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WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria1 von 53 2. Political Business Cycles and Voting Kurs Public Choice WS 2011/12.

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1 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria1 von Political Business Cycles and Voting Kurs Public Choice WS 2011/12

2 © Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria2 von Political Business Cycles and Voting 1.Einleitung 2. Der ökonomische Ansatz zur Wahlbeteiligung von ….. 3. Wahl- und Popularitätsfunktion 4. Wahlzyklen (Political Business Cycles, PBC) 5.PCB: Empirische Evidenz für die U.S.A.

3 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria3 von Einleitung (1) Political Business Cycles (PBC) sind Business Cycles welche aus einem bestimmten politischen System resultieren. (2) Man kann eine wesentliche Unterscheidung treffen: (i) PBCs werden absichtlich herbeigeführt. (ii) PBCs sind als Resultat der Funktionsweise eines bestimmten politischen Systems zu sehen.

4 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria4 von Einleitung – Forts. ad (i) In diesem Fall wird von einem bestimmten Agenten (beispielsweise der Regierung) ausgegangen, welcher eine Volkswirtschaft manipuliert, um so einen Vorteil daraus zu erzielen. ad (ii) Hier wird von der Interaktion mehrerer Agenten ausgegangen, welche, entsprechend der Beschränkungen durch demokratische Institutionen agieren.

5 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria5 von Einleitung – Forts. (3) Zur PBC Literatur: Einige Autoren beschäftigten sich mit diesem Thema bereits vor Einige Autoren dieser Zeit sind beispielsweise: - Kalecki (1943) - Johan Akerman (1946, 1947) - Downs (1975), An Economic Theory of Democracy - Buchanan and Tullock (1967), Cal…. Of Comment - Ben – Porath (1975) - Hubka und Obermann (1977) - Mac Cracken et al. (1977) - Frey and Schneider (1978), Political Economic Modells of Germany, Great Britain and the U.S. - Tufte (1978)

6 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria6 von 53 1.Einleitung – Forts. Erste VP Studien (1)Erwähnenswert ist die Studie von Gerald Kramer über US Wählerverhalten im Jahre Inspiriert wurde er von der Arbeit von Anthony Downs, An Economic Theory of Democracy [1957]. (2) Kramer wollte ein durch makroökonomische Faktoren beeinflusstes Modell für Wahlen aufstellen und Vorhersagen mit Hilfe von empirischen Untersuchungen tätigen.

7 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria7 von 53 1.Einleitung – Forts. Erste VP Studien (3) Parteien wurden in diesem Modell als abwechselnd regierende Teams betrachtet. (4) Wähler handeln nach einer einfachen und effizienten Entscheidungsregel: Ist die Leistung des Amtsinhabers, also der gegenwärtigen Regierung, zufriedenstellend, so soll diese wieder gewählt werden. Ist dies nicht der Fall, soll für die Opposition gestimmt werden.

8 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria8 von 53 1.Einleitung – Forts. Erste VP Studien (5) Zufriedenstellende Leistungen wurden durch günstige Unterschiede zwischen dem erwarteten und dem verwirklichten makroökonomischem Ergebnis ausgedrückt, wobei die erwartete Leistung mit jener des Vorjahres als gegeben angenommen wurde. (6) Demnach spielen Wachstumsraten des Realeinkommens pro Kopf, die Konsumentenpreise und die Veränderung der Arbeitslosenrate im Wahljahr eine wesentliche Rolle. (7) Abhängige Variable: aggregierter, den Kongress betreffender, Stimmenanteil der Partei des Präsidenten, in einem Jahr in dem keine Präsidentschaftswahl stattfindet und ein gewichteter Durchschnitt des den Kongress und die Präsidentschaftswahlen betreffenden Stimmenanteils, in einem Jahr in dem eine Präsidentschaftswahl stattfindet.

