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Röntgenstrahlen II Röntgen II © Prof. Dr. Remo Ianniello 1.

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Präsentation zum Thema: "Röntgenstrahlen II Röntgen II © Prof. Dr. Remo Ianniello 1."—  Präsentation transkript:

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2 Röntgenstrahlen II Röntgen II © Prof. Dr. Remo Ianniello 1

3 In diesem Abschnitt geht es um: © Copyright: Der Inhalt dieser Folien darf - mit Quellenangabe - kopiert und weiter gegeben werden. Inhalt der Vorlesung © Prof. Dr. Remo IannielloFolie 2Röntgen II Absorptions-Gesetz Absorptions-Arten Filter§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

4 Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 3 Absorptions- Gesetz © Prof. Dr. Remo Ianniello

5 Quiz Absorptions-Gesetz Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 4 Röntgenstrahlen können Materie durchdringen. Dabei verlieren sie Energie: Röntgenstrahlung wird „absorbiert“. Beispiel Medizin: Knochen absorbieren mehr Röntgenstrahlung als Weichteile Um kontrastreiche Bilder zu erhalten, untersucht man … Knochen mit „harter“ Strahlung = Energie reiche Strahlung (hohe Frequenzen, kurze Wellenlängen) Weichteile (Organe, Gefäße) mit „weicher“ Strahlung (niedrige Frequenzen, große Wellenlängen). © Prof. Dr. Remo Ianniello§ Warum? Weiche Strahlen werden vom Gewebe absorbiert, harte dagegen nicht. Harte Strahlung kann keine Weichteile zeigen. Röntgenbild einer 450 kg schweren Person

6 Absorptions-Gesetz Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 5§ © Prof. Dr. Remo Ianniello Röntgenstrahlen gehören zu den ionisierenden Strahlen: Sie schlagen Elektronen aus den Target-Atomen heraus und erzeugen so Ionen. Dadurch verlieren die Strahlen Energie. Wenn sie ganz verschwinden, sind sie absorbiert worden.

7 Quiz Absorptions-Gesetz Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 6 Einfluss Ordnungszahl Z Der Absorptionsgrad wird durch die Atome bestimmt, aus denen das Material besteht. Klären wir zunächst einige Begriffe: Anzahl der Protonen Z im Kern = Ordnungszahl Energie reich (Röntgenstrahlung) = harte (Röntgenstrahlung) Herausfiltern weicher Röntgenstrahlung = Aufhärtung der Röntgenstrahlung Auf dieser Grundlage funktionieren Filter in der Röntgendiagnostik.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello Fazit: Je größer die Ordnungszahl Z ist, desto mehr Energie arme Strahlen werden absorbiert. Ordnungszahl Z = Protonenzahl

8 Quiz Absorptions-Gesetz Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 7 Welcher „Absorber“ ist effektiver? Z = Kernladungszahl (Ordnungszahl) I 0 = Intensität der einfallenden Röntgenstrahlung © Prof. Dr. Remo Ianniello

9 Quiz Absorptions-Gesetz Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 8 Welches Bild gehört zu welcher Eigenschaft?§ Pb Al „“ „ Röntgenstrahlen größerer Energie werden weniger absorbiert “. „ “ „ Eine dicke Betonwand kann genau so gut vor Röntgenstrahlung schützen wie eine dünne Blei-Decke “. © Prof. Dr. Remo Ianniello

10 Halbwertsdicke Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 9§ Strahlung: eintretend  Intensität I 0, austretend  Intensität I d. Hat das Target die sog. „Halbwertsdicke“ d 1/2, wird die halbe Röntgenstrahlung absorbiert. Die Intensität der austretenden Strahlen ist dann nur noch I d/2 = I 0 / 2 Je nach Material ist die Halbwertsdicke verschieden. © Prof. Dr. Remo Ianniello

