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Umweltmeteorologie Prof. Dr. Otto Klemm 11. Aerosolpartikel.

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Präsentation zum Thema: "Umweltmeteorologie Prof. Dr. Otto Klemm 11. Aerosolpartikel."—  Präsentation transkript:

1 Umweltmeteorologie Prof. Dr. Otto Klemm 11. Aerosolpartikel

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3 Wolke 1: 44 · 10 6 Tropfen m -3, Ø = 10 µm LWC = g m -3 projezierte Fläche: 34.6 cm 2 m -3 Wolke 2: 352 · 10 6 Tropfen m -3, Ø = 5 µm LWC = g m -3 projezierte Fläche: 69.1 cm 2 m -3

4 Größenverteilungen Das Partikelspektrum reicht von wenigen nm bis einige Hundert µm (Durchmesser). Grobeinteilung in feine Partikel 2 µm. Weitere Einteilung: Aitken-Teilchen: < 0.08 µm Accumulation range: 0.08 µm < < 2 µm PM10: < 10 µm; Feinstaub PM2,5: < 2.5 µm d.h. eine Gasphase mit darin dispergierten Partikeln, den sogenannten Aerosolpartikeln die Atmosphäre ist ein Aerosol,

5 Vergleich kleiner und großer Partikel feine Partikel < 2 µm grobe Partikel > 2 µm QuelleNukleation, Verbrennungsvorgänge (Kohle, Öl, KFZ, Biomasse) NH 3, SO 2, NO x, Reaktionen biogener VOCs mit O 3 Erosion von Festland und Ozeanen, Flugasche Zusammen- setzung Sulfat, Nitrat, Ammonium, H + Kohlenstoff (EC + OC), organische Komponenten Wasser Metalle Gesteinsmaterial Seesalz Pollen, Sporen Reifenabrieb Flugasche, Lebenszeit in der Atmosphäre Tage bis WochenMinuten bis Tage Transport- distanzen bis Tausende von kmbis 10er von km sekundäre Partikel primäre Partikel

6 Quellen primärer Aerosolpartikel (global, Tg a -1 ) QuelleMittel MinMax Mineralstaub Seesalz Verbrennung von Biomasse Verbrennung fossiler Brennstoffe direkte biogene Emissionen56 ?90 Luftverkehr0.006 Industrielle Quellen Summe, ca anthropogener Anteil ca. 5 % nach

7 Gg % 1. Energie A. Verbrennung fossiler Brennstoffe Energiewirtschaft Verarbeitendes Gewerbe Verkehr davon Straßenverkehr Übrige Feuerungsanlagen Militär und weitere kleine Quellen B. Diffuse Emissionen aus Brennstoffen Feste Brennstoffe Industrieprozesse Landwirtschaft B. Düngerwirtschaft D. Landwirtschaftliche Böden Abfall Andere Andere (4) Umschlag staubender Güter Abrieb (von Reifen, Bremsen, Straßen) Summe Datenquelle: Quellen PM10 in Deutschland (Gg a -1 )

8 Datenquelle: Quellen PM2.5 in Deutschland (Gg a -1 ) Gg % 1. Energie A. Verbrennung fossiler Brennstoffe Energiewirtschaft Verarbeitendes Gewerbe Verkehr davon Straßenverkehr Übrige Feuerungsanlagen Militär und weitere kleine Quellen B. Diffuse Emissionen aus Brennstoffen Feste Brennstoffe Industrieprozesse Landwirtschaft B. Düngerwirtschaft D. Landwirtschaftliche Böden Abfall Andere Andere (4) Umschlag staubender Güter Abrieb (von Reifen, Bremsen, Straßen) Summe

9 Datenquelle: Vergleich der Quellen PM10 und PM2.5 in Deutschland

10 Datenquelle: Entwicklung der Emissionen PM10 und PM2.5 in Deutschland

11 Anteil PM2.5 an PM10 (Masse-Bezug)

12 Immission

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16 Emission von Tropfen in die Atmosphäre Filmtropfen: 1 – 15 Stück pro Blase 0.08 µm < D < 100 µm (kleine überwiegen) Jettropfen: 100 µm < D < 600 µm (kleine überwiegen) Luftblasen: D > 1.8 mm: Anzahl Filmtropfen > Anzahl Jettropfen D < 1.8 mm: Anzahl Filmtropfen < Anzahl Jettropfen

