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1Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergbau Definition Bedeutung Eingriffsintensität Geschichte Bergrecht Rahmenbetriebsplan Berücksichtigung.

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2 1Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergbau Definition Bedeutung Eingriffsintensität Geschichte Bergrecht Rahmenbetriebsplan Berücksichtigung in Gesamtplänen Landes- und Regionalpläne Bericht 2002 ohne Kopierfunktion: Bericht 2001 mit Kopierfunktion :

3 2Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Begriffe Verfügungsberechtigung - Grundeigene Bodenschätze - Bergfreie Bodenschätze - (Kulturschätze (Bodendenkmale)) Abbautechniken - Tagebau: Abgrabung oberflächennaher Rohstoffe in offenen Gruben Braunkohlentagebau Steine- und Erdenbergbau: Steinbruch, Tongrube, Kiesgrube, Sandgrube, Torfstich, KreidebruchTongrubeKiesgrubeSandgrube TorfstichKreidebruch - Untertagebau: Stollen, SchächteStollenSchächte - Unter Wasser: Nassabbau, Meeresbodenbergbau - Bohrlochbergbau: Rohstoffgewinnung über Tage aus Erdöl/-gas, Geothermie, Sole, Untergrundspeicher, Rechtskreise Bergrecht (BBergG), Abgrabungsgesetze d. Länder, Umweltgesetze, Denkmalschutzgesetz WikipediaWikipedia, BBergG, Abgrabungsgesetz BayernBBergGAbgrabungsgesetz Bayern

4 3Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Übersicht Erdgas (18 % Anteil am Gesamtgasverbrauch) u. Erdöl

5 4Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Quelle: BMWiBMWi

6 5Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Oberflächennahe Rohstoffe (Braunkohle) Torf Steine und Erden: (Kies, Sand, Kiessand, Quarzsande, Ton, Lehm, Hartgestein (Schotter, Splitt, Werkstein), Kalkstein (Zement), Gipsstein) Bsp. Abbaustellen Hessen: 84 % an Bauwesen 13 % an Keramische Industrie (u.a. Tone, Kaoline) 3 % an Chemische Industrie (u.a. Filterkiese, med. Gipse)

7 6Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Braunkohle 2002: 29 % des Stroms aus Braunkohlekraftwerken Vgl. Steinkohle 2002: 26 Mio t, Beschäftigte Quelle: VDEW, AG Energiebilanzen

8 7Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Steine-/Erden-Rohstoffe 10 % von Brandenburg rohstoffhöffig (3.000 km²) 1996: Bergbauberechtigungen: 827 km² Aktive Betriebsfläche: 50 km² Abbau: 33,5 Mio. t dav. 25 Mio. t Kiese u. Sande Raumordnungsbericht 1998 Berlin-Brandenburg, S. 265 ff.

9 8Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergbau - Steinkohle Subvention 2006: je Bergmann, höher als der Lohn Steinkohlekompromiss 2/2007: Auslaufen der Förderung e/Downloads/br-der- bergbau,property=pdf.pdf

10 9Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Erzbergbau Eisen: t (1 Grube, Porta Westfalica) Uran: Abschluss der Sanierung 2015 Kosten: 6,2 Mrd. Buga 2007: Einbezug sanierter Betriebsflächen der Wismut in Neue Landschaft Ronneburg Der Bergbau in der Bundesrepublik Deutschland 2006, Bergwirtschaft und Statistik, S. 20 ff.Bergwirtschaft und Statistik Quelle

11 10Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Kupfereuphorie in der Lausitz Diebstahl Kupferkabel google: Treffer (Baustellen, WKA, Bahn, Kraftwerke) Vier intern. Unternehmen stellen Antrag auf Erkundung von Spremberg-Graustein: Weltmarktpreis: /t (Rohstoffhunger von China und Indien), Vorkommen: 1,5 Mio. t (98 Mio. t Kupfererz), m tief Erlös: 9 Mrd., Investition: 5 Mrd. ; Gewinn: 4 Mrd. Förderzins für das Land: max. 10 Prozent des Marktwertes Landrat Friese: Sechser im Lotto Sprembergs Bürgermeister träumt: Tausende von Beschäftigten im Bergbau und Zulieferbetrieben und fantastische Gewerbesteuern. Ab 2015 – 2020 könnte es losgehen. Weitere Vorkommen: Schleife-Weiswasser-Muskauer Heide