9 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria9 von 53 1.Einleitung – Forts. Erste VP Studien (8) Die Regressionen von Gerald Kramer kamen zu dem Ergebnis, dass das Wachstum des Realeinkommens pro Kopf stark positive Einflüsse auf das aggregierte Wahlergebnis von 1896 bis 1964 hatte. (9) Kritik: (i) Kramer hat beispielsweise außer Acht gelassen, dass Wähler auch vorausblickende Wahlentscheidungen treffen können. (ii) Weiters stellte Kramer keinen Mechanismus vor, der das Verhalten der individuellen und eigennützigen Wähler, welche auf Grund einfacher Entscheidungsregeln agieren, abbildet.

10 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria10 von 53 Einleitung – Forts. Der Ansatz von Ray Fair (1) Eine weitere wesentliche Arbeit ist jene von Ray Fair zum Thema Economic Voting for US Presidents. (2) Basierend auf den Arbeiten von Downs ist auch Fair von rationalen und eigennützigen Wählern ausgegangen, deren Wahlverhalten von der Maximierung der jeweiligen erwarteten Nutzenfunktion abhängt.

11 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria11 von Einleitung – Forts. Der Ansatz von Ray Fair – Forts. Modell von Ray Fair: Erwartungsnutzen des Wählers i mit Bezug auf die amtierende Partei Erwartungsnutzen des Wählers i mit Bezug auf die Opposition ist 1.0 wenn i für den Amtsinhaber stimmt und 0.0 im umgekehrten Fall Matrix von beobachteten Variablen während der Amtszeit der herrschenden Partei bzw. Matrix von Konstanten Vektor von Parametern bzw. Zufallsvariable ( zufällige Ereignisse beeinflussen den nutzen)

12 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria12 von Einleitung – Forts. Der Ansatz von Ray Fair – Forts. Die Nutzenfunktionen werden folgendermaßen ausgedrückt: Individuelle Wahlentscheidungen werden bestimmt durch die Partei bzw. den Kandidaten der den höchsten Nutzen bringt:

13 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria13 von Einleitung – Forts. Der Ansatz von Ray Fair – Forts. Es gilt: P steht für die Wahrscheinlichkeit, dass der Amtsinhaber gewählt wird. Wobei die kumulierte Verteilungsfunktion von der jeweiligen Wahl ist.

14 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria14 von Einleitung – Forts. Der Ansatz von Ray Fair – Forts. Linearität der aggregierten Wahlfunktion: Die Abweichungen sind unter den Wählern bei jeder Wahl gleichmäßig zwischen und verteilt. Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion: Kumulierte Verteilungsfunktion: Somit lautet die Wahrscheinlichkeit, dass der Amtsinhaber gewählt wird:

15 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria15 von Einleitung – Forts. Der Ansatz von Ray Fair – Forts. Zieht man den Durchschnitt über N Wähler heran, um zu finden, so erhält man: Die einzelnen Variablen drücken Folgendes aus: ……… Fehlerterm X t = ökonomische und andere Variablen, die der Wähler zur Bewertung heranzieht

16 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria16 von Einleitung – Forts. Wählerverhalten: Vorausblickend vs. Rückblickend (i) Vorausschauende Wahlentscheidung: Die in Zukunft erwartete Performance der jeweiligen Parteien ist ausschlaggebend. Somit werden Wahlentscheidungen als politische Investitionen in die Zukunft angesehen, worauf die Performance der Vergangenheit keinen Einfluss hat. Zitat von Anthony Downs [1957]: Each citizen … votes for the party he believes will provide him with higher utility than any other party during the coming electoral period.

17 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria17 von Einleitung – Forts. Wählerverhalten: Vorausblickend vs. Rückblickend – Forts. (ii) Rückblickende Wahlentscheidung: Bewertung der Performance während der Amtszeit. Gute Performance wird belohnt und schlechte Performance wird bestraft. Zitat von V.O. Key[1966]: Voters may reject what they have known; or they may approve what they have known. They are not likely to be attracted in great numbers by promises of the novel or unknown.

