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ALS FRAUEN – MIT FRAUEN – FÜR FRAUEN Frauenarbeit in Gewerkschaft und Betrieb in Österreich Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin.

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1 ALS FRAUEN – MIT FRAUEN – FÜR FRAUEN Frauenarbeit in Gewerkschaft und Betrieb in Österreich Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin

2 2/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Inhalt Historische Entwicklungen der Frauenarbeit in den Gewerkschaften Errungenschaften und Forderungen der Gewerkschaftsfrauen von 1970 bis 2009 Frauenarbeit in der Gewerkschaftsbewegung - Heute Frauenarbeit im Betrieb Beispiel: Teilzeitarbeit

3 3/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Frauenabteilungen im ÖGB und seinen Gewerkschaften 1945 Gründung der ÖGB- Frauenabteilung 1946 gründeten die Bau- und Holzarbeiter als erste der Gewerkschaften ein Frauenreferat gefolgt von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst gründeten die Frauen in der Metallergewerkschaft (heute PRO-GE) ihre eigene Abteilung 1951 gab es in neun Gewerkschaften ein Frauenreferat oder provisorische Strukturen

4 4/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Aufgaben der Frauenabteilungen damals und heute Vertretung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der weiblichen Arbeitnehmerinnen Frauen als vollwertige Mitarbeiterinnen in der Wirtschaft unseres Landes zu betrachten und sie zu schützen

5 5/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Errungenschaften und Forderungen der Gewerkschaftsfrauen

6 6/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Das Ende der Frauenlöhne 1953 Parlamentsbeschluss zum Grundsatz Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit Einführung von geschlechtsneutralen Entlohnungsschemata im öffentlichen Dienst, bei den Privatangestellten und bei den TextilarbeiterInnen Aber: in vielen Bereichen gab es weiterhin eigene niedrigere Lohntabellen für Frauen, z.B. Hilfsarbeiter männliche / Hilfsarbeiterinnen

7 7/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Kampf um gerechte Fraueneinkommen 1962 Streik gegen Frauenlohngruppen – MetallarbeiterInnen legten vom 9. bis 12. Mai für die Anhebung der Löhne und die Abschaffung der Frauenlohngruppen - ihre Arbeit nieder Gleichbehandlungsgesetz beschlossen –Dies führte zur Streichung der letzten Frauenlohngruppen in den KV.

8 8/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Errungenschaften von 1971 bis Heute Anrechnung der Karenz als Ersatzzeit in der Pensionsversicherung Ausweitung des Mutterschutzes auf 8 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt Anrechnung des Partnereinkommens wurde gestrichen Karenzgeld für jede Arbeitnehmerin, die Anspruch auf Arbeitslosengeld hat Erhöhtes Karenzgeld für Alleinerzieherinnen

9 9/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Errungenschaften von 1971 bis Heute 1974: Steuerrechtsänderungen Individualbesteuerung – Besteuerung des Einkommens der jeweiligen Person, unabhängig vom Familienstand statt Familienbesteuerung - die Erwerbstätigkeit der Frau erhöhte die Steuerzahlung der Familie und zahlte sich daher kaum aus!

10 10/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Errungenschaften von 1971 bis Heute 1975: Beendigung der Vorrangstellung des männlichen "Familienoberhauptes 1977: Einführung einer Dienstfreistellung bei Erkrankung von Familienangehörigen im Ausmaß von einer Woche pro Jahr Pflegefreistellung 1979: Gleichbehandlungsgesetz, Einrichtung der Gleichbehandlungskommission 1981: Mitversicherung des/der Ehepartner/Ehepartnerin wird ermöglicht

11 11/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Errungenschaften von 1971 bis : Elternkarenzurlaubsgesetz - Karenz für Väter 1/2 Abfertigung bei Karenzaustritt Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe 1990: Ausweitung des Gleichbehandlungsgebots auf: die Begründung der Arbeitsverhältnisse den beruflichen Aufstieg Gründung der Anwaltschaft für Gleichbehandlungsfragen

12 12/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin 1992: Gleichbehandlung Gleichbehandlungspaket: Gleichbehandlungsgebot bei der Entlohnung Ausweitung der Schadensersatzansprüche Benachteiligungsverbot für Teilzeitbeschäftigte Verbesserungen bei der Elternkarenz Ausweitung der Pflegefreistellung für Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, bei Krankheit des Kindes von einer auf zwei Wochen pro Jahr

