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Das Konzept der Sozialraumanalyse im KBE-Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Projekthintergrund und Fortbildung Hintergrund der Sozialraumanalyse.

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Präsentation zum Thema: "Das Konzept der Sozialraumanalyse im KBE-Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Projekthintergrund und Fortbildung Hintergrund der Sozialraumanalyse."—  Präsentation transkript:

1 Das Konzept der Sozialraumanalyse im KBE-Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Projekthintergrund und Fortbildung Hintergrund der Sozialraumanalyse Das Konzept der partizipativen Sozialraumanalyse Projektstandorte und Projektleitung Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung

2 Projekthintergrund Der demographische Wandel unserer Gesellschaft hat vielfältige Auswirkungen und beeinflusst auch die Lernkultur zwischen den Generationen. Traditionelle intergenerationelle Lernprozesse, insbesondere in Familien, werden immer weniger selbstverständlich. Altersübergreifende Kontakte und Lernprozesse sind jedoch nicht nur für den Einzelnen lebenswichtig, sie sind auch für die Weiterentwicklung einer solidarischen, lebensfreundlichen Gesellschaft unverzichtbar. Dieser Aufgabe sieht sich auch die UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) (2005 bis 2014) verpflichtet, bei der es gerade auch um die Gerechtigkeit zwischen den Generationen geht. Im Sinne einer umfassenden Generationen-solidarität gilt es demnach, gemeinsam mit alten und jungen Menschen und unterstützt durch intergenerationelle Lernprozesse neue Wege zu beschreiben, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigen, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können (Weltkommission für Umwelt und Entwicklung 1987). Vor diesem Hintergrund verbindet das Projekt die beiden innovativen Felder Intergenerationelles Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung zu einer intergenerationellen Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Konzept der Sozialraumanalyse im Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Die Fortbildung Zentraler Bestandteil des Projektes ist eine Fortbildung für Multiplikatoren der Erwachsenenbildung aus 15 Projektstandorten. Die Fortbildung erstreckt sich über 18 Monate und ist in drei Phasen untergliedert. In der ersten Phase (fünf Monate) finden die zentralen Fortbildungseinheiten zur Qualifizierung der Teilnehmenden statt. Anschließend werden die Teilnehmenden in der Praxisphase (acht Monate) eigene Bildungsveranstaltungen im Kontext einer intergenerationellen Bildung für nachhaltige Entwicklung durchführen. Dabei werden sie durch fachliche Begleitung und kollegiale Beratung unterstützt. In einer abschließenden Auswertungsphase werden die Praxiserfahrungen reflektiert und im Rahmen einer Tagung mit der interessierten Fachöffentlichkeit diskutiert. Die Fortbildung verfolgt zwei Zielperspektiven: Erste Zielperspektive: > Intergenerationelles Lernen Qualifizierung und Kompetenzerweiterung im Umgang mit altersgemischten Gruppen, um dadurch intergenerationelle Dialog- und Lernprozesse anregen und begleiten zu können. Zweite Zielperspektive: > Bildung für nachhaltige Entwicklung Qualifizierung und Kompetenzerweiterung im Horizont einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, um dadurch ökologische, soziale, und ökonomische Herausforderungen auf globaler sowie auf lokaler Ebene in Bildungsprozessen integrieren und bearbeiten zu können.

