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DIE ZEIT DER DSCHAHILIJA. Keine neue Religion  Er verordnete für euch die Religion, die Er Noah anbefahl und die Wir dir offenbart haben und die Wir.

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1 DIE ZEIT DER DSCHAHILIJA

2 Keine neue Religion  Er verordnete für euch die Religion, die Er Noah anbefahl und die Wir dir offenbart haben und die Wir Abraham und Moses und Jesus anbefohlen haben. Nämlich (die), in der Einhaltung der Religion treu zu bleiben und euch deswegen nicht zu spalten. Hart ist für die Götzendiener das, wozu du sie aufrufst. Allah erwählt dazu, wen Er will, und leitet dazu den, der sich bekehrt. (42:13)  Und ganz gewiss steht dies in den Schriften der Früheren. (26:196)  Der Islam ist so alt wie die Menschheit selbst  Islam bedeutet „Hingabe zu Gott“  Die einzige gottgewollte Lebensweise  Unveränderbare, universelle Werte der Menschheit  Rückkehr zur Fitra (Natur) des Menschen  beginnt mit Adam as und endet mit Muhammad sas  Christentum, Judentum sind veränderte Versionen des Islams. Daher wurden immer wieder neue Propheten entsandt, um die Menschen an ihren ursprünglichen, unveränderten Din zu erinnern

3 Falsche Vorstellung über die Zeit der Dschahilija  Die Dschahilija wird als abgrundtief schlecht, vollkommen barbarisch dargestellt, als eine Zeit, in der Mädchen lebendig begraben wurden.  Man nimmt fälschlicherweise an, dass Rasulullah einen vollkommen neuen Din gebracht hat. Eine Revolution in Gang gesetzt hat, die alles alte ausgelöscht hat. Und das obwohl Rasulullah fast 90 % von der Dschahilija beibehalten hat.  Wenn Wir eine Aya aufheben oder der Vergessenheit anheimfallen lassen, so bringen Wir eine bessere als sie oder eine gleichwertige hervor. Weißt du denn nicht, dass Allah Macht über alle Dinge hat? (2:106)  Gleichwertig heißt alte Normen wurden beibehalten, wie z.B. das Gebet, das Fasten…, bessere bedeutet alte Normen wurden aufgehoben und durch bessere ersetzt, wie z.B. die Strafe der Steinigung der Thora bei Unzucht wurde im Kuran durch Auspeitschen ersetzt. Die Menschen haben verschiedene Charakterzüge. Die besten von ihnen in der Zeit vor dem Islam (Dschahiliyya), sind auch die besten von ihnen im Islam, wenn sie nur belehrt sind (in Glaubensfragen).“ (Buhari) D.h. es gibt auch gutes in der Zeit der Dschahilija. Sie ist nicht abrgundtief schlecht.

4 Definition der Dschahilija  Linguistisch:  keinen Sanftmut besitzen  unangebrachte Verhaltensweisen  Dschahilija bedeutet nicht „Unwissenheit“, was oft angenommen wird  Amr b. Hischams Beiname war Abul Hakam (Vater der Weisheit), später nannten ihn die Muslime Abu Dschahil, nicht weil er unwissend, sondern weil er hart und despotisch war  Rasulullahs Kritik an Abu Zarr: „…in dir ist noch etwas von der Dschahilija!“ (Buchari) d.h. du kannst hart sein und hast noch schlechte Charakterzüge.  Dschafar b. Abu Talib beschreibt dem Negus ihre alte, barbarische Lebensweise folgendermaßen: „… wir aßen verendete Tiere, waren schlecht zu unseren Nachbarn, erklärten Haram für Halal, töteten einander…“  Menschen der Dschahlija waren nicht unwissend, sondern hart und widersetzen sich stur der Wahrheit

5 Islam = die Fortsetzung des Alten  Überreste der Lehre von Abraham waren auf der arabischen Halbinsel vorhanden  auch waren das Judentum und Christentum bekannt  Sprich: "Ich bin kein neuer Erfinder unter den Gesandten, und ich weiß nicht, was mit mir oder mit euch geschehen wird. Ich folge nur dem, was mir offenbart wird; und ich bin nur ein deutlicher Warner." (46:9)  Und Wir haben das Buch mit der Wahrheit zu dir herabgesandt, das bestätigt, was von der Schrift vor ihm da war und darüber Gewissheit gibt; richte also zwischen ihnen nach dem, was Allah herabgesandt hat und folge nicht ihren Neigungen, von der Wahrheit abzuweichen, die zu dir gekommen ist. Für jeden von euch haben Wir Richtlinien und eine Laufbahn bestimmt. Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht. Er wollte euch aber in alledem, was Er euch gegeben hat, auf die Probe stellen. Darum sollt ihr um die guten Dinge wetteifern. Zu Allah werdet ihr allesamt zurückkehren; und dann wird Er euch das kundtun, worüber ihr uneins waret. (5:48)  Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. (Matthäus V, 17)  „Ich wurde gesandt um den guten Charakter zu vervollkommnen.“ (ibn Hanbal)

6 Araber vor der letzten Offenbarung Ursprünglich sind Araber, wie Aramäer und Juden, Semiten. Sie werden unterteilt in  Baida Araber  Haben früher gelebt, waren zur Zeit von Rasulullah nicht mehr vorhanden, wie z.B. das Volk Ad, Thamud, Madjan, Dschadis und Tasm  Bakija Araber  Araber, die zur Zeit von Rasulullah gelebt haben und auch heute noch vorhanden sind. Sie werden unterteilt in Kahtan Adnan Rabia Mudar Haschimiten Umajjaden

7 Kahtan  Kamen aus dem Jemen und Umgebung (Südarabien) (Saba, Himjar) und siedelten in den Norden  Aws, Hazradsch, Gassaner… gehören dazu  Man nennt sie Arabul Ariba (die wahren Araber)  Sprechen ein anderes arabisch als die Nordaraber. (Der Kuran spricht das Arabisch der Nordaraber.)  Die Sprache der Südaraber ist heute kaum noch erhalten geblieben.

8 Adnan  Stammen von Ismail as ab  Lebten in Nord- und Zentralarabien  Hidschaz, Nadsch, Scham, Irak zählen dazu  Man nennt sie Arabul Mustariba (Mutaarriba), weil Abraham ursprünglich nicht aus Arabien stammte und seine Kinder erst später arabisiert wurden

9 Unterschied zwischen Kahtan und Adnan  haben religiöse, soziale, sprachliche und kulturelle Unterschiede  zwischen den beiden Gruppen sind politische Auseinandersetzungen immer vorhanden gewesen, auch nach der Hinabsendung der letzten Offenbarung  Es ist wichtig diese zwei Gruppen und ihre Feindschaft zu kennen, und auch die Unterteilungen der Adnan in Rabia und Mudar und die Feindschaft, die zwischen diesen beiden besteht und wiederum die Unterteilung der Mudar in Haschimiten und Umajjaden und die bestehende Feindschaft zwischen diesen beiden. Denn nur erst dann kann man viele Ereignisse der islamischen Geschichte verstehen, wie z.B. dass gewisse Stämme den Propheten nicht anerkannt haben, nur weil er nicht aus ihrem Stamm war oder dass die Armee von Ali ra, die aus Männern aus Kahtan bestand beim Tahkim den von Ali ra vorgeschlagenen Richter ibn Abbas, der so wie der Richter von Muawija, Amr b. As, ein Adnan war, nicht anerkannt haben und darauf bestanden haben, dass Abu Musa, ein Mann aus den Kahtan, Richter werden soll, obwohl dieser zuvor von Ali ra als Gouverneur abberufen wurde und somit keine neutrale Person mehr darstellen konnte oder die Entstehung der Haridschiden und ihre Feindschaft den Kuraish gegenüber oder das Auftauchen des falschen Propheten Musailima, der den Rabia angehörte und seine Feindschaft gegenüber den Kuraish, die den Mudar angehörte…

10 Mekka  Mekka hat eine besondere Stellung, weil die Kaba, das erste Gotteshaus dort ist und weil es Abraham war, der die Kaaba auf seinen Fundamenten erneut errichtet hatte  Erste Bewohner von Mekka sind die Amalika  die Dschurhum vertreiben die Amalika die Huza vertreiben die Dschurhum die Kuraishiten vertreiben die Huza

11 Kusaj  Kusaj ist ein Ahne des Propheten.  Nach dem Tod seines Vaters Kilab b. Murra, ein angesehener Mann aus Mekka, heiratet seine Mutter erneut und verlässt mit Kusaj zusammen Mekka um zu ihrem Mann nach Syrien zu ziehen, wo er aufwächs. Sein eigentlicher Name ist Zaid. Weil er ursprünglich nicht aus Syrien war, nannte man ihn Kusaj, was soviel wie „fern seiner Heimat“ bedeutet. Als Erwachsener kehrt er nach Mekka zurück und heiratet die Tochter des Stammesführers der Huza Hulail b. Hubschija  Er bekommt 4 Söhne Abduddar, Abduluzza, Abdulkusaj und Abdulmanaf

12 Stammbaum von Kusaj

13 Kusajs Machtergreifung  Nach dem Tod seines Schwiegervaters erkennt er den neuen Stammesführer nicht an. Sein Bruder aus Syrien eilt ihm mit einer Armee zur Hilfe, so dass sie die Huza aus Mekka vertreiben und er die Macht an sich reißen kann. Nach der Machtergreifung übernimmt er auch die Betreuung der Staatsaufgaben, die er weiter ausdehnt.  Bis zu ihm leben die Nachkommen von Ismail as (die Kuraishiten) verstreut in der Umgebung von Mekka. Weil er es schafft die Kuraish in Mekka zu sammeln und anzusiedeln bekommt er den Beinamen „Mudschammi“. Bis dato hatte sich niemand getraut in dem haram Bereich Bäume zu fällen, Häuser zu bauen und dort zu leben, denn das bedeutete auch dort zu übernachten und nachts somit im Zustand der Dschanaba dort zu verweilen. Kusaj siedelt seine nahen Verwandten direkt in die Umgebung der Kaba (Kuraish al-Bitah) und seine entfernten Verwandten in die Umgebung von Mekka (Kuraish ez-Zawahir) an.  Vor dem Propheten zählten zu Kuraish al-Bitah Haschim, Umajja, Nawfal, Muttalib, Zuhra, Abduddar, Asad, Taim, Mahzum, Adij und Sahm  Durch die Ansiedlung in Mekka wird die Kuraish zum ersten Mal in ihrem Leben sesshaft und ihre Herrschaft in Mekka beginnt.

