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1.Die Geschichte der inneren Ordnung der christlichen Kirche (Kirchenrecht im eigentlichen Sinne) 2.Die Stellung der christlichen Kirche in der staatlichen.

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Präsentation zum Thema: "1.Die Geschichte der inneren Ordnung der christlichen Kirche (Kirchenrecht im eigentlichen Sinne) 2.Die Stellung der christlichen Kirche in der staatlichen."—  Präsentation transkript:

1 1.Die Geschichte der inneren Ordnung der christlichen Kirche (Kirchenrecht im eigentlichen Sinne) 2.Die Stellung der christlichen Kirche in der staatlichen Ordnung (Staatskirchenrecht) 3.Zivilrechtliche Impulse des Kirchenrechts Drei Themen

2 Ein Spannungsverhältnis … …besteht zwischen der Kirche als freiwillige Verbindung im Glauben und dem Recht als zwangsweise durchsetzbare Ordnung. …hat sich durch die Institutionalisierung des von Christus gestifteten Glaubens herausgebildet, die ihren Ursprung schon in der ersten Gemeinde in Jerusalem und ihren Ablegern hat: - Die Apostel selbst bilden aus ihrer Reihe Leitungsgruppen. - Nach ihrer Aussendung gibt es nach jüdischem Vorbild einen Rat der Ältesten (Presbyter), der später auch in anderen Gemeinden existiert und neben den Gemeindeaufsehern (Episkopen) und Gemeindedienern (Diakonen) steht. - Ab dem 2. Jh. stehen sich die Presbyter als Laien und die Diakone und Episkopen (= Bischöfe) als hauptamtliche Nachfolger der Apostel gegenüber. Sie sind … grundsätzlich unabsetzbar. … mit der Eucharistie sowie der Vergebung von Sünden und ihrer Buße betraut.

3 Die Struktur der Kirche … …wird im 4. Jh. der Verwaltung des römischen Reichs angepasst und vielgliedriger: - Gemeinden werden den Diözesen unterstellt, die von einem Bischof geleitet werden. - Diözesen werden einer Metropole zugeordnet, die von einem Erzbischof (Metropolit) geleitet wird. - Darüber stehen im Osten der Patriarch, im Westen der ab Ende des 4. Jh. sogenannte Papst als Bischof von Rom, der wegen der Nachfolge in die Stellung Petrus eine besonders hervorgehobene Rolle spielt.

4 Das kirchliche Recht … …geht aus Rechtssammlungen hervor, deren erste die 1140 entstandene Privatsammlung des in Bologna wirkenden Mönchs Gratian, das Decretum Gratiani, ist, das aus Papstbriefen, Konzilbeschlüssen und allgemeinen Rechtsgrundsätzen (vor allem des römischen Rechts) besteht. Es … … umfasst das Amts- und Kultusrecht (1., 3. Teil) sowie Prozess-, Vermögens- und Eherecht (2. Teil). … strebt danach, aus den disparaten Quellen, eine widerspruchsfreie Rechtsmasse zu schaffen. … ist zunächst Gegenstand wissenschaftlicher Bearbeitung durch die sogenannten Dekretisten, deren Ergebnisse in der etwa 1215 veröffentlichten Glossa ordinaria des Johannes Teutonicus gesammelt sind.

5 Das kirchliche Recht … … wird durch weitere Dekretalen (Papstbriefe, i. d. R. Einzelfallentscheidungen) ständig fortgebildet, die jeweils gesammelt werden … … 1234 unter Papst Gregor IX. in einem in fünf Bücher aufgeteilten Liber extra, … 1298 unter Papst Bonifaz VIII. in einem Liber sextus, der die Einteilung des Liber extra übernimmt, … 1317 unter Papst Johannes XXII. in den Constitutiones Clementis (Clementinen), … wird dann Gegenstand der weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung durch die sogenannten Dekretalisten, u. a. den auch als Kommentator bekannten Baldus de Ubaldis, ist.

6 Das Kirchenrecht … …wird 1582 in der Weise kodifiziert, dass aus den bisherigen Sammlungen das Corpus Iuris Canonici als Parallelwerk zum Corpus Iuris Civilis von Kaiser Justinian gebildet wird. Hierin werden in sechs Teilen die Vorgängersammlungen in modernisierter Form aufgenommen: - Decretum Gratiani - Liber Extra - Liber Sextus - Clementines - Extravagantes des Johannes XXII. ( ) - Extravagantes Communes (Sammlung verschiedener Dekretalen von 1261 bis 1484)

7 Das katholische Kirchenrecht … …wird umfassend neu gefasst im Codex Iuris Canonici, der … … von Papst Benedikt XV nach vierzehnjähriger Vorarbeit in Kraft gesetzt wird und in fünf Bücher eingeteilt ist: - Allgemeiner Teil (u. a. Rechtsquellen, Interpretationsmaximen) - De personis (Kirchenverfassungsrecht) - De rebus (Sakramenten- und Vermögensrecht) - De processibus (Verfahrensrecht) - De delictis (Strafrecht) … auf die Initiative Papst Johannes XXIII. bis 1983 vollständig neu gefasst wird und jetzt in sieben Teile gegliedert ist: - Allgemeiner Teil - Volk Gottes (Gläubige, Kirchenverfassung) - Verkündigungsdienst der Kirche - Heiligungsdienst der Kirche (Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Ehe) - Kirchenvermögen - Strafrecht - Prozessrecht