3 Das Konzept der Sozialraumanalyse im Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Hintergrund zur Sozialraumanalyse Intergenerationelles Lernen sollte an Lernorten stattfinden, die von verschiedenen Generationen aufgesucht und akzeptiert werden. Bildung für nachhaltige Entwicklung sollte vor allem in der Lebenswelt und den Brennpunkten des sozialen Nahraums erfolgen. Dadurch können komplexe Phänomene und globale Herausforderungen auch in ihren lokalen und unmittelbaren Auswirkungen erfahrbar werden. Vor diesem Hintergrund spielen die Erkundung und Einbeziehung des sozialen Umfeldes der Projektstandorte in dem Projekt und in der Fortbildung eine wichtige Rolle. Daher wurde die Idee der Sozialraumanalyse aufgegriffen und für die pädagogische Arbeit des Projektes fruchtbar gemacht. Dabei geht es nicht um eine sozialwissenschaftlich exakte Analyse des Sozialraumes, sondern um ein Praxis- und Lernangebot für die Projektstandorte, mit dem die Teilnehmenden ihren Sozialraum aus verschiedenen projektrelevanten Perspektiven beleuchten und skizzieren können. Der soziale Raum im Wandel Der soziale Raum, der Sozialraum ist Lebensraum oftmals Heimat, in urbanen Kontexten das Stadtviertel, das Quartier, der Kiez also der lokale soziale Mikrokosmos, in dem sich globale gesellschaftliche Strömungen, Entwicklungen, Kulturen und Widersprüche widerspiegeln und brechen. Je nach Intensität sozialer und räumlicher Marginalisierung und Segregation ballen und verdichten sich in bestimmten Gebieten und Gegenden einer Kommune oftmals die sozialräumlichen Konflikte, Spannungen und Problemlagen. Struktureller Wandel verändert die Arbeitswelt, Raumplanungen verändern Lebensräume, Arbeitslosigkeit verändert das soziale Miteinander, Umwelteinflüsse verändern die Lebensqualität, internationale Migration verändert das Zusammenleben in der Nachbarschaft, neue Lebensformen, -kulturen und -stile verändern die Begegnungen und Kontakte der Einwohner und der demographische Wandel verändert die Alterstruktur im Lebensraum. Vor diesem Hintergrund nehmen sozialräumliche Differenzierungs- und Veränderungsprozesse in urbanen Verdichtungsräumen und Großstädten aber auch in Landkreisen, kleineren Gemeinden und Mittelzentren signifikant zu. Die Konsequenzen sozialer, ökonomischer und ökologischer Entwicklungen mit einer wachsenden Armutsdynamik stellen sowohl die Kommunalpolitik als auch die kommunalen und lokalen zivilgesellschaftlichen Akteure vor große Herausforderungen. Den Wandel beschreiben Im sozialpolitischen und sozialwissenschaftlichen Kontext ist die Sozialraumanalyse ein Ansatz, Lebensräume möglichst wirklichkeitsnah abzubilden und zu beschreiben, um den Wandel, die Veränderung und den aktuellen Zustand von sozialen Räumen zu erfassen und darzustellen. Das Feld sozialräumlicher Analysen ist jedoch in der Praxis sehr vielfältig Es existiert keine allgemein gültige Definition, sowie kein festegelegtes Methodenpaket. Die Informationsbasis über die Strukturen, Akteure, Konflikte, Bedingungen, Probleme und Potentiale von Lebenswelten und Lebensräumen lässt sich jedoch anhand statistischer Datensätze nicht adäquat beschreiben und ist von daher häufig unzulänglich und unvollständig, oftmals veraltet und damit nicht hinreichend aussagekräftig. Von daher sollten im Kontext von umfassenden Sozialraumanalysen auch verstärkt qualitative Verfahren und partizipative Methoden zur Erfassung von Lebensverhältnissen, Problemlagen und Entwicklungschancen zum Tragen kommen. Sozialraumanalyse in der Bildungsarbeit Vor diesem Hintergrund wurde die Grundidee der Sozialraumanalyse im Rahmen des KBE-Projektes Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit aufgegriffen und für die intergenerationelle Bildungsarbeit im sozialen Raum konkretisiert und weiterentwickelt. Damit rückt eine sozialraumbezogene intergenerationelle Bildungsarbeit in die Nähe von anderen pädagogischen Ansätzen, die ebenfalls diese Sozialraum- und Lebensweltperspektive in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen und Handlungen stellen, z.B. der Gemeinwesenarbeit dem Community Development, der Stadtteilarbeit, der stadtteilbezogenen Sozialarbeit, dem Community Organizing, dem Quartiers-Management oder der Community Education. Und dennoch ist und bleibt sozialraumbezogene intergenerationelle Bildungsarbeit ein eigenes und noch junges pädagogisches Tätigkeitsfeld.

