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Texte entlasten Ihre Fragen in Stichpunkten: Ansätze in verschiedenen Klassenstufen? Vorschlag: Je nach Entwicklungsstufe der Lesekompetenz Auch literarische.

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Präsentation zum Thema: "Texte entlasten Ihre Fragen in Stichpunkten: Ansätze in verschiedenen Klassenstufen? Vorschlag: Je nach Entwicklungsstufe der Lesekompetenz Auch literarische."—  Präsentation transkript:

1 Texte entlasten Ihre Fragen in Stichpunkten: Ansätze in verschiedenen Klassenstufen? Vorschlag: Je nach Entwicklungsstufe der Lesekompetenz Auch literarische Texte entlasten!? Vorschlag: Ja! Kriterien didaktisch begründen! Welche Möglichkeiten zur Textentlastung gibt es? Das hängt von Bedarf des Lesenden ab. Möglichkeiten selber erproben anhand von Beispielen Überblick zum Inhalt: Zwei Fünftklässler einer Förderstufe als Fallbeispiele Lesekompetenzmodell nach Rosebrock Lesestufen nach dem Salzburger Screening Individuelle Lesekompetenz und Leseförderung entscheiden über die Art der Textentlastung Einen Text für Tina und Ali entlasten

2 Diagnose der Lesekompetenz als Grundlage der Textentlastung in einer 7. Klasse einer integrierten Gesamtschule Beispiel „Tina“: -Tina erliest Texte in mittlerer Geschwindigkeit. Den gelesenen Inhalt kann sie oftmals nicht richtig wiedergeben oder mit eigenem Wissen verknüpfen. Diese Probleme nehmen zu, wenn sie längere Texte liest. Auch bei komplexeren Inhalten passiert das. -Sie führen mit Tina ein Lerngespräch zum Textinhalt eines Textes und stellen fest, dass sie anscheinend Wörter und Sätze überliest, wenn ihr beim Lesen nicht die Sinnzusammenhänge sofort klar werden oder ihr die Begriffe noch unbekannt sind. -Wie modellieren Sie den Text für Tina? -Welche Lesestrategie schlagen Sie Tina zum Erlesen des entlasteten Textes vor? -Welche Strategien beherrscht Tina schon? -Welche bieten Sie neu an? Wie kann sie diese erlernen? -Welches Ziel, welche Motivation kann Tina entwickeln? -Welche Leistung erwarten Sie von Tina? Beispiel „Ali“: -Alis sprachliche Sozialisation ist durch die türkische Sprache als Erstsprache beeinflusst. Sein aktiver Wortschatz in der deutschen Sprache umfasst die Alltagssprache Er liest sehr langsam und hat Probleme bei der Sinnentnehme. Sobald er Texte lesen soll, versucht er, dieser Aufgabe auszuweichen. Er sagt von sich, dass er keine Lust hat, Texte zu lesen und zu verstehen. -Sie lassen sich von Ali einen Textabschnitt vorlesen, um zu verstehen, wo seine Schwierigkeiten liegen. Beim Erlesen des Textes macht es sich bemerkbar, dass bei Ali etliche Wortrepräsentanzen scheinbar noch nicht sicher automatisiert sind. Auch einige, von Ihnen als geläufig, also hochfrequent eingeschätzte – Wörter und Begriffe erliest er synthetisierend. Sie bemerken, dass die Phonem-Graphem- Korrespondenzen sicher beherrscht werden. -Wie modellieren Sie den Text für Ali? -Welche Lesestrategie schlagen Sie Ali zum Erlesen des entlasteten Textes vor? -Welche Strategien beherrscht Ali schon? -Welche bieten Sie neu an? Wie kann er sie erlernen? -Welches Ziel, welche Motivation kann Ali entwickeln? -Welche Leistung erwarten Sie von Ali?

