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Ergebnisse der Untersuchung zur Entwicklung der Identifikation von Sportfans.

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Präsentation zum Thema: "Ergebnisse der Untersuchung zur Entwicklung der Identifikation von Sportfans."—  Präsentation transkript:

1 Ergebnisse der Untersuchung zur Entwicklung der Identifikation von Sportfans

2 Sehr geehrte Teilnehmer/ -innen! Vielen Dank noch einmal für Ihre Teilnahme an der Studie zur Entwicklung der Identifikation von Sportfans. In dieser Präsentation sollen Ihnen die Ergebnisse dieser Studie ein wenig näher gebracht und auf Probleme der Untersuchung hingewiesen werden. Dazu wird im Folgenden noch einmal der Inhalt der letzten Mail, die Sie von uns erhalten haben wiederholt, damit Sie sich schnell in die Thematik einfinden können:

3 Es sollte erforscht werden, ob die Identifikation nach Siegen ansteigt, oder nach Niederlagen geringer wird. Fühlen sich Fans ihrer Mannschaft also mehr verbunden, wenn ihre Mannschaft gewinnt, oder neigen sie dazu, sich bei Niederlagen weniger mit ihrer Mannschaft zu identifizieren. Es kann auch sein, dass sich nichts verändert. Also die Einstellung zum Verein immer gleich bleibt, egal, ob die Mannschaft siegt oder nicht. Natürlich soll die Untersuchung nicht pauschal über alle Fans urteilen. Die Fans werden bei der Auswertung der Ergebnisse in zwei Gruppen eingeteilt. Das sind zum einen die Die Hard Fans, zum anderen die Fair Weather Fans. Wie diese Einteilung gemacht wird, dazu später mehr. Mit Die Hard Fans sind, grob gesagt, die Anhänger gemeint, die sich tief verbunden fühlen mit ihrem Verein. Die mitleiden, wenn es schlecht läuft, und die nahezu jedes Spiel ihrer Lieblingsmannschaft verfolgen (sei es im Stadion, im Radio oder über die Zeitung etc.). Unter Fair Weather Fans kann man diejenigen Fans verstehen, die eine schwache Verbindung zu einem Verein haben und diese meist nur im Falle des Erfolgs des jeweiligen Vereins zeigen. Läuft es nicht gut, wenden sie sich von ihrem Verein ab, läuft es gut, kommen sie auch mal ins Stadion, oder outen sich als Anhänger.

4 Es gibt natürlich auch noch eine Gruppe von Fans, die dazwischen liegt. Diese Beschreibungen sind nur sehr grob, man kann sich aber wohl ein Bild davon machen, welche Personengruppen gemeint sind. Um die Fangruppen mit dem Untersuchungsgegenstand zu verknüpfen, kann also gesagt werden, dass die Untersuchung zum Ziel hat, die Auswirkungen von Siegen und Niederlagen auf die Identifikation von Fans zu untersuchen, wobei die unterschiedlichen Stärken der Identifikation mit dem Verein berücksichtigt werden sollen. Dies soll auf zwei Ebenen untersucht werden. Zum einen explizit, zum anderen implizit. Explizit bedeutet in diesem Fall, dass sie auf konkrete Fragen konkrete Antworten geben. Implizit bedeutet in diesem Fall, wie Sie unterbewusst ihrem Verein gegenüber stehen. Um diese beiden Ebenen zu untersuchen wurden zwei verschiedene Arten von Tests angewendet. Zunächst einmal waren da die Fragen, die teils gleichen Inhalts waren, teils verschieden. Alle Fragen werden zwar zur Auswertung heran gezogen, aber nur sieben werden zur direkten Beantwortung der Fragestellung benutzt.

5 Dies sind die sieben Fragen: 1. Wie sehr sehen Sie sich als Anhänger des Vereins X? gar nicht sehr 2. Wie sehr sehen ihre Freunde Sie als Anhänger des Vereins X? gar nicht sehr 3. Wie wichtig ist es für Sie, dass der Verein X gewinnt? unwichtig sehr wichtig 4. Wie wichtig ist es für Sie, Verein X-Anhänger zu sein? unwichtig sehr wichtig 5. Wie groß ist Ihre Abneigung gegen Gegner des Verein X? nicht vorhanden sehr groß 6. Demonstrieren Sie ihre Verbundenheit mit dem Verein X durch Fanartikel (Mütze, Schal, T-Shirt, Aufkleber, u.ä.)? nie immer 7. Wie häufig verfolgen Sie Spiele bzw. Berichte über Spiele des Vereins X (live, Fernsehen, Radio oder Zeitung)?