4 Das Konzept der Sozialraumanalyse im Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Das Konzept der partizipativen Sozialraumanalyse 1. Was verstehen wir unter Sozialraumanalyse? Im Rahmen des KBE-Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit verstehen wir Sozialraumanalyse nicht als ein wissenschaftliches Untersuchungs- oder ein kommunalpolitisches Entscheidungsinstrument sondern als ein Lernangebot, das die Projektstandorte und ihre Lerngruppen dabei unterstützen kann, ihre Praxisprojekte zu planen und durchzuführen. Von daher wollen wir vor allem die Grundidee der Sozialraumanalyse aufgreifen und den Teilnehmenden an der Fortbildung anbieten, die Ausgangsüberlegung dieses Instruments für sich und ihre Praxisprojekte zu entdecken, pädagogisch zu nutzen und für ihre Bedarfe und Möglichkeiten in den Projektstandorten umzuwandeln und anzuwenden. Das heißt, wir verstehen unter Sozialraumanalyse keinen Forschungsansatz, um den Sozialraum der Projektstandorte möglichst exakt wiederzuspiegeln und zu analysieren. Wir sehen in dem Instrument der Sozialraumanalyse vielmehr eine Anregung und ein Lernangebot für die Projektstandorte, mit dem sie ihren Sozialraum aus verschiedenen projektrelevanten Perspektiven beleuchten können. Wenn die Sozialraumanalyse zusammen mit der intergenerationellen Lerngruppe partizipativ durchgeführt oder sogar entwickelt wird, sind dies keine Vorbereitungen und Vorarbeiten für die spätere praktische pädagogische Arbeit, sondern sind dies bereits zentrale Bestandteile des Bildungsprozesses. 2. Warum sprechen wir von partizipativer Sozialraumanalyse? Partizipatives Lernen ist ein zentrales Element und Qualitätsmerkmal einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (sowie auch eines Miteinader-Lernens der Generationen). Denn ohne aktive Teilhabe und Mitgestaltung von Einzelnen und Gruppen ist eine nachhaltige Entwicklung global wie lokal nicht zu realisieren. Vor diesem Hintergrund sollten auch Bildungsprozesse, die im Kontext der Nachhaltigkeit angesiedelt sind, durch partizipative Lehr- und Lernmethoden gestaltet werden. Dadurch werden Einzelne und Gruppen ermutigt und befähigt, selber aktiv zu werden, zu handeln und an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen zu partizipieren. Die Berücksichtigung partizipativer Lernformen und -methoden ist insofern didaktisch von entscheidender Bedeutung, nicht nur um die Lernmotivation und den Lernerfolg zu erhöhen, sondern vor allem auch um die Anschlussfähigkeit der Lernprozesse an künftige Situationen und ihre Gestaltung durch die Lernenden zu gewährleisten. Von daher sollten auch die Sozialraumanalyse partizipativ mit den Lernenden an den Projektstandorten konzipiert und durchgeführt werden. 3. Welche Methoden können dazu eingesetzt werden? Bei der Wahl der Untersuchungsmethoden sind der Phantasie und der Kreativität in den Projektstandorten keine Grenzen gesetzt. Es geht nicht um sozialwissenschaftliche Exaktheit, sondern darum, passende, praxisorientierte, partizipative Methoden zu wählen oder zu entwickeln. Oftmals reicht es schon aus, zu den unten genannten Leitfragen mit einer Lerngruppe oder unter Kollegen am Projektstandort die vorhandenen Erfahrungen und Wissensbestände zum Sozialraum zusammenzutragen. Eine solche Vorgehensweise basiert auf den bereits abrufbaren Kenntnissen und bietet in der Regel schon einen immensen Fundus an Analysen, Anknüpfungsmöglichkeiten und Anregungen. So kann mit vergleichsweise wenig Aufwand und ohne direkte Exkursionen in den Sozialraum und ohne intensive Recherchen und Interviews sehr schnell ein vielschichtiges Bild gezeichnet werden. In Mindmaps, Tabellen, Soziogrammen, Schaubildern, kommentierten Stadtplänen und Landkarten oder anderen Darstellungsformen lassen sich die Ergebnisse strukturieren und zusammenfassen.