17 Quellen sekundärer Partikel nach Inhaltsstoffen (global, Tg a -1 ) SubstanzMittel MinMax Sulfat (als NH 4 HSO 4 ) anthropogen biogen Vulkane21948 Nitrat (als NO 3 - ) anthropogen natürlich VOC anthropogen natürlich16840 Summe, ca anthropogener Anteil ca. 60 % nach

18 Quellenzuordnung sekundärer Partikel nach Inhalts- stoffen (global) SubstanzQuelleAnteil Schwefel 100 % anthropogenVerbrennung fossiler Brennstoffe (SO 2 ) Luftverkehr (SO 2 ) Verbrennung von Biomasse (SO 2 ) 67 % < 0.1 % 2 % natürlichDMS aus Ozeanen22 % Vulkane(SO 2 )8 % Nitrat 100 % anthropogenVerbrennung fossiler Brennstoffe Verbrennung von Biomasse Luftverkehr landwirtschaftliche Böden 51 % 16 % 2 % 5 % natürlichBöden8 % Gewitterdto.17 % nach

19 Quellenzuordnung sekundärer Partikel nach Inhalts- stoffen (global) Forts. SubstanzQuelleAnteil Ammonium (aus NH 3 ) 100 % anthropogenTierhaltung landwirtschaftliche Böden Mensch Verbrennung von Biomasse Verbr. fossiler Brennstoffe und Industrie 40 % 23 % 5 % 11 % < 1 % natürlichBöden wilde Tiere Ozeane 4 % < 1 % 15 % VOC 100 % anthropogen46 % natürlichTerpene54 % nach

20 Quelle: Seinfeld und Pandis, 2006 Dimethylsulfid (DMS)

21 Größen- verteilung homogene Nukleation thermodynamisch stabile Cluster (TSC) Winderosion (von Land und Ozean) Emissionen (Vulkane, Pflanzenmaterial) große Partikel kleine Partikel Sedimentation rainout washout heterogene Nukleation Koagulation Kondensation cloud processing Ø dN / d log D [ µm -1 ] Feinstaub

22 Herleitung der Bezeichnung dN/dlogD auf der Y-Achse Schritt 1: Wir messen in 6 Größenklassen die Partikelanzahl die Klassenbreite ist 1 µm D Schritt 2: Wir verbessern das Messgerät, können nun in 0.5 µm – Schritten messen

23 Herleitung der Bezeichnung dN/dlogD auf der Y-Achse Schritt 4: Bildung der kummulierten Häufigkeit mit Summenkurve Schritt 3: Wir normieren die y- Achse auf die Klassenbreite der Durchmesser-Klassen (hier: auf 1 µm)

24 Herleitung der Bezeichnung dN/dlogD auf der Y-Achse Schritt 6: Ableitung der Summenkurve. Die Ableitung der kummulierten Häufigkeit ist die Häufigkeit Schritt 5: Logarithmieren der x- Achse für die klarere Darstellung der kleinen Durchmesser

25 Ø = 2 nm Ø = 20 nm Ø = 200 nm Ø = 2000 nm = 2 µm

26 Größenverteilung parameterisiert nach Seinfeld und Pandis, 1998, kugelförmige Partikel

27 Größenverteilung parameterisiert nach Seinfeld und Pandis, 1998, kugelförmige Partikel

28 Größenverteilungen (idealisiert) parameterisiert nach Seinfeld und Pandis, 1998

29 Höhenprofile (idealisiert)

30 Prozesse der Partikeldynamik Sedimentation Koagulation Impaktion Neubildung durch homogene Nukleation Wachstum durch heterogene Nukleation

31 Die Größe der betrachteten Partikel spielt eine entscheidende Rolle. Zunächst betrachten wir drei grundsätzlich unterschiedliche Bereiche: 1. Das Partikel ist wesentlich größer als die mittlere freie Weglänge der Gasmoleküle, die es umgeben,. Das Partikel bewegt sich in einem gleichmäßigen, kontinuierlichen Medium, es handelt sich um eincontinuum regime 2. Übergangsbereich (transition regime) 3. Das Partikel ist wesentlich kleiner als, es bewegt sich wie ein anderes Gasmolekül, free molecule (kinetic) regime Die Knudsen – Zahl Kn = 2 / D p beschreibt den Charakter des Strömungszustandes eines Partikel in einem Medium (Aerosol) quantitativ. Partikeldynamik

