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Thematische Arbeitsgruppe 1 „Territoriale Besonderheiten und Notwendigkeiten der Programme für die ländliche Entwicklung“

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Präsentation zum Thema: "Thematische Arbeitsgruppe 1 „Territoriale Besonderheiten und Notwendigkeiten der Programme für die ländliche Entwicklung“"—  Präsentation transkript:

1 Thematische Arbeitsgruppe 1 „Territoriale Besonderheiten und Notwendigkeiten der Programme für die ländliche Entwicklung“

2 1. ZIELE 2. DEFINITIONEN LÄNDLICHER RÄUME IN DEN PROGRAMMEN FÜR DIE LÄNDLICHE ENTWICKLUNG (RURAL DEVELOPMENT PROGRAMMES, RDPs) IM ZEITRAUM GEBIETSBEZOGENE PLANUNG, BEDÜRFNISSE UND MASSNAHMEN 4. KOHÄRENZ DER GEBIETSBEZOGENEN PLANUNG 5. KOMPLEMENTARITÄT UND ABGRENZUNG 6. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE TYPOLOGIE LÄNDLICHER RÄUME Inhalt

3 1 ZIELE Das allgemeine Ziel der TWG1 besteht darin, durch sachdienliche Analysen und Verbreitung ihrer Ergebnisse einen Beitrag zur effektiven Berücksichtigung von territorialen Besonderheiten und Notwendigkeiten in Programmen für die ländliche Entwicklung (RDPs) und zu einer ausgewogeneren Entwicklung ländlicher Räume in ganz Europa zu leisten.  In diesem Zusammenhang befasste sich die TWG1 mit folgenden Punkten:  Definition ländlicher Räume durch EU-Mitgliedstaaten und -Regionen für die Zwecke der RDPs  Formulierung des Bedarfs und Berücksichtigung bestimmter Gebiete  Angewandte RDP-Maßnahmen zur Abdeckung dieses Bedarfs und dieser Besonderheiten  Abgrenzung / Komplementarität der verschiedenen zur Deckung dieser Bedürfnisse angewandten Fördermittel (EU/Einzelstaaten)

4 1 ZIELE

5  Den Mitgliedstaaten wurden (zur Definition ihrer ländlichen Räume) folgende Möglichkeiten angeboten:  Übernahme der standardmäßigen oder einer geänderten OECD- Definition  Verwendung und Begründung einer alternativen Definition  Eine Untersuchung von 35 RDPs aus allen Mitgliedstaaten ergibt, dass die große Mehrheit eine alternative Definition ländlicher Räume verwendet, und zwar aus folgenden Gründen:  Notwendigkeit einer „genaueren“ Abbildung der Heterogenität in ländlichen Räumen sowie gebietsspezifischer Entwicklungsfragen  Wunsch nach einer (auf einzelstaatlicher Ebene) treffenderen Unterscheidung zwischen ländlichen und städtischen Räumen - einschließlich früherer nationaler Definitionen ländlicher Räume  Streben nach Erweiterung der Förderfähigkeit von land- und forstwirtschaftlichen Flächen, auf die bestimmte RDP- Maßnahmen anwendbar sein können Ergebnisse der Untersuchung von 35 RDP 2. DEFINITIONEN LÄNDLICHER RÄUME IN DEN PROGRAMMEN FÜR DIE LÄNDLICHE ENTWICKLUNG (RDPs) IM ZEITRAUM

