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Worterkennung und prälexikalische Repräsentation Literatur: Frauenfelder & Floccia (1998) The recognition of spoken word. In: Friederici, A. (ed.) Language.

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Präsentation zum Thema: "Worterkennung und prälexikalische Repräsentation Literatur: Frauenfelder & Floccia (1998) The recognition of spoken word. In: Friederici, A. (ed.) Language."—  Präsentation transkript:

1 Worterkennung und prälexikalische Repräsentation Literatur: Frauenfelder & Floccia (1998) The recognition of spoken word. In: Friederici, A. (ed.) Language Comprehension: A biological perspective. Berlin, Heidelberg, New York. Springer. pp Terminologie: ‚Word recognition‘ besteht aus den Teilprozessen ‚lexical identification‘ und ‚lexical access‘ Die Reihenfolge der Teilprozesse ist noch unklar. (single vs. multiple access Theorien) Grundprobleme der Worterkennung: a) Es gibt einige zehntausend teilweise sehr ähnliche Lexikoneinträge. b) Lexikalische Einbettung (Haus: Hau, Au, aus) c) Variabilität des konkreten Realisierung. Viele verschiedene ‚Tokens‘ einer Wortform müssen auf einen ‚Type‘, den Lexikoneintrag abgebildet werden. (abhängig von Sprecher, Sprechgeschwindigkeit, sprachlicher Umgebung: vgl. ‚du‘ in ‚du kannst‘ vs. ‚kannst du‘, ‚Haus und Hof‘ bei verschiedenen Sprechgeschwindigkeiten) d) Kontinuität der gesprochenen Sprache

2 Prälexikalische Inputrepräsentation Die prälexikalische Inputrepräsentation vermittelt zwischen dem Sprachsignal und den Lexikoneinträgen. Die Art und Weise wie der Input vor dem Lexikonzugriff kodiert ist, entscheidet darüber, wie die o.g. Probleme gelöst werden können. Mögliche ‚Units‘ sind akustische Repräsentationen, phonologische Merkmale, Phoneme, Moren, Silben, andere prosodische Einheiten Was muß eine Unit leisten? (Cutler & Norris 1985) - erkennbar sein - jede mögliche Äußerung kodieren (transkribieren) können - auf lexikalische Einheiten abbildbar sein Kosten-Nutzen-Relationen Unmittelbarkeit des Lexikonzugriffs: je kleiner die Unit desto schneller. Silben teilweise schon zu lang ( vgl. ‚Herbst‘) Zuverlässigkeit: je länger desto zuverlässiger. Man verhört sich eher bei einem Phonem als bei einer Silbe. Aufwand bei der Kodierung: einige 10 Phoneme vs. einige tausend Silben

3 Lexikalische Alignment-Mechanismen Die lexikalische Suche hängt sehr davon ab, ob und wenn ja welche Einheiten im Input als mögliche Wortanfänge angenommen werden, d.h. welche Teile der Inputrepräsentation und der lexikalischen Repräsentationen miteinander verglichen werden. (Sind beim Input "Haus" nur die Lexikoneinträge 'Haus' und 'Hau' mögliche Kandidaten oder auch 'aus' und 'Au'?) In Analogie zu einem Textformat nennt man das 'Ausrichtung' oder 'Alignment'. Input: (Ichgeheins)Haus. Lexikoneinträge:Hau Haus Au aus

4 In Theorien der Worterkennung finden sich folgende Alignment- Mechanismen (vergleiche dazu die Erfahrungen bei der Übung) Welche Teile der Inputrepräsentation und der lexikalischen Repräsentationen werden miteinander verglichen? a)Vollständiges Alignment b) Positionelles Alignment (Wortanfang wird als erkannt vorausgesetzt) c) Landmark‘-Alignment (z.B. betonte Silben werden als erkannt vorausgesetzt) d)Metrische Segmentierung (Cutler & Norris, 1988) Wortanfänge werden z.B. im Englischen vor betonten Silben vermutet

5 Experimentelle Befunde zur Inputrepräsentation

6 Miller & Volaitis, 1989

7 Palmeri, Goldinger, & Pisoni, 1993

8 Experimentelle Befunde zur Inputrepräsentation Miller & Volaitis, 1989 Technik: Phoneme categorisation Wird die Kategorisierung aufgrund von VOT durch die Sprechgeschwindigkeit beeinflusst? Ja. Bei langsamer Sprache werden auch /p/s mit längerer VOT als normal als /p/ kategorisert. > Phonemkategorisierung passt sich akustischen Veränderungen an. Unit = Phonem Palmeri, Goldinger, & Pisoni, 1993 Technik: Continuous recognition memory task VPs erkennen Wörter, die vorher in einer Liste präsentiert wurden, besser wieder, wenn sie vom gleichen Sprecher stammen. Akustische Besonderheiten wie eine bestimmte Stimme werden abgespeichert und bei der Worterkennung benutzt (allerdings ist nicht klar, wie lange der Effekt hält) Worterkennung benutzt akustische Repräsentation („Episodic trace“)

9 Experimentelle Befunde zur Inputrepräsentation Mehler et al Technik: ‚Fragment detection‘ Ist die Silbe /ba/ oder /bal/ in den Wörtern /ba.lance/ bzw. /bal.con/ Vps reagieren schneller bei Silbenübereinstimmung > Unit = Silbe Ergebnis erwies sich als sprach- und sprechgeschwindigkeitsabhängig. Möglicherweise mißt die Technik postlexikalische Prozesse. Radeau, Morais & Segui 1995 Technik: ‚Phonological Priming‘ Priming–Effekt wenn Prime und Target in den letzten beiden von 3 Phonemen übereinstimmten. Effekt war nicht abhängig von lexikalischer Frequenz. Unit = Rime

10 Kolinsky, Morais & Cluytens 1995 Technik: ‚Speech Migration‘ Den Vps werden zwei verschiedene Kunstwörter gleichzeitig rechts und links über Kopfhörer dargeboten (dichotische Darbietung). Sie müssen angeben, was sie gehört haben. Es werden dabei häufig existierende Wörter gehört, die aus einer Vermischung der dargebotenen Kunstwörter entstehen. dargeboten:‚biton‘ und ‚cojou‘ gehört:‚coton‘ (Baumwolle) oder ‚bijou‘ (Schmuckstück) Die ‚Wanderung‘ (migration) von Silben ist dabei häufiger als die anderer Einheiten. > spricht für Silben als Units Wiederholungsexperimente für Japanisch (Silben und Moren) und Portugiesisch (initiales Phonem)  Units sprachspezifisch  Insgesamt: verschiedene Units einschließlich akustischer Information > Worterkennung nutzt alle verfügbaren Informationen, aber mit sprachspezifischer Gewichtung


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