14 Darun Nadwa  Um die Herrschaft der Kuraish zu festigen gründet Kusaj das Darun Nadwa, eine Art Parlament, in dem nur auserwählte Männer ab 40 Jahren zutritt haben, wichtige Entscheidungen getroffen, Staatsgäste empfangen werden und besondere Anlässe wie Eheschließungen, Beschneidungen, das Eintreten von jungen Mädchen in die Pubertät, so dass ihnen nun Heiratsanträge gemacht werden können, gefeiert werden. Auch werden Armeen vom Darun Nadwa aus verabschiedet und in den Krieg geschickt.  Um Kaufleute anlocken zu können versucht Kusaj Mekka zu einem religiösen Zentrum zu machen mit dem kein Zentrum in der Umgebung konkurrieren kann. Er sammelt eine Art jährliche Steuer von den wohlhabenden Kuraishiten um für die Verpflegung der Pilgerer und Kaufleute aufkommen zu können.  Die Stämme dürfen auch ihre Götzen in der Kaba aufstellen, so dass noch mehr Stämme von der Kaba angezogen werden und der Markt in Mekka anfängt zu blühen

15 Staatsaufgaben in Mekka  Politische Aufgaben  Rijasat (Staatsführung & religiöse Führung)  Mala, Darun Nadwa (Rat, Parlament)  Maschwara (Parlamentsvorsitz)  Safarat (Außenminister)  Wirtschaftliche Aufgaben  Rifada (Verpflegung der Pilgerer und Kaufleute)  Sikaja (Wasserversorgung (Zamzam))  Amwalu‘l Muhadschara (Verteilung der religiösen Geschenke der Kaba)

16 Staatsaufgaben in Mekka  Militärische Aufgaben  Kijada (General)  Ukab (Infanterie)  Kubba & Ainna (Kavallerie & das Tragen der Götzen)  Liwa (Das Tragen der Fahne)  Juristische Aufgaben  Aschnak (Festsetzung von Blutgeld und Strafen)  El-Hukama (Richter)

17 Staatsaufgaben in Mekka  Religiöse Aufgaben  Sidana (Schutz der Kaba)  Hidschaba (die Bekleidung der Kaba)  Nasi (Festsetzung des Kalenders und Erweiterung der haram Monate)  Ifaza (Eröffnung der Hadsch)  Idschaza (die Pilgerer von Muzdalifa runter begleiten)  Azlam (Betreuung des Bogenziehens, das die, an das Schicksal glaubenden, Araber bei wichtigen Entscheidungen praktiziert haben. Dabei waren die insgesamt 7 Bogen unterschiedlich beschriftet, wie z.B. „Ja“, „Nein“,… so dass sie sich je nach dem welchen sie gezogen hatten für oder gegen eine Sache entscheiden konnten)

18 Ahlaf - Mutajjabun  Nach dem Tod von Kusaj (480 n. Chr.) wurde sein Sohn Abduddar sein Erbe  Die Kinder von Abdulmanaf lehnten sich dagegen auf und beanspruchte die Aufgaben Hidschaba, Rifada, Sikaja, Liwa und Nadwa für sich  Sie verbündeten sich mit den Stämmen Asad, Zuhra, Haris und Taim und tränkten im Masdschidi Haram ihre Hände in ein duftendes Wasser und strichen ihre Hände an die Kaba und schwörten diese Aufgaben an sich zu reißen. Daher nannte man sie die „Mutajjabun“ (die mit Duft eingesalbten)  Die Söhne von Abduddar hingegen verbündeten sich mit den Stämmen Sahm, Dschumah, Adij und Mahzum und schwörten vor der Kaba diese Aufgaben nicht abzugeben. Man nannte sie „Ahlaf“ (die Schwörenden - die Verbündeten)  Die Kuraish wurde gespalten und es kam fast zu einem Krieg. Letzten Endes schlichtete man zwischen den beiden Gruppen und die Aufgaben wurden unter ihnen aufgeteilt. Abduddar bekamen die Aufgaben Hidschaba, Liwa und Nadwa. Abdulmanaf bekamen die Aufgaben Rifada und Sikaja. Beide Aufgaben wurden später von dem Urgroßvater des Propheten Haschim, der den Mutajjabun angehörte, ausgeübt.

19 Haschim  Der zweite Kuraishite der Mekka zum wirtschaftlichen Aufschwung verhalf ist der Urgroßvater des Propheten Haschim  Im Gegensatz zu Kusaj der nur auf lokaler Ebene Mekka zum Handelszentrum machte, öffnete Haschim Mekka dem internationalen Markt. Dafür sorgte er für Zollfreiheit von Waren der Kuraish und die Sicherheit der Handelsrouten nach Mekka. Er und seine Brüder schlossen Verträge mit den Staaten in der Umgebung, Haschim mit Byzanz, Abduschschams mit Abessinien, Muttalib mit dem Jemen und Nawfal mit dem Iran.  Hinzukam, dass die Stämme auf den Handelsrouten ein Bündnis (Ilaf) mit den Kuraish schlossen. Früher musste man diesen Stämmen einen Betrag zahlen um ihre Gegend passieren zu können. Nun wurden diese Stämme zu Partner der Karawanen was zur Sicherheit der Routen beitrug. Die Mekkaner brachten als ihre Partner die Waren dieser Stämme auch auf die verschiedenen Märkte und verkaufte sie in ihrem Namen.

20 Ahmasi (die priviligierte Gruppe)  Durch Kusaj und Haschim wurde Mekka zu einem Handelszentrum, so dass alle Kaufleute nach Mekka pilgern mussten. Der erfolglose Angriff von Abraha, welcher die Zerstörung der Kaba und somit die Beschneidung der wirtschaftlichen Macht Mekkas bezweckte erhöhte das Ansehen Mekkas und gab der Kaba eine weitere spirituelle Kraft. Nun konnten die Mekkaner sich der Hilfe und dem Schutz Allahs rühmen. Sie waren das auserwählte Volk „Ahlullah“, die Hüter der Kaba. So nannten sie sich die „Ahmasi“, und räumten sich im Gegensatz zu anderen Araber gewisse Privilegien ein, wie zB, dass sie während der Hadsch Arafat, Muzdalifa und Mina nicht besuchen brauchten. Außerdem behaupteten sie, dass die Araber, die von außerhalb kamen mit ihren Kleidern keinen Tawaf machen durften, da sie in diesen gesündigt hätten. Daher mussten diese entweder Kleider der Ahmasi kaufen oder nackt die Kaba umrunden. In beiden Fällen erhofften sie sich wirtschaftlichen Profit, sei es durch die Einnahmen der Kleider, die sie verkauften oder durch die Lockung von Männern, die mit ansehen wollten wie Frauen nackt die Kaba umrunden. Außerdem schickten sie ihre Dscharijas zum tawaf während Männer nackt tawaf machten um die nackten Männer zu reizen und somit die Prostitution voranzutreiben.

21 Ahmasi (die priviligierte Gruppe)  Menschen von außerhalb durften auch keine Verpflegung mitbringen, sondern mussten diese von den Mekkanern kaufen. (Mit der Rifada (Verpflegung) und Sikaja (Wasserversorgung) konnten nicht alle Pilgerer versorgt werden, so dass der Rest sich selbst um seine Verpflegung kümmern musste.)  Da Frieden für den wirtschaftlichen Aufschwung nötig war achteten sie sehr auf die vier Monate, in denen Kriege verboten waren. Diese Monate waren Muharram, Radschab, Zilkada und Zilhidschdscha. Je nach Bedarf wurden diese Monate auch verlängert.

