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Gerechtigkeit am Fließband Sequenzierung von Bitvektoren unter Nebenbedingungen Robert Nickel, Winfried Hochstättler Lehrstuhl für Mathematische Grundlagen.

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Präsentation zum Thema: "Gerechtigkeit am Fließband Sequenzierung von Bitvektoren unter Nebenbedingungen Robert Nickel, Winfried Hochstättler Lehrstuhl für Mathematische Grundlagen."—  Präsentation transkript:

1 Gerechtigkeit am Fließband Sequenzierung von Bitvektoren unter Nebenbedingungen Robert Nickel, Winfried Hochstättler Lehrstuhl für Mathematische Grundlagen der Informatik Brandenburgische Technische Universität Cottbus

2 Folie 1 von 15 Eine Anwendung aus der Automobilherstellung Pressen, Montieren und Verschweißen der Karosserie „Body Shop“„Paint Shop“„Assembly Line“ Grundieren und Lackieren der Karosserie Einbau aller Komponenten

3 Folie 2 von 15 Arbeit auf dem Fließband Einbau aller Features erfolgt auf der Assembly Line durch separate Teams Es gibt etwa 150 Features und mehrere hundert Zusammenstellungen pro Tagesproduktion Eine Tagesproduktion besteht aus etwa 2000 Modellen Standardsitze Sportsitze Ledersitze Auspuffanlage KAT in verschiedenen Typen Alufelgen Stahlfelgen Breitreifen Motor (in verschiedenen Ausführungen) Bremsanlage Sonnendach Scheiben (getönt?) Beleuchtungs- Anlage

4 Folie 3 von 15 Modellbildung Es gibt eine feste Menge einbaubarer Features und jedes Modell beinhaltet ein Teilmenge davon  Jedes Modell kann als 0-1-Vektor aufgefasst werden Modelle mit gleicher Menge an Features werden als ein Modelltyp bezeichnet  Die Tagesproduktion ist eine Multimenge von Bitvektoren Die Autos werden in regelmäßigen Abständen aufs Fließband gelegt  Wir betrachten vereinfacht eine Sequenz von Bitvektoren

5 Folie 4 von 15 Modellbildung II Der Einbau eines Features benötigt eine bestimmte Zeit Kein Team sollte zu lange nichts zu tun haben Mindestabstände Maximalabstände

6 Folie 5 von 15 Distance Constrained Bitvector Scheduling (DCBS) Gegeben: Eine Multimenge F von  -dimensionalen Bitvektoren Sowie Zahlen und mit Gesucht: Finde eine Sequenzierung der Vektoren von F, so dass zwischen zwei Einsen in der Komponente immer mindestens und maximal Nullen stehen!

7 Folie 6 von 15 Komplexitätsanalyse NPCP Allgemeiner Fall: Pseudo-polynomielle Reduktion vom Three-Partition-Problem Fixierte Schranken: Reduktion vom Hamiltonian-Path-Problem Fixierte Schranken, beschränkte Anzahl Features: Reduktion auf Shortest-Path Allgemeine Schranken, beschränkte Anzahl Features: Reduktion auf Shortest-Path

8 Folie 7 von 15 Der allgemeine Fall - Beweisskizze (3P) (DCBS)

9 Folie 8 von Ein einfacher Spezialfall Zwei Einsen dürfen durch maximal eine Null getrennt sein Reduktion vom Hamiltonian-Path-Problem

10 Folie 9 von 15 Polynomielle Fälle Wir betrachten wieder den einfachen Fall Reduktion auf die Suche eines Weges in einer Arboreszenz von der Wurzel zu einem Blatt Beschränkt man die Anzahl der vorkommenden Varianten durch eine Konstante und bezeichnet man mit das Vorkommen von Variante in für so ist eine Menge mit in polynomieller Größe Füge einen Bogen genau dann ein, wenn eine der ersten Komponenten um eins reduziert wird und die korrespondierenden Vektoren aufeinander folgen dürfen

11 Folie 10 von 15 Polynomielle Fälle II N1N1 N2N2 NN 0 N 1 -1 N2N2 NN i1i1 N1N1 N2N2 N  -1  ixix

12 Folie 11 von 15 Ein Vergleich TOTO TOTO X XX XXXXX Column Generation + CPLEX : (vergl. Drexl, Kimms: Sequencing JIT Mixed Model Assembly Lines 03/2001) Dynamische Programmierung:

13 Folie 12 von 15 Eine parametrisierte Heuristik Anforderungen an eine Sequenz: Möglichst wenige Regelverstöße Gleichmäßiger Feature-Fluss Goal Chasing (Y. Monden: Toyota Production System) Strategie: Baue die Sequenz von links nach rechts auf Wähle in jedem Iterationsschritt aus der Menge der Vektoren mit den geringsten Regelverstößen denjenigen aus, der am besten die momentanen Anforderungen an den Feature-Fluss erfüllt Benutze diese Startsequenz für eine lokale Verbesserung

14 Folie 13 von 15 Beispiel 6x3x2x AnzahlMinDistMaxDist

15 Folie 14 von 15 Parametrisierung und Erweiterung Benutze eine gewichtete euklidische Norm beim Goal Chasing Führe unterschiedliche Strafen für Regelverletzungen ein Ersetze die Abstandsrestriktionen durch Restriktionen der Form Dadurch können weitere Restriktionen sowohl im linearen Programm als auch in der Heuristik verwendet werden

16 Folie 15 von 15 Ausblick Paralleles Zonensystem mit ungleicher Verteilung auf parallele Zonen (Regeln werden hier für jede einzelne Zone aufgestellt) Erweitertes Regelwerk BANNING : Verbieten von Sequenzpositionen und Zonen für einzelne Features CLUSTERING : Die Sequenz wird in y gleiche Teile geteilt und ein Feature darf nur in x davon vorkommen GROUPING : Ein Feature soll nur in Gruppen (mit Mindest- und Maximalgröße) auftauchen und zwischen den Gruppen gilt ein Mindestabstand DELAY : Ein Feature verspätet sich auf einer Zone erwartungsgemäß (trotzdem müssen auf nachfolgenden Zonen die Regeln gelten)


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