Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

BASI C KBASI C K 2. R EGIONALTREFFEN 2. Regionaltreffen in Teterow, 21.1.2013.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "BASI C KBASI C K 2. R EGIONALTREFFEN 2. Regionaltreffen in Teterow, 21.1.2013."—  Präsentation transkript:

1 BASI C KBASI C K 2. R EGIONALTREFFEN 2. Regionaltreffen in Teterow,

2 Auf Entdeckungsreise in der Welt der Kindersprache Schritt für Schritt in die Sprache hinein 2. Regionaltreffen in Teterow,

3 Überall steckt Sprache drin Alltagssituationen und deren sprachförderlichen Potenziale 2. Regionaltreffen in Teterow,

4 Alltagssituationen und ihre sprachförderlichen Potenziale A LLTAGSSITUATIONEN UNTER DER S PRACHLUPE Sprachliche Bildung im Kita-Alltag Sprachliche Möglichkeiten im Alltag erkennen und nutzen Jede Situation ist einzigartig Alltagssituationen unter sprachlichen Gesichtspunkten Worin unterscheiden sich Alltagssituationen? Wie und wozu setzen die Kinder Sprache ein? Wie sehen sprachanregende Gestaltungsmöglichkeiten aus? Wie wird Sprache in dieser Situation von der pädagogischen Fachkraft verwendet? 2. Regionaltreffen in Teterow,

5 Aspekte für entwicklungsförderlichen Sprachauf- und Sprachausbau sichere und vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind und Erwachsenen momentan vollziehende Persönlichkeitsentwicklung Engagierte Selbsttätigkeit und Selbstaktivität Erleben von Sprach- und Sprechfreude Zusammenspiel von Sinneswahrnehmumg und aktiver Motorik Sprachnutzung und Spracherleben, das sich an der aktuellen Lebenswelt des Kindes orientiert lebendig und zuverlässig erlebte Interaktion und sorgsam gestaltete Dialogpflege vielfältige Sprachnutzung in für das Kind bedeutsamen Alltagssituationen anregungsreiches Umfeld, das zwar reizvoll, aber nicht reizüberflutet auf das Kind wirkt 2. Regionaltreffen in Teterow,

6 Die sprachlichen Potentiale der Situationen mit Blick auf die sozialen, geistigen und sprachlichen Themen der Kinder reflektieren. (Handlungsrelevanz von Sprache) Die geistigen und sozialen Themen von Kindern ändern sich, und jede Situation ist anders. Die Herausforderung: Alltagssituationen nicht mit Sprache zu überfrachten. Sprachliche Bildungssituationen erkennen und nutzen: Was lässt die Logik der Situation an Sprache zu? Wie nutzen Kinder die Situation für sich? Wie profitieren sie für ihren Spracherwerb? A LLTAGSINTEGRIERTE SPRACHLICHE B ILDUNG 2. Regionaltreffen in Teterow,

7 I M S PRACHERWERB PASSIERT NICHTS FÜR SICH Die rein sprachlichen Fortschritte sind eng verbunden mit der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Bestimmte sprachliche Fähigkeiten tauchen dann auf, wenn sie für das kindliche Handeln und Denken bedeutsam werden. Die Sprache wird zum Handwerkszeug bei der Erforschung der Umgebung und Gestaltung von sozialen Beziehungen. 2. Regionaltreffen in Teterow,

8 S ITUATIONEN IM A LLTAG StandardsituationenSpielsituationen Wiederkehrende Routinen oder Anlässe Von der Fachkraft angeleitete Spielsituationen Von den Kindern selbst gesteuerte Spielsituationen Institutionalisierter Tagesablauf gibt Situationen vor; Fachkraft gestaltet diese Fachkraft plant mit Bezug zu den Interessen der Kinder Kinder wählen Gegenstand ihres Interesses Ziel rahmt SituationenZiel ist vorläufig, wird individuell angepasst Ziel/Ausgang offen 2. Regionaltreffen in Teterow,

9 Sprachliche Potenziale von Spielsituationen Von der Fachkraft angeleitete Spielsituationen – ausgerichtet auf kindliche Interessen und Erfahrungen Potenzial für Kinder im ersten und zweiten Lebensjahr sinnliche Erfahrung der Situation nonverbale/verbale Sprache hat nur hinweisende und aufmerksamkeitssteuernde Funktion im dritten Lebensjahr Erfahrungsaustausch über Sprache Über nicht Wahrnehmbares sprechen 2. Regionaltreffen in Teterow,