3 Beginn des Leselernprozesses

4 Förderung nach den Ebenen des Leseerwerbs (nach Mag. Birgit Heinrich – Grundlage Subtests des SLT) 2. Lautebene 1.Fixierung des Alphabets 3. Zusammenlauten 5. Satz- und Textebenen 4. Wortebene © Helmut Loidl Logographische Stufe Verarbeiten und Wiedererkennen des visualisierten Wortbildes Visuelle Merkmale eines Wortes, Grapheme erkennen AlphabethisierendesLesen Erlesen Orthographisches Lesen Sinnentnehmendes Lesen Fixierung des Graphem -Phonem Zusammenhangs Wörter Automatisierung von- Wortrepräsentanzen

5 Lautdiskriminierung - Sicherheit im Erkennen der Buchstaben-Laut- Zuordnung Lautebene – Phonologische Bewusstheit Laut und Buchstabe korrespondieren (=Morphem-Graphem-Korrespondenz) © Helmut Loidl

6 Übungen auf der Wortebene Automatisieren, Aufbau von Repräsentanzen, Abspeicherung Lauttreue Wörter vor nicht lauttreuen Steigerung der Buchstabenzahl pro Wort – Blitzlesen Verbindung Gegenstand – Wort, dann nur mehr Wort Vorrang für hochfrequente Wörter © Helmut Loidl

7 Übungen auf der Satz- und Textebene Sinnentnehmendes Lesen – grober Überblick Fragen zu den Sätzen/ Texten Schlüsselwörter des Textes erkennen. Etwas Bestimmtes im Text finden Verbindung von Satz bzw. Text und Abbildung (Diagramm, Graphik, …) © Helmut Loidl

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10 Diagnose der Lesekompetenz als Grundlage der Textentlastung in einer 7. Klasse einer integrierten Gesamtschule Beispiel „Tina“: -Tina erliest Texte fast in mittlerer Geschwindigkeit, gemessen an der Gesamtgruppe. Den gelesenen Inhalt kann sie oftmals nicht richtig wiedergeben oder mit eigenem Wissen verknüpfen. Diese Probleme nehmen zu, wenn sie längere Texte liest. Auch bei komplexeren Inhalten passiert das. -Sie führen mit Tina ein Lerngespräch zum Textinhalt eines gerade von Tina gelesenen Textes und stellen fest, dass sie anscheinend Wörter und Sätze überliest, wenn ihr beim Lesen nicht die Sinnzusammenhänge sofort klar werden oder ihr die Begriffe noch unbekannt sind. -Wie entlasten Sie den Text für Tina? -Welche Lesestrategie schlagen Sie Tina zum Erlesen des entlasteten Textes vor? -Welches Ziel, welche Motivation kann Tina entwickeln? -Welche Leistung erwarten Sie von Tina,? Beispiel „Ron“: -Rons sprachliche Sozialisation ist durch die türkische Sprache als Erstsprache beeinflusst. Sein aktiver Wortschatz in der deutschen Sprache umfasst die Alltagssprache, grammatikalische Strukturen wendet er nicht immer richtig an. Er liest sehr langsam und hat Probleme bei der Sinnentnehme. Sobald er Texte lesen soll, versucht er, dieser Aufgabe auszuweichen. Er sagt von sich, dass er keine Lust hat, Texte zu lesen und zu verstehen. -Sie lassen sich von Ron einen Textabschnitt vorlesen, um zu verstehen, wo seine Schwierigkeiten liegen.. Beim Erlesen des Textes macht es sich bemerkbar, dass bei Ron etliche Wortrepräsentanzen scheinbar noch nicht sicher automatisiert sind. Auch einige, - von Ihnen als geläufig, also hochfrequent eingeschätzte - Wörter und Begriffe erliest er synthetisierend. Sie bemerken, dass er die Phonem- Graphem-Korrespondenzen sicher beherrscht. -Wie entlasten Sie den Text für Ron? -Welche Lesestrategie schlagen Sie Ron zum Erlesen des entlasteten Textes vor? -Welches Ziel, welche Motivation kann Ron entwickeln? -Welche Leistung erwarten Sie von Ron?

11 Prozessebene (1) Wort- und Satzidentifikation Diese Wörter/Sätze waren für mich leicht/schwierig zu erlesen: Prozessebene (2) Lokale Kohärenz Diese Textstellen konnte ich aus dem Zusammenhang verstehen: Prozessebene (3) Globale Kohärenz Das wusste ich schon, diese Textstelle erinnerte mich daran, dass … Prozessebene (3) Superstrukturen Darstellungsstrategien Um zu verstehen, wie der Text aufgebaut ist, habe ich.. Subjektebene (4) Lesemotivation Mich interessiert an dem Text… Subjektebene (5) Beteiligung Welchen Sinnzusammen- hang kann ich durch das Lesen dieses Textes für mich herstellen? Subjektebene (6) Selbstkonzept Ich vertraue daruf, dass ich den Text verstehen werde, weil… Soziale Ebene ( 7) Anschlusskommunikation Die Leseerfahrung möchte ich in der Gruppe austauschen, um… Elemente des Textverständnisses nach dem Lesekompetenzmodell von Rosebrock:

12 Inhaltliche Fragen an Sachtexte nach Rosebrock (Buch: Lesekompetenz) Welches Vorwissen brauchen Tina und Ali, um diesen Text zu verstehen? (S.77) Welches Interesse haben Tina und Ali bzw. könnten sie entwickeln, den Text zu verstehen? Welche Frage stellen sie an den Text? (S.79) Welche Begriffe bzw. Wörter könnten für Tina und Ali unbekannt sein? Globale Kohärenz - worum geht es, wofür könnte der Text nützlich sein? Welchen Bezug gibt es? (S.79 unten, 80 oben) An welchen Stellen tauchen für Tina und Ali beim Lesen eventuell Fragen auf, die der Text nicht beantwortet? Ist der Text an manchen Stellen unlogisch oder widersprüchlich, an welchen? An welchen Stellen könnten Tina und Ali sinnvoll den Text ergänzen, inhaltliche Lücken ausfüllen? (S.81 oben) Wie ist die rhetorische Struktur des Textes? Enthält er mehrere Strukturen, mehrere Unterthemen, Unterkapitel? (S.83 unten) Wie könnte der Text visualisiert werden? (S.84 f)

13 Texte entlasten – Vorschläge aus dem Projekt „Lesen macht stark“ Einsatz modellierter Texte 1. Vor dem Lesen - Vorentlastung Inhaltliche Vorentlastung Lexikalische Vorentlastung Grammatikalische Vorentlastung Kulturelle Vorentlastung Lesetechnische Vorentlastung 2. Während des Lesens – Sinnentnahme Lesestrategien Leseverstehen überprüfen Interpretation des Textes 3. Nach dem Lesen – Reflexion und Produktion 4.1 Reflektieren, Deuten, Bewerten, Begründen 4.2 Inhalte wiedergeben 4.3 Text in ein anderes Medium oder in eine andere Form überführen 4.4 Metakognition

14 Textentlastung durch Präsentation Layout (Typengröße, Flattersatz mit nur einem Satz, Absätze, Hervorhebungen…) Textentlastung durch Modellieren des Textes Länge, Inhalt reduzieren, nur einen Teil des Inhalts anbieten, Vokabular, Kurze Sätze – einfacher Satzbau, … Visualisierung, …?

15 Beispieltext für ein 5. Schuljahr, entnommen aus: Ute Fischer: „Lesen auf Stufen“, in: Praxis Deutsch, Heft 187 „Lesestrategien“, S.22 ff. Pferde Die ersten Pferde als Haustiere wurden von den Chinesen schon vor über 3000 Jahren gezüchtet. Die gezähmten Wildpferde benutzte man anfangs als Zugtiere. Erst viel später züchtete man sie zu leichten und schnell beweglichen Reittieren heran. Heute entscheidet man Kalt-, Warm- und Vollblutpferde. Diese Bezeichnungen bedeuten nicht, dass diese Tiere eine wärmere Oder kältere Bluttemperatur oder mehr oder weniger Blut besitzen. Es wird damit lediglich der Unterschied in Körperschwere und Temperament bezeichnet.

16 So ist das arabische und englische Vollblutpferd ein edles, aiusdauerndes und Sehr temperamentvolles Pferd, das vor allem im Turniersport eingesetzt wird. Die modernen Reitpferde, wie die „Hannoveraner“ oder der „Trakehner“ in unseren Gegenden, sind besonders gezüchtete Warmblutpferde. Das Kaltblutpferd ist ein besonders schweres Zugpferd, das als Tragtier, für Die Waldarbeiten im Gebirge und für das Ziehen von schweren Wagen dient. Eine besonders edle und leistungsfähige Pferdesorte ist der „Haflinger“. Es ist ein kleines, kurzes Gebirgspferd aus Tirol – häufig mit weißer Mähne -, Das eine Kreuzung darstellt aus Kaltblut und arabischem Vollblut.


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