11 Halbwertsdicke Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie Die Halbwertsdicke nimmt mit steigender Kernladungszahl Z ab. Beispiel für 100 keV Mit d 1/2 = 41,5 mm Wasser reduziert man die Strahlung auf die Hälfte, dagegen braucht man dafür nur d 1/2 = 0,12 mm Blei. 2. Die Halbwertsdicke wird mit zunehmender Gamma-Energie größer.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

12 Quiz Halbwertsdicke Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 11 Setzt man dahinter einen zweiten Körper der gleichen Dicke d 1/2, hat die austretende Strahlung die Intensität A) Null, B) I 0 /4, C) I 0 /8 der Eingangsintensität. Die Intensität sinkt A) linear, B) exponentiell, C) quadratisch mit zunehmender Laufstrecke.§ Bringt man Materie mit der Halbwertsdicke in einen Röntgenstrahl der Intensität I 0, so ist die verbleibende Intensität ½ I 0. © Prof. Dr. Remo Ianniello

13 Absorptions-Gesetz Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 12 Für monochromatische Röntgenstrahlung vermindert sich in homogenen Ma- terialien die Strahlenintensität I 0 exponentiell mit zunehmender Schichtdicke d des Absorbers nach folgender Beziehung: Intensität der austretenden Strahlung Intensität der eintretenden Strahlung Absorptions -Koeffizitent Materialdicke µ berücksichtigt Material und Strahlungsenergie. Der Kehrwert von µ ist die Dicke, bei der die Intensität der Strahlung auf 1/e abnimmt.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

14 Aufgabe Absorptions-Gesetz Röntgen IIFolie 13 Menschliches Gewebe a)Wie groß ist der Absorptionskoeffizient, wenn der Röntgenstrahl durch eine 0,14 mm dicke Bleichschicht zur Hälfte geschwächt wird? b)Wie viele Halbwertsdicken sind erforderlich, um die Strahlungsintensität auf 1% zu reduzieren? c)Menschliches Körpergewebe schwächt 50-keV-Strahlung mit µ = 20 m -1. Wieviel Prozent der Strahlung durchdringen einen 30 cm dicken Körper? © Prof. Dr. Remo Ianniello [Physik Aufgabensammlung: Für Ingenieure und Naturwissenschaftler von Bernhard Frenzel,Jürgen Eichler,Bernd ]

15 Aufgabe Absorptions-Gesetz Röntgen IIFolie 14 Wie viel Aluminium braucht man um die Intensität eines 200 keV Gammastrahls auf 10% seiner ursprünglichen Intensität zu reduzieren. Die Halbwertsdicke von 200 keV Gammastrahlung in Al sei 2,14 cm. © Prof. Dr. Remo Ianniello Also beträgt die Dicke des Aluminiums, das man braucht, um diese Gamma-Strahlung um einen Faktor 10 zu reduzieren, etwa 7 cm. Diese relativ hohe Dicke ist der Grund dafür, dass Aluminium im allgemeinen nicht zur Abschirmung von Strahlung verwendet wird - seine Massenzahl ist nicht groß genug, um Gammastrahlung effizient schwächen zu können. Man mag diese Frage vielleicht mit Blei als Absorber ausprobieren wollen - Die Antwort auf Frage nach der Halbwertsdicke von Blei für Gammastrahlung einer Energie von 200 keV möge der Leser selber herausfinden. Als Hinweis möchten wir jedoch die oben aufgeführten Tabellen angeben. Weiterhin geben wir die Lösung der Aufgabe zur Kontrolle an: 2,2 mm. In anderen Worten wird nur eine relativ dünne Bleischicht benötigt um den selben Effekt wie eine 7 cm dicke Aluminiumschicht zu erreichen.