18 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria18 von Der ökonomische Ansatz zur Wahlbeteiligung von Downs, Ryker und Ordeshouk (1) Der ursprüngliche Ansatz zur Erklärung der Wahlbeteiligung von Downs, Ryker und Ordeshouk kann in folgender Weise ausgedrückt werden: Wobei: WB… Wahlbeteiligung W … Wahrscheinlichkeit, dass das Individuum mit seiner Stimme den Wahlausgang beeinflusst A … Nutzen aus dem Wahlausgang für das Individuum D … Nutzen aus der Wahl unabhängig vom Wahlausgang C … Kosten der Wahlbeteiligung WB = W*A + D - C

19 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria19 von Der ökonomische Ansatz zur Wahlbeteiligung von Downs, Ryker und Ordeshouk – Forts. (2) Für die meisten Wähler gilt aus theoretischer Sicht, dass der Nutzen von WB >W*A und somit die Frage zu prüfen ist, ob D < C ist! Dies ist eine empirische Frage. (3) Empirisch stellt man aber fest, dass D C ist, weil im Schnitt die WB 50 % ist. Gute Theorie? Was erklärt sie? Wie können Schwankungen von WB erklärt werden?

20 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria20 von Wahl- und Popularitätsfunktion VP Funktion (Vote and Popularity) Wie beeinflussen ökonomische Variablen das Wahlergebnis oder die Popularität der Regierung? (i) Annahmen über den Zeithorizont bezüglich der Entscheidungen der relevanten Agenten. (ii) Akzeptanz oder Ablehnung des Median Wähler Modells (iii) Annahmen darüber, wie die Wirtschaft manipuliert werden kann.

21 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria21 von Wahl- und Popularitätsfunktion (2) Zur Literatur: (i) Kramer [1971], Müller [1970], Goodhart und Bhansali [1970] machten den Anfang. (ii) In folgenden Ausführungen wird auf eine Arbeit von Nannestad und Paldam [1994] eingegangen. (3) Zu den 6 zusätzlichen Ergebnissen dieser Studie: (i) Ein wesentlicher Gedanke der VP Funktion ist, dass die Bevölkerung (also die Wähler) die Regierung für ökonomische Zustände verantwortlich macht. Die Popularität der Regierung und ökonomische Variablen stehen somit in einem positiven Zusammenhang. (ii) Zwei wesentliche Variablen der VP Funktion sind Arbeitslosigkeit und Inflation.

22 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria22 von Wahl- und Popularitätsfunktion (4) Weiters wird in dieser Studie davon ausgegangen, dass die Wähler kurzsichtig agieren (Betrachtungszeitraum ca. 1 Jahr). (iv) Außerdem wird angenommen, dass die Wähler auf die Ereignisse der vergangen Wahlperiode blicken. (v)Das Regieren der Regierung hat einen Einfluss auf die Popularität. Man spricht auch von so genannten Kosten des Regierens. (vi)Weiters ist davon auszugehen, dass Wähler die Regierung mehr für negative ökonomische Entwicklungen bestrafen als sie die Regierung für Erfolge belohnen.

23 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria23 von Wahl- und Popularitätsfunktion (5) Wahl – bzw. Popularitätsfunktionen können folgendermaßen modelliert werden: (i) Wahlfunktion (WA): WA t = F (ökonom. Fakt t-i ; politische Fakt t-i ; sonstige Fakt t-i ), wobei: WA t = Wahlausgang des/der Regierungskandid./Regierungsparteien ökonom. Fakt. =(1) verfüg. Einkommen(Y) Y > 0 (2) Inflation(I) I < 0 (3) Arbeitslosigkeit(U) U < 0 polit. Fakt. =(1) innenpol. Faktoren und (2) aussenpol. Faktoren sonstige Fakt. = (1) Amtsinhaber (......) (2) Skandale (Watergate, etc.)

24 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria24 von Wahl- und Popularitätsfunktion (ii) Popularitätsfunktion (POP): wie (1) jedoch anstelle von WA t POP t POP t = F (ökonom. Fakt t-i ; politische Fakt t-1 ; sonst. Fakt t-1 ) (iii)Vor- und Nachteile von Wahl- bzw. Popularitätsfunktionen Wahlfunktionen - Wenige Beobachtungen - Strukturkonstanz (z.B. USA !!) - Analyse der Wahlergebnisse / geäußerte Präferenzen!)