10 Sprachliche Potenziale von Spielsituationen Von Kindern selbst gesteuerte Spielsituationen Kinder gehen eigenen Bedürfnissen und Entdeckungen nach Kinder wollen ihre Entdeckungen/ihr Erleben mitteilen Geteilte Aufmerksamkeit ermöglicht den Dialog 2. Regionaltreffen in Teterow,

11 Sprachliche Potenziale von Spielsituationen Von Kindern selbst gesteuerte Spielsituationen Beispiel: Portfolio Merkmale der Situation: Vertrauensvolle Atmosphäre Möglichkeit des intensiven Dialogs und Ausdruck von Themen, die das Kind in Bezug auf sich selbst beschäftigen Aufzeigen von Entwicklungsfortschritten Viele Sprechanlässe, repräsentative Funktion von Sprache Sprechen über Vergangenes: Vergangenheitsformen, zeitliche Begriffe Schriftsprachliche Anregungen 2. Regionaltreffen in Teterow,

12 Den Blick schärfen für Sprache in Alltagssituationen Was ist das Thema der Kinder in der Situation? Welche Bedeutung hat Sprache in der Situation für die Kinder/das Kind? Welche Möglichkeiten bietet dieser Situationstyp dem Kind, sich zu äußern? Was heißt das nun? Welche Erkenntnisse lassen sich aus der Analyse ziehen? 2. Regionaltreffen in Teterow,

13 R EFLEXIONSMETHODE FÜR SPRACHFÖRDERLICHE S ITUATIONEN IM K ITA -A LLTAG Analyse Situationsmerkmale und pädagogische Ziele Sprach-Verhalten der Kinder Sprach-Verhalten der pädagogischen Fachkräfte Reflexion der gesamten Situation und Schlussfolgerung für die Gestaltung zukünftiger Situationen Der Reflexionsbogen Situation Situationsmerkmale Inhalt der Situation pädagogisches Ziel pädagogische Fachkräfte geteilte Aufmerksamkeit Stimme & Körpersprache Wechselseitigkeit Kind(er) Aufmerksamkeit Eigenaktivität Sprachhandeln 2. Regionaltreffen in Teterow,

14 S PRACHENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN DREI L EBENSJAHREN 2. Regionaltreffen in Teterow,

15 Die kindliche Entdeckung der Sprache Sich Nicht - Vorhandenes vorstellen Die Lust, dem Du etwas zu erzählen 2. Regionaltreffen in Teterow, Auto

16 D ER WEITE UND KOMPETENZORIENTIERTE B LICK AUF S PRACHE UND S PRACHERWERB Sprachliche Strukturen - Laute und Prosodie - Wörter und ihre Bedeutung - Grammatik Kognition Entwicklung sprachlichen Denkens Kommunikation Sprachliche Gestaltung des sozialen Handelns 2. Regionaltreffen in Teterow,

17 S PRACHANEIGNUNG IN DEN ERSTEN DREI L EBENSJAHREN verläuft je nach Kind unterschiedlich und individuell bezieht sich auf verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten ist ein lang andauernder und komplexer Prozess ist kein gleichmäßig ablaufender kontinuierlicher Prozess ist ein impliziter (beiläufiger) Lernprozess braucht wiederkehrende, vertraute Situationen vollzieht sich im Dialog mit anderen 2. Regionaltreffen in Teterow,

18 M EHRSPRACHIGKEIT ALS EINE V ARIANTE DER FRÜHEN S PRACHENTWICKLUNG Mehrsprachige Entwicklung wird nach dem DJI-Konzept nicht als Sondersituation verstanden. Mehrsprachige Kinder durchlaufen die gleichen Etappen beim Erwerb der deutschen Sprache, wie einsprachig aufwachsende Kinder. Auch der Mehrsprachenerwerb verläuft individuell und in unterschiedlichem Tempo. Der Sprachenkontakt hat einen entscheidenden Einfluss auf den Erwerb der Sprachen. 2. Regionaltreffen in Teterow,

19 S PRACHBESTANDTEILE kindliche Sprachentwicklung Prosodie Phonologie Aussprache Wortschatz Lexik Semantik Grammatik Morphologie Syntax Kommunikation 2. Regionaltreffen in Teterow,