32 Die freie Weglänge von Luft- Molekülen bei 1000 hPa und 298 K ist etwa = µm nimmt mit der Höhe zu Quelle:Seinfeld und Pandis, 2006

33 Grob gilt: D p > 0.2 µm Kn < 1 continuum regime, die Bewegung der Partikel muss mit continuum mechanics beschrieben werden, in der Größen- und Massenunterscheide zu den Luftmolekülen zum Tragen kommen (siehe Sedimentation!) D p < 0.01 µm Kn » 1 free molecule or kinetic regime, die Bewegung der Partikel muss wie die von Gasmolekülen beschrieben werden µm < D p < 0.2 µm: Im Übergangsbereich müssen beide Gesetzmäßigkeiten zur Anwendung kommen. Partikeldynamik

34 Im continuum regime gilt: µ = Viskosität der Luft in kg m -1 s -1 u = Vertikalgeschwindigkeit der Luft Diese Formulierung beschreibt den Fall einer festen Kugel, der durch die Reibung im viskosen Medium gebremst wird (bei kleinen Reynolds-Zahlen Re). Sedimentation – Stokes Law

35 Im free molecule regime müsste der Einfluss der Reibung unterschiedlich hergeleitet und formuliert werden. Der Übergang wird normalerweise empirisch beschrieben durch Einführung der slip correction C c : Die Slip-Korrektur ist bei kleinen Partikeln groß und bei großen Partikeln klein mpmp :Masse des Partikelsg v:Sedimentationsgeschwindigkeit des Partikelsm s -1 t:Zeits g:Erdbeschleunigungca m s -2 µ:Viskosität der Luftkg m -1 s -1 DpDp :Durchmesser des Partikelsm CcCc :Cunningham slip correction- u:Vertikalgeschwindigkeit der Luftm s -1 Sedimentation – Stokes Law

36 Sedimentationsgeschwindigkeit Die Depositionsgeschwindigkeit nimmt mit der Größe der Partikel zu: Quelle:Seinfeld und Pandis, 2006

37 Partikel unterliegen Brownscher Bewegung (random walk). Der Diffusionskoeffizient der Partikel nimmt mit ihrer Größe ab: In dieser Form der Stokes-Einstein – Beziehung ist:: D = Diffusionskoeffizient m 2 s -1 C c = Cunningham slip correction (s.u.) µ = Viskosität der Luft in kg m -1 s -1 D p = Partikel - Durchmesser Für große Partikel ist D klein, für kleine Partikel ist D groß Bei sehr großen Partikeln ist C c 1, d.h. D nimmt proportional zu D p -1 zu Bei sehr kleinen Partikeln ist C c > 1, und D nimmt bis zu proportional zu D p -2 zu 2. Koagulation

38 Partikel unterliegen Brownscher Bewegung (random walk). Sie treffen zufällig aufeinander. Die Abstoßung nach dem Zusammenprall ist sehr unwahrscheinlich (deshalb wird der "sticking coefficient" (ähnlich dem accomodation coefficient) meist gleich 1 gesetzt. Durch diesen Prozess können Partikel nur wachsen! Er ist besonders effektiv für kleine Partikel. Quelle:Seinfeld und Pandis, 2006

39 Partikelwachstum durch Brownsche Bewegung NB: Beachte dass Brownsche Bewegung für Interaktionen zwischen Molekülen und Partikeln von Bedeutung ist, aber ansonsten gegenüber turbulentem und advektivem Transport in der Atmosphäre zu vernachlässigen ist! Die Koagulationskoeffizienten sind am kleinsten für Partikel gleicher Größe. Wenn das Größenverhältnis sich ändert, steigen die Koagulations- koeffizienten rasch an. Ein großes Partikel bewegt sich zwar relativ langsam, bietet für ein kleines Partikel aber eine große Zielfläche. Große Partikel treffen nicht gut aufeinander, weil sie relativ träge sind. Kleine Partikel sind zwar schnell, aber bieten einander keine sehr große Zielfläche: Die Zielfläche wächst immer mit D p 2, während D mit Werten zwischen D p -1 und D p -2 anwächst. 2. Koagulation

40 Quelle:Warneck, 1988

41 Verweilzeit in der Atmosphäre Sehr kleine Partikel haben die Tendenz, zu wachsen, sehr große Partikel sedimentieren. Daraus ergibt sich für Partikel mittlerer Größe (0.1 µm < D < 10 µm) die maximale durchschnittliche atmosphärische Verweilzeit. Quelle:Colbeck, 1988