6 2. DEFINITIONEN LÄNDLICHER RÄUME IN DEN PROGRAMMEN FÜR DIE LÄNDLICHE ENTWICKLUNG (RDPs) IM ZEITRAUM  Änderungen der OECD-Definition wurden mit dem Ziel der Angleichung an einzelstaatliche politische Prioritäten durchgeführt (z.B. Ausschluss von Großstädten oder Einbeziehung von Kleinstädten)  Die offiziell angegebenen Gründe für die Ablehnung der OECD-Definition wiesen auf erhebliche Unterschiede des Konzepts von ländlichem Raum hin, und zwar hinsichtlich Faktoren wie Bevölkerungsdichte, Größe der Kommunen oder Gemeinden, Abgelegenheit und Erreichbarkeit, ländliche und städtische Randgebiete sowie Struktur der Bodennutzung usw., kamen jedoch auch durch politische Überlegungen zustande, das heißt mit dem Ziel, ländliche Räume mit besonderem Entwicklungsbedarf herauszustellen  Die Änderung der OECD-Definition und die Verwendung alternativer Definitionen ländlicher Räume durch die RDPs der Mitgliedstaaten bewirkten Folgendes:  Eine Zunahme der als ländlich eingestuften nationalen/regionalen Gebiete um 8% bis 10%  Eine Zunahme der als ländlich eingestuften nationalen/regionalen Bevölkerung um 9% bis 20%  In einigen Fällen ist die oben genannte Zunahme mäßig, in anderen hingegen (z.B. Italien, Malta, Luxemburg, Hessen, Flandern) ist sie bedeutender

7 3. GEBIETSBEZOGENE PLANUNG, BEDÜRFNISSE UND MASSNAHMEN  Die Mitgliedstaaten oder Regionen verwenden eine Vielzahl von Gebietsdefinitionen zur Zuweisung ihrer RDP- Maßnahmen. Diese Definitionen lassen sich zwei großen Clustern zuordnen:  Definitionen mit einem überwiegend sektorbezogenen Schwerpunkt auf Land- und Forstwirtschaft (Achsen 1 und 2)  Definitionen mit einem überwiegend gebietsbezogenen Schwerpunkt (Achsen 3 und 4)  19 Fallstudien - um besser nachvollziehen zu können, wie Mitgliedstaaten und Regionen den gebietsbezogenen Bedarf bewerten und Maßnahmen zuweisen  Diese Fallstudien konzentrierten sich auf sechs Hauptgebietsarten (3 aus dem sektorbezogenen Cluster und 3 aus dem gebietsbezogenen Cluster)

8  Die meisten Gebiete in den Fallstudien werden abgegrenzt und mit ausreichender oder guter Deutlichkeit dargestellt. Über zwei Drittel dieser Gebiete erhalten Priorität in den jeweiligen RDPs  Zwei Arten der Beziehung zur allgemeinen Definition ländlicher Räume:  „Abgekoppelt” von der Definition ländlicher Räume im RDP  die Maßnahmen mit einem eigenen klar definierten Ziel – wie etwa LFAs oder Natura-2000-Gebiete  Gebiete mit enger Beziehung zur allgemeinen Definition ländlicher Räume  Gebiete, die Beachtung in einem breiteren Spektrum von Maßnahmen finden – wie etwa „besondere Entwicklungsgebiete” und die „mit Achse-3-Maßnahmen förderungswürdigen ländlichen Räume”  Einige der Definitionen von LAG-Gebieten (namentlich für Irland und für Andalusien) erstrecken sich über die ländlichen Räume im Sinne der allgemeinen Definition hinaus  In Fallstudien über LAG-Gebiete (IR, DK) und organisierte Gebiete (mit Achse-3-Maßnahmen förderungswürdige ländliche Gebiete, z.B. Languedoc-Roussillon (FR), Hessen (D)) wurde nachgewiesen, dass eine Dezentralisierung von RDP-Befugnissen in Regionen dazu führen kann, dass Gebietsdefinitionen eine deutlichere Beziehung zwischen Bedürfnissen und Maßnahmen widerspiegeln 3. GEBIETSBEZOGENE PLANUNG, BEDÜRFNISSE UND MASSNAHMEN

9 4. KOHÄRENZ DER GEBIETSBEZOGENEN PLANUNG  Fallstudien haben ein recht hohes Maß an Kohärenz innerhalb der gesamten Abfolge von Elementen gebietsbezogener Planung gezeigt:  Definition ländlicher Räume  Strategische Ziele des RDP  Definition von Gebieten in den einzelnen Fallstudien  Bewertung gebietsbezogener Anforderungen  Im Rahmen des RDP angewandte oder zugewiesene Maßnahmen und Ressourcen  Komplementarität zu oder/und Abgrenzung von anderen Instrumenten/Programmen  Die Hauptmerkmale der einschlägigen Vorgehensweisen sind:  Die Tatsache, dass sich Gebietsdefinitionen auf mehrere Ziele der ländlichen Entwicklung beziehen  Gebiete, in denen ein bestimmtes Ziel Priorität hat, sind oft auch Ziel mehrerer Maßnahmen zur Förderung von „gebietsbezogener Nachhaltigkeit“  Beteiligung von LAG (oder anderen lokalen Institutionen) auch bei der Verwendung von anderen EU-/einzelstaatlichen Fonds zugehörigen Ressourcen