5 Das Konzept der Sozialraumanalyse im Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit 4. Wie lange dauert eine Sozialraumanalyse? Der zeitliche Aufwand einer Sozialraumanalyse richtet sich nach der gewählten Methode. Gruppendiskussion zu den unten stehenden Leitfragen und eine Dokumentation der Ergebnisse können bereits in 2-3 Stunden erfolgen und sind oftmals schon sehr aussagekräftig und liefern eine gute Basis für die Weiterarbeit. Eine detaillierte Untersuchung des Sozialraums mit Exkursionen und Befragungen dauert wesentlich länger. Dabei wäre zu prüfen, ob dieser Aufwand im Verhältnis zum geplanten Projekt steht. Dazwischen liegen jedoch verschiedene Formen und Möglichkeiten, Sozialraumanalysen partizipativ zu gestalten. 5. Welche Rolle kann die Sozialraumanalyse im Projekt einnehmen? Das Instrument der Sozialraumanalyse dient, wie bereits erwähnt, primär als Lernangebot und Untersuchungs- und Planungsinstrument für die Teilnehmenden der Fortbildung und ihre Lerngruppen in den Projektstandorten. Von daher besteht sowohl im Rahmen der Qualifizierungsphase als auch in der anschließenden Praxisphase, die Möglichkeit mit dem Instrument zu arbeiten. Sozialraumanalyse in der Qualifizierungsphase Im Rahmen der Qualifizierungsphase besteht die Möglichkeit, dass die Teilnehmenden das Instrument der Sozialraumanalyse für sich entdecken, anpassen, und schrittweise aus den drei zentralen Perspektiven (siehe unten) entwickeln. Im kollegialen Austausch mit den anderen Teilnehmenden der Fortbildung können während der Qualifizierungsphase die Erfahrungen mit dem Instrument ausgewertet und reflektiert werden. Dabei ist vorgesehen, dass die Sozialraumanalyse während der Qualifizierungsphase von Block zu Block um eine neue Perspektive erweitert wird. In diesem Sinne korrespondiert sie mit der Schwerpunktsetzung der drei Qualifizierungsblöcke. Das heißt für Block I besteht die Möglichkeit eine Sozialraumanalyse unter der Perspektive der Generationen und Generationenbeziehungen vorzunehmen und die Ergebnisse im kollegialen Austausch vorzustellen. Für Block II steht das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt und im dritten Blick schließlich ist eine Fokussierung von Lernkulturen und Lernräumen am Projektstandort vorgesehen. Idealerweise werden alle drei Perspektiven (1. Generationenbeziehungen, 2. Nachhaltigkeit, 3. Lernen) in einer Darstellungsform zusammengefasst. In diesem Kontext dient die Sozialraumanalyse auch als verbindendes Element zwischen den einzelnen Blöcken der Fortbildung. Sozialraumanalyse in der Praxisphase Im Rahmen der Praxisphase besteht die Möglichkeit, dass die Teilnehmenden die Sozialraumanalyse in ihren Projektstandorten mit ihren Projektteilnehmenden durchführen und als Instrument der gemeinsamen Planung nutzen oder auf ihre bereits entwickelte Sozialraumanalyse zurückgreifen. Insofern dient die Qualifizierungsphase als Erprobungsraum, wie das Instrument schließlich in der Praxisphase vor Ort angewendet werden könnte.

