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Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 1 Land ist Leben Landraub für fremde Teller, Tank und Trog Berlin, 16.09.2013.

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1 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 1 Land ist Leben Landraub für fremde Teller, Tank und Trog Berlin,

2 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 2 Land ist Leben Inhalt 1.Der neue Wettlauf um Ackerland 2.Chancen und Risiken der Investitionen 3.Beispiele aus Argentinien, Sierra Leone und Indonesien 4.Was hat das mit uns zu tun? 5.Forderungen von Brot für die Welt

3 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 3 Land ist Leben Heimat

4 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 4 Land ist Leben Heimat

5 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 5 1. Der neue Wettlauf um Ackerland

6 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 6 1. Der neue Wettlauf um Ackerland Experten aus der Geschäftswelt Mais-Farmen ersetzen New Yorker Lofts als heißeste Finanzanlage. Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York, 20. Februar 2007 Ich bin überzeugt, dass Ackerland eine der besten Investitionen unserer Zeit sein wird. Jim Rogers, US-amerikanischer Hedgefonds-Manager, Juni 2009

7 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 7 1. Der neue Wettlauf um Ackerland Landgrabbing/Landraub Landgrabbing (deutsch: Landraub) ist der (rechtmäßige oder unrechtmäßige) Erwerb (Pacht oder Kauf) großer Landflächen durch nationale oder internationale Investoren, der zur Einschränkung bislang gültiger, traditioneller Zugangs- und Nutzungsrechte führen und negative Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit der heimischen Bevölkerung haben kann.

8 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 8 1. Der neue Wettlauf um Ackerland Ausverkaufte Welt Millionen Hektar weltweit Gran Chaco Sierra Leone Indonesien

9 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 9 1. Der neue Wettlauf um Ackerland Ausmaß der großflächigen Landinvestitionen im Agrarsektor Quelle: Land Matrix- Project, September 2013

10 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Der neue Wettlauf um Ackerland Warum finden Landinvestitionen in diesem Ausmaß statt? Wachsende Nachfrage nach Nahrungsmitteln aufgrund steigender Bevölkerungszahlen Veränderte Konsummuster (höherer Fleischkonsum) Sinkende Ernten Unabhängigkeit vom Weltmarkt in der Nahrungsmittelversorgung Wachsende Nachfrage nach Agrotreibstoffen Immobilien- und Finanzkrise

11 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 11 Wo finden die Investitionen statt? 1. Der neue Wettlauf um Ackerland Afrika Asien Ozeanien Lateinamerika Europa Verteilung betroffener Flächen in Millionen Hektar Quelle: Land Matrix Project, 2013

12 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Der neue Wettlauf um Ackerland Wer investiert und in was? Staaten: China Mauritius Konzerne: Shell Cargill Louis Dreyfus Investmentfonds: Deutsche Bank/DWS Investment Global Einheimische Eliten

13 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Chancen und Risiken der Investitionen

14 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Chancen und Risiken der Investitionen Chancen von großflächigen Land- Investitionen: Motor für Entwicklung Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen Technologie-Transfer Investitionen in ländliche Entwicklung und Infrastruktur Devisen/Staatseinnahmen Nutzung von ungenutztem oder wenig genutztem und degradiertem Land

15 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Chancen und Risiken der Investitionen Mehr Fluch als Segen für die lokale Bevölkerung Zugang zu Land geht verloren Zugang zu Wasser geht verloren Arbeitsplätze werden vernichtet Wegerechte werden eingeschränkt Technologietransfer findet nur selten statt Investitionen kommen den Menschen und ihren Bedürfnissen nicht zu Gute

16 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Chancen und Risiken der Investitionen Risiko: Ungenutztes Land wird genutzt

17 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Chancen und Risiken der Investitionen Die lokale Bevölkerung wird übergangen! Datenbank bestätigt Landraub: Das Land wurde vorher von Kleinbauernfamilien genutzt. Die ortsansässige Bevölkerung wird bei den Vorhaben nur unzureichend einbezogen.

18 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Chancen und Risiken der Investitionen Die Armut ist auf dem Land Landlose und Landarbeiter 22 % Städtische Arme 20 % Fischer und Hirten 8 % Kleinbäuerinnen und -bauern 50 % Weltweit hungern fast 870 Millionen Menschen.

19 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Chancen und Risiken der Investitionen Das Recht auf Nahrung ist in Gefahr

20 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Chancen und Risiken der Investitionen Defizite im Vergabeprozess Unklare institutionelle Kompetenzen (begünstigen Korruption) Mangelnde Kapazitäten für die Implementierung und Kontrolle von Umwelt- und Sozialstandards Rudimentäre Beschreibungen der Grundstücksgrenzen (begünstigen Konflikte) Unklare Kenntnis der Vor- und Nachteile Mangelnde Beteiligung der Bevölkerung

21 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Beispiele aus Sierra Leone, Argentinien und Indonesien

22 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 22 Ein Beispiel aus Sierra Leone Sierra Leone, ein Land in Westafrika Sierra Leone Makeni

23 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 23 Ein Beispiel aus Sierra Leone Zuckerrohr: Benzin statt Nahrung Die Regierung von Sierra Leone und das Schweizer Unternehmen Addax Bioenergy haben vereinbart: Auf Hektar Ackerland soll Zuckerrohr für den Ethanolexport angebaut werden.