22 Ahmasi (die priviligierte Gruppe)  Der wirtschaftliche Aufschwung war für Mekka lebensnotwendig. Daher ist der Widerstand verständlich. Denn den verdankten sie dem Götzenkult in der Kaba und der privilegierten Stellung der Kuraish.  „Unser Herr, ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem unfruchtbaren Tal nahe bei Deinem heiligen Haus angesiedelt, o unser Herr, auf dass sie das Gebet verrichten mögen. So mache ihnen die Herzen der Menschen zugeneigt und versorge sie mit Früchten, damit sie dankbar sein mögen. (14:37)  Und sie sagen: "Wenn wir deiner Führung folgten, so würden wir von unserem Land weggerissen werden." Haben Wir denn kein sicheres Schutzgebiet errichtet, zu dem die Früchte aller Art gebracht werden als Versorgung von Uns? Jedoch die meisten von ihnen wissen es nicht." Und so manche Stadt haben Wir vernichtet, die sich ihrer Fülle des Unterhalts rühmte! Und dort stehen ihre Wohnstätten, die nach ihnen nicht bewohnt worden sind - mit Ausnahme einiger weniger. Und Wir wurden die Erben. (28:57-58)

23 Medina  Eigentlicher Name ist Yathrib. Taucht auch im Kuran auf:  Und alsdann sagte eine Gruppe von ihnen: "O ihr Leute von Yathrib, ihr könnt (ihnen) nicht standhalten, darum kehrt zurück." Und ein Teil von ihnen bat den Propheten um Erlaubnis und sagte: "Unsere Wohnungen sind schutzlos." Und sie waren nicht schutzlos. Sie wollten eben nur fliehen." (33:13)  Zweiwichtigste Stadt im Hidschaz

24 Medina  In Medina lebten 5 Gruppen, 3 jüdische und 2 arabische  Höchstwahrscheinlich waren es Juden, die vor Nebukadnezar aus Jerusalem geflohen waren. Die drei Stämme waren Banu Kuraiza, Banu Kainuka und Banu Nadir. Sie beherrschten den Handel in Medina  Nach der Hidschra gründete Rasulullah einen zweiten Markt. Weil die Händler der Muhadschirun im Gegensatz zu den Juden keinen Wucher betrieben, waren sie für die Käufer verlockender und wurden schnell mächtiger als die Juden.  Daraufhin fingen Probleme mit den jüdischen Stämmen an was letzten Endes zu ihrer Vertreibung führte. D.h. die Konflikte mit den jüdischen Stämmen war wirtschaftlicher Natur und nicht religiös bedingt.

25 Medina  Die zwei arabischen Stämme Aws und Hazradsch waren Geschwisterstämme jemenitischen Ursprungs. Aufgrund der Hetze der jüdischen Stämme bekriegten sie und schwächten einander jahrelang. Rasulullah schaffte es als neutrale Person beide zu vereinen und wieder zu stärken.  Außerdem lebte eine christliche Minderheit von ca. 50 Personen unter der Führung von Abu Amir in Medina.  Medina wurde die erste Hauptstadt der Muslime.  Sie ernährten sich hauptsächlich von Landwirtschaft.

26 Taif  Zentrum des Stammes Sakif  In der Nähe von Mekka  Hat ein kühles Klima und ist daher beliebt bei den reichen Mekkanern, die den Sommer gerne dort verbrachten  Taif war bekannt für Imkerei, Anbau von Trauben, Herstellung von Leder und Wein  Wird auch im Kuran erwähnt  Und sie sagten: "Warum ist dieser Quran nicht zu einem angesehenen Mann aus den beiden Städten herabgesandt worden?" (43:31)  Rasulullah versucht zuerst erfolglos dort eine Basis zu gründen

27 Stämme  Wurden von einem Shaikh angeführt  Nach seinem Tod kam derjenige an die Macht, der am kompetenteste und der Reifeste war (primus inter pares).  Die Führung wurde nicht einfach an den eigenen Sohn weitervererbt. Solche Monarchien herrschten in Byzanz und Persien.  Der Shaikh setzte sich für die Interessen seines Stammes ein, schloss Verträge, setze die Sitten um, entschied den Wohnort des Stammes und empfing die Gäste. Er war kein Herrscher, sondern eher jemand, der sich für seinen Stamm mit allem was er hatte opferte und ihm diente.

28 Stämme Der Einzelne stand unter dem Schutz seines Stammes. Wenn dieser nicht bereit war ihn auszuliefern konnte man dem Einzelnen nichts antun ohne einen Krieg mit dem ganzen Stamm anzuzetteln. Daher konnte man bis zu dem Tod des Stammesführers der Haschim Abu Talib Rasulullah nichts anhaben. Daher wurde der Boykott, nachdem sie nicht bereit waren ihn auszuliefern, über den ganzen Stamm der Haschim verhängt, was bedeutete, dass auch die Nichtmuslime der Haschim drei Jahre davon betroffen waren. Auch später als Rasulullah in Medina Zuflucht fand, stand er zunächst unter dem Schutz seiner Familie mütterlicherseits der Banu Nadschdschar.

29 Stämme Wie wir an diesen Beispielen sehen können nutzte Rasulullah sogar diese Asabija der Dschahilija im Guten, auch z.B. als er das Wissen Abu Bakrs über die Genealogie bei der Einladung der Pilgerer, der Ansar nutzt, indem er durch Abu Bakrs Hilfe erst herausfindet ob und wie er mit dem Stamm, das er einladen will, verwandt ist, um so durch diese Verwandtschaftsbeziehung zunächst einmal ihre Herzen für sich zu gewinnen. Und selbstverständlich hätte ein Prophet, der mit ihnen verwandt ist eher bei ihnen punkten können als ein Fremder.

30 Kastensystem in den Stämmen Die Stämme setzen sich aus freien Personen, Sklaven und Mawali zusammen. 1. Die freien Personen wurden unterteilt in Edelmänner und die restlichen Araber, wobei die restlichen Araber nicht gleichberechtigt mit den Kuraishiten waren. 2. Die Mawali bildeten die zweite Klasse in dem Stamm und bestanden entweder aus freigelassenen Sklaven oder waren Menschen von außerhalb, die Zuflucht in diesem Stamm gefunden hatten. Z.B. zählte Ammar bin Jasirs Familie zu den Mawalis. Sie durften keine freien Menschen heiraten, daher versuchte Rasulullah diese unislamische Sitte mit der Eheschließung von Zaid bin Haritha und Zainap zu brechen. 3. Die Sklaven stellten die dritte Klasse in dem Stamm dar und hatten keinerlei Rechte. Man konnte sie sogar ohne jegliche Konsequenzen zu fürchten umbringen.

31 Beduinen Im Gegensatz zu den sesshaften Arabern gab es noch die Beduinen, die in der Wüste und in Oasen lebten. Sie lebten von Viehzucht, waren Reiseführer und boten den Karawanen Schutz an oder waren selber die Räuber. Hauptsächlich ernährten sie sich von Datteln, Fleisch und Milch. Bekannt waren sie für ihre aggressive und grobe Natur. Sie waren geborene Soldaten.  Wahrlich, jene, die dich von außerhalb der Gemächer her rufen - die meisten von ihnen haben keinen Verstand. (49:4) Weil sie auf dem Land lebten, standen sie nicht unter dem Einfluss anderer Sprachen, so dass sie Hocharabisch sprachen. Daher schickten viele ihre Kinder in die Wüste, damit sie reines arabisches lernen konnten.

32 Familien  Frauen wurden unterteilt in freie Frauen und Dscharija (Gefangene)  Die freien Frauen aus den mittleren und unteren Klassen hatten keinen Wert. Frauen aus der obersten Schicht hatten Ansehen, und dennoch hatten die meisten kein Erbrecht.  Die gefangenen Frauen wurden zur Prostitution gezwungen.  Männer konnten so viele Frauen heiraten wie sie wollten. Der Islam hat die Polygamie auf 4 Frauen beschränkt (4:3). Die Regel war jedoch die Monogamie. Über 80 % waren nur mit einer Frau verheiratet.  Entgegen der verbreiteten Ansicht wurden „nur sehr selten“ in manchen Stämmen wie z.B. den Tamim Mädchen lebendig begraben.  Die Adoption von Kindern war zulässig.

33 Arten der Ehen Die Familien wurden durch auch heute übliche Eheschließungen gegründet, wobei es auch andere Formen von Beziehungen bzw. Ehen gab, wie z.B.  die Zeitehe (Muta)  Frauentausch (Nikah-i-Badal)  Nikah-i-Hidn (freie Frauen, die insgeheim einen Geliebten hatten)  Nikah-i-Istibda (Dabei schickte ein Mann seine Frau zu einem adligen Mann, damit sie von ihm ein Kind austragen konnte, was eine adlige Abstammung haben würde.)  Nikah-i-Makt (Nach dem Tod seines Vaters heiratete der älteste Sohn seine Stiefmutter, indem er seine Jacke auf sie warf. Wenn die Frau es schaffte vorher zu ihrem eigenen Stamm zu fliehen war sie davor gerettet.)  Nikah-i-Schigar (Tausch von Mädchen aus den eigenen Familien um den Mahr nicht zahlen zu müssen, ist so ähnlich wie das „Berdel“, das auch heute im Osten der Türkei praktiziert wird.)  Außerdem gab es die Möglichkeit mit mehreren Männern zu verkehren und das geborene Kind dann einem dieser Männer zuzuschreiben.

34 Wirtschaft  Handel (verbreitet in Mekka)  Landwirtschaft (z.B. waren Datteln in Medina und Haibar verbreitet und Weintrauben in Taif)  Viehzucht (verbreitet bei den Beduinen)

35 Religionen Vorhandene Religionen waren:  Polytheismus  Judentum  Christentum (Minderheit)  Zoroastrismus (Minderheit)  Sabäismus (Minderheit)  Hanifen (Minderheit)  Ungläubige (Minderheit)

36 Polytheismus  Während ihrer Handelsreisen brachten Mekkaner aus dem Scham Götzen mit  Lat war in Taif  Manat war in Medina  Uzza war bei den Kuraish  Hubel war der größter Götze und wurde von Amr b. Luhaj aus dem Scham gebracht.  Auf ihren Reisen nahmen Mekkaner Steine aus der Kaba mit und machte tawaf um diese.  Waren nicht konsequent in dem Respekt, den sie den Götzen entgegen brachten. Wenn die Götzen ihre Wünsche nicht erfüllten kam es vor, dass sie die Götzen beschimpften.

