Bedeutung des demografischen Wandels für die Arbeitswelt
Vorlesung: 1 Betriebliche Informationssysteme 2003 Prof. Dr. G. Hellberg Studiengang Informatik FHDW Vorlesung: Betriebliche Informationssysteme Teil3.
D. ZAMANTILI NAYIR – 8. SEMESTER
Mattin Baqai 1 Vorstand-Codexe Unsere Handlungen und Entscheidungen sind demokratisch. Im Vorstand werden alle Entscheidungen demokratisch gefasst.
4. Österreichischer Kongress für Familienunternehmen
Versammlung und PETS 2004 Neckarwestheim
Evaluation von Gesundheitsförderung im Unterricht und in der Schule
CPCP Institute of Clinical Pharmacology AGAH Annual Meeting, 29. Februar 2004, Berlin, Praktischer Umgang mit den Genehmigungsanträgen gemäß 12. AMG Novelle.
Seniorenbefragung zum Thema: Wohnen im Alter
Organisationsentwicklung
Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderungen
„Netzwerk Medizin und Geschlecht“ an der Medizinischen Hochschule Hannover Projektleitung: Dr. phil. Bärbel Miemietz Projektkoordination: Larissa Burruano,
Verwaltungsmodernisierung an der WWU
1 JIM-Studie 2010 Jugend, Information, (Multi-)Media Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) Landeszentrale für Medien und Kommunikation.
Deutsche Universitätskanzler – Fortbildung 2004
Internet facts 2006-III Graphiken zum Berichtsband AGOF e.V. März 2007.
Vorlesung: 1 Betriebliche Informationssysteme 2003 Prof. Dr. G. Hellberg Studiengang Informatik FHDW Vorlesung: Betriebliche Informationssysteme Teil2.
Bestandsaufnahme und Kommunikation von CSR/CC in Deutschland
Gesundes Führen lohnt sich !
www.gdi-sachsen.de1 Unterstützung der Entwicklung einer Geodateninfrastruktur im Freistaat Sachsen Inhaltliche Ziele des GDI-Sachsen e.V. Beschlossen.
Das neue Motivationshaus
Was machen wir besser als die Wettbewerber
„The Chance of Diversity – Vielfalt in Betrieben und Schulen“
Hessisches Kultusministerium Das hessische Beraterprojekt - Vom Kerncurriculum zum Schulcurriculum - Innovationsstrategien.
1. 2 Schreibprojekt Zeitung 3 Überblick 1. Vorstellung ComputerLernWerkstatt 2. Schreibprojekt: Zeitung 2.1 Konzeption des Kurses 2.2 Projektverlauf.
CSR als Innovationsstrategie in KMUs
BUNDESAMT ZUR KORRUPTIONSPRÄVENTION UND KORRUPTIONSBEKÄMPFUNG

