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Einführung Soziale Erleichterung Die bloße Anwesenheit anderer kann dazu führen, dass bessere oder schlechtere Leistungen gezeigt werden. Zur Erklärung.

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Präsentation zum Thema: "Einführung Soziale Erleichterung Die bloße Anwesenheit anderer kann dazu führen, dass bessere oder schlechtere Leistungen gezeigt werden. Zur Erklärung."—  Präsentation transkript:

1 Einführung Soziale Erleichterung Die bloße Anwesenheit anderer kann dazu führen, dass bessere oder schlechtere Leistungen gezeigt werden. Zur Erklärung gibt es zwei konkurrierende Theorien: Klassische Theorie von Zajonc (1965): Die Anwesenheit anderer führt zur Erhöhung der Erregung wodurch einfache Aufgaben erleichtert werden (d.h., die Tendenz für die dominante Antwort steigt) und komplizierte Aufgaben erschwert werden (d.h., die Tendenz für die nicht-dominante Antwort sinkt) Theorie der Aufmerksamkeitsfokussierung von Baron (1986): Die Anwesenheit anderer führt zur Erhöhung des kognitiven Loads, dadurch wird der Aufmerksamkeitsfokus stärker auf relevante Reizmerkmale verengt. Empirische Befunde Huguet, Galvaing, Monteil & Dumas (1999) zeigen, dass die Stroopinterferenz bei bloßer Anwesenheit anderer sinkt. Nach Zajonc müsste die Stroopinterferenz allerdings steigen, da bei der Stroopaufgabe die dominante Reaktion unterdrückt werden muss. Deswegen argumentieren Huguet und Kollegen, dass der Aufmerksamkeitsfokus auf das verengt wird. Allerdings ist der Einfluss eines verengten Aufmerksamkeitsfokus auf die Stroopaufgabe umstritten. Z.B. findet Chen (2003) eine vergrößerte Stroopinterferenz wenn der Aufmerksamkeitsfokus durch valides Cuing der Reizlokation verengt wurde. Aktuelle Studie Wir benutzten ein Flankierungsparadigma um den Einfluss der Anwesenheit anderer auf den Aufmerksamkeitsfokus zu untersuchen. Einführung Soziale Erleichterung Die bloße Anwesenheit anderer kann dazu führen, dass bessere oder schlechtere Leistungen gezeigt werden. Zur Erklärung gibt es zwei konkurrierende Theorien: Klassische Theorie von Zajonc (1965): Die Anwesenheit anderer führt zur Erhöhung der Erregung wodurch einfache Aufgaben erleichtert werden (d.h., die Tendenz für die dominante Antwort steigt) und komplizierte Aufgaben erschwert werden (d.h., die Tendenz für die nicht-dominante Antwort sinkt) Theorie der Aufmerksamkeitsfokussierung von Baron (1986): Die Anwesenheit anderer führt zur Erhöhung des kognitiven Loads, dadurch wird der Aufmerksamkeitsfokus stärker auf relevante Reizmerkmale verengt. Empirische Befunde Huguet, Galvaing, Monteil & Dumas (1999) zeigen, dass die Stroopinterferenz bei bloßer Anwesenheit anderer sinkt. Nach Zajonc müsste die Stroopinterferenz allerdings steigen, da bei der Stroopaufgabe die dominante Reaktion unterdrückt werden muss. Deswegen argumentieren Huguet und Kollegen, dass der Aufmerksamkeitsfokus auf das verengt wird. Allerdings ist der Einfluss eines verengten Aufmerksamkeitsfokus auf die Stroopaufgabe umstritten. Z.B. findet Chen (2003) eine vergrößerte Stroopinterferenz wenn der Aufmerksamkeitsfokus durch valides Cuing der Reizlokation verengt wurde. Aktuelle Studie Wir benutzten ein Flankierungsparadigma um den Einfluss der Anwesenheit anderer auf den Aufmerksamkeitsfokus zu untersuchen. Henrik Singmann 1, Julia Merkt 1, Juliane Albert 1, Laura Schweikert 1, Andreas Kappes 1, Denis Köhler 2, Caterina Gawrilow 1, & Mike Wendt 1 1 Universität Hamburg, 2 SRH Hochschule