37 Polytheismus  Trotz des Götzenkultes akzeptierten sie Allah als ihren Schöpfer und Beschützer.  Götzen waren nur die Vermittler zwischen ihnen und Allah  "Wahrlich, Allah (allein) gebührt lauterer Gehorsam. Und diejenigen, die sich andere zu Beschützern nehmen statt Ihn (,sagen): ""Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Allah nahebringen."" Wahrlich, Allah wird zwischen ihnen über das, worüber sie uneins sind, richten. Wahrlich, Allah weist nicht dem den Weg, der ein Lügner, ein Undankbarer ist." (39:3)

38 Hanifen  War keine eigenständige Religion  Sie hatten kein Offenbarungsbuch, keinen Propheten, keine Rituale  Meint eher Menschen, die ihrer Fitra entsprechend Monotheisten waren  Lehnten den Polytheismus ab und waren auf der Suche nach der Wahrheit  Zaid b. Amr zählt zu ihnen

39 Ungläubige (Gottlose) z.B. Abu Sufjan (konvertiert später zum Islam), Walid b. Mugira, As b. Wail… gehörten zu ihnen  Und er prägt Uns Gleichnisse und vergisst seine eigene Erschaffung. Er sagt: "Wer kann die Gebeine beleben, wenn sie morsch geworden sind?" Sprich: "Er, Der sie das erste mal erschuf - Er wird sie beleben; denn Er kennt jegliche Schöpfung." (36:78-79)

40 Iman an Allah Allah war ihr Schöpfer  Und wenn du sie fragst: "Wer schuf sie?" werden sie sicher sagen: "Allah." Wie lassen sie sich da (von Ihm) abwenden? (43:87)  Und wenn du sie fragst: "Wer hat die Himmel und die Erde geschaffen und euch die Sonne und den Mond dienstbar gemacht?" - dann werden sie gewiss sagen: "Allah." Wieso lassen sie sich dann (von Allah) abwenden? (29:61)  Und wenn du sie fragst: "Wer schuf die Himmel und die Erde?" - dann werden sie gewiss sagen: "Allah." Sprich: "Alles Lob gebührt Allah." Jedoch die meisten von ihnen wissen es nicht. (31:25)  Und wenn du sie fragst: "Wer schuf die Himmel und die Erde?", so werden sie sicher sagen: "Allah." Sprich: "Seht ihr denn, was ihr außer Allah anruft? Wenn Allah mir Schaden zufügen will, können sie (dann) den Schaden entfernen? Oder wenn Er mir Barmherzigkeit erweisen will, können sie (dann) Seine Barmherzigkeit verhindern?" Sprich: "Allah genügt mir. Auf Ihn vertrauen die Vertrauenden." (39:38)  Und wenn du sie fragst: "Wer erschuf die Himmel und die Erde?", werden sie sicher sagen: "Der Erhabene, der Allwissende hat sie erschaffen", (43:9)

41 Iman an Allah Sie waren Deisten. Allah hatte sie geschaffen und sich dann zurückgezogen. Er sah sie nicht, erhörte sie nicht. Er war weit entfernt. Daher brauchten sie die Götzen um mit Allah in Kontakt zu treten. Die Götzen vermittelten zwischen ihnen und Allah. Allah st versucht diese Denkweise zu zerstören  Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich nahe; Ich höre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich ruft. Deshalb sollen sie auf Mich hören und an Mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen. (2:186)  Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen, und Wir wissen, was er in seinem Innern hegt; und Wir sind ihm näher als (seine) Halsschlagader. (50:16)  „Macht er die Götter zu einem einzigen Gott? Dies ist wahrlich ein wunderbares Ding." Und die Vornehmen unter ihnen liefen davon (und sagten): "Geht und haltet an euren Göttern fest. Das ist es, was man beabsichtigt." (38:5-6)

42 Iman an Allah Sie glaubten daran, dass Allah st im Himmel wohnte.  „Oder [bis] du ein Haus von Gold besitzest oder aufsteigst zum Himmel; und wir werden nicht an deinen Aufstieg glauben, bis du uns ein Buch hinabsendest, das wir lesen können." Sprich: "Preis meinem Herrn! Bin ich denn mehr als ein Mensch, ein Gesandter?" (17:93)  Und wenn dir ihr Widerwille schmerzlich ist - nun wohl, falls du imstande bist, einen Schacht in die Erde oder eine Leiter in den Himmel zu finden, um ihnen ein Zeichen zu bringen (, dann magst du es tun). Wäre es Allahs Wille, Er hätte sie gewiss auf dem rechten Weg zusammengeführt. So sei nicht einer der Unwissenden. (6:35)

43 Iman an Allah Sie glaubten daran, dass Allah st aß und trank.  Ich will keine Versorgung von ihnen, noch will Ich, dass sie Mir Speise geben. (51:57)  Und sie haben für Allah einen Anteil an den Feldfrüchten und dem Vieh, das Er wachsen ließ, ausgesetzt, und sie sagen: "Das ist für Allah", wie sie meinen, "und das ist für unsere Teilhaber (Götzen)." Aber was für ihre Teilhaber ist, das erreicht Allah nicht, während das, was für Allah ist, ihre Teilhaber erreicht. Übel ist das, was sie beurteilen." (6:136)

44 Iman an Allah Sie glaubten daran, dass Allah Kinder hatte.  Und sie dichten Allah Töchter an. Gepriesen sei Er! Und sich selbst behalten sie vor, was sie begehren. (16:57)  Nun frage sie, ob dein Herr Töchter hat, während sie Söhne haben. Oder haben Wir etwa die Engel weiblich erschaffen, während sie zugegen waren? Es ist bloß ihre eigene Lüge, wenn sie sagen: "Allah hat gezeugt"; und sie sind wahrlich Lügner." (37: )  Und doch haben sie die Dschinn zu Allahs Teilhabern gemacht, obwohl Er sie geschaffen hat; und sie dichten Ihm ohne alles Wissen fälschlicherweise Söhne und Töchter an. Gepriesen sei Er und Erhaben über das, was sie (Ihm) zuschreiben. (6:100)  Und sie unterstellten Ihm eine Blutsverwandschaft mit den Dschinn; während die Dschinn doch recht wohl wissen, daß sie (vor Ihn zum Gericht) gebracht werden sollen. (37:158)

45 Iman an Allah Allah versucht ihr Gottesbild mit den Esma ul Husna zu korrigieren  Doch wenn ihr in Furcht seid, dann betet zu Fuß oder im Reiten. Und wenn ihr in Sicherheit seid, gedenkt Allahs, wie Er euch das gelehrt hat, was ihr nicht wusstet. (2:239)  Und ob du nun das Wort laut aussprichst (oder nicht), wahrlich, Er kennt das Geheime und das, was noch verborgener ist. Allah - es ist kein Gott außer Ihm. Ihm kommen die Schönsten Namen zu. (20:7-8)  Und Allahs sind die Schönsten Namen; so ruft Ihn mit ihnen an. Und lasset jene sein, die hinsichtlich Seiner Namen eine abwegige Haltung einnehmen. Ihnen wird das vergolten werden, was sie getan haben (7:180)

46 Iman an Allah  Sprich: "Ruft Allah an oder ruft den Allerbarmer an - bei welchem (Namen) ihr (Ihn auch) immer anruft, Ihm stehen die Schönsten Namen zu." Und sprich dein Gebet nicht zu laut, und flüstere es auch nicht zu leise, sondern suche einen Mittelweg. Und sprich: "Alles Lob gebührt Allah, Der Sich keinen Sohn genommen hat und niemanden in der Herrschaft neben Sich noch sonst einen Gehilfen aus Ohnmacht hat."" Und rühme Seine Größe in gebührender Weise.." (17: )  Er ist Allah, außer Dem kein Gott ist; Er ist der Kenner des Verborgenen und des Sichtbaren. Er ist der Allerbarmer, der Barmherzige. Er ist Allah, außer Dem kein Gott ist; Er ist der Herrscher, der Einzig Heilige, der Friede, der Verleiher von Sicherheit, der Überwacher, der Erhabene, der Unterwerfer, der Majestätische. Gepriesen sei Allah über all das, was sie (Ihm) beigesellen. Er ist Allah, der Schöpfer, der Bildner, der Gestalter. Ihm stehen die schönsten Namen zu. Alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, preist Ihn, und Er ist der Erhabene, der Allweise. (59:22-24)

47 Iman an die Propheten  Kannten Propheten wie z.B. Abraham, Hud, Salih  Kannten Juden, die Propheten hatten  Sie lehnen nicht die Prophetenschaft an sich ab, sondern wundern sich, warum er nicht wie die vorangegangenen Propheten Wunder vollbringt. Haben ein schlechtes Menschenbild, daher können sie nicht akzeptieren, dass einer der so ist wie sie mit Allah in Kontakt treten kann.