10 5. KOMPLEMENTARITÄT UND ABGRENZUNG  Verschiedene EU-Fonds führen thematische und geografische Unterscheidungen als Grundlage der Abgrenzung an (eine Verpflichtung der Mitgliedstaaten), können aber auch Überschneidungen hinsichtlich der geografischen Gebiete, der Empfänger und der Projekten zulassen;  Zur Maximierung der politischen Wirksamkeit sollte also Komplementarität zwischen den Fonds angestrebt werden;  Auf Komplementarität zwischen dem ELER und anderen EU-Fonds wurde in den RDPs allgemein geachtet; daher bieten die meisten RDPs „Raum“ für Überschneidungen zwischen dem ELER und anderen Fonds hinsichtlich des Gebiets, der Art der Projekte und (in geringerem Umfang) des Empfängers;  Laut den Angaben in RDPs bilden andere Fonds (ERFE: Diversifizierung, Erreichbarkeit, Umwelt; ESF: Berufsausbildung; Kohäsionsfonds: Umwelt und Verkehr, EFF) eine Ergänzung zum ELER; es liegen jedoch keine Informationen über den Umfang von Ressourcen oder Prioritäten dieser Fonds vor, mit denen die Komplementarität in praktischer Hinsicht sichergestellt wird;  Die Komplementarität wird (überwiegend) durch nationale/regionale Koordination und/oder Integration in der Programmplanung und -bereitstellung auf lokaler Ebene erreicht.  Die Koordinierung obliegt überwiegend „zentralen“ Instanzen, wird jedoch manchmal an lokale Behörden oder LAG delegiert (z.B. in den Niederlanden und in Dänemark). In einigen Fällen wird lokales Abgrenzungsmanagement betrieben.

11 6. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE TYPOLOGIE LÄNDLICHER RÄUME  Im Gebietsumfang der Programmplanung für die ländliche Entwicklung werden drei Punkte festgestellt, die miteinander verbunden sind, jedoch getrennt voneinander bestehen: a)Die auf EU-Ebene oder in den einzelnen Mitgliedstaaten oder Regionen bestehende Definition der Grenze zwischen „ländlichen” und „städtischen” Gebieten b)Die Berücksichtigung besonderer Gebiete zur Anwendung spezieller Maßnahmen c)Die Typologie ländlicher Räume

12  Voraussetzung ist die Bestimmung der Grenze zwischen ländlichen und städtischen Gebieten als Grundlage für Folgendes:  auf EU-Ebene die Arbeitsteilung zwischen dem ländlichen Entwicklungsfonds und anderen gemeinschaftlichen Instrumenten (z.B. regionale Entwicklung)  auf nationaler oder regionaler Ebene die Festlegung des geografischen Geltungsbereichs des Programms für die ländliche Entwicklung, auch im Verhältnis zu anderen Interventionsprogrammen  Die Bausteine für eine Typologie ländlicher Gebiete und gebietsbezogener Planung werden benötigt: A.zur Definition der Gebiete, für die bestimmte sektorbezogene Maßnahmen anwendbar oder nicht anwendbar sind. B.zur Definition der Gebiete mit dem höchsten Entwicklungsbedarf im Sinne sozialer, wirtschaftlicher oder anderer Veränderungen, um sozio- ökonomische Schwachstellen zu bewältigen und Kohäsion zu erzielen. 6. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE TYPOLOGIE LÄNDLICHER RÄUME

13  Im Rahmen der TWG1 wurde die Entwicklung von Bausteinen im Gegensatz zu einer geänderten Typologie als besonders geeignet betrachtet  Aus diesen Gründen können die Ergebnisse genutzt werden als:  eine Gruppe von Bausteinen für eine geänderte Typologie, für die weitere Arbeiten erforderlich sind (möglicherweise durch die EU und Mitgliedstaaten)  eine Reihe von Ideen oder Faktoren, die in den Analysen vorkommen können und die bei der Vorbereitung der nächsten Generation der Programme für die ländliche Entwicklung von den Mitgliedstaaten oder Regionen umgesetzt werden müssen 6. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE TYPOLOGIE LÄNDLICHER RÄUME