6 Diese Fragen haben wir uns nicht ausgedacht, sie wurden schon in zahlreichen Untersuchungen verwendet, um die Identifikation von Fans mit ihrem Verein zu ermitteln. Der Grund, warum sie die Fragen jede Woche aufs Neue beantworten mussten, ist mit der möglichen Veränderung der Antworten zu erklären. Falls sich also Ihre Identifikation mit dem Verein geändert hätte, hätte sich dies durch eine unterschiedliche Beantwortung der Fragen gezeigt. Die Antworten der Fragen lassen sich in ein bestimmtes Schema einordnen, anhand dessen man sagen kann, um welche Kategorie Fan es sich handelt. Wenn Sie sich die Fragen noch einmal anschauen, können sie vielleicht schon selber vermuten, in welche Richtung die Ergebnisse gehen könnten. Wir gehen auf jeden Fall davon aus, dass bei den Die Hard Fans keine messbare Änderung feststellbar ist. Bei den Fair Weather Fans könnte dies schon anders aussehen, muss aber nicht. Dies werden die Ergebnisse zeigen. Die anderen Fragen dienten der Maskierung der relevanten Fragen, werden aber auch untersucht, um einige Nebeneffekte festzustellen. Soviel zu den Fragen. Kommen wir nun zum Reaktionstest. Dieser diente dazu ihre unbewusste Einstellung zu Ihrem Lieblingsverein zu ermitteln.

7 Das heißt, es soll festgestellt werden, inwiefern Sie mit Ihrem Verein etwas Positives verbinden. Wie positiv sehen Sie Ihren Verein beziehungsweise inwieweit identifizieren Sie sich mit ihm. Wie soll das funktionieren? Der Reaktionstest beruht auf wissenschaftlichen Feststellungen, die besagen, dass es Menschen leichter fällt positive Dinge mit anderen positiven Dingen zu verbinden. Umgekehrt fällt es schwerer, positive Dinge mit negativen Dingen zu verbinden. Dieses leichter oder schwerer macht sich zeitlich bemerkbar. Dies sollte mit dem Reaktionstest überprüft werden. Das Prinzip des Tests war folgendes: Ein Bild Ihres Lieblingsvereins (etwas Positives) und ein positiv besetztes Wort (Paradies, Gold, fröhlich…) erscheinen auf dem Bildschirm. Sie sollen darauf reagieren, indem Sie beispielsweise die linke Taste drücken, wenn diese beiden Kategorien erscheinen. Dem Gegenverein (etwas negatives), soll beispielsweise ein Wort mit einem negativen Wert zugeordnet werden. Dies geschieht über die rechte Taste. Bei dieser Konstellation sollten die schnellsten Reaktionszeiten ermittelt werden, da es, wie schon erwähnt, leichter fällt, etwas Positives mit etwas anderem positiven zu verbinden.

8 Es sollte also möglich sein, schneller darauf zu reagieren als im umgekehrten Fall, was bedeutet, wenn sie Ihre Lieblingsmannschaft mit der linken Taste beantworten sollen und ein negativ besetztes Wort, so sollte dies länger dauern, da diese beiden Reize nicht zueinander passen. Es dauert also länger, bis Sie auf diese Konstellation reagieren. Auch dieser Reaktionstest ist schon in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen verwendet worden, Sie können ihn gerne mit anderen Themen wiederholen und zwar auf der englischsprachigen Seite: https://implicit.harvard.edu/implicit/https://implicit.harvard.edu/implicit/ Dadurch, dass dieser Reaktionstest auch jede Woche durchgeführt wurde, könnte es auch hier zu Veränderungen gekommen sein. Diese könnten anhand der unterschiedlichen Reaktionszeiten festgemacht werden. Noch ein paar Dinge zu diesem Test. Auch wenn sie den Eindruck hatten, bei einigen Versuchen länger gebraucht zu haben oder mehr Fehler gemacht zu haben, weil man sich an bestimmte Zuordnungen und Tasten gewöhnt hat, und sich im zweiten Teil des Tests alles einmal umgekehrt hat, so hat auch dies seinen Sinn. Denn auch diese verlängerten Reaktionszeiten können unter Berücksichtigungen interpretiert werden.