6 Das Konzept der Sozialraumanalyse im Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit 6. Warum halten wir das Instrument der Sozialraumanalyse für bereichernd? Die Durchführung einer Sozialraumanalyse in den 15 Projektstandorten steht in direktem Zusammenhang mit dem Anspruch, intergenerationelle Bildungsprozesse für nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Denn intergenerationelles Lernen sollte idealerweise an Lernorten stattfinden, die von verschiedenen Generationen akzeptiert werden. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird vor allem in der Lebenswelt und den Nachhaltigkeitsherausforderungen des sozialen Nahraums transparent und erfahrbar. Um diese Orte und Räume zu finden und sie dann in die Praxisprojekte der Projektstandorte einzubeziehen, bietet es sich an, den Sozialraum zu untersuchen, darzustellen und in die pädagogische Arbeit zu integrieren. 7. Welcher Sozialraum kann untersucht werden? Jeder Teilnehmende und jeder Projektstandort kann für sich entscheiden, welcher Sozialraum für das eigene Praxisprojekt relevant werden könnte und welcher Sozialraum letztlich untersucht werden soll. Insofern kann der relevante Sozialraum sowohl die Nachbarschaft, die Umgebung, das Umfeld, der Stadtteil, die Stadt oder die Region des Projektstandortes als auch der Projektstandort an sich also z.B. das Bildungshaus oder das Bildungswerk sein. 8. Unter welchen Perspektiven kann der Sozialraum untersucht werden? Im Rahmen der Fortbildung Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit und vor dem Hintergrund der drei Schwerpunkte in den Blöcken (Block I: Intergenerationelles Lernen- Block II: Bildung für nachhaltige Entwicklung – Block III: Miteinander Lernen) bietet es sich an, die Sozialraumanalyse aus drei Perspektiven durchzuführen: > Orte/Akteure/Probleme/Potentiale der Generationenbeziehungen > Orte/Akteure/Probleme/Potentiale der Nachhaltigkeit > Orte/Akteure/Probleme/Potentiale des Lernens Orte/Akteure/Probleme/Potentiale der Generationenbeziehungen Orte/Akteure/Probleme/Potentiale des Lernens Orte/Akteure/Probleme/Potentiale der Nachhaltigkeit Sozialraumanalyse aus drei Perspektiven

7 Das Konzept der Sozialraumanalyse im Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit 9. Welche Leitfragen wären möglicherweise hilfreich? Erste Perspektive: Orte/Akteure/Probleme/Potentiale der Generationenbeziehungen Welche Altergruppen leben wo, halten sich wo auf? Wo sind Kinderspielplätze, Jugendtreffs, Schülertreffpunkte, Familienräume, Seniorentreffpunkte? Wo sind (mögliche) Begegnungsorte verschiedner Generationen? Wo sind die Hotspots, wo die No-Go-Areas einzelner Generationen? Wo und wie wohnen und leben welche Generationen? Was sind die (lokalen) Themen/Probleme der einzelnen Gruppen/Generationen? Wie ist das Verhältnis der Generationen? Welche Konflikte/Probleme gibt es? Wie lauten mögliche generationsverbindende Themen/Probleme? Wie gestaltet sich der demographische Wandel? Ist er spürbar? Welche altersgruppenspezifischen Initiativen, Projekte, Aktivitäten gibt es bereits? Welche generationsübergreifenden Initiativen, Projekte, Aktivitäten gibt es bereits? Welche politischen Stellungnahmen/Aktionspläne/Leitbilder in Bezug auf generationsübergreifende Ansätze gib es in der Kommune, bei den Parteien, bei Nichtregierungsorganisationen? Welche möglichen Kooperationspartner gibt es für unsere Einrichtung? Zweite Perspektive: Orte/Akteure/Probleme/Potentiale der Nachhaltigkeit Wo sind Problemfelder/Orte/Knackpunkte der Nachhaltigkeit? Welche ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen sind erfahrbar? Welche Nachhaltigkeitsprobleme sind am drängensten/offensichtlichsten? Welche lokalen Herausforderungen und Probleme der Nachhaltigkeit sind erfahrbar (soziale Konflikte, sozio-ökonomische Spannungen, Arbeitslosigkeit, Armut, Umweltverschmutzung Architektur, Wohnen, Energieverbrauch, Ernährung, Landwirtschaft, Mobilität, Verkehr, Müll, Flächennutzung- und Versiegelung…) Welche globalen Probleme und Herausforderungen der Nachhaltigkeit spiegeln sich im Sozialraum wieder (z.B.: Klimawandel, Migration, Flucht, Konsum, unfair und unökologisch produzierte Waren aus anderen Ländern,…) Welche politischen Stellungnahmen/Aktionspläne/Leitbilder in Bezug auf Nachhaltigkeit gib es in der Kommune, bei den Parteien, bei Nichtregierungsorganisationen? Wie differenziert sind mögliche Positionspapiere und Aktionspläne und sind diese eher lokal und umweltorientiert oder auch global und entwicklungsorientiert? Welche Akteure/Lernorte/Kooperationspartner/Netzwerke in Bezug auf nachhaltige Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gibt es (z.B.: Agendabüros, -beauftragte, Welthäuser, Naturlehrpfade, Weltläden) Welches Leitbild, welche Ziele verfolgen diese? Wer sind die konkreten Ansprechpartner/Schlüsselpersonen/Experten für nachhaltige Entwicklung und soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit im Sozialraum? Welche möglichen Kooperationspartner gibt es für unsere Einrichtung?