Die ICCO Stockholm Charta Von den Mitgliedern im Oktober 2003 verabschiedet Public Relations-Unternehmen sind professionelle Dienstleistungsfirmen, die.
Netzwerk Gesundheitsförderung und Arbeitsmarktintegration
Mehr Wert bringt Mehrwert
Tagesheime Zug Unser Leitbild. Wir machen uns stark für familienergänzende Kinderbetreuung… Wir engagieren uns als Nonprofit-Organisation für ein bedarfsorientiertes,
Der laufende Prozess – Information und Beteiligung der Öffentlichkeit als Teil der Aktionsplanung Dipl. Soz. Margit Bonacker konsalt GmbH Hamburg Tagung.
Where Europe does business Lück, JDZB | Seite © GfW NRW 252 a.
©AHEAD executive consulting, 2007 STAY AHEAD! Auftragsorientierte Mitarbeiter- und Teamentwicklung für Mitarbeitende der Firma … AG.
Warum ist Vereinbarkeit ein Thema?
IFES - Institut für empirische Sozialforschung GmbH Teinfaltstraße Wien Lehramts-Studierende Online-Befragung 2009.
- 1 Förderprogramm eTEN Call Mai bis 10. September 2003.
Einführung Wien,
SSB – Folie 1 © Schweizerischer Samariterbund Gery Meier.
Fachgruppe Kinder, Jugend, Familie, Frauen, Migration
Kurzinformation pfarr.region liebfrauenberg 8. Mai 2006.
Schweizerische Gesellschaft für Individualpsychologie nach Alfred Adler.
16. DEZEMBER DEKRET ÜBER DIE AUS UND WEITERBILDUNG IM MITTELSTAND UND IN KLEINEN UND MITTLEREN UNTERNEHMEN [abgeändert D , ,
Was möchten wir heute tun?
Aforms2web solutions & services GmbH - a company of ANECON and forms2web Kurzbericht für E-GovExperts Arbeitsgruppe Präsentation und Standarddaten ehemals.
18 mai 2014 Slide N° 1 8. April 2009 Slide Nr. 1 Urbact-Sekretariat URBACT II Europäisches Programm zur territorialen Zusammenhalt bei der.
Großer Altersunterschied bei Paaren fällt nicht auf!
MINDREADER Ein magisch - interaktives Erlebnis mit ENZO PAOLO
Förderung der Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben beim Staat Wallis Informationen.
Ethik und Mitverantwortung SATUS Sportcoach-Tagung, 5. Januar 2008.
Umweltleitsätze der Stadtverwaltung Rainer Konerding
Neues Altern in der Stadt (NAIS) Berlin, den 19. Juni 2007.
Projektorganisation, Arbeitsgruppenstrukturen, Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen Kristina Koller Digitization Lifecycle Meeting 06./
Korruptionsprävention aus Sicht des DStGB – Forum beim 8
Stadt Remagen Wie geht es weiter? Erstellung eines Lokalen Aktionsplans (LAP)
Dokumentation der Umfrage BR P2.t Ergebnisse in Prozent n= 502 telefonische CATI-Interviews, repräsentativ für die Linzer Bevölkerung ab 18 Jahre;
Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK im Land Bremen
Kommunalverschuldung in der Bundesrepublik Deutschland - Unterschiede, Ursachen, Handlungsbedarf - Erfahrungsaustausch "Finanzpolitik" des Deutschen.
SILK MITGLIEDBEFRAGUNG
ÖGB BÜRO CHANCEN NUTZEN
Datum:17. Dezember 2014 Thema:IFRS Update zum Jahresende – die Neuerungen im Überblick Referent:Eberhard Grötzner, EMA ® Anlass:12. Arbeitskreis Internationale.
1 10 pt 15 pt 20 pt 25 pt 5 pt 10 pt 15 pt 20 pt 25 pt 5 pt 10 pt 15 pt 20 pt 25 pt 5 pt 10 pt 15 pt 20 pt 25 pt 5 pt 10 pt 15 pt 20 pt 25 pt 5 pt Wie.
1 Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest KIM-Studie 2014 Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) Landeszentrale für Medien und Kommunikation.
« Compliance ».
EFQM – Kriterium 1: Führung
Betriebswirtschaftliche Projekte Management-Systeme Zertifizierungen ISO 9001, ISO 14001, ISO und weitere Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.
Ingo Sorgatz Erster Kriminalhauptkommissar Diplom Verwaltungswirt (FH) Interne Revision in der öffentlichen Verwaltung Einsatz, Zielstellung.
 Präsentation transkript:

Titelfolie Graz, 21. November 2007 www.wien.at                Graz, 21. November 2007 www.wien.at antikorruption@mdpr.wien.gv.at

Der Inhalt ... 2 Interne Revision als Dienstleistung Korruption als gesellschaftliches Phänomen Das Wiener Projekt ... Die Definition der Arbeitsgruppe ... Ethik und Management ? Prävention in Unternehmenskultur verankern Die Vorteile aus Korruption ... Die Vorgeschichte ... Die Maßnahmen ... Der Auftrag ... Die Arbeitsgruppe ... Die Studie ... Der Bericht ... Die 29 Themen ... Die 5 Schwerpunkte ... Die Homepage ... Das Ausbildungsprogramm ... Das Wiener Antikorruptionstelefon ... Schwerpunkt 2006 / 2007 – Interne Kontrollsysteme Das Thema wird auf der Agenda bleiben ...