42 Größen- verteilung homogene Nukleation thermodynamisch stabile Cluster (TSC) Winderosion (von Land und Ozean) Emissionen (Vulkane, Pflanzenmaterial) große Partikel kleine Partikel Sedimentation rainout washout heterogene Nukleation Koagulation Kondensation cloud processing Ø dN / d log D [ µm -1 ] accumulation range Aitken range ultrafeine Partikel

43 3. Impaktion Beispiel: Der große Kreis stellt einen fallenden Regentropfen dar, die Pfeile die Trajektorien der Luft um diesen Tropfen. Kleine Partikel in diesem Medium können aufgrund ihrer höheren Dichte der Ablenkung der Stromlinien nicht 100 % folgen und treffen mit dem Tropfen zusammen. Regentropfen waschen Aerosolpartikel in der Atmosphäre unter der Regenwolke ausscavenging Die Atmosphäre wird durch Regen gereinigt

44 3. Impaktion Im Prinzip kann die Bewegung des Partikels mit dem Stokes´schen Gesetz formuliert werden: Allerdings muss die Beschreibung dreidimensional aufgestellt und berechnet werden. Als Resultat kann das Partikel (in Abhängigkeit von seiner Masse und seinem Durchmesser) nicht vollständig dem Strömungsfeld der Luft folgen. Wenn es das Hindernis berührt, wird es impaktiert. u: Geschwindigkeit des Fluids u p Geschwindigkeit des Partikels Unterscheide: Impaktion - Interzeption

45 Beispiel: in einem Impaktor werden Aerosolpartikel nach Größe sortiert gesammelt 3. Impaktion

46 ideales und reales Abscheideverhalten

47 3. Impaktion man unterscheide: Stokes Durchmesser eines Partikels: Durchmeser einer Kugel, die die selbe Sinkgeschwindigkeit und Dichte hat, wie das Partikel. Wenn das Partikel eine Kugel ist, ist der Stokes-Durchmesser gleich dem aktuellen Kugeldurchmesser Aerodynamischer Durchmesser eines Partikels: Der Durchmesser einer Kugel mit Einheitsdichte ( = 1 g cm -3 ) die die selbe Sinkgeschwindigkeit und Dichte hat, wie das Partikel. Normalerweise ist der Aerodynamische Durchmesser größer als der Stokes- Durchmesser.

48 Beispiel: marines Aerosol, NW - Atlantik 3. Impaktion

49 Beispiel: in der Lunge werden Partikel größensortiert aufgenommen: je kleiner, desto tiefer dringen sie ein 3. Impaktion Hofmann et al.: The Lung as a Filter for Inhaled Aerosol Particles - Partivle Deposition Pathways in Human Bifurcation; In Advances in aerosol filtration, 1998 Segmentbronchien Hauptbronchien Trachea Lappenbronchien

50 3. Impaktion Quelle:Colbeck (Ed.): Physical and chemical properties of aerosols. Blackie Academic & Professoinal, London, 1998.

51 3. Impaktion

52 Beispiel: in einem Nebelsammler werden Wolkentropfen mit D p > 3 µm effektiv gesammelt 3. Impaktion Quelle:Wrzesinsky, 1997

53 Impaktion Beispiele: Filterung von Aerosol-Partikeln nach dem Impaktions-Prinzip:

54 Impaktion

55 Impaktion, hier in Verbindung mit Diffusion und Interzeption

56 02. August 2001 Waldstein Größenverteilung

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58 Homogene Nukleation: Bildung von Partikeln aus der Gasphase eines oder mehrerer Stoffe; wenn nur ein Stoff beteiligt ist: "self-nucleation Homogene Nukleation kann frühestens dann eintreten, wenn der Sättigungsdampfdruck eines Gases in der Luft überschritten wird. Heterogene Nukleation: Anlagerung auf einer bereits bestehenden Oberfläche Nukleation