14  Die Bausteine beziehen sich auf Themen der gebietsbezogenen Entwicklung oder der landwirtschaftlichen Multifunktionalität - also auf Fragen der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums  Die Faktoren beziehen sich auf gebietsbezogene Merkmale oder Bedingungen, die für die politischen Fragen von Bedeutung sind (Bausteine)  Die Indikatoren sollen Faktoren erfassen, um festzustellen, wie diese Faktoren die entwicklungsbezogenen/politischen Fragen beeinflussen.  Die Indikatoren dienen zur Differenzierung von Gebieten in einer Typologie Faktoren Bausteine Indikatoren 6. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE TYPOLOGIE LÄNDLICHER RÄUME

15  Drei Bausteine  In der Untersuchung wurden neun wichtige Faktoren identifiziert  Diese Faktoren und Bausteine weisen eine offensichtliche Beziehung zu den Zwecken der Typologie auf (wie in der Tabelle dargestellt)  Für jeden Faktor können dann Gruppen von Indikatoren gewählt werden (durch Mitgliedstaaten oder Regionen, durch die EU) 6. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE TYPOLOGIE LÄNDLICHER RÄUME

16 FaktorIndikatoren 1Bevölkerungsdichte Bevölkerungsdichte (BSLI 17) 2Städtische Gebiete Größe von LAU2 oder bebauten Flächen 3Bodennutzung Bodennutzungserfassung (BSLI 7), Bodennutzung (BSLI 3,9) 4Physikalische Hindernisse Breite, Höhe, Gefälle, Bodenqualität (BSLI 8), Klima - Niederschlag, Temperaturen, Wasserverhältnisse - Trockenheit, Salzgehalt, Dürre, Überschwemmung usw. (BSLI 15) 5Umweltbelastbarkeit Natura-2000-Gebiet (BSLI 10), Biodiversität: geschützte Wälder (BSLI 11), NVZ (BSLI 14), geschützte Wälder, in erster Linie Boden, Wasser und andere Ökosystemfunktionen betreffend (BSLI 16), kulturelles Erbe, Vielfältigkeit und Qualität der Landschaft 6Demographie Ausgewogenheit von Geburten und Sterbefällen, Ausgewogenheit von Zu- und Abwanderung, Altersstruktur (BSLI 18), Lebenserwartung 6. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE TYPOLOGIE LÄNDLICHER RÄUME BSLI – Baseline-Indikatoren (CMEF)

17 FaktorIndikatoren 7Sozio-ökonomische Probleme Höhe der Bildungsabschlüsse (BSLI 22), Höhe der Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung, geringe Wirtschaftsaktivität, Langzeitarbeitslosigkeit (BSLI 21), durchschnittliches Einkommens- und Kaufkraftniveau, Zugang zur Grundversorgung mit Gemeindedienstleistungen und Infrastruktur, Infrastrukturstandards, Internet-Infrastruktur (BSLI 23) 8Wirtschaftsstruktur und -leistung Struktur der Wirtschaft (BSLI 19), Beschäftigungsstruktur (BSLI 20), Struktur der Landwirtschaft (BSLI 4), Struktur, Produktivität und Gesundheit der Wälder (BSLI 5,6, 13), Multiplikatoren und Schwund in der regionalen und teilregionalen Wirtschaft, Anzahl offener Stellen, BIP und Bruttomehrwert pro Kopf 9Zugang zu städtischen Dienstleistungen und Wirtschaftsräumen Vorhandensein von grundlegenden Dienstleistungen in städtischen Gebieten, Vorhandensein offener Stellen in städtischen Gebieten, leichte Erreichbarkeit städtischer Gebiete mit privaten oder öffentlichen Verkehrsmitteln, Pendlerverkehr 6. BAUSTEINE FÜR EINE NEUE TYPOLOGIE LÄNDLICHER RÄUME

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