13 13/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin : Freiwillige Selbstversicherung für geringfügig Beschäftigte tritt in Kraft 2002: Familienhospizkarenz ermöglicht eine Karenzierung vom Dienstverhältnis zur Betreuung schwerstkranker Angehöriger - (jedoch ohne Karenzgeld). Abfertigung NEU: Auf Druck der ÖGB-Frauen werden Zeiten des Kindergeldbezugs - wie Präsenz- und Zivildienst -als Beitragszeit bei der Abfertigung angerechnet.

14 14/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin 2004: Gleichbehandlungsgesetz und Elternteilzeit Das neue Gleichbehandlungsgesetz wird gemäß EU-Gleichstellungsrahmen-Richtlinie umgesetzt. Gleichbehandlungsanwaltschaft als zentrale Anlaufstelle Ausweitung der Frist für Geltendmachung von Ansprüchen (Schadenersatz) bei sexueller oder geschlechtsbezogener Belästigung von 6 auf 12 Monate Gesetz über die Elternteilzeit – aber nur in Betrieben mit mehr als 20 ArbeitnehmerInnen!

15 15/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin 2005: Pensionsharmonisierung Anrechnung der Kindererziehungszeiten als Beitragszeiten für die ersten 4 Jahre ab Geburt des Kindes (als Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung – auch ohne Erwerbstätigkeit) Erhöhung der Bemessungsgrundlage für Zeiten der Kindererziehung (bis 2004 EUR 747,- monatlich - für 2008 bereits EUR 1.456,62)

16 16/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin 2008: Kinderbetreuungsgeld und Mehrarbeitszuschlag Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes, ab drei Bezugsvarianten Anhebung der Zuverdienstgrenze von EUR 5.400,- auf ,- Mehrarbeitszuschlag von 25% für Teilzeitbeschäftigte, ab Meilenstein in der Frauendomäne Teilzeitarbeit in Österreich!

17 17/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Kinderbetreuungsgeld statt 3 Bezugsvarianten (Pauschalbeträge) einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld (KBG) Beihilfe statt Zuschuss zum KBG für Einkommensschwache Familien Nachteile: 3 unterschiedliche Zuverdienstgrenzen zum Kinderbetreuungsgeld Zu kompliziert - keine seriöse Beratung mehr möglich!

18 18/ Novellierung des GLBG Mag.(FH) Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Einigung der SozialpartnerInnen zur Einkommenstransparenz Jobausschreibungen müssen zukünftig den kollektivvertraglichen Mindestlohn und die Angabe der Bereitschaft zur kollektivvertraglichen Überzahlung enthalten. Strafe: 1 Verwarnung, dann 360,-- Offenlegung der Einkommen nach einem Stufenplan.

19 19/ Novellierung des GLBG Mag.(FH) Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Einkommensberichte in Betriebe Stufenplan und Berichtszeitraum ab 2011 Unternehmen mit mehr als ArbeitnehmerInnen – für 2010 ab 2012 Unternehmen mit mehr als 500 ArbeitnehmerInnen – für 2011 ab 2013 Unternehmen mit mehr als 250 ArbeitnehmerInnen – für 2012 ab 2014 Unternehmen mit mehr als 150 ArbeitnehmerInnen – für 2013

20 20/ Novellierung des GLBG Mag.(FH) Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Was muss offengelegt werden? wie viele Frauen und Männer in einer kollektivvertraglichen Verwendungsgruppe eingestuft sind das arbeitszeitbereinigte Durchschnittseinkommen von Frauen und Männern in der jeweiligen Gruppe das Gesamtarbeitsentgelt, einschließlich Zulagen, Remunerationen und Ähnliches

21 21/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Frauen in der Gewerkschaftsbewegung - Heute

