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Linda Lombardi (1990): The Nonlinear Organization of the Affricate Seminar: Merkmalsgeometrie Dozenten: Eva Zimmermann & Jochen Trommer Referentin: Katrin.

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1 Linda Lombardi (1990): The Nonlinear Organization of the Affricate Seminar: Merkmalsgeometrie Dozenten: Eva Zimmermann & Jochen Trommer Referentin: Katrin Maiterth Datum:

2 Gliederung 1.Einleitung 2. Affrikate 3. Evidenz für Lombardi's Theorie 4. Weitere Annahmen 5. Fazit

3 Affrikate sind Segmente, die oberflächlich aus den geordneten Merkmalen [-cont][+cont] zusammengefügt sind. Sagey (1986):

4 Geordnete Repräsentation ist für Regeln vorgesehen, die Randeffekte aufweisen: Bsp.: Englische Pluralbildung churches bushes →nach dem Frikativ-Laut wird ein Schwa eingefügt; betroffen ist das [+cont] Segment; Affrikat verhält sich wie ein Frikativ Bsp.: Nasale Assimilation Nasale assimilieren mit darauffolgenden Plosiven → betroffen ist das [-cont] Segment; Affrikat verhält sich wie ein Plosiv

5 ABER: Es gibt auch viele Prozesse die das Gegenteil eines Randeffektes aufweisen → Problem für die Kontursegmentanalyse WEIL: Werte H und L müssen geordnet sein, weil HL und LH distinktiv sind

6 Behauptung I: Behauptung II:

7 Lombardi's favorisierte Darstellung:

8 Affrikate durchlaufen Prozesse, die auf Plosive → [-cont] und Frikative → [+cont] zutreffen. In der zugrundeliegenden Repräsentation müssen folglich beide Werte für [cont] beibehalten werden. Die Werte für [cont] können koexistieren: → [-cont] [+cont] sind zwei einzelwertige, unabhängige Merkmale → [-cont] = [stop], [+cont] = [cont]

9 Zwei phonologische Regeln, die Affrikate betreffen: Regeln, die Randeffekte zeigen  sind sensibel hinsichtlich dessen, ob der Kontext der Regel auf der [-cont]- oder [+cont]-Seite des Affrikats ist Regeln, die Antirandeffekte zeigen  betrachten den Wert von [cont], der nicht angrenzend zum Kontext der Regel ist  problematisch für Kontursegmentanalyse → geordnete Werte vorausgesetzt

10 Sind Werte für [cont] ungeordnet, lassen sich Antirandeffekte einfach erklären.

11 Behauptung I: Behauptung II:

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13 Baskisch Es gibt folgende Regel: 1. Plosive die einem anderen Plosiv direkt vorangehen, werden gelöscht Diese Regel trifft auch auf Affrikate zu: 2. Affrikate vor Plosiven werden zu Frikativen → Evidenz für Antirandeffekte bei Affrikaten

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15 Yucatec Maya Hier findet ein dem Baskischen ähnlicher Prozess statt: 1. Plosive werden vor homorganischen Plosiven und Affrikaten zu [h] 2. Affrikate werden vor homorganischen Plosiven und Affrikaten zu Frikativen → Plosive verlieren alles außer ihren laryngalen Knoten → Affrikate verlieren ihren gesamten Plosiv-Anteil

16 Die Regeln für Baskisch und Yucatec können folgendermaßen zusammengefasst werden: Löschung eines Merkmals [-cont] vor einem anderen [-cont] Merkmal. → Evidenz für Antirandeffekte bei Affrikaten und nicht- lineare Organisation

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18 Auslautverhärtung der Plosive An silbenfinaler Stelle sind Plosive und Affrikate stimmlos  Problematisch für die Kontursegmentanalyse, weil Antirandeffekt Annahme: Bei zugrundeliegend ungeordneten Werten für [cont] wäre die Regel einfach: [-cont]  [-voice]/___] σ