48 Iman an die Propheten  Und sie sagen: "Was ist mit diesem Gesandten, dass er Speise isst und auf den Märkten umhergeht? Warum ist kein Engel zu ihm herabgesandt worden, um als Warner bei ihm zu sein?" (25:7)  Und sie sagen: "Wir werden dir nimmermehr glauben, bis du uns einen Quell aus der Erde hervorsprudeln lässt ; oder (bis) du einen Garten mit Dattelpalmen und Trauben hast und mittendrin Bäche in reichlicher Weise hervorsprudeln lässt ; oder (bis) du den Himmel über uns in Stücken einstürzen lässt, wie du es behauptest, oder (bis du) Allah und die Engel vor unser Angesicht bringst ; oder (bis) du ein prunkvolles Haus besitzt oder zum Himmel aufsteigst; und wir werden nicht eher an deinen Aufstieg glauben, bis du uns ein Buch hinabsendest, das wir lesen können." Sprich: "Preis sei meinem Herrn! Bin ich denn etwas anderes als ein Mensch, ein Gesandter?" (17:90-93)

49 Iman an die Propheten Definieren Erhabenheit und Ansehen anders als Allah  Und sie sagten: "Warum ist dieser Quran nicht zu einem angesehenen Mann aus den beiden Städten herabgesandt worden?“ (43:31)

50 Iman an die Offenbarungsschriften Sie kannten an sich Offenbarungsschriften  "oder (bis) du ein prunkvolles Haus besitzt oder zum Himmel aufsteigst; und wir werden nicht eher an deinen Aufstieg glauben, bis du uns ein Buch hinabsendest, das wir lesen können.“ Sprich: "Preis sei meinem Herrn! Bin ich denn etwas anderes als ein Mensch, ein Gesandter?" (17:93)  Und wenn sie gefragt werden: "Was (haltet ihr) von dem, was euer Herr niedergesandt hat?" sagen sie: "(Das sind) Fabeln der Früheren." (16:24)

51 Iman an die Offenbarungsschriften Allah fordert sie heraus  Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir auf Unseren Diener herabgesandt haben, so bringt doch eine Sura gleicher Art herbei und beruft euch auf eure Zeugen außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid. (2:23)  Und dieser Quran hätte nicht ersonnen werden können, außer durch Allah. Vielmehr ist er eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine ausführliche Erklärung der Schrift - darüber herrscht kein Zweifel - vom Herrn der Welten. Oder wollen sie etwa sagen: "Er hat ihn erdichtet"? Sprich: "Bringt denn eine Sura gleicher Art hervor und ruft, wen ihr nur könnt, außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid." (10:37-38)  Oder werden sie sagen: "Er hat es erdichtet"? Sprich: "So bringt doch zehn ebenbürtig erdichtete Suren hervor und ruft an, wen ihr vermögt, außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid!" (11:13)  Sprich: "Wenn sich auch die Menschen und die Dschinn vereinigten, um etwas Gleiches wie diesen Quran hervorzubringen, brächten sie doch nichts Gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden." (17:88)

52 Iman an die Engel Sie glaubten an die Existenz von Engeln  Und sie sagen: "Was ist mit diesem Gesandten, dass er Speise isst und auf den Märkten umhergeht? Warum ist kein Engel zu ihm herabgesandt worden, um als Warner bei ihm zu sein?" (25:7)

53 Schaitan/Dschinn  Der Schaitan war der Ursprung des Schlechten  Sie suchten Zuflucht bei den Dschinn  Und freilich pflegten einige Leute unter den gewöhnlichen Menschen bei einigen Leuten unter den Dschinn Schutz zu suchen, so daß sie (letztere) in ihrer Bosheit bestärkten; (72:6)  Dschinn konnten auch gute Wesen sein  Glaubten daran, dass die Dschinn z.B. die Gestalt von Schlangen und Eseln annehmen konnten.

54 Iman an die Ahira Die Mehrheit glaubte daran. Nur die Ungläubigen leugneten die Ahira und werden im Kuran dafür kritisiert  Und er prägt Uns Gleichnisse und vergisst seine eigene Erschaffung. Er sagt: "Wer kann die Gebeine beleben, wenn sie morsch geworden sind?" Sprich: "Er, Der sie das erste mal erschuf - Er wird sie beleben; denn Er kennt jegliche Schöpfung." (36:78-79)

55 Iman an das Schicksal Glaubten das alles vorherbestimmt war  Und die Götzendiener sagen: "Hätte Allah es so gewollt, so hätten wir nichts außer Ihm angebetet, weder wir noch unsere Väter, noch hätten wir etwas ohne Seinen (Befehl) verboten." Genauso taten schon jene vor ihnen. Jedoch, sind die Gesandten für irgend etwas außer für die deutliche Verkündigung verantwortlich?" (16:35) Dieser Glaube lebte zurzeit der Umajjaden wieder auf

56 Gottesdienstliche Handlungen  Wudu  Tajammum  Gusl  Salah  Saum  Zakat  Hadsch  Opfer

57 Wudu  Juden, Christen und Araber kannten Wudu  Araber benutzen sogar vor dem Wudu miswak, spülten sich den Mund (mazmaza) und die Nase (istinschak)  Wuduvers kam erst in Medina, aber wurde schon in Mekka umgesetzt, da es bei den Arabern bereits vorhanden war  O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum Gebet begebt, so wascht euer Gesicht und eure Hände bis zu den Ellenbogen und streicht über euren Kopf und (wascht) eure Füße bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr im Zustande der Unreinheit seid, so reinigt euch. Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt oder wenn ihr Frauen berührt habt und kein Wasser findet, so sucht reinen Sand und reibt euch damit Gesicht und Hände ab. Allah will euch nicht mit Schwierigkeiten bedrängen, sondern Er will euch nur reinigen und Seine Gnade an euch erfüllen, auf dass ihr dankbar sein möget. (5:6)  Rasulullah zeigt ihnen wie man Wudu macht und sagt: „Dies ist der beste Wudu, und diese Art ist mein und Halilullah Abrahams Wudu.“

58 Tajammum War bei den Juden und Christen vorhanden  O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum Gebet begebt, so wascht euer Gesicht und eure Hände bis zu den Ellenbogen und streicht über euren Kopf und (wascht) eure Füße bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr im Zustande der Unreinheit seid, so reinigt euch. Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt oder wenn ihr Frauen berührt habt und kein Wasser findet, so sucht reinen Sand und reibt euch damit Gesicht und Hände ab. Allah will euch nicht mit Schwierigkeiten bedrängen, sondern Er will euch nur reinigen und Seine Gnade an euch erfüllen, auf daß ihr dankbar sein möget. (5:6)

59 Gusl  Juden kannten Gusl  Araber kannten Gusl auch. Sie machten Gusl nach dem Geschlechtsverkehr (dem Zustand der Dschanaba), der Menstruation und dem Wochenbett  Jemand der im Zustand der Dschanaba war bzw. menstruierende Frauen durften weder Orte betreten, in denen Ibadat verrichtet wurde noch Götzen berühren  Nach Badr schwört Abu Sufjan keinen Gusl mehr zu machen bevor er Badr gerecht hat (d.h. keine Frau zu berühren und sich nur auf seine Rache zu konzentrieren)  O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum Gebet begebt, so wascht euer Gesicht und eure Hände bis zu den Ellenbogen und streicht über euren Kopf und (wascht) eure Füße bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr im Zustande der Unreinheit seid, so reinigt euch. Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt oder wenn ihr Frauen berührt habt und kein Wasser findet, so sucht reinen Sand und reibt euch damit Gesicht und Hände ab. Allah will euch nicht mit Schwierigkeiten bedrängen, sondern Er will euch nur reinigen und Seine Gnade an euch erfüllen, auf daß ihr dankbar sein möget. (5:6)

60 Salah in der Dschahilija  Die Kibla der Araber war die Kaba  Abu Zarr sagt, dass er vor seiner Konvertierung 3 Jahre lang gebetet hat  Hast du den gesehen, der das Gericht leugnet? Das ist der, der die Waise wegstößt und nicht zur Speisung des Armen anspornt. Wehe denjenigen Betenden, die (bei der Verrichtung) ihres Gebets nachlässig sind, die (nur dabei) gesehen werden wollen und die Hilfeleistung verweigern. (107:1-7)  Sie kannten Kijam, Ruku und Sudschud  Und als Wir für Abraham die Stätte des Hauses bestimmten (,sprachen Wir): "Setze Mir nichts zur Seite und halte Mein Haus rein für die (es) Umkreisenden, Betenden und Sich-Niederwerfenden." (22:26)  Und als Wir das Haus zu einem Ort der Einkehr für die Menschen machten sowie zu einer Sicherheit (,sprachen Wir): "Nehmt euch die Stätte Abrahams zum Gebetsort." Und Wir haben Abraham und Ismael auferlegt: "Reinigt Mein Haus für die es Umkreisenden und (sich dorthin) Zurückziehenden, die Sich-Verneigenden und Sich-Niederwerfenden." (2:125)

61 Salah in der Dschahilija  Dann aber kamen nach ihnen Nachfahren, die das Gebet vernachlässigten und ihren Leidenschaften folgten. So gehen sie nun sicher dem Untergang entgegen; (19:59)  Mein Herr, hilf mir, dass ich (Abraham) und meine Kinder das Gebet verrichten. Unser Herr! Und nimm mein Gebet an. (14:40)  Und Wir schenkten ihm Isaak und dazu Jakob, und Wir machten jeden von ihnen rechtschaffen. Und Wir machten sie zu Vorbildern, die auf unser Geheiß (die Menschen) rechtleiteten, und Wir gaben ihnen ein, Gutes zu tun, das Gebet zu verrichten und die Zakah zu entrichten. Und sie verehrten Uns allein. (21:72-73)

62 Salah in der Dschahilija  (Lokman sprach) „O mein Sohn, verrichte das Gebet und gebiete Gutes und verbiete Böses und ertrage geduldig, was dich auch treffen mag. Das ist wahrlich eine Stärke in allen Dingen.“ (31:17)  Sie sagten: "O Schuaib, heißt dein Gebet, dass wir das verlassen sollen, was unsere Väter anbeteten, oder dass wir aufhören sollen, mit unserem Besitz zu tun, was uns gefällt? Du bist doch wahrlich der Milde und der Mündige!“ (11:87)  Und Wir gaben Moses und seinem Bruder ein: "Nehmt in Ägypten einige Häuser für euer Volk und macht sie zur Begegnungsstätte und verrichtet das Gebet." Und (weiter): "Verkünde den Gläubigen die frohe Botschaft!" (10:87)  Er (Jesus) sagte: "Ich bin ein Diener Allahs; Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht." Und Er gab mir Seinen Segen, wo ich auch sein möge, und Er befahl mir Gebet und Zakah, solange ich lebe; (19:30-31)

63 Salah in der Dschahilija  O Kinder Adams, habt eine gepflegte Erscheinung an jeder Gebetsstätte, und esset und trinkt, doch überschreitet (dabei) das Maß nicht; wahrlich, Er liebt nicht diejenigen, die nicht maßhalten. (7:31)  Freitag war ihr besonderer Tag, an ihm wurden gewissen Ibadat vollzogen und eine Hutba gehalten. Man nannte diesen Tag Aruba. Der Ahne des Propheten Kab b. Luaj hat diesen Tag in Dschuma umbenannt.  Es gab auch das Totengebet. Sie wuschen den Leichnam und wickelten ihn in ein Leichentuch.