9 So dürften bei den meisten, als im letzten Block des Tests die Zuordnungen getauscht wurden, diese Reaktionszeitunterschiede aufgetaucht sein, deshalb ist dieser Faktor auch zu berücksichtigen bei der Auswertung. Implizit beziehungsweise unbewusst ist diese Art der Untersuchung, weil Sie, anders als bei den Fragen nur einen Bruchteil einer Sekunde Zeit haben eine Entscheidung zu treffen. Diese Entscheidung fällt in so kurzer Zeit, dass sie nicht im bewussten Modus abläuft. Zwar drücken Sie bewusst die Taste, die Zuordnung läuft aber geistig nicht bewusst ab. So sollen also über den Zeitraum von drei Spieltagen Veränderungen festgestellt werden, so es sie denn gibt. Es könnte also ermittelt werden, ob eine Verbindung zu einem Verein beispielsweise nach Niederlagen nicht mehr so tief ist. Dieser Test basiert auf sehr komplexen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die hier versucht wurden in aller Kürze darzustellen. Ich hoffe Sie konnten die Ausführungen nachvollziehen. Bei Fragen zu der Untersuchung können Sie uns gerne kontaktieren. In einem letzten Untersuchungsschritt sollen am Ende die Ergebnisse der impliziten und der expliziten Tests miteinander in Verbindung gesetzt werden. Hier soll geklärt werden, ob es auf diesen beiden Ebenen zu Unterschieden kommen kann.

10 Ergebnisse Zur Auswertung müssen ein paar Dinge vorweg erklärt werden. Bei allen Diagrammen, die folgen, wird kurz erläutert, worum es geht, und was das jeweilige Diagramm aussagt. Es wird auf Probleme hingewiesen und es werden Schlussfolgerungen präsentiert. Diese sollen auch in einen Gesamtzusammenhang erörtert werden. Von den 120 Probanden, die sich ursprünglich angemeldet hatten, konnten nur von 44 Probanden die Ergebnisse in vollem Umfang mit in die Analyse mit einfließen. Dies hatte mehrere Gründe. Aufgrund von technischen Problemen wurden manche Teilnehmer in ihren Tests unterbrochen (Computerabstürze und dergleichen). Andere Probanden erhielten aus uns nicht ersichtlichen Gründen nicht zum richtigen Zeitpunkt die Erinnerungsmail für den jeweiligen Spieltag. Andere Teilnehmer haben nicht an ausreichend vielen Spieltagen teilgenommen. Als Basis der Auswertung konnten aber dennoch nur die Daten derjenigen Probanden benutzt werden, die bei mindestens drei Durchgängen teilgenommen hatten.

11 Ergebnisse Abbildung 1: Absolute Verteilung der Probanden auf die drei Erfolgsbilanzgruppen Erfolg, Misser­folg und Ausgeglichen Die 44 Probanden konnten zunächst in drei Gruppen eingeteilt werden. Die Gruppe Misserfolg beschreibt eine Gruppe von Fans deren Mannschaft im Verlauf der Untersuchung nicht erfolgreich war. Dies wurde anhand von verschiedenen Dingen ermittelt. Maßgeblich waren hier unter anderem Sieg oder Niederlage der jeweiligen Mannschaft. Die Gruppe Erfolg stellte Fans dar, deren Mannschaft erfolgreich im Untersuchungszeitraum agierte. Ausgeglichen stellt eine Gruppe von Fans dar, deren Mannschaften eine ausgeglichene Erfolgsbilanz aufweisen konnten.

12 Ergebnisse Abbildung 2: Explizit gemessene Entwicklung der Identifikation in den drei Erfolgsbilanzgruppen über vier Messzeitpunkte hinweg betrachtet Das Diagramm zeigt den Verlauf der Entwicklung der Identifikation über die vier Messzeitpunkte hinweg. Diese Daten wurden anhand der bereits erläuterten sieben Fragen ermittelt. Es zeigt sich, dass die Identifikation bei allen Gruppen ansteigt, egal ob eine Mannschaft erfolgreich oder nicht erfolgreich ist. Diese Daten sind aber mit Vorsicht zu genießen, denn sie widersprechen, zumindest teilweise, den bisherigen Erkenntnissen. Dies kann daran liegen, dass die Zahl der Probanden sehr gering ist. Einzelne Werte können hier ein sehr großes Gewicht haben und ein verzerrtes Bild erzeugen.

