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Grundkurs III Internationale Politik. 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers2 Diese Datei ist ab sofort downloadbar von unserer Webseite

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1 Grundkurs III Internationale Politik

2 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers2 Diese Datei ist ab sofort downloadbar von unserer Webseite Dort finden Sie auch weitere Materialien zum Seminar, die uns erst nach Fertigstellung der zum Grundkurs III erstellten CD-Rom erreichen

3 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers3 Lebenslauf – Kurzfassung Reinhard Meyers, Jahrgang 1947, studierte Politikwissenschaft, Anglistik, und Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität 1966 – 1970 mit dem Abschluß Magister Artium. Forschungsstipendiat der Wiener Library, London, an der Graduate School of Contemporary European Studies, University of Reading 1970 – 1972 mit dem Abschluß Master of Philosophy. Wissenschaftlicher Assistent bei Hans-Adolf Jacobsen und Karl- Dietrich Bracher am Seminar für Politikwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität 1972 – Promotion zum Dr.phil. 1974; Habilitation im Fach Politikwissenschaft 1986; seit 1987 Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Westfälischen Wilhelms - Universität.

4 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers4 Die Forschungsinteressen galten ursprünglich der Geschichte der internationalen Beziehungen und der Sicherheitspolitik im 20. Jahrhundert; daneben trat aber schon vor der Habilitation die Wissenschaftsgeschichte der Lehre von den Internationalen Beziehungen sowie deren Epistemologie, Methodologie und Theorie. Seit den achtziger Jahren wird dieser Schwerpunkt ergänzt durch Arbeiten zur Friedens- und Konfliktforschung, seit den neunziger Jahren auch zur Europapolitik. Seit 1991 mehrfach Prodekan und Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität, seit Oktober 1997 Ehrendoktor der Fakultät für Europastudien der Babes- Bolyai Universität Klausenburg. Mitgründer und seit 1993 Mitherausgeber der Zeitschrift für Internationale Beziehungen.

5 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers5 HEUTE Einführender Überblick Einführender Überblick Terminplan Organisatorisches Literaturhinweise

6 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers6 Einführender Überblick Die wissenschaftstheoretische Grundtriade ERKENNTNISINTERESSEFRAGESTELLUNG SICHT bzw. DEFINITION DES (ERKENNTNIS-)GEGENSTANDES

7 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers7 Einführender Überblick Jürgen Habermas: Erkenntnis und Interesse. Jüngste Aufl. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2001 John Ziman: Wie zuverlässig ist wissenschaftliche Erkenntnis? Braunschweig 1982 Heinrich Schmidt/Georgi Schischkoff (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch. Jüngste Aufl. Stuttgart: Kröner 1991

8 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers8 Einführender Überblick Unterschiedliche Erkenntnisinteressen 1. Generelle Unterschiede 2. Erkenntnisinteressen bei Habermas

9 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers9 1. Generelle Unterschiede Wissenschaft strebt nach Verstehen Einsicht in die Zusammenhänge (vorgegebener) menschlicher Ordnung, ihrer Grundsätze und Ziele Erklären Erkenntnis der Mechanismen und Prozesse menschlichen Zusammenlebens, ihrer Gesetze und deren Beeinflussung

10 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers10 1. Generelle Unterschiede Verstehen Geltungsgrund: Offenbarung; dem Wissenschaftler enthüllen sich die Seinswahrheiten als den Dingen innewohnende Idee (Platon) den Dingen innewohnende Idee (Platon) Göttlicher Wille (Mittelalter) Göttlicher Wille (Mittelalter) Ausfluss der menschlichen Natur Ausfluss der menschlichen Natur Ziel: theoretische bzw. normative Orientierung des Menschen in seiner Welt Erklären Geltungsgrund: Nachprüfbarkeit des methodischen Vorgehens i.d. Regel Sammlung empirischer Beobachtungen, Hypothesenbildung, Formulierung von auf nicht falsifizierten Kausalaussagen beruhender Theorien i.d. Regel Sammlung empirischer Beobachtungen, Hypothesenbildung, Formulierung von auf nicht falsifizierten Kausalaussagen beruhender Theorien Ziel: Rationalisierung, Erklärung, Beherrschung der Welt

