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Politische Öffentlichkeitsarbeit Kernaspekte der politischen ÖA: professionelle Kenntnis der massenmedialen Nachrichten- und Produktionslogik perfekt inszenierte.

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Präsentation zum Thema: "Politische Öffentlichkeitsarbeit Kernaspekte der politischen ÖA: professionelle Kenntnis der massenmedialen Nachrichten- und Produktionslogik perfekt inszenierte."—  Präsentation transkript:

1 Politische Öffentlichkeitsarbeit Kernaspekte der politischen ÖA: professionelle Kenntnis der massenmedialen Nachrichten- und Produktionslogik perfekt inszenierte (Pseudo-)Ereignisse

2 Politische Öffentlichkeitsarbeit Strategisches Themen- und Ereignismanagement Ziel: bestimmen der MM-Tagesordnung Transport emotionaler Symbole und zielgruppengerechter Botschaften (symbolische Politik)

3 Mediale Inszenierung JournalistInnen als Adressaten und Konstrukteure medialer Inszenierungen von Politik Frühjahr 2005 laut Armin Wolf besonders aufschlussreich – 3 Beispiele: Quelle: Wolf, Arnim (2006). Opfer und Täter zugleich. JournalistInnen als Adressaten und Konstrukteure medialer Inszenierungen von Politik, in: Filzmaier, Karmasin, Klepp (Hg.): Politik und Medien, Wien, 51-66

4 1) Bundeskanzler Schüssel zu Gast bei VERA. FPÖ-interner Fraktionskampf tobt zu dieser Zeit – 2 Wochen später Parteispaltung Schüssel meldete sich mit keinem Wort zur Existenzkrise des Koalitionspartners

5 Auf der Couch von Vera Platz wird der Kanzler 15 Minuten lang befragt: o60. Geburtstag oDenken Sie an Kindheit zurück? oWas vermissten sie am meisten in der Nachkriegszeit? oSie spielen regelmäßig Eishockey? oSie sind Fußball-Spieler oSie haben auch eine intakte Familie?

6 Vera ist eben kein Politikmagazin, dort müsste man ihn zum Koalitionspartner befragen. Problem: Der Kanzler nahm zu dieser Zeit keine Einladung in eine Politiksendung an. Er ging zu VERA.

7 Begrifft Politainment (Andreas Dörner 2001) = Verschmelzung von Unterhaltung und Politik. Kalkül: sich als Mensch zeigen -> Image-Politik lieber über Hobbys als über Zustand des Koalitionspartner reden

8 Dass er das kann setzt voraus, dass er in dieser Situation in eine Unterhaltungssendung eingeladen wird… Frage: Wer ist verantwortlich für diese seltsame Form von Depolitisierung?

9 E-Politik vs. U-Politik Ernste Politik oPolitiker von einem kompetenten Gesprächspartner über Themen befragen lassen, aus denen sich Zuseher ein besseres Bild machen können Unterhaltungs-Politik oEs sieht ein bisschen nach Politik aus, lässt aber Zuseher nicht am qualifizierten demokratischen Diskurs teilnehmen.

10 2) Beispiel im Frühjahr 2005: Fotos - Finanzminister im amourösen Nahkampf mit einer Frau, die nicht seine Verlobte war. Bilder wurden zuerst in NEWS veröffentlicht – Tabubruch im österreichischen Journalismus und im Verhältnis zwischen Medien und Politik.

11 Bis dahin eherne Grundregel: oÜber das Privatleben von PolitikerInnen wird nicht berichtet, solange es nicht unmittelbar mit ihrer Amtsführung zu tun hat. oIn den USA würden solche Bilder nicht überraschen. Begründung für Recherchen außerehelicher Eskapaden: If this wife cannot trust him, how shall the nation trust him?

12 Wolf: Wer ist Opfer, wer ist Täter…? o…wer beansprucht, dass über die eigenen Affären nichts an die Öffentlichkeit gelangt, sollte diese zumindest nicht allzu öffentlich ausleben

13 Beispiel 3) Der sog. Reformdialog der Regierung zum Thema Arbeitslosigkeit am Tags darauf erschienen in 14 österr. Tageszeitungen 449 Zeilen über den Reformdialog. Da muss einiges los gewesen sein, müsste man glauben.

14 Auf dem Gipfel wurde überhaupt nichts ausgehandelt. Die Regierung hat verkündet, was sie sich vorher Schlagzeilenträchtig ausgedacht hat. Standard titelte wahrheitsgemäß: Heiße Luft am Gipfel

15 Pseudoereignis (Boorstin 1961) Ein Ereignis, das ausschließlich stattfindet, damit darüber berichtet wird. Ein Ereignis, dass es ohne die Medien nicht gäbe, weil es nur für die Medien gemacht wird. Typische Variante medialer Inszenierung von Politik.

16 Schlagbilder (Diers 1997) Schlagbilder sind Bilder, über die in der Öffentlichkeit politische Vorstellungs- und Erscheinungsbilder geformt und propagiert werden Mediale Inszenierung ist zielgerichtete Produktion von Schlagbildern

17 Am sollte das Bild geformt und propagiert werden, dass sich die Regierung sehr wohl des Problems annimmt, dass die Wähler laut Umfragen am meisten beschäftigte: die Arbeitslosigkeit. Datum: Tag der Arbeit...die Regierung arbeitet auch am Feiertag.

18 Bezeichnung Reformdialog – nicht zufällig gewählt Reform laut Wörterbuch: Veränderung zum Besseren Dialog…. noch positiver besetzt oobwohl nur vorbereitete Statements vorgetragen wurden…. oman suggeriert: Opposition ist eingebunden

19 Zwei große Trends In den letzten Jahren in der politischen Kommunikation in Österreich: Trend zur Professionalisierung Trend zur Polarisierung

20 Rathaus – Stadtregierung hat 30 PressesprecherInnen Damit arbeiten vermutlich mehr PressesprecherInnen im Rathaus als hauptberufliche JournalistInnen in der Berichterstattung über Wiener Politik ( allein Umweltstadträtin hat 3 PressesprecherInnen vgl. Determinierungsthese!

21 Neusprech und Leersprech Dominierendes Muster in der Politikberichterstattung ist der Konflikt: 45 % der politischen Beiträge in österr. Printmedien und im Rundfunk in der zweiten Hälfte 2003 hatten eine Kontroverse im Mittelpunkt.

22 30 % der Tageszeitungen und Nachrichtenmagazin befassten sich mit Konflikten, Krisen, Protesten, Skandalen und Affären Knapp die Hälfte aller Beiträge verbreitet ein insgesamt negatives Bild der Politik (Mediawatch)

23 ..das durchschnittliche Politiker-Zitat in einer österreichischen Tageszeitung hat heute 71 Anschläge – auf Sprechtempo umgerechnet sind das knapp 5 Sekunden..Politiker sagen in Interviews ohnehin nichts mehr…. Wettbewerb im Leersprechen (Presse )

24 Der Falter hat diesem Phänomen eine ganze Titelgeschichte gewidmet ( ) unter dem Titel Bla blabalbla blabla. Je weniger man sagt, desto weniger kann einem passieren.

25 Alternative zum sinnlosen Interview: Gar kein Interview. Taktische Gesprächsverweigerung nimmt eindeutig zu. Immer mühsamere Verhandlungen bei der Autorisierung von Gesprächen.

26 …da wird das letzte knackige Zitat herausredigiert, da werden Fragen gestrichen oder sogar ganz neue hineingeschrieben. Von den PressesprecherInnen, nicht von den JournalistInnnen! (Wolf 2006, S. 60)


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