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Goethe-Universität, Frankfurt/Main 364 X e. Realkasse und Cambridge-Effekt Die Preise steigen so lange, bis der reale Kassenbestand M/P wieder auf das.

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1 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 364 X e. Realkasse und Cambridge-Effekt Die Preise steigen so lange, bis der reale Kassenbestand M/P wieder auf das Ausgangsniveau gefallen ist. Eine Verdoppelung der Geldmenge M muß also letztlich eine Verdoppelung des Preisniveaus zur Folge haben. Die Verschiebung der AD-Kurve nach oben ist proportional zur Erhöhung von M.

2 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 365 X f. Neutralität des Geldes Die (neo-)klassische Lehre besagt im Kern, daß Änderungen von M lediglich Preisänderungen hervorrufen. Auf reale Größen hat Geldpolitik keinen Einfluß. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer “Dichotomie” zwischen dem realen und dem monetären Sektor.

3 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 366 Neutralität des Geldes und Walras- Modell In der Mikrotheorie (Walras) geben die Preise Knappheitsrelationen wieder und sind allein abhängig von Ressourcen-beständen, Technologien und Präferenzen. Die Quantitätstheorie “ergänzt” diese Sicht der Dinge, indem sie das Preisniveau bezüglich eines beliebigen numéraire -- und damit seinen Geldpreis -- festlegt.

4 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 367 Neutralität des Geldes und Walras- Modell Es gebe N Gütermärkte mit x d i und x s i den jeweiligen Nachfrage- und Angebotsfunktionen p sei ein Preisvektor (p 1, p 2,..., p N-1, p N ). Wir wählen p N als numéraire und erhalten: p norm = (p 1 / p N, p 2 / p N,..., p N-1 / p N, 1). Wählen wir z.B. mit x N das Gold, so normieren wir in diesem Modell alle Preise in Mengeneinheiten des Goldes (peso, livre).

5 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 368 Neutralität des Geldes und Walras- Modell Ist die Überschußnachfrage auf jedem Markt E i (p) = [ x d i (p) - x s i (p)], so gilt auch E i (p) = E i (p norm ) = E i ( p). E i (p) = E i ( p) besagt, daß die Wirtschafts- subjekte keiner “Geldillusion” unterliegen. Verdoppeln sich etwa die Geldpreise, so hat das keinerlei Einfluß auf die Preisrelationen. Die E i verändern sich daher auch nicht.

6 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 369 Quantitätstheorie und Bestimmung der Geldpreise Die Geldpreise bleiben jedoch unbestimmt. Die Quantitätstheorie dient zur Bestimmung der Geldpreise. M = k’ P T (T = Transaktionen). Für das Marktgleichgewicht (x d* i = x s* i ) gilt, wobei  p * i x d* i der nominalen Umsatz ist:

7 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 370 Quantitätstheorie: M = k’ P T  Walras Modell: E i (p norm ) = E i ( p norm ) Zur Dichotomie : Numéraire und Geldpreis Für das N-te Gut (numéraire, z.B. Gold) erhalten wir (mit P N = 1) die Menge x d* N als reale Recheneinheit und mit M/k‘= den Geldpreis des numéraire. Transmission in Geldpreise Neutral

8 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 371 X g. Gesamtangebot Bisher hatten wir Beschränkungen von der Angebotsseite durch die Annahme aus- geschaltet, das Angebot sei unendlich preis- elastisch, d.h die Gesamtangebotskurve (aggregate supply) hatte die Form: YsYs P Y s (P)

9 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 372 Gesamtangebot Für diese Form der Angebotskurve gibt es zwei Erklärungen: –die Produktionsfaktoren sind nicht völlig aus- gelastet, so daß eine Produktionssteigerung ohne Preiseffekte möglich ist; –in der sehr kurzen Frist werden Preise im allgemeinen nicht angepaßt (Preisrigiditäten). In diesen Fällen bestimmt die Gesamtnach- fragekurve das Niveau der Produktion.