Interne Revision als Dienstleistung ... 3 Interne Revision als Dienstleistung ... Geschäfte des Magistratsdirektors: Zur Leitung des inneren Dienstes gehört auch die „Revision des Dienstbetriebes der städtischen Dienststellen in sachlicher, personeller und organisatorischer Hinsicht“. Die Interne Revision wird vom Geschäftsbereich Personal und Revision (MD-PR) wahrgenommen. Sie prüft interne Kontrollsysteme, berichtet dem Magistratsdirektor und ist Dienstleisterin für die Dienststellen der Magistrats. Nach der Definition des Institute of Internal Auditors (IIA*) erbringt die Interne Revision „unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, Mehrwerte zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern.“

Unsere Aufgaben als Interne Revision sind ... 4 Unsere Aufgaben als Interne Revision sind ... Revision des Dienstbetriebes der städtischen Dienststellen in sachlicher, personeller und organisatorischer Hinsicht; Personalrevision, kaufmännische Revision, EDV-Revision, technische Revision (Baurevision) und rechtliche Revision. Prüfung interner Kontrollsysteme und Risikomanagementsysteme einschließlich der  Bekämpfung der Korruption*. Behandlung von Dienstaufsichtsbeschwerden. Zusammenarbeit mit der Volksanwaltschaft. * Eingefügt mit 1. Mai 2004

Korruption als gesellschaftliches Phänomen ... 5 Korruption als gesellschaftliches Phänomen ... Korruption findet statt, doch man spricht nicht gern darüber. In unterschiedlichen Ausprägungen ist kein Staat, keine Verwaltung, kein Unternehmen vor ihr gefeit. Obwohl Österreich und Wien keineswegs zu den Problemzonen gehören, dürfen wir das Thema nicht verdrängen. In internationalen Rankings1 schneidet Österreich beim Thema Korruption gut ab. Ziel der Korruptionsprävention der Stadt Wien ist, zum Erhalt dieses Standards beizutragen. Korruption ist kein Kavaliersdelikt, sie gefährdet das Ansehen von Verwaltung und Wirtschaft, führt zu Wettbewerbsverzerrung und Verteuerung, schadet dem Standort und untergräbt Fundamente und Wertmaßstäbe der Gesellschaft. 1 Quelle: Korruptionsindex 2007

6 Das Wiener Projekt ... Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe im Auftrag des Wiener Magistratsdirektors Dr. Ernst Theimer hat von 2002 bis 2003 den Themenkomplex umfassend behandelt und Maßnahmen zur Korruptionsprävention erarbeitet. Seit 2004 ist der Gesamtbericht verfügbar. Eine Reihe von Maßnahmen wurde bereits umgesetzt. Die interne und externe Kommunikation während der Projektphase leistete einen wertvollen Beitrag zur Bewusstseinsbildung. 2005 wurde das Projekt Antikorruption mit dem Speyer-Preis der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer ausgezeichnet. Die von den Juroren erhaltenen Anregungen fließen in die weitere Arbeit ein.

Die Definition der Arbeitsgruppe ... 7 Die Definition der Arbeitsgruppe ... Korruption ist ein moralisch abzulehnendes, vielfach auf persönlichen Vorteil gerichtetes Verhalten zum Schaden von Personen oder der Allgemeinheit. Kennzeichnend ist der Missbrauch einer öffentlichen oder wirtschaftlichen Funktion, der Gesetze oder andere Verhaltensnormen* verletzt. Korruption schädigt das Ansehen des öffentlichen Dienstes und der Wirtschaft. Je nach Verbreitung und Duldung bewirkt sie den Verfall der anerkannten Wertmaßstäbe der Gesellschaft. * z.B. >> Verhaltenskodex (Code of Conduct)

Das Straf- und Dienstrecht ... 8 Das Straf- und Dienstrecht ... Rechtlich versteht man unter „Korruption“ Tatbilder des Strafrechts, wie die Bestechung, Geschenkannahme durch Beamte und Missbrauch der Amtsgewalt.* Das Dienstrecht kennt Bestimmungen zum Schutz vor Korruption, z.B. Verbot der Geschenkannahme, unvereinbare Nebenbeschäftigung, Befangenheit und dienstliche Verschwiegenheit. * Das Strafrechtsänderungsgesetz 2008 wird u.a. eine verschärfte Strafbarkeit der Bestechung und die Einrichtung einer Sonderstaatsanwaltschaft bringen. Neu ist die Aufnahme einer „Kronzeugenregelung“. Arbeitet ein Täter mit der Sonderstaatsanwaltschaft (StAK) zusammen, hat diese unter bestimmten Voraussetzungen das Verfahren einzustellen. www.bmj.gv.at/gesetzesentwuerfe/ (Entwurf zum Download).