Heidelberg Henrik Singmann 1, Julia Merkt 1, Juliane Albert 1, Laura Schweikert 1, Andreas Kappes 1, Denis Köhler 2, Caterina Gawrilow 1, & Mike Wendt 1 1 Universität Hamburg, 2 SRH Hochschule Heidelberg Poster präsentiert auf der 51. Tagung experimentell arbeitender Psychologen in Jena, April 2009 Soziale Erleichterung in der Flankierungsaufgabe Zusammenfassung Unsere Ergebnisse sprechen für einen verengten Aufmerksamkeitsfokus und erweitern die Ergebnisse von Huguet und Kollegen (1999). Die bloße Anwesenheit anderer führt zu einer verminderten Flankierungsinterferenz der Fehlerrate: Ohne Unterschiede im Speed-Accuracy Trade-off Ohne Unterschiede hinsichtlich der Konfliktanpassung: Trotz verminderten Einfluss auf die aktuelle Reaktionsauswahl wird der Flankierreiz unter Bedingung sozialer Anwesenheit nicht weniger zur Anpassung der Strategie (Konflikt-Anpassungs-Effekte) herangezogen. Limitationen: (a) Geringe Stichprobengröße → geringe Power. (b) Durch Anwesenheit der VL und aversiven Ton, möglicherweise keine bloße Anwesenheit, sondern Konformität (aber keine Unterschiede im Post-Error Slowing zwischen den Gruppen) (c) Nur Testung der Hypothese ob verengter Aufmerksamkeitsfokus vorliegt oder nicht, kein Test der Hypothese von Zajonc. Zusammenfassung Unsere Ergebnisse sprechen für einen verengten Aufmerksamkeitsfokus und erweitern die Ergebnisse von Huguet und Kollegen (1999). Die bloße Anwesenheit anderer führt zu einer verminderten Flankierungsinterferenz der Fehlerrate: Ohne Unterschiede im Speed-Accuracy Trade-off Ohne Unterschiede hinsichtlich der Konfliktanpassung: Trotz verminderten Einfluss auf die aktuelle Reaktionsauswahl wird der Flankierreiz unter Bedingung sozialer Anwesenheit nicht weniger zur Anpassung der Strategie (Konflikt-Anpassungs-Effekte) herangezogen. Limitationen: (a) Geringe Stichprobengröße → geringe Power. (b) Durch Anwesenheit der VL und aversiven Ton, möglicherweise keine bloße Anwesenheit, sondern Konformität (aber keine Unterschiede im Post-Error Slowing zwischen den Gruppen) (c) Nur Testung der Hypothese ob verengter Aufmerksamkeitsfokus vorliegt oder nicht, kein Test der Hypothese von Zajonc. Ergebnisse Soziale Erleichterung Teilnehmerinnen zeigten geringere Flankierungs- interferenz der Fehlerrate bei Anwesenheit anderer als alleine: Signifikante Interaktion von Flankierungsinterferenz mit Bedingung für die Fehlerrate, F(1,34) = 4.75, p =.04, aber nicht für die Reaktions- zeiten, F(1,34) = 1.13, p =.3. „Konflikt-Anpassungs-Effekte“ Die Flankierungsinterferenz fiel in Blöcken mit großem Anteil konflikthaltiger Durchgänge geringer aus als in Blöcken mit seltenem Konflikt (E: p =.02, RT: p =.13). Ebenso ergab sich eine geringere Flankierungsinterferenz nach konflikthaltigen Vordurchgängen im Vergleich zu Vordurchgängen ohne Konflikt (E: p =.02, RT: p =.01). Diese „Konflikt-Anpassungs-Effekte“ (Botvinick et al., 2001) unterschieden sich nicht zwischen den Versuchsgruppen (ps >.13). Ergebnisse Soziale Erleichterung Teilnehmerinnen zeigten geringere Flankierungs- interferenz der Fehlerrate bei Anwesenheit anderer als alleine: Signifikante Interaktion von Flankierungsinterferenz mit Bedingung für die Fehlerrate, F(1,34) = 4.75, p =.04, aber nicht für die Reaktions- zeiten, F(1,34) = 1.13, p =.3. „Konflikt-Anpassungs-Effekte“ Die Flankierungsinterferenz fiel in Blöcken mit großem Anteil konflikthaltiger Durchgänge geringer aus als in Blöcken mit seltenem Konflikt (E: p =.02, RT: p =.13). Ebenso ergab sich eine geringere Flankierungsinterferenz nach konflikthaltigen Vordurchgängen im Vergleich zu Vordurchgängen ohne Konflikt (E: p =.02, RT: p =.01). Diese „Konflikt-Anpassungs-Effekte“ (Botvinick et al., 2001) unterschieden sich nicht zwischen den Versuchsgruppen (ps >.13). Methode Quasiexperimentell: Kontrollgruppen zweier Experimente, unterschieden sich lediglich in der Anwesenheit der VL. Teilnehmer 38 Studentinnen: 18 alleine, 20 bei Anwesenheit der Versuchsleiterin. 