11 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers11 2. Erkenntnisinteressen bei Habermas Forschungsprozesse lassen sich ordnen nach drei Kategorien, die jeweils von einem anthropologisch tiefsitzenden Erkenntnisinteresse geleitet werden und dem Interessenzusammenhang einer menschlichen Gattung entspringen, die sich über Arbeit, Sprache und Herrschaft vergesellschaftet. Technisches Erkenntnisinteresse der Erfahrungswissenschaften Erschliessen die Wirklichkeit unter dem Erkenntnisinteresse der Verwertbarkeit, dem Interesse an zuverlässiger Voraussage und Kontrolle von Ereignissen in der Welt, um die materielle Reproduktion des Lebens sicherzustellen oder zu erweitern. Erschliessen die Wirklichkeit unter dem Erkenntnisinteresse der Verwertbarkeit, dem Interesse an zuverlässiger Voraussage und Kontrolle von Ereignissen in der Welt, um die materielle Reproduktion des Lebens sicherzustellen oder zu erweitern. Praktisches Erkenntnisinteresse der historisch-hermeneutischen Wissenschaften Erschliessen die Wirklichkeit unter dem Erkenntnisinteresse des Sinnverständnisses, der Herstellung/Bewahrung zuverlässiger Intersubjektivität, die erst gegenseitiges Verstehen und Selbstverständigung sicherstellt Emanzipatorisches Erkenntnisinteresse der kritischen Wissenschaften Erschliessen die Wirklichkeit unter dem Erkenntnisinteresse der (Selbst-) Befreiung der Menschen von den für naturwüchsig gehaltenen Zwängen undurchschaubarer Gewalten durch Selbstreflexion, Einsicht und Aufklärung.

12 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers12 Einführender Überblick Internationale Beziehungen Erkenntnisinteresse Zivilisierung des Konfliktaustrags: Reduzierung gewaltsamer Formen, Strukturen und Prozesse des Konfliktaustrags zugunsten der Förderung zunehmend gewaltfreier, rechtsförmiger Modi der Konfliktbearbeitung.

13 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers13 Einführender Überblick Politikwissenschaft Im Regelfall ist Politikwissenschaft Krisenwissenschaft: sie wächst in Situationen realpolitischer und/oder sozioökonomischer Umbrüche und versucht, Krisen (mit Blick auf deren Ursache und deren Sinn) zu interpretieren, durch Entwicklung adäquater Instrumente zu steuern und durch systematischen Aufweis bzw. die historische Vermittlung bereits verwirklichter oder noch zu verwirklichender Handlungsoptionen zu lösen.

14 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers14 Einführender Überblick Politikbegriff Im Idealfall ist Politik ein Prozess der Durchsetzung von überprüfbar, rational und zielgerichtet auf der Basis bestimmter Wertprämissen getroffener Entscheidungen gegen Widerstreben anderer. Dimension der Machtausübung und Machtkonkurrenz Dimension der Interessendefinition und der Interessendurchsetzung Dimension des Entscheidungsprozesses und der Entscheidungsumsetzung

15 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers15 Einführender Überblick Konsequenzen unterschiedlicher Politikbegriffe POLITIK Das Wesen aller Politik ist Kampf, Werbung von Bundesgenossen und von freiwilliger Gefolgschaft (Max Weber) (Politik im engeren Sinne) sucht entweder Macht zu erhalten, Macht zu vermehren oder Macht zu demonstrieren. (Hans Morgenthau) Politik ist Kampf um eine gerechte Ordnung. (Heinrich v.d.Gablentz) What distinguishes political interactions from... social interactions is that they are...oriented toward the authoritative allocation of values for a society. (David Easton) INTERNATIONALE POLITIK Streben nach Machtanteil oder Beeinflussung der Machtverteilung... zwischen Staaten. Internationale Politik ein Kampf um die Macht. Sicherung der politischen Gebilde nach aussen und die Ordnung der gesamtmenschlichen Verhältnisse. International politics...(is)...that arena, in which power, coercion, and bargaining are used to determine how world ressources will be allocated among the various states and international organizations. (Michael Haas)

16 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers16 Einführender Überblick Internationale Beziehungen: Perspektiven Akteur Prozess Struktur

17 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers17 Einführender Überblick Akteur UMGEBUNG Akteur a)Wer handelt ? b)Formen, Anlässe, Gründe, Ergebnisse grenzüberschreitenden und/oder aussengerichteten Akteurshandelns?