22 22/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Frauenstrukturen: ÖGB und Gewerkschaften (GEW) ÖGB-Bundesfrauenkongress ÖGB-Bundesfrauenvorstand ÖGB-Bundesfrauenpräsidium ÖGB-Landesfrauenkonferenzen ÖGB-Landesfrauenvorstände ÖGB Landesfrauenpräsidien ÖGB-Regionalfrauenkonferenzen ÖGB-Regionalfrauenvorstände ÖGB-Regionalfrauenpräsidien GEW-Bundesfrauenkongress GEW-Bundesfrauenvorstand GEW-Bundesfrauenpräsidium GEW-Landesfrauenkonferenzen GEW-Landesfrauenvorstände GEW Regionalfrauenkonferenzen GEW-Regionalfrauenvorstände GEW-Regionalfrauenpräsidien

23 23/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Statuten des ÖGB Frauenanteil Errichtung von Frauenabteilungen auf Beschluss der beteiligten Gewerkschaften und des ÖGB- Bundesvorstandes Frauenquote - gemessen am weiblichen Mitgliederanteil - in allen Organen und Delegationen des ÖGB und seinen Gewerkschaften Bei Nichteinhaltung – zuständige Frauenabteilung entscheidet oder die Plätze bleiben frei

24 24/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Wichtige Aufgaben der ÖGB-Bundesfrauenabteilung I Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt: Einkommensunterschied - > 25% Karriere – 7% in Führungspositionen Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung im Betrieb Strategie des Gender Mainstreaming Initiierung und Gestaltung von Gesetzen

25 25/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Interessensvertretung für Frauen Vorbereitung und Durchführung von gewerkschaftlichen Aktionen, zur Durchsetzung der Interessen der Arbeitnehmerinnen, insbesondere bei Fragen der Arbeits-, Einkommens- und Sozialpolitik Beispiel: Vorzeitige Angleichung des Frauenpensionsalter Unterschriften sammeln (online, Listen), Pressearbeit, Zusammenschluss mit NPOs etc.

26 Frauenarbeit im Betrieb

27 27/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Rolle der Gewerkschaft im Betrieb Freiwillige Interessensvertretung Vertritt und berät einzelne Gewerkschaftsmitglieder Vertritt auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene die Interessen der Arbeitnehmer/innen Kollektivvertragsverhandlungen gemeinsam mit Betrietriebsräte/innen Betriebsräte sind in die Struktur der Gewerkschaft integriert und bestimmen die Gewerkschaftspolitik wesentlich mit.

28 28/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Gewerkschaften im Betrieb Ausbildung und laufende Information der Betriebsräte Beratung in laufenden Angelegenheiten Projektbegleitung von bestimmten Interessensgruppen Expert/innen für besondere Anlässe

29 29/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Forderungen für Frauen eine verpflichtende, systematische, transparente und geschlechtergerechte Arbeitsbewertung eine verpflichtende 40 %-Quote in Vorstandsgremien der Wirtschaft und Aufsichtsräten zielgruppenorientierte Frauenförderpläne, Mentoring- Programme spezielle Programme der Frauenförderung nachgewiesene Frauenförderung im Betrieb, um eine Wirtschaftsförderung erhalten zu können

30 30/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Möglichkeiten und Aufgaben für BetriebsrätInnen Maßnahmen zur betrieblichen Frauenförderung – z.B. Frauenförderpläne Maßnahmen der Vereinbarkeit von Betreuungspflichten und Beruf - z.B. Arbeitszeitmodelle Umsetzung des Gleichbehandlungsgesetz Anwendung des Gleichbehandlungsgesetz überwachen

31 31/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Mag. (FH) Eva Maria Florianschütz ÖGB Bundesfrauensekretärin Möglichkeiten und Aufgaben für BetriebsrätInnen Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen und bei der betrieblichen Aus- und Weiterbildung Karrierepläne für Frauen Besondere Qualifikationsmaßnahmen für Frauen Teilzeitmöglichkeiten für Führungspositionen

32 Aktuelle Forderungen der Frauen in der Gewerkschaftsbewegung

33 33/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Grundsätze Frauen als unverzichtbarer Bestandteil des ÖGBs und seinen Gewerkschaften Strategisch ausgerichtete Frauenförderung Kompetente Frauenabteilungen im ÖGB und seinen Gewerkschaften ÖGB Bundesfrauenabteilung - koordiniert die gewerkschaftsübergreifenden Frauenaktivitäten