13 Ergebnisse Abbildung 3: Explizit gemessene Entwicklung der Identifikation in den drei Erfolgsbilanzgruppen über vier Messzeitpunkte hinweg betrachtet Interpretiert man diese Daten dennoch, so müsste die Schlussfolgerung lauten, dass Siege oder Niederlagen einen Einfluss haben auf die Identifikation von Fans mit ihrem Verein. Dabei steigt die Identifikation in beiden Szenarien. Dies wird aber zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal differenzierter beleuchtet, da zumindest im Misserfolgsfall etwas anderes zu erwarten wäre.

14 Ergebnisse Abbildung 4: Implizit gemessene Entwicklung der Identifikation in den drei Erfolgsbilanzgruppen über vier Messzeitpunkte hinweg betrachtet Diese Daten wurden hinsichtlich der implizit gemessenen Entwicklung der Identifikation ermittelt (Wie bei de Erklärung des Reaktionstestes beschrieben). Auch wenn das Diagramm es suggeriert, liegt implizit gemessen keine Veränderung vor. Das Diagramm stellt zwar eine Veränderung dar, diese ist aber so gering, dass nicht von einer signifikanten Veränderung gesprochen werden kann. Erst wenn im wissenschaftlichen Sinne ein Ergebnis signifikant ist, kann man davon sprechen, dass es eindeutig in eine bestimmte Richtung zeigt.

15 Ergebnisse Abbildung 5: Absolute Verteilung der Probanden auf die Gruppen Die Hard Fans (DH) und Fair Weather Fans (FW) Das nebenstehende Diagramm zeigt die Aufteilung in die zuvor beschriebenen Gruppen der Die Hard Fans und Fair Weather Fans. Diese Einteilung konnte aus den bis hierher ermittelten Daten gemacht werden. Im Folgenden soll die unterschiedliche Entwicklung der Identifikation bei Die Hard Fans und Fair Weather Fans analysiert werden, da sich diese von denen in Abbildung zwei und vier Gezeigten unterscheiden sollte.

16 Ergebnisse Die Hard Fans und Fair Weather Fans im Vergleich Abbildung 6: Explizit gemessene Entwicklung der Identifikation in den Fangruppen Die Hard Fans (DH) und Fair Weather Fans (FW), über die vier Messzeitpunkte hinweg betrachtet Aus dem Diagramm geht hervor, dass sich die beiden Fangruppen explizit gemessen nicht sonderlich unterscheiden, was die Veränderbarkeit der Identifikation angeht, und dies unabhängig davon, ob die jeweilige Mannschaft Erfolg hatte oder nicht.. Dies war nicht erwartet worden. Erwartet worden war, dass die Identifikation bei Die Hard Fans immer auf dem gleichen Niveau bleibt, während sie sich bei den Fair Weather Fans verändert.. Allerdings sei auch an dieser Stelle gesagt, dass die Daten von einer nur sehr kleinen Probandengruppe stammen und sie deshalb nur bedingt repräsentativ sind.

17 Ergebnisse Die Hard Fans und Fair Weather Fans im Vergleich Abbildung 7: Implizit gemessene Entwicklung der Identifikation in den Fangruppen Die Hard Fans (DH) und Fair Weather Fans (FW), über die vier Messzeitpunkte hinweg betrachtet Auch implizit gemessen unterscheiden sich die beiden Gruppen nicht. Denn auch wenn es so scheint, sind an dieser Stelle die Veränderungen nicht signifikant. Es bleibt festzuhalten, dass sich insgesamt betrachtet gesagt werden muss, dass sich die beiden Fangruppen nicht unterscheiden, was die Veränderbarkeit der Identifikation anbetrifft. Allerdings sei noch einmal betont, dass die Datenlage, auf der analysiert wurde, sehr dünn war, weshalb nicht von gesicherten Erkenntnissen gesprochen werden kann.

18 Wir danken Ihnen für Ihre Teilnahme! Bei Fragen können Sie diese über das Kontaktformular der bekannten Seite stellen.


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