18 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers18 Einführender Überblick Prozess a)Interaktion von Akteuren (Dauer, Regelmässigkeit, Aktions-Reaktions-Schema?) b)Formen, Anlässe, Gründe, Ergebnisse? AC B

19 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers19 Einführender Überblick Struktur a)Über Zeit geronnene, d.h. im Zeitablauf sich vielfach gleichförmig wiederholende Prozesse zwischen Akteuren. b)Formen, Gründe, Folgen?

20 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers20 STRUKTURSTRUKTUR PROZESS Internationale Beziehungen als Nullsummenspiel KRIEG KONFLIKT Zivilisierung des Konfliktaustrags durch seine Verrechtlichung Gewaltsame Interessendurchsetzung Rüstung/Rüstungswettläufe Sicherheitsdilemma Abhängigkeit durch (Fremd-) Herrschaft (sozioökonomische) Dependenz und Verteilungsungerechtigkeit/Marginalisierung (negative) Interdependenz als Beschränkung von Handlungsoptionen Internationale Anarchie (gewaltsame Regulierung von Beziehungen) Internationale Gesellschaft (Verregelung von Beziehungen) Überlagerung internationaler Konfliktformationen durch multi- und transnationale (Interessen-) Verflechtungs- und Entscheidungsprozesse Kooperation Frieden Abschreckung Gleichgewichtspolitik Kollektive Verteidigung Rüstungskontrolle Kollektive Sicherheit Peace Enforcement/ Peace Keeping Peace Building Integration (Kon-) Föderation (positive) Interdependenz: (friedens-) stabilisierende Wirkungen von Interdependenzverflechtungen funktionale Spillover-Effekte Internationale Beziehungen als positives Summenspiel

21 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers21 Einführender Überblick Zielrichtung Struktur Internationale Gesellschaft Struktur Internationale Gesellschaft Prozess Frieden

22 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers22 Das methodologisch-ontologische Bezugsfeld REALISMUS NEOREALISMUS TRADITIONALISMUS qualitativ, historisch- hermeneutisch SZIENTISMUS quantitativ, empirisch- nomologisch IDEALISMUS Spinnweb-Modell internationaler Politik GLOBALISMUS, REGIME-ANSÄTZE Billard-Ball-Modell internationaler Politik

23 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers23 Terminplan Donnerstag, 20.Oktober 2005, Was ist und zu welchem Zweck studiert man die Lehre von den Internationalen Beziehungen ? Überblicksweise Einführung in die politikwissenschaftliche Teildisziplin Internationale Beziehungen, Organisatorisches; einführende Literaturhinweise Donnerstag, 27.Oktober 2005, Grundbegriffe und Grundperspektiven internationaler Beziehungen: Vom klassischen Billard-Ball- Modell (Aussenpolitik, Internationale Politik, Internationale Beziehungen) über das Spinnweb- Modell (Transnationale Politik, Transnationale Beziehungen) zur globalisierten Welt Donnerstag, 3.November 2005, Akteure I: Staaten. Die Entwicklung der Vorstellung vom Nationalstaat als Hauptakteur der internationalen Politik Donnerstag, 10. November 2005, Akteure II: Nichtstaatliche Akteure – IGOs, INGOs, BINGOs, NGOs, QUANGOs, GONGOs, etc. Donnerstag, 17.November 2005, Wissenschaftliches Arbeiten im Teilfach Internationale Beziehungen I: Einführungen, Bibliographien, Nachschlagewerke, Hilfsmittel, Nutzung des Internet. Kooperative Veranstaltung der Tutoren