Österreichischer Verhaltenskodex 9 Österreichischer Verhaltenskodex Seit Sommer 2007 wird von einer Arbeitsgruppe bei der BMin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst - gemäß Regierungsprogramm - ein österreichischer Verhaltens-kodex für öffentlich Bedienstete erarbeitet. Vertreter/-innen aus allen Ministerien, Ländern und Gemeinden sowie Gewerkschaften (GÖD, GdG) wirken daran mit. Der Kodex soll - auf Basis des Dienst- und Strafrechts - erwünschtes und pflichtwidriges Verhalten klar und verständlich erläutern. Er soll Mitarbeiter/innen und Vorgesetzten Handlungsanleitungen geben, wie sie in problematischen Situationen vorgehen sollen. Er soll Mitarbeiter/innen mehr Sicherheit in der täglichen Arbeit vermitteln und das Vertrauen der Allgemeinheit in die öffentliche Verwaltung weiter stärken. Der Verhaltenskodex wird bis Juni 2008 ausgearbeitet nach Abnahme durch die Bundesregierung den Mitarbeiter/innen sowie der Öffentlichkeit vorgestellt.

10 Ethik und Management ? Ethisches Management (oder Wertemanagement) bedeutet für uns Führen einer Organisation mit sozialer Verantwortung. Langfristig erfolgreiche Unternehmen sollten sich freiwillig Werten wie Rechtschaffenheit, Integrität, Fairness, Ehrlichkeit, Vertrauen und Transparenz verpflichten. Ziel der Wiener Stadtverwaltung mit ihren 65.000 Mitarbeiter/innen ist es, die Ablehnung von Bestechung und Bestechlichkeit zum Bestandteil der >> Unternehmenskultur werden zu lassen. Unternehmenskultur entsteht in der gemeinsamen Erfahrung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verändert sich nur langsam. Führungskräften und Personalverantwortlichen kommt in diesem Prozess eine wichtige Rolle als Vorbild und Motor zu.

Prävention in Unternehmenskultur verankern 11 Prävention in Unternehmenskultur verankern Bei Führungskräften ansetzen „Führungskräfteentwicklung erscheint als effektivste Methode zur Veränderung unternehmenskultureller Werte. Korruptionsprävention soll in Managemententwicklungsprogramme integriert werden.“ Mitarbeiter/innen und Bürger/innen informieren „Mitarbeiter/innen repräsentieren und tragen die Unternehmens-kultur. Das Corporate Image ist mit der (gewollten) Corporate Identity in Einklang zu bringen, damit die Kundenzufriedenheit zu steigern und Mitarbeiter/innen vor Geschenkannahmen und Bestechungsver-suchen zu schützen.“ Koordinierung der Antikorruptionsarbeit sicherstellen „Prävention ist Teil des Risikomanagements und Aufgabe der Dienst-stellenleiter/innen. Koordinierung der Aktivitäten, Support sowie Beratung der am Prozess Beteiligten wird empfohlen.“

12 Die Vorgeschichte ... Das Wiener Kontrollamt befasste sich 1998 mit Hinweisen auf Preisabsprachen im Zusammenhang mit dem „Straßenbaukartell“ (vgl. Tätigkeitsbericht 1998) Der Beamte, den ein BMW nicht beeinflusste Der dritte Mann Bauskandal. Im Kanalnetz der Stadt Wien sind Millionen versickert. „Korrupte Beamte kassieren maßlos“ Bauaffäre: Zwei Beamte im Rathaus suspendiert Bauskandal: „Wien ist Opfer, nicht Täter“ Millionen zuviel verrechnet, aber Beamte schauten zu Baukartell Wien: Strenge Strafen für neun Manager. Scheinangebote und Absprachen: Bedingte Haft, Geldbußen bestätigt. Großrazzia bei 62 Baufirmen

Die Maßnahmen ... 1999 / 2000 wurde der Prozess reorganisiert. 13 Die Maßnahmen ... 1999 / 2000 wurde der Prozess reorganisiert.  Einführung von Qualitätssicherung,  Vergabekommissionen,  Begleitende Kontrolle,  Prüfung v. Leistungsverzeichnissen durch Externe,  Schaffung einer Baurevision in der Internen Revision. Die Verwaltungsakademie wurde beauftragt, ab 2001 Workshops für Dienststellenleiter/innen zur Bekämpfung der Korruption und für eine entsprechende Unternehmenskultur anzubieten.