20 W AS NEHMEN U NGEBORENE WAHR ? Hörsystem entwickelt sich Schon ab 16. SWS können Kinder Geräusche hören. vorrangig tiefe und laute Töne nehmen spezifischen Klang der Stimme und Sprache wahr 2. Regionaltreffen in Teterow,

21 W AS NEHMEN S ÄUGLINGE WAHR ? unterscheiden nach Geburt schon Muttersprache von unbekannten Sprachen zeigen größte Reaktion auf die Stimme der Mutter reagieren vor allem auf hohe, stark variierende Sprache (Ammensprache) sensibel für alle möglichen Phoneme, ca. 8. Lebensmonat geht Sensibilität verloren 2. Regionaltreffen in Teterow,

22 1. L EBENSJAHR / PRÄ – VERBALE P HASE Woche vokalisieren, um Emotionen auszudrücken 2. – 3. Lebensmonat: Gurren bei Sozialkontakt, später auch bei Dingen von Interesse – meist kombiniert mit Lächeln, Blickkontakt und sozialer Interaktion Lebensmonat: Lautäußerung zur Kontaktanbahnung, Ausdruck von Freude, vertraute Menschen oder Dinge, häufig kombiniert mit starker Kopfbewegung > Freude an Interaktion (Wickelsituationen nutzen) Ca.5. Monat: Produktion von Konsonanten Ca. 6. Monat: Lallen setzt ein Produktion von Silben Lautbildung von vorne nach hinten 2. Regionaltreffen in Teterow,

23 Macht der SpracheWörter-Welten Erste Wörter als Werkzeug Miteinander Aufmerksamkeit teilen Alles auf Empfang Jeder Entwicklungsschritt hat seine ganz besondere Bedeutung! E TAPPEN IM S PRACHANEIGNUNGSPROZESS 2. Regionaltreffen in Teterow,

24 L AUTE UND P ROSODIE 2. Regionaltreffen in Teterow,

25 S CHWERPUNKTE S PRACHENTWICKLUNG Grammatik Wörter und ihre Bedeutung Laute und Prosodie 0 1 Jahr2 Jahre 8 2. Regionaltreffen in Teterow,

26 S CHWERPUNKTE S PRACHENTWICKLUNG Grammatik Wörter und ihre Bedeutung Laute und Prosodie 0 1 Jahr2 Jahre 8 Sprachbereiche beeinflussen sich gegenseitig 2. Regionaltreffen in Teterow,

27 S CHWERPUNKTE S PRACHENTWICKLUNG Grammatik Wörter und ihre Bedeutung Laute und Prosodie 0 1 Jahr2 Jahre 8 2. Regionaltreffen in Teterow,

28 Auf Entdeckungsreise in der Welt der Kindersprache Welche Aspekte umfassen Laute & Prosodie? Laute & Prosodie 2. Regionaltreffen in Teterow,

29 Welche Aspekte umfassen Laute & Prosodie? Hamwanoch Katofflnübrich? Gehste maans Telefon? Äh, ähem, m-mhmm... So, jetz schönaaa machn! Spracherwerb: eine große Aufgabe 2. Regionaltreffen in Teterow,

30 Welche Aspekte umfassen Laute & Prosodie? Wir haben einen großen Erfolg Kontinuierlicher Lautstrom 2. Regionaltreffen in Teterow,

31 Welche Aspekte umfassen Laute & Prosodie? Laute& Prosodie Prosodie Wortbetonung Pausen Stimme Satzmelodie … 2. Regionaltreffen in Teterow,

32 Welche Aspekte umfassen Laute & Prosodie? Über Sprachmelodie gelingt Einstieg in Spracherwerb l Sprachmelodie (Prosodie) schon im Bauch der Mutter l Über die typische Wortbetonung zur Zerlegung des kontinuierlichen Lautstroms (Sprachschwall) l Prosodie: Hinweise auf größere grammatikalische Einheiten 2. Regionaltreffen in Teterow,

33 Auf Entdeckungsreise in der Welt der Kindersprache Welche Aspekte umfassen Laute & Prosodie? Laute & Prosodie Laute A RTIKULATION : 100 M USKELN IN B EWEGUNG 2. Regionaltreffen in Teterow,

34 Welche Aspekte umfassen Laute & Prosodie? Artikulationsorte Lippen Zähne/Zahndamm Gaumen bilabialdental/alveolar velar Zunge 2. Regionaltreffen in Teterow,