12 11Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Kali- und Salzbergbau 2002 Neben Kohle größter Bergbaubereich Kali- und Salzgruppe: 13 % Anteil am Weltmarkt 6 Kalistandorte: 3 Hessen, je 1 in Sachs.-Anh., Thür., Nds, Kali (3 He, 1 Nds, 1 S-A, 1 Th) 38 Mio. t Kali-Rohsalz, 3,47 Mio. t K 2 O-Verkaufsprodukte Mitarbeiter 95 % Düngemittel, 5 % chem. Industrie ( Liebig 1840: Kalium, Stickstoff, Phosphorsäure Hauptnährstoffe d. Pflanze) Steinsalz 15,5 Mio. t: 85 % Industrieverarbeitung, 7 % Gewerbesalz, 5 % Auftausalz, 3 % Speisesalz, Mitarbeiter

13 12Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Eingriffe Steinkohle: Ewigkeitskosten/-lasten 13 Mrd. gesamt, 450 Mio /Jahr u.a. für Wasserhaltung (Grundwasserschutz) und Bergsenkungen bis zu 12 m Polderentstehung (Zwangsentwässerung, Eindeichung) Bergschäden Braunkohle Umsiedlungen: Abbauland: km² (0,5 %), 300 Dörfer, EW Senkungstrichter Grundwasser Uran Wismut: eines der größten Umweltprobleme in den neuen Bundesländern (BM Stolpe), 40 km² erhöhte Radioaktivität, 6,2 Mrd. Sanierung Pechblende, Uranbergbau in der DDR, Lit. Euler: Umweltverträglichkeit von Energieversorgungskonzepten, in: Forschungen zur Raumentwicklung, Band 12, Bonn 1984; ROB 2000

14 13Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergschäden (Berg-/Gruben-/Untertagebau) Bergschäden/Bergsenkung: Entstehung von Poldern ( abflusslose Bergsenkungsmulden) Gebäude Verkehrstrassen Ver- und Entsorgungsleitungen Vorflut/Kanäle (Deichaufhöhung) Grundwasserabsenkung (Landwirtschaft) kohlebergbau.de/fh/bild/dsk14.JPG teuerster Tagesbruch: Bochumer Loch (1/2000), 40 m tief in einem Wohngebiet verschlingt zwei Garagen und ein Auto. Zwei Krater neben 450 Meter tiefem Bergbauschacht (nach Schließung 2004 nicht verfüllt). Sanierungskosten: 8,5 Millionen

15 14Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergschäden (Berg-/Gruben-/Untertagebau) DSK Deutsche Steinkohle AG Bergwerk Walsum, Erläuterungsbericht und allgemein verständliche Zusammenfassung zum UVP-pflichtigen Rahmenbetriebsplan für den untertägigen Abbau vom bis Durch den geplanten Abbau des Bergwerks Walsum werden sich von 2000 bis Ende 2019 folgende Senkungen einstellen (Anlage 6.2): - ca. 1,5 m im Bereich Vierbaum - ca. 5,0 m im Bereich nördlich Mehrum - ca. 4,0 m im Bereich Wurm-Götterswick - ca. 2,5 m im Bereich östlich Schanzenberg - ca. 3,0 m im Bereich Voerde - ca. 5,5 m im Bereich Orsoyer Rheinbogen südlich Mehrum - ca. 3,5 m im Bereich Wohnungswald - ca. 2,5 m im Bereich Dinslakener Bruch - ca. 4,5 m im Bereich Milchplatz / Walsumer Rheinaue - ca. 3,0 m im Bereich Walsum Overbruch / Vierlinden - ca. 3,0 m im Bereich Walsum Aldenrade

16 15Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Eingriffe Braunkohle Lausitz seit 1922: 136 Ortschaften verschwunden, Menschen umgesiedelt Braunkohlestudie TU Clausthal 2007: 33 Orte mit 7000 Menschen im Potentialgebiet

17 16Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Eingriffe Braunkohle Erdrutsch, Böschungsrutschung

18 17Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte des Bergrechtes 1158 Friedrich Barbarossa: Erzbergbau untersteht König: Bergregal (Regal, Regalien = Hoheitsrecht, von regalis = königlich) 1356 Übertragung Bergregal auf die 7 Kurfürsten (Goldene Bulle) 1648 Verleihung an alle 330 Landesherren H öheres Bergregal (Silber, Gold) an Landesherren, niederes Bergregal (Kupfer, Zinn) an Grundherren. August der Starke: Silberminen im Erzgebirge begründen Reichtum Sachsens (Schlösser, Kunstsammlungen) Bergregal: Bergzehnt (für Bewilligung der Gewinnung)