14 Der Auftrag ...   Auf Grund der Ergebnisse der ersten Workshops beauftragte Magistratdirektor Dr. Theimer 2001 die Interne Revision das Thema umfassend zu behandeln und Maßnahmen zur Korruptionsprävention zu erarbeiten. Grundlage waren die in den Workshops entstandenen Vorschläge. Aus diesen 29 Themen - von „Analyse des Risikos“ bis „politischer Wille“ - wurden 5 Schwerpunkte gebildet. „Enttabuisierung – Sensibilisierung – Immunisierung“ lautete die Strategie der Arbeitsgruppe.

15 Die Studie ... Ende 2002 wurden Leiter/innen und Personal-verantwortliche von 172 Dienststellen über das Bewusstsein gegenüber Korruption befragt. An der empirischen Studie beteiligten sich über 80 % der Dienststellen. Mehr dazu ... Die Befragung wurde anonymisiert im Intranet und Internet veröffentlicht. Die Ergebnisse wurden mit einem externen Berater analysiert und flossen in das Projekt ein. Wir planen 2008 eine weitere Befragung, um die Veränderung des Bewusstseins zu messen und das Projekt zu evaluieren. Die Befragung erfolgt über Internet und soll für alle Mitarbeiter/innen zugänglich sein.

Einzelne Fragen aus der Studie ... 16 Einzelne Fragen aus der Studie ... Wie beurteilen Sie das Problembewusstsein in der Verwaltung insgesamt? keines geringes 0,67 % 23,30 % ausgeprägtes hohes 56,67 % 17,33 % Wie beurteilen Sie das Problembewusstsein der Mitarbeiter/ innen Ihrer Dienststelle? keines geringes 1,33 % 14,70 % ausgeprägtes hohes 46,70 % 36,70 %

Zeitpunkt für Maßnahmen, Informationsstand ... 17 Zeitpunkt für Maßnahmen, Informationsstand ... Wann sollten Maßnahmen zur Sensibilisierung gesetzt werden? 30,7 % 22,7 % 66,7 % 78 % Anlass Aufnahme Einschulung begleitend Wurden Sie selbst schon im Rahmen Ihrer Tätigkeit über Erscheinungsformen und Folgen der Korruption informiert? Ja Nein 56,67 % 42,67 % Wenn ja, bei welcher Gelegenheit? 62 Ausbildungsveranstaltungen 30 Dienstantritt, Einschulung, Arbeitsplatz, ... 18 Internet, Medien, Erlässe, Hinweise, ...

Maßnahmen, Betroffenheit; Auswirkungen ... 18 Maßnahmen, Betroffenheit; Auswirkungen ... Welche Maßnahmen halten Sie persönlich für effektiv? 0 % 1,33 % 30 % 68 % keine repressive präventive beide Waren Sie bereits mit praktischen Fällen konfrontiert? Ja Nein 29,33 % 70 % Welche Auswirkungen hat das Annehmen „kleiner Aufmerksamkeiten“ durch Mitarbeiter/innen auf das Ansehen der Verwaltung in der Öffentlichkeit? schlechtes Image 67 negative Auswirkungen 38 keine oder geringe Auswirkung 35 Werteverlust, Probleme für Rechtsstaat 23

Ursachen, Motive für Korruption ... 19 Ursachen, Motive für Korruption ... Welche Motive haben Personen, die für Korruption empfänglich sind, Ihrer Meinung nach? Finanzielle Motive, Bereicherung, Geld 80 Bedürfnis nach Anerkennung, Geltungsdrang 29 Streben nach Macht 24 Demotivation 22 Gedankenlosigkeit 21 Persönliche Vorteile 21 Charaktermängel 16 Notsituation, persönliche Probleme 14 schlechte Bezahlung 12 Bequemlichkeit, Beziehungen, Gefälligkeit, Gelegenheit, Gruppendruck 06