59 wichtigste Gase in der unteren Atmosphäre: H 2 O, H 2 SO 4, auch beide gemeinsam Die "Netto-Nukleationsrate" ist die Summe von Nukleationsrate (positiv) und Evaporationsrate (negativ) der Molekül-Cluster: Die Nukleationsrate wird berechnet entweder aus der Theorie der Gaskinetik, und zwar aus der Kollisionshäufigkeit zwischen einzelnen Molekülen bzw. zwischen Molekül und einem bereits bestehenden Cluster (i-mer), oder aus thermodynamischen Annahmen, nämlich des energetisch günstigeren Zustandes der Existenz großer Cluster im Vergleich zu kleineren Clustern. nimmt mit der Clustergröße zu. Netto - Nukleationsrate

60 Die Nukleationsrate sollte mit einem Akkomodationskoeffizient multipliziert werden. Dieser ist eine dimensionslose Zahl zwischen 0 und 1 und beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der zwei Moleküle (oder ein Molekül und ein Cluster oder ein Molekül und eine Oberfläche oder auch ein Partikel und eine Oberfläche), die aufeinander treffen, aneinander haften bleiben. ist generell unbekannt bzw. sehr schwer bestimmbar. Daher wird oft = 1 angenommen. Akkomodationskoeffizient

61 Die Evaporationsrate wird häufig unter Zuhilfenahme der Kelvin- Gleichung berechnet: p A = aktueller Gleichgewichts-Dampfdruck der Substanz A über der Flüssigkeit = Gleichgewichtsdampfdruck der Substanz A über einer flachen flüssigen Oberfläche = Oberflächenspannung M= Molekulargewicht R= Gaskonstante T= Temperatur = Dichte der Flüssigkeit r= Krümmungsradius der Oberfläche Kelvin - Gleichung

62 Dampfdruck über gekrümmten Oberflächen Über gekrümmten Oberflächen ist der Dampfdruck höher, deshalb tendieren kleine Partikel zu evaporieren. Die Evaporationsrate nimmt mit der Clustergröße ab. Quelle:Pruppacher und Klett

63 Quelle:Seinfeld und Pandis, 2006 i ist die Clustergröße (Anzahl der Moleküle im Cluster) und somit als Radius bzw. Durchmesser interpretierbar. Heterogene Nukleation

64 Die Konzepte für die Beschreibung der Kinetik der heterogenen Nukleation sind ähnlich. Wenn in Luft z.B. H 2 O und H 2 SO 4 (aus der Oxidation von SO 2 ) in der Gasphase vorliegen und gleichzeitig Partikel, kann sowohl homogene Nukleation eintreten oder auch heterogene Nukleation auf den vorhandenen Oberflächen (Kondensation). In den meisten Fällen wird die Kondensation der schnellere Prozess sein. Heterogene Nukleation

65 Nukleation aus chemischen Reaktionen: NH 3 (g) + HCl(g) NH 4 Cl(f) HNO 3 (g) + NH 3 (g) NH 4 NO 3 (f) Alkene + O 3 Criegee Biradikal... Kondensation aber auch: H 2 SO 4 (g) + 2 NaCl Na 2 SO HCl (g) HNO 3 (g) + NaCl NaNO 3 + HCl (g) Die beiden letzten Reaktionen führen zum "Chlorid-Defizit" in Aerosolpartikeln marinen Ursprungs (typischer "enrichment factor": 0.88, der Anteil an Seesalz in einem Aerosol sollte besser mit den Na-Konzentrationen berechnet werden!). Nukleation aus chemischen Reaktionen

66 Reaktion biogener Alkene mit Ozon Quelle: Finlayson-Pitts und Pitts, 2000

67 Reaktion biogener Alkene mit Ozon homogene und/oder heterogene Nukleation Quelle: Finlayson-Pitts und Pitts, 2000

68 Ausbeute an kondensierbarem Material durch die Oxidation reaktiver Kohlenwasserstoffe: Quelle:nach Seinfeld und Pandis, 1998, S. 739f., verkürzt VOCAusbeute (µg m -3 ppm -1 )VOCAusbeute (µg m -3 ppm -1 ) Propan 0 Cyclohexen 278 Pentan 0 Isopren 0 Cyclohexan 17 - Pinen 762 n – Octan 98 - Pinen 720 n - Tridecan 865 Monoterpene 762 Ethen 0 Benzol 0 Penten 0 Toluol – Hexen 0 o - Xylol 428 neuere Laboruntersuchungen weisen darauf hin, dass Isopren doch eine wichtige Rolle bei der Bildung sekundärer Partikel in der Atmosphäre spielt