19 18Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Geschichte des Bergrechtes Wirtschaftl. Liberalismus: Allg. Preußisches Berggesetz (1865) beseitigt Bergregal : Bergfreiheit Autarkie, Kriegswirtschaft: zahlreiche Gesetzesänderungen, die die Zugriffsmöglichkeiten des Deutschen Reichs auf die Bodenschätze extrem ausweiteten Lagerstättengesetz / Erdölförderung 1935 Gesetz zur Überleitung des Bergwesens auf d Reich 1936 Gesetz zur Erschließung von Bodenschätzen (Betriebe mussten auf Anordnung des Deutschen Reiches aufrechterhalten werden) VO über den Zusammenschluss von Bergbauberechtigten (zwangsweiser Zusammenschluss war nun möglich) VO über Zulegung von Bergwerksfeldern (die Überschreitung von Feldesgrenzen war aus wirtschaftlichen Gründen möglich) Gesetz über den Aufbau der Reichsbergbehörden (die Bergbehörden wurden zu Reichsbergbehörden). 1942: Sylvester-Verordnung, Unterscheidung von grundeigenen und bergfreien (herrenlosen) Bodenschätzen 1980: Bundesberggesetz (BVerfG: politikunabhängiges absolutes Gemeinschaftsgut)

20 19Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergfreie, grundeigene Bodenschätze BBergG: § 3 Abs. 3 Bergfreie Bodenschätze Energierohstoffe (Kohlen, Kohlenwasserstoffe, Erdwärme) Best. Industrieminerale Metallerze (Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Blei, Zink) außerdem: alle Bodenschätze im Festlandssockel und Küstengewässer BBergG § 3 Abs. 4 grundeigene B. Industrieminerale (soweit feuer- und säurefest, hochwertig) best. Steine und Erden (Basaltlava, Dachschiefer, Trass) außerdem: alle untertägig gewonnenen Bodenschätze (auch Gipsstein, Naturstein, Ziegeleitone) Nationale Rohstoffinteressen gehen vor Privatinteressen (Allgemeinwohlbelang sichere Energie- und Rohstoffversorgung) Silvesterverordnung 1942, BBergG: grundeigene B. Steine und Erden im Tagebau Soweit nicht für Feuerfestprodukte geeignet außerdem: Torf Nach Bundesberggesetz, Betriebsplanzulassungsverfahren WHG/WG, BNatSchG/NatSchG, BauGB, BImSchG, AbgrabungsG d. Länder

21 20Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergfreie, grundeigene Bodenschätze ni- freiburg.de/lgrb/P rodukte/schriften/ online- publikationen/info rmationen_14/pdf _pool/info14_59_ 75-bildschirm.pdf

22 21Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Fachplanung und Eigentum BGB § 903 Eigentümer kann mit Sache nach Belieben verfahren andere von Einwirkung ausschließen BGB § 905 Eigentumsrecht auch auf Raum darüber u. darunter (aber kein Verbot der Einwirkung durch andere in großer Höhe oder Tiefe, wg. fehlendem Interesse) Art. 14 GG Recht auf Eigentum und Erbrecht, Schranken durch Gesetze zu bestimmen (Bergregal, Schatzregal) Eigentumspflicht: Allgemeinwohl dienen

23 22Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bundesberggesetz Kein Umweltgesetz, Grundsätze, Ziele: Aufbereitung von Bodenschätzen ordnen und fördern, Standortgebundenheit, Lagerstättenschutz berücksichtigen Sicherheit für Betriebe und Beschäftigte Gefahrenvorsorge (Leben, Gesundheit, Sachgüter) ggü. Dritten, Schadensausgleich verbessern. Vgl. § 52 Abs. 2a i.V. m. § 57a BBergG

24 23Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Vorrang Bundesberggesetz sog. Rohstoffsicherungsklausel § 48 BBergG, Abs. 1 Satz 2 andere Vorschriften sollen Gewinnung so wenig wie möglich beeinträchtigen Gewinnung nur bei öffentl. (Schutz-)Zwecken verbieten bei konträren überwiegenden öffentl. Interessen kann untersagt o. beschränkt werden (BBergG § 48 Abs. 2; § 11 Nr.10, § 15) kleiner Bergschaden, starker Vorrang, großer Bergschaden, kleiner Vorrang (Betriebsplan-Zulassung: keine gemeinschädlichen Auswirkungen) Rohstoffabbau ohne Einvernehmen mit Gemeinde ohne Zustimmung des Grundeigentümers