24 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 24 Ein Beispiel aus Sierra Leone Vertraglich festgelegte Rechte benachteiligen lokale Bevölkerung Durch den Vertrag erhält der Konzern exklusive Rechte der Wasser- und Waldnutzung. Es liegt wohl im freien Ermessen der Regierung, zu entscheiden, welche Gebiete mit den Dorfbewohnern geteilt werden sollen, selbst dann, wenn sie ihnen nach traditionellem Recht zustehen: so wie der Zugang zu Straßen oder die Wassernutzung. Mohamed Conteh, MADAM

25 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 25 Ein Beispiel aus Sierra Leone Die Bevölkerung fordert: Verhandlungen mit betroffenen Landbesitzern Einhaltung der nationalen Gesetze wie das Wasserrecht Transparenz und Informationen über geplante Maßnahmen

26 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 26 Ein Beispiel aus Argentinien Argentinien - Gran Chaco Ökoregion Nahezu dreimal so groß wie Deutschland Hohe Biodiversität Pflanzenarten und zahlreiche Tierarten Verschiedene indianische Volksgruppen Guaraní, Toba, Wichí, Mocoví, Chaná, Ayoreo

27 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 27 Ein Beispiel aus Argentinien Gran Chaco - Lebensgrundlage der Indigenen: Jagen und Sammeln

28 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 28 Ein Beispiel aus Argentinien Gran Chaco: Aus Urwald wird Tierfutter und Agrosprit

29 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 29 Ein Beispiel aus Argentinien Die Heimat wird abgesperrt und überrollt Ohne Wald haben wir kein Leben!

30 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 30 Ein Beispiel aus Indonesien Republik Indonesien Inseln, sind bewohnt. Biologische Vielfalt Regenwälder beheimaten eine Vielzahl von Tierarten.

31 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 31 Ein Beispiel aus Indonesien Indonesien: Illegale Landnahme

32 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 32 Ein Beispiel aus Indonesien Konflikte um Land führen zu Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen

33 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 33 Ein Beispiel aus Indonesien Miserable Entlohnung und Kinderarbeit Die Arbeiter auf den Palmölplantagen sind unter enormen Druck. Der Akkord ist weit über dem, was die Arbeiter leisten können. Das führt dazu, dass öfter Frauen und Kinder unentgeltlich mitarbeiten müssen! Diapari Marpaung, Direktor von Lentera

34 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Was hat Landraub mit uns zu tun?

35 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Was hat Landraub mit uns zu tun? Steigende Nachfrage nach Agrosprit Quelle: ILC, 2012

36 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Was hat Landraub mit uns zu tun? Jeder 6. Liter Agrosprit wird importiert Produktion und Verbrauch von Agrosprit in der EU 27 in Millionen Liter Quelle: USDA FOREIGN AGRICULTURAL SERVICE (2011): Gain Report: EU27 Annual Biofuels Report BioethanolBiodiesel

37 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Was hat Landraub mit uns zu tun? Welche Energiepflanzen werden importiert? Bioethanol : Biodiesel :

38 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Was hat Landraub mit uns zu tun? Steigender Fleischkonsum und wachsende Nachfrage nach Futtermitteln Quelle: Welthungerhilfe, 2011

39 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Was hat Landraub mit uns zu tun? Getreide für Teller, Tank und Trog

40 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Was hat Landraub mit uns zu tun? Sojaplantagen statt Wald

41 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Forderungen von Brot für die Welt

42 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Forderungen von Brot für die Welt Investitionen in eine Landwirtschaft, von der die Menschen profitieren

43 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Forderungen von Brot für die Welt Großflächige Landvergabe muss nach internationalen Standards erfolgen. Die Freiwilligen Leitlinien der Welternährungsorganisation sollen Regierungen helfen, ihre Landpolitik zu verbessern. Diese Standards müssen jetzt umgesetzt werden.

44 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Forderungen von Brot für die Welt Die Erzeugung und der internationale Handel mit Agrotreibstoffen und Futtermitteln brauchen ökologische und soziale Leitlinien. Und diese müssen beitragen zur Umsetzung des Rechts auf Nahrung und Wasser, der Internationalen Arbeitsrechte, der Rechte der Indigenen Völker.

45 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Forderungen von Brot für die Welt Nachhaltigkeitsverordnung nachbessern

46 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite Forderungen von Brot für die Welt In Deutschland Fleischkonsum reduzieren Kraftstoffverbrauch reduzieren

47 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 47 Wenn das Land knapp wird, wächst der Hunger

48 Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Land ist Leben Seite 48 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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