64 Salah im Judentum  Juden beteten auch 5 mal am Tag 1. Schaharit (Fadschr) besteht aus 2 Raka 2. Musaf (Duhr) besteht aus 4 Raka 3. Minha (Asr) besteht aus 4 Raka 4. Nailat Schararim (Magrib) besteht aus 3 Raka 5. Maarib (Ischa) besteht aus 1 Raka  Das Tahadschud Gebet wird nur von Propheten und Geistlichen verrichtet  Beginnen ihr Gebet mit dem Takbir und vollziehen Kijam, Ruku, Sudschud, Kada und beenden ihr Gebet mit dem Salam  Während des Gebetes musste man den Körper bedecken (satri awrat)  Tag der Ibadat in der Woche ist der Samstag.

65 Salah im Christentum  Christen beteten auch 5 mal am Tag und zusätzlich noch das Duha und Tahadschud Gebet  Männer beten vorne, Kinder und Frauen hinten  Kennen Ruku und Sudschud  Binden im Kijam ihre Hände zusammen  Ihr Heiliger Tag ist der Sonntag

66 Saum  Juden und Polytheisten fasteten. Zur Bestimmung des Fastenmonats besichtigten sie den Neumond.  O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten. (2:183)  Die Kuraish fastete am Tag von Aschura, dem 10. Muharram. Sie feierten diesen Tag und wechselten den Vorhand der Kaba  Es gab auch das Fasten im Monat Radschab, Fasten aus Dankbarkeit und Fasten in Form des Schweigens (wie z.B. das Fasten von Maryam as in 19:26)  Im Judentum fastete man im ersten Monat den 14. und 15.  Im Islam wird empfohlen jeden Monat am zu fasten. Diese Tage nennt man Ajjamu‘l-Biz  Juden kannten auch Sadaka-i Fitr

67 Itikaf  Araber vollzogen Itikaf den ganzen Ramadan über in der Höhle Hira  Nach dem der Monat um war verließen sie die Höhle und gingen zur Kaba und vollzogen den Tawaf  z.B. von dem Großvater des Propheten Abdulmuttalib, Zaid b. Amr… ist bekannt, dass sie den Itikaf vollzogen haben.

68 Itikaf Rasulullah hat den Itikaf auch vollzogen und in der Höhle die erste Offenbarung empfangen  Und als Wir das Haus zu einem Ort der Einkehr für die Menschen machten sowie zu einer Sicherheit (,sprachen Wir): "Nehmt euch die Stätte Abrahams zum Gebetsort." Und Wir haben Abraham und Ismael auferlegt: "Reinigt Mein Haus für die es Umkreisenden und (sich dorthin) Zurückziehenden, die Sich-Verneigenden und Sich- Niederwerfenden." (2:125)  Es ist euch erlaubt, euch in der Nacht des Fastens euren Frauen zu nähern; sie sind Geborgenheit für euch und ihr seid Geborgenheit für sie. Allah weiß, daß ihr gegen euch selbst trügerisch gehandelt habt, und Er wandte euch Seine Gnade wieder zu und vergab euch. So pflegt nun Verkehr mit ihnen und trachtet nach dem, was Allah für euch bestimmt hat. Und esset und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird. Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht. Und pflegt keinen Verkehr mit ihnen, während ihr euch in die Moscheen zurückgezogen habt. Dies sind die Schranken Allahs, so kommt ihnen nicht nahe! So erklärt Allah den Menschen Seine Zeichen. Vielleicht werden sie (Ihn) fürchten. (2:187)

69 Zakat  Juden zahlten auch Zakat  Araber zahlten jedes Jahr Zakat  Kusaj hatte für das Rifada und das Sikaja jedes Jahr von den Reichen einen Betrag eingesammelt  Und Wir schenkten ihm Isaak und dazu Jakob, und Wir machten jeden von ihnen rechtschaffen. Und Wir machten sie zu Vorbildern, die auf unser Geheiß (die Menschen) rechtleiteten, und Wir gaben ihnen ein, Gutes zu tun, das Gebet zu verrichten und die Zakah zu entrichten. Und sie verehrten Uns allein. Enbija 72-73,  Und erwähne in diesem Buch Ismael. Er blieb wahrlich seinem Versprechen treu und war ein Gesandter, ein Prophet ; und er pflegte seinen Angehörigen Gebet und Zakah ans Herz zu legen und war seinem Herrn wohlgefällig. 19:54-55

70 Hadsch  Im Judentum nennt man es „Hag“ und es bedeutet Tawaf, sie kannten auch den Ihram  Die Hadsch im Islam ist fast identisch mit der Hadsch der Dschahilija Zeit, nur polytheistische Elemente wurden entfernt  Es ist kein Vergehen von euch, wenn ihr nach der Gunst eures Herrn strebt. Und wenn ihr von Arafat herbeieilt, dann gedenkt Allahs bei Al-Maschari-l-haram. Und gedenkt Seiner, wie Er euch rechtgeleitet hat, obwohl ihr wahrlich vordem unter jenen waret, die irregingen. Dann eilt dorthin weiter, von wo die Menschen weitereilen, und bittet Allah um Vergebung. Wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. (2: )

71 Hadsch  All diese Elemente waren auch bei den Arabern vorhanden: Kaba, Hadscharul-Aswad, Haram-Bereich, Ihram, Tawaf, Talbija (Labbaik, labbaik, la scharika lak, illa scharikan huwa lak, tamlikuhu wa ma malak= Hier bin ich o Gott, hier bin ich, du hast keinen Teilhaber, außer einen, dessen Besitzer auch du bist, du bist der Malik von ihm und von allem das er besitzt), Makam-i Ibrahim, Safa, Marwa, Saj, Arafat, Mina, Muzdalifa, Dschamra, Opfer, das Haare schneiden um den Ihram-Zustand zu beenden  Im Haram Bereich durften keine Pflanzen rausgerissen und keine Bäume gefällt werden  Sie kannten auch die Umra. Jedoch sahen sie es nicht als gut an während der Hadsch die Umra zu vollziehen. Der Hintergedanke war, die Menschen nochmal zu einer anderen Zeit für die Umra nach Mekka zu locken um dadurch erneut wirtschaftlich zu profitieren

72 Opfer  Araber widmeten Opfergaben  Das wurde auch im Islam beibehalten  Wahrlich, Wir haben dir die Überfülle gegeben. Darum bete zu deinem Herrn und schlachte (Opfertiere). Wahrlich, der dich hasst, ist es, der (vom Segen der Nachkommenschaft) abgeschnitten ist. (108:1-3)  Auch das Akika Opfer wurde beibehalten

73 Verwaltungsrecht Darun Nadwa war eine Art Parlament. Sie beratschlagten sich dort in einer Schura und trafen dann ihre Entscheidung gemeinsam. Der Islam hat die Schura auch übernommen.  und (für jene,) die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten und deren Handlungsweise (eine Sache) gegenseitiger Beratung ist, und die von dem spenden, was Wir ihnen gegeben haben, (42:38)  Und in Anbetracht der Barmherzigkeit Allahs warst du (o Muhammad) mild zu ihnen; wärst du aber rauh und harten Herzens gewesen, so wären sie dir davongelaufen. Darum vergib ihnen und bitte für sie um Verzeihung und ziehe sie in der Sache zu Rate; und wenn du entschlossen bist, dann vertrau auf Allah; denn wahrlich, Allah liebt diejenigen, die auf Ihn vertrauen. (3:159) Bei Konflikten setzen sie gerechte Richter ein wie z.B. bei dem Vorfall von Hadscharul Aswad, wo Rasulullah als Richter entschied

74 Verwaltungsrecht  Sikaja, Hidschaba wurden im Islam beibehalten  Weil die Hauptstadt nun Medina war wurden die Aufgaben Safarat, Nadwa, Liwa, Kijada aufgehoben.  Der Stammesführer wurde auf Lebenszeit gewählt. Das wurde im Islam auch beibehalten  Im Zentrum der Stadt war das Gotteshaus, das Parlament und der Markt. Das wurde in den später gegründeten Städten im Islam auch beibehalten