24 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers24 Terminplan Donnerstag, 24.November 2005, Akteure III: Supranationale Organisationen am Beispiel der Europäischen Union. Multi-Level Governance als neuere analytische Perspektive nicht nur der Europaforschung ? Donnerstag, 1.Dezember 2005, Prozesse I: Krieg, Kriegstypen, Kriegsursachen. Alte und Neue Kriege als Gegenstand der Friedens- und Konfliktforschung Donnerstag, 8. Dezember 2005, Prozesse II: Konflikt, Konflikttypen, Konfliktursachen. Ansätze der Konfliktbearbeitung und Konfliktregelung im internationalen System Donnerstag, 15. Dezember 2005, Wissenschaftliches Arbeiten im Teilfach Internationale Beziehungen II: Der Umgang mit der Sekundärliteratur unter besonderer Berücksichtigung der Rezension und des Referats. Kooperative Veranstaltung der Tutoren Donnerstag, 22. Dezember 2005, Prozesse III: Frieden – realistisches Handlungsziel oder erkenntnisleitende Utopie der Internationalen Beziehungen ?

25 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers25 Terminplan Ab 23. Dezember: Weihnachtsferien Donnerstag, 12. Januar 2006, Strukturen I: Das internationale Staatensystem als nullsummenspielhafte Konkurrenz oder rechtlich geordnete Gesellschaft seiner Akteure ? Donnerstag, 19. Januar 2006, Strukturen II: Die globalisierte Weltgesellschaft. Phänomene und Ursachen der Globalisierung Donnerstag, 26. Januar 2006, Strukturen III: Auswirkungen und Perspektiven des Globalisierungsprozesses. Entstaatlichung der internationalen Politik – Entstehen eines Systems der Global Governance ? Donnerstag, 2. Februar 2006, Neue Bedrohungen und Chancen zwischen Horrorszenario und Fortschrittsutopismus: Ausblick auf die internationale Politik im 21. Jahrhundert Donnerstag, 9. Februar 2006, Was ist und zu welchem Zweck dient die Lehre von den Internationalen Beziehungen ? Versuch einer Bilanz – Anforderungen an die weitere Entwicklung

26 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers26 Basistext Basistext: John Baylis/Steve Smith: The Globalization of World Politics. An introduction to international relations. 3.Aufl. Oxford: Oxford U.P Vgl. hierzu auch die Informationen auf der folgenden Website: Basistext: John Baylis/Steve Smith: The Globalization of World Politics. An introduction to international relations. 3.Aufl. Oxford: Oxford U.P Vgl. hierzu auch die Informationen auf der folgenden Website: Die Anschaffung dieses Werks wird dringend empfohlen. Eine Sammelbestellung kann im Grundkurs vermittelt werden. Die Anschaffung dieses Werks wird dringend empfohlen. Eine Sammelbestellung kann im Grundkurs vermittelt werden. Wesentliche Unterlagen und Begleitmaterialien (mit Ausnahme des Buches von Baylis/Smith) werden auf mehreren CDRoms gegen Unkostenbeteiligung zur Verfügung gestellt; diese CDRoms sind zunächst in der Veranstaltung und später in meinem Büro erhältlich. Wesentliche Unterlagen und Begleitmaterialien (mit Ausnahme des Buches von Baylis/Smith) werden auf mehreren CDRoms gegen Unkostenbeteiligung zur Verfügung gestellt; diese CDRoms sind zunächst in der Veranstaltung und später in meinem Büro erhältlich.

27 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers27 Leistungsanforderungen a) Anfertigung einer ausführlichen Gliederung und einer Bibliographie zu einem (fiktiven) Referatsthema, das in Zusammenhang mit dem Thema einer der Grundkurs- Sitzungen steht; Abgabe bis zum 10.Januar 2006, Besprechung und Bewertung in den Tutorien; a) Anfertigung einer ausführlichen Gliederung und einer Bibliographie zu einem (fiktiven) Referatsthema, das in Zusammenhang mit dem Thema einer der Grundkurs- Sitzungen steht; Abgabe bis zum 10.Januar 2006, Besprechung und Bewertung in den Tutorien; b) Vergleichende Rezension zweier Einführungen in die oder Grundlagentexte zu den Internationalen Beziehungen (ca. 10 – 15 Seiten Länge mit voll- ständigem bibliographischen Apparat), Abgabe bis zum 1.März Liste der zu rezensierenden Werke sowie Anleitung zur Anfertigung einer Rezension werden in den ersten Semesterwochen bekannt- gegeben und im Tutorium besprochen. b) Vergleichende Rezension zweier Einführungen in die oder Grundlagentexte zu den Internationalen Beziehungen (ca. 10 – 15 Seiten Länge mit voll- ständigem bibliographischen Apparat), Abgabe bis zum 1.März Liste der zu rezensierenden Werke sowie Anleitung zur Anfertigung einer Rezension werden in den ersten Semesterwochen bekannt- gegeben und im Tutorium besprochen.