10 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 373 Kurzfristiges Gleichgewicht im Gütermarkt Y P Einkommen, Output Preisniveau AD 1 Die Gesamtnachfragekurve bestimmt das Niveau der Produktion AS kurzfristig Y1Y1 AD 2 Y2Y2

11 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 374 Die langfristige Gesamtangebotskurve Die Klassiker stellen demgegenüber die durch die Ressourcenausstattung gegebenen Beschränkungen in der Vordergrund. Hierzu gibt es ebenfalls zwei Ansätze: –entweder alle Märkte (einschl. Faktormärkte) befinden sich im Gleichgewicht, dann gilt Y(K,L) = Y ; –sind die Märkte nicht im Gleichgewicht, so bewegen sie sich dennoch langfristig darauf zu.

12 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 375 Gesamtangebot und Ressourcenbeschränkung Nehmen wir an, wir befänden uns in einem steady state, d.h. der Kapitalstock K* befinde sich im Langfristgleichgewicht. Dann ist die Gesamtnachfrage nach Arbeit bestimmt durch die PF, genauer durch die marginale Produktivität MP L =dY/dL. Gleichgewicht im Arbeitsmarkt bedeutet, daß der Reallohn W/P = dY/dL.

13 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 376 Produktionsfunktion und Arbeitsnachfrage Y W/P L L Y(L|K*) MP L =dY(L|K*)/dL

14 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 377 Gleichgewicht im Güter- und im Arbeitsmarkt Y (W/P) L Für eine gegebene L- Angebotsfunktion ergibt sich ein Gleichgewichtslohn (W/P) 0, ein Beschäftigungsvolumen von L 0 und ein Produkt von Y 0. Y(L|K*) MP L =dY(L|K*)/dL Y0Y0 (W/P) 0 L s (W/P) L0L0 L

15 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 378 P1P1 AD 1 Langfristiges Gleichgewicht im Gütermarkt Y P Einkommen, Output Preisniveau Die langfristige Gesamtangebotskurve wird von der PF und den vorhandenen Ressourcen bestimmt, nicht von P. Sie verläuft daher vertikal. Der Output ist unabhängig von der Gesamtnachfrage. AS langfristig Y0Y0 Steigt die Gesamtnachfrage, so muß das Preisniveau steigen. AD 2 P2P2

16 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 379 Von der kurzfristigen zur langfristigen Betrachtung Über einen kurzen Zeitraum gelten Preis- starrheiten und Änderungen der Gesamt- nachfrage beeinflussen die Produktion. Über einen langen Zeitraum sind die Preise flexibel und Änderungen der Gesamtnach- frage beeinflussen nur das Preisniveau. Wir müssen also kurz- und langfristige Wirkungen unterscheiden.

17 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 380 Langfristiges Gleichgewicht Y P Einkommen, Output Preisniveau AD AS kurzfristig Y Langfristiges Gleichgewicht AS langfristig

18 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 381 Preisanpassung an das langfristiges Gleichgewicht Y P Einkommen, Output Preisniveau AD 1 P1P1 AS kurzfristig Langfristiges Gleichgewicht AS langfristig A P2P2 AD 2 B

19 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 382 P2P2 Dynamik der Preisanpassung an das langfristiges Gleichgewicht P Zeit Preisniveau P1P1 tBtB t tAtA Das Preisniveau paßt sich erst langfristig an das neue Gleichgewicht an.

20 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 383 Beispiel: Die Kontraktion der 1870er Jahre in den USA Während des Bürgerkriegs wird der Gold- standard aufgegeben und die Regierung druckt große Mengen Papiergelds. Es führt fast zu einer Verdoppelung von P. Nach dem Kriege kehren die USA zum Goldstandard zurück und zwar zu dem Kurs, wie der vor dem Krieg geherrscht hatte. Es kommt zur Depression der Jahre

21 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 384 X h. IS/LM als Theorie der Gesamtnachfrage Statt der Quantitätstheorie können wir auch das IS/LM-Modell zur Ableitung der Gesamtnachfragekurve heranziehen. Was geschieht im IS/LM-Modell, wenn sich das Preisniveau verändert? Offenbar führt ein niedrigeres Preisniveau P zu einer Erhöhung der Realkasse M s /P, die LM- Kurve verschiebt sich nach rechts.