25 24Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergrechtliches Genehmigungsverfahren 1. Voraussetzung: Gewinnungsberechtigung bergfreie Bodenschätze grundeigene Bodenschätze Übergangsrecht DDR: Bis Bodenschätze größtenteils bergfrei. Formen der Gewinnungsberechtigung: a) bei bergfreien Bodenschätzen Erlaubnis für Aufsuchung (15 Monate bis 5 Jahre) Bewilligung für Abbau Bergwerkseigentum folgt der Bewilligung b) bei grundeigenen Bodenschätzen ebenfalls Erlaubnis, Bewilligung und Bergwerkseigentum, allerdings ohne die erforderliche Abwägung mit den entgegenstehenden Belangen der Oberflächeneigentümer

26 25Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Bergrechtliches Genehmigungsverfahren 2. Voraussetzung: Öffentlich-rechtliche Gestattungen Betriebsplan für den Abbau Rahmenbetriebsplan (bei UVP-Pflicht Planfeststellungsverfahren) 3. Voraussetzung: Regelung entgegenstehender Eigentumsrechte Grundabtretung: bergrechtliche Enteignung, ernsthafter Versuch freihändiger Erwerbs bzw. Nutzungsvertrags Zulegung: Ausdehnung des Feldes auf benachbartes Eigentum

27 26Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Verfahren 1. Aufsuchen/Erkunden 2. Gewinnen 3. Aufbereiten Gegenleistung: Feldesabgabe für Erkundungserlaubnis 1. Jahr: 5 EUR/km 2 pro Jahr Anstieg um 5 EUR/km 2 max. 25 EUR/km² (Aufwendungen sind anzurechnen) Förderabgabe für Bewilligung der Gewinnung: 10 % des Marktwertes §§ 30, 31 BBergG (früher: Bergzehnt)

28 27Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Verfahren Nds NatSchG Wassergesetz

29 28Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Planfeststellung bei UVP-Pflicht UVP-Pflicht: > 10 ha Fläche (Betriebs- oder Abbaufläche, Halden) oder Tiefbau mit mehr als 3 m Bergsenkung Tagebaue: im Naturschutzgebiet (Bsp. Lakomaer Teiche, Rotbauchunke, Cottbus Nord) Herstellung, Beseitigung, Umgestaltung eines Gewässers bzw. Ufers (Baggersee) Grundwasserabsenkung 5 Mio. m 3 oder mehr § 1 UVP-V Bergbau:

30 29Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Rechtswirkung Rahmenbetriebsplan berührte Belange Dritter Aufgabenbereiche Beteiligter bei nachfolgender Zulassung von Haupt-, Sonder-, Abschlussbetriebspläne, gemeinschaftlicher Betriebsplan zur Durchführung des Rahmenbetriebsplans § 57a Abs. 5 BBergG

31 30Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Nutzungsregelung: Baubeschränkungsgebiet Festsetzung durch Landesregierung (RVO) Gewinnung innerhalb 15 Jahre Bekanntmachung, Festsetzung 3 Monate später Genehmigung baulicher Anlagen nur mit Zustimmung der Bergaufsicht (Werterhöhung vermeiden) Ggf. Entschädigung bei Wertverlust

32 31Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Oberflächennaher Rohstoffabbau - Recht Bauordnung, ggf. Abgrabungsgesetz (Landesrecht) Naturschutzrecht (Eingriffsregelung) Wasserhaushaltsgesetz, Wassergesetz (Gewässerausbau, - entstehung) BImSchG, 4. BImSchV (Steinbruch > 10 ha bzw. Sprengstoffgebrauch, Anlagen zum Brechen, Mahlen, Klassieren) Baugesetzbuch § 29 BauGB Für Vorhaben... und Abgrabungen größeren Umfangs sowie für Ausschachtungen, Ablagerungen einschließlich Lagerstätten gelten die §§ 30 bis 37.§§ 3037 § 35 Abs. 3 BauGB Privilegiertes Vorhaben im Außenbereich: standortgebundener Betrieb, ggf. UVP-Pflicht (wenn Nassabbau, dann auch Planfeststellung) § 35 Abs. 3 BauGB, Zielanpassung an RO, sofern Ziele da

33 32Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Kies und Sand - Nassauskiesung Typische Lagerstätten: Flussauen, Urstromtal (Glaziale Serie) Nassabbau/Nassauskiesung: in m greift Wasserrecht § 31 Abs. 2 WHG: Herstellung, Beseitigung, wesentliche Umgestaltung von Gewässer/Ufer (Gewässerausbau) = Planfeststellung (u. U. nicht privilegiert) Problem: Aufschluss Grundwasserleiter Planfeststellungsbehörde (Bbg) obere Wasserbehörde (Landesumweltamt) bei Bergaufsicht-Betrieben: Landesbergamt im Einvernehmen mit Wasserbehörde (Nebenbeigewinnung, Mitgewinnung § 42 BBergG)