28 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers28 Die Zehn Gebote des wissenschaftlichen Rezensierens 1.Gebot:Arbeite die zu rezensierenden Bücher gut durch. 2.Gebot:Nenne den beabsichtigten bzw. den nach Ansicht des Rezensenten erreichbaren Adressatenkreis der Bücher. 3.Gebot:Arbeite das Vorverständnis, das Erkenntnisinteresse, die Methoden und Zielsetzungen des Autors/der Autoren heraus. 4.Gebot:Stelle die wichtigsten Inhalte bzw. Gliederungspunkte dar. 5.Gebot:Arbeite die zentralen Thesen des Autors/der Autoren heraus und skizziere seinen/ihren Argumentationsgang (Ausgangsprämissen und/oder -hypothesen wie Ergebnisse und/oder Schlussfolgerungen). 6.Gebot:Nenne die wichtigsten Begriffe und ihre jeweilige Definition. 7.Gebot:Skizziere Position und Wert der Arbeit innerhalb der wissenschaftlichen Diskussion sowie die Stellung innerhalb vergleichbarer, aktueller themenspezifischer Arbeiten. Ordne also die Arbeit (idealiter) in den Gesamtzusammenhang des Forschungsstandes des entsprechenden Fachgebietes ein. 8.Gebot:Sei kritisch in formaler (Gestaltung, Aufbau, Lesbarkeit, Schwierigkeitsgrad, Quellen- und Literaturnachweis, Register, etc.) und inhaltlicher (logische Konsistenz der Argumentation, Widersprüche, Verdeutlichung von Prämissen und Schlussfolgerungen, Adäquatheit der gewählten Beispiele, Reflexionsniveau, etc.) Hinsicht. Schreibe eine Gesamt- bzw. Abschlusswertung. 9.Gebot:Es gelten die Regeln des Wissenschaftlichen Arbeitens und der deutschen Rechtschreibung. 10.Gebot:Sei guten Mutes.

29 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers29 Literaturhinweise Vorschlagsliste zur Auswahl der Werke für die vergleichende Rezension im Grundkurs III Einführungen, Übersichten und Textbooks 1.Chris Brown/Kirsten Ainley: Understanding International Relations. 3.Aufl. Basingstoke: Palgrave/Macmillan Diane Ethier: Introduction aux relations internationales. Montréal : Presses Universitaires de Montréal Mir A. Ferdowsi (ed.) : Internationale Politik im 21. Jahrhundert. München : Fink Gunther Hellmann/Klaus Dieter Wolf/Michael Zürn (eds.) : Die neuen Internationalen Beziehungen. Forschungsstand und Perspektiven in Deutschland. Baden-Baden: Nomos Charles W.Kegley, Jr./Eugene R.Wittkopf: World Politics. Trend and Transformation. 9.Aufl. Belmont, CA: Wadsworth/Thomson Learning Manfred Knapp/Gert Krell (eds.): Einführung in die Internationale Politik. Studienbuch. 4., überarb. u.erw. Aufl. München: Oldenbourg Christiane Lemke: Internationale Beziehungen. Grundkonzepte, Theorien und Problemfelder. München: Oldenbourg Ulrich Menzel: Zwischen Idealismus und Realismus - Die Lehre von den Internationalen Beziehungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp Michael Nicholson: International Relations. A Concise Introduction. 2.Aufl. Basingstoke: Palgrave Macmillan Peter J. Opitz (ed.): Weltprobleme im 21. Jahrhundert. 5.Aufl. München: Fink Bruce Russett/Harvey Starr/David Kinsella: World Politics. The Menu for Choice. 7.Aufl. Belmont, CA: Wadsworth/Thomson Learning Brian White/Richard Little/Michael Smith (eds.): Issues in World Politics. 3. überarb. Aufl. Basingstoke: Palgrave/Macmillan Jean-Claude Zarka: Relations internationales. Paris : Editions Ellipses 2004 (Coll. Mise au Point)