Was könnten Sie als Dienststellenleiter/in oder Personal-verantwortliche/r zur Prävention unternehmen? 20 Antworten betrafen Personalthemen 143 Aufklärung der Mitarbeiter/innen 65 Schulungsmaßnahmen 22 Mitarbeiter/innengespräche, Motivation 24 Information, Öffentlichkeitsarbeit 30 Kontrolle 27 Organisation 11 Leitbild, Unternehmenskultur, Betriebsklima 10 Vorbildwirkung 44 Verbote, konsequente Verfolgung von Fällen 07 kein Bedarf für Korruptionsvorbeugung 07

21 Der Bericht ... Bekämpfen der Korruption 2002-2003 Ende Februar 2004 legte die Arbeitsgruppe ihren Gesamtbericht in einer Lang- und einer Kurzfassung mit Vorschlägen für die weitere Vorgangsweise vor. Der Gesamtbericht der Projektgruppe samt Kurzfassung ist im Intranet und Internet verfügbar. www.intern.magwien.gv.at/mir/antikorruption/ www.antikorruption.wien.at

Die 29 Themen ... Analyse des Risikos Aufklärung, Aufdeckungsrisiko 22 Die 29 Themen ... Analyse des Risikos Aufklärung, Aufdeckungsrisiko Ausbildung,Trainingsprogramme Ausstiegsszenarien, Beratung Beschleunigung von Abläufen Beseitigung Überreglementierung Case Studies Definition (Korruption) Empirische Studien Erlässe, Richtlinien, Normen Ethik (Dienstethik) Geschenkannahmeverbot Handlungsanleitungen Indikatoren, Statistik Kodices, Verhaltenskodices Kommunikation / Information Kontrolle Leitbild Nebenbeschäftigungen Organisationsentwicklung Personalauswahl Personalrotation Transparenz Unbestechlichkeit Unternehmenskultur Vier-Augen-Prinzip Vollzug, Reform Vorbildfunktion Wille, politischer

Ausbildung und Personal Information und Öffentlichkeitsarbeit 23 Die 5 Schwerpunkte ... Grundlagen Verhaltensregeln Ausbildung und Personal Organisation und Prozesse Information und Öffentlichkeitsarbeit

Schwerpunkt „Grundlagen“ 24 Schwerpunkt „Grundlagen“ Definition, Strafrecht – Dienstrecht, Analyse des Risikos, Indikatoren (Warnsignale), Statistik, Berichtswesen, Empirische Studie, Reform des Vollzugs.

Schwerpunkt „Verhaltensregeln“ 25 Schwerpunkt „Verhaltensregeln“ Erlässe, Richtlinien, Normen; Ethik (Dienstethik, Ethical Norms), Geschenkannahmeverbot, Sponsoring in der öffentlichen Verwaltung, Handlungsanleitungen, Kodices, Verhaltenskodices, Leitbild und Unbestechlichkeit, Unternehmenskultur, Vorbildfunktion.

Schwerpunkt „Ausbildung und Personal“ 26 Schwerpunkt „Ausbildung und Personal“ Ausbildungsprogramme, Ausstiegsszenarien, Beratung, Nebenbeschäftigungen, Personalauswahl.

Schwerpunkt „Organisation und Prozesse“ 27 Schwerpunkt „Organisation und Prozesse“ Beschleunigung von Abläufen, Transparenz und Kontrolle, Leitbild – Ethik – Organisation – Kontrolle, Vertrauenskultur und Kontrolle, Beseitigung der Überreglementierung, Vier-Augen-Prinzip, Personalrotation.

Schwerpunkt„Information u. Öffentlichkeitsarbeit“ 28 Schwerpunkt„Information u. Öffentlichkeitsarbeit“ Aufklärung, Aufdeckungsrisiko, Case Studies, Kommunikation / Information, Homepage im Intranet und Internet, Politischer Wille.

29 Die Homepage ... Für Mitarbeiter/innen wurde bereits 2002 eine Website im Intranet „Wien Intern“ eingerichtet. Bürger/innen finden Informationen im Internet unter „wien.at“.

