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Umweltmeteorologie Prof. Dr. Otto Klemm 2. Energiebilanz an der Oberfläche.

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Präsentation zum Thema: "Umweltmeteorologie Prof. Dr. Otto Klemm 2. Energiebilanz an der Oberfläche."—  Präsentation transkript:

1 Umweltmeteorologie Prof. Dr. Otto Klemm 2. Energiebilanz an der Oberfläche

2 Energiebilanz Energiebilanz an der Wald- Forschungsstation Waldstein im Fichtelgebirge (NE Bayern)

3 Energiebilanz an der Bodenoberfläche bezüglich der Vorzeichen herrscht mitunter Verwirrung. Diese Abbildung zeigt, wie hier positive Flüss gerichtet sind. (Index 0: Flussdichten 0 m über Grund) aus: Kraus, 2000

4 Strahlungsbilanz Die Strahlungsbilanz an der Bodenoberfläche Q S ist: alle Strahlungskomponenten werden in Einheit W m -2 an einer horizontalen Fläche verwendet die kurzwelligen und langwelligen Strahlungskomponenten werden hier alle als positive Größen verwendet. Das ist nicht immer so der Fall Q S kann somit negative Werte annehmen an klaren Tagen gilt: L > L

5 Tagesgänge unterschiedlicher Strahlungsflussdichen im Fichtelgebirge (NE Bayern) über Wald Strahlungsbilanz die langwellige Einstrahlung ist meist kleiner als die langwellige Ausstrahlung die Strahlungsbilanz ist meist tagsüber positiv und nachts negativ

6 Bodenwärmestrom B W m -2 kBkB Wärmeleitfähigkeit des Bodens in der Gebäudeisolation auch λ W m -1 K -1 TTemperaturK zTiefe des Bodensm

7 Bodenwärmestrom: Nebenbemerkung kk-WertW m -2 K -1 tZeit1 h oder 3600 s Der k-Wert (z.B. für Gebäudeisolation) hängt natürlich mit der Wärmeleitfähigkeit direkt zusammen. Er beschreibt den Wärmefluss, der pro Stunde pro Quadratmeter Oberfläche bei einem Temperaturunterschied von 1 K fließt. z = Dicke der Baustoffschicht T = T innen – T außen Für Einzelbauteile bei Neubauten sind maximal zulässige die k-Werte vorgeschrieben. Eine Dachdämmung soll einen k-Wert von maximal 0.22 W m -2 K -1 haben Eine Kellerdecke maximal 0.35 W m -2 K -1 Außenwände sollten nicht über 0.5 W m -2 K -1 liegen.

8 Bodenwärmestrom: Nebenbemerkung II Wärmeleitfähigkeit k B unterschiedlicher Materialien*W m -1 K -1 Stahlbeton2.60 Beton1.60 Porenbeton0.20 – 0.26 Kalksandstein2.50 Holz0.15 – 0.20 Ziegel0.40 – 0.50 Mineralfasermatten0.042 PU - Hartschaum0.030 Holzwolle, gebunden0.064 Glas0.81 Asphalt0.7 – 0.9 Quelle: (2003) *die Wärmeleitfähigkeit k B wird in der Baustoffbranche meist als Wärmeleitzahl bezeichnet

9 Bodenwärmestrom Wärmeleitfähigkeit k B unterschiedlicher OberflächenW m -1 K -1 sandiger Boden (40 % Porenvolumen) trocken0.30 sandiger Boden (40 % Porenvolumen) nass2.20 toniger Boden (40 % Porenvolmen) trocken0.25 toniger Boden (40 % Porenvolmen) nass1.58 Torf (80 % Porenvolumen) trocken0.06 Torf (80 % Porenvolumen) nass0.50 Eis (0°C, ohne Beimengungen)2.24 Wasser (ruhig)0.58 Luft (ruhig)0.026 Quelle: Arya, 1988 Vorsicht bei der Interpretation dieser Werte! 1 W = 1 J s -1 = m 2 kg s -3

10 Bodenwärmestrom nach Häckel, 1999, verändert grundsätzlich sind drei Faktoren für die Bodenwärmeleitfähigkeit bestimmend: 1.Bodenart: Die Wärmeleitfähigkeit fällt von Gestein über Sand, Lehm, zum Moor 2. Wassergehalt: feuchte Böden leiten besser als trockene 3. Porenvolumen: hohes (mit Luft gefülltes) Porenvolumen führt zu geringer Wärmeleitfähigkeit