35 Welche Aspekte umfassen Laute & Prosodie? Laute und Lautabfolgen l Laute nicht gleich Buchstaben l Jede Sprache hat eigenes Repertoire an Lauten und eigene Regeln zur Lautkombination l Lautabfolgen: Abstimmung der Sprechwerkzeuge und ihrer Bewegungen 2. Regionaltreffen in Teterow,

36 Was passiert in der Sprachentwicklung? 2. Regionaltreffen in Teterow,

37 Was passiert in der Sprachentwicklung? Im ersten Halbjahr l Wahrnehmung sämtlicher Lautkontraste aller Sprachen l Unterscheidung zwischen Umgebungssprache(n) und anderen Sprachen über Sprachmelodie Im zweiten Halbjahr l Spezialisierung auf Laute der Umgebungssprache(n) (Lautfilter) l Erkennen des dominanten Wortbetonungsmusters Alles auf Empfang: Sprachwahrnehmung 2. Regionaltreffen in Teterow,

38 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Am Anfang steht der Schrei l Gurren: erster aktiver Einsatz der Sprechwerkzeuge l Spiel mit der Stimme: Entdecken der stimmlichen Möglichkeiten und Experimentieren mit Sprechwerkzeugen Alles auf Empfang: Sprachproduktion 2. Regionaltreffen in Teterow,

39 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Babbeln l Kanonisches Babbeln: Aneinanderreihung derselben Silbe zu Silbenketten (babababababababa) l Buntes Babbeln: Aneinanderreihung unterschiedlicher Silben zu Silbenketten (badabadabagabadaga) l Grundlage für die Produktion von Wörtern l Kinder nähern sich lautlich und prosodisch an Umgebungssprache(n) Miteinander Aufmerksamkeit teilen 2. Regionaltreffen in Teterow,

40 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Fähigkeit zur geteilten Aufmerksamkeit: Lautkombinationen stellen Bezug her l Lautgestalten: einzelne Silben, z.B. ba, dä, dall, Silbenverdopplung: z.B. baba, dede l Losgelöst aus den Silbenketten des Babbelns l Drücken Bedeutung aus Miteinander Aufmerksamkeit teilen 2. Regionaltreffen in Teterow,

41 Was passiert in der Sprachentwicklung? Was meinen die Kinder? Däutadwak Wutatak Pakirau Barara Tuchen Bane Bille 2. Regionaltreffen in Teterow,

42 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Aufbau des Lautinventars: erste Wörter aus wenigen Lauten l Frühe Aussprache-Vereinfachungen l Auslassen von Konsonanten am Wortende: z.B. we statt weg, noma für nochmal l Lautangleichung: z.B. dedde statt Teddy, pop statt Pott l Silbenverdopplung: z.B. dada für da, Baba für Ball l Entwicklung Frage-Intonation: Mama? Mama, wo bist du? Erste Wörter als Werkzeug 2. Regionaltreffen in Teterow,

43 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Stabilisierung und Erweiterung des Lautrepertoires l Produktion von Lauten im hinteren Mundraum (k und g) l Anspruchsvoll zu artikulierende Laute (f und w) Wörter-Welten Macht der Sprache l Auf dem Weg zur Vervollständigung des Lautinventars l Erprobung schwieriger Laute (sch oder ch) l Erste einfache Konsonantenballungen (z.B. Blume oder Brille) l Komplexe Lautfolgen folgen (z.B. Strumpfhose) 2. Regionaltreffen in Teterow,

44 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Aussprachevereinfachungen l Auslassung unbetonter Silben: z.B. nane/bane statt Banane, putt statt kaputt l Vereinfachung mehrsilbiger Wörter: z.B. lade statt Schokolade, ling statt Schmetterling l Vorverlagerung von Lauten: z.B. tommen statt kommen, sue statt Schuhe l Vereinfachung von Konsonantenballungen: z.B Bume statt Blume, dododil statt Krokodil Wörter-Welten und Macht der Sprache Erster orkshop/November Regionaltreffen in Teterow,

45 Was passiert in der Sprachentwicklung? Kind (1;6): lade Kind (2;3): Sotolade Kind (4;0): Schokolade Aussprache-Vereinfachungen Die Aussprache von Wörtern unterliegt einem ständigen Wandel 2. Regionaltreffen in Teterow,