75 Kriegsrecht  Die Regel war Feindschaft, es sei denn es bestand ein Vertrag zwischen den Parteien. Daher gab es 4 Monate in denen Kriege verboten waren.  Dennoch achteten die Kuraish darauf, dass Frieden herrschte, damit ihre wirtschaftlichen Interessen nicht darunter litten und schlossen viele Verträge und Bündnisse mit den Stämmen und Staaten in der Umgebung.  Im Islam ist die Regel der Frieden und Krieg ist der Ausnahmezustand  Ausgenommen diejenigen, die sich einem Volk anschließen, mit dem ihr einen Pakt geschlossen habt, sowie diejenigen, die in Verlegenheit geraten waren, gegen euch oder gegen die eigene Sippe zu kämpfen; bedenkt, wenn Gott es gewollt hätte, hätte Er sie gegen euch gerichtet, und sie hätten gegen euch gekämpft. Wenn sie sich von euch fernhalten, nicht gegen euch kämpfen und euch Frieden anbieten, dürft ihr gegen sie nicht vorgehen. (4:90)  Und wenn sie jedoch zum Frieden geneigt sind, so sei auch du ihm geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. (8:61)

76 Kriegsrecht  Je mehr Menschen man tötete, desto tapferer galt man. Das wurde auch im Islam beibehalten, so dass Muslime wie Ali ra und Hamza ra aufgrund der Tatsache, dass sie viele Polytheisten töteten als sehr tapfer galten  Araber legten Wert darauf ihren Kindern drei Dinge beizubringen: 1. Rhetorik, 2. Bogenschießen und 3. Reiten.  Das wurde im Islam auch übernommen

77 Kriegsrecht Die Beute (Ganima) wurde auch bei den Arabern in 5 geteilt.  Und wisset, was immer ihr erbeuten möget, ein Fünftel davon gehört Allah und dem Gesandten und der Verwandtschaft und den Waisen und den Bedürftigen und dem Sohn des Weges, wenn ihr an Allah glaubt und an das, was Wir zu Unserem Diener niedersandten am Tage der Unterscheidung, dem Tage, an dem die beiden Heere zusammentrafen; und Allah hat Macht über alle Dinge. (8:41)

78 Kriegsrecht Auch die Dschizja (Kopfsteuer für Nichtmuslime) war den Arabern vor der letzten Offenbarung geläufig.  Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen - von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten. (9:29)

79 Familienrecht  Frauen konnten nur mit der Erlaubnis ihres Walis heiraten.  Kufuw (Gleichwertigkeit) war für die Eheschließung notwendig  Die Ehen wurden mit zwei Zeugen meistens im Darun Nadwa geschlossen und danach bekannt gegeben. Nach der Eheschließung gab es für die Gäste ein Festessen namens Walima.  Wie auch im Judentum haben die Araber der Braut einen Mahr (eine Brautgabe) gegeben.  Es war verboten mit Menschen zu heiraten mit denen man Milchverwandt ist.  Araber kannten Nafaka (Unterhalt (65:7)), Idda (65:4) und Nasab.  Der Islam hat es verboten mit der Stiefmutter zu heiraten (4:22) (ist auch im Judentum verboten), mit zwei Schwestern gleichzeitig zu heiraten (4:23) und das Erbe der Frau für sich zu vereinnahmen.

80 Familienrecht  Muahat (die Verbrüderung) gab es auch bei den Arabern, so dass Rasulullah es in Medina angewandt hat. Sie sorgten füreinander und beerbten einander.  Frauen hatten kein Scheidungsrecht. Männer konnten sich mit drei Talak von der Frau scheiden. Nach dem Talak mussten Frau 3 Monate warten. Das wurde im Islam auch übernommen (65:1-4). Frauen konnten vor der Eheschließung das Scheidungsrecht als Bedingung verlangen. Dies nannte man „Hul“ und fand auch Eingang in das islamische Recht. (2:230) Den Hulla, d.h. nach dem dritten Talak einen anderen Mann heiraten um zu dem eigenen Mann zurückkehren zu können, gab es auch vor dem Islam.

81 Familienrecht  Die meisten Frauen erbten nichts. Der Islam hat den Frauen ein Erbrecht eingeräumt. (4:11)  Der Islam hat die Adoption von Kindern verboten.  Auch hat der Islam das „Istilhak“, d.h. das Hinzufügen der Abstammung verboten, in dem eine Person, dessen Vater unbekannt war einer Abstammung hinzugefügt wurde. Rasulullah stellte die Regel auf, dass jedes Kind dem Bett (der Familie) zugeschrieben werden sollte, in dem es geboren wurde.

82 Familienrecht  Das meistens von Beduinen angewandte lebendig begraben von Mädchen wurde verboten.  Das sich schämen für Töchter wurde ebenfalls verboten  Und wenn einem von ihnen die Nachricht von (der Geburt) einer Tochter überbracht wird, so verfinstert sich sein Gesicht, und er unterdrückt den inneren Schmerz. (16:58)  In der Dschahilija wurde Frauen, die noch keine Kinder hatten, der Familie des Ehemanns nicht zugeschrieben. Das wurde ebenfalls verboten und es wurde sogar eingeführt, dass eine Gefangene, die von ihrem Herren ein Kind zur Welt bringt dadurch ihre Freiheit erlangt.  Freie Frauen trugen ein Kopftuch, das ihren Hals und Dekollete nicht bedeckte. Das Kopftuchgebot forderte nun auch beides zu bedecken. (24:31)

83 Familienrecht In der Dschahilija gab es auch die Trennung der Geschlechter. Dafür gab es in den Häusern und Zelten jeweils für die Geschlechter zwei getrennte Bereiche. Der Islam hingegen fordert keine Trennung der Geschlechter.  Kein Vorwurf trifft den Blinden, noch trifft ein Vorwurf den Gehbehinderten, kein Vorwurf trifft den Kranken oder euch selbst, wenn ihr in euren eigenen Häusern esset oder den Häusern eurer Väter oder den Häusern eurer Mütter oder den Häusern eurer Brüder oder den Häusern eurer Schwestern oder den Häusern eurer Vatersbrüder oder den Häusern eurer Vatersschwestern oder den Häusern eurer Mutterbrüder oder den Häusern eurer Mutterschwestern oder in einem (Haus), dessen Schlüssel in eurer Obhut sind, oder (in dem Haus) eures Freundes. Es ist keine Sünde für euch, ob ihr nun zusammen oder getrennt esset. Doch wenn ihr in Häuser eintretet, so begrüßt einander mit einem gesegneten, lauteren Gruß von Allah. So macht euch Allah die Gebote klar, auf daß ihr (sie) begreifen möget. (24:61)

84 Strafrecht – Zina Zina (Unzucht) stand nicht unter Strafe. Eine Strafe gab es aber im Judentum, die der Prophet angewandt hat bis der Kuran die Steinigung verboten hat. Auch das Mulaana (die gegenseitige Verfluchung der Ehepartner bei der Bezichtigung von Zina) gab es im Judentum und wurde im Islam beibehalten.  Peitscht die Unzüchtige und den Unzüchtigen gegebenenfalls jeweils mit hundert Peitschenhieben aus; und lasset euch angesichts dieser Vorschrift Allahs nicht von Mitleid mit den beiden ergreifen, wenn ihr an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl der Gläubigen soll ihrer Pein beiwohnen. (24:2)  Und (was) jene (betrifft), die ihren Gattinnen (Ehebruch) vorwerfen und keine Zeugen (dafür) außer sich selber haben - von solchen Leuten soll die Aussage des Mannes allein (genügen), wenn er viermal bei Allah schwört, daß er die Wahrheit rede ; und (sein) fünfter (Eid) soll sein, daß der Fluch Allahs auf ihm lasten möge, falls er ein Lügner sei. Von ihr aber soll die Strafe abgewendet werden, wenn sie viermal den Schwur bei Allah leistet, daß er ein Lügner sei. Und (ihr) fünfter (Eid) soll sein, daß Allahs Zorn auf ihr lasten möge, falls er die Wahrheit rede. (24:6-9).

85 Strafrecht – Diebstahl Den Dieben wurde die Hand abgeschlagen. Der Islam hat diese Strafe ebenfalls übernommen.  Dem Dieb und der Diebin schneidet ihr die Hände ab, als Vergeltung für das, was sie begangen haben, und als abschreckende Strafe von Allah. Und Allah ist Allmächtig, Allweise. (5:38)

86 Strafrecht - Raub Räuber wurden erhängt. Der Islam sieht folgende Strafe vor:  Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. (5:33)

87 Strafrecht – Mord  Kisas gab es auch bei den Arabern, aber wurde nicht immer umgesetzt und führte zu Meuchelmord. Im Islam wurde es auch übernommen.  Dijja (Blutgeld) gab es auch bei den Arabern. Die Dijja der Frau war die Hälfte des Mannes.  Wir hatten ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr und Zahn um Zahn; und für Verwundungen gerechte Vergeltung. Wer aber darauf verzichtet, dem soll das eine Sühne sein; und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat - das sind die Ungerechten. (5:45)  Und tötet nicht das Leben, das Allah unverletzlich gemacht hat, es sei denn zu Recht. Und wer da ungerechterweise getötet wird - dessen Erben haben Wir gewiss Ermächtigung (zur Vergeltung) gegeben; doch soll er im Töten nicht maßlos sein; denn er findet (Unsere) Hilfe. (17:33)