16 Schwächungskoeffizient Röntgen IIFolie 15 Der Absorptions- oder linearer Schwächungskoeffizient µ, ist ein Maß für die Verringerung der Intensität von Röntgenstrahlung beim Durchstrahlen eines Materials. [µ] = 1/Länge, die übliche Einheit 1/cm. Der lineare Schwächungkoeffizient µ steigt mit der Strahlungs-Energie E = h·, Dichte  des Materials, Kernladungszahl Z des Materials. © Prof. Dr. Remo Ianniello Für praktische Zwecke wird oft der Massenschwächungskoeffizient µ‘ bevorzugt:

17 Quiz Schwächungskoeffizient Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 16 Absorption von Röntgenstrahlen µ ≈ 5∙10 26 ּ  ּZ³ ּ ³ steigt mit der 3. Potenz der Ordnungszahl Z des durchstrahlten Stoffes. mit der 3. Potenz der Wellenlänge der Röntgenstrahlung. mit der Dichte  des durchstrahlten Stoffes. exponentiell mit der Dicke d des durchstrahlten Stoffes (s. Abb.)§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

18 Aufgabe Schwächungskoeffizient Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 17 3-cm-Probe Bestimmen Sie den linearen Schwächungskoeffizienten µ, wenn bei einer Probe von 3 cm Dicke die gemessene Transmission T = I d /I 0 der Röntgenstrahlung 0,9 beträgt.§ Der Einfluss des linearen Schwächungskoeffizienten µ: Alle drei Kurven verlaufen exponentiell, nur die linearen Schwächungskoeffizienten sind verschieden. Die Kurve fällt bei einem kleinen µ langsam und bei einem großen µ schnell ab. © Prof. Dr. Remo Ianniello

19 Aufhärtung Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 18 Weiche Strahlung leistet keinen Beitrag zur Bilderzeugung leistet belastet den Patienten gesundheitlich  muss heraus gefiltert wdn. Diesen Filterprozess nennt man „Aufhärtung“. Aufhärtung der Strahlung = Absorption der weichen Strahlung.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

20 Aufhärtung Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 19 Bei gleicher Grenzwellenlänge nimmt die Fläche unter der Kurve ab, und damit die Photonenzahl, verschwinden Energie arme Fotonen (rechts), verschiebt sich das Maximum zu kleineren Wellenlängen: die verbleibenden Strahlen haben im Mittel eine höhere Energie.§ Das Diagramm zeigt die Aufhärtung der Röntgenstrahlung durch Filterung z.B. mit Kupfer unterschiedlicher Dicke. © Prof. Dr. Remo Ianniello

21 Fragen Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 20 1)Wovon hängt es ab, wie viel Energie Röntgenstrahlen in Materie verlieren? Von der Dicke des Materials, der Ordnungszahl seiner Atome, von seiner Dichte, aber auch von der Energie der Strahlung. 2)Welche Röntgenstrahlen sind für biologisches Gewebe gefährlicher – weiche oder harte? Weiche. 3)Was ist die „Halbwertsdicke“? Die Dicke des durchstrahlten Materials, die die Strahlungsintensität halbiert. 4)Wie nennt man das Herausfiltern der weichen Strahlungsanteile? Aufhärten der Röntgenstrahlung. 5)Wie ist der mathematische Zusammenhang zwischen der Anfangs- und der gefilterten Strahlungsintensität? I = I 0 e -µd. 6)Welche Eigenschaften berücksichtigt der Absorptionskoeffizient µ? Material und Strahlungsenergie. Die Röntgenröhre§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

22 Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 21 Absorptions- Arten © Prof. Dr. Remo Ianniello

23 Compton-Effekt Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 22 Die Fotonen erfahren durch die Streuung (Zusam­menprall) einen Energieverlust und damit eine Ver­längerung der Wellenlänge. Bei der Bestrahlung eines Materials werden die Röntgenfotonen auf zwei verschiedene Weisen geschwächt: An den schwach gebundenen Außenelektronen durch die Compton-Streuung, an den stark gebundenen Elektronen durch Fotoabsorption (besonders für Absorber höherer Ordnungszahl)§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