30 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers30 Literaturhinweise Klassiker der Internationalen Beziehungen und grundlegende ereignis- oder entwicklungsgeschichtlich orientierte Werke 1.Adda B.Bozeman : Politics and Culture in International History. From the Ancient Near East to the Opening of the Modern Age. 2.Aufl. New Brunswick: Transaction Publishers Hedley Bull: The Anarchical Society. A Study of Order in World Politics. 3. Aufl.Basingstoke: Palgrave Macmillan Edward Hallett Carr: The Twenty Years Crisis 1919 – An Introduction to the Study of International Relations. 2.Aufl. London: Macmillan Barry Buzan/Richard Little: International Systems in World History. Remaking the Study of International Relations. Oxford: Oxford University Press Ernst-Otto Czempiel : Kluge Macht. Außenpolitik für das 21. Jahrhundert. München: C.H.Beck F.H.Hinsley: Power and the Pursuit of Peace. Theory and Practice in the History of Relations between States. Cambridge: Cambridge U.P Karl Kaiser/Hans-Peter Schwarz (Hrsg.): Weltpolitik im neuen Jahrhundert. Baden-Baden: Nomos Werner Link: Die Neuordnung der Weltpolitik. Grundprobleme globaler Politik an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. München: C.H.Beck Carlo Masala: Kenneth N. Waltz. Einführung in seine Theorie und Auseinandersetzung mit seinen Kritikern.. Baden-Baden: Nomos 2005 (zusammen mit Waltz: Man, the State and War) 10.Hans J. Morgenthau: Politics Among Nations. New York:Alfred A.Knopf Edward L.Morse: Modernization and the Transformation of International Relations. New York: Free Press Kenneth N. Waltz: Man, the state and war. A theoretical analysis. New York: Columbia UP Adam Watson: The Evolution of International Society. A comparative historical analysis. London: Routledge Martin Wight: International Theory. The three traditions, ed. Gabriele Wight & Brian Porter. Leicester: Leicester U.P. 1991

31 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers31 Literaturhinweise Einführungen, Übersichten und Kritiken der Theorie internationaler Beziehungen 1.Dario Battistella: Théories des Relations Internationales. Paris : Presses de Sciencs Po Scott Burchill/Andrew Linklater (eds.): Theories of International Relations. Basingstoke: 3.Aufl. PalgraveMacmillan James E.Dougherty/Robert L.Pfaltzgraff, Jr.: Contending Theories of International Relations. A comprehensive survey. 5. Aufl.New York: Longman Jim George: Discourses of Global Politics: A critical (re)introduction to International Relations. Boulder, Colorado: Lynne Rienner Publ Martin Hollis/Steve Smith: Explaining and Understanding International Relations. Oxford: Clarendon Press Charles W.Kegley, Jr. (ed.): Controversies in International Relations Theory. Realism and the Neoliberal Challenge. New York: St. Martins Press Gert Krell: Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der internationalen Beziehungen. 2.Aufl. Baden-Baden: Nomos Ursula Lehmkuhl: Theorien Internationaler Politik. Einführung und Texte. 2.verb.Aufl.München: Oldenbourg Siegfried Schieder/Manuela Spindler (eds.): Theorien der Internationalen Beziehungen. Opladen: Leske & Budrioch Steve Smith/Ken Booth/Marysia Zalewski (eds.): International theory: Positivism and beyond. Cambridge: Cambridge U.P Cynthia Weber: International Relations Theory. A critical Introduction. London: Routledge Ngaire Woods (ed.): Explaining International Relations Since Oxford: Oxford U.P. 1996