69 Yearly average total SOA concentrations during the year March 2001–Feb 2002 (a)at the surface without isoprene source, (b)at the surface with isoprene source, (c)at 5.2 km without isoprene source, and (d)at 5.2 km with isoprene source. Henze, D. K., and J. H. Seinfeld (2006), Global secondary rganic aerosol from isoprene oxidation, Geophys. Res. Lett., 33, L09812, doi: /2006GL

70 02. August 2001 Waldstein Größenverteilung

71 Größen- verteilung homogene Nukleation thermodynamisch stabile Cluster (TSC) Winderosion (von Land und Ozean) Emissionen (Vulkane, Pflanzenmaterial) große Partikel kleine Partikel Sedimentation rainout washout heterogene Nukleation Koagulation Kondensation cloud processing Ø dN / d log D [ µm -1 ] accumulation range Aitken range ultrafeine Partikel Impaktion turbulenter Transport

72 vertikale Flüsse nahe der Oberfläche (turbulenter Austausch) Wind Eddy Kovarianz Impaktion – turbulenter Transport

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74 Anzahl - Flüsse: Größenverteilungen (3 nm 900 nm) Impaktion – turbulenter Transport

75 Vertikale Partikel - Flüsse

76 Part. O3O3 Größenverteilung und vertikale Flüsse

77 Partikelzusammensetzung an einem ländlichen Standort

78 (NH 4 ) 2 )SO 4 Ruß externe Mischunginterne Mischung nach Seinfeld und Pandis, 1998 Innerhalb einer Größenklasse des Partikelspektrums sind nicht unbedingt alle Partikel identisch zusammengesetzt. Beispiel: Interne/Externe Mischung

79 Partikel - Analyse Größenselektive Probenahme 1. Zyklone PM10-Aerosol tritt tangential ein spiralförmiger Luftstrom Partikel > 1 µm werden im grid pot abgeschieden PM1 zum Filter

80 Partikel - Analyse 1.Zyklone 2. Virtueller Impaktor 3. Impaktor Dichotomous Sampler (Andersen) 1 m³/h Vorabtrennung von Partikeln > 10 µm Auftrennung < 2,5 µm und 2,5 – 10 µm mit virtuellem Impaktor Sammlung der Fraktionen auf 37 mm Teflon-Filtern Größenselektive Probenahme

81 Partikel - Analyse Probenahme ohne Größenselektierung auf Filtern (in der Regel nach Vorabscheidung PM10, PM2.5, oder PM1) LVS (low volume sampler), geringer Durchsatz (2,3 m³/h) HVS (high volume sampler), hoher Durchsatz (68 m³/h) WRAC (wide range aerosol classifier) sehr hoher Durchsatz (ca m³/h)

82 kontinuierliche Messverfahren (zur Massebestimmung) - Absorption Partikel - Analyse Beheizung der Probenahme, Staubabscheidung auf Filter, Messung und Regelung des Volumenstromes (1 m³/h), Registrierung der Staubmasse (Absorption der -Strahlung, Kalibrierung mit Glimmerfolien, Rückführung auf Gravimetrie

83 Partikel - Analyse kontinuierliche Messverfahren (zur Massebestimmung) - Absorption Oszillierende Mikrowaage (TEOM, tapered element oscillating microbalance) ein Glasfaserfilter befindet sich an der Spitze eines sich nach oben verengenden Röhrschens (tapered element), durch das die Luft durch den Filter gesaugt wird. Der Filter wird in Schwingung gehalten. Die Masse des auf dem Filter abgeschiedenen Materials erfolgt über die Vermessung der Eigenfrequenz des Filters, nach dem Prinzip eines Pendels.

84 Partikel - Analyse optische Messverfahren (zur Zählung von Partikeln) Streulichtmessung Intensität Partikelgröße Impulszahl Partikelanzahl Limitierung: nur große Partikel können so direkt gemessen werden

85 Partikel - Analyse Weiterentwicklungen: 1. Vergrößerung der Partikel vor der Vermessung durch Aufdampfen von Butanol oder Wasser (CPC, UCPC) optische Messverfahren (zur Zählung von Partikeln)

86 Partikel - Analyse optische Messverfahren (zur Zählung von Partikeln) Weiterentwicklungen: 1. Vergrößerung der Partikel vor der Vermessung durch Aufdampfen von Butanol oder Wasser (CPC, UCPC) 2. Größensortierung der Partikel vor der Analyse: DMPS (differential mobilitiy particle sizer) NW Atlantic


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