46 Was passiert in der Sprachentwicklung? Aussprache-Vereinfachungen: Ein Beispiel A. (2;11) bastelt aus Stabmagneten Mama- und Babyelefanten. A.: (lacht) Äh, pschh, äääh, eeeh, weg. Nagel, der Nagel. Is dei Finger. Aaaah. Aaah nein keine Rüddl mehr (die Stabmagneten fallen auseinander). Der Elefant i kaputt, der Rüssel is nit da. Der Rüssel is nich da, Mama. Leider nicht Mama. Noch en … weg. Baby. Is weg. De Baby is weg. Er bastelt die Stabmagneten wieder zu Elefanten zusammen. A.: Is mein Rüssel is blau. Er hält den Babyelefanten der Erzieherin entgegen. Erzieherin: Dein Rüssel is rot, und der Mama ihr Rüssel is blau. A.: Ja, eee Baby Rübbl blau? 2. Regionaltreffen in Teterow,

47 Was passiert in der Sprachentwicklung? Aussprache-Vereinfachungen: Unterschiede zwischen Kindern Traktor MarkAnton 22 Mon.: DaduautoAuto 24 Mon.: DadorGaktor 26 Mon.:DaktorGakor 27 Mon.:KraktorKakor 28 Mon.:KraktorKakora 29 Mon. :KraktorTraktor Aus: Reimann Regionaltreffen in Teterow,

48 Auf Entdeckungsreise in der Welt der Kindersprache Was passiert in der Sprachentwicklung? Laute & Prosodie Was lässt sich noch entdecken? l Imitation von Lauten und Geräuschen (z.B. Tierlaute) l Lautliche Begleitung des Handelns l Verknüpfung von Lauten und Bewegung Wörter-Welten und Macht der Sprache 2. Regionaltreffen in Teterow,

49 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Kontakt mit mehreren Umgebungssprachen ab Geburt: l Lautfilter wird an vorhandene Umgebungssprachen angepasst l Einhören in verschiedene Sprachmelodien braucht Zeit l Kontakt mit Deutsch erst in der Kita: l Einhören in Sprachmelodie des Deutschen l Erstsprache als wichtige Grundlage Wissenswertes zur Mehrsprachigkeit 2. Regionaltreffen in Teterow,

50 S OZIAL - KOMMUNIKATIVE E NTWICKLUNG 2. Regionaltreffen in Teterow,

51 Auf Entdeckungsreise in der Welt der Kindersprache Welche Aspekte umfasst Kommunikation? Sozial-kommunikative Entwicklung

52 Welche Aspekte umfasst Kommunikation? Die Bedeutung der Sprache: sich mitteilen und verständigen Sprache l beflügelt die kindliche Identitätsbildung l stellt dem Kind Mittel bereit, um Interaktionen in seinem Sinne zu beeinflussen und an sozialen Gemeinschaften teilzuhaben. 2. Regionaltreffen in Teterow,

53 Welche Aspekte umfasst Kommunikation? Immer Teil der Verständigung: nonverbale Kommunikation l Mimik, Gestik, Körperausdruck und Stimme l Im Spracherwerb: mit nonverbalen und stimmlichen Mitteln Botschaften gezielt äußern (z.B. mit Zeigegesten) 2. Regionaltreffen in Teterow,

54 N ONVERBALE K OMMUNIKATION Orientierungshilfe & Wichtiges Ausdrucksmittel 2. Regionaltreffen in Teterow,

55 Welche Aspekte umfasst Kommunikation? Grundform der Verständigung: Der Dialog l Wechselspiel von Agieren und Reagieren: Handlungen bedingen und ergänzen sich l Im Spracherwerb: z.B. Sprecherwechsel (turn-taking) vollziehen, Gespräch beginnen, Verständnis sichern … 2. Regionaltreffen in Teterow,

56 Welche Aspekte umfasst Kommunikation? Sprachliche Handlungen und Routinen l Z. B.: fragen, auffordern, erzählen; Begrüßungsformeln, Redeweisen l Im Spracherwerb: Botschaften in Sprache packen, sprachliches Miteinander gestalten 2. Regionaltreffen in Teterow,

57 Was passiert in der Sprachentwicklung? 2. Regionaltreffen in Teterow,

58 Was passiert in der Sprachentwicklung? Sprache l hat Signalfunktion, l ist mit Emotionen verbunden und l immer präsent Babys l verfügen über vielfältige Kommunikationsformen l können Blickkontakt herstellen und ihm folgen l lösen Reaktionen aus (z.B. durch Lächeln) Alles auf Empfang: Hinwendung zur Welt von Anfang an 2. Regionaltreffen in Teterow,