22 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 385 AD X i. Realkasseneffekt r YY IS LM 1 (P=P 1 ) Y1Y1 P P1P1 A LM 2 (P=P 2 ) Y2Y2 B A‘ Y1Y1 B‘ P2P2 Y2Y2 Nehmen wir die IS-Kurve als gegeben und P fällt (P 1  P 2 ):

23 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 386 Realkasse und Keynes-Effekt Beim Cambridge-Effekt wird der Überschuß an Realkasse über die gewünschte durch Erhöhen der Ausgaben abgebaut, wodurch die Preise (bei konstantem Angebot) steigen. Nach dem Keynes-Effekt steigt die Wertpa- piernachfrage, der Zins sinkt, die Investitio-nen steigen und damit die Güternachfrage. Der Zusammenhang zwischen P und AD ist damit indirekt, im Ergebnis aber ähnlich.

24 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 387 Realkasse und Pigou-Effekt Bleibt die IS-Kurve von einer Veränderung von P unberührt? Arthur C. Pigou sieht M/P als Teil des Vermögens an und unterstellt etwa: C = C(Y, M/P), mit dC/d(M/P)  0. Bei P  (steigender Realkasse) nimmt der Konsum zu, die IS-Kurve wandert nach rechts. Arthur Cecil Pigou

25 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 388 Unterbeschäftigungs-gleichgewicht und Pigou-Effekt Der Pigou-Effekt ist interessant im Falle einer Liquiditätsfalle, bei der die Geldpolitik wirkungslos wird. Y LM(P 1 ) IS(P 1 ) A Liquiditätssfalle r Y B IS(P 2 ) LM(P 2 )

26 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 389 Unterbeschäftigungs-gleichgewicht und Pigou-Effekt Der Pigou-Effekt ist weiterhin interessant im Falle einer Investitionsfalle, bei der die Geldpolitik ebenfalls wirkungslos wäre. LM(P 2 ) r Y LM(P 1 ) IS(P 1 ) IS(P 2 ) A B Investitionsfalle C

27 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 390 Langfristgleichgewicht bei Deflation Der Pigou-Effekt ist in seiner Wirkung sehr umstritten (Ist M/P wirklich Vermögen?) Allerdings zeigt er, daß es im Falle einer Depression bei sinkendem P automatisch zu einer Nachfragebelebung kommen kann. Auch sind die Extremfälle Liquiditäts- und Investitionsfalle langfristig nicht stabil.

28 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 391 Realkasseneffekte bei Keynes und bei Pigou Keynes Effekt: wirkt auf die LM-Kurve Transmission: P  (M/P)  Nachfrage nach WP   WP-Kurse  = r   I  = AD  Inverse Beziehung zwischen P und AD Pigou-Effekt: wirkt auf die IS-Kurve Transmission: P  (M/P)  Realvermögen   C  = AD  Inverse Beziehung zwischen P und AD

29 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 392 Realkasseneffekte und langfristiges Gleichgewicht Alle Realkasseneffekte (ob Cambridge, Keynes oder Pigou) lassen expansive Effekte als Folge einer Deflation erwarten. (Es gibt allerdings einen gegenläufigen Effekt - - von Fisher analysiert --, der später noch behandelt werden soll). Je schwächer die Realkasseneffekte, desto länger die Anpassung an das Langfrist-GG.

30 Goethe-Universität, Frankfurt/Main 393 X j. Geld- und Fiskalpolitik und Gesamtnachfrage Da die Gesamtnachfragekurve Resultat des IS/LM-Modells ist, kommt es zu Verschie- bungen jener Kurve, wenn sich die IS- oder die LM-Kurven verschieben. Expansive Geld- und Fiskalpolitik verschiebt die Gesamtnachfragekurve nach außen, eine kontraktive Geld- und Fiskalpolitik verschiebt sie nach innen.


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