32 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers32 Organisatorisches Schulungsangebote der Zweigbibliothek Sozialwissenschaften I. Wir informieren Sie über die Benutzungsmöglichkeiten der Zweigbibliothek und zeigen Ihnen die einzelnen Publikumsbereiche : 1.die Leihstelle, in der Sie auch den Benutzungsausweis erhalten, 2.den Informationsbereich mit den Katalogen, 3.die Lesesäle, 4.das Freihandmagazin mit seiner systematischen Aufstellung. Anschließend erklären wir Ihnen die grundlegenden Funktionen unseres Katalogs (OPAC): von der Bedienung bis zur einfachen Literatursuche. Wann? Mittwoch, 19. Oktober 2005, Uhr (s.t.) Montag, 24. Oktober 2005, Uhr (s.t.) Mittwoch, 26. Oktober 2005, Uhr (s.t.) Donnerstag, 03. November 2005, Uhr (s.t.) Donnerstag, 10. November 2005, Uhr (s.t.) Wo? Treffpunkt am Auskunftsplatz in der Bibliothek Dauer? Rundgang ca. 30 Min., Katalog-Schulung ca. 1 Stunde

33 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers33 Organisatorisches II. Literatur zu einem Thema suchen und finden Sie haben eine Literaturliste mit einigen Angaben über Bücher oder Aufsätze? Sie möchten Ihre Liste schnell und effektiv abarbeiten und herausfinden, ob diese Literatur in der ULB, Zweigbibliothek oder einer Institutsbibliothek vorhanden ist? An Übungsbeispielen lernen Sie, Ihre Literaturangaben zu "lesen" und gegebenenfalls fehlende Angaben zu ergänzen. In der Schulung wird Ihnen gezeigt, wie Sie die Kataloge bedienen, die Sie zum Ermitteln der gesuchten Titel benötigen: ULB-Katalog (Bücher- und Zeitschriftensuche), OKI, ZKI und KNIM. Wann? Montag, 07. November 2005, Uhr (s.t) Mittwoch, 16. November 2005, Uhr (s.t.) Donnerstag, 01. Dezember 2005, Uhr (s.t.) Wo? EDV-Schulungsraum der Zweigbibliothek (Zi.617) im 1.OG Dauer: ca. 90 Min.

34 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers34 Last but not least… …informieren Sie sich über die für Sie geltenden Bestimmungen von Prüfungs- und Studienordnung !

35 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers35 MPO 97 i.d.Fassg. d.12. Änderung vom § 10 (4) Satz 3 § 10 (4) Satz 3 In den Fächern…Politikwissenschaft…wird die Zwischenprüfung studienbegleitend nach einem Leistungspunktesystem nach Massgabe der Bestimmungen des Anhangs A abgelegt. In den Fächern…Politikwissenschaft…wird die Zwischenprüfung studienbegleitend nach einem Leistungspunktesystem nach Massgabe der Bestimmungen des Anhangs A abgelegt.

36 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers36 …noch MPO 97… § 12 (5) Satz 4 § 12 (5) Satz 4 Im Fach Politikwissenschaft kann jede der Im Fach Politikwissenschaft kann jede der in Anhang A unter Nr. 35 genannten Prüfungsleistungen zwei mal wiederholt werden. in Anhang A unter Nr. 35 genannten Prüfungsleistungen zwei mal wiederholt werden.

37 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers37 MPO 97, Anhang A No 35 Politikwissenschaft No 35 Politikwissenschaft Hauptfach Hauptfach … 4 Grundkurse 4-stündig à 8 LP… … 4 Grundkurse 4-stündig à 8 LP… Nebenfach Nebenfach … 3 Grundkurse à 8 LP … … 3 Grundkurse à 8 LP …

38 20. Oktober 2005Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers38 MPO 1997 § 12 (6) Satz 1ff Wiederholungsprüfungen sollen jeweils innerhalb eines Jahres nach Abschluss der nicht bestandenen Prüfung abgeschlossen sein. Versäumt die Kandidatin/der Kandidat, sich innerhalb dieser Jahresfrist zur Wiederholungsprüfung zu melden, verliert sie oder er den Prüfungsanspruch… Wiederholungsprüfungen sollen jeweils innerhalb eines Jahres nach Abschluss der nicht bestandenen Prüfung abgeschlossen sein. Versäumt die Kandidatin/der Kandidat, sich innerhalb dieser Jahresfrist zur Wiederholungsprüfung zu melden, verliert sie oder er den Prüfungsanspruch…


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