59 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Erwachsene ahmen Tonfall oder Laute des Kindes nach l Stimmlicher und lautlicher Austausch im Hin & Her Das Kind erlebt sich als selbstwirksam Kinder erwerben das Grundmuster für den Dialog 2. Regionaltreffen in Teterow,

60 Was passiert in der Sprachentwicklung? Miteinander Aufmerksamkeit teilen: Sich gemeinsam einer Sache widmen l Gesten und Laute werden zum kommunikativen Werkzeug l Fragen, Wünsche und Wollen werden durch Intonation ausgedrückt l Erwerb nonverbaler kommunikativer Handlungsmuster: Abschied nehmen, Verneinung, Zustimmung 2. Regionaltreffen in Teterow,

61 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Blickdreieck zwischen Person und Sache l Beziehung herstellen - sich über etwas austauschen (zunächst über dingliche Welt) l Zeigegesten folgen und selbst einsetzen l Aufmerksamkeit lenken, Gespräche initiieren, Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken l Welt bezeichnen und gemeinsam erforschen (Einstieg in die Welt der Wörter) Die Fähigkeit zur Triangulation: Veränderung der Kommunikation 2. Regionaltreffen in Teterow,

62 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Das Reden bezieht sich auf Dinge oder Ereignisse l Hinter jeden lautlichen Äußerung steckt eine kommunikative Absicht l Es kann selbst sich lautlich (oder nonverbal) mit kommunikativer Absicht äußern Noch im ersten Jahr hat das Kind entdeckt 2. Regionaltreffen in Teterow,

63 Was passiert in der Sprachentwicklung? Nika (1;0) geht mit einer Schachtel in der Hand auf die Erzieherin zu, die auf Augenhöhe mit am Tisch sitzt, blickt sie an und überreicht ihr die Schachtel. Die Erzieherin sagt: Danke. Nika bleibt stehen und blickt zuerst die Erzieherin, dann die Schachtel an. Die Erzieherin schaut Nika an und gibt ihr die Schachtel mit einem Bitte zurück. Nika nimmt die Schachtel und gibt sie kurze Zeit später wieder der Erzieherin. Erneut bedankt sich diese und gibt die Schachtel mit einem Bitte an Nika wieder zurück. So geht das Spiel noch eine Weile hin und her. Geben & Nehmen: Ein Beispiel 2. Regionaltreffen in Teterow,

64 Was passiert in der Sprachentwicklung? l Kind bestimmt gemeinsamen Mittelpunkt der Aufmerksamkeit l Es festigt seine Vorstellung von Wechselseitigkeit l Herausforderung: Rollentausch (z.B. Bitte & Danke) Geben & Nehmen: dialogisch handeln 2. Regionaltreffen in Teterow,

65 Was passiert in der Sprachentwicklung? Erste Wörter als Werkzeug - Botschaften in Sprache packen l Kinder ahmen Erwachsene nach: Tonfall, Gesten, Wörter, Phrasen l Sie gestalten mit ersten Wörtern den sozialen Kontakt l Sie entdecken und erproben die Wirkung von Wörtern 2. Regionaltreffen in Teterow,

66 Was passiert in der Sprachentwicklung? Kinder entdecken: Die Betonung machts l Kinder differenzieren ihren stimmlichen Ausdruck: fragen, auffordern, mitteilen, antworten Audo? Audo! Audo … Mama! Mama? 2. Regionaltreffen in Teterow,

67 Auf Entdeckungsreise in der Welt der Kindersprache Was passiert in der Sprachentwicklung? Sozial-kommunikative Entwicklung Mit ersten Wörtern soziales Miteinander gestalten Kinder erobern sich l Wörter für Empfindungen (Aua, weh-weh) l Wörter für soziale Rituale (Tschüß, Hallo) l Wörter für eigenes Wollen (Arm! ich au!) 2. Regionaltreffen in Teterow,

68 Auf Entdeckungsreise in der Welt der Kindersprache Was passiert in der Sprachentwicklung? Sozial-kommunikative Entwicklung Zauberwörter sind machtvoll l Wirkung erproben l Loslösung l Individuation l Eine Art Standpunkt beziehen: mag nis 2. Regionaltreffen in Teterow,