8 Das Konzept der Sozialraumanalyse im Projekt Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Dritte Perspektive: Orte/Akteure/Probleme/Potentiale des Lernens Wo wird gelernt? Welche Lernorte (formale-nonformale, offensichtliche-versteckte, direkte-indirekte) gibt es? Welche Lerninstitutionen? Welche Initiativen, Projekte, Aktivitäten? Welche neuen Lernorte wären denkbar? Wie können Orte (z.B.: Konsumorte, Erlebnisorte) zu Lernorten werden? Welche Akteure und Anbieter außerschulicher Bildung gibt es? Welche Begegnungs- und Lernräume verschiedener Gruppen gibt es? Wie erreichbar und barrierefrei sind die Lernorte? Welche Berührungsängste liegen bei welchen Gruppen gegenüber welchen Lernorten vor? Was wird wo wie gelernt? Welche Lernformen und Lernkulturen gibt es? Welche Interaktionsformen gibt es beim Lernen? Welches Bildungsverständnis liegt vor? Welche Methoden, Medien und Materialien kommen zum Einsatz? Welche Leitbilder/Lehrpläne für Bildung/Lernen gibt es (offene und geheime)? Wie wird geworben und wie werden Ziel/Lerngruppen angesprochen? Wie niedrigschwellig sind die Bildungsangebote? Wo sind Problemfelder/Orte/Knackpunkte/Konflikte der Lernorte? Welche positiven und welche negativen Lern/Lehrerfahrungen gibt es? Welche blinden Flecken und Tabus gibt es an welchen Lernorten? Welche Motivation haben die Lehrenden an den Lernorte? Welche Motivation haben die Lernenden? Auf welche Netzwerke und Erfahrungen können wir zurückgreifen? Welche möglichen Kooperationspartner gibt es für unsere Einrichtung? 10. Welche Darstellungsformen und Visualisierungsmöglichkeiten können gewählt werden? Um die Ergebnisse der Sozialraumanalyse zu dokumentieren und zu präsentieren sind verschiedenste Darstellungsformen und Visualisierungsmöglichkeiten denkbar. Dabei bietet es sich an, eine Form zu wählen, die vor Gruppen präsentiert und visualisiert werden kann und die transportierbar ist, (z.B. Poster oder Plakate) sowie eine Visualisierungstechnik zu verwenden, welche die Sozialraumanalyse anschaulich widerspiegelt (z.B. Mindmap, Stadtplan, Soziogramm, Schaubild, etc).

9 Teilnehmende Projektstandorte Haus am Maiberg in Heppenheim Dachauer Forum Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg Evangelisches Form Kirchenkreis Moers Münchner Bildungswerk Familienbildungsstätte Ahlen Gemeinnütziges Sozialwerk der KAB Volkshochschule Münster Katholische Erwachsenenbildung Lingen Bildungswerk der Erzdiözese Köln Evangelische Erwachsenenbildung Niedersachsen Landesbildungswerk Bayern Katholisches Bildungswerk im Landkreis Miesbach Kolpingwerk Diözesanverband Hildesheim KBE Regensburg Projektträger Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) Joachimstraße Bonn Tel.:0228 – Projektleitung Norbert Frieters Pädagogische Begleitung Eva-Maria Antz Wissenschaftliche Begleitung Das Projekt begleiten, beraten und evaluieren Prof. Dr. Annette Scheunpflug und Julia Franz von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg. Kontakt: Julia Franz Universität Erlangen-Nürnberg Lehrstuhl für Pädagogik I Regensburgerstaße Nürnberg Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit


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