24 Röntgen II © Prof. Dr. Remo IannielloFolie 23 © Prof. Dr. Remo Ianniello

25 Compton-Effekt Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 24 Um 1922 untersuchte Arthur Holly Compton die Streuung von Röntgenstrahlen an Graphit.§ Dazu strahlte er Röntgenlicht der Wellenlänge auf den Streukörper aus Graphit. Ein Teil der Röntgen- strahlung wurde am Graphit gestreut. Compton untersuchte die Wellenlänge der gestreuten Strahlung bei verschiedenen Streuwinkeln . © Prof. Dr. Remo Ianniello

26 Compton-Effekt Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 25 Erwartung: Man ging davon aus, dass Intensität und Frequenz für jeden Streuwinkel konstant sind. Wenn man einen Spiegel in unterschiedlichen Winkeln mit blauem Licht bestrahlt, ist schließlich auch das reflektierte Licht blau.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

27 Compton-Effekt Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 26 Entdeckung: Compton fand aber, dass neben einer Streustrahlung, die dieselbe Wellenlänge wie die einfallende Strahlung besitzt, ein weiterer Strahlungsanteil mit einer etwas größeren Wellenlänge vorhanden war. Die Differenz zu der Original- Wellenlänge nahm mit dem Streuwinkel zu.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

28 Compton-Effekt Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 27 Ein Foton stößt mit einem ruhenden Elektron zusammen überträgt einen Teil seiner Energie auf das Elektron. © Prof. Dr. Remo Ianniello Fazit Die Vergößerung der Wellenlänge hängt nur vom Streuwinkel  und nicht von der Wellenlänge des eingestrahlten Röntgenlichts ab. Die Wellenlänge des gestreuten Fotons vergrößert sich durch diesen Übertrag um§ enthält kein, gilt also für alle © Prof. Dr. Remo Ianniello

29 Aufgabe Compton-Effekt Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 28 Fazit Die Vergrößerung der Wellenlänge hängt nur vom Streuwinkel  und nicht von der Wellenlänge des eingestrahlten Röntgenlichts ab. Compton-Wellenlänge Berechnen Sie die Änderung der Wellenlänge des eingestrahlten Röntgenlichts für einen Streuwinkel von 90°.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

30 Foto-Effekt Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 29 Fotonen lösen den Fotoeffekt aus, d.h. sie liefern einem Elektron die Ionisations- Energie, so dass das Elektron aus der Atomhülle ausbricht.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

31 Foto-Effekt Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 30 Bei der Auffüllung von Lücken in inneren Elek­tronenschalen aus höheren Schalen wird die charakteristische Strahlung frei, die dem Energie­unterschied der beiden Bahnen entspricht. Sie wird Fluoreszenzstrahlung genannt.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

32 Schwächungs-Koeffizient Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 31 Beide Ursachen der Strahlungsschwächung, also Compton- und Fotoeffekt, werden durch den Schwächungs-Koeffizienten µ berücksichtigt: µ ≈ 5∙10 26 ּ  ּZ³ ּ ³ Folge: Blei (Z = 82) wird für die Abschirmung vor Röntgenstrahlen verwendet. Knochen bewirken eine stärkere Schwächung der Röntgenstrahlen als die Organe, und Metall noch stärker als Knochen. Es wird umso mehr Strahlung absorbiert, je höher die Dichte , die Ordnungszahl Z des Materials und die Wellenlänge ist.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

33 Quiz Schwächungs-Koeffizient Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 32 In welche der freien Felder gehören die verirrten Schwächungskoeffizienten? 1,30 8,10 33,50 111,00 0,24 µ ≈ 5∙10 26 ּ  ּZ³ ּ ³§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