19 Obwohl die Werte von [cont] in der zugrundeliegenden Repräsentation ungeordnet sind, sind sie auf der Oberfläche geordnet.  Unterscheidung zwischen phonologischen und phonetischen Prozessen DENN: Phonetische Prozesse zeigen Randeffekte

20 Beispiel für einen Randeffekt von Sagey (1986): Stimmlose Plosive in Sierra Popoluca

21 Sagey‘s Beobachtung: -Plosive sind am Silbenende aspiriert, aber Affrikate und Frikative nicht  phonologische Regel, die auf [-cont] am Silbenende zutrifft Einwand Lombardi: -In einer Analyse mit geordneten, zugrundeliegenden Werten von [cont] für Affrikate gilt diese Regel nicht; WEIL: am rechten Rand der Affrikate ist [+cont]  Regel weist Randeffekte auf, weil sie ein phonetischer Prozess ist

22 Affrikate als Plosive mit zusätzlichem Merkmal -Jakobson, Fant, Halle (1951): Affrikate sind Plosive + Merkmal [+strident] - Chomsky, Halle (1968): Affrikate sind Plosive + Merkmal [delayed release]  Affrikate [-cont] an beiden Rändern ABER: Yucatec zeigt: Affrikate müssen in ihrer zugrundeliegenden Repräsentation auch [+cont] sein

23 -Clements, Keyser (1983), autosegmentaler Ansatz: Affrikate sind zwei Segmente, die mit einer einzigen skelettartigen Position verbunden sind -Keyes (1985): erste Annahme, dass Affrikate ungeordnet sind -Sagey (1986): präsentiert Affrikate als zwei geordnete Werte für [cont], die in einem einzelnen Segment enthalten sind

24 Phonologische Regeln können entweder maximale oder minimale Skandierungen enthalten (Archangeli&Pulleyblank, 1987). Maximale Skandierung → Segment wird vom Level des Skeletts an gescannt → Regel sieht alle Merkmale, die unterhalb des skeletalen Stufe sind → Zugang zu beiden Werten von [cont]  Antirandeffekte Minimale Skandierung → Regeln scannen nur den Tier, der das fragwürdige Merkmal enthält → Randeffekte

25 Archangeli&Pulleyblank: -Affrikate haben zwei supralaryngale Knoten -Der unterschiedliche Effekt der Regel auf Plosive und Affrikate kommt daher, weil der supralaryngale Knoten von dieser Regel gelöscht wird.  Beim Plosiv gehen alle Merkmale verloren  Frikativ behält alle Merkmale bei  Vorausgesetzt: Geordnete Werte für [cont]

26 Hualde (1988a): -Affrikate sind ungeordnet und keine Kontursegmente -sie haben zwei supralaryngale Knoten

27 Gegenargumente: 1.Repräsentation erklärt nicht, warum die zwei Teile des Affrikats immer dasselbe Ortsmerkmal haben  In einer Repräsentation mit zwei supralaryngalen Knoten müsste jeder Teil sein eigenes Ortsmerkmal haben 2.Evidenz für die Existenz eines supralaryngalen Knotens ist nicht überzeugend

28 Hualde neu (1988b): -Affrikate besitzen zwei Wurzelknoten -restlichen Annahmen bleiben im Wesentlichen gleich. Mit dieser neuen Repräsentation gleicht er Clements und Keyser → hier gelten dann auch die gleichen Einwände wie bei C&K

29 Hualde (1988a): Auf der Grundlage verschiedener Prozesse des Baskischen muss es einen Parameter geben, bei dem die Regel gilt: [αcont] appliziert an [αcont]/[-αcont]  Lombardi will Evidenz für diesen Parameter herausfinden – sind nennt ihn Exklusivitäts- Parameter