34 33Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Integration in Gesamtplanung Grundsätze der RO: § 2 Abs. 2 ROG Nr. 9: Für vorsorgende Sicherung, geordnete Aufsuchung/ Gewinnung von standortgebundenen Rohstoffen räumliche Voraussetzungen schaffen Raumordnungspläne § 7 ROG (2) Raumordnungspläne sollen Festlegungen zur 2. anzustrebenden Freiraumstruktur enthalten, hierzu können gehören b)...Standorte für die Sicherung sowie geordnete Aufsuchung und Gewinnung von standortgebundenen Rohstoffen, c)Sanierung und Entwicklung von Raumfunktionen

35 34Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Integration in Gesamtplanung - ROV Raumordnungsverfahren (gem. RoV): Planungen, Maßnahmen, wenn im Einzelfall raumbedeutsam u. überörtliche Bedeutung bergbauliche Vorhaben 17. Abbau oberflächennahe Rohstoffe ab 10 ha... Absehensregel gem. § 15 Abs. 2 ROG (Ziele RO)? Vgl. oberflächennahe Rohstoffe: Gemeinsamer Erlass MUNR, MW zur Abstimmung der Raumordnung und Landesplanung mit den Verfahren nach dem Bundesberggesetz vom (ABl. 48/96, S. 1030)

36 35Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Landes- und Regionalpläne Braunkohle Ziele der RO Landesplanung: BB: (Braunkohlenpläne, Sanierungspläne) Regionalplanung: NRW, S-A, Sa (NRW: B- Ausschuss, R-Bezirk)

37 36Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Regionalpläne oberflächennahe Rohstoffe Ziele der Raumordnung (Vorranggebiete) in Plänen, z. B.: Uckermark-Barnim, Vorranggebiete Rohstoffsicherung - Steine und Erden sind die nachfolgend genannten Lagerst ä tten: Angerm ü nde-Nord (Quarzsand) Metzelthin (Sand) Welsow (Ton) Hohensaaten (Kiese und Kiessande)Angerm ü nde-NordMetzelthin Welsow Hohensaaten Lausitz-Spreewald Prignitz-Oberhavel, Mecklenburg

38 37Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Integration in Gesamtplanung Baugesetzbuch § 1 (5)...Bei der Aufstellung der Bauleitpläne sind insbesondere zu berücksichtigen 7. gemäß § 1a die Belange des... Bodens einschließlich seiner Rohstoffvorkommen,§ 1a 8. die Sicherung von Rohstoffvorkommen

39 38Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Integration in Gesamtplanung § 5 BauGB (2) Im Flächennutzungsplan können dargestellt werden: 8. Flächen für Aufschüttungen, Abgrabungen oder für die Gewinnung von Steinen, Erden und anderen Bodenschätzen; (4) Planungen und sonstige Nutzungsregelungen nach anderen Vorschriften...sollen nachrichtlich übernommen werden. Sind Festsetzungen in Aussicht genommen, sollen sie im F-Plan vermerkt werden.

40 39Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Integration in Gesamtplanung § 9 BauGB (1) Im Bebauungsplan können...festgesetzt werden: 17. Flächen für Aufschüttungen, Abgrabungen oder Gewinnung von Steinen, Erden und anderen Bodenschätzen; (5) sollen gekennzeichnet werden: 2. Flächen, unter denen der Bergbau umgeht oder die für Abbau von Mineralien bestimmt sind; (6) Festsetzungen nach anderen gesetzl. Vorschriften... sollen nachrichtlich übernommen werden, soweit... notwendig oder zweckmäßig

41 40Sektorale Planung I - TU Berlin - ISR - SoSe 2007 Integration in Gesamtplanung Anlage zur PlanzVO 11. Flächen für Aufschüttungen, Abgrabungen oder die Gewinnung von Bodenschätzen (§ 5 Abs.2 Nr. 8 und Abs. 4, § 9 Abs.1 Nr. 17 und Abs. 6 BauGB ) § 9 Abs.1 Nr. 17 und Abs. 6 BauGB 11.1 Flächen für Aufschüttungen 11.2 Flächen für Abgrabungen oder für die Gewinnung von Bodenschätzen


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