25 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria25 von Wahl- und Popularitätsfunktion (iv) Popularitätsfunktionen -Popularität / Wahlabsicht bei Befragungen stark stimmungsabhängig (!) + falsche Angaben (!) -Ökonometr. Spezifikation (Zeit-, Lag- und Variablenstruktur) -Genügend Beobachtungen und Analyse kurzer Perioden möglich.

26 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria26 von Wahl- und Popularitätsfunktion Table 1: The effect of macroeconomic conditions on votes for parties or presidents (vote-functions) – Part 1

27 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria27 von Wahl- und Popularitätsfunktion Table 1: The effect of macroeconomic conditions on votes for parties or presidents (vote-functions) – Part 2

28 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria28 von Wahl- und Popularitätsfunktion Table 1: The effect of macroeconomic conditions on votes for parties or presidents (vote-functions) – Part 3 Source: Public Choice III, Dennis Mueller, 2002.

29 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria29 von Wahl- und Popularitätsfunktion Table 2: The effect of macroeconomic conditions on party (presidential) popularity – Part 1

30 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria30 von Wahl- und Popularitätsfunktion Table 2: The effect of macroeconomic conditions on party (presidential) popularity – Part 2

31 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria31 von Wahl- und Popularitätsfunktion Table 2: The effect of macroeconomic conditions on party (presidential) popularity – Part 3 Source: Public Choice III, Dennis Mueller, 2002.

32 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria32 von Wahl- und Popularitätsfunktion Tabelle 3: Changes in support for the US president and UK governing party in response to macroeconomic performance Occupational groupInflation rate Unemployment rate Real income growth rate Gallop poll approval, US presidents ( ) Blue-collar White-collar Nonlabor force Political support for UK governing party ( ) Semi-and unskilled workers, widows and state pensioners Skilled workers Nonmanual employees

33 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria33 von Wahl- und Popularitätsfunktion Figur 3.1: Geschätzte Koeffizienten für Arbeitslosenquote und Inflationsrate in der Popularitätsfunktion des amerikanischen Präsidenten – nach Einkommensklassen: Periode 1969:3 – 1976:10; OLS-Schätzungen

34 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria34 von Wahl- und Popularitätsfunktion Figur 3.2: Percentage of survey respondents regarding unemployment as a most serious problem

35 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria35 von Wahl- und Popularitätsfunktion Tabelle 4: Government and opposition popularity functions in Denmark; 1957:2 – 1969:4; quarterly dates 1)

36 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria36 von Wahl- und Popularitätsfunktion Tabelle 4 - continued: Government and opposition popularity functions in Denmark; 1957:2 – 1969:4; quarterly dates 1)

37 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria37 von Wahl- und Popularitätsfunktion Tabelle 5: Government and opposition party popularity functions in Denmark (1971:4 – 1973:4) and (1975:2 – 1978:4), quarterly data

38 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria38 von Wahl- und Popularitätsfunktion Tabelle 5 - continued: Government and opposition party popularity functions in Denmark (1971:4 – 1973:4) and (1975:2 – 1978:4), quarterly data

39 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria39 von Wahl- und Popularitätsfunktion Zeithorizont + Manipulation Zum Zeithorizont: Traditionelle (Tinbergen) Sicht: Es werden Instrumente entwickelt welche der Regierung helfen sollen ihre Strategien so zu wählen, sodass die Wohlfahrtsfunktion maximiert wird. NPÖ-Sicht: Beobachter der Politik (auch Insider) haben oftmals auf den kurzfristigen Horizont verwiesen. Wie beispielsweise der britische Premierminister Harold Wilson: a week is long time in politics

40 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria40 von Politische und ökonomische Bausteine – Forts. Manipulation In der Einleitung wurde kurz auf die unterschiedlichen Arten von PBCs eingegangen. Ausgehend davon, dass PBCs absichtlich herbeigeführt werden, setzt dies die Annahme voraus, dass die Regierung die Wirtschaft überhaupt manipulieren kann. Warum möglich? Kurzer Zeithorizont der Wähler!