30 Die Homepage - intern Intranetangebot der Internen Revision

31 Die Homepage - extern Internetangebot der Internen Revision

Das Ausbildungsprogramm ... 32 Das Ausbildungsprogramm ... Broschüre: Im Jänner 2005 erschien die des PID „Eine Frage der Ethik“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Magistrat (Auflage 25.000 Stück). Broschüre: Im Jänner 2005 erschien die des PID „Eine Frage der Ethik“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Magistrat (Auflage 25.000 Stück). Ausbildung: 2006 erreichte die Verwaltungs-akademie 1732 Teilnehmer/innen mit dem Thema „Antikorruption“. (2003 - 2005: 3440 Personen) Ausbildung: 2006 erreichte die Verwaltungs-akademie 1732 Teilnehmer/innen mit dem Thema „Antikorruption“. (2003 - 2005: 3440 Personen) Ausbildung: 2006 erreichte die Verwaltungs-akademie 1732 Teilnehmer/innen mit dem Thema „Antikorruption“. (2003 - 2005: 3440 Personen) Spitäler: 2006 wurden 3261 Mitarbeiter/innen, Schüler/innen und Studierende in der Aus- und Fortbildung auf das Thema aufmerksam gemacht (2004: 1823, 2005: 2522) Spitäler: 2006 wurden 3261 Mitarbeiter/innen, Schüler/innen und Studierende in der Aus- und Fortbildung auf das Thema aufmerksam gemacht (2004: 1823, 2005: 2522) Spitäler: 2006 wurden 3261 Mitarbeiter/innen, Schüler/innen und Studierende in der Aus- und Fortbildung auf das Thema aufmerksam gemacht (2004: 1823, 2005: 2522)

Das Wiener Antikorruptionstelefon ... 33 Das Wiener Antikorruptionstelefon ... 2005 startete das Wiener Antikorruptionstelefon (4000 82 400) für Fragen von Mitarbeiter/innen zum rechtlich und ethisch richtigen Verhalten und zur Vorbeugung gegen Korruption. Seit 2006 können sich auch Bürger/innen und Kund/innen der Wiener Stadtverwaltung über das Thema informieren (www.antikorruptionstelefon.wien.at). 2007 wurde die Nummer in die offiziellen „Notrufe & Hotlines“ der Stadt Wien (www.wien.at) aufgenommen. Die Anfragen werden von den Mitarbeiter/innen des Antikorruptionsteams des Geschäftsbereichs Personal und Revision umgehend beantwortet. Hinweisen auf mögliche Missstände wird von der Internen Revision unverzüglich nachgegangen.

Schwerpunkt 2006 / 2009 – Interne Kontrollsysteme 34 Schwerpunkt 2006 / 2009 – Interne Kontrollsysteme Prüfungs- und Beratungsschwerpunkt der Internen Revision 2006/2009 sind „Interne Kontrollsysteme“. Die Prüfung erfolgt sowohl im Anlass als auch im Rahmen des Jahresprüfprogramms. In den Leistungskontrakten 2006 und 2007 der 13 Magistratsabteilungen der Geschäftsgruppe Integration, Frauenfragen, Konsument/innenschutz und Personal wurde das Ziel „Qualitätssicherung durch Interne Kontrollsysteme“ vereinbart. Ab 2008 ist eine magistratsweite Ausrollung geplant. Die IR berät die Abteilungen bei ihren Kontrollkonzepten.

„Das Thema wird auf der Agenda bleiben“ 35 „Das Thema wird auf der Agenda bleiben“ Auf Grund der 2001 begonnenen und seither konsequent gesetzten Maßnahmen ist es gelungen, das Thema Korruption aus der Tabuzone herauszuholen und darüber offen zu diskutieren. Damit konnten Mitarbeiter/innen und Führungskräfte sensibilisiert werden. Es ist heute unbestritten und in den Organisations-vorschriften der Stadtverwaltung fix verankert, dass Korruptionsprävention als Teil des Risikomanagements zu den Führungsaufgaben jeder einzelnen Dienststellenleiterin und jedes einzelnen Dienststellenleiters zählt. Der Geschäftsbereich Personal und Revision unterstützt die Dienststellen in ihrer Antikorruptionsarbeit durch Prüfung und Beratung, bei der Einrichtung interner Kontrollsysteme und der Bewusstseinsbildung durch ein entsprechendes Ausbildungs-programm.