2 Ausreißer wurden aus der Anwesenheitsgruppe ausgeschlossen: 1 VP mit extrem hoher Fehlerrate, z > 3, p 4, p <.001. Versuchsaufbau In der Anwesenheitsbedingung saß die VL schräg neben der Teilnehmerin, der Monitor konnte nicht eingesehen werden. Flankierungsaufgabe Stimuli: Zahlen von 2-9, einzeln flankiert (z.B. 686), niemals Targets und Flankierreize identisch. Aufgabe: Parität der mittleren Zahl entschieden Anzahl: 8 Blöcke à 100 Trials: 4 Blöcke mit viel Konflikt (80% inkongruent), 4 Blöcke mit wenig Konflikt (20% inkongruent) Bei Fehlern: aversiver Ton & Meldung auf dem Bildschirm Methode Quasiexperimentell: Kontrollgruppen zweier Experimente, unterschieden sich lediglich in der Anwesenheit der VL. Teilnehmer 38 Studentinnen: 18 alleine, 20 bei Anwesenheit der Versuchsleiterin. 2 Ausreißer wurden aus der Anwesenheitsgruppe ausgeschlossen: 1 VP mit extrem hoher Fehlerrate, z > 3, p 4, p <.001. Versuchsaufbau In der Anwesenheitsbedingung saß die VL schräg neben der Teilnehmerin, der Monitor konnte nicht eingesehen werden. Flankierungsaufgabe Stimuli: Zahlen von 2-9, einzeln flankiert (z.B. 686), niemals Targets und Flankierreize identisch. Aufgabe: Parität der mittleren Zahl entschieden Anzahl: 8 Blöcke à 100 Trials: 4 Blöcke mit viel Konflikt (80% inkongruent), 4 Blöcke mit wenig Konflikt (20% inkongruent) Bei Fehlern: aversiver Ton & Meldung auf dem Bildschirm ms 160 ms600 ms t ITI 100 ms Effektstärke (d) der Flankerinterferenz für Fehlerrate und Reaktionszeit. p =.04 p =.3 Literatur Baron, R. S. (1986). Distraction-conflict theory: Progress and problems. In: L. Berkowitz (Ed.), Advances in experimental social psychology (pp. 1-40). New York: Academic Press. Botvinivck, M. M., Braver, T. S., Barch, D. M., Carter, C. S., & Cohen, J. D. (2001). Conflict Monitoring and Cognitive Control. Psychological Review, 108(3), Chen, Z. (2003). Attentional focus, processing load, and Stroop interference. Perception & Psychophysics, 65(6), Huguet, P., Galvaing, M.P., Montail, J. M., & Dumas, F. (1999). Social Presence Effects in the Stroop Task: Further Evidence for an Attentional View of Social Facilitation. Journal of Personality and Social Psychology, 77(5), Zajonc, R. B. (1965). Social facilitation. Science, 149, Literatur Baron, R. S. (1986). Distraction-conflict theory: Progress and problems. In: L. Berkowitz (Ed.), Advances in experimental social psychology (pp. 1-40). New York: Academic Press. Botvinivck, M. M., Braver, T. S., Barch, D. M., Carter, C. S., & Cohen, J. D. (2001). Conflict Monitoring and Cognitive Control. Psychological Review, 108(3), Chen, Z. (2003). Attentional focus, processing load, and Stroop interference. Perception & Psychophysics, 65(6), Huguet, P., Galvaing, M.P., Montail, J. M., & Dumas, F. (1999). Social Presence Effects in the Stroop Task: Further Evidence for an Attentional View of Social Facilitation. Journal of Personality and Social Psychology, 77(5), Zajonc, R. B. (1965). Social facilitation. Science, 149,


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