41 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria41 von Wahlzyklen (1) In folgenden Ausführungen soll auf ein Modell von Nordhaus [1975] erweitert von Mac Rae [1977] und anderen eingegangen werden. (2) Dieses Modell basiert auf der Annahme, dass die PBC absichtlich herbeigeführt werden. (3) Es wird in der Folge als NM - Cycle bezeichnet und geht von einer Demokratie aus, in welcher jedes vierte Jahr gewählt wird.

42 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria42 von Wahlzyklen – Forts. Die Nordhaus – Mac Rae Theorie (4) Die NM Theorie besteht aus 4 Elementen: (i) Stimmenmehrheit während der gesamten Wahlperiode. (ii) Man geht von einer kurzsichtigen VP Funktion aus. (iii) Weiters wird eine etwas dynamische Phillips – Kurve unterstellt. (iv)Abschließend ist zu erwähnen, dass angenommen wird, dass die Regierung manipulativ agiert.

43 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria43 von Wahlzyklen – Forts. Die Nordhaus – Mac Rae Theorie Aus (1) + (2) folgt, dass die Regierung erst im Wahljahr die VP Funktion maximiert. Aus (3) + (4) geht hervor, dass die Regierung die Wirtschaft manipuliert, sodass beachtliche Zyklen entstehen. Um die bestmögliche Kombination von (u, p) im Wahljahr zu erhalten, führt sie einen Preissturz herbei was in der Folge die Erwartungen (p e ) reduziert. Im Zusammenhang mit der Nordhaus – MacRae Theorie wurde von mehreren Seiten Kritik geübt ( für Interessierte: siehe Quelle)

44 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria44 von Wahlzyklen – Forts. Die Nordhaus – Mac Rae Theorie Figur 4

45 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria45 von PBC: Empirische Evidenz für die U.S.A In den U.S.A treten die größten PBCs auf, welche unregelmäßig und stark sind. Folgende Abbildungen fassen die wesentlichsten Ergebnisse der Studien bezüglich PBC (auch Nordhaus MacRae (NM) Cycles genannt) als auch Partisan Cycles in den USA.

46 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria46 von PBC: Empirische Evidenz für die U.S.A – Forts. NM cycles - U.S. data Tabelle 5.1:

47 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria47 von Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 5.2: Scores for political business cycle models – Part 1

48 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria48 von Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 5.2: Scores for political business cycle models – Part 2 a Preliminary. Source: Council of Economic Advisors, Economic Report of the President, Washington D.C.: U.S. Government Printing Office, 1989, Source: Public Choice III, Dennis Mueller, 2002.

49 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria49 von Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 5.3: Macroeconomic performance of U.S. economy under Republican (R) and Democractic (D) presidents ( ) YearR/DUPYearR/DUP 1952R R R R D R D D D D D R D7.74.8

50 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria50 von Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Figure 5.1: Macroeconomic performance of U.S. economy under Republican (R) and Democractic (D) presidents ( )

51 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria51 von Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 5.4: Macroeconomic performance of U.S. economy under Republican and Democractic presidents ( ) – Part 1

52 WS 2011/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria52 von Wahlzyklen – Empirische Beispiele – Forts. USA Table 5.4: Macroeconomic performance of U.S. economy under Republican and Democractic presidents ( ) – Part 2 Source: Council of Economic Advisors, Economic Report of the President. Washington, D.C.: U.S. Government Printing Office, 1989, Figures for 2000 are preliminary. Source: Public Choice III, Dennis Mueller, 2002.

53 WS 201/12© Prof. Dr. Friedrich Schneider, University of Linz, Austria53 von 53 Quelle Political business cycles, Martin Paldam, in Perspectives On Public Choice Dennis Müller, 1997, pp


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