88 Strafrecht – Mord  O ihr, die ihr glaubt! Es ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben für die Getöteten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weibliche für das Weibliche. Doch wenn jemandem von seinem Bruder etwas vergeben wird, so soll der Vollzug auf geziemende Art und die Leistung ihm gegenüber auf wohltätige Weise geschehen. Dies ist eine Erleichterung von eurem Herrn und eine Barmherzigkeit. Wer nun von jetzt an (die Gesetze) übertritt, dem wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. In der Wiedervergeltung ist Leben für euch, o ihr, die ihr einsichtig seid! Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten. (2: )

89 Strafrecht – fahrlässige Tötung Bei fahrlässiger Tötung zahlte der Stamm die Dijja. Man nannte das Akila. Das wurde im Islam auch beibehalten.  Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet: dann soll er einen gläubigen Sklaven befreien und Blutgeld an seine Erben zahlen, es sei denn, sie erlassen es aus Mildtätigkeit. War er (der Getötete) aber von einem Volk, das euer Feind ist, und ist er (der Getötete) gläubig: dann soll er einen gläubigen Sklaven befreien; war er aber von einem Volk, mit dem ihr ein Bündnis habt: dann soll er Blutgeld an seine Erben zahlen und einen gläubigen Sklaven befreien. Wer (das) nicht kann: dann (soll er) zwei Monate hintereinander fasten – (dies ist) eine Vergebung von Allah. Und Allah ist Allwissend, Allweise. (4:92)

90 Strafrecht – Alkoholverbot Alkohol war nicht verboten. Im Islam gab es unterschiedliche Idschtihads dazu, wie z.B. von Rasulullah ass 40 Schläge, von Umar ra 80 Schläge bzw. auch Begnadigung.

91 Kaufrecht  Das Kaufrecht der Araber wurde im Islam auch übernommen. Nur wurden Zinsen, Wucher und Täuschung verboten.  Sie kannten Begriffe wie Halal und Haram, so dass sie während der Erneuerung der Kaba nur Geld annahmen, das aus Halalquellen verdient worden war  Der Hadith, dass man dem Arbeiter sein Geld auszahlen soll bevor sein Schweif getrocknet ist kommt auch in der Thora vor

92 sukzessive Einführung von Normen Um die Menschen der Dschahilija Zeit nicht zu überfordern und Unmögliches von ihnen zu verlangen hat Allah st die Normen sukzessiv eingeführt. Beispielsweise kam das Alkoholverbot in 3 Stufen (2:219, 4:43, 5:90-91). Die meisten Normen kamen allmählich erst nach mindestens 13 Jahren in Medina.  Und wenn ihnen gesagt wird: "Folgt dem, was Allah herabgesandt hat", so sagen sie: "Nein! Wir folgen dem, bei dem wir unsere Väter vorgefunden haben", auch, wenn ihre Väter nichts begriffen hätten und nicht rechtgeleitet gewesen wären?" (2:170)  Und jene, die ungläubig sind, sagen: "Warum ist ihm der Quran nicht in einem Zuge herabgesandt worden?" Dies (geschieht), weil Wir dein Herz dadurch stärken wollen, und Wir haben seine Anordnung recht gut gemacht. (25:32)

93 Essensvorschriften Schweinefleisch und Blut war auch bei den Juden verboten. Die Araber haben sich dem Schweinefleischverbot nicht widersetzt. D.h. es muss ihnen bereits bekannt gewesen sein.  Verboten hat Er euch nur (den Genuss von) natürlich Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber etwas anderes als Allah angerufen worden ist. Wenn aber jemand (dazu) gezwungen ist, ohne (es) zu begehren und ohne das Maß zu überschreiten, so trifft ihn keine Schuld; wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. (2:173)

94 Handel  Weil es im Sommer zu heiß war gingen die Handelskarawanen im Winter nach Jemen und im Sommer nach Syrien  Es gab mehrere Jahrmärkte in Mekka wie z.B. Ukaz, Zu‘l-Madschaz, Madschanna  Die Währung, die im Umlauf war, war entweder byzantinische oder Geld des Sassanidenreichs

95 Namen  Die Namen der Dschahilijazeit wurden nach dem Islam überwiegend beibehalten.  Lediglich Namen, die Götzen preisten wie z.B. Abduluzza (der Diener von dem Götzen Uzza) und Namen, die negative Assoziationen hervorriefen, wie z.B. Harb (Krieg) wurden geändert.  So sollte man auch heute bei der Konvertierung zum Islam, wenn nichts dagegen spricht, seinen Namen beibehalten. Denn mit der Konvertierung zum Islam wird man Teil einer universellen Religion/Lebensweise, in der alle Völker und Kulturen ihren Platz haben und nicht Teil der arabischen oder türkischen Kultur.

96 Kleidung  Es gab für Muslime keine andere Mode als für Nichtmuslime. Beide Gruppen haben sich gleich gekleidet und mit der Konvertierung zum Islam änderte sich was die Kleidung anbelangte optisch nichts.  Das Kopftuch wurde auch vor dem Islam getragen mit dem Unterschied, dass der Islam auch die Bedeckung des Halses und des Dekolletes forderte (24:31).  Frauen trugen sichtbar auch damals Schmuck, schminkten sich u.a. mit Kayal und verzierten ihre Hände mit Henna Tattoos.

97 Bart  Araber trugen einen Vollbart und kürzten ihren Schnurbart. Rasulullah hat diesen Urf beibehalten  Und dennoch hat er zur Herstellung einer eigenen muslimischen Identität den Männern in Mekka befohlen sich anders zu frisieren als die Muschrikun um sich optisch von ihnen abzugrenzen. In Medina angekommen sollten sich die Muslime nun anders frisieren als die Juden um als Muslime erkennbar zu sein. D.h. Rasulullah hat zwar den Urf seiner Zeit umgesetzt, aber auch auf die Herstellung einer eigenen Identität geachtet.  Eine schöne Umsetzung dieser Sunna ist heute an den bosnischen Muslimen erkennbar, die sich komplett rasieren um sich von den Vollbart tragenden Serben und Schnurbart tragenden Kroaten optisch abzugrenzen.  Letzten Endes geht es nicht um eine bestimmte Frisur, die einzig als islamisch gilt, sondern um die Herstellung einer eigenen Identität und die Erkennbarkeit als Muslim, als Friedensstifter.

98 Beschneidung Die Beschneidung gab es schon bei den Juden, einer Gruppe von Christen (die Kirche von Abessinien) und auch in der Dschahilijazeit. Rasulullah hat diese Sunna von Ibrahim as übernommen.

99 Festtage  In der Dschahilijazeit gab es in Medina zwei Festtage, einmal Nawruz und einmal Mihridschan, die sie von dem Sassanidenreich übernommen hatten.  Rasulullah hat nach seiner Hidschra stattdessen das Id‘ul Fitr und Id‘ul Adha eingeführt.

100 Essen Araber haben sich vor und nach dem Essen die Hände gewaschen. Das wurde im Islam auch empfohlen.

101 Volksglaube  Ruf einer Eule, bellen eines Hundes, schreien eines Esels und Augenzucken galt in der Dschahilijazeit als schlechtes Vorzeichen.  Verbreitet war auch das Voraussagen der Zukunft  Es galt als verpönt für die Verstorbenen nicht viel zu weinen.  Man glaubte daran, dass die Seele des Verstorbenen hin und wieder als Vogel zurückkehrte und schrie.  Der Islam hat all das verboten.

102 Spurenleser  Man nannte ihn in der Dschahilijazeit Kaif. Er konnte aufgrund von Gemeinsamkeiten des Aussehens, Fußspuren… feststellen, ob jemand der rechtmäßige Sohn war oder nicht.  Der Islam hat es verboten.

103 Linke Hand Die rechte Hand wurde im Judentum und in der Dschahilijazeit bevorzugt. Alles begann mit der rechten Hand. Dies wurde auch im Islam übernommen, da die linke Hand für die Waschung benutzt wurde, sollte die rechte für das Essen genutzt werden.

104 Dua für Regen  Im Kuran wird erwähnt, dass Musa as Dua für Regen (Istiska) gemacht hat.  Und als Moses für sein Volk um Wasser bat, da sagten Wir: "Schlag mit deinem Stock auf den Felsen." Da sprudelten aus ihm zwölf Quellen heraus. So kannte jeder Stamm seine Trinkstelle. "Esset und trinkt von dem, was Allah euch gegeben hat, und richtet auf Erden kein Unheil an." (2:60)  Auch im Christentum und in der Dschahilijazeit gab es das Istiska.  Der Islam hat es auch beibehalten.

105 Quellenangabe  „Cahiliyye‘yi Farkli Okumak“ Mehmet Azimli  „Kizlarin Gömülerek Öldürülmesi ve Cok Kadinla Evlilik“ Adnan Demircan  „Islam‘a Göre Cahiliye ve Ehl-i kitap Örf ve Adetleri“ Ali Osman Ates  „Islam Öncesi Mekke“ Yasar Celikkol  „Ana Hatlariyla Islam Öncesi Arap Tarihi ve Kültürü“ Adem Apak  „Asabiyet“ Adem Apak  „Cahiliye Araplarinin Uluhiyet Anlayisi“ ed. Mahfuz Söylemez  „Islam Öncesi Araplar ve Dinleri“ Semseddin Günaltay  „Islam Öncesi Arap Tarihi“ Semseddin Günaltay  „Cahiliyeden Islamiyet‘e Kadin“ Mustafa Öztürk  „Cahiliye Araplari“ Adnan Demircan


Herunterladen ppt "DIE ZEIT DER DSCHAHILIJA. Keine neue Religion  Er verordnete für euch die Religion, die Er Noah anbefahl und die Wir dir offenbart haben und die Wir."

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