11 Bodenwärmestrom aus Häckel, 1999

12 Fluss fühlbarer Wärme: H Im Gegensatz zu anderen Kompartimenten in der Umwelt (z.B. Boden) findet Transport von Wärme (das gilt auch für Gase) nahezu ausschließlich turbulent statt. Molekulare Diffusion wird hier vernachlässigt! Es gibt einen Wärmetransport, der an die mittlere Strömung gekoppelt ist: H konv konvektiver (oder advektiver) WärmetransportJ m -2 s -1 = W m -2 cpcp spezifische Wärmekapazität der Luft1004 J kg -1 K -1 Dichte der Luft [1.184 kg m -3 bei Standard Bed. 25 °C, 1013 hPa] kg m -3 Umittlere horizontale Windgeschwindigkeitm s -1 potentielle TemperaturK U ist horizontal, wir wollen aber vertikale Flüsse an der Bodenoberfläche betrachten. Die vertikale Windkomponente des Windes ist jedoch im Mittel gleich Null.

13 Fluss fühlbarer Wärme: H Es gibt grundsätzlich 2 Auswege aus diesem Dilemma: 1. Eddy-Kovarianz 2. Parameterisierung von Gradient-Ansätzen Beide Ansätze werden hier ausführlich besprochen, vor allem auch weil beide auch für andere Größen wie Flüsse von Feuchte, latenter Wärme, und Spurenstoffen anwendbar sind. An dieser Stelle wird nur der Gradientansatz vorgestellt

14 Fluss fühlbarer Wärme: H Das dahinterliegende Konzept ist aus der Beschreibung der molekularen Diffusion (Ficksche Gesetze) entliehen und in der Anwendung für den turbulenten Transport (wie hier) semiempirisch ! Der vertikale turbulente Diffusionskoeffizient K z für Wärme ist eine Funktion der Höhe und experimentell nur schwer zugänglich. H turb turbulenter WärmetransportJ m -2 s -1 = W m -2 KzKz vertikaler turbulenter Diffusionskoeffizient für Wärmem 2 s -1

15 Fluss latenter Wärme: E Der latente Wärmefluss lässt sich über den Fluss des Wasserdampfs herleiten. In Analogie zum Fluss fühlbarer Wärme gilt: Wvertikaler turbulenter Wasserdampfflussg m -2 s -1 qspezifische Feuchteg kg -1 KwKw vertikaler turbulenter Diffusionskoeffizient für Wasserdampfm 2 s -1 nach oben fließender Wasserdampf muss zunächst an der Oberfläche von der flüssigen in die Gasphase gebracht werden

16 Über die spezifische Verdampfungswärme des Wassers L = 2.5 · 10 6 J kg -1 rechnet sich der Fluss des Wasserdampfes direkt in den Fluss latenter Energie um: Fluss latenter Wärme: E Elatenter WärmeflussJ m -2 s -1 = W m -2

17 NB Der vertikale turbulente Diffusionskoeffizient K W für Wasserdampf experimentell genauso schwer schwer zugänglich wie derjenige für fühlnbare Wärme (K Z ) Es liegt die Versuchung nahe, die turbulenten Diffusionskoeffizienten K z, K w gleichzusetzen. Auf diese Weise hätte man die Zahl der Unbekannte im Gleichungssystem reduziert. Die Methode wird auch häufig angewandt (z.B. im Bowen-Ratio- Verfahren)

18 Energiebilanz Energiebilanz an der Wald- Forschungsstation Waldstein im Fichtelgebirge (NE Bayern)

19 Energiebilanz aus Häckel, 1999

20 Energiebilanz an der Bodenoberfläche In vielen Fällen ist die Energiebilanz an der Oberfläche nicht ausgeglichen. Dies hat viele mögliche Ursachen: Messfehler die einzelnen vertikalen Flüsse werden über unterschiedliche räumliche Mittel erfasst es liegen temporäre Speicher vor Deshalb wird in die Energiegleichung häufig auch noch ein zusätzlicher Speicherterm S eingeführt. Strenggenommen macht man hiermit aus einer Bilanzgleichung eine Haushaltsgleichung. Über ein angemessenes räumliches und zeitliches Mittel muss der Speicherterm allerdings gleich Null sein.


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