34 Fragen Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 33 1)Welche zwei wesentlichen Effekte bewirken die Schwächung der Röntgenstrahlen? Der Fotoeffekt und die Streuung von Röntgenstrahlen. 2)Von welchen Größen hängt der Grad der Schwächung von Röntgenstrahlen besonders stark ab? Von der Röntgen-Wellenlänge und der Material-Ordnungszahl Z. 3)Was ist der Unterschied zwischen dem Absorptionskoeffizienten µ und dem Schwächungskoeffizienten µ' ? µ' ist µ durch Dichte. 4)Wächst der Schwächungskoeffizient mit der Frequenz an? Nein. Je höher die Energie der Röntgenstrahlen, umso weniger wird absorbiert. Anwendung © Prof. Dr. Remo Ianniello§ Pb Al

35 Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 34 Filter

36 Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 35 Röntgenstrahlen werden von der Anode (hier aus Mo) emittiert. Man verwendet gern die Intensitätspeaks der charakteristischen Strahlung und filtert die Bremsstrahlung aus. Denn die Bremsstrahlung wirkt sonst wie ein störendes Hintergrundrauschen. Ein Filter (hier aus Zr) sorgt dafür, dass nur eine der Intensitätspeaks durchgelassen wird.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

37 Absorptionskanten Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 36 Das Diagramm beschreibt die Menge an Röntgenstrahlung, die von einem Material absorbiert wird, je nach Wellenlänge der Röntgenstrahlung. Grundsätzlich steigt der absorbierte Anteil der Strahlung mit der Wellenlänge. Das Material absorbiert aber Strahlung von speziellen Energien besonders gut. Bei bestimmten Wellenlängen steigt das Absorptions- ­ver­mögen schlagartig: Die senkrechten Linien heißen Absorptionskanten.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

38 Absorptionskanten Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 37 Die Energien der absorbierten Strahlung an den Absorptionskanten entsprechen den Bindungsenergien der Elektronen in der K, L, M usw. Schale des absorbierenden Materials. Die Absorptionskanten sind nach aufsteigender Energie aufgereiht: K, L I, L II, L III, M I,.... Eine Absorptionskante gibt an, dass eine Strahlung mit diesem λ absorbiert, und dafür ein Elektron aus dem Atom emittiert wird.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

39 Absorptionskanten Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 38 Mit „Absorptionskante“ meint man die Energie, bis zu der Strahlung immer stärker absorbiert wird. Bei bestimmten Materialien liegen die Absorptionskanten ideal, um unerwünschte Wellenlängen aus Röntgenspektren abzublocken:§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

40 Quiz Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 39 Die Nickel-Absorptionskante liegt zwischen der K ß und der K a Linie von Kupfer. Dadurch wird die K ß / K a Strahlung stark abgeschwächt, während die K ß / K a Strahlung kaum geschwächt wird. Durch geeignete Wahl der Dicke des Filters trifft man einen Kompromiss zwischen maximaler Löschung der unerwünschten und maximalem Durchlass der erwünschten Strahlung. Auf der x-Achse ist die Frequenz / Wellenlänge aufgetragen. Auf der y-Achse ist die Energie / Intensität aufgetragen.§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

41 Quiz Absorptionskanten Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 40 um also ein Fotoelektron / Foton zu erzeu­gen. Für diesen Fotoeffekt ist eine Maximal-/Mindestenergie erforderlich: Mit abnehmendem λ (zunehmen­der Energie) der einfallenden Röntgenstrahlung werden auch Elektronen mit kleinerer / höherer Bindungsenergie herausgelöst. Mit wachsenden Fotonen- Energien nimmt die Absorp- tion aber grundsätzlich ab/zu. Eine Absorptionskante tritt auf, sobald die Energie des einfal­len­den Fotons ausreicht, um ein kernnahes /-fernes Elektron aus seiner Bahn zu heben,§ © Prof. Dr. Remo Ianniello

42 Formeln Röntgen II© Prof. Dr. Remo IannielloFolie 41 µ ≈ 5∙10 26 ּ  ּZ³ ּ ³


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