30 Eine Regel für stimmhafte Plosive im Baskischen greift nach einem Nasal oder Lateral: [-cont] → [+voice]/[-cont, +son] ___ Diese Regel trifft nicht auf Affrikate zu, obwohl sie [-cont] sind. Erklärung: die Regel ist blockiert vom Struktur-Erhalt, da das Baskische keine stimmhaften Affrikate besitzt (Moutard, 1975)

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32 Hualde (1988a): Regel für Palatalisierung [-cont, +cor] → [+high]/[+high, -back] ____ Diese Regel betrifft [-cont]; trifft nicht auf Frikative zu; aber auch nicht auf Affrikate, die auch [-cont] sind. Die Regel betrifft nur /t,l,n/  Evidenz für den Exklusivitäts-Parameter

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34 Phonem-System des Baskischen  vier koronale Artikulationsorte - /t/ und /d/ sind dental - /ṥ,tś/ sind apikal-aleveolar - /s,ts/ sind laminoalveolar - /s̆,ts̆/ sind palatal oder alveopalatal  /t,d,ṥ,tś/ sind apikal und /s,t,s̆,ts̆/ laminal  Phoneme /l/ und /n/ sind auch apicoalveolar

35 In Baskischen Dialekten ist die Unterscheidung zwischen /tś/ und /ts/ verloren gegangen; es ist nur noch /ts/ übriggeblieben. Da diese Dialekte keine apikalen Affrikate haben, besteht das Set der apikalen [-cont] Segmente aus /t,l,n/ → das ist genau das Set, auf das die Palatalisierungs-Regel zutrifft.

36 Wenn die Regel auf [-cont, cor, -dist] Segmente zutrifft, appliziert sie nur auf /t,l,n/ in diesen Dialekten. Da diese Dialekte keine Affrikate mit dieser Merkmalskombination besitzen, ist die Regel für Affrikate unerheblich. → damit ist hier auch die Notwendigkeit eines Exklusivitäts-Parameters widerlegt

37 Shaw (1987): Der rechte Ast eines Affrikates fungiert als der Kopf des ganzen Segments (vorausgesetzt die Repräsentation ist geordnet). Nishga hat ein CVC reduplikatives Präfix:

38 In Wurzeln, in denen ein Affrikat die finale C-Position besitzt, erscheint es als Frikativ in einem reduplizierten Präfix:

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40 Ein anderer Mapping-Effekt wäre Deglottalisierung bei Konsonanten → Prozess könnte aber auch genauso gut als eine Regel für Deglottalisierung gehandhabt werden.

41 Glottalisierte Affrikate sind von beiden Regeln betroffen – Spirantisierung und Deglottalisierung:

42 Annahme: -sowohl bei Deaffrikatisierung/Spirantisierung als auch Deglottalisierung wird der rechte Ast (der Kopf) in die zweite C-Position des Präfixes kopiert  Verweis auf den rechten Ast mach Sinn bei einer geordneten Struktur  Supralaryngaler Ast = „rechter“, Laryngaler = „linker“ Ast ABER: Glottalisierung und Supralaryngale Merkmale sind nicht zueinander geordnet

43 Es ist typisch für Affrikate, die den Prozess der Spirantisierung durchlaufen, zu Frikativen zu werden:

44 1.Die Reihenfolge von Plosiven und Frikativen als Teile von Affrikaten ist niemals kontrastiv → keine Sprache beinhaltet einzelne Segmente von der Form [+cont] [-cont] → diese Reihenfolge sollte auch nicht Teil der zugrundeliegenden Repräsentation sein 2. Phonologische Prozesse, die Affrikate beinhalten, zeigen keine Randeffekte

45 3.Es gibt Morphem-Struktur-Constraints, die zeigen, dass die Werte von [cont] nicht nur ungeordnet sein müssen, sondern auch auf getrennten Tiers liegen → d.h. die Werte sind zwei einzelwertige Merkmale 4. Prozesse, die Randeffekte aufweisen, sind phonetischer Art


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