34 34/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Ressourcen und Förderungen Ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen Spezielle Werbekampagnen für Frauen Anerkennung der frauenpolitischen Forderungen als Forderung der Gesamtorganisation Regelmäßige Überprüfung der Einhaltung der Quoten Geschlechtergerechte Neubewertung der Arbeit in der KV-Politik (Beiziehen von Frauen und ExpertInnen) Spezielle frauenpolitische Aus- und Weiterbildungsprogramme für Frauensekretärinnen und Funktionärinnen

35 35/ TEILZEITARBEIT Die Armutsfalle der Frauen in Österreich Stand

36 36/ Eckdaten zur Entwicklung von Teilzeit seit liegt die Teilzeitquote bei Frauen bereits bei 44,3 % (1995 bei 30%) Teilzeit bei Männern hat sich verdoppelt, von rund 3 % 1995 auf rund 7 % 2010 Österreich gehört mittlerweile zu den Ländern mit der höchsten Teilzeitquote Mitte der Neunzigerjahre war die Teilzeitquote noch unter dem EU-Durchschnitt

37 37/ Teilzeitarbeit als Vereinbarkeitsstrategie für Frauen Teilzeitbeschäftigung ist die dominierende Beschäftigungsform von Frauen mit Kindern unter 15 Jahren 1995 arbeiteten rund 4 von 10 Frauen im Haupterwerbsalter ( Jahre) mit Kindern unter 15 Jahren Teilzeit 2010 arbeiten rund 7 von 10 Frauen (69 %) mit o. a. Betreuungspflichten Teilzeit

38 38/ fehlende Rahmenbedingungen Teilzeitbeschäftigung ist Ausdruck einer stark gestiegenen Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Kindern. Es fehlen (adäquate) Kinderbetreuungseinrichtungen. Hinderlich ist die nach wie vor gelebte traditionelle geschlechtsspezifische Rollenaufteilung. Teilzeit ist auf schlecht bezahlte Branchen und Tätigkeitsbereichen konzentriert.

39 39/ Teilzeit als berufliche Sackgasse Teilzeitarbeit wird schlechter bewertet als Vollzeit. Geringere Stundenlöhne bei vergleichbaren Tätigkeiten. teilzeitbeschäftigte Frauen sind öfter unter ihrer Qualifikation eingesetzt. Teilzeitbeschäftigten bleiben Karrierewege versperrt.

40 40/ Achtung – Teilzeit kann ihren Lebensstandard gefährden! Teilzeit führt zur schlechteren sozialen Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Krankheit und im Alter Geringes Einkommen = niedriges Arbeitslosengeld und niedrige Notstandshilfe Geringes Einkommen = geringe Entgeltfortzahlung und geringes Krankengeld Geringes Einkommen = wenig Pension

41 41/ Forderungen - Teilzeit Ausweitung des Rechtsanspruches auf Elternteilzeit unabhängig von Betriebsgröße und Beschäftigungsdauer Elternteilzeit auch parallel zur Karenz des/der PartnerIn Erleichterung des Wechsels in Vollzeit bzw. in eine Beschäftigung mit mehr Stunden Betriebsintern: Vorrang von Teilzeitbeschäftigten und geringfügig Beschäftigten auf Stellen mit höheren Stundeausmaß

42 42/ Forderungen – Teilzeit und Rahmenbedingungen ein ganztägiges, flächendeckendes, leistbares und qualitativ hochwertiges Kinderbetreuungsangebot bis zum Schuleintritt eine Ganztagesbetreuung vom Schuleintritt bis zum Ende der Schulpflicht unten den vorher genannten Kriterien die Entwicklung und Umsetzung von flexiblen Eltern- Arbeitszeit-Modellen

43 43/ Forderungen – Teilzeit und berufliche Entwicklung Gleicher Zugang zu Weiterbildungsmaßnahmen und Karrierechancen für Teilzeitbeschäftigte Keine Benachteiligung beim Zugang zu qualifizierten Beschäftigten Führungskräften und Männern im Betrieb Teilzeit ermöglichen Anreizsysteme, die (schlecht bezahlte) Teilzeit fördern, abschaffen

44 44/ Frauen in der Gewerkschaftsbewegung Eva Maria Florianschütz NÖ Landesfrauensekretärin Danke für Eure/Ihre Aufmerksamkeit!


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