69 Was passiert in der Sprachentwicklung? Anna (1;8) geht zu Gabriel (1;10), der auf dem Bauteppich mit einer Holzeisenbahn spielt. Anna nimmt Gabriel ein Teil der Eisenbahn weg. Gabriel: »Nein, nein, nein. Anna äähh nein!« Anna gibt ihm das Teil wieder zurück. Gabriel sagt: »date« (danke). Anna schaut ihn an und nimmt ihm ein anderes Eisenbahnteil weg. Gabriel: »Nein, nein Anna, nein, nein Anna.« Anna gibt ihm das Teil wieder zurück. Gabriel sagt wieder »date«. Anna schaut Gabriel an und nimmt ihm alle Teile weg. Gabriel steht auf, schubst Anna weg und geht in die Puppenecke. Das Miteinander gestalten: Ein Beispiel 2. Regionaltreffen in Teterow,

70 Was passiert in der Sprachentwicklung? Wörterwelten: Sprache bindet sich an die Wahrnehmung des eigenen Ich l sich behaupten: meins; erst habt; leine machen; auch haben l sich selbst und die soziale Umwelt benamen: (Nena, Papa, Mama) l Körperteile-Benenn-Spiele l sich im Spiegel und später auch auf Fotos wieder erkennen l Von sich mit Ich reden 2. Regionaltreffen in Teterow,

71 Was passiert in der Sprachentwicklung? Sich erkennen: Ein Beispiel Erik (1;5) sitzt mit der Praktikantin im Schlafraum und schaut auf deren Handy Fotos an. Praktikantin: »Kennst du den?« (Sie zeigt ihm ein Foto, auf dem Erik zu sehen ist.) Erik schaut interessiert das Bild an. Praktikantin: »Kennst du den?« Erik zeigt mit dem Finger auf das Bild und sagt: »Mama.« Praktikantin: »Wer ist denn das, Erik?« Erik: »Mama«. Praktikantin: »Das ist doch nicht die Mama!« Erik: »De Baba, de Baba.« 2. Regionaltreffen in Teterow,

72 Was passiert in der Sprachentwicklung? Gar nicht so einfach: Ich? oder Du? Das Wort Ich ist auch das einzige Wort, welches aus der Sicht des Sprechenden nur zu einem einzigen Objekt in dieser Welt passt - nämlich zu sich selbst. Und um von sich selbst als Ich zu sprechen, braucht es auch ein wenig Mut; ich sollte mich über meine Unabhängigkeit und Freiheit freuen: die Roberta bin ich für Dich genauso wie für mich; Ich aber bin ich nur für mich selbst. (Barbara Zollinger 2004) 2. Regionaltreffen in Teterow,

73 Was passiert in der Sprachentwicklung? Das Ich erhält Bedeutung: Ein Beispiel Die Kinder sitzen im Morgenkreis beisammen und prüfen, welche Kinder an diesem Tag anwesend sind. Emilie (2;7): Ich, du hast mich vergesse.« Erzieherin: »Nee, du kommschd jetzt, Emilie. Ist die Emilie da?« Emilie nickt mit dem Kopf 2. Regionaltreffen in Teterow,

74 Was passiert in der Sprachentwicklung? Die Macht der Sprache: Komplexere kommunikative Situationen meistern Kinder l reden über sich und entdecken das Du l ahmen Umgangsformen/Floskeln in Wortgebrauch und Tonfall nach l finden Vergnügen am Spiel mit Stimme und Worten l schildern erste kleine Erlebnisse l kooperieren mit anderen Kindern zunehmend verbal 2. Regionaltreffen in Teterow,

75 Auf Entdeckungsreise in der Welt der Kindersprache Was passiert in der Sprachentwicklung? Sozial-kommunikative Entwicklung Kommunikation mit anderen Kindern l Kinder verstehen sich nonverbal auf vielerlei Weise l Parallelspiel: ausgeklügeltes Miteinander l Herausforderung: der eigenständige verbale Austausch l Rollenspiele: Übungsfeld für sprachliche Kooperation und sozialem Perspektivwechsel l Konflikte: Mit Sprache sich behaupten und Lösungen finden 2. Regionaltreffen in Teterow,


Herunterladen ppt "BASI C KBASI C K 2. R EGIONALTREFFEN 2. Regionaltreffen in Teterow, 21.1.2013."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen